2026-06-12

Die junge Generation kocht famos!

Es dürfte Lesern meines Blogs bekannt sein, ich gucke sehr gerne die Küchenschlacht. Aktuell läuft eine Championsweek, heißt: Sechs Gewinner*innen der Vorrunden stellen sich erneut dem Wettkampf, um Ende des Jahres in die große Schlussrunde einziehen zu dürfen. Der Titel Hobbykoch des Jahres und 25.000 Euro Hauptgewinn winken. Sie sind allerdings dann auch hart erarbeitet, finde ich!

Und auch dieses Mal ist die Runde sehr jung. Vorrangig Menschen unter und rund um die 30 Lebensjahre. Und was sie auf den drehbaren runden Tisch zaubern, ist fantastisch, kreativ, zeigt deren herausragendes Können.

Ich bin begeistert. Und damit zeichnet sich eine Entwicklung ab, die mich doch froh stimmt. Das Interesse vieler junger Menschen in diesem Land am Essen, am Kochen. An der Zubereitung hervorragender Produkte, dem Erlernen spezieller Zubereitungen in Workshops oder schlicht den üblichen sozialen Medien. Dass junge Menschen heute u. U. auch viel weiter reisen als meine Generation noch, wird auch hineinspielen. In der internationalen Küche macht man ihnen auch nicht mehr sehr viel vor. Toll!

Zunehmend kommen ältere Hobbyköch*innen kaum noch über die wöchentliche Ziellinie – vermutlich bewerben sie sich inzwischen auch weniger. Meine Generation, mit den gleichen Interessen, wird sich schon dort durchbeworben haben. Aber wer dort jetzt kocht in der Küchenschlacht, kocht einfach auf einem ganz anderen, deutlich höheren Niveau – als es in den Anfangsjahren dieses Formates üblich war. Und das freut mich sehr.

Man lernt nicht mehr von den Profiköch*innen sondern von den Teilnehmer*innen – besser geht’s eigentlich nicht. Und die Entwicklung vorrangig anhand der Teilnehmer festmachen zu dürfen. Ich finde es respektabel.

Und … in dieser Woche habe ich erst einmal aufgehört zu streamen. Ich finde alle so grandios, dass ich nicht möchte, dass die Woche zu Ende geht. Kann so ein Format von seinen Zuschauer*innen ein schöneres Lob bekommen?

2026-06-09

Rad fahren

Utopia hat einen kurzen und schmerzlosen Artikel über die Vorteile des Radfahrens für den Körper und die Psyche verfasst.

Jetzt könnte man meinen, eine kluge Regierung – ob in den Städten oder die des Bundes – würde in einem Land, das zunehmend vergreist, im Hinterkopf haben, wie lange körperliche Fitness der Menschen wichtig ist (die vielschichtigen Gründe muss ich da ja nicht aufzählen). Wie sinnvoll also wäre es, in der Infrastruktur immer mehr auf das Fahrrad zu setzen, Radwege auszubauen, Radwege zu reparieren?

An meiner Wohnung sind am Sonntag anlässlich der ADFC Berlin - Fahrradsternfahrt 2026 die Teilnehmer des (nur) einen Familienstranges vorbei gefahren. Es waren so viele Eltern mit ihren Kindern, die offensichtlich das Fahrrad zu ihrem alltäglichen Verkehrsmittel gewählt haben. Lt. offiziellen Meldungen sollen es insgesamt 30.000 Teilnehmer gewesen sein (wenn ich die Bilder sehen, kann man sicherlich noch einmal mindestens 10.000 darauf legen.) Mir erscheint die offizielle Zahl erstaunlich nach unten korrigiert.

Sinnvolle Politik für die Bürger in diesem Land, sichere Radwege für Erwachsene und Kinder – sie sind ein echter Bedarf. Worauf warten die verdammt noch einmal?

2026-06-06

Unmöglich!

Zwischen der vorherigen und gestrigen Plasmaspende soll ich ein Kilo an Gewicht verloren haben.

Was gar nicht sein kann, denn dazwischen lagen acht Tage Italien, italienisches Essen, Wein und fast täglich einen Chinotto.

2026-06-05

Italienischer Sommer in Berlin

In Berlin läuft zur Zeit die Italienische Woche, die von dem Botschafer der Italienischen Botschaft, Fabrizio Bucci, gemeinsam mit dem Leiter des Kulturinstitut Italiens, Alessandro Turci, ins Leben gerufen wurde. 2026 gibt es für Italien als auch Deutschland besondere Jubiläen zu begehen, denn Italien feiert den 80. Jahrestag der Gründung der Republik, dazu jährt sich zum 75. Mal der Pakt zur deutsch-italienischen Freundschaft. Diese besonderen Jahrestage möchten zelebriert werden.

An diesem Wochenende gibt es zu Abschluss noch ein ausgefeiltes kulturelles und köstliches Program rund um diese Feierlichkeiten: Zum einen ist das Italian Street Food Festival, das am Samstag, 6.6. und Sonntag 7.6. zur, wie ich finde, besten Sommerparty am Osthafen einlädt: Live-Musik, DJ-Sets und Karaoke sorgen an beiden Tagen für Festivalstimmung. Der Limoncello Spritz kostet nur 5 Euro, also zum echten Italienpreis erhältlich und Viani verschenkt eine Trüffelpraline zur Begrüßung. Selbstverständlich gibt es an den vielen Food-Ständen beste Spezialitäten aus allen Provinzen Italiens: Pasta, Pizza, Panzerotti, Puccini, Gelato und, und und …

Seit dem 4.7. und noch bis zum Sonntag laufen auch die Italian Short Film Days. Zum ersten Mal findet in Berlin dieses Kurzfilm-Festival rund um den italienischen Film statt. 30 Kurzfilme werden (in Originalsprache, teilweise mit englischen Untertiteln) in den Lichtspielhäusern ACUD Kino, Lichtblick Kino und IL KINO gezeigt. Übrigens unterstützt von arte.tv. Ja nicht die After-Event-Partys verpassen. Auch die Berliner Gemäldegalerie lädt zu Führungen ein, die Besuchern insbesondere die alten italienischen Meister präsentiert.

Genießt den italienischen Sommerflair in der Stadt!

2026-05-18

Aus der Reihe, …

… was wir Deutschen auch nicht so richtig gut können:

Wale in Ruhe sterben lassen.

2026-05-16

Bites n‘Bikes Street Food Festival

Falls ihr in Berlin nicht wisst, was ihr heute, 16.05.2026, oder morgen tun sollt. Im Jules-B Part (Gleisdreieckpark) findet dieses Wochenende das Bites n'Bikes-Festival statt. Da gibt es (nicht nur) viel Essen, Design, alles mögliche von Leuten in Berlin, die ihr Business ökologisch nur auf Lastenrädern machen.

Das Festival findet zum zweiten Mal statt, von Nico von Mercurio Streetfood als Idee 22025 entwickelt und – gleich beim ersten Mal – sehr erfolgreich umgesetzt.

Auch die zweite Ausgabe ist nicht nur spannend, sondern auch lecker (für mich gibt es Panzerotti!) und natürlich auch gibt es vegetarische oder vegane Küche und Drinks. Alles vor dem Rad serviert. Musik gibt es natürlich auch! Und Kinderprogramm. Und und und …

Außerdem scheint die Sonne. Ich radle jetzt hin und ihr?

Die Bites n'Bikes-Tickets gibt es online bei Eventbrite (heißt keine Warteschlange) oder an der Kasse. Eintritt pro Person 3,— Euro.

Ungarn – ein Wechsel

Viktor Orbán war 16 Jahre an der Macht und hat Ungarn zu allem aber keiner reinen Demokratie umgeformt. Es mag uns eine Warnung sein, was passiert, wählt man nationalkonservative und rechtspopulistische Parteien wählt. Fluter, das Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung, hat einige Stimmen junger Ungarn eingefangen und um einen Gedankenaustausch zum politischen Neuanfangs mit Péter Magyar gebeten. Und das Ergebnis liest sich sehr interessant, denn 16 Jahre – viele junge Ungarn kennen nur das System unter Orbán.

„Ich war überrascht, welche Last mir von den Schultern gefallen ist.”