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2026-04-25

Mexikali Cantina – das Mexikali-Team eröffnet das erste Restaurant in Kreuzberg

Es ist … Dekaden her, da bin ich mit meinen Kolleg*innen auf Kosten unserer Arbeitgeber zur Belohnung eines sehr guten Geschäftsjahres (ja, damals gab es das noch) für einige Tage zu einem Incentive-Trip nach Miami eingeladen worden. Das war alles sehr nett, vor allem, weil es kurz nach dem Mauerfall war und einige unserer neuen Kollegen aus dem anderen Teil Deutschlands erstmals so weit bzw. überhaupt in die USA gereist sind. Deren Begeisterung zu erleben, war wunderschön. Das Essen vor Ort war indes grottenschlecht, und wenn ich an das Frühstück in unserem Apartmenthotel denke, wird mir jetzt noch anders.
Aber da war dieser kleine mexikanische Imbiss, ca. anderthalb Kilometer die Strandstraße hinauf von unserem Hotel entfernt. Ein wirklicher Imbiss, ein kleiner Kiosk, keine Innenplätze – nur ein – für amerikanische Verhältnisse – lächerlich kleiner überdachter Gartenbereich mit Stehtischen. Und da gab es Mexican Food zum Niederknien!
Frisch, lecker, spicy – der Mann hatte uns mit seinem Team wirklich über die Tage gerettet. Und mein Herz für die mexikanische Küche groß und weit gemacht. Ich denke heute noch so oft an diesen Imbiss und muss sagen, dass bisher leider kein Mexikaner in Berlin diese Lücke hatte füllen können.
Die Mexikali Cantina ist nahe dran, das zu ändern. Einige kennen schon die Mexikali Imbisse in der East Side Mall (Tamara-Danz-Straße 11) und Mall of Berlin (Leipziger Platz 12).
Mit der Mexikali Cantina hat sich Naoufal el Harrak jetzt den Traum eines eigenen mexikanischen Restaurants erfüllt.
Die Wrangelstraße in Kreuzberg hat sich in letzter Zeit zur Independent-Fressmeile entwickelt. Ganz ehrlich, wenn ihr neu in Berlin seid und Hunger habt: Fahrt zum Schlesischen Tor und schlemmt euch durch diese Straße. Oder bleibt gleich in der Mexikali Cantina in der Hausnummer 92 hängen. Das liebevoll eingerichtete Restaurant macht mit seinen bunten Farben Spaß. Die Küche serviert wirklich authentische, feine mexikanische Küche und natürlich die passenden Drinks.
Das Team hinter der Bar und im Service ist sehr charmant, Naoufal steht hier selbst in der Küche. Bis auf die Tortillas, wird hier alles hausgemacht. Die Salsas, drei sind es an der Zahl, alle vegan und unterschiedlich spicy, können sich sehen lassen.

Tacos, Burritos, Quesadillas und Enchiladas. Da muss man nichts vermissen! Die Tacos con Costra in vielen Variationen sind das Signature Dish vom Mexikali Cantina. Von allen Varianten gibt es vegane Versionen, z. B. die Taxos Vegan Chorizo mit Soja-Granulat, Bohnen und Avocado.
Die Cocktailkarte ist übersichtlich aber gut bestückt, mein Favorit ist die Spicy Jalapeño Margarita. Die frischen Jalapeño Scheiben bringen feurigen Spaß ins Getränk.
Das merke ich mir auch für meine Sommerdrinks, ich wusste nicht, dass echte Schärfe im Glas so attraktiv sein kann!
Anlässlich des Openings hatten uns Naoufal und Miles, Chef im Service, den Chef’s Choice serviert. Das Menü mit Vorspeise, Drink, Hauptgericht und Dessert gibt es pro Person für 29,99 Euro.
Obligatorisch fanden Nachos mit den drei Salsas zu uns auf den Tisch. Dann liegen mit Limettensaft gesäuerte Chili-Garnelen in einer grünen Chili-Sauce, die schön scharf und frisch ist. Me encantó! Wer es vegan mag, bekommt diesen Gang mit Palmenherzen serviert.
Als flüssige Aufräumerin passt eine Mezacilta.
Die Tacos con Costra werden uns in der Variante Carne Asada serviert. Auf zwei Maistortillas mit Guacamole, Salsa Negra, und gebratenem Käse tummeln sich die 140 Gramm Ribeye, dünn aufgeschnitten mit gerösteten Chiles Toreados. Zartes Fleisch, runden Aromen. Portion … geht so.

Als Alternative der Hauptgerichte dürfen wir auch den Burrito klassisch als Pollo al Pastor probieren: langsam geschmortes Hähnchen mit gerösteter Ananas, dazu Bohnenmole, Guacamole, Zwiebeln, Koriander, Queso Fresco und Chipotle-Mayo.
Gute Würzung, zartes Fleisch – lecker! Und last but not least verwöhnen uns knusprige Churros mit Zimt und heißer Schokolade.
Ich fand’s sehr lecker – für meinen Geschmack könnte es hier und da schärfer sein, die Spicyness ist schon sehr dem europäischen Geschmack angeglichen –, aber das lässt sich bei der Bestellung formulieren. Ich mag den Style vom Restaurant, sehr relaxed, und es gibt auch einige Außenplätze für den Sommer in einer der lebhaften Straßen Kreuzbergs.
Die Mexicali Cantina freut sich darauf, euch von Montag bis Sonntag von 17:00 bis 22:00 Uhr ihre mexikanischen Köstlichkeiten servieren zu dürfen! Charmante mexikanische Grooves gibt es natürlich auch aufs Ohr.


Mexicali Cantina
Wrangelstraße 92
10997 Berlin

2026-03-31

Kartoffel an Preußisch-Blau – nur im HERITAGE!

Die Aussichten könnten viel schlechter sein. Wer das HERITAGE betritt und einen Fensterplatz als Refugium für die nächsten Stunden sein eigen nennen kann, guckt auf den Gendarmenmarkt, insbesondere auf das Konzerthaus, rechts davon auf den Deutschen Dom.

Tiefes, dunkles Blau ist die Hauptkomponente im Einrichtungsstil des Restaurants – dunkler kann ein Blau kaum noch vorkommen. Wenige wissen, dass man das Preußisch Blau aus dem Tuschkasten in Malersprache auch Berliner Blau nennt, da passt das schon. Innenarchitektin Oana Rosen hat den Räumen mit der Farbe preußische Kühle mit moderner Gemütlichkeit verliehen, die Kunst an den Wänden stammt vom Fine Art Photokünstler András Dobi aus Ungarn.
Das Restaurant HERITAGE gehört zum Hotel Luc. Das Boutiquehotel zählt zur Autograph Collection der MHP-Gruppe und hatte 2022 in Berlin seine Türen geöffnet. 75 Zimmer und 17 Suiten mit Fitness- und Sauna-Bereich, zwei große Möglichkeiten für Konferenzen – und allerbeste Lage am U-Bahnhof Stadtmitte.

Die schönen Räume zu (beinahe) ebener Erde teilen sich auf in den Restaurant- und Barbereich, eine private Lounge kann auch reserviert werden. Im Sommer lockt die Terrasse in der Charlottenstraße.
Übrigens: Luc, so nannte der Philosoph Voltaire seinen guten Freund Fritz, wir reden von Friedrich II, den Großen, beim Kosenamen. In der Sprache Voltaires wird „Luc” gerne im Wortspiel als höflichere Variante für das recht derbe „Cul” (Arsch) verwendet. Beide Männer verband über 42 Jahre eine intensive Freundschaft mit hohem Briefaufkommen – und offensichtlich gerne auch deftigem Sarkasmus in ihrer Kommunikation.
Es ist sehr gemütlich hier – und es gibt keinen Grund, auch für Berliner, dieses Restaurant nicht für sich zu entdecken. Geöffnet ist das HERITAGE ab 06.30 Uhr und serviert dann (nicht nur) Hotelgästen das Frühstücksbüfett. Mit einer kurzen Pause zwischen 11:00 und 12:00 Uhr werden die Wünsche zum Mittag und Abend der Gäste erfüllt.
Wir dürfen uns auf Einladung dem „The Taste of HERITAGE“-Menü widmen. Vier Gänge mit einem Glas Champagner zur Begrüßung und Weinbegleitung zu jedem Gang, werden auf dem wunderschönem Porzellan der Königlichen Porzellan-Manufaktur serviert.
Dem Gelage am Gendarmenmarkt ist geschuldet, dass sich das HERITAGE gemeinsam mit dem Hotel im Fan-Duktus jenem König, dann Kurfürsten Friedrich II., verschrieben hat. Oder wie wir hier im provinziellen Hauptstädtchen gerne sagen: Dem alten Fritze. Im HERITAGE begegnet er an der Bar als Gin Fritz.

Dieser Mann, im Gegensatz zum aktuellen Fritz, hatte noch ein Gespür und Interesse am Wohlergehen seines Volkes und erließ den berühmten Kartoffelerlass, um das (zunächst diesbezüglich eher undankbare) Volk so vor einer weiteren Hungersnot nach mehreren Getreidemissernten zu schützen. Das Volk hielt die Teufelsknolle für giftig, Fritz ließ sie trotzdem im Land erzwungen anbauen – der Rest ist deutsche Geschichte.

Diese Kartoffel ist nun der heilige Gral im Hotel Luc und HERITAGE. Irgendwie sympathisch. Wir finden sie in der Dekoration – und auf der Karte!
So zeichnet sich dann auch im Menü der erste Gang durch Pommes Allumettes besonders aus, denn in deren Nest ruht ein delikates Bœuf Tartare und ein apartes Eigelb on top. Das Bœuf Tartare ist ganz wunderbar abgeschmeckt und duftet elegant nach Kapern, das Eigelb tut nachdrücklich, was es tun soll, und umhüllt das Tartare elegant-reichhaltig mit seiner Creme. Die Pommes Allumettes sind knusprig und kalt. Ich bin ehrlich, ich präferierte sie in warmer Variante. Frittierte kalte Kartoffeln bringen immer eine gewisse Bitterkeit mit, die ich hier im Kontext nicht wertschätzen vermochte. Nun, es isst wie es ist.
Es folgt eine Kürbissuppe. Sie beherrschte die hohe Kunst, uns zu verwöhnen. Heiß, duftend – köstlich. Sie wird cremig und würzig, mit Kokoscreme und Tahin angemacht, der Sesamduft steht ihr außerordentlich gut – wie auch der frische Crunch der Granatapfelkerne. Ein weiterer Levantegruß versteckt sich im Süppchen: geerdete Kichererbsen. Jeder am Tisch ist ein bisschen in diese Suppe verliebt. Ist so!
Derweil sind wir vom Champagner umgestiegen auf einen der offenen Weine, als da wären ein Chardonnay – Domaine Laballe Sud Quest von 2023. Und ich wünsche mir den Eins – Zwei – DRY Pinot Noir Rosé von Leitz im Rheingau ins Glas. Ein sehr zarter Schmelz und feine Frucht – ihn stelle ich mir sehr gut zum Spargel vorl!
Zum Hauptgang wechseln einige, auch ich, in unserer Runde auf den Sauvignon Blanc vom legendären Emil Bauer aus der Pfalz. Wie schon 2023 in der Flasche, auch 2026 im Glas mit seinen klaren, demokratischen Grüßen. Klassiker.
Meine Nachbarin bleibt in der Welt des Rosé und wählt eine Pinot Noir Cuvée (Weinberge in Wachenheim und Ruppertsberg) von Dr. Bürkling-Wolf (Pfalz, 2023)– und ja, diesen Wein werde ich mir definitv merken. Spannender Charakter, ein besonderer Rosé. Und ein Etikett, bei dem Rosmunde Pilcher schwach werden würde.

Ach, geht einfach mal Wein trinken im HERITAGE. Ist doch bald Frühling und die schöne Zeit auf der Terrasse nicht mehr weit. Hier lebt sich charmantes Brasserie-Feeling in Berlins schönster Jahreszeit an einer der beeindruckendsten Adressen dieser Stadt. J'en serais ravi. Zumal euch Der Alte Fritz hier ins Ohr flüstert: „Kein Mensch taugt ohne Freude.”
Nun, da, wo der Preußenkönig sein fröhliches Unwesen treibt, sind natürlich die Hugenotten in Berlin nicht weit. Es ist also kein Wunder, dass Küchendirektor Florian Glauert mit seinem Team sich der deutsch-französischen Cuisine verschrieben hat. Der gebürtige Berliner Glauert hat jahrelange Erfahrung in der Sterne-Gastronomie im In- und Ausland gesammelt.
So gelingt der nächste Gang sehr französisch – und spätwinterlich saisonal. Die Jus zum Short Rib duftet schon in Richtung unseres Tisches, da können wir unseren delikaten Hauptgang noch gar nicht erblicken.
Wat ’ne Soße! Das Short Rib ist butterweich und fällt von selbst vom beeindruckenden Knochen, der auf dem Teller durchaus eine visuelle Ansage macht. Dazu gibt es ein cremiges Kartoffelgratin. Wir erfreuen uns ob dieser Opulenz – ich mich insbesondere über diese glänzende Jus, die nach Port und rotem Gewächs duftet und einfach ein Geschenk ist!
Auch der Nachtisch hat (mittlerweile eingedeutschten) französischen Charme. Fondant au chocolat mit etwas Vanilleeis und eingelegter Kumquats auf einem Maracuja-Spiegel. Letzterer ergänzt auch meinem Teller. Meine Nachbarin, die Probleme beim Genuss von Nüssen hat, vertraut lieber alternativ auf die Collection von Sorbet, dem ich mich anschließe.
Das uns servierte, bildschöne Gemälde besteht aus einem sehr cremigen Bananen-, Erdbeer- und Veilchensorbet. Ach, Veilchen! Da lassen die, leider stillgelegten, Galeries Lafayette von um die Ecke grüßen.
Wir genießen einen aromatischen Espresso und beschließen den Abend beglückt, köstlich bekocht und vor allem so sehr charmant bedient von Sheila Scheidemann, der Food and Beverage Managerin im HERITAGE. Das Menü kostet derzeit € 99,—, mit Weinbegleitung zusätzlich für vier Gläser € 49,—, alkoholfreie Begleitung mit zusätzlichen € 39,— berechnet.

Selbstverständlich lädt das HERITAGE ein, auch à la carte zu dinieren, um jeden Gang des Menüs auch einzeln genießen zu können. Die Karte liest sich bonfortionös und lässt – naturallement – auch Vegetarier bzw. Veganer nicht verhungern! Wie klingt beispielsweise als Vorspeise Vatare HERITAGE – Jackfruit, Rote Beete Pilze, Rauchmaj – vegan oder Pilze à la Crème mit knusprigen La Ratte-Kartoffeln, Belper Knolle und schwarzem Trüffel?

Eben!

Restaurant HERITAGE
Charlottenstraße 51, 10117 Berlin
Homepage
Reservierung erbeten

2026-03-26

Tischlein deck dich! im Nah und Fern | Fusion Kitchen

Ich finde, es gehört eine ordentliche Portion Mut dazu, in diesen Zeiten in Berlin ein Restaurant zu eröffnen. Lisa, Kevin und Maikel sind's. Also mutig. Die drei Begründer*innen des Nah und Fern | Fusion Kitchen in der Schönhauser Allee 135 a haben im letzten Sommer ein gemütliches Refugium, unweit der U-Bahn-Station Eberswalder Straße, eröffnet.

Die Einrichtung ist klar, modern und trotzdem gemütlich. Im Winter bollert der kleine Kamin in dem hinteren Zimmer, das von den wunderschönen Fenstern in warmes Licht getaucht ist. Berliner würden sagen, das ist ein schmucker Ort mit kleinen Raffinessen. Und einem sehr freundlichen Empfang.
Die drei Gastrobegeisterten haben ihre persönlichen Talente und Professionen in die gemeinsame Waagschale geworfen und eine GmbH gegründet. Die Geschwister Lisa und Kevin mit deutsch-vietnamesischen Wurzeln und Koch Maikel Gööck (als Geschäftsführer). Das spricht für Selbstbewusstsein und ihren Glauben an das Nah und Fern – auch in diesen komplexten Zeiten für Gastronomien.
Lisa, als gelernte Restaurationsfachkraft, ist uns Gästen eine reizende Begleitung durch den Abend, Kevin sieht seinen Platz hinter der Bar. Zu Recht, die Cocktailkarte des Nah und Fern | Fusion Kitchen kann sich sehen lassen – auch in ihrer alkoholfreien Variante.
Die restliche Spirituosenkarte ist angenehm übersichtlich. Drei weiße Weine, zwei Rote, ein Rosé, zwei Crémant (weiß/rosé), zwei Biere mit, zwei ohne Umdrehungen. Ich mag das, der Sauvignon Blanc von Jochen Uebel aus der Pfalz begleitet unser Menü – absolut passend.
Maikel Gööck war lange Küchenchef in der Rôtisserie Weingrün, wo Lisa und er sich gefunden haben. Seine Küche ist die Begegnung der deutsch-französischen Liaison, die nun durch den Ausflug ins ferne Vietnam zu einer wundervollen, leichten Ménage à trois gewachsen ist. Die Karte des Nah und Fern | Fusion Kitchen ist da Programm. In jedem vermeintlich deutschen, französischen oder asiatischen Gang begegnet uns ein aromatischer Gegenspieler der jeweils anderen Küche. Das ist überraschend gut und macht Spaß!
Auch die Karte ist dabei angenehm übersichtlich geraten. Es gibt vier Vorspeisen, drei Hauptspeisen, drei Desserts – natürlich auch in einer veganen Variante zu genießen. Parallel dazu kann ein 3- bzw. 4-Gang-Menü gewählt werden. Einige Gänge lassen sich charmant upgraden – zum Beispiel der aromatische Reisnudelsalat, den es gegen Aufpreis auch mit Garnele gibt.
Den Reisnudelsalat mit Tofu ergänzen auf der Vorspeisenkarte Rindertatar oder der (wirklich!) perfekte Caesar Salad mit Granatapfelkern.
Die Hauptgänge: Backhähnchen, Bao Buns oder vietnamesische Königsberger Klopse – vom Kalb – und geröstete Miso-Aubergine mit Kartoffel-Wantans als vegetarische Variante. Für Abwechslung sorgen die Menüs auf der Karte, deren Gänge sich von den üblichen Angeboten gänzlich unterscheiden – so durchaus Flexibilität im Angebot ermöglichen. Wir probieren aber das einzigartige Menü zu einem besonderen Event: Lisa, Kevin und Maikel feiern ihr Kiezfest „Tischlein deck dich!” und möchten sich mit diesem Menü ihrer Nachbarschaft am 31.03.2026 ab 18 Uhr (das getimte Menü startet um 18:45 Uhr) vorstellen. Und ja, es lohnt sich!
Es wird ein 3-Gang-Menü zum Sharing serviert, wahlweise mit Bier- oder Weinbegleitung für je 74,— bzw. 84,— Euro pro Person inklusive Wasser.
Der Aperitif (optional) wird mit 5,— Euro berechnet. Wir starten damit und lassen uns von Kevins Signature Drink überzeugen: Das ist der Yuzu Spritz, mit und ohne Alkohol bestellbar. Leicht, softes Zitrusaroma, zarte Süße, die sich nicht in den Vordergrund spielt.
Sensationell das selbst gebackene Brot, das mit Miso-Butter serviert wird. Krachend knusprig, würziger Geschmack der lockeren Krume. Die erste Portion geht aufs Haus, die nächste wird für 3 Euro serviert.
Ganz ehrlich? Ich könnte hierherkommen und nur das Brot essen! Und mit der Idee war ich nicht alleine.
Zu diesem extrem köstlichen Brot servieren sie als Vorspeise den schon erwähnten Reisnudelsalat und einen gepickelten Knollensellerie mit Kräutersalat als Inlay und dazu einem würzigen Sesam-Dressing, er hatte mein Herz im Sturm erobert. Leichter Biss, gute Aromen – der Sesam tut der erdigen Knolle wirklich gut.

Auch zum Teilen gedacht, sind die drei Begleiter des Hauptganges.
Und da werden die faszinierend zarten-knusprigen Backhähnchen von Borgmeier mit spicy Chili-Mayonnaise von der Hauptkarte serviert, die uns in der Runde sehr begeistert haben. Das Fleisch butterzart, der Crunch krachend gelungen.
Gemeinschaftliche Liebe zum begleitenden Nouc-Cham-Kartoffelsalat, der mit einem Hauch Fischsauce abgeschmeckt wird. Asiatische Fischsauce, zarte Schärfe der Nouc-Cham an Kartoffel mit Radieser und Schnittlauch, den aromatischen Knusper liefert die Senfsaat – unbedingt merken!
Ein zartes, perfekt rosa gebratenes Flanksteak im Tagliata-Style serviert (mit Estragon-Beure-Blanc) und die asiatische, würzige Komponente: geschmorte Short Ribs mit gepickelten Zwiebeln. Wirklich zart und würzig in ihrer perfekt abgeschmeckten Teriyaki-Sauce. Begleitet von eingelegtem Gemüse und einer sehr gelungenen Variante des Caesar-Salats mit Wasabi-Limettendressing und Granatapfelkernen.

Dieses Menü ist eine gelungene Kombination zwischen den Welten, Maikel versteht seinen Job in der Küche absolut, und die Kreativität, die alle drei uns Gästen im Nah und Fern zumuten, unterhält und öffnet unseren Horizont! In diesem Menü kann sich jeder wiederfinden – und auch wenn es jetzt etwas sehr fleischlastig klingt, natürlich haben die drei eine vegane Variante in petto!

Wir hatten einen schönen und vor allem leckeren Abend, so charmant begleitet von unseren herzlichen Gastgebern. Der ein noch köstlicheres Ende fand mit der Runde Cocktails, die Kevin zauberte, und Lisa servierte dazu eine besondere Crème brûlée mit Aromatiken von Limette und Ingwer und dazu ein Zitrusfruchtkompott mit Jackfruit.
Also: Wenn ihr am 31.3.2026 noch nichts vorhabt. Hier könnt ihr euren Tisch und euer Menü buchen.

Und auch sonst empfehle ich herzliche gerne einen Besuch im Nah und Fern | Fusion Kitchen. À la carte bietet es mit spannende Begegnungen. Das Nah und Fern öffnet seine Fusion Kitchen Dienstags bis Samstags von 17.00-22:00 Uhr.