2012-03-24

Die Stille hier …

… ist insofern eine gute Stille, weil sie auf der anderen Seite mit viel Beschäftigung gefüllt ist. Der Job macht sehr viel Spaß. Wir sind letzte Woche in neuer Formation in neuer Runde der neuen Abteilung zusammen gezogen und ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit mit meinen Kollegen, die allesamt sehr engagiert sind, weil auch neu in ihren Positionen. Nebenbei spannende Persönlichkeiten sind und unglaublich interessante Dinge tun, planen und strukturieren. Für mich ist das Metier neu und schon alleine deswegen ist jeder Tag wie eine große bunte Wundertüte! Es ist eine faszinierende Energie, die uns alle antreibt. Fast alle. Nur mein Trainerkollege, einer der wenigen in der Runde, der sehr lange im Unternehmen und im Job ist, ist ungefähr so flexibel wie ein Brennstab in Kalkar vor der Kernschmelze. Ihn mitzunehmen, anzutreiben, ständig neu zu motivieren, ist schon auch anstrengend. Nun gut … wat mut, dat mut.

In der wenigen Freizeit weiterhin auf Wohnungssuche. Wenn alles gut geht, nichts mehr schief läuft, könnte es sein, dass ich kommenden Freitag den Mietvertrag unterzeichnen darf. Die Wohnung bringt im Grund nicht viel mit von dem, was ich irgendwie wollte: aber ich stand drinnen und fühlte mich einfach wohl. Mehr schreibe ich erst mal nicht, ich bin ja doch ein bisschen abergläubisch. Drückt mir die Daumen, bitte! Wenn das klappt, dann bin ich erst mal der glücklichste Menschen auf Erden, will mich nicht mehr beklagen und will wieder abgeben können von meinem Glück, das ich im Moment spüre.

Viele Dinge sind noch längst nicht im Reinen. Aber es geht stetig bergauf. Alleine, dass ich wieder an mich glauben kann, macht mich sehr sehr froh. Aufstehen und sich auf den Tag und Alltag freuen! Welch ein Glück!

Wenn das mit der Wohnung klappt, muss ich mich für weitere künftige Stille hier im Blog vorab entschuldigen. Es gilt noch zu streichen, Laminat zu verlegen, umzuziehen, das wird noch mal anstrengend neben der Arbeit. Natürlich sind ja auch alle Menschen, denen ich in der Vergangenheit immer bei solchen Aktionen geholfen habe, im Zusammenhang mit meinem Supergau im letzten Jahr in der Senke der Stille verschwunden. Egal. Das schaffe ich auch noch irgendwie. Auch wenn ich mit meiner Kraft noch vorsichtig umgehen muss. Es haben auch andere Menschen schon gesagt, „ich bin da!” „ Mein Auto ist für Dich da!” Und immer sind es Menschen aus diesem sozialen Leben hier im Web. Es ist verrückt, es ist eine ganz besondere, schöne Qualität an sozialem Erleben.

Ich weiß, dass viele von Euch an mich denken, mir Daumen drücken und stellenweise verrückte Dinge tun (z. B. Manuela!), um mir auf dem Weg beiseite zu stehen – und sich mit mir freuen über jede kleine positive Meldung, die ich bringen kann. Unbezahlbar seid Ihr! Ehrlich!

Ich hoffe also, Euch bald bald mit positiven Meldungen überschwemmen zu können!

2012-03-15

Erster Tag.

Man bespricht sich viel. Viel besprechen macht irgendwie müde.

2012-03-11

Ein Tag Ostsee. II.

2012-03-10

Ein Tag Ostsee.

2012-03-08

Jetzt …

habe ich zwei Tage frei, dann arbeite ich am Wochenende noch mal im „alten” Job und die nächste Woche beginnt mit drei Urlaubstagen aus dem Vorjahr und dann … bin ich die neue Trainerin im Team. Der Betriebsrat hat gestern zugestimmt und die Bekanntmachung ist offiziell per Mail raus.

Diese Woche habe ich an den ersten Sitzungen teilgenommen und die erste Aufteilung mit Aufgabenstellung im Team erfahren und ich freue mich auf die neuen Aufgaben. Die Geschäftsführung gibt uns viele Möglichkeiten, Themen neu anzugehen und stellt uns dabei jegliche Möglichkeiten zur eigenen Entwicklung wie Schulungen, Bücher zur Verfügung. Besser geht es nicht.

Genau: besser geht es nicht!

2012-03-04

So lala …

Den kleinen Katerfratz Lino habe ich einäschern lassen. Ich konnte ihn nicht in kalte Februarerde legen und als am Dienstag nach seinem Todestag die Welt wieder komplett weiß war, war ich darüber auch sehr froh. Als echter mallorquinischer Kater mochte er keinen Schnee, ich hätte ihn wieder ausgraben müssen.

Seit gestern ruht die Asche jetzt in einem dreibeinigen Glücksfrosch. Der hat einen hohlen Bauch in dem üblicherweise Räucherstäbchen vor sich hinqualmen und er bringt uns jetzt gemeinsam mit dem Frosch frei nach Feng Shui unermessliches Glück, Erfolg und Reichtum (har! har! har!) sowieso. Ich hätte auch den hohlen Buddha nehmen können, zu seinem Bauch hatte ja Lino auch immer eine besondere Beziehung, war es doch sein erklärtes Lebensziel sich 24 Stunden am Tag diesen massieren zu lassen. Bei der Frage „von wem?” war er da nie sonderlich wählerisch. Für eine Bauchmassage tat er alles, was so ein liebes Katerherz tun kann, sich eng neben einen legen und vertrauensvoll den Bauch hinhalten. Damit hat er ja jeden/n herum bekommen, vor allem die Katzen-Nichtmöger. Viele gibt es da zum Glück nicht in meiner Umgebung. Eine Ausnahme. Bei denen lebe ich gerade.

Es ist sehr komisch mit Lino: er fehlt nicht. Also er fehlt mir natürlich in seiner körperlichen Anwesenheit und Farbigkeit. Aber er ist erstaunlich existent. Er ist einfach nicht wirklich weg. Ich habe das so noch nie erlebt. Wahrscheinlich ist er wirklich ein kleiner Buddha. Seine Asche hier zu haben, tut gut. Irgendwann bringe ich sie vielleicht zu meiner Mum, seinem Erstfrauchen auf die Insel, seiner Heimat – wo es warm ist. Aber jetzt ist es erst einmal gut so, wie es ist.

Die Mädels geben sich alle Mühe seine Plätze, seine sehr eigene Niedlichkeit, seine Angewohnheiten wett zu machen bzw. auszufüllen. Als ich mit ihm nach Hause kam, hat sich Nishia erst noch Stunden lang auf ihn gelegt, bei ihm geschlafen und ihn bewacht. Tally hat das getan, was sie am Besten kann, ihre Trauer (die unterstelle ich ihr jetzt einfach mal dummdreistüberheblichmenschlich) mit Fressen kompensiert. Das hat sie ja überhaupt nicht meine Gene. Wir haben jedenfalls ausreichend und gut Abschied genommen. Ich hatte aber keine Sekunde lang das Gefühl, das ich sonst bei meinen verstorbenen Katzen nach einer Weile des Abschieds hatte, den Deckel über ihn schließen zu müssen. Er blieb im Transportkorb und ich habe ihn am Abend die letzten 30 Kilometer im Auto auf dem Weg zum Kreamatorium ihm weiterhin ständig den Bauch gekrault. Sein Tod war mir physikalisch in keiner Weise unangenehm. Vielleicht entwickele ich mich einfach in die richtige Richtung. Vielleicht war es schlicht seine Besonderheit.

Lino habe ich zum ersten Mal gesehen als Baby auf der Straße, als ich 2000 erstmals meine Mum auf der Insel besucht habe. Sie hatte eine Freundin, die bekannt dafür war sich um frei lebende Katzen zu kümmern und der hatte man den Wurf Katzenbabies, die aber völlig sozialisiert waren, vor die Tür gestellt. Davon hatte mir meine Mutter schon erzählt und als wir einen Tag nach meiner Ankunft dort ankamen, wuselten dort die kleinen Geschwister herum, wurden von der Freundin mit Futter versorgt und sie versuchte die Tiger zu vermitteln. Lino war das Kätzchen, das sofort an meinen Beinen sich hoch angelte und meinen Schoß eroberte und ich habe nicht verstanden, warum meine Mum ihn nicht sofort mitnahm. Ich konnte damals nicht, denn ich hatte zwei Mädels (die Vorgängerinnen) zu Hause aber meine Mum war katzenlos und ich verstand ihre Verweigerung eigentlich nicht. Also, wenn Katze in Not und woanders Platz und Katzenmangel, dann gehört das meiner Meinung nach zusammen geführt. Nun ja, kurz als ich wieder abgeflogen war, waren fast alle Katzen vermittelt. Wenige Tage später rief mich meine Mum an, um mir zu sagen, dass sie ein Kätzchen hätte. Der schwarzweiße wunderschöne Kater zog bei meiner Mum ein und wurde auf den Namen „Lino” getauft, von mir immer „Linolux” oder „Knutschkugel” genannt. Den Rest der Geschichte kennt Ihr ja.

Ich bin jetzt einfach glücklich ihn gehabt zu haben. Es gibt viele Menschen auf dieser Welt, die nie in ihrem Leben das Glück spüren werden, das man hat, lebt man mit so einem Tier. Sehr viele, die es doch tun, werden vielleicht nie das Glück haben so einen außerordentlich wundervollen, lieben, Glück und Freude spendenden Kater haben zu dürfen. Er hat viel Licht in mein Leben getragen. Ich muss einfach nur dankbar sein.

Dann geht es auch mit der Trauer.

Donnerstag habe ich erfahren, dass ich ab 15.3. offiziell Trainerin bin im Unternehmen. (Betriebsrat muss noch zustimmen, lustige mir sehr neue Formalien). Sie haben mir vorher schon gesagt, ich hätte die beste schriftliche Bewerbung (zwei Seiten gehen also doch!) abgegeben. Ich habe eine (eigentlich zwei) gute Präsentationen gestaltet und optimal gehalten (sogar ich fand mich gut, das will was heißen) und ich habe die Aufgabe (Konzeptpunkte vortragen) mit Abgabe eines schriftlichen Kurzkonzepts übererfüllt. Ich freue mich, ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe.

Eine Wohnung habe ich leider immer noch nicht. In manchen Wochen habe ich kaum Zeit die Angebote zu studieren, geschweige mir Wohnungen anzusehen, geschweige denn den Kampf zu kämpfen, der danach unter den gegebenen Bedingungen erfolgt. Da sind auch Makler keine Hilfe, weil sie empfinden, bei der Miete die ich zahlen kann, lohnt sich Aktionismus wohl kaum. Deren Berufsbild verstehe ich in der jetzigen Zeit ganz ehrlich am allerwenigsten. Also in diesem Punkt fehlt mir gerade, ganz ehrlich, der Optimismus. Aber es ist genau der Punkt, der am dringlichsten für mich gelöst werden müsste, denn das Leben so hier ist keine Freude und kostet mich enorm viel Kraft, die ich an anderer Stelle brauche.

Kurz: ich schlage mich so durch und bin froh, dass die Krokusse wieder blühen, die Mädels gesund sind, ich in einigen Punkten nach vorne gucken kann. Optimist inside, wenn auch mit sehr tiefen Schrammen.

2012-02-19

Lino †

So viel Liebe in so einem kleinen Katzenfratz.

2012-02-15

Bewerbung

Wenn Dinge im Leben passieren, die alles ändern und alle Sichtweisen neu definieren, ändert man sich zwangsläufig selbst. Ich bin ja nunmehr in einer Situation, aus der ich ein fatalistisches „viel Schlimmeres kann mir nun kaum noch passieren” mitnehme und so einerseits das ganze Erleben immer noch erstaunlich vielfältig nachwirkt, so merke ich andererseits, es bringt ein wenig Stärke zurück ins Leben und diese ist ganz anders, als das was ich vorher Stärke benannte oder kannte.

Gestern ein Bewerbungsgespräch gehabt. Gleiche Firma, Abteilung ist derzeit in der Umstrukturierung, einer sehr spannenden, die sicherlich einerseits sehr weh tun wird; andererseits aber auch viel Potential für Neues bietet. Guter Moment in einer angespannten Zeit, grandiose Energien. Habe mich auf die Trainer-Position beworben. Meinen Präsentationstermin hatte ich gestern und ich habe mich auf die Arbeit (vorgegebene Aufgabenstellung daraus Konzeption entwickeln, drei Aufgaben abhandeln) sehr gefreut und mich auch auf die Präsentation und das Gespräch gefreut. Einfach nur gefreut und den Spaß darin gesehen. Es war wie ein Schaumbad mit abschließender Massage und Champagnercocktail, etwas, das man nur für sich selbst tut. Diese Gefühl ist für mich ganz neu. Angstlos sein. Nur auf die Freude am tun ausgerichtet.

Es war, glaube ich, ganz gut. Es sind viele Bewerber (firmeninterner Bewerbungsprozess) im Rennen, die Entscheidung wird nächste Woche getroffen. Keine Ahnung, ob es etwas wird. Wenn ja, toll. Weil wirklich eine schöne Aufgabe und etwas, wofür ich andere Dinge glatt bei Seite legen könnte.

Aber am meisten bin ich immer noch erstaunt über die Selbstverständlichkeit, ganz angstlos, in einem Handeln, das ich noch vor gut fünf Monaten als für mich völlig unmöglich erachtet hätte.

Am Wochenende werde ich die Telefonnummer aller meiner Freunde löschen, die vom sehr frühen Zeitpunkt von meiner besonderen Situation erfahren haben und bis zum heutigen Tag es nicht ein einziges Mal geschafft haben, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen. Noch vielleicht mal zum Jahreswechsel aufmunternde Zeilen an mich versenden wollten. Das ist sehr bitter und tut weh. Ich muss es aber akzeptieren, durch deren Netz offensichtlich gefallen zu sein. Ich denke drei Monate Schweigen sind sogar mir zu lange.

Um so mehr das Gewicht und die Freude über die Freunde und Menschen, die zu mir gehalten haben. Und noch halten. Auf persönlicher und virtueller Ebene. Danke!

2012-02-07

Die sehr hohe Kunst …

… des Laptops und Katze gleichzeitig auf dem Schoß zu balancieren. Die Katze gewinnt immer. Die schnurrt.

2012-02-05

goldenRatio

Der Goldene Schnitt als hilfreiche transparente Applikation für jeden WebDesigner, Grafiker und wer's sonst noch gebrauchen kann. Das Gute an dem Ding, es sieht sogar so gut aus in der Anwendung, dass er Spaß macht!



Kaufen!

Es piept

Ich schrieb ja neulich schon, dass sich regelmäßig ein Spinnenweber sein zwölftes Bein ausreisst, wenn ich von mir behaupte flexibel zu sein. Die nicht existente Flexibilität manifestiert sich zu einer nicht existenten und zusätzlich unsichtbaren Flexibilität, wenn es um elektronische Geräte geht, die piepen.

Seit ich hier diese neuen vier Wände bezogen habe in denen das eine und andere elektronische Gerät der neueren Gangart (ich nannte ja noch Röhrenfernseher und Klopfstaubsauger mein eigen) sein lautes Unwesen treibt, sehne ich mich immer mehr nach der Zeit, in der ich altersbedingt nur noch mit einem Hörgerät der Nachbarn ihren Sex in Hörenschein nehmen kann. Die Waschmaschine, wenn sie fertig ist, piepst. Der Ofen, wenn er denn fertig gebacken hat, piepst (er kann sich auch selber ausschalten, wenn er fertig ist, piepst aber lieber vorher zur Sicherheit noch einmal). Die Mikrowelle piepst sage und schreibe fünf Mal sehr laut (!) hintereinander, um sage und schreibe fünf Mal hintereinander sehr laut fünf Mal sehr laut zu piepsen, hat man nach dem ersten Mal nicht das Essen entnommen, also den vollautomatischen piepsabstellenden Türöffner betätigt. Wohlgemerkt: auch die schaltet sich selbst aus, wenn sie fertig ist. Aber vorsichtshalber piepst sie sich lieber mal ‘nen Wolf! Der Trockner piepst nur deswegen nicht mehr, weil er vor einiger Zeit vom Sockel gefallen ist und vor Schreck das hohe C verloren hat und stattdessen jetzt lieber brummt. Der Saug-Robotnik piepst auch sehr verzweifelt, wenn er sich erwartungsgemäß unter der Heizung festgefahren hat oder Angst vor dem Teppich. Freitag kauften sie sich einen neuen Staubsauger, ich wette, der piepst. Das Laufband, seit gestern den Flur bevölkernd, piepst bestimmt auch. (Ich will das eigentlich gar nicht wissen, aber die Vermutung liegt sehr sehr nahe!) Das Blutdruckgerät vom Hausherren piepst auch, aber das muss wohl so sein!

Wer hat eigentlich irgendwann bestimmt, dass alles in so unglaublich nervigen höhen Tönen von keinen echten Gefahren (ich bin ja bereit zu behaupten, diese Gefahren existieren nicht einmal real) warnen muss?

Gestern Abend der absolute Pieps-Gau: der liebe Freund fährt mich spät abends noch nach Hause. Vorher muss das Auto mit Frostschutzmittel in der Scheibenwaschmittelanlage versorgt werden und vom Scheibenschnee der letzten winterlichen Tage befreit werden. Er stellt vorher die Lüftung im Auto an als auch das Licht, damit er im Dunklen etwas sieht; kurz die Zündung ist an. Dann öffnet er die Motorhaube und ich sitze auf dem Beifahrersitz: da piepst es. Es piepst sich den Wolf in unregelmäßigen Abständen, denn die Elektronik vermeldet voller Panik, das Auto fährt gerade im Stillstehen gehen ein Hindernis (Freund vor der Motorhaube hantierend). Je nachdem wie sehr oder wie wenig er sich dabei vor den Abstandhaltern in der vorderen Stoßstange bewegt, bekommt die Piepsanlage einen Herzkasper. Gleichzeitig ist nämlich das Licht an obwohl kein Fahrer auf dem Sitz sitzt, die Beifahrerin ist noch nicht angeschnallt, der Fahrer, der noch nicht auf dem Sitz sitzt auch nicht und als der Fahrer draußen seitlich an dem Auto vorbei nach hinten geht, wo das impertinente Piepsen schon wieder voller Panik davor warnt, dass es jetzt gleich den Fahrer überfahren wird, der davon nichts hört, weil eben DRAUßEN vor dem Auto (!) Eis von der Scheibe kratzt und überhaupt ist das Licht noch an, der Fahrer aber schon ausgestiegen. Der Verzweiflungsgrad vom Auto scheint enorm. Und ich bleibe nie wieder in einem Auto alleine sitzen in dem der Schlüssel in der Zündung steckt und umgedreht ist. Aus GRÜNDEN!

(Aus der Reihe: fahrt Fahrrad, Räder quietschen nur!)

2012-02-01

Zweimal …

binnen zwei Wochen Erkältung. Wer hat denn so‘n Schmarren efunden?

2012-01-29

Wohnungstrends

Der neue Trend: in einer Wohnung in der sonst die halbe Elektrik von den Wänden hängt, die Küche mit einer alten Küchenmaschine anzubieten! Und im Wohnzimmer noch den alten Ofen stehen haben, trotz Heizung. Die Küchenmaschine funktioniert natürlich nicht mehr (spätestens seit man die Ablüftung tapeziert hat), war dafür aber so versifft (der daneben stehende E-Herd ebenso und die Verwalterin diskutierte ernsthaft dessen „Erhalt” in der Wohnung), dass ich mich frage, warum die Herpesblasen in den Lippen noch nicht anklopfen. Riesen-Elektrowasserboiler über der Badewanne. Den hatte man in der Wohnung meiner Mutter schon vor 20 Jahren versetzt, weil wohl aus baugesundheitlichen Gründen nicht mehr statthaft.

In der nächsten Wohnung ein komplett gefliestes Bad. Alles gefliest in Perfektion. Bis auf den Boden. Da hat man dann auch gleich gesehen, wo wohl der Vormieter versehentlich einige Zeit vor sich hin verwest ist.

Mein Ekelbedarf ist heute leicht gedeckt. Satt bis an die Oberkante.

2012-01-19

Mails weg!

Ich habe es leider neulich geschafft (naja ich, ich glaube ja immer noch eher an einen Bug bei gmx) meine Mails alle zu löschen, die Ihr mir an meinen Mail-Account rechts stehend geschickt hattet.

Also die Mails mit Wohnungstipps, Jobangeboten, Terminvorschlägen zu Treffen oder einfach netten Worten!

Wenn ich nicht geantwortet habe, liegt es nicht an mangelndem Interesse, noch weil ich die Ausgeburt an Höflichkeit bin. Es liegt einfach daran, dass die Mails weg und wie sich zeigt gmx sie auch nicht recovern kann/möchte.

Es tut mir wirklich sehr leid!

2012-01-17

Licht

Dort, wo ich jetzt wohne, liegt gegenüber dem Garten ein großes Familienhaus, in dem sich drei Generationen das Leben teilen. Vor zwei Jahren ist die sehr kleine Tochter zu Grabe getragen worden. Leukämie.

Jede Nacht brennt auf dem Balkon, der zu unserer Seite liegt, eine Kerze. Jeden Morgen stehe ich auf, setze mich mit der ersten Tasse Kaffee ins Wohnzimmer und dann sehe ich das Kerzenlicht und mir wird warm um's Herz, weil der kleine Engel immer weiß, wo er sein Zuhause hat und ihm so leicht gemacht wird, es wieder zu finden.

Dieses kleine Licht spendet mir jeden Morgen so viel Wärme und Hoffnung!

Wir sollten viel öfter Kerzen anzünden für unsere Lieben, die schon vergangen sind. Ganz nah bei uns, nicht auf ihren Gräbern. Sie sind dann näher. Und in diese Nähe gehören sie auch genau hin!

2012-01-14

Suchmeldung

Also, falls jemand etwas hört:

Ich suche eine zwei Zimmerwohnung in Berlin. Lieber ruhig als laut, lieber grün als Szene. Gerne ganz doll hell, noch gerner mit Bad(ewanne), einer Küche in der man wirklich mehr kochen, lachen und leben kann – also mehr als nur Kaffee aus Aluminiumsdöschen kochen kann. In der Tat: ich brauche mehr Küche als Schlafzimmer. Ich kann auch mit wenig Bad(ewanne) aber dafür dann mit viel Küche! Und wenn die Tiger und ich einen Balkon bekämen, würden wir uns sehr freuen! Maximal Warmmiete 500,- (äußerste Grenze). Die Wohnung darf gerne liegen in Charlottenburg/Westend, Tiergarten/Moabit, Schöneberg/Tempelhof, Steglitz, Kreuzberg/Neukölln. Diese Auswahl der Bezirke primär, weil ich in Charlottenburg arbeite, geboren wurde und aufgewachsen bin und das einfach mein Kiez ist.

Ja, ich ziehe auch in den Osten, halte aber die In-Gegenden aufgrund meiner geringen monetären Mittel im Zinssatz für eh nicht realisierbar bei der gegenwärtigen Preislage in Berlin, insofern ausgeklammert. Bitte das nicht als Ost-Rassisums zu verstehen.

Wer etwas hört, bitte einfach an mich denken!

Hatte ich eigentlich schon einmal erwähnt …

… dass Ihr alle toll seid?! So durch die Bank weg?!

Seid Ihr!

2012-01-13

Wohnungen

Also Wohnungsrecherche. Was immer sich bietet mit zwei Zimmern für wenig Geld, wird angeguckt. Da ist ganz interessant, was so in den Anzeigen steht und was letztendlich die Wohnung gar nicht hält. Beispielsweise die Gattung unsichtbarer Balkon. In der Anzeige ist er noch ausgeschrieben sichtbar, bei der Besichtigung hat er sich gelegentlich davon gestohlen. Auch der Begriff „frisch renoviert“ ist in seiner Auslegung charmant. Das ist so als würde ich behaupten, ich hätte mich geschminkt, nur weil ich nach dem Aufstehen einmal an Puder, Rouge und Wimperntusche gedacht habe, die Utensilien aber nicht eine Sekunde lang angefasst habe.

Wohnungsmarketing-PR. Ich bin da so etwas von raus!

Die Wohnung diese Woche am Bayerischen Platz fand ich entzückend und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen! Trotz der Kirche direkt schräg gegenüber (Kirchen werden hier in der Stadt zunehmend von muslimischen Gemeinden aufgekauft oder von niederländischen Architekten umgebaut, die bimmeln irgendwann eh nicht mehr). Sehr netter Kiez, U-Bahn direkt 100 Meter um die Ecke, wahrscheinlich hätte sich die Vibration in den Tunneln exzellent mit meiner elektrischen Zahnbürste vertragen. Ein Kilometer zum Kurfürstendamm zu Fuß. Aber: einfache Fenster. So dermaßen einfache Fenster, dass ich gar nicht wusste, dass es so einfache Fenster überhaupt gibt. Nicht einmal die olle Hütte meiner Oma in der Laubenkolonie hatte sooo einfache Fesnter! Also, ich hatte in meiner Wohnung auch alte einfache Fenster, die waren aber wenigstens doppelt angelegt in ihrer Einfachheit. Da half dann auch nix das schon vorinstallierte Katzennetz am Balkon. Ich will nicht mehr frieren, noch mich dumm und dämlich zahlen an den Energiekosten. Das hatte ich gerade.

Heute dann wieder zwei Wohnungen angeguckt am freien Tag. Die erste Wohnung – gerade im Rohbau befindlich – hatte zwei Zimmer, davon war ein Zimmer so groß, dass mein 140x200 cm Bett Klaustrophobie bekommen hätte. Und ich gleich mit. Am lustigsten war aber die Küche. Wir ahnten irgendwann, wir hätten sie in der klitzekleinen Ecke im Wohnzimmer gefunden. Da musste man aber genau hingucken. Und wenn ich klein sage, dann bin ich nicht sicher, ob in diese Küche überhaupt ein Herd und ein Kühlschrank gemeinsam hinein gepasst hätten. Ich grinste dermaßen blöd beim Verlassen der Wohnung, dass ich erst einmal a) die Treppen hinunter gehen musste trotz 1a 50iger-Jahre-Fahrstuhl und b) einige Zeit brauchte, bis sich meine Lippen wieder entspannten. Das war mit Abstand die kleinste Kochnische, die ich jemals sah!

Wohnung Nummer zwei hatte deutlich mehr Charme. Die Küche war im Vergleich zum Vormodell eine aus der Kategorie „unendliche Weiten”. Ohne Vergleich war sie eine Küche, in der man mit Installation einer Küchenzeile nicht mehr hätte sitzen können. Das Schlafzimmer war niedlich mit einer Nische angelegt. Das Bad hatte eine neue Miniatur-Badewanne und da weder im Bad noch in der Küche Platz für eine Waschmaschine wäre (oder in der Küche Platz für einen Geschirrspüler sein sollte) hat man nicht eine Wand zum Bad versetzt, sondern kurzerhand den Waschmaschinenanschluss sehr kreativ in den Flur in eine Nische gelegt. (Mein Freund, meine Kreditkarte, meine Waschmaschine …!). Diese Wohnung hat den schönsten Ausblick bisher überhaupt geboten: auf die Siegessäule, dann käme das Schloss Bellevue (das man aufgrund des vorgelagerten Baumbestandes nicht sehen kann), dann käme die Spree und dann … die S-Bahn direkt vor dem Haus. Ich hätte also mit dieser Wohnung alles, was ich jemals wollte in einem: Meerblick und mein kleines Stellwerkhäuschen an den Gleisen. In meiner Planung waren die Gleise allerdings immer stillgelegt. Hier sorgt die plötzlich wieder regelmäßig fahrende S-Bahn um Abwechslung von rechts und links im drei Minuten-Takt. Okay, Lino würde es lieben! Ich auch, die erste Woche lang. Der Balkon war so schön groß! Alleine den zu haben … warum die Hausverwaltung nun aber – auch diese Wohnung komplett neu renoviert, noch halb im Rohbau also fertig gestrichen aber noch ohne Laminat – dieser Wohnung auf einer Seite hin neue Schallschutzfenster spendierte, zur Rückseite im Schlafzimmer jedoch nicht (ich vermute da hört man eine S-Bahn, die direkt vor dem Haus verkehrt immer noch überdeutlich), weiß das Budget alleine! Diese Wohnung hätte ich leiden mögen, trotz ihrer knappen 2.40 m Höhe (was bei einem Menschen, der 180 cm hoch ist, nicht viel Kopfweite ist) aber das war mir doch ein bisschen zu viel S-Bahn auf einmal.

… to be continued.

2012-01-12

Lesen!

Dass es dich gibt

Die junge Verkäuferin …

… an der Kasse im Drogeriemarkt herrscht mit ihrem polnischen Akzent herrisch die Kundin vor mir an, aufgrund ihrer Kleidung eher als womöglich deutschstämmige Türkin früheren Jahrgangs auszumachen, sie solle das Geld gefälligst auf die Kladde legen und ihr ja nicht in die Hand geben, so wie die Dame mit Kopftuch es eigentlich tun wollte. Von mir, als nächster Kundin, lässt die Kassiererin sich das Geld ganz selbstverständlich in die Hand geben.

Wie ich diesen kleinen Alltagsrassismus doch hasse. Und dabei bin ich mir sicher, ich tue es vermutlich hier und dort auch, unbewusst, Menschen durch mein Handeln zu deklassieren, alleine weil in meinem Kopf immer wieder diese gesellschaftlichen Hirngespinste, auch Vorurteile genannt, sich gelegentlich die Macht erkämpfen.

Ich hoffe nur nicht zu oft. Es zu beobachten, macht traurig.

2012-01-11

Heute …

… komplett verschlafen. Ich kann mich nicht erinnern, wann mir das einmal vorher in der Art und Weise passiert ist. Ich bin nicht der Typ für das Verschlafen. Ich hätte um acht Uhr arbeiten müssen, um fünf vor acht Uhr bin ich aufgewacht. Und wunderte mich, warum es eigentlich schon hell wird. Da habe ich wohl gestern vergesssen, diesen einen letzten Druck im Handy auszuführen.

Natürlich ist es Sitte, teilt man sich ein Schlafzimmer auch mit Fellträgern, dass sie üblicherweise eine halbe Stunde vor dem Weckerklingeln einen zu dritt besteigen und bearbeiten aus dem sehr simplen Grund, sich nochmals eine Portion Bauchkrauleinheit abzuholen. Das funktioniert immer super! Und zwar egal, wann ich bei wechselnden beginnenden Arbeitszeiten anfangen muss: IMMER super! Auch morgens, wenn ich um fünf Uhr aufstehen muss und es auf jede Minute Schlaf ankommt! Also IMMER SUPER! Diese Katzen habe eine unglaubliche Affinität zu Schichtplänen!

Nur heute nicht. Heute Abend gibt es kein Abendbrot. So eine Schlamperei muss Konsequenzen haben. Es wird eine schlaflose Nacht werden. Morgen kann ich übrigens ausschlafen.

(Aus der Reihe: Peinlichkeiten im Beruf.)

2012-01-08

Kuschelmonster



Den Katerfratz sieht man links unter der Decke liegen. Oder auch nicht.

2012-01-06

Die liebe Düne Sieben …

… ist am 29.12.2011 ihren Weg zu Ende gegangen. Ich habe sie nie persönlich kennengelernt, aber sie war mir immer nah, wirkte auf mich so lebensfroh, so stark, so kämpfend für ihre Kinder, so liebend ihren Mann, ihre Heimat. Und nun fehlt sie!

Alles Gute, Mädel! Schön Dich erlebt zu haben!

2012-01-05

Zeitnot

So viele Dinge will ich erzählen, aufschreiben, teilen. Zeitnot. Eindrücke hier verarbeiten. Mein Leben strukturieren. Erfahrungen anvertrauen. Zeitnot. Warum haben meine Tage nur noch 12 Stunden einschließlich der Nächte? Gefühlt?

2012-01-02

Walnussjunkie



Tsja …

2011-12-31

2012

Ich wünsche Euch allen einen bravourösen Rutsch und vor allem ein wundervolles glückliches gesundes neues Jahr 2012, behaltet Eure Lieben, behaltet Eure Jobs, erfüllt Euch Eure Wünsche, genießt Euer Leben und passt bitte auf Euch auf – denn Ihr seid wertvoll!

Alles Liebe für Euch alle!

Werde …

jetzt ein letztes Mal 2011 in die Badewanne gehen und ein paar Tränen so still für mich hin wegen dieser tollen Leute im Internet vergießen!

2011-12-29

Der kleine Katerfratz …

frisst sehr gut und das Nierenfutter schmeckt ihm. Tally auch. Nishia ein bisschen. Aber Nishia ist ja eh eher mäklig. Tally indes ist grundsätzlich nie mäklig. Lino hat gestern sehr niedlich mit einem Papierschnipsel gespielt als er K. nebenbei erklärte, wie man Jalousien anzubringen hat. Und er jagt auch wieder die Mädels. Außerdem sieht er etwas besser aus.

Holz klopfen. Ganze Wälder beklopfen!

2011-12-27

Kam gerade über einen lustigen Newsletter rein …

Horoskop für die Waage (me inside):

„Ihnen ist klar, dass Sie im Jahre 2011 über Gebühr Federn gelassen haben. Machen Sie das beste daraus und stopfen Sie sich hieraus ein Federkissen. Silvester sollten Sie alle Kümmernisse zurück lassen. Sie haben die große Chance, in 2012 gleich mehrere Sprossen nach oben zu klettern. Ihr Glück würde es bedauern, wenn Ihre Schuhe aus schwerem Blei sind.”

(Aus der Reihe: der erste Satz war gut. Endlich mal wieder heulen vor lachen!

Erholung

Das war wohl nix zu Weihnachten. Ich bin so dermaßen durch …

2011-12-25

Lino-Update

Heute mit dem Katerfratz zur fünften Infusion beim Tierarzt gewesen. Endlich hat er auch etwas Blut gespendet und es war auch ganz gut, dass wir die letzten Tage ihn nicht mehr mit Probeläufen gequält haben, denn er hat das heute sehr tapfer wie ein kleiner Katermann ertragen! (Seht Ihr denn riesigen Katzenmutterstolz in den Zeilen?!) Bin froh, dass ich mir hier in Kladow den Tierarzt ausgesucht habe, der auch an Sonn- und Feiertagen jeweils zwei Stunden offen (und ein eigenes Labor) hat.

Die Infusion tut ihm ganz gut, er sieht viel besser aus und gestern Abend hat er auch wieder die Mädels verprügelt, was ich sehr schön fand (die Miezen nicht sooo …). Aber Nishia schläft jetzt nachts immer ganz eng an ihm dran, meine kleine Wonnemaus. (Sie ist so eine herzensgute kleine Persönlichkeit!)

Die Werte haben letztendlich erwiesen, dass es die vermutete Niereninsuffizienz ist. Die Werte sind noch drastisch erhöht. Ab sofort nur noch strikte Nierendiät. Das ist insofern doppelt tragisch, weil ich gerade dank so vieler lieber Futterspenden von Euch hier gerade eine halbe Futterhandlung mit wirklich hochwertigem Futter habe – nur eben keinem Nierendiätfutter für Katzen.

Euer Daumen drücken, dass die Diät anschlägt, wäre großartig. Mit etwas Glück kann ich ihn vielleicht wirklich damit und gelegentlicher Infusionstherapie noch ein paar Jahre glücklich behalten. Er ist ja nun mal mein Erbkater, die Verbindung, die wir da haben, ist doch eine besondere!

Vom Bauchgefühl her werde ich ihm noch zwei Tage Infusion geben lassen. Laut Tierärztin sind fünf als erste Therapiemaßnahme sinnvoll, bis zu zehn kann man geben. Ich habe das dumme Gefühl sieben an der Zahl sind der bessere Start zurück in ein gesunderes Leben.

Ansonsten heute gelernt, dass, wenn das Miez, der Hund dann die Weihnachtsverpackung geschluckt hat, das Tier sofort zum Tierarzt gebracht gehört! Nicht erst warten oder vermuten, bis sich das zersetzt. In den ersten zwei Stunden kann man mit leichter Sedierung die Tiere zum Würgen bringen und das Zeug rechtzeitg rausbringen, bis es die Magenwände zersetzt. Und ja: es war dann heute voller beim Tierarzt. Leider.

(Gleich den zweiten Feline Senses-Kalender in der Praxis gelassen, liebe Babs, die wissen nun auch Bescheid!)

2011-12-24

Fröhliche Weihnachten!



Ich wünsche Euch allen da draußen ein wunderschönes, geruhsames Weihnachtsfest mit fröhlichen Stunden, etwas Muße und Euer Herz wärmender Stimmung!

Genießt die Zeit im Kreise Eurer Lieben, denn sie ist letztendlich rarer als man sich vielleicht vorstellen kann.

Leider habe ich es dieses Jahr nicht einmal geschafft, Weihnachtspost zu versenden. Das tut mir leid! Ich hoffe, im neuen Jahr wird einiges wieder besser.

Ich denke gerade an viele von Euch, vor allem natürlich an diejenigen, von denen ich weiß, dass Ihr es gerade schwer habt. Lasst uns daran glauben, dass es irgendwann wieder gut und viel besser wird!

2011-12-21

Heute dann …

… ab zum Tierarzt. Der heiß geliebte Katerfratz wird immer dünner. Und bei der Tierärztin wollte er kein Blut spenden, weil das zu dickflüssig, weil er laut Tierärztin ziemlich dehydriert. Nicht, dass er nicht viel trinken würde. Tropf und morgen noch einmal versuchen. Sie fragte mich, ob ich ihn über Nacht dort lassen will, dann könnte sie gleich morgen früh, wenn er nüchtern ist …?

Als ob ich den noch mal eine Nacht aus den Augen in fremder Obhut lassen würde.

Aber es darf jetzt wirklich und bitte aufhören! Dieses Jahr hat sein Maß um Längen überschritten, ich bin bis über die Kante satt und jetzt bitte kein Katzendesaster für die nächste Zeit. Nicht auch das noch.

Drückt dem kleinen Prinzen bitte alle Daumen. Er wird 2012 zwölf Jahre alt. Ich weiß das alles, aber nicht jetzt. Und später bitte auch nicht!

(Aus der Reihe: Tod, Du Arsch, gehe weiter!)

Edit 22.12.2012: Heute früh noch mal zur Blutabnahme und Tropf. Den Tropf erhält er jetzt die nächsten fünf Tage, der hat ihm heute morgen auch sichtlich gut getan. (Sonst ist er ja gut drauf, wie immer, zum Glück.) Aber Blut wollte er wieder kaum abgeben, ist immer noch nicht fließend. Es ging nur der Zuckertest (okay) und vielleicht das kleine Blutbild. Nierenstatus muss noch warten, Schilddrüsentest sowieso. Ab sofort erhält er prophylaktisch Diätfutter. Morgen also wieder schlimm in den Korb, schlimm Auto fahren, schlimme Menschen in weißer Kleidung bemaunzen. Aber wenigstens nicht mehr schlimm, sehr schlimm, mega schlimm nüchtern sein müssen. Aber den Tropf hat er sich heute bei mir auf dem Arm (nach der schlimmen Blutabnahmeprozedur) geben lassen. Und Lino findet ja auf dem Arm sein sonst immer nur was für Mädchenkatzen.

Ich liebe den doch so doll!

2011-12-19

Die gute Nachricht in kurz …

… weil ich momentan nicht die Zeit für das lange Blogpost finde oder auch einige Nerven verlegt habe und ständig jemand an der Zeit dreht wie tollwütig: ich/wir (wir unter Vorbehalt, denn vor allem hat die Aktion K. gemacht, weil bei mir die Nerven blank lagen und ich arbeiten musste) habe/n seit letzter Woche meine Sachen bei diesem Pfandhaus ausgelöst und erst einmal in einen StorageCenter gebracht.

Das hat nur funktioniert dank Eurer Hilfe und Großzügigkeit! Und das werde ich Euch nie vergessen!

Zwar komme ich an die Sachen jetzt auch nicht ran, weil der Raum bis unter das Dach zugestellt ist. Aber sie gehören wieder mir! Und ich habe die Kameraausrüstung hier bei mir, d. h. ich kann also wieder arbeiten!

Tonnen von Steine sind letzte Woche von meinem Herzen gefallen. Ein Punkt mehr in dem Gefühlswirrwarr, aber ein guter dieses Mal.

Vielen Dank an Euch alle! Und lieben Dank an K.!

Nishia sieht …

das kleine rote Tier mit dem Puschelschwanz in rot, den sie selbst ja in grau trägt, hinter der Fensterscheibe und … schnurrt!

2011-12-16

Blogwichtel 2011

Die letzten Beiträge in diesem Blog haben mich sehr nachdenklich gestimmt. Wieso hat niemand vor ihrer mutigen Offenbarung von der Not der Bloginhaberin Notiz genommen? Und – habe ich selbst schon den Blick dafür verloren, wie es meinen Mitmenschen so ergeht? Ich hoffe nicht. Ich hoffe, dass mir noch jeder Einzelne auffällt, der eine helfende Hand benötigt. Ich habe schließlich auch geholfen, soweit ich konnte. Und ich möchte daran glauben, dass alles gut ausgeht. Wie in einem Märchen.

Es war einmal ein kleines Mädchen, dem waren Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Kleider auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte.

Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld. Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: "Ach, gib mir etwas zu Essen, ich bin so hungrig." Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: "Gott segne dir's", und ging weiter. Da kam ein Kind das jammerte und sprach: "Es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich es bedecken kann." Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror, da gab es ihm seins; und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte: 'Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben', und gab es auch noch hin.

Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel und es waren lauter harte, blanke Taler; und ob es gleich sein Hemdlein weggegeben, so hatte es ein neues an, und das war von allerfeinstem Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.

Aus dem Märchenbuch der Gebrüder Grimm

In diesem Sinne wünsche ich Dir frohe Feiertage und ein besseres neues Jahr.
Dein Blogwichtel.

Im Rahmen der Blogwichtelei hat mir mein Blogwichtel dieses liebe Wichtel zukommen lassen, für das ich mich herzlich bedanke! Ich weiß, dass es unter den momentanen Inhalten hier sicherlich nicht leicht war, ein Wichtel zu basteln. Die Wünsche für ein besseres Jahr werde ich mir hinter die Ohren schreiben!

2011-12-13

Der sehr liebe anonyme Brief …

ist angekommen! Herzlichen Dank, doch das muss jetzt sein!

2011-12-09

Morgen ist Samstag.

Morgen will ich Rad fahren. Stundenlang Rad fahren. Über Felder. Im Grünen. Ich glaube, wenn das nicht klappt, laufe ich bald Amok. Und das will ja keiner.

(Aus der Reihe: bin radfahrtechnisch auf Turkey. Und das ist NICHT lustig.)

2011-12-07

Die drei tiefliegenden Fellträger …

… die haben es gut hier. Wir haben zwei Fenster zu ebener Erde in unserem Zimmer, die direkt in den Garten zeigen. Auf dem Baum treffen sich morgens drei Eichhörnchen. Die Amseln und Blaumeisen geben sich ein frühes „Stell Dich ein” und Lino hat morgens schon mit ihnen sein regelmäßiges Date verabredet. Das Großartige hier sind wohl die Fensterbretter auf denen die Katzen überall Decken zu liegen haben und sich richtig breit und gemütlich hinwerfen können und dieses ganze Gartenleben bewundern können.

Nishia hat neulich, puschelschwänzig wie sie ja nun mal ist, das ebenso puschelschwänzige Mitglied aus einer weiter entfernteren Linie, dieser komischen mit der Neigung zu Walnüssen, von ganz ganz nahem gesehen und sie diskutiert seit dem mit mir ihre Herkunft. (Als ob ich davon Ahnung hätte.)

Tally hat hier relativ früh schon am zweiten Tag ihre Deckung aufgegeben, was für sie bei ihrem Wesen nach dem Erlebten, wie ich fand, erstaunlich früh war und sich dann doch wieder stark zurückgezogen. Sie kam aber nachts immer ins Bett. Es scheint doch für das kleine Katzenmädchen sehr wichtig zu sein, ihre Bezugsperson dabei zu haben. Mit mir, für mich, stemmt die kleine bunte Maus so einiges! Ich bewundere sie. Letzte Woche gab es zwei Mal frische Pute, seitdem meint sie, alles ist wieder gut. Sie ist eigentlich die geborene Foodbloggerkatze. Kaum hat sie etwas im Bauch, kennt sie keine Probleme mehr.

Nishia und Lino waren die ersten Tage sehr sehr eng beieinander. Erstmals haben sie zusammen gelegen und geschlafen. Es stimmt eben: stecke Katzen gemeinsam in eine Ritterrüstung und lasse sie gegen den gemeinsamen Feind kämpfen, dann vertragen sie sich schon.

Sie haben hier im Haus zwei Treppen, eine zum runterfegen; die andere zum sehr lässig elegant drauf abhängen. Nishia kann das besonders gut! Sie ist auch der perfekte Mopp, kann man nicht anders sagen, wenn sie dann so über den Boden rollt. Der Katerfratz kann im hohen Hausflur schöne mallorquinische Arien singen. Laut singen. Und weil er das kann, macht er davon auch sehr viel Gebrauch. Hier ist auch viel Fläche zum Rennen, er mag das. Doch, ich glaube, sie mögen das Haus! Lino hat entdeckt, dass man auf mir sitzen kann, wenn ich liege. Hat er vorher noch nie gemacht. Sie können mir momentan alle nicht nahe genug sein.

Sie haben wunderschöne Pakete von Euch bekommen und die machen ihnen Spaß ohne Ende. Spielzeug, Sabberkissen, dieser unglaublich tolle Kratzbaum, den sie wirklich alle drei lieben! So leckere Sachen. Und ich habe so viel Freude daran, sie verwöhnen zu können!

Sie sind sehr kuschlig. Oder vielleicht bin ich es auch nur. Sind sind gerade ein unglaublich souveränes Team und machen mir viel Freude und Mut mit ihrer Gelassenheit. Es schenkt viel Ruhe so einen warmen Katzenbauch in der Hand zu haben. Dank der Katzen ertrage ich einiges wohl besser als mir das ohne sie gelingen dürfte. Es ist gut zu wissen, man kommt irgendwohin und sie sind dort! Diese kleinen niedlichen Lebensanker.

2011-12-04

Kraft

Ihr gebt mir so viel Hilfe, es ist unglaublich. Und ich habe die Dimension Eurer aller Unterstützung längst noch gar nicht erfasst. Es ist so viel Gutes, das muss ich verarbeiten. Das dauert noch.

Bin zur Zeit ziemlich durch den Wind, manchmal funktioniere ich ganz prima. Dann stehe ich Freitag auf dem Rixdorfer Weihnachtsmarkt auf den mich liebe Freunde zur Abwechslung entführt haben und lese an dem einen (es ist der karikative Weihnachtsmarkt Berlins) Stand, der sich für wohnungslose Menschen in der Stadt engagiert eben jenes Wort „wohnungslos” und in meinem Kopf fühlt es sich an, als knallte ich gerade mit 200 Sachen gegen die Mauer. Abstrus. Der Schock wirkt nach, ich habe zum Beispiel, das habe ich heute gemerkt, überhaupt keinen Orientierungssinn mehr. Man stellt mir Fragen und mir ist jede einzelne davon zu viel. Entscheidungen sind gerade mein Ding nicht. Ich gehe vorwärts, in kleinen Schritten. Alltag finde ich gut.

Ich versuche meinen Job gut zu machen und dort zu strahlen. Auch abstrus: hinten kracht Deine Welt runter, vorne bleibt die Fassade stehen. Ich bin gerade wie eine hollywoodesque Westernstadt. Vorne Saloon, direkt dahinter endet die Kulisse und es weht ein rauer Wind die trockenen Pflanzenballen über den Sand. Relationen: es war eine Woche mit vielen technischen Problemen auf der Arbeit. Ich grinste. Für Kollegen, deren Leben vielleicht momentan angenehm dahin plätschert, war das natürlich der GAU der Woche, dementsprechend die Stimmung. Für mich war das – im Vergleich zu meinen anderen Schwierigkeiten – lediglich wie ein Spaziergang bei 30 Grad im Schatten auf weißen Sand am blauen Meer, hinten am Horizont das weiße Segelboot und das einzig wirklich Dumme an der Situation, dass die Cocktails schneller warm werden als man den Alkohol trinken kann. Wie gesagt, Relationen.

Ich tue auf Twitter und Facebook so, als wäre alles in Ordnung. Irgendwie ist das therapeutisch für mich. Wie sich einmal zur Pause abmelden können vom Fließband.

Mir haben sehr sehr viele Menschen geschrieben (hier und in meinen Mails) oder mich angerufen, die mir erzählt haben, dass sie sich selber schon in einer Situation wie der meinen befunden haben. Sei es gesundheitlich, sei es finanziell mit Wohnungsräumung oder eben sehr kurz davor. Menschen, die ich teilweise persönlich kenne und bei denen ich, wie man so schön sagt, natürlich auch „nie gedacht hätte”, dass sie einmal so dunkle Zeiten selbst erlebt haben, denn ich erlebe sie heute teilweise sehr erfolgreich in ihrem Leben oder überhaupt am Leben oder wenigstens auf dem Weg der Besserung. Eure Offenheit hat mir in dieser Woche so unglaublich viel Mut gemacht und Kraft gegeben, es vielleicht doch irgendwie schaffen zu können. Vielen Dank für Euer Vertrauen, Eure Offenheit tut mir sehr, sehr gut. Dieses Feedback ist neben Eurer Großzügigkeit, die ich auch noch nicht verstanden habe und verwundert ansehe – entschuldigt bitte, ich bin wirklich ein wenig überfordert gerade, – das, was mir gerade so enorm, vielleicht am meisten gerade hilft! Danke. Ich fühle mich nicht mehr ganz so schmutzig.

Ich habe gut daran getan, meine Geschichte aufzuschreiben. Mein Blog ist ein guter Ort. Ein irgendwie magischer. Ich habe hier oft meine Traurigkeit in Worte gefasst und oft änderten sich danach die Dinge im Leben wie von selbst durch Zauberhand.

Diese Mal seid Ihr alle die Zauberhand! Danke Euch allen, die Ihr mir in den größten Variationen Hilfe angeboten habt. Mir haben wildfremde Menschen Kameras zur Leihstellung oder auch als Geschenk angeboten, damit ich erst einmal wieder arbeiten kann oder eben mich in dieser Situation mit meiner Fotografie therapieren kann. Ich habe das alles abgelehnt, weil ich Angst hatte in meiner schlechten Phase da irgendetwas zu verlieren, kaputt zu machen. Ein sehr sehr lieber Freund (Micha, ich bin sehr froh, dass Ihr zwei, drei, vier in der Stadt seid!) hat mir einfach seine in die Hand gedrückt. Keine Widerrede!

Jemand, der in Paris lebt, und selten in der Stadt ist aber einen Transporter besitzt, hat mir angeboten, wenn es soweit ist, beim Transport zu helfen in seiner knappen Freizeit. Ein anderer toller Mensch schrieb lapidar, „schreibe für meine Zeitung über Fotografie, wenn Du magst!” Zwei Bücher zur Besprechung habe ich hier schon liegen. Nur zwei Beispiele! Ihr habt mir so viele Hände gereicht, ich konnte Euch noch gar nicht allen antworten. Entschuldigt bitte, es ist nicht böse gemeint – ich tue das noch!

Mittwoch kam ich von der Arbeit nach Hause und fand drei große Pakete von lieben Menschen vor! Ein wundervolles Paket für mich und die Katzen mit lauter Leckereien, ein wertvolles Paket mit besonderem Diätfutter für meinen Kater und zwei wunderschöne Burmesenkater haben meinen Dreien einen dermaßen tollen Kratzbaum geschenkt, dass sie nur noch breit grinsend durch die Gegend laufen (wenn sie den denn überhaupt mal verlassen.) Ich habe geweint vor Freude.

Gestern nacht habe ich zum ersten Mal lange und gut, vor allem durch geschlafen. Seit Monaten das erste Mal! Dann habe ich lange mit den Katzen geschmust und bin hier, bei den Freunden, bei denen ich derzeit wohne, in den Garten gegangen und habe mir Blasen an die Finger Laub geharkt. Ist das gut gerade körperlich zu arbeiten an der frischen Luft. Ich wollte nie ein eigenes Haus haben. Aber es ist sehr praktisch, wenn Freunde eines haben! Ich wohne bei ihnen einen Raum im ausgebauten Keller des Hauses, habe ein eigenes Duschbad und kann hier auch erst einmal bleiben (solange ich den Kamin putze, den Garten bestelle, den Boden schru… (kleiner Witz). Sie sind großartig. Sie kümmern sich, nehmen mir viel ab. Ich fühle mich im Moment aufgehoben. Aber es ist auch schwer all diese Dinge zu tun, die ich jetzt tun muss. Der Gang neulich zur Insolvenzberatung war schwer. Ich bin gar nicht so weit. Ich will das nicht. Es muss einen anderen Weg geben! Aber die Frau dort sagte etwas sehr Kluges: „Kümmern Sie sich jetzt erst einmal um sich!” Sie hat Recht, ich muss von diesem Druck runter, sonst wird das nichts auf lange Sicht. Ich musste da nicht alleine hingehen. Es gehen Freundinnen mit, die ich nicht einmal fragen muss, ob sie das tun würden. Sie sind einfach da. Ich habe Glück!

Danke C.! Danke K.! Danke B./M.! Danke Melody! (Ich hätte das nie gekonnt.)

Ich konnte Leute im finstersten Moment anrufen und sie standen mir 20 Minuten später bei. Ich habe Glück! Ich darf morgen arbeiten gehen! Ich habe Glück! Ihr seid da und jeder einzelne von Euch, der mir beisteht, ob mit Worten, angebotener Hilfe, angebotener Arbeit und Eurer unglaublichen finanziellen Unterstützung. Ich habe Glück. In dieser ganzen unerträglichen Situation habe ich so viel Glück!

Danke!

Danke für's Kraft spenden!

2011-11-18

Pausenzeichen

Mir ist gerade mein Leben komplett gecrasht. Daher hier erst einmal auf unbestimmte Zeit Pause.

2011-11-13

Blogwichtel 2011

Da werden jetzt im Wilderkaiserblog die Anmeldungen bis zum 30.11.2011 entgegen genommen!

2011-11-12

Hameln …

… beflastert gerade Berlin mit einer hübschen Tourismuskampagne. Faszinierend dreist teilweise. Eine der gelungeneren Kampagnen in diesem Jahr! Und auf alle Fälle eindeutig frischer und fescher als unsere „be berlin”-Kampagne.

Und ich dachte …

… immer, ich wäre bei Twitter ein echter early Adopter gewesen – aber nein:




Bin aber froh, dass sich dyskalkulische Unternehmen so lange am Markt behaupten können.

2011-11-11

Viele Tage …

… war der Rechner krank.
Jetzt läuft er wieder, Gravis sei Dank!

(Aus der Reihe: vermisse einen Rechner nach nur einem Tag mehr als einen Mann nach der gleichen kurzen Zeit.)

2011-11-10

Geklärt.

Die Definition von Blog.

2011-11-09

Kinders, ich hätte da jetzt die Lösung für unsere Probleme!



Weihnachten ist ja bald, näch?

Was …

… sind schon Schnupfen, kaputte Festplatten und sonstige Katastrophen gegen diese Meldung? Der elektrische DeLorean … er fährt!

2011-11-08

Woanders …

… sterben Menschen. Auch für uns. Sie selbst werden sich die Medikamente nie leisten können.

Die junge Frau …

sitzt morgens in der U-Bahn neben mir und liest in ihren Schulungsunterlagen. Ich tippe auf Medizinische Fachangestellte, nun vielleicht auf Medizin, erstes Semester. Sie hat in ihrem dicken Handout, also ihren gebundenen Unterlagen, das Thema Notfallmedizin aufgeschlagen und ich blicke auf ein Kapitel, das sie gerade liest mit dem faszinierenden Titel „Work Chart Life Base Support”. Sie (und ich) sieht auf ca. drei Seiten mit Kästchen und Pfeilen, die letztendlich nichts anderes aussagen als: Patienten im Notfall stabilisieren und dann 112 anrufen.

Ich fasse es nicht. Was war den so falsch am schönen alten Begriff „Erste Hilfe”? Zu feministisch? Zu rassistisch? Zu wenig mordern? Zu wenig sachbezogen? Zu nahe am Thema dran?

(Aus der Reihe: seufz!)

2011-11-06

Wenn …

man sich unter Freunden nichts mehr zu sagen hat, dann fährt man einfach Samstags gemeinsam zu Ikea und geht durch die gesamte Ausstellungsfläche anders herum. Also gegen den Strom. Das bringt viel Freude in den Alltag, neuen Gesprächsstoff und man fühlt sich gemeinschaftlich ein bisschen wie die Rocker, so … aussätzig.

Wir taten das gestern und das ließ den Ausflug in das schwedische Albtraumkaufhaus in einem völlig neuen sympathischen Licht erscheinen. Ich hatte besonders viel Freude daran, weil ich erstmals in einem der neuen Ikea-Kaufhäuser im Ostteil (also geographisch gesehen) der Stadt war, die interessanterweise gar nicht so identisch zu den Ikea-Häusern im West- bzw. Südteil der Stadt dem kommerzwütigen Bürger vor die Nase gesetzt wurden, wie immer behauptet wird. Ich fordere sofort für die Pflanzenabteilung im Tempelhofer Ikea auch ein eigenes Café im Grünen! Dort fordere ich übrigens auch die 9-Minuten-Service-Regel, denn dann komme ich gar nicht dazu mich überhaupt erst in Klippan zu setzen und immer wieder zu befinden, dass das in Leder ja doch ganz angenehm zu beflezen ist. Allerdings möchte ich betonen, dass der große Lastfahrstuhl im Tempelhofer Ikea viel viel und noch mal viel cooler ist, als der in Lichtenberg.

Gestern also waren wir Rocker. Bis wir leider unsere Meister fanden, ein Paar, dass in der oberen Abteilung vor uns auch gegen den Strom der anderen Lachse schwam – aber MIT Einkaufswagen. Haben wir notiert für das nächste Mal. Offensichtlich geht da noch was in der Kompetenzaneignung. Wenn ich die Variante Einkaufswagen an einem Adventssamstag durchabe, könnte ich mir durchaus vorstellen zusätzlich vorher bei Bekannten einen Kinderwagen auszuleihen und mit diesem als auch dem Einkaufswagen ganz oben gegen die Massen zu agieren. Es hat was von einem Rebirth-Seminar, es ist wie „Tschaka” unter Palmen, es ist wie auf Speed ohne Schlafmangel!

Seit einiger Zeit kaufe ich ja nur noch Bettwäsche bei Ikea. Nicht nur wegen des Designs, das mich dort deutlich weniger schreckt als Hermés-Nachdrucke bei Karstadt. Letztendlich hoffe ich immer, die würden bei Ikea endlich die Designs der Kinderabteilung auch für die Betten der großen Kinder feilbieten. Nein, ich stehe auf diese Druckknopflogik. Druckknöpfe an Bettwäsche, maximal drei davon, halte ich für die größte Erfindung seit der Citroen Déesse und Apple Computer. Ich liebe Druckknöpfe an Bettwäsche. Und ich liebe Kopfkissen gänzlich ohne jeden Knopf nur mit einer Stofflasche einseitig, hinter der man wundervoll das Kissen räumen kann, so dass es nie seine Hülle verlassen wird. Es lässt sich vieles zu Ikea sagen, auch Bitteres, (alleine wie viele heiße Hunde dort jährlich sterben) aber Bettwäsche bauen: das können die Schweden! Ich kaufe nicht nur seit einiger Zeit Bettwäsche bei Ikea, ich kaufe seit einiger Zeit auch schon die Bettwäsche in der Zwischengröße 155x220 cm. Ich bin bekanntermaßen kein Erdnuckel vom Wuchs her und ich finde gelegentlich schon Betten in Länge von nur 200 cm eher grenzwertig – ich wachse nämlich im Schlaf. Außerdem schlafe ich selten alleine, manchmal mit Mann, immer mit Katzen. Wir haben somit hier und da unsere Probleme. Mit einer größeren Bettwäschendecke fand ich das immer angenehmer zu schlafen, denn man hat einfach mal mehr Stoff in den man sich wickeln kann. Die Katzen haben außerdem mehr Stoff auf dem sie sich breit machen können. Der Mann hat mehr Stoff von dem er nichts abgekommt. Mehr Stoff im Bett ist, meiner kleinen Meinung nach, einfach das A und O der gehobenen Bettkultur.

Gestern, ich hatte noch Gutschein- und Umtauschkarten einzusetzen, schenkte ich mir eine neue Bettdecke für den Winter. In Ikeasprache heißt das übrigens: Wärmestufe 6. Und wie ich mir die Decken so ansah, fiel mir ein, ich könnte tatsächlich auch meine Bettdecke auf eine Nummer größer upgraden, denn Bettwäsche habe ich in diesem Maß nun ausreichend bis ohne Ende. (Frauengene inside!) Und ich tat das. Für die Bettdecke entschied ich mich erstaunlich schnell. Für das neue Kissen deutlich langsamer, ich bin nämlich wie immer und in fast allem ein Zwitterwesen. Ich schlafe nämlich auf dem Rücken (ein), in der Seitenlage (weiter) und höre erst auf, wenn ich in der Brustlage dem zarten Summen des Funktelefonweckers alternativ dem Schnurren einer Katze auf meinem Rücken nachzugeben gedenke. Ikea kann sich nur vorstellen, dass man maximal zwei Dinge im Schlaf tut. Also wählte ich ein nicht so hohes Kissen für Seitenschläfer, hohe Kissen sind nämlich nicht so meines. Und der Hinweis, dass ich das richtige Kissen erwählt hatte, bewiesen prompt zwei Katzendamen, die, nachdem die Ware frisch bezogen war, das Kissen einfach toll, toll, toll fanden. (note to myself: immer zwei neue Kisssen kaufen!) Die Bettdecke ist auch toll, sie ist viel fluffiger, schwerer weil stärker gefüllt als die alte leichte Bettdecke (bestimmt nur Wärmegrad 2.87 – wir kannten uns damals in den schwedischen Normungen noch nicht so gut aus). Ich musste heute früh die Hälfte meiner Bettbekleidung entfernen, wegen dem unerwarteten Hitzestau. Ansonsten war ich die Nacht auch hier und da gelegentlich wach, weil drei Katzen natürlich – wie es sich für ordentliche Katzen gebührt – das neu hinzugekommene Bettdeckenrevier im Kampf untereinander neu aufteilen mussten. Nicht, dass sie nicht weiterhin eng an mir oder auf mir schlafen würden aber alleine, dass rechts und links 10 cm und nach oben und unten je 10 cm dazu gekommen sind, zwingt die alte Prioritätenliste im sich Ausbreiten und Langstrecken eine völlig neue Überarbeitung auf. Da kann schon mal was vom Schlaf drauf gehen …

Derweil vermute ich, dass Katzenbesitzer, die ein Bett vom Grundmaß von 140x200 cm auf 160 oder gar 180 cm upgraden würden, nachher die gleiche Arschkarte behalten, die sie schon bei 90x200 cm hätten haben können. Kann das sein? Aber Schlafzimmertür ist ja auch keine Lösung nicht.

2011-11-03

Strike!

Es gibt sie noch, die Journalisten, die echt völlig total frei und ambitioniert interviewen!













(Aus der Reihe: geht jetzt zum Weinen besser mal ins Tiefgeschoss!)

So, die Damen und die Herren …

… jetzt machen wir mal ein bisschen Sport!



(via Britta Pietschmann auf meine locker auf Facebook gesponnene Idee, man könne ja mal über Poledance-Workshops nachdenken.)

Heute …

das erste Schild gesehen „Wir nehmen ab sofort Pfannkuchen-Vorbestellungen entgegen”. Das fand ich lustig. Denn wie wir wissen, ist der der Pfannkuchen per se eine Rarität in der Stadt. Egal zu welcher Jahres- und Festlichkeit.

2011-11-02

Blogwichtel 2011 – Freiwillige vor!



Huch, wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon … ja, ist es! Da uns nun Adventskalender mit nackten Jungs vorne drauf klipp und klar sagen, dass der 1. Advent, wenn nicht sogar auch der 1. Dezember relativ nahe vor der Tür stehen, wird es Zeit die ersten leisen Glöckchen hinsichtlich des allseits beliebten, von den Teilnehmern immer wieder unterschätzten, wundervollen, einmaligen, nie zuvor da gewesenen Blogwichteln anklingeln zu lassen. Worum es dabei im Groben so geht, ist hier am Beispiel des letzten Jahres erklärt.

Bevor es aber nun schon zum fünften Mal in die wichtelnde Runde geht, brauchen wir einen neuen Organisator für dieses Jahr. Ich werde es diese Jahr nicht machen können, mangels Zeit und Muße – das ist vorhersehbar. So oder so, denke ich, ist es eine faire Sache, wenn sich ein Jeder einmal abwechselnd um die Fäden im Hintergrund bemüht und somit bin ich für ein „Ja, ich mache es!“ hier in den Kommentaren nicht undankbar. Kleiner Hinweis: die letzten beide Male haben Frauen die Quote bedient, es wäre also Zeit für einen männlichen Volonteer – sonst bekommen wir Probleme mit dem Gleichstellungsgesetz. Wollen wir ja nicht. Es ist übrigens ein Gerücht, dass man für die Auslosung einen Katzen-Ausschuss sein Eigen nennen muss, hilft aber, das werfe ich anhand eigener Erfahrung ein, ungemein!

Edit! Das ging ja fix (und es fiel die Auswahl bei den vielen konstruktiven Nennungen auch gar nicht schwer) freiwilliger Blogwichtelorgafreak 2012 ist Wickie vom Wildkaiserblog! Also künftige Instruktionen zum jährlichen Jahresenzeitflügelfigurendspiel dann dort bzw. bei Twitter unter @Wickie. Ich freue mich, dass das fundamental wichtige Online-Weihnachtsfeiern auch 2012 in eine neue Runde geht!

Der re:publica 2012-Vorverkauf

hat begonnen! Tickets, Infos, Spaß hier!

2011-11-01

Legendär!

Da wo ich heute mein Tagesgeschäft antrat, hatte man extra für mich den lässigen Chill-Room mit mannhoher Kaffeemaschine de luxe als auch Sirupauswahl ohne Ende installiert bzw. eröffnet. Fand ich jetzt doch etwas übertrieben, andererseits hat mich deren Fürsorge auch mächtig gerührt …

(Aus der Reihe: es lag sogar die neue eine Max auf dem Tisch mit einem Mini-Keanu-Artikel.)

Oh wow! Oh wow! Oh wow!

Die Trauerrede von Monica Simpson, Schwester von Steve Jobs über ihn, ihr Kennenlernen und seine letzten Worte.

Lieber Oktober 2011!
























Herzlichen Dank für Dein herrliches Wetter, die sonnigen Tage, die wundervollen blauen Himmel, die fast warmen Temperaturen, die Sanftmut Deiner Farben, die perfekten Sonnenuntergänge, die großartigen Düfte!

2011-10-31

Lange nicht mehr so gelacht!

Sie dürfen sich diskriminiert fühlen als …

Ja, Diskriminierung ist ein ernstes Thema aber das hier entspricht in etwa meinem Verständnis hinsichtlich der aktuellen Diskussion, die stellenweise wirklich schräg, schräg, schräg verläuft. Ich glaube, manchmal ist etwas Humor wirklich die beste Medizin! Und hier und da ist es vielleicht ganz gut, sie zur Prophylaxe zu schlucken.

„Wer nichts hat …

, der ist am Ende noch normal und das ist nun einmal wirklich kaum zu heilen.

Malte Welding, „Opferkult” aus seinem Buch „Männer und Frauen passen nicht zusammen – auch nicht in der Mitte

Sehr schöner Aufmacher vergangene Woche …



in der großen deutschen intellektuellen Tageszeitung: „Bei »Bauer sucht Frau« stinkt es zum Himmel!” Die dahinter liegende Neuigkeit für den „Daily Tagebuch aus dem Milieu”-Zuschauer: Bauern sind gar keine Bauern, die Kühe kalben gar nicht in echt, die Küsse wollen nicht geküsst werden, die Inka heißt eigentlich der Ingo und die geweinten Tränen haben auch noch nie einen menschlichen Tränenkanal von innen gesehen.

Ich ahnte immer schon, eine jede Frau, die relativ früh in diesem Format die Rückreise nach Hause antreten darf, hat Glück – ihren persönlichen Jackpot in der Tasche. Auch war mir schon nach der ersten Staffel klar, ab jetzt kaufen sie die Bauern ein, denn mehr als sechs Wahnsinnige in diesem Beruf auf dem Land unter den Bedingungen kann es in Deutschland nicht mehr geben. Und warum ich auch noch sehr früh wusste, warum das Format von RTL erstunken und erlogen ist? Weil Bauern nun mal SO aussehen!

2011-10-30

Kennt Ihr das?

Seit 30 Jahren keine analogen Fotos mehr geklebt haben und jetzt dieses EINE Foto suchen?

Rituale …

Ich sitze gerne auf Böden. Grundsätzlich. Das ist meiner frühkindlichen buddhistischen Sozialisierung geschuldet. Wir haben damals viel Zeit auf Fußböden verbracht. Wir haben auch immer unsere Schuhe in geschlossenen Räumen ausgezogen. Macht man so vor dem Butsudan. Wir trugen dabei nie Hausschuhe. Deswegen tue ich all das auch heute noch gerne bzw. nicht so gerne. Wer mir in seinem Zuhause Hausschuhe offeriert, quält mich. Ich möchte a) keine Hausschuhe tragen und b) auch keine Hausschuhe, die mir unbekannte andere Menschen vor mir schon trugen. Das hat für mich was von getragener Unterwäsche von Fremden tragen müssen. Mag ich nicht. Als ich übrigens einige Jahre nicht praktiziert habe und dann wieder zu einer Versammlung gegangen bin, saßen plötzlich alle Buddhisten auf Stühlen und trugen Schuhe. Da habe ich wieder einmal gemerkt, immer wenn ich in meinen social geskillten Bewerbungsunterlagen behaupte, ich sei flexibel, stirbt irgendwo auf dieser Welt bestimmt ein giftiger Röhrenpilz.

Wo war ich? Ich sitze gerne auf Böden. Das Ritual will nämlich, dass ich Samstags im Discounter den Werbeprospekt mitnehme und im Hausflur die gesammelten eingeschweißten Werbeprospekte aus dem Mülleimer entnehme, den irgendein Nachbar dorthin entsorgt hatte, der nicht so klug wie ich war seinen Briefkasten mit einem „Keine Werbung!”-Aufkleber aufzuhübschen. (Mir war damals wirklich nur nach Verschönerung zumute! Ich hatte ja keine Ahnung, dass ich mich damit tragischerweise dem gemeinschaftlichen sozialen Kauferlebnis 2.0 entsage, weil ich nie die sein werde, die als Erste twittert „Der Ikea-Katalog ist da!”)

Wo war ich? In der Küche. Auf dem Boden. Da sitze ich also Sonntags immer ganz gerne mit einer Tasse Kaffee, gebe zwei Katzen einen aufs Haus aus, die Dritte mag Milch so wenig wie ich die Hausschuhe, und lese diese Prospekte gemächlich entspannt, so wie andere echte Intellektuelle die wöchentliche Sonntagsausgabe der ZEIT. Und das liest sich dann schon einmal so:

Uhrenradio mit Projektion
Stereo Boombox
Digitales Elektrostimulationsgerät „SEM 40” 3-in-1
Electro-FleX* Reflexzonen-Massagegerät
AirClean Ionizer
Maxx Bodycare „Taiko” Klopf-Massagegerät
Damen-Kuschelsocken
4 in 1 Infrarot-Thermometer
Maxx Cuisine Salat Plus Salatschleuder
6er Pack Teeglässer
Glaskanne
Fruchthelfer-Set
Nur echt mit dem Scottie. (Üblicher Prospekt-Claim immer rechtsseitig links oben gedruckt. Hier besonders lustig, weil dann folgt:)
Salzkristall-Leuchte
Kochrezeptfächer oder Die 100 besten …
Edelstahl-Entsafter
Duschdas
Frische Salatbox

auch schön auf der nächsten Seite:

Diät Butterzeug, Vanillekipferl oder Dominosteine.

Bin mir übrigens nicht sicher, ob „Taiko” im Zusammenhang mit Klopf-Massagegerät nicht auch verdammt fies rassistisch und feministisch übergriffig ist. Ist:

Weihnachtsmännchen

aber auch irgendwie.

*kein Rechtschreibfehler enthalten

(Aus der Reihe: gelegentlich tut mir dieses Internet nicht gut.)

2011-10-29

Schöner Zug fahren …

… mit Kraftwerk:



(Aus der Reihe: ich kann ja auf multimedial schön sauber reduziert noch am Besten.)

2011-10-28

Marco Zeh hat Wut im Bauch

der Mann ist Programmierer, ernährt von seinem Gehalt seinen Blindenhund und lässt sich zu Recht erbost über zwei sehr große Relaunches zweier Unternehmungen aus, deren Hauptfunktion es ist zu informieren: die Hompage des Bayerischen Rundfunks als auch das Portal vom „Der Westen.” In den Genuss dieser Informationen kommt allerdings nur ein Teil der Internetuser. Die, die auf Barrierefreiheit im Web angewiesen sind, gehören eher nicht dazu.

Und bei Euch so …?

2011-10-27

Die Intelligenz von Frauen …

… manifestiert sich aus meinem persönlichen Blickfenster als Frau immer dann auf besondere Weise, wenn ich (weiterhin als Frau) auf die Damentoilette gehe, an deren Toilettentür eine Frau in direkter Anrede dem Florian geschrieben erzählt: „Florian, ich liebe Dich!”

(Aus der Reihe: gibt ja zum Glück auf Frauenklos selten Tischplatten. Mein Kopf!)

Geht doch bitte mal wählen!

Und zwar hier im Racingblog! Ihr könnt darüber bestimmen, welcher der drei von fünf übrig gebliebenen Kandidaten den Trip nach Abu Dhabi mit Ferrari-Kuschelkurs und Shell-Glück gewinnt. Ich bin aus parteipferdischen Gründen für Frau Jekylla. (Es hat Gründe, ich kochte schon einmal für's Pferd!)

Nicht, dass ich nicht allen Kandidaten den Trip wünschen würde, aber ich würde dem Racingblog-/Shell-Veranstaltungsteam die Frau Jekylla von Herzen gönnen, wegen ihrem unvergleichlichen Spaß-, Charme- und Chaotenfaktor! Wir wollen doch, dass alle diese Reise niemals vergessen werden …

Realsatire Deutschland



Extra3 über die Ausladung des Jahres.

Geht ja nix über diese Einhörner …

2011-10-26

Menschliches …



via Nilzenburger

Winter!

Heute ist offizieller Winteranfang. Sagt der Kater. Der saß nämlich heute früh vor der Heizung. Für sich etwas verloren wirkend aber stolz königlich, wie es nun mal seine natürliche Natur ist. Aber er zog so ein Gesicht (die üblicherweise bei Katzenbesitzern bekannte Hackfresse von Katzen, die schlimme Katzentaten ankündigt, wenn man nicht gleich, sofort und am besten heute noch etwas besser funktioniert) dabei und ich dachte bei mir: „mein Kater will mir irgendwas sagen. Was will er mir nur sagen?” Da ich ja super konditioniert bin, habe ich natürlich sofort sämtliche anderen meiner wichtigen Tätigkeiten (Zähne putzen, Kaffee trinken, Walnüsse pulen) unterbrochen, in die Arbeitsroutinen nach hinten sortiert und nachgedacht. Dann fiel es mir ein! Es gibt eine Zeit im Jahr da gilt es vor die Lieblingsheizung des Katers (alternativ der Katzen) Lieblingsdecke oder Lieblingskissen direkt vor die Heizung zu installieren, damit des Katers (oder der Katzen) Gedärme schön beim Zimmertemperatur in Richtung medium gegrillt werden können.

Ein Glück habe ich das geschnallt!

Aber Winter ist jetzt trotzdem.

2011-10-25

Ersatzverkehr

In Berlin fährt ja ab und an die S-Bahn mehr so nicht. Manchmal gar nicht. Gelegentlich partiell nicht. Auf der Strecke zum Flughafen Schönefeld fährt sie nun nach jahrelangem Chaos seit Neuestem mal wieder etwas häufiger, dafür aber gelegentlich des Nachts wieder auch nicht und dann fährt ein Bus. Mit diesem Bus hatte ich gestern die Freude zu fahren. Die nennen das Schienenersatzverkehr. Und der ging so: wir fuhren mit dem Bus ab der S-Bahnstation und Ersatzhaltestelle Grünbergallee bis zum S-Bahnhof Grünau, der eigentlich sonst nicht auf der Strecke dieser S-Bahnlinie liegt. Dann durften wir zwei Stationen bis zum Betriebsbahnhof Schöneweide mitfahren, und dort in den gegenüber wartenden Zug umsteigen, der eine Station bis Schöneweide fuhr, dort durften wir dann zu einem anderen Gleis wechseln, um in unsere gewünschten Linien der bevorzugten Weiterfahrt zu wechseln.

Das war schön viel Umgesteige und Gewechsle für so eine späte Nacht und ich habe bis heute, selbst nach erfolgreichem Rotwein-Abbau, immer noch nicht begriffen, warum die den Scheißbus nicht einfach alle Stationen abfahren lassen bis zum ersten Bahnhof der baufreien Zone?

(Aus der Reihe: versteht Ihr das doch, ich will nicht mehr!)

Gestern …

das Älterwerdungsritual von Frau multikulinarisch.es. Food-Blogger feiern den lieben ganz langen Abend am liebsten wo?

Nebenbei gestern die beste Kürbissuppe der Welt gegessen, muss ich ehrlich sagen! Und ich war von meiner eigenen schon immer überzeugt.

Wenn ein Mensch

aufgrund einer beruflichen und sozialen Frustration, z. B. weil er arbeitslos ist und für sich keine Zukunftsperspektive sieht, kriminelle Handlungen begeht, ist es medial zur allgemeinen Imageverschlechterung von Langzeitarbeitslosen ungemein wichtig nicht etwa zu schreiben, „ der arbeitslose Maler”, „der Mensch ohne Arbeit”, der „Arbeitslose” oder „Langzeitarbeitslose”, es ist nur richtig ihn als „«Hartz IV-Empfänger» fackelt Autos ab” zu beschreiben.

Weiterhin hat noch nie ein Mensch in diesem Land eine Leistung namens „Hartz IV” empfangen, bezogen noch erhalten. Ein Umstand, den ich meinen Freunden seit Jahren versuche zu erklären und sie bitte, sie mögen sich doch nicht auch noch an diesem Prozess der Stigmatisierung von Arbeitslosen beteiligen. Sinnlos. Leider. Sie begreifen es nicht.

2011-10-21

Deutschland, armes Facharbeiterland.

Arbeitsgebiet: Simulation des Wäschefalls in der rotierenden Trommel zur Vorhersage des Waschergebnisses. Eine Möglichkeit zur Promotion wird angestrebt.

An der Beuth Hochschule für Technik Berlin ist im Rahmen des Drittmittelprojekts "DynTexTro - Ansätze zur Vorhersage der Wäsche in der bewegten Trommel" im Fachbereich VIII - Maschinenbau, Verfahrens- und Umwelttechnik (Fachgebiet: Struktur- und Strömungssimulation), eine Stelle zu besetzen.

Fachliche Anforderungen: Abgeschlossenes naturwissenschaftliches oder ingenieurtechnisches Hochschulstudium mit Schwerpunkt numerischer Simulation. Erwartet werden umfassende Kenntnisse der numerischen Methoden der Strömungs- und Struktursimulation, sowie praktische Erfahrung mit den Softwarepaketen ANSYS, ANSYS CFX und LSDyna.

Außerfachliche Anforderungen: Kenntnisse auf den Gebieten Strömungsmechanik, Thermodynamik und Festigkeitslehre sind vorteilhaft. Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Kreativität und Fähigkeit zu selbständiger wissenschaftlicher Arbeit wird vorausgesetzt.

(via bel, danke!)

2011-10-20

1,8 Millionen Euro in den Wind geblasen …

Julia Probst von Augenschmaus hat sich auf Facebook – ebenso wie ich über diese – weil letztendlich inhaltslose – Imagekampange der Bundesregierung aufgeregt. Nun, sie weiß natürlich noch viel besser als ich, was sich genau nicht tut in Deutschland hinsichtlich der Integration von Menschen mit Behinderungen im Alltagsleben dieser Republik. Die Kampagne kostet übrigens 1,8 Millionen Euro. Ein Schnäppchen im Vergleich zu dem was den Support echter integraler Aktionen kosten würde.

Dazu passt das heutige Mahnschreiben, verfasst vom Sozialverband Deutschland (SoVD), Deutscher Behindertenrat (DBR) und Elterninitiative „Gemeinsam leben – gemeinsam lernen” an die Kultusministerkonferenz, die weiterhin auf dem besten Weg ist, die UN-Behindertenrechtskonvention zu ignorieren. Integrativer Unterricht findet einfach nicht statt in diesem Land, vor allem dann nicht, wenn Kindern mit Behinderungen die Schulhelfer ohne Sinn und Verstand weggekürzt werden und ihnen damit schon der Besuch der Schule überhaupt schwer bis unmöglich gemacht wird!

Also wieder einmal: außer Spesen nichts gewesen!

Geahnt habe ich das schon immer …

… Knut ist gar nicht tot, Knut ist nur umgezogen:



Und zwar zum:



(Aus der Reihe: Ihr kennt diese unglaubliche Kreativität gepaart mit wilder Schönheit von Neuköllner Hochparterre-Fenstern nicht!)

2011-10-19

Gestern …

habe ich eine Freundin auf Facebook „entfreundet”. Warum? Sie ist derzeit dabei sich beruflich neu zu orientieren. Ihr Job ist ganz klar die Kommunikation. Soweit so gut und verständlich. In ihrem Bemühen sich jetzt nach außen als die beruflich sehr kompetente Person zu positionieren, die sie zweifelsohne auch ist, tut sie dies nun auch verstärkt in dem Bereich Social Media. Verstärkt heißt, sie ist seit jeher immer stark in ihrem Blog und auch, aber hier deutlich weniger aktiv als andere Freunde, bei Twitter und Facebook aktiv gewesen. Hier nur, wenn das Berufsleben Zeit für die Kommunikation ließ. Auf Facebook habe ich sie auch stärker nur in der Kommunikation erlebt, denn mit eigenen geposteten Inhalten. Das geschah übrigens auch immer hinsichtlich ihrer aktuellen beruflichen Funktion und besonderer Umstände sehr bewusst reduziert in den privaten Statements. Dies zur Erklärung. Und alles verständlich.

Neuerdings in dem ebenso verständlichen Ansinnen, sich aufgrund der Neuorientierung besonders in den Social Media-Kanälen kompetent zu positionieren, hat sie ihre Online-Aktivität vor allem bei Facebook stark erhöht. Das ist soweit sehr schön, denn ich lese immer gerne von den Leuten, denen ich bewusst in diesen Medien folge. Zunehmend wurde ich aber mit Inhalten aus dem Unternehmensprogramm (es ist ein in der Kultur aktives Unternehmen) „bespaßt” und gestern war es mir die eine Unternehmensmeldung zu viel! Ich befinde ehrlich: wenn mich das Unternehmen und dessen Aktivitäten über Gebühr interessiert (also jenseits des üblichen bereits existenten Kommunikationsflusses, den man eh über so ein Unternehmen erhält, weil die Freundin dafür aktiv ist), dann würde ich sicherlich dessen Kommunikationskanäle eigenständig in meine Feeds und Timelines holen – ganz unabhängig von der Zugehörigkeit meiner Freundin zu dessen Team. Aber tue ich das bewusst nicht, möchte ich im Bereich Unternehmenskommunikation unbehelligt bleiben. Und der Unterschied in diesem Fall ist mir zu omnipräsent greifbar, dass hier nicht mehr die Privatperson, der ich folge, kommuniziert; sondern nur noch die Unternehmenssprecherin, der ich bewusst nicht folge.

Es ist ein relevanter Unterschied, ob ich einer Person – von der ich weiß, sie verkauft sich im Internet auch mit ihrer freiberuflichen Tätigkeit – von deren Wissen ganz bewusst auch von ihren beruflichen Informationen partizpiere, weil ich genau das möchte und für mich entscheide. Oder ob ich so mitten drinnen zum Spielball für die eigenen Interessen, dann aber auch für die Interessen eines mir verhältnismäßig fremden Unternehmens gemacht werde. Ich fühle mich benutzt und wenn auch ich bereit bin, das als Freundin partiell zu ertragen – hier wurde es zu offensichtlich, ich musste die Reißleine ziehen. Auch als Freundin, denn das ungute Gefühl wird zu groß, das ich dabei empfinde! Interessanterweise ist die Kommunikation der Freiberufler einfach eine viel ausgewogenere, denn in der Kommunikation wird die gesamte Person gemeinschaftlich mit der Tätigkeit in einem gesunden Verhältnis verkauft! Wer aber einerseits sehr offensichtlich im Web selber als private Person ganz reduziert präsentiert, dann in einer solchen privaten Verkaufssituation wie einer Arbeitsuche seinen derzeitigen Arbeitgeber allzu offensiv featured, das passt nicht gut zusammen.

Im übrigen zweifle ich keine Sekunde, dass Arbeitgeber oder Personaler nicht auch so klug sind, diesen Aktivismus im Stream zurückzuverfolgen und als plötzlichen Aktivismus klar zu hinterschauen. Ich bin mir also nicht sicher, ob sich die Person mit ihrem Handeln überhaupt einen Gefallen tut. Darüberhinaus sehen viele Personaler eine allzu offensichtliche Nichttrennung von Job und Privatleben heute gar nicht mehr als unbedingte Kompetenz, die Zurschaustellung blinder Unternehmenshörigkeit in gleichzeitiger Reduktion privater Interessen, mag für viele Personaler eher ein Grund sein nicht einzustellen.

Kurz, ich denke persönlich, man tut sich keinen beruflichen – und wie man an diesem Post merkt auch keinen persönlichen – Gefallen, nutzt man Social Media-Kanäle nur um gefallen zu wollen. Wer die persönliche Authentizität aus dem Auge verliert, sich als Angestellte/r zu sehr über den Job definiert, wirkt eher allzu gläubig. Es ist nichts dagegen zu sagen, dass jemand seinen Beruf mit Begeisterung ausübt und dies auch als Privatperson deutlich kommuniziert, die gesunde Ausgewogenheit mag hier das berühmte Zauberwort sein. Vor allem wer sich sehr bewusst – aus legitimen Gründen – als Person lieber reduziert sehen möchte, die Reduktion zugunsten eines Dritten plötzlich aufgibt, wirkt nicht mehr authentisch. Und nicht authentisch sind die allermeisten Unternehmen sowieso im Web, der Bedarf ist also gedeckt, mangelnde Authentizität brauchen wir nicht auch noch bei privaten Personen!

Ja, ich denke man muss für sich eine Entscheidung treffen, ob man wirklich Part dieser neuen Medien sein möchte – oder nur den willkürlichen Spielball geben möchte. Zunehmend sortiere ich Menschen aus meinen Timelines, bei denen ich merke, dass sie sich vor lauter Angst, sie könnten sich im Web den Hauch einer Blöße geben, ausschließlich auf eine sehr oberflächliche Art kommunizieren. Dann meine Empfehlung: lasse es lieber ganz! Eine Online-Identität zu führen, nur „weil man das ja so macht” und sich dann ein völlig uninteressantes, weil allzu neutrales Google-Image zu kreieren, das geht auf Dauer genauso nach hinten los, wie die berühmten Partybilder.

Ich wünsche der Freundin, sie möge alsbald eine neue Tätigkeit finden und dann wieder sie selbst sein auf Facebook. Dann bin ich herzlich gerne wieder in ihrem Kommunikationsstream dabei. Ich habe mir die Entscheidung übrigens nicht leicht gemacht und bin mir auch nicht sicher, ob ich es nicht doch auch hätte aushalten sollen. Gestern jedenfalls war bei mir die Störung leider definitiv zu groß, ich fühlte mich für „fremde” Zwecke missbraucht!

2011-10-17

Immer schon …

… guckte ich mir in meiner frühen Jugend mit großer Begeisterung die Otto- und Quelle-Kataloge an, die uns pünktlich weit vor Saisonstart ins Haus fielen. Wir waren ein Haushalt des primären Mangels und dank der Kataloge konnte man sich das Leben ein bisschen schöner träumen. Je nach fortgeschrittenem Alter interessierte ich mich für Ken und Barbiepuppenhäuser und signalisierte völlig unauffällig Geburtstagswünsche in der Herbst-/Winterausgabe, die in kurzer Folge von Signalen für Weihnachtswünsche überknickt und bezettelt wurden. Später dann wanderte ich mit zugenommenen Alter ein kleines Stück weiter nach hinten zu dem Chemie-Baukasten, den ich mir sehr wünschte, den ich zu Weihnachten auch bekommen hätte, hätte es Quelle jemals geschafft diesen vor Ostern zu liefern. (Dieses sollte sich übrigens in meinem späteren Lebensverlauf als schlechtes Omen für meine schulchemische Karriere herausstellen.) Noch später wanderten meine Leidenschaften wieder weiter nach vorne in den Katalaog, wo es galt meine pubertären Kleidungsfantasien zu stillen (H&M sollte erst noch geboren werden) und sehr viel später bestaunte ich gerne auch die Seiten mit den Gesichtsmassagegeräten in Stabform und in Rosa, die freundlich mir zulächelnden Frauen mit hoch gesteckten Haaren viel gelassene Freude bereiten schienen. Irgendwann interessierten mich übrigens nur noch die HiFi-Seiten. Merkwürdigerweise wollte ich jedoch nie Fahrräder aus einem Katalog! Wenig später starb Quelle den ersten seiner vielen Tode, Amazon kaufte Otto oder Zalanda frühstückte Otto zum Brunch am FFK Strand. Irgendwie so etwas. Übrigens schrie man damals noch nicht beim Anblick von Paketboten, die viel später erst neudeutsch in DHL-Boten umbenannt wurden.

Was diese Kataloge gemeinsam hatten und ich mit meinem Interesse ebenfalls gerne beglückte: Betten! Und zwar spürte ich immer eine heimliche Faszination beim Anblick dieser Betten im Billig-Leder-Look, schwarz mit goldenen Applikatoren und wildestem Leoparden-Tiger-Löwen-Print-Lookalike-Matratzenfestbezug. Natürlich mit Radio im Kopfende! Ich fand die Dinger heiß und gräßlich zugleich und insgeheim ahnte ich, solche Betten würden mir nie in einem Zuhause der Eltern meiner Freunde und Freundinnen oder überhaupt begegnen. Es sei denn, ich würde mich emanzipieren und ein Bordell als ein Zuhause bezeichnen, was ich bis heute nicht geschafft habe. Kurz, mir war immer klar, es gab eine Bettenkultur in deutschen Versandhauskatalogen, die vornehmlich wohl ausschließlich an Adressen wie c/o „Chez Jaqueline” per Spedition verschickt wurden.

Heute, da bin ich ehrlich, vermisse ich den Anblick dieser Betten in Katalogen ja. In einem Manufactum-Katalog (der Einzige, den ich heute noch den Einzug ins Haus gestatte) werde ich ein solch lustvolles Exemplar von Bettenästhetik wohl niemals finden.

Neulich in der Filiale eines Möbel-Discounters, ein US-KingSize-Bett mit stoffbespannten Nachtischen und Ablageglasflächen. Ich war drauf und dran zu weinen! Es ist beruhigend zu wissen, dass Geschmacklosigkeit doch niemals aussterben wird!

2011-10-16

Dinge, die man sich nicht vorstellen möchte …

Bestimmt super lecker. Bin ich froh so eine Wellenschleuder nicht zu besitzen, sonst wäre ich bestimmt in Versuchung geraten …

2011-10-15

Neulich …

darf ich mit dem Audi von einem Bekannten fahren. Ich biege kaum um die erste Ecke (okay, es war die zweite), finde zufällig in der 30-Zone das Gaspedal, da zickt die Alte aus dem Navi mich an, ich sei ihrer ungefragten Meinung nach zu schnell unterwegs und erteilt mir den Auftrag, das gefälligst zu ändern. Erst bin ich natürlich erschrocken (mein letztes Auto startete noch mit Choke, ich kann Stadtpläne lesen und meine Waschmaschine spricht auch nicht mit mir), denn ich kenne also solche unangemessenen Kritiken hinsichtlich meines Fahrstils nicht. Schon gar nicht von so einer künstlichen Elektronenschabracke. Ich kann schon schlecht damit umgehen, wenn mir Menschen in meine Lebensmodalitäten rein reden wollen; macht es eine künstliche Intelligenz, sehe ich rot.

Und Ihr kauft jetzt alle iPhones mit oder wegen Siri? Heißt das, dass mein Alltagsleben in Zukunft vom nervigen Sound Eurer elektronischen Ziehmutter bereichert wird?

Das dürfte Tote geben!

The Grouch



Ist übrigens Nishias Lieblingspapiermüllhochstand. Wegen der Aussicht …

2011-10-14

Super Trouper


(Kunstkuhkater)