2012-08-10

Tillen die jetzt eigentlich alle?

Fahre ich heute mit der S-Bahn eine Station Richtung Ostbahnhof. Steht plötzlich so ein VokuHila-Asso pöbelnd von seinem Sitz auf und wirft dem jungen – dunkelhäutigen – Mann mit Reisetasche ihm schräg gegenüber sitzend an den Kopf „Ich kann Deine Visage nicht sehen. Du widerst mich an!”, stellt sich an die Tür und motzt weiter.

Der Zug die ganze Zeit gaffend still. Da habe ich überlegt, entschuldige ich mich jetzt stellvertretend bei dem jungen Mann für etwas, was ich nicht getan habe? Und bin dann lieber zu dem Deppen gegangen und habe ihm ziemlich laut, damit der ganze Zug es hört, ins Ohr gebrüllt, dass er ein widerliches rassistisches Arschloch sei. Hat er wie am Spieß berührt „Nein!” geschrien. Und ich habe nur zurück angemerkt: „Doch, keine Widerrede.” Da war er dann ruhig.

Und ich bin kein Deut besser: ich kann diese Nazifressen auch nicht mehr sehen, die widern mich so etwas von an!

Gestern …

der kleinen bunten Katze gesagt, „So, das ist die letzte Tablette.” (Mal wieder Lebensmittelallergie). Prompt saß sie heute nicht im Esszimmer auf dem Tisch (!), um sich die Tablette in ihrem Catstick abzuholen. Sie kann da nämlich total gut sitzen und mich durch Wände hindurch hypnotisieren. Stundenlang. (Habe ihr heute den Stick in den Schrank hinterher getragen.)

Hatte ich erwähnt, dass wir jetzt ein Esszimmer haben?

2012-08-06

Pilze!

Neulich, beim Entdeckungsessen in meinem neuen Kiez (und es gibt hier viel zu entdecken, weil viel zu essen), lande ich im Gorgonzola Club und es schmecken von der Tageskarte Steinpilzravioli in Salbeibutter. (Foto in der Handykamera, reiche ich nach.) Sehr selten treibt mich ja mein Selbstbewusstsein auf gesunde Weise um, aber beim Genuss dieser Ravioli muss ich für mich selbst feststellen, dass ich meinen Nudelteig deutlich leckerer finde, weil leichter. Also gehe ich nach Hause und habe auf der Küchen-ToDo-Liste: Steinpilzravioli in Salbeibutter.

Es ist der erste Nudelteig, den ich in der neuen Küche anfertige. Die Steinpilze kommen noch in der getrockneten Variante her, was auch logisch ist, denn so sind sie aromatisch kräftig zum Teig. Und wer will schon frische Steinpilze in eine Mousse verwandeln?

Das Tantra-Diplom ist schnell reaktiviert. Der Nudelteig ist fix gemacht (wie immer bei mir mit Nagel- und Handpflege, da per Hand geknetet und auf das Olivenöl nicht verzichtet.) Die Füllung passiert aus knapp 100 g getrockneten Steinpilzen, eingeweicht, zwei Esslöffel Ricotta, ca. drei Lauchzwiebeln klein geschnitten und einer kleinen Knoblauchzehe. Alles wandert mit Salz und Pfeffer in den Mixer, auf den Nudelteig und wird mit der zweiten Nudeldecke verschlossen. Dann übe ich mit dem Ravioliausstecher Weihnachten und Plätzchen ausstechen.

Die gefüllten Freunde wandern ins kochende Salzwasser und die Butter wird ausgelassen bis die Salbeiblättchen in See stechen können. Parmesan ist schnell gerieben, dank der Mutter aller Reiben. Et voilà!

2012-08-05

Hat einen Kater.

Heute. Hört auf den Namen Chardonnay.

(Aus der Reihe: bin heute sensibel.)

2012-08-04

Zum Thema Christentum und Ehe …

… fällt mir beim Lesen dieses Artikels ein, Adam und Eva … die waren doch gar nicht verheiratet oder?

Oder hat jemals jemand von denen das Hochzeitsfoto gesehen?

2012-08-03

Hetenraten in Berlin

Kann man vermutlich prima aus dem Stand gewinnen, wenn man bei jedem Mann auf „schwul” tippt, anstatt noch ernsthaft zu raten.

*dickerfetterhetenseufzer und geht ab*

Gestern nacht kam der weltbeste Grund …

… zur Welt mit dem mir je eine abendliche Verabredung abgesagt wurde.

Den stolzen Eltern meinen allerherzlichsten Glückwunsch und dem kleinen übereiligen Baby sehr sehr viel Glück und Gesundheit auf dieser Welt! Was für wunderschöne Neuigkeiten!

2012-08-02

Fische Hospiz und Security Dog

„Wenn's ihnen nicht gut geht, dann kommen sie in unser Fische-Hospiz.”
„Fische-Hospiz? Wie muss ich mir das vorstellen?”
„Ist bei uns so eine Plastik-Dose. Von Haribo. Da kommen die rein und dann kommen ein paar Tropfen Nelkenöl dazu bis sie betäubt sind. Und dann Nelkenöl volle Kalotte. Ist schnell vorbei.”

„Ins Klo spülen geht gar nicht. Freund XYZ hat ja Fische seit seiner Kindheit. Der schneidet denen kurz und knapp den Kopf ab.”

Fische bringt man also nicht zum Tierarzt zum Einschläfern. Wieder was gelernt. Wir haben uns übrigens darüber auf dem Weg von Aquaristik Meier am Kotti unterhalten. Lustige Fische gekauft, der eine hat sich im neuen Aquarium sofort in volle Farbe und Schönheit geworfen (Mädchen eben), Junge war so ergriffen und traute sich nicht aus der Ecke. Ich verstehe Menschen, die Fische mögen. Von Aquaristik verstehe ich nicht die Bohne, musste ich heute in dem Laden feststellen, der mich komplett überforderte. (Zum Glück ein Hund mit Ball in Spiellaune anwesend. Heißt dort Security Dog. Ball war bei ihm total sicher.)

2012-08-01

Heute …

Schmetterlingseinflugschneise. Schmetterlinge sehen dürfen, das ist auch so ein besonderes Glück.

2012-07-31

Von wegen DDR-Einheitskram …

Ich wohne ja neuerdings in diesem Hauptstädchen in der sogenannten Mitte. Um genau zu sein, fünf Häuser weg vom Mauerweg. Ich bin halb Ostmieze, halb Kreuzbergerwestschnalle, son'n altmodischer Mischmasch aber das macht nichts. Hauptsache mitten drinnen und dabei.

Ich möchte meinen kaum vorhandenen Platz im Flur mit einer selbstgebauten Garderobe im Schlafzimmer kompensieren. Von der Decke hängend, schick am Haken zwei Rohre, basta. Im Original der Anleitung, vor 5 Millionen Jahren aus irgendeiner Zeitung rausgerissen, wird sogar im Boden verankert. Das kneife ich mir, so verliebt der Hausverwalter in diesen schrecklichen Laminatersatzsurrogatextraxtboden war.

Gehe ich also vorhin in mein Lieblingsklamottenkaufhaus, dem Bauhaus, und suche mir einen jungen Mann in roter Weste und stelle eine Fachfrage, nämlich: welcher Dübel ist der richtige Dübel für meine Idee, weil ja keine geringe Lasttragekraft berücksichtigt werden darf. Fragt er mich die Frage, vor der ich schon immer Höllenschiss hatte: „Wie sieht Ihre Decke denn aus?” „Keine Ahnung, so nah waren wir uns noch nicht.” „Na, ist eine Hohlraumdecke oder eine Dünndecke?” „Hat sie mir nicht gesagt, wie finde ich das raus?” „Na, in dem Sie mal ein Loch reinbohren.” Ich muss ihn angeguckt haben, als würde ich Vorschlag nicht akzeptabel finden, was ich auch tatsächlich nicht fand. Ich versuchte es mit angeben: „DDR-Bau, 50iger Jahre, noch keine echte Platte.” (Weil, man hat ja gehört in der DDR waren alle Bauten gleich und alle waren so ein bisschen einheitlich WHH GT-18 oder Q3A). Tatsächlich ist meine Wohnung mehr Q3A als P2, aber genau noch vor 1957 gebaut und gilt deswegen noch nicht als Platte.

„Dielen oder Steinboden?”, bohrt er weiter. „Keine Ahnung, da klebt so ein Laminatersatzsurrogatextraxtboden drauf.”

Dann kam der Mann in rot mit einem passablen Gegenvorschlag um die Ecke: „Fragen Sie doch mal den Hausmeister, der könnte das auch wissen.“ Also wieder nach Hause trödeln, Eberhard, den besten Hausmeister der Welt (O-Ton Hausverwalter) anrufen.

Bin ich also, anstatt fette Dübel und Haken und Metallseile und Klammern etc. zu kaufen, wieder nur zum Drogeriemarkt an die Ecke und habe Waschmittel gekauft. Voll das Mädchen!

Regeln

Manchmal muss man sich eben Regeln setzen und ich tue das hiermit. Regel Nr. 1: ich werde täglich mindestens ein Semikolon setzen. Ich mag das Semikolon. Es ist ein intelligentes und hübsch anzusehendes Satzzeichen. Es vermag schöne lange fundamentreiche Sätze enstehen zu lassen, wo in modernen Dreiwortsätzen schon zwei Kommata den Leser überfordern. Ich weiß, wenn ein Semikolon in einem Satz steht, dieser Satz wurde nicht lapidar dahin geschleudert; nein, er wurde mit Überlegung und Liebe zum Satzbau geformt. Und ich finde, es gehört dagegen gesteuert, dass das Semikolon von der künftigen Jungend nur noch als ein Element der Smileybauerei anerkannt wird.

Regel Nr. 2: Pro Woche mindestens zwei Blogs vorstellen bzw. verlinken. Wir tun das in letzer Zeit alle viel zu wenig. Ich prangere das an. Und ich werde das wieder bei mir hier ändern.

2012-07-30

Die Feinschmeckerei

… wird beschrieben und betrieben von sehr feinen mir bekannten Menschen, Kollegen, Bloggern, nämlich Christiane und Thomas, und sie schreiben über ihre kulinarischen Erlebnisse vor allem in Berlin und auf ihren Reisen, vorzugsweise im asiatischen Raum.

Da sie vergangene Woche ihr Blog endlich auch mit dem zwingend notwendigen Premiumcontent geadelt haben, bleibt mir nun gar nichts anderes übrig, als Euch einzuladen, drüben bei „feinschmeckereischmecken und meckern über Restaurants vorwiegend in Berlin – weiter zu lesen …

2012-07-29

Bei Ikea

„Du, Schatz, wir könnten doch Astrid im Bad aufhängen.”

2012-07-28

Mein Blog

hat, wie langjährige Blogleser wissen, heilende Kräfte. So hat sich die Waschmaschine das nach dem Blogpost gestern nochmals überlegt mit dem nicht mehr heizen wollen und die Bettwäsche dann doch brav als 90 Grad-Waschvorgang nach Vorschrift behandelt. Ich werde natürlich weiterhin sparen zur Sicherheit, aber das macht die Sache jetzt doch nicht mehr ganz so dringend und vielleicht reicht das Geld bis dahin für einen Neukauf.

Der Kollege, der mir den Geschirrspüler schenkte, hat nun bei seinem Umzug die Gebrauchsanleitung gefunden. Also sprach ich gestern zum Geschirrspüler: „Du, ich habe jetzt Deine Gebrauchsanleitung.” Sagt der Geschirrspüler zu mir: „Brauche ich nicht. Ich weiß, was ich tue.”

Ja, ich kommuniziere mit meinen Elektrogeräten. Das ist ausreichend schräg aber richtet auch nicht sooo viel Schaden an im Allgemeinen. Dass meine Elektrogeräte mit mir kommunizieren, ist indes neu.

2012-07-27

Soulfood

Sommersalate, auch etwas, das sehr glücklich machen kann. Die besten eingelegten Boquerones der Stadt, gibt es meiner Meinung nach an dem spanischen Stand in der Marheineke Halle Ausgang Marheineke Platz. Die Anchovis vom Imbiss gegenüber sind auch nicht zu verachten. Man kann nach deren Genuss die Nacht durchschlafen ohne sich den Wolf zu trinken. (Wichtiges Feature bei Anchovis!)

2012-07-26

So muss es sein …

… heute Abend bin ich nach Hause gekommen nach einem „so lala“-Tag. Ihr wisst schon, ist es eine Seitenstrangangina, die das halbe Gesicht lahm legt oder die Klimaanlage (die wir zum Glück in unserem Büro haben, es ist mehr ein Klimaanlägchen, also nichts Schlimmes)? Und dann so Diskussionen über Dinge, die echt wundern lassen. Und … aber auch gute Sachen, Kolleginnen, die im richtigen Moment das Richtige sagen, Kollegen auch. Menschen, die im Nachhinein von dem, was ich ihnen angeboten habe, sehr begeistert und motiviert sind. Schönes warmes Wetter. Dicke Füße. So ein Tag halt.

Dann stelle ich mein Fahrrad an der heimischen Dockingsstation ab und denke bei mir, „gehste zum Lieblingsspanier.” Eine Stunde in der letzten Sonne sitzen, ein Glas Rosé. Abschalten. Die dicken Füße baumeln lassen. Und ich hüpfe die 200 Meterchen um die Ecke. (Liebe Frau Mutti, gerade mit Dir wäre ich so gerne da mal …)

Ich bekomme den letzten Vierertisch an der freien Luft und habe ein schlechtes Gewissen, finde aber auch, dass er mir nach dem Tag zusteht. Das Pärchen, das kurz darauf ankommt und nach einem Tisch sucht, dem signalisiere ich direkt, dass sie sich ruhig setzen dürfen. Wir floskeln ein bisschen, klären die getrennte Order und ordern dann doch zusammen Rosé.

Sie und er erzählen sich vom Alltag und halten ab und zu ihre Hände. Irgendwann kommen erst meine, dann ihre Tapas und irgendwann fällt das Stichwort Mallorca, wo die Frau mit ihren Kindern gerade Urlaub gemacht hatte und Essen auf Mallorca und so kommen wir ins Gespräch.

Er ist Lehrer, sie ist Fotografin, er lebt am Oranienplatz, sie in Potsdam. Er hat einen Garten, sie Katzen und drei Kinder.
Und das war dann ein angenehmer vergnüglicher Abend. Small Talk der schönen unverbindlichen Sorte. Small Talk, worauf ich, als ich zum Spanier ging, null Lust gehabt habe.

Mein Lieblingsspanier eben …

2012-07-25

Diese junge …

kein Internet-Tagebuch führende Dame namens Journelle habe ich eben in meine Blog-Bookmarks gelegt. Ich glaube, ich mag die.

Tampon-Nachtrag

Gestern gefunden und für gut befunden:

2012-07-24

Wir …

… haben jetzt nämlich Fensterbank. Fensterbänke satt, um ehrlich zu sein!

2012-07-23

Die üblichen Routinen …

… ich will mich nicht beklagen, denn letztendlich gilt natürlich nur eines: die Hauptsache ist, die Katzen und ich sind gesund.

Aber ansonsten hier derzeit: CD-Spieler (nach Umzug) kaputt. Das gute teure 2.8er 16-55 mm Objektiv nach Sturz kaputt. Und nun heizt auch noch die Waschmaschine nicht mehr. Die Waschmaschine ist alt, sie hat ihre Dienste getan und das immer zu meiner herzlichen Zufriedenheit. Ich mag ihre unaufdringlichen Geräusche. Ich mag es, wie ich intuitiv mittlerweile weiß, wie lange der Waschgang noch dauern wird. Ich liebe ihren Bullaugenanblick. Vor diesem und ihr hatte ich viele gute Kaffeetassen auf dem Boden hockend mit beiläufigen tiefsinnigen Gesprächen mit Freunden. (Ja, ich bin prima mit Bullaugenhaptik therapierbar.)

Auf eine Neue zu sparen, tut irgendwie weh. Jetzt muss ich auch noch dieses Web durchsuchen, nach einem neuen finanzierbaren Modell mit tollen Bewertungen, leisem Schleudern (der böse Waschmaschinenschleudergeist) und vorrangig der Möglichkeit direkt im Ansatz ihr verbieten zu können, am Ende des Waschganges dumm zu piepen. Denn Piepser brauche ich in meiner Wohnung so sehr wie ein Hühnerauge vom Fuchs gejagt zu werden.

Hatte ich erwähnt, dass ich neuerdings einen Geschirrspüler besitze? Ich habe einem liebreizenden Kollegen alle Umzugkartons vermacht, der mir wiederum seine Lady 45 im Austausch anbot, die sich im Keller, seit er seine persönliche zweibeinige Lady freite und 45 cm auf 60 cm notwendigerweise anwuchs, dumm rumstand und sich zu Tode langweilte. Mein erster Geschirrspüler! Das Ding ist noch komplett analog. Es hält, wann immer man auf einen der Spülgänge drückt, jeweils im Hintergrund eine analoge Farbkarte, wahlweise in grün und rot, hoch, und der Spülschalter macht noch richtig schön „raterraterrat“ und laut „Pleng!“, sobal das finale Duschende erreicht. Sie hat somit alle meine Sympathien: sie piepst nicht! Und sie spült sehr fein und meine Fingernägel und sie sind auch inszwischen sehr dicke miteinander.

Das Einzige was uns beidem zu finalen Glück fehlt: sie mag nun definitiv ABBA nicht, während ich ABBA sehr wohl mag. Kindheitsmusik, lass ich nun mal gar nichts drauf kommen! Da ich Musik (weil ja CD-Spieler kaputt) momentan nur über den Rechner laufen lassen kann und gerade eine ausgesprochene „ich-singe-bei-jedem-ABBA-Song-mit“-Phase habe, insofern iTunes derzeit nur ABBA spielen braucht, läuft also hier öfter ABBA. Und zwar auch dann, wenn der Geschirrspüler läuft. Dieser aber haut dann in dem Schritt zum Wasser anheizen genau die zentrale Sicherung raus. Und zwar nur bei ABBA! Ausschließlich bei ABBA. Tool, Young Gods, Johnny Cash und was weiß ich oder so, die findet sie indes problemlos spülend akzeptabel.

Sonst aber lasse ich auf das Teil wirklich nichts kommen! Gar nichts! Nur in die Disco zusammen wird man uns wohl nie bekommen!

Und? Welche Waschmaschine? (Miele-Nennungen sind budgetbedingt nicht akzeptabel.)

2012-07-22

Sehr sehr schöner Premiumcontent …

bei einsneusiebenzwei. Der Katzen-Opa.

2012-07-21

Gestern früh …

fahre ich zum beruflichen Vergnügen, das ausnahmsweise in vergleichsbarer Nähe in einem Hotel stattfindet, gleich zwei Mal. Einmal hin und als der Präsentations-PC nicht hochfahren will ein Mal zurück und meinen Rechner holen. (Natürlich umsonst, denn Windows-PCs sind ja bekanntlich ein A****.) Die zweite Tour fahre ich natürlich anders als die erste, wie ich die erste an dem Tag schon anders gefahren bin als neulich, als wir einen ähnlichen Termin im gleichen Hotel hatten. Die unglaublich vielen Möglichkeiten, Ihr versteht?

Nun, als ich die zweite Strecke nehme, fällt mir am Wegesrand auf einem der typischen alten Berliner Spedititonsgelände ein Möbelgeschäft auf, eine Weinhandlung und ein Outlet-Store eines Unternehmens, das uns immer werbetechnisch anbrüllt. Dies alles per Rad zwei Minuten von meiner Dockingstation.

Habe ich bei mir gedacht: „Ah, okay. Dann gehste da mal am Samstag gucken.” War ich dann heute. Der Möbelladen war so lala bis teuer. Aber ich hätte mir direkt meinen Schreibtisch einpacken lassen wollen, wenn … (*denkt Euch hier übliches Budget-Gesabbel*). Die Weinhandlung hatte Wein. Konsequent nur aus Frankreich. Ich bin aber momentan mehr von den Tropfen Spaniens und Portugals angetan. Dann bin ich zu diesem Outlet-Store „mal gucken”.

Direkt am Eingang empfängt mich ein riesiger Tisch, der den Klamottenbereich von mir trennt, bestückt mit diversen Kassen als auch Computern. Mich empfängt eine junge Frau.

„Guten Tag. Haben Sie eine Z*****-Karte?“
„Nein.”
„Haben Sie schon einmal online bei uns bestellt?“
„Nein.”
„Dann registrieren Sie sich bitte an unseren Computer, denn ohne Registrierung kann ich sie nicht reinlassen.”
„Echt?”
„Ja.”
„Na dann, tschüss!”

2012-07-20

Neues vom Storch!

Ich möchte auf dieses Blogpost von mir von vor gut einem Jahr hinweisen!

Der kleine Zwerg, auch liebevoll als Krümel bekannt, wird in ca. 20 Tage geboren werden. (Die Storchnummer klappt also noch immer!)

2012-07-18

Diese Woche ist …

so dermaßen sch… bis jetzt, die möchte ich glatt noch mal haben. Ich werde Freitag direkt auf den Reload-Button drücken, damit mir gleich noch mal den Spaß frei aufs Haus geliefert wird. Samstag und Sonntag werden am Besten auslassen, denn die Tage waren ja vergleichsweise richtig schön!

Menno.

Ansonsten jährt sich dieser Tage das sechste Mal der Todestag meiner Mum. Heiliges Unterbewusstsein kann ich Euch sagen, das zieht seine Aufgaben erstaunlich konsequent durch.

2012-07-15

Lesen bitte!

Geheilt – aber nicht geheilt.

2012-07-03

Begegnungen

Als ich gestern Abend von der Firma mit dem Rad nach Hause fahren will, steht vorne an der Brücke, die vergleichsweise sehr stark mit Autos befahren ist, ein kleines Mädchen mit einem Schatz voller Steine. Mich stört an ihrem Bild, dass sie mir zu klein wirkt, um ohne Eltern unterwegs zu sein. Sie ist klein und sehr zierlich und kann zwischen vier und sechs Jahren alt sein, sie wirkt auf mich aber eher näher vier.

Vielleicht erst vierjährige Mädchen mag ich alleine an einer solchen Stelle nicht sehen und also spreche ich sie an, was sie denn dort so alleine machen würde? Sie antwortet mir in einer lustigen Sprache, die ich nicht verstehe. Obwohl ich verstehe, als ich ihr Cochlea-Implantat sehe und auf der anderen Seite ein ebenfalls schickes rotes Hörgerät.

Wir unterhalten uns auf unsere Weise, sie sieht aus, wie ein kleiner Mensch nach einem harten Arbeitstag als Kind aussieht: verwuselte Haare, verklebtes Gesicht und schmutzige Kleidung. Aber die bekommt man gratis dazu, wenn man auf steinige Schatzsuche geht. Und ich kann mich immer noch nicht entscheiden, soll ich dieser kleinen Person trauen, dass sie alleine nach Hause kommt oder muss ich vermuten, sie hat vielleicht noch gar nicht bemerkt, dass sie mutterseelenallein (warum heißt es eigentlich immer nur mutterseelen…?) unterwegs ist?

Sie tut nach einer Weile das, was ihr offensichtlich gut beigebracht wurde. Sie entscheidet, dass ich eine Fremde bin und sie sich eigentlich nicht von mir ansprechen lassen soll. Das macht es schwierig, denn ich möchte ihr keine Angst machen, ich möchte sie aber auch nicht so alleine unterwegs wissen. Sie rennt weg.

Sie ist schnell. Meine Befürchtung, sie könnte jetzt wegen mir auf die Straße rennen trotz roter Ampel, trifft es leider sehr und als ich sehr laut ärgerlich brülle, bleibt sie vor Schreck stehen. Ich zeige auf die rote Ampel und das versteht sie und das ist der Moment, in dem sie offensichtlich einsieht, dass ich ihr nichts Böses will. Als das Licht auf grün umspringt, rennt sie weiter. Sie ist ein kleiner, agiler, sehr schneller Floh. Und als ich ihr sage, wir sollten zu ihrer Mama, erzählt sie und macht sie Gesten, die sie in der Gebärdensprache schon kann und ich leider nicht gut verstehen kann. An der nächsten Ampel zeigen wir uns, dass man erst einmal mit den Augen gucken muss.

Sie rennt und rennt nach Hause, sie hat mittlerweile Spaß daran und wartet gelegentlich auf mich, damit ich aufholen kann. Mir fällt es schwer mit dem Rad nachzukommen. Wir sind ca. 1,5 Kilometer von unserem ersten Treffpunkt entfernt. (Die Strecke, die wir zurücklegen, ist selbst für eine Sechsjährige nicht ohne.) Da geht sie in ein Haus hinein, springt die Treppen hoch und klopft an die Tür. Ich gehe hinterher. Die Tür öffnet ihre Mutter mit dem Handy an dem Ohr und sie zeigt mir stolz ihre Mama. Ich erzähle ihr, wo ich ihre Tochter gefunden habe und sie meint nur, ohne das Handy vom Oh zu nehmen: „Oh!” Und: „Danke!“ Das kleine Mädchen und ich, wir winken uns zum Abschied.

Ich glaube, ich möchte die Gebärdensprache lernen.

Und morgen lege ich ihr ein Stofftier vor die Tür. Mit einer Karte. „Für das kleine Mädchen mit den sehr schicken Hörgeräten, das sich so mutig die Welt erkämpft.”

2012-07-02

Der neue Kiez

Es gibt Dinge, an die ich mich in meiner neuen Umgebung noch nicht gewöhnt habe. Öffentlichverkehrstechnisch wohne ich jetzt genauso weit vom U-Bahnhof Hermannplatz, dort wo das vom Prollberliner heißgeließte „Kackstadt” stationiert ist, entfernt wie voher, nur eben von der anderen Seite anreisend. Na gut, es ist eine Station weniger als vorher.

Ich muss mich also jedes Mal, wenn ich dann am Hermannplatz in die U-Bahn steige, strikt dazu zwingen die andere, die richtige Linie, zu nehmen. Das ist schwierig und fühlt sich so an, als würde es noch lange Zeit dauern bis da Gewöhnung in der Frau ist.

Da mein Rad einen Platten hatten und die Sicherheitsschlüssel noch nicht gefunden wurden in den Umzugskartons, konnte ich eine Weile kein Fahrrad fahren. Letzte Woche bekam es dann neue Mäntel. Und wenn ich jetzt auf dem Rad unterwegs bin, dann hört die Heimfahrstrecke mitten drinnen auf. Früher wusste ich: „biste am Alex, haste noch den Weg bis zur Hasenheide, bis zum Columbiadamm und von dort aus die halbe Strecke rund um den Flughafen.“ Eine sehr schöne ruhige Strecke, die ich mochte. Gerade ihr Schluss war so etwas wie eine Belohnung. Vor allem wenn man noch übers Tempelhofer Feld fahren durfte. Nachts sang am Columbiabad die Nachtigall für mich. Oder ich traf Frau Fuchs.

Heute hört meine Strecke sehr kurz hinter dem Alex auf. Dann bin ich zu Hause. Das ist bestimmt toll, wenn es aus Kübeln gießt. Nur kann ich nicht behaupten, dass mir nicht etwas fehlen würde. Dieses aus dem Friedrichshain losfahren und einmal hinfallen, bis ich da bin. Es ist komisch. Momentan ist noch gar kein Gefühl da, als könnte ich mich daran gewöhnen. Es fehlt letztendlich der schöne Teil der Strecke. Und die ist auch nur noch halb so lang. Egal wohin ich fahre, sie ist gefühlt immer nur noch halb so lang.

Die Hälfte fehlt. Meiner Cellulitis vermutlich auch.

2012-07-01

Bilder einer Großstadt, …

… die man gar nicht braucht.

Fahre ich eben zum Ostbahnhof frische Brötchen & Co. kaufen. Dann steht am Bethaniendamm ein Fahrzeug und ich denke, das ist Gerichtsmedizin. Fahre ich weiter und sehe wie sich Polizisten die Handschuhe anziehen und sich aufmachen das Grün zu durchsuchen. In dem Moment fällt mir dann auch die Absperrung auf, sowie die Frau mit der Kamera auf deren Rücken „Kriminalpolizei” steht.

Dann weißte, da ist ein Mensch zu Tode gekommen und vermutlich nicht natürlich.

2012-06-30

Die haben fertig.

Ich wundere mich mit zunehmenden Alter über immer weniger. Gleichfalls jedoch wird meine Erkenntnis, zunehmend unglaublich vielen und immer mehr werdenden Absurditäten gegenüber zu stehen, immer größer. Man hat eben schon recht viel gesehen. Beispiel: Tampons. Also die Dinger mit denen wir Frauen unsere Ersatzflüssigkeit in Schach halten. (Was Jungs damit machen, will ich lieber nicht wissen.)

Der Tampon ist im Prinzip zu Tode erfunden, da passiert nicht mehr viel. Na ja, wenn man davon absieht, dass es ihn jetzt auch mit Flügeln gibt und Seidenoberflächen (von vermutlich total fleißigen chemischen Seidenraupen erzeugt) oder schick quer und längs gerillt. Und weil das so ist und der Tampon im Erfindungsreichtum nicht mehr viel hergibt hinsichtlich seiner Produktentwicklung, weil er ja blöderweise immer noch eine gewisse Funktionalität beweisen muss, verpackungsmarketeln sie sich jetzt an des Tampons Verpackung dumm wie Brot.

Es gibt keinen Tampon, der auch nur annähernd ähnlich wie ein anderer Tampon öffnen ließe. Nicht einmal Tampons nur einer Firma könnten das noch als Feature liefern: ein gleiches Öffnungsprocedere! (Was sie früher konnten, es ist also nichts, was man ihnen nicht zutrauen dürfte.) Früher war Zellophan irgendwie aufzubekommen, das hat sicherlich manchmal genervt in wenig praktikabler toilettöser Dunkelheit oder aus anderen beschwipsten Gründen. Dann kam lediglich einen Schnipsel finden und aufziehen, danach der farblich sichtbare Schnipsel. Es folgte die Variante gegeneinander drehen und heute sind wir bei „wir brechen das Zellophan auf”. Ich muss nun also immer sehr rabiat mit dem Tampon umgehen, obwohl ich das persönlich gar nicht möchte. Wer will schon seines Tampons Willen brechen?

Gegeneinander drehen fand ich persönlich schon ganz gut praktisch aber grenzwertig nahe der Gewalt. Tampons verbiegen indes geht so von der Coolness her eher nicht. Ich will's nicht. Ich will auch keine verbogenen Tampons wieder gerade biegen müssen. Wenn ich ehrlich bin, bin ich eine sehr einfach strukturierte traditionelle Tamponnutzerin, wenn ich mal wieder einen Ersatzflüssigkeitsanfall meinen eigenen nennen darf. Tatsächlich will ich das Ding aufbekommen und verwenden. Aber wahrscheinlich ist Schnickschnack der neue Trend beim hygienischen Menstruieren.

Worauf ich indes seit gefühlten Jahrhunderten warte und was nicht kommt, nicht kommt, nicht kommt: das ist die smarte bedruckte Cellophanhülle – nur für die Frau. So etwas wäre dem Thema und dem Aufenthaltsort des Produktes dermaßen naheliegend, da kann natürlich kein Marketingheini drauf kommen. Zu simpel. Was ist denn an einem Konterfei von Keanu, George, Colin oder Brad (Brad nur für Euch, der lässt mich ja exemplarisch kalt) oder wie hier: Sexy Boys einzuwenden?

Nein, auf das eigentlich Naheliegende kommen die natürlich nicht. Nerven uns lieber mit Verpackungsöffnungsschnickschnack, den die menstruierende Welt nicht braucht. Eines Tages, das schwöre ich Euch, bieten die Tampons nicht mehr nach Tages- oder Nacht oder in S, M, X, XL-Größen im Regal an, sondern nur noch Verpackungsmechanismus sortiert.

Aber dann bin ich zum Glück im Klimakterium. Hoffentlich.

2012-06-24

Liebe

Das wohl schönste Bild, das ich aus diesem Wochenende mitnehme: die Frau, die mit ihrer (vermutlich) Mutter, die sehr alt, dem Tod offensichtlich ganz nahe, im Rollstuhl liegend schon sehr abwesend, am Kanal saßen. Die Frau nahm den Kopf so zärtlich in beide Hände und küsste ihre Mutter sehr hingebungsvoll.

Plötzlich war alles voll Liebe.

2012-06-22

Bisschen viel Arbeit …

… sonst alles gut.

2012-06-16

Fischsuppe …

… heute mal mit:

2012-06-15

Kurze Momente

In der S-Bahn. Ich trage sommerliche Sandalen mit so 'nem esorterischen Gebömel als Schmuckstück dran. Unauffällig, sonst hätte ich die Dinger nicht gekauft. Sieht so ein bisschen aus, als hätten meine Füße das dritte Auge. (Nicht blöd an sich, denn ich bin ja bekanntermaßen trottelig unterwegs. Ist immer prima, wenn einer mehr guckt.)

Eine Frau sieht in der S-Bahn, als ich einsteige, auf meine Füße und lächelt entzückt versonnen während sie die Sandalen betrachtet.

Ich wüsste so gerne die Geschichte zu diesem Lächeln!

2012-06-14

So komisch

Der Veranstaltungsort täglichen Werkens und Amüsements bedient seine Kunden mit einer der schnellsten und modernsten Technologien, an denen man landläufig Interesse vermelden kann und ist dabei so behäbig und naiv unwissend auf gleichem Gebiet, dass ich zumeist in ein verwundertes Stauen verfalle. Täglich neu. So bleibt gelegentlich das Gefühl das exorbitante luxuriöse steinernde Foyer, das ich täglich durchschreite, ist doch nichts anderes als der Eingang zur Höhle der Steinzeit.

Es ist nicht so, dass sie nicht wollen. Es ist so, dass sie 500 Seelen verwaltet bekommen müssen und sich nebenbei einer Qualität versichern und viele Dingen regeln und natürlich die eigenen und noch mehr die fremden Daten so schützen, dass darüber hinaus ein logisches sinnvolles Arbeiten immer weniger möglich zu sein scheint. Das größte Unverständnis dabei, dass Datenschützer tatsächlich so weit gehen, dass man im Kundendienst dem Kunden keinen Support anbieten kann, den er dringend erfragt. Erklärt man ihm die Situation, fragt er weiter und das ist gut so, denn seine nächste Frage, ob man eventuell nicht alle Tassen im Schrank hat, lenkt ihn sehr prompt und sicher von seinem eigentlichen Problem ab. Wir nennen das Support.

Doch, doch haben wir. Die Tassen sitzen fest in den vielen Küchen des Unternehmens mit dessen Logo verziert, wie sich das gehört. Aber wir haben auch TÜV-Zertifizierungen. Und wir haben deutschen Datenschutz. Wir arbeiten halt mit Daten.

Das Einzige, was mich gelegentlich in meinem Unglauben, man könnte so tatsächlich geschäftlich erfolgreich sein, beruhigt, ist das Mutterschiff. Das ist mittlerweile so dermaßen behäbig, dass es nur noch still steht. Und dieser Stillstand wirft prima und ohne Ende Geschäfte auf die vielen Töchter ab. Also muss man sich diesbezüglich gar keine Sorgen machen. Und überhaupt: neben der Mutter wirkt man glatt wieder jung, flexibel und wild bis sorgenlos.

So gesehen arbeite ich in einem Unternehmen, in dem der Punk herrscht.

EM-Gesülz

Wenn man, wie ich, aufgrund der früheren Geburt die eine und andere Fußball-EM oder -WM schon miterleben durfte, dann sind solche medial herbei getexteten Pseudodifferenzen zwischen einem TV-Co-Moderator (Scholl) und einem Torjäger (Gomez) vom Unterhaltungswert verdammt befreit. Wenn ich das mal erwähnen darf. Andererseits spricht das ja für die große herrschende Harmonie in der Thematik. Friede, Freude, Eierkuchen verkauft sich halt so verdammt schlecht.

2012-06-13

Wer Sport nicht versteht …

"Schmerzen weisen auf Überbelastung hin", sagt Brune. "Man sollte darauf hören, was einem der Körper sagt und nur so viel Sport treiben, wie man schmerzmittelfrei verkraftet." Diesen Artikel zu lesen, fand ich eben sehr bitter.

2012-06-12

Internet

So, jetzt wenigstens erst mal Internet am Stick. Also Web am Stil quasi. Das heißt, es wird dann hier doch wieder etwas reger werden.

2012-05-31

Balkonien

Nishikowski, Herrscherin von Balkonien und Consorten!

2012-05-30

Sex(work)shop für Frauen

Neulich in einem Flyer:

Wie nah ist Dir deine sexuelle Seele?
Welcher Ausdruck deines Körpers gefällt ihr?
Was zieht sie an?
Was beglückt Euch?

Wir wollen uns unserer Seele widmen.

Durch:
Scharmanische Reisen
Übungen zur weiblichen Ejakulation
Bauen eines rituellen Gegenstandes aus Ton und Erde Meditation und Yoga
Aphrodisierende Getränke und Gerichte

Wir werden draußen sein, in Zelten schlafen und am Feuer kochen.

Kosten: 150-180 Euro
Nach eigener Einschätzung


Können die nicht einfach mal nur ficken?

2012-05-25

Chinesenpuppe

Ich hatte als Kind eine Chinesenpuppe. Die war klein aus Gummi und wenn man ihr von oben in den Kopf drückte, stellte sie die schwarzen Haare auf und sie sanken langsam wieder runter. Ansonsten war die Puppe ziemlich langweilig.

An ihre Lippen kann ich mich nicht mehr erinnern. Ihr auf den Kopf zu drücken, das machte mich sehr glücklich. Ich wusste damals allerdings noch nicht, dass es als unschick gilt, Chinesen auf den Kopf zu drücken.

Ich fürchte, ich wusste damals noch nicht einmal, was ein Chinese ist oder warum ein Chinese ein Chinese ist.

Asiaten begegneten mir erst ca. zwei Jahre später in größeren Mengen. Selbstverständlich entschuldige ich mich heute dafür stellvertretend bei allen Chinesen. Besser gleich auch noch bei allen Japanern, denn je mehr ich darüber nachdenke, womöglich war die Chinesenpuppe ja auch vielleicht eine Japanerpuppe.

Eine Negerpuppe hatte ich übrigens auch. Die hieß damals auch Negerpuppe. Wie Sarotti-Mohr auch Sarotti-Mohr hieß. Farbiges Baby kam erst später. Milka auch.

2012-05-18

Unterschiede

Manche Männer erwähnen im Gespräch nebenbei „meine Freundin” oder „meine Frau” und es hört sich so richtig an, so stolz, als wäre sie das Glück im Hinterhalt, das voller Relevanz sein Leben begleitet, selbst wenn sie gar nicht anwesend ist in diesem einen Moment. Und man weiß schon beim Zuhören, die sind beide richtig und wichtig für einander und es gibt keinerlei Zweifel an dieser Zugehörigkeit.

Und dann gibt es Männer, die sagen „meine Frau/Freundin” mit einer Beiläufigkeit als wäre sie weniger wert als eine Nebensache, ein lediglicher Ist-Zustand und wären seine Worte wie Wasser, das sie, als Pflanze am Leben erhalten sollte, dann ahnt man ihren frühen trockenen Pflanzentod in seinen Worten.

2012-05-16

Schwer geteebeutelt

Köstlicher Artikel auf Spiegel online hinsichtlich dieser unsäglichen Wellnessfoodindustrieschwachheiten.

2012-05-11

ars moriendi

Die Kunst zu sterben. Ein Artikel über das Kochen für sterbende Menschen. Guter Artikel. Vermutlich ahnt man zu selten wichtige Belanglosigkeiten, wenn im eigenen Umfeld gestorben wird. Denn, wer teilt schon seine Erfahrungen mit dem Tod mit uns, ist man erst einmal gestorben?

2012-05-10

Die Frage ist …

ab wann ist eigentlich zu viel Ikea in einer Wohnung? Aufgrund der milden Gaben meiner reizenden Freunde, ist der Zuwachs ja längst nicht mehr nur auf die Küche beschränkt – für ausreichend Ikea im Bad sorgte ich selber – und im Grunde ist der Schwede jetzt omnipräsent in jeden Raum eingezogen. Dass Essensaufbewahrung in Ikea-Plastikbehältern eine feine strukturierte Sache für sich ist, die zudem auch noch formschön daher kommt (solange das Essen auch formschön daher kommt eine nicht zu unterschätzende Eigenschaft), ist sicherlich nicht nur bei mir eine eingezogene Tatsache. Und Ikea-Bettwäsche, weil ohne Knöpfe und in Sondermaßen gut finanzierbar, wohnt eh längst im Schlafzimmer.

Gefühlt habe ich in den letzten Tagen (mit toller Hilfe) ganz viele Capita-Beine in 21 cm Länge an die geschenkten Faktumschränke angeschraubt (Eckschränke stehen nämlich besser auf acht Beinen). Die Beine sind natürlich in meiner Situation der absolute Luxus. Aber ich stand heute früh wieder so begeistert in der Küche, wo auf der einen Seite noch Waschmaschine, alte Spüle und Herd auf normaler Industrienormungshöhe ihre Dienste anbieten, während auf der anderen Seite die bereits höher gelegten Schränke aufwarten. Und sobald ich vor diesen stehe, merke ich, wie sich im Lendenwirbelbereich eine sanfte Streckung vollzieht, sich die Haltung ändert und durch den gesamten Körper eine direkt fühlbare Entspannung schleicht. Ich werde diese Küche lieben. Alleine schon aufgrund ihrer Höhe!

Ich überlege, wie viel Gesundheitskosten vor allem hinsichtlich der Rückenerkrankungen könnte man in diesem Land einsparen, würde man bei eben jener Normung endlich berücksichtigen, dass die Menschheit in den letzten Jahren durchschnittlich größer geworden ist oder aber wenigstens Menschen ab 180 cm Körperlänge (wer will auch schon vorher) einen finanzierbaren Alltag entsprechend ihres Körperbedarfs offerieren?

Capita in lang macht übrigens eine schlanke Küche und ich werden sie unten herum dementsprechend offen lassen, schon alleine, weil die Katzen deutlich signalisiert haben, dass sie die untertunnelten Schränke als eine prima Mäusejagdarena empfinden. Und Käse und Mäuse und Katzen gehören in jede Küche. Weiß man ja!

Gestern war ich wieder auf einen HotDog und Getränk beim Schweden, Schrauben holen. (Nein, sie waren mit Sicherheit im Paket, ich habe sie lediglich verbummelt.) Ikea-Support-Mitarbeiter sagen grundsätzlich „na, mal gucken, ob ich die überhaupt da habe.“ Ich gehe mittlerweile davon aus, das machen die vorsätzlich. Irgendjemand filmt die Kundengesichter, wenn sie dann unentspannt am Counter stehen und womöglich glauben, die hätten wirklich keine der 08/15-Schrauben im hinteren Bereich in den kleinen Schubladen. Mich foppt Ihr nicht. Mehr!

2012-05-07

Zuwachs

Ich habe jetzt wieder einen Kühlschrank. Mit Gefrierkombi. Das ist schon alleine ein großes Glück.

Und viele großartige Küchenunterschränke, die darauf warten auf lange Beine gestellt zu werden, womit wir gestern schon mit Tilla Pe (endlich im RL getroffen!) und Tillas Tochter (nächste Woche gibt es Spargel!) und ich angefangen haben. Und die Unterschränke sehen gut aus auf 21 cm hohen Stelzen, die Lendenwirbel schreien sofort „Hurra!“, wenn man davor steht. Die großartigen Bloggerinnen, die aus Braunschweig kommend, praktisch den Akkuschrauber im Kofferraum herum fahren, machen es möglich. Eckunterschrank zusammen gebaut, schrecklich unlogisch das Ding.

Und nun steht hier sogar noch unerwartet ein herrliches graues gemütliches Sofa rum, von einem grauen Kater für die kleine niedliche graue Katze perfekt eingewohnt in nur sechs Monaten. Geruchstechnisch muss das Sofa ein Katzentraum sein! Und mir ist unerwartet der schwere chinesische Coachtisch auch auf's Auge gedrückt worden. Was ich für großartige Freunde habe.

Danke M. und S. Ihr seid Helden! Und jetzt zudem echte Prenzelwichser!

2012-05-04

Wie schön!

Wie schön Euch alle mal wieder getroffen zu haben oder Euch überhaupt erstmals gesehen zu haben! Es waren großartige schöne drei Tage mit tollem Wetter, einer wundervollen Location, großartigen Leuten, Service, Organisation, Sponsoren, Catering. Himmel, bei der re:publica ist sogar die Security merkwürdig nett.

Tolle Tage. Und ich habe noch überlegt überhaupt hinzugehen.

2012-04-30

re:publica 2012

Da ist es also wieder, unser Blogger-Klassentreffen. 13 Tage vor dem Gau im vergangenen Jahr noch Mailverkehr mit Johnny gehabt. Und dann alles ad acta gelegt, weil plötzlich alles anders war. Nun ist sie da und ich habe relativ früh für sie Urlaub genommen. Und immer überlegt, ihn doch wieder zurückzunehmen. Ihn dann doch letzte Woche sogar in Bildungsurlaub gewandelt (ja, die re:publica macht nämlich jetzt auch offiziell klug!). Und doch immer überlegt, gehst Du überhaupt? Hingehen heißt jetzt nämlich Gesicht zeigen nach alledem. Und wer will das schon? Also wer hat die Nerven? Da fühlt sich auch ein bisschen nach Überforderung an.

Aber zum Weg nach draußen nach oben, weg von dem ganzen Scheiß, gehört das wohl dazu. Raus gehen, Flagge zeigen. Und nee, leicht wird das nicht. Aber es ist sinnvoll. Vielen möchte ich danke sagen, aber wo fange ich an? (Ich kenne ja nicht mal die Liste meiner vielen Helfer!) Dieses alles richtig machen wollen, ist ganz schön schwer.

Und andererseits freue ich mich auch. Es ist eine re:publica unter – für mich – ganz neuen Gesichtspunkten und Aspekten. Mit Freunden. Doch, ich freue mich! Auf Euch!

(Und ich kann hinlaufen. Ich kann dank neuer Location und neuer Wohnung echt dahin laufen!

Nicht leicht …

die kleine graue Katze, die derzeit gerne mal morgens um fünf Uhr durch die neue Wohnung läuft und lauthals vermeldet: „Haalllllo! Ich bin wach! Seid Ihr auch alle waaaaach? Kommt wir können doch jetzt spielen! Oder lasst uns neue Kisten besetzen. Ihr müsst ganz schnell gucken kommen, es hat sich wieder etwas verändert! Tally! creezy! Aufstehen! Ihr müsst doch jetzt aufstehen, der neue Tag ist da und wir müssen doch auf-, umräumen und fegen und auspacken und und und haalllllo?! Warum antwortet Ihr nicht …?” hat es nämlich auch nicht leicht, wenn ihr die Mäuse auf dem Kopf rumtanzen.

2012-04-26

Kuschelchen

Gestern neues Trainingskonzept präsentiert.
Heute Gehaltserhöhung erhalten.

Freue mich.

2012-04-25

MediaMarkt ist doch blöd.

Von wegen Frauenruhezonen.
Den niedlichen kleinen USB-Stick fröhlich mit gewaschen. Hauptwäsche 50 Grad. Nicht gebügelt. Ist jetzt wieder weiß. Muss halt nur gut durch trocknen. Musste nicht mal neu formatiert werden.
Hausfrau sein und Technik bedienen geht nämlich doch 1a zusammen!

2012-04-17

Wie großartig!

Das Chaos lebt. In ca. 35.000 Kisten von denen ich gefühlt schon 20.000 Kisten ausgepackt habe. Heute morgen erstmals gefühlt in einem Zimmer so etwas wie eine „Lücke“ gesehen zu haben. Das Schlafzimmer ist perfekt installiert mit Bauernschrank, Bett, Kratzbaum und seit gestern: den Miezen. Eine Nacht habe ich ohne sie geschlafen, heute Nacht mit ihnen. Nishia ist so glücklich „ihr“ Bett und „ihren“ Schrank und „ihr“ Gästefuton, das unter meinem Bett von den Katzen belegt wird, wieder zu haben. Tally natürlich auch aber sie zeigt es in ihrer eigenen verhaltenen Art. Heute Abend dürfen sie die Küche und das Bad beschnuppern.

Gestern habe ich Vorhänge für das Schlafzimmer gefunden (sehr schwieriges Thema) und eine Lampe (sehr sehr schwieriges Thema), es ist der altehrwürdige Reispapierlampenballon in Türkis geworden (man muss einfach nur mal nicht bei Ikea einkaufen gehen). Es wird alles schön und sehr sehr hell!

Die Küche hängt. Aber das Chaos bleibt wohl bis in der ersten Maiwoche die untere Küche Einzug halten wird. Die Küche hängt soweit oben, dass sogar ich für die dritte Etage eine Tritthocker brauche (!!!). Aber so haben es meine lieben Erdnuckel (kleine Freundinnen) Samstag abgestimmt. Der MOApp und seine reizende Frau waren so tolle treue fleißige Helfer und haben soviel Zeit investiert und Michael seine Gesundheit. ,-(

Meine Freunde waren soooo fleißig, alle. Und so toll! Der Umzug ging tatsächlich von 11:00 bis 15:00 Uhr vonstatten. Mit den weltbesten Chilis, eines mit Carne und eines mit Tofu.

Trotz des Kühlschrankdesasters. Kühlschrankdesaster? Ja. Die Spedition, die damals räumte, sehr viel Geld dafür haben möchte, wie die Anfänger alles eingepackt haben und die noch ein sehr sehr eigenes Blogpost mit Namensnennung bekommen wird in Anbetracht der Unverschämtheiten, die sie sich so erlaubt haben in den letzten Monaten und die Samstag und jetzt beim stetigen Auspacken ihre weitere Inkonsequenz offenbart, haben, entgegen der Aussage der zuständigen Dame vom Amt „alle Esswaren werden vernichtet“ dann doch den Fisch in der Gefriertruhe gelassen. Habt Ihr eine Vorstellung, wie das ist, wenn man dann nach gut sechs Monaten versehentlich den Kühlschrank öffnet? Also wie das riecht? Was das für zusätzliche Arbeit macht, die Brühe in einem StorageCenter entsorgen zu müssen? (Zum Glück ist man Katzenbesitzer und hatte noch einen Sack teures, aber 1a geruchsabsorbierendes, Klumpstreu eingelagert.)

Und wir hatten dabei wirklich mehr Glück als Verstand. Wir haben den Kühlschrank vor und während des Ausräumens nur einmal oben geöffnet (und gleich wieder geschlossen). Wenn wir den in dem Raum die Gefrierkombi auch nur einmal unten aufgemacht hätten, hätten wir den Umzug abbrechen müssen. Der Kühlschrank kann nun nur noch auf den Sperrmüll. Was zusätzliche Kosten verursacht. Ich bin wirklich hart im Nehmen aber das hat meine Grenzen gesprengt. (Ich war zum Glück bei der Kautionsablösung als es passierte, ich musste das nicht sehen sondern nur noch riechen.)

Das gibt noch Ärger. Ich muss ihn nur noch etwas verrauchen lassen, weil es sonst nicht nur Ärger sondern auch Tote geben dürfte.

Egal, heute bin ich zum ersten Mal mit der BVG zur Arbeit. Es ist so großartig, ich kann nach links gehen und bin in zehn Minuten bei der Hochbahn und fahren mitten durch Berlin mit meiner geliebten U1/U2 zur Arbeit oder ich gehe nach rechts zehn Minuten zur S-Bahn und fahre mit der S-Bahn durch Mitte zur Arbeit. Im Grund alles im Vergleich zu vorher Katzensprünge.

Wir haben unser Leben zurück! Und es fühlt sich so schön an!

2012-04-13

Morgen Umzug …

… nichts ist wirklich fertig. Alles ist mit Rückenschmerzen verbunden. Alles ist ganz komisch. Und doch ist es unglaublich schön! Und Angst habe ich, den Dingen wieder zu begegnen, die Tatsachen noch einmal zu spüren. Egal. Neuanfang. Es wird schön werden. Es wird sehr schön werden.

Nur, ich würde lieber mit drei Katzen ziehen.

2012-04-08

Fröhliche Ostern!

Kurz aus dem Laminatstaub heraus: Euch allen fröhliche, entspannte und schöne Ostern!

2012-03-31

Meine!

Vier Leute haben heute wie die Wilden was weg gestrichen – bis die Farbe alle war und das Licht aus. Fehlt morgen noch ein Zimmer und dann der Boden.

Diese Wohnung hat den ganzen Tag über auf einer Seite Sonne. Und zwar auf der Balkonseite. Wir haben heute zu dritt auf dem breiten Fensterbrett auf dem Balkon gesessen und dann haben immer noch sieben Leute Platz, und zwar lässig. Ich bin ziemlich verliebt in diese Wohnung. Ich wollte heute Abend überhaupt nicht gehen!

Meine Nachbarn auch gleich heute Abend kennengelernt, mein Alter, sehr lässig. Sie bildhübsch, er pfeift gerne (und schön) und trägt Zopf. (Sie auch.)

Sehr herzlichen Dank noch mal an alle, die so großartig geholfen haben!

2012-03-29

JA!

Morgen, Freitag 13:00 Uhr den hier:

unterschreiben. Und ich bekomme die Schlüssel. Gestern habe ich die Genossenschaftsanteile überwiesen. Bin jetzt Genossin creezy.

Ich bin sehr gespannt, ob mir die Wohnung viel kleiner oder viel größer erscheint, jetzt, wenn sie denn leer steht. Als ich sie gesehen habe, war sie voller Umzugskartons.

Dann wird Farbe besorgt, Bodenbelag. Malerutensilien. Eine Kaffeemaschine. Der Plan sagt, ab Samstag 10:00 Uhr alles einmal am Wochenende flink streichen, sauber machen und danach den Boden in den Zimmern und im Flur angenehm begehbar zu machen. Die Küche bekommt eine Magnet- und Tafelwand. Umzug in der Woche nach Ostern.

Ich wohne dann jetzt in Mitte, also mehr in Kreuzberg. Ich falle einmal hin und bin am Oranienplatz, ich falle zwei Mal hin und bin am Alexanderplatz. Zwei U-Bahnstationen in vielleicht drei Minuten Fußweg zu erreichen. Die andere Linie in vielleicht zehn Minuten Fußweg. Bus zur westlichen City auch in drei Minuten erreicht. Schwimmbad in zehn Minuten entfernt. Tempelhofer Feld mit dem Rad auch fast vor der Nase.

Ich habe einen großen Balkon und Keller, ein sehr kleines Bad. Eine bekloppte Küche. Ein Esszimmer. Ein Wohnzimmer. Ein Schlafzimmer. Alles nicht hoch. Alles nicht groß. Aber alles gemütlich, modernisiert und wärmeisoliert.

Und nein, ich kann es noch nicht glauben!

2012-03-24

Die Stille hier …

… ist insofern eine gute Stille, weil sie auf der anderen Seite mit viel Beschäftigung gefüllt ist. Der Job macht sehr viel Spaß. Wir sind letzte Woche in neuer Formation in neuer Runde der neuen Abteilung zusammen gezogen und ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit mit meinen Kollegen, die allesamt sehr engagiert sind, weil auch neu in ihren Positionen. Nebenbei spannende Persönlichkeiten sind und unglaublich interessante Dinge tun, planen und strukturieren. Für mich ist das Metier neu und schon alleine deswegen ist jeder Tag wie eine große bunte Wundertüte! Es ist eine faszinierende Energie, die uns alle antreibt. Fast alle. Nur mein Trainerkollege, einer der wenigen in der Runde, der sehr lange im Unternehmen und im Job ist, ist ungefähr so flexibel wie ein Brennstab in Kalkar vor der Kernschmelze. Ihn mitzunehmen, anzutreiben, ständig neu zu motivieren, ist schon auch anstrengend. Nun gut … wat mut, dat mut.

In der wenigen Freizeit weiterhin auf Wohnungssuche. Wenn alles gut geht, nichts mehr schief läuft, könnte es sein, dass ich kommenden Freitag den Mietvertrag unterzeichnen darf. Die Wohnung bringt im Grund nicht viel mit von dem, was ich irgendwie wollte: aber ich stand drinnen und fühlte mich einfach wohl. Mehr schreibe ich erst mal nicht, ich bin ja doch ein bisschen abergläubisch. Drückt mir die Daumen, bitte! Wenn das klappt, dann bin ich erst mal der glücklichste Menschen auf Erden, will mich nicht mehr beklagen und will wieder abgeben können von meinem Glück, das ich im Moment spüre.

Viele Dinge sind noch längst nicht im Reinen. Aber es geht stetig bergauf. Alleine, dass ich wieder an mich glauben kann, macht mich sehr sehr froh. Aufstehen und sich auf den Tag und Alltag freuen! Welch ein Glück!

Wenn das mit der Wohnung klappt, muss ich mich für weitere künftige Stille hier im Blog vorab entschuldigen. Es gilt noch zu streichen, Laminat zu verlegen, umzuziehen, das wird noch mal anstrengend neben der Arbeit. Natürlich sind ja auch alle Menschen, denen ich in der Vergangenheit immer bei solchen Aktionen geholfen habe, im Zusammenhang mit meinem Supergau im letzten Jahr in der Senke der Stille verschwunden. Egal. Das schaffe ich auch noch irgendwie. Auch wenn ich mit meiner Kraft noch vorsichtig umgehen muss. Es haben auch andere Menschen schon gesagt, „ich bin da!” „ Mein Auto ist für Dich da!” Und immer sind es Menschen aus diesem sozialen Leben hier im Web. Es ist verrückt, es ist eine ganz besondere, schöne Qualität an sozialem Erleben.

Ich weiß, dass viele von Euch an mich denken, mir Daumen drücken und stellenweise verrückte Dinge tun (z. B. Manuela!), um mir auf dem Weg beiseite zu stehen – und sich mit mir freuen über jede kleine positive Meldung, die ich bringen kann. Unbezahlbar seid Ihr! Ehrlich!

Ich hoffe also, Euch bald bald mit positiven Meldungen überschwemmen zu können!

2012-03-15

Erster Tag.

Man bespricht sich viel. Viel besprechen macht irgendwie müde.

2012-03-11

Ein Tag Ostsee. II.

2012-03-10

Ein Tag Ostsee.

2012-03-08

Jetzt …

habe ich zwei Tage frei, dann arbeite ich am Wochenende noch mal im „alten” Job und die nächste Woche beginnt mit drei Urlaubstagen aus dem Vorjahr und dann … bin ich die neue Trainerin im Team. Der Betriebsrat hat gestern zugestimmt und die Bekanntmachung ist offiziell per Mail raus.

Diese Woche habe ich an den ersten Sitzungen teilgenommen und die erste Aufteilung mit Aufgabenstellung im Team erfahren und ich freue mich auf die neuen Aufgaben. Die Geschäftsführung gibt uns viele Möglichkeiten, Themen neu anzugehen und stellt uns dabei jegliche Möglichkeiten zur eigenen Entwicklung wie Schulungen, Bücher zur Verfügung. Besser geht es nicht.

Genau: besser geht es nicht!

2012-03-04

So lala …

Den kleinen Katerfratz Lino habe ich einäschern lassen. Ich konnte ihn nicht in kalte Februarerde legen und als am Dienstag nach seinem Todestag die Welt wieder komplett weiß war, war ich darüber auch sehr froh. Als echter mallorquinischer Kater mochte er keinen Schnee, ich hätte ihn wieder ausgraben müssen.

Seit gestern ruht die Asche jetzt in einem dreibeinigen Glücksfrosch. Der hat einen hohlen Bauch in dem üblicherweise Räucherstäbchen vor sich hinqualmen und er bringt uns jetzt gemeinsam mit dem Frosch frei nach Feng Shui unermessliches Glück, Erfolg und Reichtum (har! har! har!) sowieso. Ich hätte auch den hohlen Buddha nehmen können, zu seinem Bauch hatte ja Lino auch immer eine besondere Beziehung, war es doch sein erklärtes Lebensziel sich 24 Stunden am Tag diesen massieren zu lassen. Bei der Frage „von wem?” war er da nie sonderlich wählerisch. Für eine Bauchmassage tat er alles, was so ein liebes Katerherz tun kann, sich eng neben einen legen und vertrauensvoll den Bauch hinhalten. Damit hat er ja jeden/n herum bekommen, vor allem die Katzen-Nichtmöger. Viele gibt es da zum Glück nicht in meiner Umgebung. Eine Ausnahme. Bei denen lebe ich gerade.

Es ist sehr komisch mit Lino: er fehlt nicht. Also er fehlt mir natürlich in seiner körperlichen Anwesenheit und Farbigkeit. Aber er ist erstaunlich existent. Er ist einfach nicht wirklich weg. Ich habe das so noch nie erlebt. Wahrscheinlich ist er wirklich ein kleiner Buddha. Seine Asche hier zu haben, tut gut. Irgendwann bringe ich sie vielleicht zu meiner Mum, seinem Erstfrauchen auf die Insel, seiner Heimat – wo es warm ist. Aber jetzt ist es erst einmal gut so, wie es ist.

Die Mädels geben sich alle Mühe seine Plätze, seine sehr eigene Niedlichkeit, seine Angewohnheiten wett zu machen bzw. auszufüllen. Als ich mit ihm nach Hause kam, hat sich Nishia erst noch Stunden lang auf ihn gelegt, bei ihm geschlafen und ihn bewacht. Tally hat das getan, was sie am Besten kann, ihre Trauer (die unterstelle ich ihr jetzt einfach mal dummdreistüberheblichmenschlich) mit Fressen kompensiert. Das hat sie ja überhaupt nicht meine Gene. Wir haben jedenfalls ausreichend und gut Abschied genommen. Ich hatte aber keine Sekunde lang das Gefühl, das ich sonst bei meinen verstorbenen Katzen nach einer Weile des Abschieds hatte, den Deckel über ihn schließen zu müssen. Er blieb im Transportkorb und ich habe ihn am Abend die letzten 30 Kilometer im Auto auf dem Weg zum Kreamatorium ihm weiterhin ständig den Bauch gekrault. Sein Tod war mir physikalisch in keiner Weise unangenehm. Vielleicht entwickele ich mich einfach in die richtige Richtung. Vielleicht war es schlicht seine Besonderheit.

Lino habe ich zum ersten Mal gesehen als Baby auf der Straße, als ich 2000 erstmals meine Mum auf der Insel besucht habe. Sie hatte eine Freundin, die bekannt dafür war sich um frei lebende Katzen zu kümmern und der hatte man den Wurf Katzenbabies, die aber völlig sozialisiert waren, vor die Tür gestellt. Davon hatte mir meine Mutter schon erzählt und als wir einen Tag nach meiner Ankunft dort ankamen, wuselten dort die kleinen Geschwister herum, wurden von der Freundin mit Futter versorgt und sie versuchte die Tiger zu vermitteln. Lino war das Kätzchen, das sofort an meinen Beinen sich hoch angelte und meinen Schoß eroberte und ich habe nicht verstanden, warum meine Mum ihn nicht sofort mitnahm. Ich konnte damals nicht, denn ich hatte zwei Mädels (die Vorgängerinnen) zu Hause aber meine Mum war katzenlos und ich verstand ihre Verweigerung eigentlich nicht. Also, wenn Katze in Not und woanders Platz und Katzenmangel, dann gehört das meiner Meinung nach zusammen geführt. Nun ja, kurz als ich wieder abgeflogen war, waren fast alle Katzen vermittelt. Wenige Tage später rief mich meine Mum an, um mir zu sagen, dass sie ein Kätzchen hätte. Der schwarzweiße wunderschöne Kater zog bei meiner Mum ein und wurde auf den Namen „Lino” getauft, von mir immer „Linolux” oder „Knutschkugel” genannt. Den Rest der Geschichte kennt Ihr ja.

Ich bin jetzt einfach glücklich ihn gehabt zu haben. Es gibt viele Menschen auf dieser Welt, die nie in ihrem Leben das Glück spüren werden, das man hat, lebt man mit so einem Tier. Sehr viele, die es doch tun, werden vielleicht nie das Glück haben so einen außerordentlich wundervollen, lieben, Glück und Freude spendenden Kater haben zu dürfen. Er hat viel Licht in mein Leben getragen. Ich muss einfach nur dankbar sein.

Dann geht es auch mit der Trauer.

Donnerstag habe ich erfahren, dass ich ab 15.3. offiziell Trainerin bin im Unternehmen. (Betriebsrat muss noch zustimmen, lustige mir sehr neue Formalien). Sie haben mir vorher schon gesagt, ich hätte die beste schriftliche Bewerbung (zwei Seiten gehen also doch!) abgegeben. Ich habe eine (eigentlich zwei) gute Präsentationen gestaltet und optimal gehalten (sogar ich fand mich gut, das will was heißen) und ich habe die Aufgabe (Konzeptpunkte vortragen) mit Abgabe eines schriftlichen Kurzkonzepts übererfüllt. Ich freue mich, ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe.

Eine Wohnung habe ich leider immer noch nicht. In manchen Wochen habe ich kaum Zeit die Angebote zu studieren, geschweige mir Wohnungen anzusehen, geschweige denn den Kampf zu kämpfen, der danach unter den gegebenen Bedingungen erfolgt. Da sind auch Makler keine Hilfe, weil sie empfinden, bei der Miete die ich zahlen kann, lohnt sich Aktionismus wohl kaum. Deren Berufsbild verstehe ich in der jetzigen Zeit ganz ehrlich am allerwenigsten. Also in diesem Punkt fehlt mir gerade, ganz ehrlich, der Optimismus. Aber es ist genau der Punkt, der am dringlichsten für mich gelöst werden müsste, denn das Leben so hier ist keine Freude und kostet mich enorm viel Kraft, die ich an anderer Stelle brauche.

Kurz: ich schlage mich so durch und bin froh, dass die Krokusse wieder blühen, die Mädels gesund sind, ich in einigen Punkten nach vorne gucken kann. Optimist inside, wenn auch mit sehr tiefen Schrammen.

2012-02-19

Lino †

So viel Liebe in so einem kleinen Katzenfratz.

2012-02-15

Bewerbung

Wenn Dinge im Leben passieren, die alles ändern und alle Sichtweisen neu definieren, ändert man sich zwangsläufig selbst. Ich bin ja nunmehr in einer Situation, aus der ich ein fatalistisches „viel Schlimmeres kann mir nun kaum noch passieren” mitnehme und so einerseits das ganze Erleben immer noch erstaunlich vielfältig nachwirkt, so merke ich andererseits, es bringt ein wenig Stärke zurück ins Leben und diese ist ganz anders, als das was ich vorher Stärke benannte oder kannte.

Gestern ein Bewerbungsgespräch gehabt. Gleiche Firma, Abteilung ist derzeit in der Umstrukturierung, einer sehr spannenden, die sicherlich einerseits sehr weh tun wird; andererseits aber auch viel Potential für Neues bietet. Guter Moment in einer angespannten Zeit, grandiose Energien. Habe mich auf die Trainer-Position beworben. Meinen Präsentationstermin hatte ich gestern und ich habe mich auf die Arbeit (vorgegebene Aufgabenstellung daraus Konzeption entwickeln, drei Aufgaben abhandeln) sehr gefreut und mich auch auf die Präsentation und das Gespräch gefreut. Einfach nur gefreut und den Spaß darin gesehen. Es war wie ein Schaumbad mit abschließender Massage und Champagnercocktail, etwas, das man nur für sich selbst tut. Diese Gefühl ist für mich ganz neu. Angstlos sein. Nur auf die Freude am tun ausgerichtet.

Es war, glaube ich, ganz gut. Es sind viele Bewerber (firmeninterner Bewerbungsprozess) im Rennen, die Entscheidung wird nächste Woche getroffen. Keine Ahnung, ob es etwas wird. Wenn ja, toll. Weil wirklich eine schöne Aufgabe und etwas, wofür ich andere Dinge glatt bei Seite legen könnte.

Aber am meisten bin ich immer noch erstaunt über die Selbstverständlichkeit, ganz angstlos, in einem Handeln, das ich noch vor gut fünf Monaten als für mich völlig unmöglich erachtet hätte.

Am Wochenende werde ich die Telefonnummer aller meiner Freunde löschen, die vom sehr frühen Zeitpunkt von meiner besonderen Situation erfahren haben und bis zum heutigen Tag es nicht ein einziges Mal geschafft haben, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen. Noch vielleicht mal zum Jahreswechsel aufmunternde Zeilen an mich versenden wollten. Das ist sehr bitter und tut weh. Ich muss es aber akzeptieren, durch deren Netz offensichtlich gefallen zu sein. Ich denke drei Monate Schweigen sind sogar mir zu lange.

Um so mehr das Gewicht und die Freude über die Freunde und Menschen, die zu mir gehalten haben. Und noch halten. Auf persönlicher und virtueller Ebene. Danke!

2012-02-07

Die sehr hohe Kunst …

… des Laptops und Katze gleichzeitig auf dem Schoß zu balancieren. Die Katze gewinnt immer. Die schnurrt.

2012-02-05

goldenRatio

Der Goldene Schnitt als hilfreiche transparente Applikation für jeden WebDesigner, Grafiker und wer's sonst noch gebrauchen kann. Das Gute an dem Ding, es sieht sogar so gut aus in der Anwendung, dass er Spaß macht!



Kaufen!

Es piept

Ich schrieb ja neulich schon, dass sich regelmäßig ein Spinnenweber sein zwölftes Bein ausreisst, wenn ich von mir behaupte flexibel zu sein. Die nicht existente Flexibilität manifestiert sich zu einer nicht existenten und zusätzlich unsichtbaren Flexibilität, wenn es um elektronische Geräte geht, die piepen.

Seit ich hier diese neuen vier Wände bezogen habe in denen das eine und andere elektronische Gerät der neueren Gangart (ich nannte ja noch Röhrenfernseher und Klopfstaubsauger mein eigen) sein lautes Unwesen treibt, sehne ich mich immer mehr nach der Zeit, in der ich altersbedingt nur noch mit einem Hörgerät der Nachbarn ihren Sex in Hörenschein nehmen kann. Die Waschmaschine, wenn sie fertig ist, piepst. Der Ofen, wenn er denn fertig gebacken hat, piepst (er kann sich auch selber ausschalten, wenn er fertig ist, piepst aber lieber vorher zur Sicherheit noch einmal). Die Mikrowelle piepst sage und schreibe fünf Mal sehr laut (!) hintereinander, um sage und schreibe fünf Mal hintereinander sehr laut fünf Mal sehr laut zu piepsen, hat man nach dem ersten Mal nicht das Essen entnommen, also den vollautomatischen piepsabstellenden Türöffner betätigt. Wohlgemerkt: auch die schaltet sich selbst aus, wenn sie fertig ist. Aber vorsichtshalber piepst sie sich lieber mal ‘nen Wolf! Der Trockner piepst nur deswegen nicht mehr, weil er vor einiger Zeit vom Sockel gefallen ist und vor Schreck das hohe C verloren hat und stattdessen jetzt lieber brummt. Der Saug-Robotnik piepst auch sehr verzweifelt, wenn er sich erwartungsgemäß unter der Heizung festgefahren hat oder Angst vor dem Teppich. Freitag kauften sie sich einen neuen Staubsauger, ich wette, der piepst. Das Laufband, seit gestern den Flur bevölkernd, piepst bestimmt auch. (Ich will das eigentlich gar nicht wissen, aber die Vermutung liegt sehr sehr nahe!) Das Blutdruckgerät vom Hausherren piepst auch, aber das muss wohl so sein!

Wer hat eigentlich irgendwann bestimmt, dass alles in so unglaublich nervigen höhen Tönen von keinen echten Gefahren (ich bin ja bereit zu behaupten, diese Gefahren existieren nicht einmal real) warnen muss?

Gestern Abend der absolute Pieps-Gau: der liebe Freund fährt mich spät abends noch nach Hause. Vorher muss das Auto mit Frostschutzmittel in der Scheibenwaschmittelanlage versorgt werden und vom Scheibenschnee der letzten winterlichen Tage befreit werden. Er stellt vorher die Lüftung im Auto an als auch das Licht, damit er im Dunklen etwas sieht; kurz die Zündung ist an. Dann öffnet er die Motorhaube und ich sitze auf dem Beifahrersitz: da piepst es. Es piepst sich den Wolf in unregelmäßigen Abständen, denn die Elektronik vermeldet voller Panik, das Auto fährt gerade im Stillstehen gehen ein Hindernis (Freund vor der Motorhaube hantierend). Je nachdem wie sehr oder wie wenig er sich dabei vor den Abstandhaltern in der vorderen Stoßstange bewegt, bekommt die Piepsanlage einen Herzkasper. Gleichzeitig ist nämlich das Licht an obwohl kein Fahrer auf dem Sitz sitzt, die Beifahrerin ist noch nicht angeschnallt, der Fahrer, der noch nicht auf dem Sitz sitzt auch nicht und als der Fahrer draußen seitlich an dem Auto vorbei nach hinten geht, wo das impertinente Piepsen schon wieder voller Panik davor warnt, dass es jetzt gleich den Fahrer überfahren wird, der davon nichts hört, weil eben DRAUßEN vor dem Auto (!) Eis von der Scheibe kratzt und überhaupt ist das Licht noch an, der Fahrer aber schon ausgestiegen. Der Verzweiflungsgrad vom Auto scheint enorm. Und ich bleibe nie wieder in einem Auto alleine sitzen in dem der Schlüssel in der Zündung steckt und umgedreht ist. Aus GRÜNDEN!

(Aus der Reihe: fahrt Fahrrad, Räder quietschen nur!)

2012-02-01

Zweimal …

binnen zwei Wochen Erkältung. Wer hat denn so‘n Schmarren efunden?

2012-01-29

Wohnungstrends

Der neue Trend: in einer Wohnung in der sonst die halbe Elektrik von den Wänden hängt, die Küche mit einer alten Küchenmaschine anzubieten! Und im Wohnzimmer noch den alten Ofen stehen haben, trotz Heizung. Die Küchenmaschine funktioniert natürlich nicht mehr (spätestens seit man die Ablüftung tapeziert hat), war dafür aber so versifft (der daneben stehende E-Herd ebenso und die Verwalterin diskutierte ernsthaft dessen „Erhalt” in der Wohnung), dass ich mich frage, warum die Herpesblasen in den Lippen noch nicht anklopfen. Riesen-Elektrowasserboiler über der Badewanne. Den hatte man in der Wohnung meiner Mutter schon vor 20 Jahren versetzt, weil wohl aus baugesundheitlichen Gründen nicht mehr statthaft.

In der nächsten Wohnung ein komplett gefliestes Bad. Alles gefliest in Perfektion. Bis auf den Boden. Da hat man dann auch gleich gesehen, wo wohl der Vormieter versehentlich einige Zeit vor sich hin verwest ist.

Mein Ekelbedarf ist heute leicht gedeckt. Satt bis an die Oberkante.

2012-01-19

Mails weg!

Ich habe es leider neulich geschafft (naja ich, ich glaube ja immer noch eher an einen Bug bei gmx) meine Mails alle zu löschen, die Ihr mir an meinen Mail-Account rechts stehend geschickt hattet.

Also die Mails mit Wohnungstipps, Jobangeboten, Terminvorschlägen zu Treffen oder einfach netten Worten!

Wenn ich nicht geantwortet habe, liegt es nicht an mangelndem Interesse, noch weil ich die Ausgeburt an Höflichkeit bin. Es liegt einfach daran, dass die Mails weg und wie sich zeigt gmx sie auch nicht recovern kann/möchte.

Es tut mir wirklich sehr leid!

2012-01-17

Licht

Dort, wo ich jetzt wohne, liegt gegenüber dem Garten ein großes Familienhaus, in dem sich drei Generationen das Leben teilen. Vor zwei Jahren ist die sehr kleine Tochter zu Grabe getragen worden. Leukämie.

Jede Nacht brennt auf dem Balkon, der zu unserer Seite liegt, eine Kerze. Jeden Morgen stehe ich auf, setze mich mit der ersten Tasse Kaffee ins Wohnzimmer und dann sehe ich das Kerzenlicht und mir wird warm um's Herz, weil der kleine Engel immer weiß, wo er sein Zuhause hat und ihm so leicht gemacht wird, es wieder zu finden.

Dieses kleine Licht spendet mir jeden Morgen so viel Wärme und Hoffnung!

Wir sollten viel öfter Kerzen anzünden für unsere Lieben, die schon vergangen sind. Ganz nah bei uns, nicht auf ihren Gräbern. Sie sind dann näher. Und in diese Nähe gehören sie auch genau hin!

2012-01-14

Suchmeldung

Also, falls jemand etwas hört:

Ich suche eine zwei Zimmerwohnung in Berlin. Lieber ruhig als laut, lieber grün als Szene. Gerne ganz doll hell, noch gerner mit Bad(ewanne), einer Küche in der man wirklich mehr kochen, lachen und leben kann – also mehr als nur Kaffee aus Aluminiumsdöschen kochen kann. In der Tat: ich brauche mehr Küche als Schlafzimmer. Ich kann auch mit wenig Bad(ewanne) aber dafür dann mit viel Küche! Und wenn die Tiger und ich einen Balkon bekämen, würden wir uns sehr freuen! Maximal Warmmiete 500,- (äußerste Grenze). Die Wohnung darf gerne liegen in Charlottenburg/Westend, Tiergarten/Moabit, Schöneberg/Tempelhof, Steglitz, Kreuzberg/Neukölln. Diese Auswahl der Bezirke primär, weil ich in Charlottenburg arbeite, geboren wurde und aufgewachsen bin und das einfach mein Kiez ist.

Ja, ich ziehe auch in den Osten, halte aber die In-Gegenden aufgrund meiner geringen monetären Mittel im Zinssatz für eh nicht realisierbar bei der gegenwärtigen Preislage in Berlin, insofern ausgeklammert. Bitte das nicht als Ost-Rassisums zu verstehen.

Wer etwas hört, bitte einfach an mich denken!

Hatte ich eigentlich schon einmal erwähnt …

… dass Ihr alle toll seid?! So durch die Bank weg?!

Seid Ihr!

2012-01-13

Wohnungen

Also Wohnungsrecherche. Was immer sich bietet mit zwei Zimmern für wenig Geld, wird angeguckt. Da ist ganz interessant, was so in den Anzeigen steht und was letztendlich die Wohnung gar nicht hält. Beispielsweise die Gattung unsichtbarer Balkon. In der Anzeige ist er noch ausgeschrieben sichtbar, bei der Besichtigung hat er sich gelegentlich davon gestohlen. Auch der Begriff „frisch renoviert“ ist in seiner Auslegung charmant. Das ist so als würde ich behaupten, ich hätte mich geschminkt, nur weil ich nach dem Aufstehen einmal an Puder, Rouge und Wimperntusche gedacht habe, die Utensilien aber nicht eine Sekunde lang angefasst habe.

Wohnungsmarketing-PR. Ich bin da so etwas von raus!

Die Wohnung diese Woche am Bayerischen Platz fand ich entzückend und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen! Trotz der Kirche direkt schräg gegenüber (Kirchen werden hier in der Stadt zunehmend von muslimischen Gemeinden aufgekauft oder von niederländischen Architekten umgebaut, die bimmeln irgendwann eh nicht mehr). Sehr netter Kiez, U-Bahn direkt 100 Meter um die Ecke, wahrscheinlich hätte sich die Vibration in den Tunneln exzellent mit meiner elektrischen Zahnbürste vertragen. Ein Kilometer zum Kurfürstendamm zu Fuß. Aber: einfache Fenster. So dermaßen einfache Fenster, dass ich gar nicht wusste, dass es so einfache Fenster überhaupt gibt. Nicht einmal die olle Hütte meiner Oma in der Laubenkolonie hatte sooo einfache Fesnter! Also, ich hatte in meiner Wohnung auch alte einfache Fenster, die waren aber wenigstens doppelt angelegt in ihrer Einfachheit. Da half dann auch nix das schon vorinstallierte Katzennetz am Balkon. Ich will nicht mehr frieren, noch mich dumm und dämlich zahlen an den Energiekosten. Das hatte ich gerade.

Heute dann wieder zwei Wohnungen angeguckt am freien Tag. Die erste Wohnung – gerade im Rohbau befindlich – hatte zwei Zimmer, davon war ein Zimmer so groß, dass mein 140x200 cm Bett Klaustrophobie bekommen hätte. Und ich gleich mit. Am lustigsten war aber die Küche. Wir ahnten irgendwann, wir hätten sie in der klitzekleinen Ecke im Wohnzimmer gefunden. Da musste man aber genau hingucken. Und wenn ich klein sage, dann bin ich nicht sicher, ob in diese Küche überhaupt ein Herd und ein Kühlschrank gemeinsam hinein gepasst hätten. Ich grinste dermaßen blöd beim Verlassen der Wohnung, dass ich erst einmal a) die Treppen hinunter gehen musste trotz 1a 50iger-Jahre-Fahrstuhl und b) einige Zeit brauchte, bis sich meine Lippen wieder entspannten. Das war mit Abstand die kleinste Kochnische, die ich jemals sah!

Wohnung Nummer zwei hatte deutlich mehr Charme. Die Küche war im Vergleich zum Vormodell eine aus der Kategorie „unendliche Weiten”. Ohne Vergleich war sie eine Küche, in der man mit Installation einer Küchenzeile nicht mehr hätte sitzen können. Das Schlafzimmer war niedlich mit einer Nische angelegt. Das Bad hatte eine neue Miniatur-Badewanne und da weder im Bad noch in der Küche Platz für eine Waschmaschine wäre (oder in der Küche Platz für einen Geschirrspüler sein sollte) hat man nicht eine Wand zum Bad versetzt, sondern kurzerhand den Waschmaschinenanschluss sehr kreativ in den Flur in eine Nische gelegt. (Mein Freund, meine Kreditkarte, meine Waschmaschine …!). Diese Wohnung hat den schönsten Ausblick bisher überhaupt geboten: auf die Siegessäule, dann käme das Schloss Bellevue (das man aufgrund des vorgelagerten Baumbestandes nicht sehen kann), dann käme die Spree und dann … die S-Bahn direkt vor dem Haus. Ich hätte also mit dieser Wohnung alles, was ich jemals wollte in einem: Meerblick und mein kleines Stellwerkhäuschen an den Gleisen. In meiner Planung waren die Gleise allerdings immer stillgelegt. Hier sorgt die plötzlich wieder regelmäßig fahrende S-Bahn um Abwechslung von rechts und links im drei Minuten-Takt. Okay, Lino würde es lieben! Ich auch, die erste Woche lang. Der Balkon war so schön groß! Alleine den zu haben … warum die Hausverwaltung nun aber – auch diese Wohnung komplett neu renoviert, noch halb im Rohbau also fertig gestrichen aber noch ohne Laminat – dieser Wohnung auf einer Seite hin neue Schallschutzfenster spendierte, zur Rückseite im Schlafzimmer jedoch nicht (ich vermute da hört man eine S-Bahn, die direkt vor dem Haus verkehrt immer noch überdeutlich), weiß das Budget alleine! Diese Wohnung hätte ich leiden mögen, trotz ihrer knappen 2.40 m Höhe (was bei einem Menschen, der 180 cm hoch ist, nicht viel Kopfweite ist) aber das war mir doch ein bisschen zu viel S-Bahn auf einmal.

… to be continued.

2012-01-12

Lesen!

Dass es dich gibt

Die junge Verkäuferin …

… an der Kasse im Drogeriemarkt herrscht mit ihrem polnischen Akzent herrisch die Kundin vor mir an, aufgrund ihrer Kleidung eher als womöglich deutschstämmige Türkin früheren Jahrgangs auszumachen, sie solle das Geld gefälligst auf die Kladde legen und ihr ja nicht in die Hand geben, so wie die Dame mit Kopftuch es eigentlich tun wollte. Von mir, als nächster Kundin, lässt die Kassiererin sich das Geld ganz selbstverständlich in die Hand geben.

Wie ich diesen kleinen Alltagsrassismus doch hasse. Und dabei bin ich mir sicher, ich tue es vermutlich hier und dort auch, unbewusst, Menschen durch mein Handeln zu deklassieren, alleine weil in meinem Kopf immer wieder diese gesellschaftlichen Hirngespinste, auch Vorurteile genannt, sich gelegentlich die Macht erkämpfen.

Ich hoffe nur nicht zu oft. Es zu beobachten, macht traurig.

2012-01-11

Heute …

… komplett verschlafen. Ich kann mich nicht erinnern, wann mir das einmal vorher in der Art und Weise passiert ist. Ich bin nicht der Typ für das Verschlafen. Ich hätte um acht Uhr arbeiten müssen, um fünf vor acht Uhr bin ich aufgewacht. Und wunderte mich, warum es eigentlich schon hell wird. Da habe ich wohl gestern vergesssen, diesen einen letzten Druck im Handy auszuführen.

Natürlich ist es Sitte, teilt man sich ein Schlafzimmer auch mit Fellträgern, dass sie üblicherweise eine halbe Stunde vor dem Weckerklingeln einen zu dritt besteigen und bearbeiten aus dem sehr simplen Grund, sich nochmals eine Portion Bauchkrauleinheit abzuholen. Das funktioniert immer super! Und zwar egal, wann ich bei wechselnden beginnenden Arbeitszeiten anfangen muss: IMMER super! Auch morgens, wenn ich um fünf Uhr aufstehen muss und es auf jede Minute Schlaf ankommt! Also IMMER SUPER! Diese Katzen habe eine unglaubliche Affinität zu Schichtplänen!

Nur heute nicht. Heute Abend gibt es kein Abendbrot. So eine Schlamperei muss Konsequenzen haben. Es wird eine schlaflose Nacht werden. Morgen kann ich übrigens ausschlafen.

(Aus der Reihe: Peinlichkeiten im Beruf.)

2012-01-08

Kuschelmonster



Den Katerfratz sieht man links unter der Decke liegen. Oder auch nicht.

2012-01-06

Die liebe Düne Sieben …

… ist am 29.12.2011 ihren Weg zu Ende gegangen. Ich habe sie nie persönlich kennengelernt, aber sie war mir immer nah, wirkte auf mich so lebensfroh, so stark, so kämpfend für ihre Kinder, so liebend ihren Mann, ihre Heimat. Und nun fehlt sie!

Alles Gute, Mädel! Schön Dich erlebt zu haben!

2012-01-05

Zeitnot

So viele Dinge will ich erzählen, aufschreiben, teilen. Zeitnot. Eindrücke hier verarbeiten. Mein Leben strukturieren. Erfahrungen anvertrauen. Zeitnot. Warum haben meine Tage nur noch 12 Stunden einschließlich der Nächte? Gefühlt?

2012-01-02

Walnussjunkie



Tsja …

2011-12-31

2012

Ich wünsche Euch allen einen bravourösen Rutsch und vor allem ein wundervolles glückliches gesundes neues Jahr 2012, behaltet Eure Lieben, behaltet Eure Jobs, erfüllt Euch Eure Wünsche, genießt Euer Leben und passt bitte auf Euch auf – denn Ihr seid wertvoll!

Alles Liebe für Euch alle!

Werde …

jetzt ein letztes Mal 2011 in die Badewanne gehen und ein paar Tränen so still für mich hin wegen dieser tollen Leute im Internet vergießen!

2011-12-29

Der kleine Katerfratz …

frisst sehr gut und das Nierenfutter schmeckt ihm. Tally auch. Nishia ein bisschen. Aber Nishia ist ja eh eher mäklig. Tally indes ist grundsätzlich nie mäklig. Lino hat gestern sehr niedlich mit einem Papierschnipsel gespielt als er K. nebenbei erklärte, wie man Jalousien anzubringen hat. Und er jagt auch wieder die Mädels. Außerdem sieht er etwas besser aus.

Holz klopfen. Ganze Wälder beklopfen!

2011-12-27

Kam gerade über einen lustigen Newsletter rein …

Horoskop für die Waage (me inside):

„Ihnen ist klar, dass Sie im Jahre 2011 über Gebühr Federn gelassen haben. Machen Sie das beste daraus und stopfen Sie sich hieraus ein Federkissen. Silvester sollten Sie alle Kümmernisse zurück lassen. Sie haben die große Chance, in 2012 gleich mehrere Sprossen nach oben zu klettern. Ihr Glück würde es bedauern, wenn Ihre Schuhe aus schwerem Blei sind.”

(Aus der Reihe: der erste Satz war gut. Endlich mal wieder heulen vor lachen!

Erholung

Das war wohl nix zu Weihnachten. Ich bin so dermaßen durch …

2011-12-25

Lino-Update

Heute mit dem Katerfratz zur fünften Infusion beim Tierarzt gewesen. Endlich hat er auch etwas Blut gespendet und es war auch ganz gut, dass wir die letzten Tage ihn nicht mehr mit Probeläufen gequält haben, denn er hat das heute sehr tapfer wie ein kleiner Katermann ertragen! (Seht Ihr denn riesigen Katzenmutterstolz in den Zeilen?!) Bin froh, dass ich mir hier in Kladow den Tierarzt ausgesucht habe, der auch an Sonn- und Feiertagen jeweils zwei Stunden offen (und ein eigenes Labor) hat.

Die Infusion tut ihm ganz gut, er sieht viel besser aus und gestern Abend hat er auch wieder die Mädels verprügelt, was ich sehr schön fand (die Miezen nicht sooo …). Aber Nishia schläft jetzt nachts immer ganz eng an ihm dran, meine kleine Wonnemaus. (Sie ist so eine herzensgute kleine Persönlichkeit!)

Die Werte haben letztendlich erwiesen, dass es die vermutete Niereninsuffizienz ist. Die Werte sind noch drastisch erhöht. Ab sofort nur noch strikte Nierendiät. Das ist insofern doppelt tragisch, weil ich gerade dank so vieler lieber Futterspenden von Euch hier gerade eine halbe Futterhandlung mit wirklich hochwertigem Futter habe – nur eben keinem Nierendiätfutter für Katzen.

Euer Daumen drücken, dass die Diät anschlägt, wäre großartig. Mit etwas Glück kann ich ihn vielleicht wirklich damit und gelegentlicher Infusionstherapie noch ein paar Jahre glücklich behalten. Er ist ja nun mal mein Erbkater, die Verbindung, die wir da haben, ist doch eine besondere!

Vom Bauchgefühl her werde ich ihm noch zwei Tage Infusion geben lassen. Laut Tierärztin sind fünf als erste Therapiemaßnahme sinnvoll, bis zu zehn kann man geben. Ich habe das dumme Gefühl sieben an der Zahl sind der bessere Start zurück in ein gesunderes Leben.

Ansonsten heute gelernt, dass, wenn das Miez, der Hund dann die Weihnachtsverpackung geschluckt hat, das Tier sofort zum Tierarzt gebracht gehört! Nicht erst warten oder vermuten, bis sich das zersetzt. In den ersten zwei Stunden kann man mit leichter Sedierung die Tiere zum Würgen bringen und das Zeug rechtzeitg rausbringen, bis es die Magenwände zersetzt. Und ja: es war dann heute voller beim Tierarzt. Leider.

(Gleich den zweiten Feline Senses-Kalender in der Praxis gelassen, liebe Babs, die wissen nun auch Bescheid!)

2011-12-24

Fröhliche Weihnachten!



Ich wünsche Euch allen da draußen ein wunderschönes, geruhsames Weihnachtsfest mit fröhlichen Stunden, etwas Muße und Euer Herz wärmender Stimmung!

Genießt die Zeit im Kreise Eurer Lieben, denn sie ist letztendlich rarer als man sich vielleicht vorstellen kann.

Leider habe ich es dieses Jahr nicht einmal geschafft, Weihnachtspost zu versenden. Das tut mir leid! Ich hoffe, im neuen Jahr wird einiges wieder besser.

Ich denke gerade an viele von Euch, vor allem natürlich an diejenigen, von denen ich weiß, dass Ihr es gerade schwer habt. Lasst uns daran glauben, dass es irgendwann wieder gut und viel besser wird!

2011-12-21

Heute dann …

… ab zum Tierarzt. Der heiß geliebte Katerfratz wird immer dünner. Und bei der Tierärztin wollte er kein Blut spenden, weil das zu dickflüssig, weil er laut Tierärztin ziemlich dehydriert. Nicht, dass er nicht viel trinken würde. Tropf und morgen noch einmal versuchen. Sie fragte mich, ob ich ihn über Nacht dort lassen will, dann könnte sie gleich morgen früh, wenn er nüchtern ist …?

Als ob ich den noch mal eine Nacht aus den Augen in fremder Obhut lassen würde.

Aber es darf jetzt wirklich und bitte aufhören! Dieses Jahr hat sein Maß um Längen überschritten, ich bin bis über die Kante satt und jetzt bitte kein Katzendesaster für die nächste Zeit. Nicht auch das noch.

Drückt dem kleinen Prinzen bitte alle Daumen. Er wird 2012 zwölf Jahre alt. Ich weiß das alles, aber nicht jetzt. Und später bitte auch nicht!

(Aus der Reihe: Tod, Du Arsch, gehe weiter!)

Edit 22.12.2012: Heute früh noch mal zur Blutabnahme und Tropf. Den Tropf erhält er jetzt die nächsten fünf Tage, der hat ihm heute morgen auch sichtlich gut getan. (Sonst ist er ja gut drauf, wie immer, zum Glück.) Aber Blut wollte er wieder kaum abgeben, ist immer noch nicht fließend. Es ging nur der Zuckertest (okay) und vielleicht das kleine Blutbild. Nierenstatus muss noch warten, Schilddrüsentest sowieso. Ab sofort erhält er prophylaktisch Diätfutter. Morgen also wieder schlimm in den Korb, schlimm Auto fahren, schlimme Menschen in weißer Kleidung bemaunzen. Aber wenigstens nicht mehr schlimm, sehr schlimm, mega schlimm nüchtern sein müssen. Aber den Tropf hat er sich heute bei mir auf dem Arm (nach der schlimmen Blutabnahmeprozedur) geben lassen. Und Lino findet ja auf dem Arm sein sonst immer nur was für Mädchenkatzen.

Ich liebe den doch so doll!

2011-12-19

Die gute Nachricht in kurz …

… weil ich momentan nicht die Zeit für das lange Blogpost finde oder auch einige Nerven verlegt habe und ständig jemand an der Zeit dreht wie tollwütig: ich/wir (wir unter Vorbehalt, denn vor allem hat die Aktion K. gemacht, weil bei mir die Nerven blank lagen und ich arbeiten musste) habe/n seit letzter Woche meine Sachen bei diesem Pfandhaus ausgelöst und erst einmal in einen StorageCenter gebracht.

Das hat nur funktioniert dank Eurer Hilfe und Großzügigkeit! Und das werde ich Euch nie vergessen!

Zwar komme ich an die Sachen jetzt auch nicht ran, weil der Raum bis unter das Dach zugestellt ist. Aber sie gehören wieder mir! Und ich habe die Kameraausrüstung hier bei mir, d. h. ich kann also wieder arbeiten!

Tonnen von Steine sind letzte Woche von meinem Herzen gefallen. Ein Punkt mehr in dem Gefühlswirrwarr, aber ein guter dieses Mal.

Vielen Dank an Euch alle! Und lieben Dank an K.!

Nishia sieht …

das kleine rote Tier mit dem Puschelschwanz in rot, den sie selbst ja in grau trägt, hinter der Fensterscheibe und … schnurrt!

2011-12-16

Blogwichtel 2011

Die letzten Beiträge in diesem Blog haben mich sehr nachdenklich gestimmt. Wieso hat niemand vor ihrer mutigen Offenbarung von der Not der Bloginhaberin Notiz genommen? Und – habe ich selbst schon den Blick dafür verloren, wie es meinen Mitmenschen so ergeht? Ich hoffe nicht. Ich hoffe, dass mir noch jeder Einzelne auffällt, der eine helfende Hand benötigt. Ich habe schließlich auch geholfen, soweit ich konnte. Und ich möchte daran glauben, dass alles gut ausgeht. Wie in einem Märchen.

Es war einmal ein kleines Mädchen, dem waren Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte.

Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld. Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: "Ach, gib mir etwas zu Essen, ich bin so hungrig." Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: "Gott segne dir's", und ging weiter. Da kam ein Kind das jammerte und sprach: "Es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich es bedecken kann." Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror, da gab es ihm seins; und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte: 'Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben', und gab es auch noch hin.

Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel und es waren lauter harte, blanke Taler; und ob es gleich sein Hemdlein weggegeben, so hatte es ein neues an, und das war von allerfeinstem Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.

Aus dem Märchenbuch der Gebrüder Grimm

In diesem Sinne wünsche ich Dir frohe Feiertage und ein besseres neues Jahr.
Dein Blogwichtel.

Im Rahmen der Blogwichtelei hat mir mein Blogwichtel dieses liebe Wichtel zukommen lassen, für das ich mich herzlich bedanke! Ich weiß, dass es unter den momentanen Inhalten hier sicherlich nicht leicht war, ein Wichtel zu basteln. Die Wünsche für ein besseres Jahr werde ich mir hinter die Ohren schreiben!

2011-12-13

Der sehr liebe anonyme Brief …

ist angekommen! Herzlichen Dank, doch das muss jetzt sein!

2011-12-09

Morgen ist Samstag.

Morgen will ich Rad fahren. Stundenlang Rad fahren. Über Felder. Im Grünen. Ich glaube, wenn das nicht klappt, laufe ich bald Amok. Und das will ja keiner.

(Aus der Reihe: bin radfahrtechnisch auf Turkey. Und das ist NICHT lustig.)

2011-12-07

Die drei tiefliegenden Fellträger …

… die haben es gut hier. Wir haben zwei Fenster zu ebener Erde in unserem Zimmer, die direkt in den Garten zeigen. Auf dem Baum treffen sich morgens drei Eichhörnchen. Die Amseln und Blaumeisen geben sich ein frühes „Stell Dich ein” und Lino hat morgens schon mit ihnen sein regelmäßiges Date verabredet. Das Großartige hier sind wohl die Fensterbretter auf denen die Katzen überall Decken zu liegen haben und sich richtig breit und gemütlich hinwerfen können und dieses ganze Gartenleben bewundern können.

Nishia hat neulich, puschelschwänzig wie sie ja nun mal ist, das ebenso puschelschwänzige Mitglied aus einer weiter entfernteren Linie, dieser komischen mit der Neigung zu Walnüssen, von ganz ganz nahem gesehen und sie diskutiert seit dem mit mir ihre Herkunft. (Als ob ich davon Ahnung hätte.)

Tally hat hier relativ früh schon am zweiten Tag ihre Deckung aufgegeben, was für sie bei ihrem Wesen nach dem Erlebten, wie ich fand, erstaunlich früh war und sich dann doch wieder stark zurückgezogen. Sie kam aber nachts immer ins Bett. Es scheint doch für das kleine Katzenmädchen sehr wichtig zu sein, ihre Bezugsperson dabei zu haben. Mit mir, für mich, stemmt die kleine bunte Maus so einiges! Ich bewundere sie. Letzte Woche gab es zwei Mal frische Pute, seitdem meint sie, alles ist wieder gut. Sie ist eigentlich die geborene Foodbloggerkatze. Kaum hat sie etwas im Bauch, kennt sie keine Probleme mehr.

Nishia und Lino waren die ersten Tage sehr sehr eng beieinander. Erstmals haben sie zusammen gelegen und geschlafen. Es stimmt eben: stecke Katzen gemeinsam in eine Ritterrüstung und lasse sie gegen den gemeinsamen Feind kämpfen, dann vertragen sie sich schon.

Sie haben hier im Haus zwei Treppen, eine zum runterfegen; die andere zum sehr lässig elegant drauf abhängen. Nishia kann das besonders gut! Sie ist auch der perfekte Mopp, kann man nicht anders sagen, wenn sie dann so über den Boden rollt. Der Katerfratz kann im hohen Hausflur schöne mallorquinische Arien singen. Laut singen. Und weil er das kann, macht er davon auch sehr viel Gebrauch. Hier ist auch viel Fläche zum Rennen, er mag das. Doch, ich glaube, sie mögen das Haus! Lino hat entdeckt, dass man auf mir sitzen kann, wenn ich liege. Hat er vorher noch nie gemacht. Sie können mir momentan alle nicht nahe genug sein.

Sie haben wunderschöne Pakete von Euch bekommen und die machen ihnen Spaß ohne Ende. Spielzeug, Sabberkissen, dieser unglaublich tolle Kratzbaum, den sie wirklich alle drei lieben! So leckere Sachen. Und ich habe so viel Freude daran, sie verwöhnen zu können!

Sie sind sehr kuschlig. Oder vielleicht bin ich es auch nur. Sind sind gerade ein unglaublich souveränes Team und machen mir viel Freude und Mut mit ihrer Gelassenheit. Es schenkt viel Ruhe so einen warmen Katzenbauch in der Hand zu haben. Dank der Katzen ertrage ich einiges wohl besser als mir das ohne sie gelingen dürfte. Es ist gut zu wissen, man kommt irgendwohin und sie sind dort! Diese kleinen niedlichen Lebensanker.