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2026-01-29

Im Liegen gesendet …

So viel Glück im vermeidbaren Unglück.

Ich weiß nicht, wie es in anderen Städten Deutschlands ist. Aber in Berlin weißt Du, wenn im Winter draußen schwierige Straßenverhältnisse herrschen, zählt ausschließlich nur eine Bevölkerungsgruppe: Autofahrer*innen.

Gestern bin ich zum Moritzplatz zur Bushaltestelle gelaufen, hatte schon auf dem kurzen Weg zum Müll gemerkt: Die Verhältnisse der Fußwege sind auch zwei Tage nach dem großen Glatteis kaum geräumt, noch gestreut – es ist wirklich sehr gefährlich, sich auf Füßen, selbst mit Winterstiefeln, fortzubewegen.

Mich hat es erwischt. Einmal der Länge nach mit Schwung nach hinten geflogen. Im Fallen noch gedacht: „Bloß den Kopf schützen!” und obwohl ich den wirklich bewusst im Fallen nach vorne gezogen habe, bin ich mit dem Hinterkopf mit voller Wucht aufgeschlagen.

Zum Glück auf den Rucksack. (Lobpreise den Rucksack!) Ich wollte am Treffpunkt jemandem Stoff schenken (lobpreise meine Schenklust!), hatte den Stoff in einem Jutesack. Bin vorher noch zum Müll, hatte dann beschlossen, doch wieder auf die noch rutschfesteren Wanderstiefel umzusteigen, und kam dann auf die Idee, den Jutebeutel in den Rucksack zu packen (lobpreise die Idee), damit ich die Hände frei hätte.

Heißt: Ich füllte zum Glück kurz vorher den Rucksack noch mit sechs Lagen Winterstoff – dank dieser Idee bin ich also mit dem Hinterkopf nicht auf das blanke Eis aufgeschlagen, sondern mit Wucht deutlich sanfter auf das grandiose Rucksackpolster!

Ich habe das bei einem Ex-Kollegen einmal erlebt. Der hatte in einer Partylocation (Firmenparty) einen epileptischen Anfall und fiel rücklings auf Fliesenboden. Dem ist der ganze Hinterschädel – ungefähr so, wie eine Porzellantasse auf Steinboden zerbricht – zersplittert. Einzelne Splitter hatten sich ins Gehirn gebohrt, was dazu führte, dass man ihm Teile des Gehirns wegoperieren musste. Funfact: Er kam noch vor Ort zu Bewusstsein, wollte aufstehen und wieder weiterfeiern – und bloß keinen RTW. (Was wir natürlich anders regelten.)

Kurz: Ich hatte sehr viel Glück, dessen bin ich mir bewusst. Und wie interessant dabei: Das Schädeltrauma hätte ich gar nicht bekommen, weil ich beispielsweise beim Radfahren keinen Schutzhelm getragen hätte, sondern nur, weil sich die Stadt Berlin und Hauseigentümer einen Scheiß um geräumte Fußwege vor U-Bahnen und Zuwegen zu Bushaltestellen kümmern.

So tut mir nur der untere Teil des Rückens und der Podex irre weh, Prellungen, my ass! Ibu, Du Königin der Pharmaindustrie. Zumindest das Steißbein scheint unversehrt. Ach ja, wer ist zu mir gekommen und hat mir aufgeholfen?

Ein sehr freundlicher und hilfsbereiter Mensch mit Migrationsvordergrund brachte sich an gleicher Stelle für mich in Gefahr. Herzlichen Dank dafür! Eat it, Ihr Rasssisten!

2026-01-26

Müggelsee on the rocks

Neulich waren Frau @maske_katja und Frau Willekes und ich unterwegs auf unserem traditionellen „Die Schottin ist mal wieder in der Stadt”-Wanderung. Zwischen den Jahren nutzten wir den wunderschönen eisigen Tag für einen Rundgang um den großen und einen Teil entlang des kleinen Müggelsees. So mit Picknick an der Eisbahn und so …

Und der verfrorene See war sehr gut zu uns!
Sehr selbst:
Hübsches Fundstück. Der verfrorene Graureiher mit Hintergrundsteele:

2026-01-14

Gio‘s – Die Küche Georgiens in Kreuzberg

Das Gio's existiert noch nicht lange im Kreuzberger Teil der Dresdener Straße 16. Der Teil zwischen Kottbusser Tor und Oranienplatz hatte lange noch den üblichen Gentrifizierungsmoden trotzen können, mittlerweile zieht überall, wo ein Ladengeschäft frei wird, Gastronomie ein. So das Gio's, das digaonal gegenüber dem Babylon liegt. Hier wird heute die Küche Georgiens serviert in einem einfach eingerichteten, dennoch gemütlichen Restaurant – dem nur leider das grelle LED-Licht etwas die Gemütlichkeit raubt. (Zugang und Toiletten leider nicht barrierefrei.)

Diese Woche haben Frau maske_katja und ich einen merkwürdigen Tag zum Abschluss gebracht. Auf jeden Fall kann man sich im Gio’s hervorragend die Gerichte teilen. Sehr viele Gerichte sind vegetarisch und auch vegan. Gio's Speisekarte ist vergleichsweise übersichtlich, passt auf eine DinA4-Seite, doppelt bedruckt. Es gibt aber noch eine kleine Karte mit neuen Specials. Die Gerichte fangen ab 11,— Euro an und hören bei 20,— auf.
Als erstes haben wir uns den Phakali Mix geteilt. Für zwei Personen eine sehr gut sättigende Vorspeise mit zwei Mal Spinat mit Walnusspaste, Koriander, georgischen Gewürzen, Essig und Knoblauch und Granatapfelkernen, die geschmacklich zurückhaltendste Variante auf dem Teller. Mehr Wumms hatten dagegen eine wirklich grandiose Rote Beete-Paste und die Auberginenrollen. auch mit Walnusspaste pikant abgeschmeckt. haben viel Spaß gemacht.

Glücklich machte die Megruli Khachapuri!
Khachapuri sind runde Teigtaschen in Pizzagröße mit grandiosen Füllungen. Wir wählten die einfache Variante mit Käse gefüllt. Heiß, der Käse schmilzt und ist angenehm aromatisch, dazu der heiße gebackene fluffige Teig – und tut einfach der Seele gut.
Und macht gut satt. Sie gibt es auch mit doppeltem Käse und Fleisch gefüllt oder mit einer Bohnenmus-Füllung für Veganer zu genießen. Wir haben uns die Khachapuri geteilt, wie auch die Chinkali.
Die berühmten georgischen Teigtaschen, große Dumplings, die gekocht serviert werden. Wir hatten die vegetarische Varinate mit Champignons, Estragon, Zwiebeln und der feinen georgischen Aromatik. Alles in allem waren das köstlichen Gänge, vielleicht war unsere Wahl am Schluss doch etwas sehr teiglastig. Aber das kann man beim nächsten Mal auch ändern, denn die georgische Küche hat auch fantastische Topfgerichte (auch mit Fleisch).
Dazu gab es georgische Limonade, die ich persönlich etwas gewöhnungsbedürftig fand. Katja war mit ihrem Kindheitsdrink aus früheren Urlauben, Limonade mit Estragon – schön giftgrün im Glas, absolut happy. Ich hatte die Birnenlimonade bestellt – fand sie extrem künstlich und übersüßt – sie schmeckte wie aufgelöste Gummibären. Beim nächsten Mal bleibe ich beim Wasser, natürlich könnte man als Biergenießer auch gregorianisches Bier bestellen!

Für das leckere Essen, dem man ein hohes Talent zur Sättigung unterstellen darf, auf jeden Fall alle Daumen hoch. Hier wird wirklich selber gekocht, die Teige sind hausgemacht. Eine (für mich) neue aber sehr geschmackvolle Küche, perfekt zum Teilen und mit einem schnellen und freundlichen Service. Ich freue mich auf das nächste Essen bei Gio's!

Dredener Straße 18, 10999 Berlin
Öffnungszeiten Mo-So: 15:30 Uhr bis 22:30 Uhr

2026-01-12

Arancina Vaniglia – die Vanille Orange

Kennt ihr Vanille Orangen?
Meine allererste Vanille Orange – Citrus sinensis arancina dolce (oder dolce moscato als Blutorange) – hatte ich im November 2025 in der Basilikata genießen dürfen! Eigentlich … waren wir Oliven ernten. Es war ein Traum, reife Oliven an den Bäumen und die ersten reifen Orangen an den Bäumen!
Pino hielt mir sie zuerst kommentarlos hin, als wir auf dem Gelände von einem Freund von ihm waren, …
… der unterschiedliche Arten von Zitrusfrüchten anbaut – und Oliven.
Was war das für ein besonderer Genuss! Dann erzählte er mir, was wir da gerade aßen: eine Arancina Vaniglia.

Pino erklärte, als man in Kalabrien die Menschen aus den schwer zugänglichen Bergregionen in der Nähe der Küste, zum Beispiel in Montalbano Jonico, ansiedelte und ihnen die Behörden einfache Häuser mit Selbstversorgergärten zur Verfügung stellten, wurde in jedem dieser Gärten mindestens ein Baum dieser Sorte gepflanzt. In Süditalien kennen sie also viele Menschen – die Kinder wachsen mit ihr auf. So ist diese Orange der Geschmack seiner Kindheit. Für mich ist sie nun der Geschmack einer wundervollen Basilikata-Reise.
Aus welchen Gründen auch immer – aus der Basilikata wird man diese Frucht selten im Handel finden, noch weniger als Exportware. Womöglich, weil ihr die groß gezüchteten (nicht immer geschmackvollen) Orangen im Anbau und Preisspanne den Rang abgelaufen haben? Hierzulande wird man sie am ehesten als Ware aus Sizilien bestellen können. Meiner Erfahrung nach, solltet ihr das unbedingt einmal tun. Sie ist eine wundervolle Erfahrung, gefühlt für mich ein bisschen wie die Ur-Orange!

Ihren Weg hat sie um 1400 n. Chr. auf die Insel gefunden, ob aus China oder Indien importiert – man weiß es heute nicht mehr so genau. Im Vergleich zu anderen Züchtungen tragen die Bäume kleine bis höchstens mittelgroße Früchte, die komplett kernlos sind. Frisch vom Baum genommen, ist sie sehr leicht mit den Fingern zu schälen. Auch ihr Mesokarp, also die innere weiße Haut, ist essbar und schmeckt süß. (Wir erinnern uns: Im Mesokarp stecken eigentlich nur die relevanten Vitamine der Zitrusfrüchte.) Das Perikarp, also die Haut der Fruchtwände, ist sehr zart. Die typische Bitterkeit muss man suchen. Tatsächlich kann man diese Orange komplett mit Schale essen. Komplett in der Hand und ungeschält, ist sie schon ein aromatisches, duftendes, rundes Stück Glück. Ihr Fruchtfleisch ist relativ hell, besonders saftig und sehr süß. Also, wer auch nur ihr Fruchtfleisch genießt: Es ist deliziös!
Es macht die Arancina Vaniglia so besonders im Genuss, für mich schmeckt sie wie keine andere Orangensorte. Dieses Fruchtfleisch überrascht mit einem duftenden Vanillegeruch und Geschmack, der zart herb-würzig wie ihre Namensgeberin schmeckt und auch ein wenig nach süßem Balsamico erinnert. Sie besitzt im Vergleich zu anderen Sorten keine Säure – ihre Süße ist überraschend und unvergleichlich. Die Vanille-Orange ist also die perfekte Zitrusfrucht für Menschen, die Zitrussäure nicht sehr gut vertragen. Somit ist sie auch für Kinder der perfekte fruchtige Einstieg in die wunderbare Welt der Zitrusfrüchte und liefert ihnen neben Vitamin C auch A, B1 sowie B2 dem Organismus.

Tipp: Stellt sie vor dem Essen jetzt im Winter kurz auf die Heizung. Die Wärme lässt ihre spezielle Aromatik besonders zur Geltung kommen. Und wenn ihr sie dünn aufschneidet mit Schale (wie man es mit der Cedre macht), dann ist sie eine Geschmacksexplosion.
Wie kommt man nun an diese besondere Frucht?
Natürlich im Internet – zur Not. Aber wir in Berlin haben Glück. Die kleine Salumeria Terre Sicily in der Rheinstraße 18 ist die richtige Anlaufstelle für euch!
Peppe und seine Frau Ginevra bieten alles, was das Herz des Italienliebhabers begehrt: Perfekten italienischen Kaffee mit Torta an der kleinen Fenstertheke im Haus zu genießen oder eine Antipastiplatte to go?! Und Produkte aus – vor allem Sizilien –, aber auch frische Köstlichkeiten aus Apulien wie Cime di Rape und Puntanelle sind frisch vorhanden.
Perfekte Auberginen, frische Artischocken (es gibt sie jetzt, die jungen ersten Köpfe von der Insel und auch aus Apulien). Und: Cipolla di Tropea in selten gesehener perfekter Qualität!

Und dann wartet ein für den kleinen Laden riesiges Zitrusangebot auf uns. Duftende Bergamotte, die geschmacksintensive Cedro, …
… Grapefruits, Mandarinen (klein, süß und perfekt), Clementinen und Orangen: Bitterorangen, Blutorangen, alleine fünf Sorten Orangen habe ich gezählt – und mittendrin die wundervolle Arancina Vaniglia!
Alle Früchte in Bioqualität mit Blatt und an diesem erkennbar in sehr frischer Qualität! Kilopreis 6 Euro für perfekte, nicht gespritzte Früchte – und es gibt Rabatte bei Mehrabnahme.

Fast alle der hier angebotenen Zitrusfrüchte stammen von Sizilien. Auf der Insel werden auf über 85 000 Hektar mehr als 16 Millionen Zentner Zitrusfrüchte unterschiedlichster Sorten angebaut. Früher wurden die Früchte für den Eigenbedarf im Garten angebaut. In die großflächige Produktion, auch für den Export, stieg man nach der Besetzung durch die Briten im frühen 19. Jahrhundert ein, der steigenden Nachfrage durch die Besetzer geschuldet. Viele der Zitrusfrüchte, die heute auf Sizilien geerntet werden, tragen das DOP-Siegel. Jetzt – in der italienischen fünften Jahreszeit – ab Januar bis April sind die geschmackvollsten Züchtungen reif und bei Terra Verde Sicilia zu erhalten: Blutorangen, Orangen, Mandarinen und Clementinen. Als auch Zitronen (Femminiello), die Cedre und Bergamotte.
Und … aufgrund der Bio-Qualität kann man die gesamte Frucht verwenden: natürlich für Marmelade, als Würze z. B. für Pasta, Risotto und Fleischgerichte. Oder kandiert als gesunde Süßigkeit und gedörrt als Aromazusatz für Salz, Zucker oder Teemischungen. (Ich vakuumiere und friere frische Schalen auch ein, damit ich im Sommer aus ihnen aromatisches Orangen- oder Limoneneis machen kann.)
Ganz nebenbei möchte ich die Frischetheke bei Terra Verde Sicily mit italienischem Käse und Wurstwaren, Oliven und Antipasti natürlich nicht unterschlagen. Frisches, köstliches Olivenöl der Familie lässt man sich abfüllen. Samstags bekommt ihr hier frische und hausgemachte Arrancini! Lange Rede: Terra Verda Sicily – für Menschen wie mich ein kleines Paradies.
Peppes Frau hat mir auch gleich die Idee mit auf den Weg geben, was man mit der geschmacksintensiven Schale der Vanille Orange macht, denn sie ist definitiv zu schade für den Kompost: Kandieren natürlich. Für einen leckeren, zitronigen Kick auf Torten, im Joghurt oder Müsli oder auf dem Salat. Für eine spätere Verwendung lassen sich die köstlichen Schalen eingefroren aufheben. Und Peppe hat mir noch ein weiteres leckeres sizilianisches Rezept in die Ohren geflüstert. Die Rezepte kommen die Tage!


Terra Verde Sicily

Rheinstraße 18, 12159 Berlin
phone: +49 176 3554 9700
Öffnungszeiten: Mo-Mi 10:00-18:00 Uhr, Do-Sa 10-22 Uhr (Küche ab 12-21 Uhr)

2026-01-08

Trüffeliges aus Berlin

Nachdem mich die kalabrische Trüffel im vergangenen Jahr ein bisschen auf ihre Spur gebracht hatte, und die mitgebrachten kleinen Gläser mit Trüffelbutter und -salsa erstaunlich schnell zu Neige gingen, hatte ich im Herbst noch einmal (die größere Variante) nachgekauft. Das ist so gar nicht verkehrt für eine schnelle Pasta. diese Butter im Haus zu haben. Pasta ins Kochwasser geben, Butter in der Pfanne zerlaufen lassen, die Pasta al dente in die Pfanne geleiten lassen mit etwas Salz und Pfeffer würzen – fertig. Das sind zehn Minuten vom Gedanken zum Teller. Der Duft während der Zubereitung sorgt für noch viel mehr Wohlfühlgefühl als es die Aussicht auf den Teller schon schafft.
Letztes Jahr gab es zu Weihnachten beim L-Discounter als Aktionsartikel tatsächlich Trüffel im Glas, drei Stück an der Zahl für knappe 8 Euronen. Diese habe ich mir testweise gegönnt, ich wollte wissen, ob ich alleine der Magie lukanischer oder kalabrischer Trüffel erlegen bin. Und somit gab es diese Woche den Teller Pasta, wie oben beschrieben, aber mit zusätzlichen dünnen Trüffelspänen.

Ehrlich? Nicht kaufen! Geschmacklose Masse, kein Duft, null Aroma. Ich habe Zweifel, ob das überhaupt echte Trüffel sind. Die Trüffel wird leider mittlerweile auch viel gefälscht. Aber gut. Nun wissen wir Bescheid und ihr müsst meinen Fehler nicht nachmachen beim nächsten Mal, sondern könnt gleich ordentliche Knollen kaufen bei Bedarf.

Das passiert halt leider, wenn ein Produkt Mainstream wird und alle daran verdienen wollen. Immerhin werden mittlerweile jährlich 60 Tonnen Trüffel alleine in Deutschland vermarktet! Die schwarze Trüffel, die einzige Sorte, die sich auch züchten lässt, ist dabei das am häufigsten nachgefragte Produkt. Nun, immerhin gibt es sie als Winter- und Sommertrüffel. Die höchsten aromatischen Spähren mit Glückspotential bieten natürlich die weißen Trüffel. Aber … sie sind weiterhin rar. Sie haben bis jetzt jedem Zuchtversuch den duftenden Mittelfinger gezeigt.
Aber ich habe da etwas für die trüffel-süchtigen Berliner und Grüne-Woche-Besucher: In Berlin zum Beispiel gleich in diesem Januar bei dem allersten Truffle & Truffle Festival. Zur besten Trüffel-Jagdsaison serviert euch das True Italian Team (Berlin Italian Communication) an zwei Tagen im Festsaal Kreuzberg (Flutgraben 2, 12435 Berlin) sagenhafte Köstlichkeiten aus der Erde – und aus der Confiserie. Denn die Namenszwillinge werden an beiden Tagen mit ihren köstlichen Aromen um unsere Gaumen battlen. Für mich klingt das paradiesisch!

Natürlich wird es Showcookings geben und die Street Food Trucks servieren u. a. Cheesecake mit Birnen und getrüffeltem Honig (!), knusprige Spaghetti-Bällchen à la Cacio e Pepe mit Trüffeln oder chinesische Hähnchenspieße in schwarzer Trüffelsauce. Demgegenüber wird es süße Variationen geben, ein Beispiel? Wie klingen Mochis mit Milchschokoladenfüllung, frischer Sahne und Trüffelöl?
Und natürlich gibt es auch Pizza mit Trüffel. Und Pasta mit Trüffel von Pasta in mani (Best Berlin Italian Street Food Award 2025). Und Gnocchi mit Trüfel. Vermutlich sogar Panzerotti mit Trüffel … für Trüffel-Fans muss das doch himmlisch klingen, oder? Und wie immer: Alles frisch vor Ort zubereitet.
Und … eingekaufen könnt ihr die trüffeligen Spezialitäten oder die Knolle auch vor Ort. Also, ich freue mich schon sehr darauf. Der Festsaal ist an beiden Tagen von 12 und bis 21 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 5,— Euro Eintritt, Kinder (bis 16 Jahre) haben freien Eintritt.

Weitere Infos wie immer auf der Homepage von True Italian und immer aktuell in deren Instagram-Account.

2025-09-29

Für euch getestet

Wenn man mitten in der Nacht mit dem M29 nach Hause fahren möchte, der aber gerade an der Haltestelle Wittenbergplatz steht und die immerhin 200 Meter noch entfernt liegt – man den Bus also auch mit Rennen nicht erreichen dürfte – man dann hinunter in der Bahnhof geht, dort direkt die am Bahnhof wartende U-Bahn U2 nach Pankow nimmt, dann am Mendelson-Bartoldy-Platz aussteigt, die ca. 500 Meter zur Haltestelle in der Stresemannstraße flinken Fußes läuft, kann man ca. fünf Minuten warten, um in genau den M29 einzusteigen, den man vorher nicht bekommen hätte.

Gestern für euch getestet.

Autofahrer sind wie immer bei dem Spaß draußen.

2025-09-15

Stehe heute …

im U-Bahn-Zug der Linie U2 auf dem Bahnsteig Märkisches Museum. Der Zug fährt erst einmal nicht weiter.

Nach einer Weile erklärt uns der Zugführer, es würde jetzt einer der neuen U-Bahnzüge (also einer von denen ohne Klimaanlage, ihr erinnert euch?) aus irgendeinem Tunnel vor uns zu einem anderen Standort wechseln über das Nachbargleis und deswegen müssten wir ihn erst einmal über eine Weiche passieren lassen. Danach ginge es gleich weiter.

Gleichzeitig steigen in unseren Waggon drei männliche Jugendliche ein. Kurz darauf passiert der neue Zug langsam den Bahnhof, schön gelb, glänzend. Im Inneren leuchtet kein Licht, also die perfekte Symbiose zwischen tiefem Schwarz und strahlendem BVG-Gelb. Er sieht aus wie eine futuristische Schlange und ist flüsterleise. Um ihn herum der, meiner Meinung nach, schönste Bahnhof Berlins.

Die Jungs sind völlig begeistert davon und schlussendlich lässt sich einer zu der Aussage hinreißen: „Wenn ich das sehe, bin ich total stolz auf mein Berlin!”

Gut. Dieser Satz wird mich dann doch die nächsten Jahre mit diesen Zügen ohne Klimaanlage versöhnen. Einfach mal wieder stolz auf Berlin sein, ich gebe es zu, ich habe es etwas verlernt die letzten Wochen.

2025-09-09

Habt Ihr es mitbekommen?

Berlin wird derzeit von der CDU und der SPD regiert. Von der SPD bekommt man dabei nicht so sehr viel mit. Von der CDU vorrangig, dass sie eigentlich nicht so viel durchsetzt von dem, was Kai Wegner uns versprochen hatte. Weniger Müll auf den Straßen, mehr Sicherheit – solche Dinge. Meinem Gefühl nach, ist alles schlimmer geworden. Hier geht gerade eine massive Crack-Welle durch die Stadt und wir haben nicht nur deutlich mehr Obdachlose in der Stadt. Die Halbtoten, die in den Ecken dahinvegetieren dank der Droge, denen bringt die Stadt auch nicht so richtig viel Hilfe an – noch uns Anwohnern.

Tatsächlich kündigte gerade unsere Wohnungsbaugenossenschaft uns ein Pilotprojekt an, uns ab 1.9. unseren Wohnbestand durch eine Sicherheitsfirma beschützen zu wollen. Die Frage, wer das bezahlt, steht noch offen. Ist aber eh nur eine rhetorische Frage. In einen voll abschließbaren, das gesamte Gelände umlaufenden Zaun, den wir uns mittlerweile wünschen, möchte die Geschäftsführung der Berolina indes nicht investieren. So indes haben sich in den letzten drei Jahren alle anderen Altbestände im Umfeld von der wachsenden Kriminalität geschützt, Zäune hochgezogen. Die hier entstandenen Neubauten sind sowieso gleich auf komplette Abschottung gebaut worden. Wir sind nun das erste Gelände, das offen zugänglich ist mitten in einer Drogenkonsummeile, das auch aufgrund der wenigen Unterstützung in der Anlagenpflege seitens des Unternehmens und der Politik, das für seine Sicherheit bezahlen soll.

Ich finde die Zaunlösung auch nicht prickelnd – die andere Lösung indes wirklich gruselig ohne Ende. Nicht nur finanziell.

Aber das ist CDU, viele leere Versprechungen können sie machen. Mehr passiert dann nicht.

Oh doch! Stimmt nicht. Auf vielen Straßen in Berlin, auf denen seit einiger Zeit Tempo 30 gilt (in Berlin ist Tempo 30 eine sinnvolle Maßgabe, weil dann die Fahrzeugführer wenigstens nur mit 50 km/h die Stunde durch fahren – und nicht gleich mit den üblichen 70 km/h), soll jetzt wieder Tempo 50 erlaubt sein. Weil – und das Argument darf man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen – so argumentiert Verkehrssenatorin Ute Bondin (CDU), sich in dem Umfeld die Luft verbessert habe, die Feinstaubbelastung nicht mehr so hoch sei und die Unfallstatistik sich deutlich gebessert habe. Daher wären solche Maßnahmen der Tempo-Regulierung nicht mehr notwendig, respektive dürfen sie nicht mehr angeordnet sein.

Ja, wir fühlen uns von der gänzlichen Abwesenheit etwaiger Intelligenz im derzeit von der CDU geführten Verkehrssenat auch leicht überrumpelt. Die gleiche Person hat zum gestrigen Schulanfang auch den Berliner Kindern empfohlen, mindestens auf dem Rad einen Helm zu tragen und ganz ganz (!) besonders vorsichtig zu sein. Es ist, wie man es unter einem CDU-Vorsitz erwartet hat: Das Auto rulez und alle anderen sollen sehen, wie sie durch den Verkehr kommen.

Neuester Intelligenzstreich: In Berlin gehen jetzt peu à peu 140 neue U-Bahn-Züge auf die Gleise. Wer im Sommer schon einmal auf der Haupttouristenlinie U2 gefahren ist, die vorrangig noch mit sehr alten Waggons bedient wird und diese – was sie meist sind – voll waren, weiß, was man sich auf dieser Strecke am meisten gewünscht hat: Züge endlich mit einer Klimaanlage.

Natürlich haben die neuen Züge auch keine Klimaanlage. Man habe sich aus technischen und ökologischen Gründen dagegen entschieden, denn man könne weiterhin (nur) auf der einen Seite das Fenster aufmachen. Das sei doch viel besser als Klimaanlagen. Findet jedenfalls Klimaexperte Henrik Falk, der Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Der vermutlich einen Dienstwagen im Vertrag stehen hat. Mit … Klimaanlage.

Nun denn, dank unseres unfassbar intellektuellen, an deutscher Zukunft so sehr interessierten Bundeskanzlers (CDU) wissen wir ja neuerdings auch, dass der Klimawandel überall auf dieser Welt stattfindet – nur nicht bei uns.

Ansonsten hat Berlin kein Geld mehr, um sinnvolle Projekte für z. B. Kinder finanziell zu unterstützen – diverse Streichelzoos in den Bezirken der Stadt stehen vor dem finanziellen Aus. Aber um an Hauptstraßen neue Beschilderungen anzubringen, dafür reicht's gerade noch.

2025-08-23

True Italian Pistacchio Street Food Festival

Heute geht es in die fünfte Runde eines meiner liebsten Food Festivals in Berlin: Das Pistacchio Street Food Festial von True Italian. Ein internationales Food Festival, das sich ausschließlich um die Pistazie dreht!

Sie kommt hier natürlich süß auf den Teller in Cannolli, Tiramisu, Gelato und köstlichem italienischen Gebäck. Oder in der türkischen Süßspeise – als Balkava. (Wer liebt es nicht?) Aber vor allem pikant und auch deftig in Pastasaucen, zu Gnocchi, auf Oktopus-Burgern, Puccia, mexikanischen Taccos, vietnamesischen Chicken Bao, im Panzerotti und sehr vielen anderen Gerichten.
Immerhin 25 Food Trucks offerieren heute eigens für dieses Event kreierte Köstlichkeiten auf dem Gelände des Jules-B-Park (Gleisdreieck Park) – mit Pistazie.
Mit dabei übrigens auch Viani, die italienischen Salumerien, die es in Berlin im Friedrichshain (Schönhauser) und in der Schöneberger Akazienstraße gibt und deutschlandweit mit ihrem Credo „Nur das Beste aus Italien!” eben genau die beste Pasta, die besten Olivenöle, Aceti, Gewürze, Konserven, Weine und feine Wurst- und Käsewaren an den Frischetheken aus Italien anbieten. Beziehungsweise am Mittagstisch. Ehrlich? Ein Besuch lohnt sich hier immer!
Vivani ist übrigens auch in Berlin die Adresse, wo es die sagenhafte Colatura gibt – die Gewürzsauce aus den Scalia Sardellen. Sie werden vor Sizilien gefangen und dann traditionell in Holzfässern auf Salz gebettet, jahrelang, bis sie ihren würzigen Saft als Colatura abgeben. Kein günstiges Produkt Italiens, aber ein sehr besonderes, das vielen italienischen Gerichten die besondere Würze verleiht.
Wir waren am Mittwoch zu Gast bei Fabio und Anna, die uns mit dem grünen Gold von Bronte, der Stadt auf Sizilien, wo die weltweit als besten Pistazien bewerteten Schalenfrüchte herkommen, auf das Event einstimmten.
Für uns gab es sie als Pesto auf Foccacia mit köstlicher Mortadella und als Pasta mit Pistazienpesto, Stracciatella und, wer wollte, ausgelassener Guanciale.
Anna kredenzte uns hierzu einen weißen Lambrusco und einen roten Lambruso von Vitivinicola Fangareggi. Der Weiße lieblich und süffig, der Rote tiefgründiger mit deutlich trockendem Abgang. Den Rosato habe ich mitgenommen, der wird noch probiert! (Die Lambrusci gibt es bei Viani im Angebot, probiert sie aus. Ganz feine Produkte!)
Grandios die Pistazientarte zum Dessert: Knackiger Keksboden mit Mandeln und Butter und dazu ganz viel Pistazie in der Ricottacreme. Göttlich!
Heute um 12:00 Uhr geht es also wieder los im Jules-B-Park – wie üblich mit Musik, Workshops und viel internationalem Flair auf den Tellern und in den Gläsern. Morgen noch einmal – bis ca. 22:00 Uhr. Es wird grün werden!

Alle weiteren Infos und Aussteller auf der Homepage von True Italian!

2025-07-26

Wenn …

… dir auf der Straße zwei Männer mittleren Alters entgegen kommen, hörbar mit Migrationsvordergrund, sich an den Händen haltend und du dir vorstellen kannst, was es für sie bedeuten mag das so tun zu dürfen in der Öffentlichkeit und du lächeln musst und sie dich beide daraufhin glücklich anstrahlen …

… dann ist das mein Berlin. Und dann bin ich ja doch voller Liebe zu dieser dreckigen, lauten, oft hässlich-schönen Stadt.

Und bitte, ihr bayerischen Provinzpolitiker im Berliner Bundestag, die ihr gerade euren persönlichen Kleinkrieg gegen Menschen der LGBTQ-Community fahrt: Go home! Keiner will euch hier haben! Und keiner braucht euch hier.

2025-06-22

Berlins Buchette del vino heißt WINDOWS SIPS POP UP

Berlin hat jetzt auch sein Buchette del vino! Besucher von Rom oder Florenz werden sie kennen: die kleinen Weinlöcher in den Häusern, in denen man in Italien sich einen Aperitivo bestellen kann. Klopfen, Klappe geht auf, Geld hingelegt und Aperitivo serviert. Und dann entspannt mit Freunden den Abend auf der Straße anfangen lassen – das geht nun auch in Berlin auf einer der In-Straßen in Mitte.
Dustin Render und Marius Döring, die Gastronomen, die sich schon lange in der Berliner Barszene einen Namen gemacht haben, öffneten Freitag erstmals ihr Buchette del vino, das Aperitivo Fenster, in der Torstraße 164 im alten königlichen Pfandleihhaus – und nennen den Spaß WINDOWS SIPS POP UP!

Auf der Vorderseite der Pawn Dot Com Bar Zur Straße hin gibt es mit ein paar Stehtischen ab sofort feine Cocktails direkt aus dem – für die italienischen Verhältnisse – deutlich größeren Fenster serviert.
Hierzu hat Bartender Marius Döring
extra kreative Aperitivi mit einem Hauch Italien und sehr viel Berliner Style konzipiert, die wirklich Spaß machen. Da tummeln sich Raritäten wie Ora Rosso, Amari Summer, Via Salina und Tokyo Amalfi auf der kleinen Karte. Jeder Cocktail für 7 Euro.

Auch auf der Spritz-Karte hat sich Marius gut ausgetobt! Wählen können Fans des echte Aperitivos unter Homemade Limoncello, Orangecello, Limoncello oder Grapefruitcello Spritz, als auch die üblichen Verdächtigen mit Aperol, Campari oder einen Deja-Vu Spritz.

Und bitte: Niemals versäumen nach den köstlichen alkoholfreien Varianten zu fragen!

Bisschen Bier, ein guter Vino Frizzante (aus Frankreich)und eine ganz kleine Weinkarte runden das Fenster-Angebot ab. Wir hatten jedenfalls Spaß am Eröffnungsabend mit Musik, kleinen Snacks, netten bekannten Menschen und ordentlich viel Sonnenschein am letzten Frühlingsabend 2025!
Ein Merkmal von inzwischen drei Bars, denen Dustin und Marius vorstehen: Alle Cocktails sind Eigenkreationen und deren Zutaten bestehen aus im hauseigenen Labor angesetzte Liköre und Infusions.Und auch die in den Drinks verwendeten Sirupe werden dort selbst gekocht.

Den Spaß gibt es ab sofort jeden Donnerstag bis Samstag von 17:00 bis 19:00 Uhr – danach locken bekanntermaßen genügend Möglichkeiten zum Abendessen in der Oranienburger Vorstadt oder man feiert weiter direkt auf der Terrasse der Pawn Dot Com Bar im Hinterhof. Oder … in der Sharlie Cheen Bar … oder macht einen kleinen Spaziergang zur The Wash Bar.

Übrigens: Die Buchette del vino sind ein Relikt aus dem 17. Jahrhundert, damals hatte man – aus Angst vor der Ansteckung mit der Pest – diese kleinen bogenförmigen Fenster geschaffen, um aus ihnen heraus den Wein der Produzenten an die Kunden verkaufen zu können – ohne direkten Kontakt zu ihnen haben zu müssen.
Ich habe gestern den Via Salina (rechts) probiert: Bergamotte (selbstgemachter Likör), Schwepes Dry Tonic, Grauburgunder mit den guten fleischigen Olivi grandi, das Ganze an etwas Kohlensäure serviert. Serviert von Dustin
fand ich perfekt für den heißen Sommerabend – weil angenehm herb. Und hey: Oliven!!!!
Dann gönnte ich mir meinen persönlichen Immer-Liebling Campari Spritz. Muss ich zugeben, das war mein bester Campari Spritz ever – weil alle Zutaten sehr ausgewogen dosiert waren. Bin ich Fan! Wer die grandiose Simplizität liebt: Der Sparkling Wein, hier ein Blanc de Blanc aus Frankreich – charmanter, spritziger Sommerwein – kommt gerade zu edel und gekühlt daher.
Den Grapefruitcello Spritz mochten wir alle. Okay, das einzige Getränk, was mir jetzt im Sommer auf dieser Karte noch fehlt, wäre ein italienischer sehr gut gekühlter Spumante (kein Prosecco!) mit frischer Erdbeere im Glas. So als Reminiszenz an Bella Italia und die Buchette!

Und das ist genaus das, was die beiden Gastgeber mit ihrem Aperitivo-Fenster möchten für Berlin, eine kurze Pause im Alltag, ein bisschen italienische Vacanze – Italo Disco Style aus dem Lautspecher und eine Atmosphäre der Gemeinschaft, Leichtigkeit und des Genusses im öffentlichen Raum.

Dazu passen auch die anderen Cocktails perfekt, die uns begegnen mit Holunder und Limoncello, Sake und Kaffirblatt (Tokyo Amalfi), bei Ora Rosso tummeln sich Deja Vu Amaro, Schweppes Pomegrranate, Orange und Grauburgunder im Glas. Und Amari Summer lädt Wassermelone, Deja Vu Amaro, Campari, Schweppes Pomegranate und Grauburgunder zum Eis.

Coole Location und eine grandiose Idee, einige nette Sommergetränke so extrem lässig zu servieren in Berlin. Ich wünsche viel Erfolg!


WINDOWS SIPS POP UP
Torstraße 164, 10115 Berlin
Donnerstag-Samstag 17:00-19:00 Uhr