2017-03-20

Warum ich nicht zur Beauty-Bloggerin tauge?

Weil ich zwar prima erklären kann, wie ein Vergaser funktioniert aber sehr sicher zu blöd bin, um zu erkennen, dass zwei völlig identisch aussehende Shampoo- und Pflegespülungs-Flaschen aus einer Serie doch nicht so identisch aussehen, weil die Pflegespülungsflasche einen roten Deckel hat. Ein kurzes, nur wenige Wochen andauerndes klitzekleines Ärgerniswundern darüber, warum mir Verpackungsdesigner das Leben so schwer machen müssen. In meinem Leben. Gänzlich unnötig aber durchaus vorhanden.

Ach ja – und gestern ist mir das Wort „Augenbrauenzupfboutique” begegnet. Einmal Augenbrauenzupfen (in München) 200,— Euro). Komme ich nicht darüber hinweg.

Dieser Montag …

… fängt gerade SO(!) an und das macht mich ganz ehrlich gerade glücklich und ich fühle mich … so belohnt!

Dankeschön, Kiki!

2017-03-17

Baby unterwegs? Noch keine Idee für einen Namen?

Dann hätte ich ein paar prima Vorschläge …



2017-03-12

Neues von der Ente

Freitag gleich wieder schwimmen gewesen. Meine Existenz als bleierne Ente ist mir bewusst … im Schulsport hatte ich es damals zum Frei-/Fahrtenschwimmer (westdeutsche Zeitmessung) gebracht. Aber ich erinnere mich nur an eine sehr unschöne Schwimmhalle (das Poststadion in Moabit) und eine fürchterlich unmotivierte Schwimmlehrerin, die mir bei der ersten Fahrtenschwimmerprüfung unterstellte, ich hätte beim Schwimmen die Bande berührt. Ich glaube, damals bin ich das erste Mal als Schulkind so richtig verbal ausgeflippt einer Lehrperson gegenüber. Sie musste sich bei mir dann auch entschuldigen, die Prüfung musste ich aber dennoch noch einmal machen.

Es gab damals schon eine Sache, die ich auch heute noch sehr schlecht ertrage, nämlich wenn mir jemand bei einer Sache, die ich richtig und sauber mache, unterstellt, ich würde dabei schummeln. Kurz: angenehm habe ich meinen Schulschwimmunterricht nicht in Erinnerung. Und schade fand ich es schon immer, dass es dort nie dazu gereicht hatte, ordentlich Rückenschwimmen oder Kraulen zu lernen. (Klassenlehrerinnen in Grundschulen, die Sportunterricht geben müssen, obwohl sie Sport eigentlich nicht ausstehen können. Höchstwahrscheinlich auch heute noch nicht ausgestorben, wie?)

Bringe ich mir die Dinge eben selbst bei. Mittlerweile gibt es da doch dieses Internet und YouTube. Auf YouTube bin ich dann direkt Dominik zum Opfer gefallen, der schön den Schwimmerklärbär gibt und hier und da lustige Produkte eines bestimmten Sportprodukteherstellers in die Kamera hält (viel ist das ja nicht, was da ein YouTube-Schwimmer in die Kamera halten kann.)

So lernte ich bei Dominik, dass ich im Prinzip … alles falsch mache. Am wenigsten hatte ich noch an der Armbewegung beim Brustschwimmen zu korrigieren, da neigte ich bisher dazu die Arme zu weit hinter die Schultern zu ziehen. Diesen Fehler zu korrigieren ist nicht so schwer, denn die Arme kürzer zu führen, vereinfacht die Sache. Ansonsten hatte ich mich nur ein wenig an etwas Korrektur bei der Handführung zu gewöhnen.

Aber an der Atmung beim Armzug muss ich noch arbeiten (Schwimmbrille muss her) und vor allem: am Brustbeinschlag.

Der Brustbeinschlag wurde meiner Generation offensichtlich noch ganz anders beigebracht – wir hatten damals noch gelernt die Beine möglichst weit nach recht und links wegzudrücken. Die Schwimmer der jüngeren Generationen lernen die Oberschenkel bis zum Knie möglichst zusammen zu halten und die Fersen eher zusammen zum Hintern zu ziehen und dann nach hinten kurz und kräftig wegzustoßen. Das ist … irre anstrengend – sorgt aber auch für eine ganz andere Wasserlage, weil man so gezwungen ist wirklich horizontal im Wasser zu liegen, was wiederum der Geschwindigkeit zugute kommt und den Armzug ganz anders unterstützt – wenn man das einmal so gemacht hat, wie Dominik das erklärt, wird einem klar, wo die Geschwindigkeit beim Brustschwimmen herkommen kann.

Hatte ich schon erwähnt, wie sehr doll ich dieses Internet und seine Möglichkeiten, die es uns schenkt, liebe? Ich freue mich schon sehr darauf im kommenden Sommer soweit zu sein, den neuen Schwimmstil im See bzw. Fluss zu üben – mit mehr Freiraum. Das wird großartig werden!

Ansonsten menschelte es Freitag im Bad sehr sehr. Das Becken dort ist zweigeteilt. Es gibt einen klar definierten und auch zu jeder Öffnungszeit definierten Sportschwimmerbereich, wo die Leute im Tempo Kraulen, Rückwärtschwimmen oder Schmetterling spielen können – und es gibt den Bereich für die bleiernen Enten. Wobei ich erstaunlicherweise schon zu den schnelleren bleiernen Enten zähle. Freitag hatten wir einen jungen Mann, der kurzerhand und damit vergleichsweise egoistisch eine unseres Beckenbereichs zum Sportschwimmerbereich grenzend für sich nutzte und in einem Affentempo hin- und herschoss. Leider dabei des öfteren andere Schwimmer überschwimmend – ohne Rücksicht auf Verluste. Und natürlich ohne Entschuldigung.

Beim dritten vergleichsweise brutalen Kontakt waren wir Enten dementsprechend pissed und nahmen uns den jungen Mann zur Brust. Der unsere Aufregung nicht verstehen wollte und uns erklären wollte, das, würden wir alle „wie es sich gehört” im Kreis der Bahnen schwimmen, es die Probleme mit dem sich begegnen alle gar nicht gäbe (was natürlich nur dann stimmt, wenn alle Schwimmer das gleiche Tempo hätten – im Entenschwimmbereichsteich eher illusorisch.) Wir diskutierten, er sehr uneinsichtig, gab dann aber irgendwann auf meine Frage hin, warum er als sichtlicher Sportschwimmer nicht im Sportschwimmerbereich schwimmen würde, zu, da seien ihm andere Schwimmer zu langsam. Schob den Ball elegant an eine dort schwimmende Brustschwimmerin ab, die mit den Schultern zuckte, ihre Bahn professionell aber langsamer zurückzog – wo sich wiederum einer der Sportschwimmer aufgefordert sah, sich über diese Schwimmerin aufzuregen, weil auch seiner Meinung nach zu langsam unterwegs.

Beide Schwimmer mit der jeweiligen Kritik konfrontiert, sahen sich nicht in der Lage auf unsere Bitten hin, einfach die Plätze zu tauschen – bis dann die Bademeister ein Machtwort sprechen mussten und die Plätze neu definierten – oder wie eine von ihnen ausrief „Was ist denn hier heute los?”

Menschen.

2017-03-09

Gela tut mir leid!

Vorgestern war ich im schwedischen Albtraumkaufhaus. Irgendwas mit Frühjahrsputz und Samla (großartiger Name für ein praktisches Produkt, Respekt). Da ich recht früh vor Ort war, noch nichts gegessen hatte, führte mein erster Gang in Restaurant für eine kleine Portion runde Bällchen an Brokkoli und einer Tasse Kaffee. Ich suchte mir in den Räumlichkeiten einen freien Tisch – so ein Mix zwischen Zweiertisch und Vierertisch in einer ruhigen Ecke. Bewusst. Ungefähr so bewusst in einer ruhigen Ecke, wie ich mich an anderen Tagen bewusst einen Tisch in der Kinderecke suche, weil ich unterhalten werden will.

Ich bin da so beim essen, da kommen zwei Herren an meinen Tisch und nehmen Platz. Was insoweit natürlich okay ist, ich habe die leeren Tische dort nicht abonniert. Aber es kommt von beiden weder die Frage, ob der Tisch wirklich frei sei und ob es okay ist, wenn man sich hier niederlassen würde. Noch wird – wie es sich gehört, wenn man an einem gleichen Tisch Platz nimmt – einem gegenseitig „Guten Appetit” gewünscht. Also all diese Dinge, die es im Leben einem das Miteinander angenehmer gestalten könnten, ließen beide Herren einfach so aus.

Kaum Platz genommen, fing der jüngere Kollege an sehr lautstark sein Tun im Rahmen irgendeiner Umorganisation, irgendeines Umgeziehe und irgendwelcher neuer Laptop-Einkäufe prima selbst zu beweihräuchern. Und mit lautstark meine ich eine Lautstärke, wie sie einfach nicht angemessen ist, wenn man nicht alleine in einer Umgebung ist. Er fand das alles ganz toll, schwer davon überzeugt, dass sein Handeln für das Unternehmen die einzig wahre Königsklasse sei und sich seiner Relevanz bewusst den ganzen Raum ungefragt einnehmen zu müssen – was eh meist nur auf ein vorhandenes Bonsai-Selbstbewusstsein hindeutet. Keine Sekunde lang wurde ein Gedanken daran verschwendet, dass eine wildfremde Person neben ihnen am Tisch sitzt und ihnen bei ihren Firmeninterna zuhören konnte.

Kaum hatte Mr. IT-BWL-Königstiger sich abgefeiert, fing der ältere Kollege an seinen Senf zu Streitigkeiten in der Abteilung zu verkünden, und wie er es mit seinen Kolleginnen halten würde: nämlich entlassen, weil. Mit Namensnennung. Also ein schon vergleichsweise widerliches Gespräch hätten sie es unter sich geführt. Taten sie aber nicht. Sie taten es lautstark im öffentlichen Raum. Neben einer ihnen völlig unbekannten Person.

Die dann, nachdem sie ihr Essen in Unruhe und mittelstarker Belästigung beendet hatte, bevor sie aufstand, beide Herren fragte, ob sie sich eigentlich auch nur eine Sekunde lang darüber Gedanken gemacht hätten, dass ich vielleicht ihrem sehr unangenehmen Gespräch keine Sekunde lang hätte lauschen wollen und ihr Verhalten durchaus unhöflich empfunden hätte? Guckt mich der Ältere von beiden an – der just die Sekunden vorher dem jungen Kollegen seine Kollegin zur Entlassung empfohlen hatte und meinte treuherzig „das sei doch gar kein unangenehmes Gespräch gewesen.”

Liebes Ikea in Berlin in Tempelhof, da beide Herren in Eurer Kantine zwar ohne Ikea-Kleidung aber eben auch ohne Winterjacke sich dort an den Tisch setzten, nehme ich an, dass beide Herren aus Eurem Unternehmen, vermutlich dem administrativen Bereich, entstammten. Und offensichtlich haben beiden noch nie etwas von der Wahrung von Geschäftsinterna gehört.

Und liebe Gela, Dein grauhaariger Kollege mit Brille ist der Meinung, Du hättest Dich viel zu sehr von der alten Geschäftsleitung aufhetzen lassen und eigentlich gehörst Du seiner Meinung nach deswegen entlassen. Es muss eine Freude sein mit so einem ollen, bissigen, hinterhältigen Knacker die Büroluft zu teilen – ich verstehe Dich gut!

2017-03-08

Schwimmente

Ich war heute schwimmen. In einem Schwimmbad. Hier im Kiez. Wo ich noch nie war, was kein so großes Wunder ist, weil ich einfach keine Schwimmbadschwimmerin bin. Wir können im übrigen auch sehr gerne darüber diskutieren, ob ich überhaupt eine Schwimmerin bin. Ich selbst begreife mich eher als bleierne Ente. Ich kann so leidlich Brustschwimmen (die Variante mit garantiert verspanntem Nacken über Strecke) und ich kann leidlich rückwärts schwimmend träumen, wenn ich dabei die Arme nicht benutzen muss. Ich verkreuze sie dann hinter dem Rücken und versuche über meiner Beinekraft nicht abzusaufen. Das kann ich bis zum Krampf treiben, weswegen ich mir einbilde, das sei toll für die Beinmuskulatur. Ein nicht so schöner Stil aber ich mag das. Da kann ich nämlich in den Himmel gucken. Vorausgesetzt, ich schwimme nicht in einem Schwimmbad.

Das mit dem Schwimmen gehen, das treibt mich schon eine Weile lang rum. Fettröllchenalarm. Und beim Schwimmen verbrenne ich extrem gut Kalorien. Und da ich mir vor zwei Jahren mit dem Schlauchboot auch einen neuen Badeanzug zugelegt hatte, wollte ich nun doch verhindern, dass ich aus diesem Modell heraus wachse. Das geht ja so nicht! Aber ich grusele mich vor Schwimmbädern ein bisschen. Zu viel Chlorgeruch. Zu viel Umkleidegedöns (ich hasse Umkleidegedöns, Dinge anziehen an feuchte Haut, die aber in der Umgebung gar keine Chance hat jemals richtig trocken zu werden, es ist so widerlich! Vor allem im Winter, wenn auch Nylons angesagt sind. Gruseligst!) Überhaupt die Luft und diese Menschen. Menschen in Schwimmbädern: ganz schwieriges Thema.

Also wie man hier lesen kann, ich hege das eine und andere Ressentiment gegen Schwimmbäder. Aber es hilft ja nix. Fettröllchen bleibt Fettröllchen, wenn man nix dagegen tut. Und auch in der Übergangsphase von Winter zum Frühling ist das Schwimmen in freien Gewässern noch nicht so meine Sache an sich.

Gut, nachdem ich mich also seit guten zwei Wochen täglich davon überzeuge, nun doch endlich in einem Schwimmbad schwimmen zu gehen und alle Möglichkeiten im näheren und etwas weniger nahen geographischen Umfeld mir online so angeguckt habe, es mir jeden Tag vorgenommen habe, dann aber wieder täglich verworfen habe, bin ich heute einfach mal gegangen. Pragmatisch dachte ich so bei mir, ob ich nun zu Hause dusche oder neun Minuten laufe und dort dusche – dann kannste auch noch schwimmen. So gedacht, so gemacht. Und so war ich vorhin also schwimmen, nach, ich weiß nicht, wie vielen Jahrzehnten wieder einmal in einem Hallenbad.

Das hiesige Bad im Kiez (mit Blick auf ein Hochzeitsgeschäft) an einer Straße gelegen, die trotz ihres Namens dann doch gar nicht nach Leipzig führt, ist so übel gar nicht. Dem Einheitsgedöns geschuldet, wurde es wohl von noch nicht allzu langer Zeit komplett auf schick getrimmt. Aus dem Westen und aus der Zeit als ich mich noch in Schwimmbädern herum trieb, kannte ich nämlich nur die komplett runtergerockte Version. Das hier ist sehr sauber, freundlich hell, nicht groß, nicht aufdringlich und sogar ich fand mich in den geschlossenen Räumen sofort beim ersten Mal zurecht. (Ich habe doch in geschlossenen Gebäuden einen sehr schüchternen Orientierungssinn.)

Dass der Schwimmbetrieb nur eingeschränkt möglich sein würde, hatte mir das Internet vorher erzählt aber das ist man eh gewohnt noch von früher. Irgendwer schwimmt immer. Das Becken hier ist nicht sehr groß, die durchschnittlichen 25 m Länge und ein Lehrschwimmbad. Es war auch nicht übertrieben voll gleich zum Anfang. Und so zog ich meine Bahnen im bleiernen Enten-Stil und stellte fest, dass ich beim schwimmen offensichtlich genau die gleiche Macke habe, wie beim Radfahren. Ich kann niemanden vor mir haben, ich muss sie alle überholen – ALLE!

Das führte dazu, dass ich nach den ersten 30 Minuten tatsächlich so etwas wie ein bisschen außer Atem war vom Zickzack-Schwimmen, mich dann drei Minuten am Randbecken ausruhte, den Puls wieder auf Normalzustand brachte und dann noch mal 30 Minuten runter riss. Schon nach den ersten 30 Minuten fiel mir wieder ein, was mich noch beim Schwimmen in der Halle von allzu großer Begeisterung trennt: ich langweile mich schnell. Ich finde in Bahnen schwimmen fürchterlich langweilig. Selbst dem Schwimmen auf kleinen Seen, wo eigentlich nur im Kreis schwimmen möglich ist, kann ich mehr Abwechslung abgewinnen als auf so einer Schwimmbadbahn.

Dabei war das heute gar nicht so einfach das Schwimmen dort, denn wir teilten die vergleichsweise kleine Strecke des Beckens mit einigen Frauen, die offensichtlich in Schwimmbäder gehen, um dort rumzustehen im Wasser und einen kleinen Tratsch zu halten. Oder möglichst weit auseinander zu schwimmen, dennoch gemeinsam, weil man sich dabei unterhalten wollte. Was wiederum es nicht sinnvoll macht, im Schnitt einen etwas zügigen Schwimmstil an den Tag zu legen.

So verlegte ich mich beim Schwimmen eben auf jenen oben schon erwähnten Zickzack-Schwimmkurs. Entweder musste ich der Gesprächsrunde am Rand des Beckens ausweichen oder eine der mehr so als stillstehenden Hindernisschwimmerinnen links oder rechts liegen lassen. Wer weiß, wie bleiern ich schwimme, kann erahnen, wie wirklich langsam die beiden Damen unterwegs waren. Ich habe dann irgendwann, in der Verzweiflung irgendwie nie richtig Platz zu haben (dummerweise gehöre ich in solchen Situationen immer zu den Rücksicht nehmenden Personen), einen der wenigen aktiven Brustschwimmer gestalkt und mich in seinem Windschatten bewegt. Dabei dachte ich über Staumodalitäten im Straßenverkehr nach und wie man gepflegt schwimme könnte, würden je zwei der übrigen Bahnen für die Hinschwimmer, zwei für die Rückschwimmer genutzt und davon je eine für die langsamen bzw. schnellen Schwimmer.

Auf der abgeteilten Nachbarbahn schwammen übrigens junge Männer mit breiten Rücken. Schnell. Hin- und zurück. Ich finde so ein männlicher breiter Schwimmerrücken (ohne Stiernacken) geht immer – auch einfach nur so beim Zugucken. Apropos Zugucken, offensichtlich gehen Männer auch nur ins Schwimmbad, um dann in Handtücher gehüllt Frauen beim Schwimmen zuzusehen. Gelegentlich von Toilettengängen unterbrochen. Dafür haben sie aber keinen einzigen Wasserkontakt. Ein Schelm, der dabei … irgendwas denkt.

Später in der Dusche wunderte ich mich ein bisschen über die elendig niedrig angebrachten Duschen und sinnierte darüber, wieso in einer Welt in der die Menschen nachweislich immer größer werden bei so einer Schwimmbad-Modernisierung die Duschen nicht höher angebracht werden konnten. Und ich überlegte, dass es doch klug wäre, würde man wenigstens einen Teil der Dusch so anbringen, dass sich auch Frauen mit einer Körpergröße ab 180cm nicht so verrenken müssten. Das war eine so hammermäßige Spitzenidee von mir, dass die Schwimmbadinnenarchitekten da auch schon drauf gekommen waren und leicht peinlich dümpiert schlich ich rüber auf die gegenüberliegende Duschreihe, wo die Duschköpfe sehr deutlich weit über meinem Kopf angebracht worden sind.

Was mich aber immer noch so richtig nervt ist, dass man immer noch nicht in diesen Schwimmbädern den eigenen Fön mitbringen kann und sich damit die Haare trocken fönen kann. Man muss immer noch diese Fönmonster bedienen, die nicht einmal im Traum darüber nachdenken, die ernsthaft Haare zu trocknen, sondern die nur „vom Winde verweht” können und nach deren Fönvorgang die Frise immer sehr nach nicht gesellschaftsfähig aussieht. Dafür kostet es aber auch nur fünf Cent. Und die dortigen Mitarbeiter fand ich alle sehr nett!

Wie dem auch sein, knappe zwei Stunden später war ich wieder zu Hause und Fettröllchen hatte Hunger. Aber ich war schwimmen!

2017-03-05

Sternstunde

Und noch ein Fernsehhinweis. Ich nutze es gerade noch ein bisschen aus bevor am Monatsende DBV-T gekappt wird. Den umsteigen und für Privatsender (interessant, wie die sich den Todesstoß versetzen) bezahlen, werde ich nicht. Dann eben nur noch ausgesucht TV online gucken, eventuell werde Netflix oder was auch immer Kunde. Vielleicht lese, nähe, stricke oder schreibe ich auch einfach mehr. Wir werden sehen. Womöglich ist DBV-T ein ganz wundervoller Neuanfang in meiner persönlichen Zeitrechnung.

Aber … in dieser Woche (der Equal Pay Day nähert sich wieder) macht der Sender 3sat mit dem Thema Ungleichheit auf und stellt diese Themenwoche unter das schöne Motto „Die Zukunft ist weiblich” – mit sehr interessanten Filmen und Dokumentationen (Morgen, Montag z. B. porträtiert „The Power of Women” Frauen in Machtpositionen wie Politik und Wirtschaft – unter anderem: Hillary Clinton, Margot Käßmann, Melinda Gates oder Christine Lagarde).

Den Anfang machte heute in der Sendung Sternstunde die Ökonomin und Philosophin Lisa Herzog im Gespräch zum Thema „Was ist schlecht an Ungleicheit?” – interessante Ansichten weltlich ganzheitlich betrachtet. Sehr spannende Sendung, die neue Denkanstöße vermittelt.

2017-03-04

Im Land der Lügen

Dieser Beitrag der ARD ist schon etwas älter (sprich vom vergangenen Jahr) aber ich persönlich finde, dass er gerade in einem Wahljahr so relevant ist, dass man ihn sich unbedingt antun möge. Es geht letztendlich darum, wie Industrien, Unternehmen und leider auch Politiker auf Basis von Zahlmaterialien, in Statistiken verfasst, die Realität umdrehen und für ihr Business nutzen – eher häufiger zu unserem Schaden als zu unserem Nutzen.

Besonders ärgerlich dabei, wie gerade Politiker immer weniger sich an den Ehrenkodex halten, die Bürger genau nicht manipulieren zu dürfen! (Siehe Beispiel TTIP.) Lügen zu Grippen, Lügen hinsichtlich der Pharmaindustrie bis hin zu eigenmächtigen Neudefinitionen von Blutwerten, die ganze völlig gesunde Bevölkerungsgruppen plötzlich als krank definieren, Verfremdung von Statistikinhalten bis hin zu völlig konträren Aussagen derer eigentlichen Resultate.

Meine Empfehlung, weil wirkliches Bildungsfernsehen: Im Land der Lügen.