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2026-02-02

Das Tote Meer – the Dead Sea

Und dann stand ich da – zum ersten Mal in meinem Leben am Toten Meer!
Das erste Mal habe ich vom Toten Meer in der Grundschule im Erdkunde-Unterricht bei Frau Schmidt gehört. Frau Schmidt war eine strenge, aber durchaus herzliche Lehrerin, vor der wir alle großen Respekt hatten. Ich erinnere mich, dass ich bei Frau Schmidt über die Jahre dreimal im Unterricht nach vorne ging, mit der Bitte, auf die Toilette zu dürfen, denn ich habe mir mit einer Vorliebe – die ich heute nicht erklären kann – vor allem in ihrem Unterricht Milchzähne gezogen.

Jedenfalls erzählte uns Frau Schmidt im Rahmen des Lehrplanes irgendwann von diesem Meer, in dem man nicht wirklich untergehen kann – und ich war, wie alle Mitschüler*innen sehr davon fasziniert und konnte es kaum glauben. Nur: Frau Schmidt mit ihrer großen Hornbrille stand nie im Verdacht, uns Kokolores zu erzählen. Später begegnete mir das Tote Meer nochmals im Biologieunterricht, Thema Salz und Dichte. Nun, die Logik verdichtete sich – aber die Faszination blieb.


Ein Meer ist ein See ist ein Salzsee

Dann liegt es vor dir: Yam Hamelah! Tatsächlich sind wir im Bus schon eine Weile entlang des Toten Meeres gefahren, das unter einem falschen Label da so liegt – am tiefsten Punkt der Erdoberfläche. Es ist lediglich ein großer See, ein ziemlich toter See dazu, mit einem hohen Salzgehalt von bis zu 30 Prozent, normale Meere bieten da lediglich drei Prozent.
Das Salz des Toten Meeres besteht zum geringsten Teil, nämlich nur zu acht Prozent, aus dem (wenn man es so nennen darf) gesünderen Natriumchlorid. Magnesiumchlorid (53 %) und Kaliumchlorid (37 %) regeln hier vorrangig den Salzgehalt und diese Salze sind durchaus nicht ungefährlich für den menschlichen Organismus. Mit einer Gesamtfläche von 900 Quadratkilometern, mit einer Länge von 90 Kilometern und 17 Kilometern Breite ist er ein beeindruckend großer See. Er teilt sich in ein nördliches und ein südliches Becken. Die Rohstoffgewinnung aus dem See geschieht vorrangig im südlichen Bereich des Sees.
Und ja, Salzgehalt und Wasserstand variieren je nach Seebereich und Klimasituation. Dieser See trägt das Schicksal, das heutzutage die meisten Seen unseres Planeten leider erleiden müssen: Sie werden immer weniger.

Wenigstens muss man keine Sorge haben, hier von einem Fisch angeknabbert zu werden oder dem israelischen Ungeheuer von Loch Ness zu begegnen. Der See ist – von einigen hartgesottenen Mikroorganismen und Sooren abgesehen – so tot wie Ur-Ur-Urgroßomi.


Der Weg zum Toten Meer – ein visueller SPA-Aufenthalt

Wir hatten unser Tagesprogramm straff durchgezogen an diesem Tag, denn wir wollten nicht noch einmal erleben, wie am Tag zuvor: die Bootsfahrt auf dem See Genezareth in tiefer Dunkelheit, weil es halt auch in Israel im Dezember deutlich früher dunkel wird. Die Bootsfahrt war natürlich dennoch charmant, aber gesehen haben wir, außer dunkler, feuchter Materie und ein paar Lichtern am Ufer, nicht viel vom See. Bedauerlicherweise.
Alleine die Fahrt zum Toten Meer entlang der jordanischen Seite ist faszinierend, begleitet von vorbei huschenden Datteln, die sich mit der Wüstenlandschaft abwechseln. Dattelpalmen sind übrigens die einzigen Bäume, die mit dem Salzgehalt im Boden gut klarkommen.
Das Tote Meer war früher viel größer und natürlich sind die Böden hier immer noch sehr salzhaltig, was einfach nicht viel Flora natürlich gedeihen lässt. Die Wüstenlandschaft wird immer wieder von hohen Tafelbergen durchbrochen, die … bedenkt man, dass man sich mehrere hundert Meter unter dem Meeresspiegel befindet, dann so hoch gar nicht sind. Diese Landschaft ist einfach herrlich traumhaft schön!
Je nach Sonnenstand schimmert das Tote Meer grünlich bis dumpf-türkis oder in einem zarten Rosé.


Im Toten Meer baden – wie ein Ausflug in den Physik-Unterricht!

Während wir an der Industriezone (Gewinnung von Salzen, Phosphat, Brom und Pottasche) und am –für uns zu diesem Zeitpunkt noch unbekannten – Massada vorbeifahren und in die belebteren Zonen auf der israelischen Seite dank der üblichen Hotelbauten kommen, erklärt uns Reiseleiter Karl eindringlich die Do’s und Dont’s im Toten Meer. Unter dem Strich ist der Aufenthalt im Meer tatsächlich nicht so ungefährlich und, wie ich im späteren Verlauf für mich feststellen durfte, dadurch irgendwie auch etwas langweilig.

Denn: Schwimmen ist im Toten Meer eigentlich nicht. Tauchen auch nicht wirklich. Auch wenn es vielleicht physikalisch durchaus möglich ist – natürlich gegen mehr Widerstände, dann nur mit wirklich gut sitzender Tauchmaske. Man will (und sollte) das Salz einfach nicht in die Augen bekommen und es bitte schön auch nicht versehentlich trinken. Nicht einmal probeweise. Der hohe Salzgehalt wirkt ätzend und tut auch den Filterorganen im eigenen Organismus kein bisschen gut.
Die maximale Aufenthaltsdauer im Toten Meer sollte nicht viel länger als 20 Minuten betragen. Der hohe Salzgehalt dehydriert bei längeren Aufenthalten den Körper, das kann zu Kreislaufproblemen führen, schlimmstenfalls bis zum Herzstillstand. Der auch Grund ist für die meisten Todesfälle durch Ertrinken in diesem See. Also 20 Minuten, dann am Strand das Salz auf der Haut etwas einwirken lassen für wenige Minuten für die dermatologische Wirkung, dann aber unbedingt mit Süßwasser sorgsam abspülen. Und Wasser trinken. Wer gefärbte Haare hat, sollte diese besser unter einer Badekappe verstecken, das Salz – laut Karl – macht interessante Dinge mit künstlichen Haarfarben.

Dass man nicht länger im Meer bleibt, dafür sorgt übrigens auch die Strandwacht sehr deutlich und regelmäßig mit Ansagen. Und tatsächlich lässt sich sagen: Alle, die hier professionell mit dem Meer arbeiten, zeigen einen wissenden Gehorsam vor diesem besonderen Medium.
Wir waren dieses Mal rechtzeitig im Hotel in Ein Bokek und durften sehr schnell einchecken im (beeindruckenden) Prima Oasis SPA Hotel, um schnell noch bei Tageslicht ins Meer hüpfen zu dürfen. Das war perfekt, die meisten Hotelgäste hatten ihren Strandtag hinter sich gebracht – wir hatten das Meer, das auch im Dezember nicht wirklich kalt ist (und im Sommer bis zu 40 Grad haben kann), im Prinzip für uns alleine. Und das war jetzt im Dezember noch angenehm warm, leicht erfrischend.
Tatsächlich treibt man wirklich problemlos auf dem Meer, muss sich aber auf den Drehpunkt konzentrieren, damit man eben nicht versehentlich mit den Augen und dem Mund in Kontakt mit dem Wasser gerät. Das Wasser umschmeichelt den Körper mit einer leicht öligen Schicht und das Bad wird obendrauf von einem leichten Schwefelgeruch begleitet. Das ist alles charmant und sehr gut auszuhalten, aber ich persönlich bin dann doch eher Fan von Schwimmen dürfen, Strecke machen, abtauchen.

Ich glaube aber sofort, dass es Patienten mit Hautkrankheiten oder auch Atemproblemen hier sehr gut gehen wird – und wie gut, dass Krankenkassen im Fall hier die Kosten von Kuraufenthalten übernehmen. Einige Hotels haben auch barrierefreie Zugänge mit Rollstuhlrampen, die in den See führen.



Das Prima Oasis SPA Club Hotel

Wie gesagt, unser Check-in war im Prima Oasis SPA Club Hotel perfekt vorbereitet, damit wir noch im Tageslicht das Meer genießen konnten. Roomcard und den Zeitplan, wann ein jeder von uns im SPA gebucht war, und wir durften in der obersten Ebene einen traumhaften Blick auf den See genießen

Das Hotel liegt direkt an der Straße, die es nur vom Strand und Toten Meer trennt, direkt an der Bushaltestelle. Es verfügt über ein Buffet-Restaurant als auch Fine Dining Restaurant, Bar, einem SPA-Bereich und einem Outdorpool.
Der hauseigene SPA-Bereich offeriert ein umfangreiches Wellnessangebot. Wir durften eine kuschlig-dreckige Thalassobehandlung genießen, der ich dann noch einige Sauna- bzw. Haman-Aufenthalte folgen ließ. Denen mein erstes Schabbat-Buffet folgte, denn inzwischen war Freitag und Karl hatte (die sehr wenigen von uns, die zuvor nie in Israel gewesen waren) in die Rituale des Schabbats eingewiesen. Das Prima Oasis SPA Club Hotel hatte beim Abendessen die koscheren, üblichen Schabbat-Gerichte separat von anderen Speisen angerichtet – und es gab auch einen Sitzbereich im Restaurant, der augenscheinlich vorrangig von Juden in Anspruch genommen werden durfte.

Im Hotel stand ich vor meinem ersten Shabbat Elevator (Schabbat-Lift), den uns Nicole Dreyfus freundlich erklärte. Tatsächlich ist es in Israel in Gebäuden Pflicht, dass es Fahrstühle dieser Art gibt. Erst 2001 hatte die Knesset (Einkammerparlament des Staates Israel) festgelegt, dass es in Neubauten mehr als nur einen solchen Fahrstuhl geben muss.
Juden ist es verboten, am Schabbat, dem jüdischen Ruhetag, Feuer anzuzünden. Übertragen in die heutige Zeit, dürfen sie in der Zeit ab Freitag nach Sonnenuntergang bis zum Samstagabend und dem Erscheinen der ersten drei Sterne am Himmelszelt, weder einkaufen noch arbeiten noch elektrische Geräte bedienen. Da ein Fahrstuhl üblicherweise auf Knopfdruck nur reagiert, ist ein Shabbat Elevator im Prinzip ein moderner Paternoster mit Türen. Er fährt automatisch hoch und runter, stoppt automatisch auf jeder Etage und öffnet seine Türen, um Fahrgäste aufzunehmen bzw. auf der Wunschetage zu entlassen.

Nun, je nach Höhe eines (Hoch-)Hauses kann das eine Weile dauern. Ich habe leider den Fahrstuhl im Prima Oasis SPA Club Hotel nicht einmal die Türe öffnen sehen, während ich auf einen der anderen Fahrstühle wartete. Habe aber auch keine Menschen auf diesen Fahrstuhl in dieser Zeit explizit warten sehen. Jedenfalls bin ich von seinem rituellen Hintergrund durchaus angetan.
Den Tag ließen wir draußen im Hofgarten gemütlich mit spielender Katzenfamilie ausschleichen, während die hochtalentierte Sängerin in der Bar die Party steigen ließ.
Tatsächlich werde ich das Prima Oasis SPA Hotel als das Hotel mit den großzügigsten Loungebereichen in Erinnerung behalten. Überall, ob drinnen oder draußen, gab es gemütliche Sitzmöglichkeiten ohne Ende – nie gleich konzipiert!
Ob modern gestaltet, cosy oder luftig kolonnial – so konnte jeder nach Gusto seine persönliche Lieblingsecke entdecken. Mich hat’s begeistert.



Der Sonnenaufgang am Toten Meer – magisch!

Am nächsten Morgen stellte ich mir den Wecker angemessen früh, um den Sonnenaufgang auf dem Meer zu erleben. Das Wetter spielte klassisch nicht mit. Dennoch hatte ich eine wundervolle Zeit während meines Strandspazierganges, durfte mich der Fotografie hingeben und bekam Aufnahmen, die man bei klarer Sicht eben auch nie bekommen hätte.
Und vor allem durfte ich die einzigartige Schönheit der (harten) Salzblumen in stiller Ruhe betrachten.
Und das große Faszinosum der Gezeiten erleben. Während vor dem Sonnenaufgang das Wasser eine spiegelglatte, unfassbar kaum bewegte Oberfläche zeigte, ist, sobald die Sonne aufgegangen war, auch das Tote Meer zum Leben erwacht und zeigte von einer Sekunde auf die andere leichten Wellengang.

Ich durfte mir angucken, wie langsam das Strandleben erwachte. So früh noch einmal vor der Abreise ins Meer zu gehen, war gar nicht möglich. Die Strandaufsicht war da streng mit uns. Zurück ins Hotel zum Kaffee und zur Dusche, Frühstück und Abfahrt nach Masada.
Ich war am und im Toten Meer, erlebte meinen ersten Schabbat in Israel, habe einen Schabbat-Lift getroffen und niemand kann mir diese Erlebnisse mehr nehmen. Mit sehr viel Dankbarkeit getippt. Wenn das, die wundervolle Frau Schmidt wüsste.



Prima Oasis SPA Club Hotel
Anschrift: Ein Bokek, Dead Sea 8693000
Homepage: https://www.prima-hotels-israel.com/oasis-spa-club-hotel-dead-sea
Mail: oasisds@prima.co.il
Phone: +972-3-5522220

2026-01-28

Prosciutto San Daniele DOP aus dem Friaul – oder wie man Schinken verkostet wie ein Profi!

Wie kostet man eigentlich Schinken? Mittlerweile haben wir fast alle gelernt, dass man Wein bei seiner Verkostung durchaus kauen darf. Für die differenzierte Aromatik von handwarmem (!) Olivenöl wird unbedingt Luft eingesaugt nach dessen Aufnahme im Mund. Und Kaffee bei der perfekten Temperatur, bestenfalls über einen Löffel geschlürft. Die Verkostung von Lebensmitteln ist natürlich für den normalen Konsumenten nicht zwingend ein Must-do. Aber wer sich etwas intensiver mit dem Geschmack der Produkte besonderer Geschmacksqualität auseinandersetzen möchte, der ist gut beraten, sich bei den Experten etwas abzugucken.
Genau das habe ich neulich bei einem Event im schönen Studio 14 am einzig wahren Funkturm (von Berlin) zum Thema Nachhaltigkeit des San Daniele DOP Schinken aus dem Friaul getan. Wir zelebrierten 100 Jahre Grüne Woche in der Stadt – und wer die besucht, geht hinterher immer ein Stück klüger nach Hause!
Ich habe mir also dieses Jahr zeigen lassen, wie ich in Zukunft köstlichen Schinken sachgemäß beurteile und verkoste.

Da hält es der San Daniele del Friuli DOP, wie viele andere Schinken- oder Wurstsorten auch mit einer ausgewogenen Temperatur: Er möchte nicht direkt aus der Kühlung verkostet werden, sondern mindestens 20 Minuten vor dem Genuss bei Zimmertemperatur seine Aromen entwickeln dürfen. Hauchzart aufgeschnitten möchte er auch sein! Da haben wir in Deutschland leider immer ein Problem, denn Schinken – auch Prosciutto crudo – wird hierzulande leider viel zu dick geschnitten. Wenn doch dünn, dann nicht ordentlich sortiert mit Trennfolie auf das Papier gelegt. (Ja, ich habe nicht immer Freude an der Wursttheke.)
Es folgt eine visuelle Analyse, denn mit etwas Übung kann hier auch der Laie für sich interessante Merkmale entdecken. Schon die Farbe erzählt viel über die Produktionsmethodik eines Schinkens – noch bevor man dessen Namen oder Herkunft verraten bekommt. Gekochter Schinken ist meist von blassem Rosa. Geräucherter Schinken hingegen leuchtet in einem tiefen Rosé bis hin zu rötlichem Braun. Und ein Schinken, der in der Trocknung reift, der legt sich in einem zarten Rosé auf den Teller bis hin zum edlen Ton von hellem Mahagoniholz. Das verwendete Salz im ersten Pökelverfahren kann hierbei übrigens Einfluss genommen haben.

Übrigens: Wenn ein Schinken grünliche Reflexe aufzeigt, ist das mitnichten ein Zeichen seiner fortgeschrittenen Vergänglichkeit. Das Phänomen nennt sich Irrisierung und kann alleine durch die Schnittmethodik und die Lichtreflexe des Umgebungslichtes verursacht werden. Oder auch lediglich vom Blickwinkel des Betrachters. Von diesem Phänomen auf die Qualität des Produktes zu schließen? Lasst es lieber!
Bei professionellen Schinkenverkostungen wird natürlich der Schinken im Ganzen beäugt und nach bestehenden Normen beurteilt. Soweit wollen wir hier nicht gehen inhaltlich. Doch eines: Wer schon einmal beobachtet hat, wie ein Schinken mit einem dünnen, kegelförmigen, weißen Werkzeug angestochen wird … das ist die Pferdeknochennadel, die Osso vago di cavallo. Der Knochen ist porös und vermittelt dem Maestro di Prosciutto einen Eindruck der Reife des Schinkens aufgrund seiner Duftintensität und ‑qualität. Auch die gefühlte Feuchtigkeit am Knochen vermittelt den Reifegrad der Ware.

Wir gucken uns indes den hauchdünn aufgeschnittenen Schinken auf dem Teller an. Ein San Daniele möchte bitte niemals seiner Fettschicht beraubt werden! Das wäre Frevel. Sie gehört zum Schinken, wie gutes Meersalz zum Pökeln. Nehmen wir eine Scheibe von ihm in die Hand, auseinandergelegt, entdecken wir zarte weiße Maserungen in seinem Fleisch, der Einschluss von Fett ist sein bester Begleiter im Geschmack. Das ist das perfekte sichtbare Qualitätsmerkmal!
Der Schinken schimmert nicht, er zeigt seine satte Farbe. Dabei darf der Fettrand durchaus leicht glänzen, abhängig von der Temperatur des Schinkens. Flecken im Fleisch, unschöne Ränder sollten wir indes nicht finden. Kristalle sind völlig okay am Schinken – sie sind ein Merkmal für seine lange Reifung.

Das Glück geht über die Nase – wie beim Wein, so auch beim San Daniele! Schnuppert von seiner Außenfläche zur Innenseite des Fleisches – die Außenfläche duftet unter Umständen aufgrund der Trocknung anders als sein Innenbereich, der näher am Knochen reifte. Die Fettschicht kann milchig duften, vielleicht kommt sogar etwas Kellergeruch durch. Das Fleisch hat einen würzigen Duft nach Brotkruste und Trockenfrüchten mit kräftiger Aromatik. Tatsächlich: Der Schinken riecht nicht einfach nur nach Schinken – er weckte bei uns ganz viele Assoziationen. Eine Schinkenverkostung macht wirklich Spaß.

Nur wenn der Schinken zu ranzig oder schimmelig duften sollte: Finger weg. Auch geweckte Assoziationen nach Feuchte, Blut oder omnipräsentem Fett – das sollte kein Schinken tun. Ein San Daniele DOP macht das einfach nicht! Sein Fett darf z. B. nach Nuss duften. Echte Kenner lassen einen kleinen Hauch von ranzigem Fett im Duft durchaus gewähren, sie erkennen auch, ob dieser Flavor ursprünglich vom Pökelmoment (Salz) oder dem Futter der Schweine stammt. Oder auf mangelhafte Qualität deutet.
Nun steckt man den Schinken (mit Fettrand!) in den Mund und kaut ihn ein wenig, öffnet den Mund und atmet dabei ein. So bilden sich die Aromen und berichten auch über die Nase dem Hirn vom deliziösen Schinkengeschmack. Die Qualität des Schinkens wird dabei nach der Dauer des empfundenen Geschmacks bewertet. Ein gut gereifter Schinken maximaler Qualität hält seinen Flavor bis zu 30 Sekunden, bis er sich zurückzieht. Ab dann wird festgehalten, wie lange sich dieser Geschmack auch noch hält, wenn der Schinken längst die Speiseröhre passiert hat.

Schinkenverkostung – ist ein unerwartet komplexer Vorgang, oder? Und … wir kommen jetzt erst zur Textur! Professionelle Schinken-Verkoster unterscheiden den Feuchtigkeitsgehalt. Diesen machen sie von der Reife und dem Gewicht des Schinkens abhängig. Seine Faserigkeit, Saftigkeit und Zähigkeit werden im Mund analysiert. Der Schinken sollte nicht sofort zerfallen, aber zu viel Faserigkeit ist ein Signal für zu wenig Fett im Fleisch. Und ein ausgewogener Fettanteil ist das A und O beim San Daniele DOP aus dem Friaul.
Geschmacklich wird der San Daniele dann differenziert nach seinem Salzanteil. Dieser darf natürlich nicht zu hoch sein – zu gering auch nicht. Sein ausgewogener Salzanteil schützt den Schinken schließlich vor dem schnellen Verderben. Er darf durchaus süße Assoziationen hervorrufen, aber auch bittere Noten im Geschmack präsentieren. Säure ist ein No-Go, aber so ein San Daniele hat viel Umami und das ist natürlich auch der Begegnung mit gutem Sale di mare geschuldet!

So, da ihr ab sofort nie wieder nur eine Scheibe Schinken unbekümmert genießen könnt … Quatsch! Natürlich könnt ihr das, aber … macht euch doch mal den Spaß und kauft euch ein paar Scheiben guten San Daniele. Abgepackt mit dem EU-Siegel für die geschützte Ursprungsbezeichnung übrigens immer mit QR-Code, der alle Informationen über seine Herkunft liefert.
Lasst ihn bei Zimmertemperatur einen Moment stehen und genießt den Schinken in Stille mit absoluter Aufmerksamkeit. Er hat viel zu erzählen! Und Spaß macht das auch.

Mehr Informationen in deutscher Sprache zur Nachaltigkeit und Herkunft des San Daniele DOP aus dem Friaul findet Ihr auf der Homepage im Rahmen des EU-Projektes „Enjoy it's from Europe”

#SanDanieleSchinken #EnjoyItsFromEurope #EUAgriPromo

2026-01-26

Scharfe Hauptstadt

Diesen Mittwoch, den 28. Januar 2026, startet in Berlin die erste True Italian Spicy Week mit dem Fokus auf das wunderschöne Kalabrien! Es wird jetzt wirklich heiß in der Stadt, egal wie kalt es draußen ist. Und auch lange heiß, denn diese Spicy-Woche dauert ganze zehn Tage!

In 31 der besten italienischen Restaurants in der Stadt könnt ihr für nur 18 Euro ein besonderes italienisches Gericht mit deutlicher Schärfe auf dem Teller und dazu einen scharfen Amaro Spritz genießen – der richtig Spaß macht.

Auch die Begleiter im Glas zum Event sind scharfe Dinger! Der kalabrische Spirituosenproduzent Caffo präsentiert die neue Red Hot Edition seines legendären Vecchio Amaro del Capo. Das ist die pure Essenz Kalabriens: der ehrwürdige Amaro, der bittere Kräuterlikör aus dem Land der scharfen Schoten, deutlich aufgepeppt mit Auszügen der Chili. Da wird einem gleich zweimal warm in diesem Winter.
Das kulinarische Jahr in Berlin startet also mal richtig spicy!

Keine Region Italiens ist so bekannt für ihre hervorragend würzige bis richtig scharfe Küche, wie die Kalabriens. Von hier aus hat die rote Peperoncini ihren Siegeszug auf den Tellern hinaus in die Welt gemacht. Nicht umsonst gilt die kalabrische rote Peperoncino als das Symbol für Glück und Gesundheit. Jede*r hat in Kalabrien, ganz Italien, mindestens eine rote Schote als Dekoelement, trägt sie als Kette oder Schlüsselanhänger. Klar, auch meine Küche ist mittlerweile der Ort von Glück und scharfer Lebensfreude!
Und wer könnte dem scharfen Aroma einer Nduja di Spilinga entsagen? Die zarte rote Streichwurst, unserer Teewurst ähnlich, die in dem heißen Stövchen warm serviert zu geröstetem Brot als Antipasto serviert wird. Sehr charmantes (nicht nur) Winterfood!
Oder auch als Sugo, als Sauce, mit etwas Tomate, dann am besten noch mit den Chips der getrockneten frittierten Cruschi (die haben zwar von der Basilikata nach Kalabrien rübergemacht – aber die Grenzen nehmen die benachbarten Regionen da nicht so eng) für den Crunch serviert. Trippa a calabrese, scharf dank der Peperoncini? Königsklasse.
Die Soppressata di Calabria DOP, die scharfe Salami aus Kalabrien, die aus magerem Schweinefleisch und gutem Lardo allermeist in Handarbeit produziert wird. Sie muss mit einer guten Portion Chili mindestens 45 Tage im Naturdarm reifen, bevor sie die Antipasti bereichert oder eine knusprige Pizza schmückt. Oder – meist dünner geformt – die Salsiccia di Calabria, die gerne zusätzlich zum Fenchel und Knoblauch mit Chili verfeinert wird, als Bratwurst serviert. Oder ihr Fleisch zu Kugeln geformt als Polpette, die jeder schnellen Pasta sehr gut zu Gesicht stehen. Kommt, Ihr kennt und liebt sie doch alle!
Mein Favorit ist eine Pasta mit einem aromatischen, festen Pilz, am liebsten natürlich einem Steinpilz, und dazu das aromatische, Schärfe spendende Chiliöl – natürlich mit einem kalt gepressten Olivenöl selber hergestellt. Das ist das Beste und es gibt gerade erdigen Pilzen ein so wundervolles Aroma von Frische.

Falls ich euch jetzt Appetit gemacht habe und wer in Berlin gerne die scharfen Pasten Kalabriens oder Nduja oder Salsiccia Kalabriens kaufen möchte – in einer der drei Fillialen von Centro Italia werdet ihr mehr als fündig. Und: Keine Angst, sie tun gar nicht weh!
Die teilnehmenden Restaurants der True Italian Spicy Week findet ihr, wie immer, in der Map auf deren Homepage. In Mitte, Wedding, Tiergarten, Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Friedrichshain, Treptow, Neukölln, Schöneberg, Charlottenburg und Halensee – überall in diesen Berliner Bezirken wird es am Mittwoch scharf.

Und das liest sich auszugsweise so: Gefüllte Ravioli mit Nduja, Ricotta, Tomaten und Kapernpesto. Oder als Pizza Sapori di Kalabria (auch mit Nduja), Fiamme Ioniche. Platte mit kalabrischen kalten Vorspeisen, Salami, Prosciutto und Käse oder Salat mit Fenchel, Orangen, grünen Oliven und Tropea-Zwiebeln.
Fischfan? Dann sind es die Tagliolini Nudeln mit scharfen Sardellen aus Calabrien, Stracciatella und Bergamottenzeste und mit scharfem Brotcrumble, die durfte ich gestern bei Modi – Salumeria & Bistro (Ringbahnstraße 4, drei Fußminuten vom S-Bahnhof Halensee) für euch vorschmecken. Übrigens ein sehr charmantes Bistro, wo ich gestern bestimmt nicht zum letzten Mal war. (Liebe Grüße!) Wie immer bei den True Italian Events, bieten die teilnehmenden Restaurants mindestens eine vegane Variante an.
Bei Modi ist das die Casarecce Pasta mit einem Ragout von karamellisierten Cipolle di Tropea (so köstlich!), Tomate, Chili, gerösteten Brotkrumen. Und mit einem Hauch Lakritz – auch so ein Geschenk Kalabriens: Aber meine Blogleser*innen wissen das ja längst. Die Pastagerichte bei Modi waren gestern beide richtig gut, ich mochte die Schärfe der veganen Casarecce sehr!

Wir hatten dabei auch viel Spaß mit der Verkostung der scharfen Pasten von z. B. Delizie di Calabria oder La Bumba. Die Schärfe Kalabriens ist eine vornehme Schärfe. Manchmal kommt sie gleich vorne an und macht wach, verschindet aber wieder schnell. Manchmal lässt sie den Gaumen etwas auf sich warten, bleibt dafür länger. Aber sie tut nie weh, ganz im Gegenteil. Sie macht Spaß, weckt den Organismus und das Capsaicin der Chilischoten reget unseren Stoffwechsel an und fördert damit die Durchblutung – was wiederum die Infektionsbereitschaft des Körpers senkt. Die True Italian Spicy Week Fokus Kalabrien ist Medizin!

Also: Ab Mittwoch, 28.01. bis einschließlich 8.02.2026 – ein scharfes Pastagericht oder Pizza – dazu ein Capo Arrabbiato Spritz und einen Amaro del Capo Red Hot Edition als Digestif für 18 Euro. Das Jahr startet scharf. Alle teilnehmenden Restaurants findet ihr hier.
Und wenn die True Italian Spicy Week euer Interesse an Kalabrien geweckt hat – es ist eine traumhaftschöne Reiseregion Italiens mit einer wundervoll abwechslungsreichen Landschaft, tollen Küsten und viel Geschichte. Vielleicht überzeugen euch meine Blogposts zu dieser wunderschönen Region Italiens) Lest selbst!

2026-01-12

Arancina Vaniglia – die Vanille Orange

Kennt ihr Vanille Orangen?
Meine allererste Vanille Orange – Citrus sinensis arancina dolce (oder dolce moscato als Blutorange) – hatte ich im November 2025 in der Basilikata genießen dürfen! Eigentlich … waren wir Oliven ernten. Es war ein Traum, reife Oliven an den Bäumen und die ersten reifen Orangen an den Bäumen!
Pino hielt mir sie zuerst kommentarlos hin, als wir auf dem Gelände von einem Freund von ihm waren, …
… der unterschiedliche Arten von Zitrusfrüchten anbaut – und Oliven.
Was war das für ein besonderer Genuss! Dann erzählte er mir, was wir da gerade aßen: eine Arancina Vaniglia.

Pino erklärte, als man in Kalabrien die Menschen aus den schwer zugänglichen Bergregionen in der Nähe der Küste, zum Beispiel in Montalbano Jonico, ansiedelte und ihnen die Behörden einfache Häuser mit Selbstversorgergärten zur Verfügung stellten, wurde in jedem dieser Gärten mindestens ein Baum dieser Sorte gepflanzt. In Süditalien kennen sie also viele Menschen – die Kinder wachsen mit ihr auf. So ist diese Orange der Geschmack seiner Kindheit. Für mich ist sie nun der Geschmack einer wundervollen Basilikata-Reise.
Aus welchen Gründen auch immer – aus der Basilikata wird man diese Frucht selten im Handel finden, noch weniger als Exportware. Womöglich, weil ihr die groß gezüchteten (nicht immer geschmackvollen) Orangen im Anbau und Preisspanne den Rang abgelaufen haben? Hierzulande wird man sie am ehesten als Ware aus Sizilien bestellen können. Meiner Erfahrung nach, solltet ihr das unbedingt einmal tun. Sie ist eine wundervolle Erfahrung, gefühlt für mich ein bisschen wie die Ur-Orange!

Ihren Weg hat sie um 1400 n. Chr. auf die Insel gefunden, ob aus China oder Indien importiert – man weiß es heute nicht mehr so genau. Im Vergleich zu anderen Züchtungen tragen die Bäume kleine bis höchstens mittelgroße Früchte, die komplett kernlos sind. Frisch vom Baum genommen, ist sie sehr leicht mit den Fingern zu schälen. Auch ihr Mesokarp, also die innere weiße Haut, ist essbar und schmeckt süß. (Wir erinnern uns: Im Mesokarp stecken eigentlich nur die relevanten Vitamine der Zitrusfrüchte.) Das Perikarp, also die Haut der Fruchtwände, ist sehr zart. Die typische Bitterkeit muss man suchen. Tatsächlich kann man diese Orange komplett mit Schale essen. Komplett in der Hand und ungeschält, ist sie schon ein aromatisches, duftendes, rundes Stück Glück. Ihr Fruchtfleisch ist relativ hell, besonders saftig und sehr süß. Also, wer auch nur ihr Fruchtfleisch genießt: Es ist deliziös!
Es macht die Arancina Vaniglia so besonders im Genuss, für mich schmeckt sie wie keine andere Orangensorte. Dieses Fruchtfleisch überrascht mit einem duftenden Vanillegeruch und Geschmack, der zart herb-würzig wie ihre Namensgeberin schmeckt und auch ein wenig nach süßem Balsamico erinnert. Sie besitzt im Vergleich zu anderen Sorten keine Säure – ihre Süße ist überraschend und unvergleichlich. Die Vanille-Orange ist also die perfekte Zitrusfrucht für Menschen, die Zitrussäure nicht sehr gut vertragen. Somit ist sie auch für Kinder der perfekte fruchtige Einstieg in die wunderbare Welt der Zitrusfrüchte und liefert ihnen neben Vitamin C auch A, B1 sowie B2 dem Organismus.

Tipp: Stellt sie vor dem Essen jetzt im Winter kurz auf die Heizung. Die Wärme lässt ihre spezielle Aromatik besonders zur Geltung kommen. Und wenn ihr sie dünn aufschneidet mit Schale (wie man es mit der Cedre macht), dann ist sie eine Geschmacksexplosion.
Wie kommt man nun an diese besondere Frucht?
Natürlich im Internet – zur Not. Aber wir in Berlin haben Glück. Die kleine Salumeria Terre Sicily in der Rheinstraße 18 ist die richtige Anlaufstelle für euch!
Peppe und seine Frau Ginevra bieten alles, was das Herz des Italienliebhabers begehrt: Perfekten italienischen Kaffee mit Torta an der kleinen Fenstertheke im Haus zu genießen oder eine Antipastiplatte to go?! Und Produkte aus – vor allem Sizilien –, aber auch frische Köstlichkeiten aus Apulien wie Cime di Rape und Puntanelle sind frisch vorhanden.
Perfekte Auberginen, frische Artischocken (es gibt sie jetzt, die jungen ersten Köpfe von der Insel und auch aus Apulien). Und: Cipolla di Tropea in selten gesehener perfekter Qualität!

Und dann wartet ein für den kleinen Laden riesiges Zitrusangebot auf uns. Duftende Bergamotte, die geschmacksintensive Cedro, …
… Grapefruits, Mandarinen (klein, süß und perfekt), Clementinen und Orangen: Bitterorangen, Blutorangen, alleine fünf Sorten Orangen habe ich gezählt – und mittendrin die wundervolle Arancina Vaniglia!
Alle Früchte in Bioqualität mit Blatt und an diesem erkennbar in sehr frischer Qualität! Kilopreis 6 Euro für perfekte, nicht gespritzte Früchte – und es gibt Rabatte bei Mehrabnahme.

Fast alle der hier angebotenen Zitrusfrüchte stammen von Sizilien. Auf der Insel werden auf über 85 000 Hektar mehr als 16 Millionen Zentner Zitrusfrüchte unterschiedlichster Sorten angebaut. Früher wurden die Früchte für den Eigenbedarf im Garten angebaut. In die großflächige Produktion, auch für den Export, stieg man nach der Besetzung durch die Briten im frühen 19. Jahrhundert ein, der steigenden Nachfrage durch die Besetzer geschuldet. Viele der Zitrusfrüchte, die heute auf Sizilien geerntet werden, tragen das DOP-Siegel. Jetzt – in der italienischen fünften Jahreszeit – ab Januar bis April sind die geschmackvollsten Züchtungen reif und bei Terra Verde Sicilia zu erhalten: Blutorangen, Orangen, Mandarinen und Clementinen. Als auch Zitronen (Femminiello), die Cedre und Bergamotte.
Und … aufgrund der Bio-Qualität kann man die gesamte Frucht verwenden: natürlich für Marmelade, als Würze z. B. für Pasta, Risotto und Fleischgerichte. Oder kandiert als gesunde Süßigkeit und gedörrt als Aromazusatz für Salz, Zucker oder Teemischungen. (Ich vakuumiere und friere frische Schalen auch ein, damit ich im Sommer aus ihnen aromatisches Orangen- oder Limoneneis machen kann.)
Ganz nebenbei möchte ich die Frischetheke bei Terra Verde Sicily mit italienischem Käse und Wurstwaren, Oliven und Antipasti natürlich nicht unterschlagen. Frisches, köstliches Olivenöl der Familie lässt man sich abfüllen. Samstags bekommt ihr hier frische und hausgemachte Arrancini! Lange Rede: Terra Verda Sicily – für Menschen wie mich ein kleines Paradies.
Peppes Frau hat mir auch gleich die Idee mit auf den Weg geben, was man mit der geschmacksintensiven Schale der Vanille Orange macht, denn sie ist definitiv zu schade für den Kompost: Kandieren natürlich. Für einen leckeren, zitronigen Kick auf Torten, im Joghurt oder Müsli oder auf dem Salat. Für eine spätere Verwendung lassen sich die köstlichen Schalen eingefroren aufheben. Und Peppe hat mir noch ein weiteres leckeres sizilianisches Rezept in die Ohren geflüstert. Die Rezepte kommen die Tage!


Terra Verde Sicily

Rheinstraße 18, 12159 Berlin
phone: +49 176 3554 9700
Öffnungszeiten: Mo-Mi 10:00-18:00 Uhr, Do-Sa 10-22 Uhr (Küche ab 12-21 Uhr)