2011-10-21

Deutschland, armes Facharbeiterland.

Arbeitsgebiet: Simulation des Wäschefalls in der rotierenden Trommel zur Vorhersage des Waschergebnisses. Eine Möglichkeit zur Promotion wird angestrebt.

An der Beuth Hochschule für Technik Berlin ist im Rahmen des Drittmittelprojekts "DynTexTro - Ansätze zur Vorhersage der Wäsche in der bewegten Trommel" im Fachbereich VIII - Maschinenbau, Verfahrens- und Umwelttechnik (Fachgebiet: Struktur- und Strömungssimulation), eine Stelle zu besetzen.

Fachliche Anforderungen: Abgeschlossenes naturwissenschaftliches oder ingenieurtechnisches Hochschulstudium mit Schwerpunkt numerischer Simulation. Erwartet werden umfassende Kenntnisse der numerischen Methoden der Strömungs- und Struktursimulation, sowie praktische Erfahrung mit den Softwarepaketen ANSYS, ANSYS CFX und LSDyna.

Außerfachliche Anforderungen: Kenntnisse auf den Gebieten Strömungsmechanik, Thermodynamik und Festigkeitslehre sind vorteilhaft. Teamfähigkeit, soziale Kompetenz, Kreativität und Fähigkeit zu selbständiger wissenschaftlicher Arbeit wird vorausgesetzt.

(via bel, danke!)

12 Kommentare:

Pathologe hat gesagt…

Mist, da wird die Waschmaschinenbedienerin nicht mehr unter einem Jahresgehalt von 150.000 Euro zu bekommen sein.

Maike hat gesagt…

Hätte ich jemals von diesen Berufsmöglichkeiten gewußt, ich hätte doch studiert. O.o
Ich promoviere dann zum Thema "Wo materialisiert sich die 2. Socke, nachdem sie in der Waschmaschine verschwunden ist." (Was ich auch viel wichtiger finde, als die doofe Theorie, wie die Wäsche fällt)

Felios hat gesagt…

warum nicht? Wer hocheffiziente Weißwäsche verlangt, wird sich zwangsläufig abfinden müssen, solche Stellen zu bezahlen.

Anonym hat gesagt…

Ja und? Was ist da so lustig dran?

creezy hat gesagt…

@Anonym
Dass man alleine mit der Simulation von gewaschener Wäsche promovieren kann.

Felios hat gesagt…

Man kann mit viel vermeintlich unnützeren Themen promovieren, wovon der Normalsterbliche gar nix hat.

Ursula hat gesagt…

Ich gehe mal davon aus, das die Hersteller von Waschmaschinen etwas davon haben werden.

Anonym hat gesagt…

Da steckt ja mehr drin. Am Ende stehen sparsamere Waschmaschinen, sowohl beim Energie-als auch Wasserverbrauch. Was bemerlkenswert ist: Welch' Aufwand und Fachwissen in der Verbesserung eines Produkts wie die Waschmaschine steckt.

Scholli hat gesagt…

Ich kannte mal eine, die hat ihre Diplomarbeit über die Veränderung der Außenhaut der Nudel beim Kochen geschrieben. War ein Knaller, das Ding.
Wenn es hilft, Produkte oder Maschinen zu entwickeln, die energiesparender sind, warum nicht? Man guckt so ein Produkt wie eine Waschmaschine an und macht sich oft wenig bis gar keine Gedanken darüber, was an technischer Arbeit und auch an Forschung dahintersteckt. Aber Energieeffizienzklasse A+ wollen alle haben. Ich würd auch nicht mal sagen, dass solch erst mal albern klingende Arbeitsthemen keinen für spätere Verbraucher verwertbaren Nutzen haben.

bel hat gesagt…

@anonym
mir ist ein wenig unklar, wie es denn aussagekräftige ergebnisse geben soll, wenn doch die möglichkeiten, was wer wann wie oft und wovon und womit in die trommel stopft gegen unendlich gehen. Ich wette, in berlin gibt es keine zwei waschmaschinen, die gleich befüllt werden.

Also ist doch die vorhersage, wie eine feinrippunterhose und ein gansey sich zusmammen in der waschtrommel herumworfeln, ungefähr so vorhersagbar wie die lottozahlen vom nächsten samstag.

Ok, natürlich gibt es bei einer gewissen anzahl toter mäuse oder gekochter nudeln oder vollgesogener unterhemden möglicherweise einen dr. vor dem namen.

Aber ich wage zu bezweifeln ob das einen lehrstuhl für waschmaschinenforschung wirklich wert ist, oder ob man damit nicht besser die unregelmäßigen verben des mittelkoptischen erforscht hätte.

bel

Anonym hat gesagt…

Es ist kein Waschmaschinen-Lehrstuhl, sondern Srömungssimulation im Fachbreich "Maschinenbau, Verfahrens- und Umwelttechnik". Selbst wenn, Wissenschaft ist frei. Ein Erkenntnisgewinn muss nicht der Verbesserung der Lage von Hartz-IV-Empfängern dienen. Was den "Dr." angeht - das ist ein normaler akademischer Grad. Gibt es da ein unverarbeitetes Trauma?

bel hat gesagt…

@anonym
trauma nur insofern, als leute wie raffelhüschen und einstmals von oder zu abschreiber-guttenberg u. a. den auch tragen. Wie gesagt, ich halte es da mit Marx, es gibt clubs, da möchte man nicht mitglied sein. Aber falls es dich beruhigt, eine promotion über unregelmäßige verben in exotischen sprachen schreib ich mit links. Und sogar allein.

Und zu hartz4-empfängern. Obwohl auch ich mich ab und zu sprachlicher schlamperei in diesem sinne schuldig mache, verweise ich auf creezys post dazu.

Und ob der lehrstuhl strömungstechnik, waschmaschinenbefüllungsalgorithmus oder sonstwie heißt, es bleibt mir ein rätsel, was dabei rauskommen soll. Vor allem, weil ja genau ihr neocons doch gar zu gerne die einbindung der wissenschaft in die wirtschaftliche verwertbarkeit fordert.
grunz.
bel

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