2013-01-10
Liebe Thai-Food-Köche,
bitte keine asiatische Thaifolklore-Kochkunst mehr mit meinem Curry veranstalten in Zukunft. Oder auch: für eine Deutsche wie mich sind (sehr viel) Süßkartoffel im Curry an Reis ein Hauch zu viel der Sättigungsbeilage.
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Labels: ran an den herd
2013-01-08
Fragen Sie nicht!
Shiina ist per se nicht allzu leicht von kuscheligen Plätzen beeindruckt. Sie benutzt Fensterkissen gerne, um sich daran mit den Vorderpfoten aufzustützen, liegt sonst aber lieber mit dem restlichen Körper etwas härter.
Auf weichen Plätzen liegt sie nur dann, wenn Nishia vorher dort gelegen hat. Shiina kann Nishia nämlich nicht leiden (also eigentlich ja doch aber sie sind sich momentan noch in ihrer sehr großen Ähnlichkeit sehr unentschieden. Wir arbeiten daran, das heißt, ich bekomme graue Haare.) Dennoch findet sie alles gut und richtig und für sie wie gemacht, hat nur Nishia vorher darauf gelegen und sie tut es ihr umgehend gleich. (Die Katzen sehen sich momentan nicht, muss man dazu schreiben.)
Sich nicht sehen, weil man sich nicht leiden kann und ständig jagen muss, aber dennoch alles gerne gemeinsam tun wollen und sich sehr ähnlich verhalten, das können sie ganz wunderbar.
Das geht nun soweit, dass Nishias Liebe zu allem, was hier handwerklich geschieht oder eine solche Bedeutung hat, von Shiina auf eine interessante Art fortgeführt wird. Wir führen also seit gestern das Bohrmaschinen-Sofa im Angebot.

Selbstverständlich mit wunderschönem „Bauarbeiter arbeiten ja eh nie”-Symbolbild.

at 12:16 10 comments
Labels: tieffliegende fellträger
2013-01-05
Heidewitschka
Also, ich kümmere mich seit einer Woche um Nachbars Katze. Eine hübsche, weiße, gehörlose Mieze aus dem Tierheim. Zog wenige Wochen vor Shiina direkt mir gegenüber ein. (Was irrsinnig praktisch ist, katzenliebe Nachbarn direkt gegenüber zu haben, finde ich.) Im vierten OG wohnt auch eine Katze. Gutes Katzenkarma hat das Haus, finde ich!
Gut, ich passe also auf Paulinchen auf und gucke daher dort gelegentlich eine Sendung im Fernsehen, damit sie ihre Streicheleinheiten bekommt. Neulich fiel mir eine Tüte Erdnussflips in die Hand, ich hatte Lust darauf und habe sie geöffnet. Und bin heute losgezogen für Ersatz zu sorgen.
So stand ich vorhin vor einer Tüte Erdnussflips für € 1,89 –. Und zwar die „Günstigmarke” von Bahlsen, die beim Discounter verkauft wird.
€ 1,89
Ich musste das eben in Deutsche Mark umrechnen, wirklich. Ging nicht anders, ich musste das tun:
Es sind umgerechnet in DM 3,70. Für eine Tüte Erdnussflips. Bei einem Discounter.
Noch Fragen?
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Labels: große weite welt
Rauch
Ich stehe neulich in der Drogerie an der Kasse und eine Horde junger Teenies kauft vor mir jeweils einzeln Cola und sonstige Drogen, wie zum Beispiel Zigaretten ein. Sie rauchen offensichtlich Marken, die mittlerweile mit und ohne „Zusätze” erhältlich sind. Die Verkäuferin fragt jedes Mal „mit oder ohne Zusätze?” Fast alle gesundheitsbewussten Teenies antwortetn „ohne”.
Laut EU-Verordnung sollen künftig Beimengungen von Vitaminen, Koffein, Taurin oder Farbstoffen in Zigarettentabak verboten sein, Menthol steht wohl auch hart auf der Kippe.
Nun finde ich ja Vitamine in Zigaretten zum Schreien komisch. Ehrlich. Und dass Menschen, die rauchen, jetzt darauf achten möglicherweise ihrer Gesundheit Schaden zufügende Zusatzstoffe nicht mehr rauchen zu wollen, ist der Knaller des Jahren. Für mich. Jetzt schon.
Disclosure: Obwohl ich einen wundervollen Biologielehrer, Herrn Huth, hatte, der uns Schüler wirklich umsichtig und professionell vor dem Rauchen gewarnt hatte, habe ich, aus einem Raucherelternhaus kommend, zwischen meinem 16-19 Lebensjahr geraucht – und zwar das härteste Zeug in schön designter Packung, das es gab.
Aufgehört habe ich damit als ich in meiner ersten eigenen Wohnung, noch in der Ausbildung, wieder ein Kätzchen haben wollte und mich aus rein finanziellen Gründen zwischen Zigarettenpackung oder Whiskas entscheiden musste. Damals macht das Katzenfutter das Rennen.
Als mein Vater kurz danach mit 47 Jahren binnen einen halben Jahres an den Folgen seiner Lungenkrebserkrankung verstarb, nach 20 Jahren 1-2 Packungen Roth-Händle am Tag, habe ich das als Zeichen verstanden und mit dem Rauchen auch nicht nicht mehr angefangen. Könnte ich mir eine Krebserkrankung aussuchen, würde ich eine wählen wollen, die mir ergänzend zum Schmerz nicht auch noch die Luft abschneidet. Langsam zu ersticken ist scheiße. Dabei zusehen zu müssen übrigens auch. Mir ist klar, dass auch Nichtraucher an Lungenkrebs erkranken können.
Aber so tun als könne man gesundheitsbewusst rauchen, ist der komplette Irrsinn und zeugt deutlich von der Schwachsinnigkeit, an der diese Gesellschaft zunehmend krankt.
at 11:44 4 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
2013-01-03
Projekt Nähen
Mein Ex-Freund brachte heute Omas Pfaff-Nähmschine rum. Das Stück Erbe von ihr. Die war bei ihm, weil er in unserer Beziehung meine Kleider enger nähte. Er konnte das. Ich nicht.
Morgen baue ich sie auf und dann werde ich mich wieder ganz klein fühlen, hoffentlich ist der Geruch von Omas Wohnung auch anwesend. Und überhaupt … ich habe noch ihre Knopfdose.
at 23:46 1 comments
Labels: familienfundus, nähen und gedöns
2013-01-01
Die erste gute Nachricht des Jahres!
Das kleine Katzenmädchen Nube ist am vergangenen Wochenende nach Teneriffa geflogen. Dort hat sich kurzfristig eine Tierheilpraktikerin bereit erklärt, sie in Pflege zu nehmen bzw. sie in die Runde ihrer beiden anderen Katzen mit Ataxie zu integrieren. Man sieht auf den Fotos bei Facebook, dass sich ihre neue Besitzerin sehr auf sie gefreut hatte.

Ich glaube, Nube hat ein neues schönes Zuhause mit Freunden gefunden. Die Fotos sprechen für sich, oder?

Vielen Dank Euch allen für das Retweeten oder verlinken!
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Labels: tieffliegende fellträger
2012-12-31
Ein wundervolles und gesundes 2013!
Ihr lieben mir bekannten, unbekannnten wertvollen tollen Menschen,
ich wünsche Euch heute einen wunderschönen Rutsch ins neues Jahr, genießt den Abend – wie auch immer Ihr ihn Euch gestaltet. Nehmt die schönen Momente des vergangenen Jahres in Eurer Erinnerung liebevoll eingepackt mit ins neue Jahr und lasst die weniger schönen einfach zurück in der Schublade ganz unten. Es werden von beiden Arten eh neue kommen.
Für mich war das ein sehr anstrengendes Jahr auf vielen Ebenen, Ihr könnt Euch das vorstellen, vieles wirkt noch nach, muss verarbeitet werden und ich kann nicht behaupten, dass ich mich mit dem Erleben in irgendeiner Art schon hätte arrangieren können. Viele Dinge haben in diesem Jahr sehr gut getan, viele nicht. Wahrscheinlich bin ich längst noch nicht - vor allem in den bürokratischen Dingen – soweit, wie ich vielleicht sein sollte. Schlussendlich habe ich nur beschränkt Energie zur Verfügung und muss haushalten.
Gerade die letzten Wochen habe ich sehr gespürt, dass die Batterien aufgebraucht sind. Aber ich gebe mir Mühe aufzupassen. Ich brauche schlicht mal Urlaub.
Den Lino, diesen wundervollen Katerfratz hätte ich so gerne behalten wollen! Er hat uns eine wundervolle Vertreterin geschickt. Shiina ist ihm so ähnlich, das ist kaum zu beschreiben (und manchmal kaum auszuhalten). Talytha und Nishia und sie sind sich zwar noch gar nicht grün (überhaupt gar nicht!) aber wir stellen uns der Herausforderung im Besonderen. Tally und Nishi zu haben, ist ein besonderes Glück – nach wie vor. Was für Glückskekse.
Und es war auch ein sehr schönes Jahr, es sind wundervolle Menschen in mein Leben getreten, die Wege mit mir gegangen sind, denen ich gegenüber sehr offen sein kann, die mich aushalten. Menschen, die so viel geholfen haben – unter schweren Bedingungen Ich durfte langjährige Wegbegleiter von Euch endlich im realen Leben treffen und wir sind uns geblieben! Ich weiß noch, dass ich solche Angst hatte dieses Jahr zur re_publica zu gehen und Gesicht zu zeigen und nur Gutes und herzliches Entgegenkommen erleben durfte. Danke!
Wie schön, bei einigen Bloggern und Bloggerinnen zu erleben, wie sich der Wunsch nach Nachwuchs zu perfekten kleinen Babies entwickelt hat, an dem ich teilnehmen durfte. Wie schade, dass einige von uns in diesem Jahr auch für immer gehen mussten – sie sind immer noch da für mich und meine Gedanken sind oft bei Euch!
Tolle Menschen, die ich im Job kennengelernt habe, die mir Freunde wurden!
Freunde, die dann doch auch geblieben sind, keine Selbstverständlichkeit! Freunde, die da waren. Oder auch lange Zeit nicht da waren, aber im Moment dieser einen Not gekommen sind.
Diese Wohnung in der ich mich wirklich sehr sehr wohl fühle. Auf die mich übrigens eines Bloggerin aufmerksam gemacht hatte! Und auch wenn es gerade wieder schwierig aussieht, beruflich und somit finanziell, erlaube ich mir positiv in diese Zukunft zu sehen. Es fehlt noch schwer zu kämpfen aber ich bin guter Zuversicht.
Und ich hoffe, die begleitet Euch auch alle in das neue Jahr. Ich freue mich darauf, Euch drüben wieder zu lesen, zu hören, zu sehen. Ich wünsche, dass Euer neues Jahr 2013 wunderschön wird, voller zuversichtlicher glücklicher Momente, einsam, zweisam, mehrsam – wie Ihr es immer mögt und braucht. Bleibt bitte gesund, fröhlich, genießt Euer Jahr in vollen Zügen!
at 18:55 4 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
2012-12-30
Gestern …
… habe ich die Nachricht einer Postzustellung im Briefkasten und hole mein Päckchen (aus Zürich) bei den Nachbarn unter mir ab. Sie öffnet und übergibt mir das Paket. Ich bedanke mich und nach einer Weile kommt von ihr „Was ich Sie fragen wollte, ich habe neuerdings immer so viel Haare auf dem Fensterbrett. Sind die von Ihnen? Schütteln Sie da etwas aus?”
Ich gehöre eher zu den Nichtschüttlern, Betten schüttele ich allenfalls im Zimmer aus, Wäsche wird gewaschen, ansonsten wird gesaugt, hätte ich eine Tischdecke in Benutzung würde ich die vermutlich eher in der Wanne ausschütteln. Dort, im Bad, haare ich auch eher angemessen vor mich hin.
Ich verneine also und erkläre ihr, dass ich die Fenster selten so weit offen hätte als das ich da Dinge nach außen schütteln würde. Wie ich zu den Nichtschüttlern gehöre, gehöre ich eben zu den Kippern.
Und sie guckt mich an, als würde sie mir kein Wort glauben. Sie erklärt mir noch, wie eklig das wäre. Was ich verstehen kann. Ich erkläre ihr aber nochmals, dass ich ihr nicht helfen könne, habe aber – so wie sie guckt – aus unerfindlichen Gründen ein schlechtes Gewissen.
Ich fresse* einen Besenstil, wenn die Frau nicht zu Jobzeiten einmal Lehrerin gewesen ist.
*Die urstleckeren Plätzchen aus dem Päckchen kann ich nämlich nicht mehr fressen, weil schon alle.
at 16:12 2 comments
Labels: mein kiez
2012-12-28
2012-12-26
Zuhause für ein Kätzchen mit Ataxie gesucht!

Diese kleine Zuckerpupe, ich vermute, es ist ein Angorakatzen-Mix, heißt Nube und sucht sehr dringend ein Zuhause. Nube ist derzeit auf Teneriffa stationiert und wird, sobald wir einen Flugpaten gefunden haben (ist dringend!) bei mir erst einmal in Berlin unterkommen, bis wir für sie ein neues Zuhause gefunden haben.

Nube ist ungefähr neun Monate alt und ein Ataxie-Kätzchen. Das heißt, sie hat eine Bewegungsstörung aufgrund einer Schädigung am Zentralen Nervensystem. So etwas kann passieren durch eine Infektion im Kindesalter oder auch durch ein Schädeltrauma, also Einwirkungen von außen durch einen Unfall oder Tritte, Schläge etc. Wieso Nube Ataxie hat, ist nicht bekannt. Sie wurde taumelnd, dehydriert, also in einem sehr schlechten Allgmeinzustand auf der Straße aufgegriffen – die Fotos sprechen für sich. Sie ist hinsichtlich FeLV (Katzenleukose) und FIV (Felines Immundefizienz-Virus) negativ getestet. Vermutlich ist es bei ihr ein Unfall gewesen. Ihre Blut- und Nierenwerte sind ohne Befund. Von der Ataxie abgesehen gilt sie als gesund. Sie ist übrigens auch nicht gehörlos.


Wie stark die Ataxie bei Nube ist, kann ich derzeit nicht sagen. Sie ist momentan nicht immer stubenrein und man muss bei ihr auch aufpassen, dass sie regelmäßig isst. Sie vergisst das wohl manchmal. Das Problem ist, dass Nube seit Juli (!) in der Pflegestelle große Zeit des Tages in einem Hasenkäfig leben muss und – so gut sie sich nach ihrem Auffinden entwickelt hat und an Gewicht zugenommen hat – jetzt langsam verfällt, ob dieser für sie natürlich ungenügenden Lebenssituation (auch wenn diese die für sie bessere ist als die Euthanasie).
Und deswegen werde ich Nube nun auch erst einmal aufnehmen. (Edit: Nube kommt erst einmal in eine Pflegestelle nach Fuerteventura zu einer Tierheilpraktikerin, die Erfahrung mit Atazie-Katzen hat.) Persönlich bin ich guter Dinge, dass sich diese derzeitigen Probleme mit der Katzentoilette und dem Fressen mit etwas Liebe, einer neuen entspannten freien Lebensumgebung und Training, (möglicherweise auch speziellen Katzentoiletten, die einen viel niedrigeren bzw. gar keinen Rand haben), sehr gut beheben lassen werden, wenn nicht automatisch von selbst verschwinden, weil vielleicht psychischer Natur. Ich glaube fest daran, dass sich mit einer liebevollen Partnerkatze, die ihr zeigt wie das alles funktioniert, das Problem erledigt.
Nube ist noch nicht kastriert. Der Tierarzt auf Teneriffa sieht bei ihr jedoch dafür keine Probleme. Aber erst einmal muss sie weiter an Gewicht zunehmen, damit sich ihr Allgemeinzustand verbessern kann.
Ataxie ist keine geistige Behinderung einer Katze, das heißt, man kann mit Geduld und Training solche Dinge wirklich Nube noch beibringen. Auch kann man mit einem spielerischen Trainingsprogramm ganz oft die Ataxie dahingehend „behandeln”, dass die Koordinationsfähigkeiten dieser Katzen sich deutlich verbessern – wenn auch eine Ataxie nicht heilbar ist.

Ataxie-Katzen selbst stört diese Behinderung nicht. Sie sind es nicht anders gewohnt und sie haben wie jede andere Katze viel Freude und Spaß im Leben. Üblicherweise sollten sie eher keine Freigänger sein, denn sie können sich gegen natürliche Feinde nicht wehren bzw. schnell weglaufen. (Das hängt aber auch immer vom Schweregrad der Ataxie ab.)
Wie wir alle sehen können, ist Nube ein wundervolles bildschönes kleines Kätzchen. Sie wird von ihrer jetzigen Pflegestelle als sehr lieb, ruhig und wie ein Püppchen beschrieben, sie lässt sich baden und problemlos behandeln. Sie braucht nun sehr dringend jemanden, der sich viel Mühe mit ihr gibt und mit ihr täglich arbeitet, also trainiert. Sie ist ganz klar kein Kätzchen, das so nebenher läuft, sondern sie ist eine sehr schöne Aufgabe. Und genau das muss bitte den künftigen Besitzern ganz klar sein!
Es sollte sich niemand für Nube entscheiden, der eine Krise bekommt, wenn dem Kätzchen vielleicht doch hier und da mal etwas außerhalb der Toilette entfleucht – oder sich Stubenreinheit ihr nicht völlig beibringen lässt.
Was Nube nicht gebrauchen kann, sind Besitzer, die sie süß finden und dann später vor der Arbeit mit ihr zurückschrecken und sie womöglich rumgereicht wird. Ich schreibe das so deutlich und bitte auch um Entschuldigung dafür – aber mir ist klar, dass die Kleine, so wunderschön sie ist, sofort Beschützerinstinkte weckt. Nube wird vor allem am Anfang einfach auch viel Arbeit bedeuten! Ich denke aber, je mehr Zeit und Mühe man in sie investiert, ein umso schöneres Leben wird sie haben und ihren Besitzern sehr viel Freude schenken können. Sicherlich wird sie sich zu einer Katze entwickeln, die sehr eng mit ihren Besitzern sein wird.
Es wäre schön, können wir für sie ein schönes Zuhause finden mit Menschen, die einiges an Katzenerfahrung besitzen, vielleicht sogar schon Katzen mit einer Behinderung hatten. Richtig perfekt wäre jemand für Nube, der meist auch tagsüber zu Hause sein kann, damit man Fresszeiten und Toilettengang mit ihr gut trainieren kann.
Nube kommt wohl gut mit anderen Tieren klar, diese müssen aber sehr friedvoll sein, weil sich Nube natürlich nicht wie sonst gewöhnlich bei anderen Katzen zur Wehr setzen kann im Eingewöhnungsprozess. Wirklich schön wäre, wenn eine weitere Katze in ihrem neuen Zuhause zugegen ist, weil gerade Ataxie-Katzen sich gerne von anderen Katzen viel abgucken können hinsichtlich der Entwicklung ihrer Koordinationsstörung. Ein Miezenpartner trainiert schließlich am Besten!
Zum Thema Ataxie findet Ihr viel Informationen bei Feline Senses, dem Verein für Ataxiekatzen. Barbara und ihre Mitstreiterinnen stehen Euch auch persönlich hinsichtlich Fragen, Tipps zur Seite. Vermittelt wird Nube über den Verein Tierhilfe Katzenwaisen e. V.
Wer Nube ein neues Zuhause geben möchte und sich zutraut mit dem kleinen Miezenfratz zu arbeiten und ihr ein gutes Leben bereiten will, spricht mich – oder direkt den Verein – bitte an. Meine E-Mail-Adresse steht oben rechts. Ich wäre sehr froh, wenn wir die Kleine ganz bald in ein neues und sicheres Zuhause vermittelt bekämen! Am Besten wäre für sie natürlich, sie müsste gar nicht erst die Station über mich nehmen …
Wir suchen also einen wirklichen Menschennengel für diesen süßen Katzenengel! Deswegen freue ich mich über jede Verlinkung, jedes Retweet, jeden Forumseintrag!
Edit: Nube hat zum Glück sehr kurzfristig ein neues Zuhause auf Teneriffa gefunden!
at 12:34 2 comments
Labels: tieffliegende fellträger
Fröhliche Weihnachten!
Ich wünsche Euch ein wunderschönes, entspanntes, gut gelauntes, fröhliches und manchmal auch besinnliches Weihnachtsfest. Genießt die Zeit unter dem Baum, am Tisch, in der Bahn, in der Kirchen, auf den Spaziergängen – wo immer Ihr seid, was immer Ihr tut!
(Dieses Post sollte natürlich schon am 24.12. hier stehen, aber so etwas passiert, wenn man nur speichert, nicht veröffentlicht und dann nicht mal nachguckt. ICH. EI.)
at 12:13 0 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
2012-12-21
Shiina, a miezess formerly known as Selena
Dieses Jahr sind viele schöne Dinge in meinem Leben passiert. Natürlich auch unschöne, aber auf die muss man sich nun wirklich nicht konzentrieren. Zu den schönen Dingen gehören in der Hauptsache natürlich wundervolle Menschen, die in mein Leben getreten sind; Freunde, die mir geblieben sind und da waren für mich, wenngleich ich vielleicht noch nicht so da sein konnte für sie. Und ich habe in diesem Jahr endlich Menschen im realen Leben kennenlernen dürfen, die online schon so lange meine Wegbegleiter sind. Ganz besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle, dass ich endlich die wundervolle Frau Bhuti gleich zwei Mal dieses Jahr begrüßen durfte. Und hoffentlich noch öfter, denn Frau Bhuti und Mme. Toulouse sind in diesem Jahr Patentante und Patenmieze geworden!
Und das kam so: wie Ihr wisst, musste uns Anfang des Jahres der wundervolle, und ich meine, der wirklich wirklich wirklich wundervolle Erbkater Lino aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Und so einer hinterlässt natürlich ein Loch ungeahnter Größe.
Als die Dinge sich hier nach meinem Umzug etwas beruhigt haben, begegnete mir etwas im Internet, was mich nicht loslassen wollte. Ich wollte gar nicht aus zwei Miezen wieder drei Miezen machen, aber ich sah die Verlinkung zu diesen Fotos und zu diesem Text bezüglich einer kleinen kanarischen Katze namens Selena



… sie ließ mich einfach nicht los. Vor allem dachte ich, wäre sie eine passende Partnerin für meine kleine Nishia mit ihrem Puschelschwanz und als türkischer Angoramix vielleicht genau so merkwürdig kommunizierend, wie sie. Und habe den Gedanken als völlig unsinnig wieder verworfen. Als ich nach gut einer Woche feststellen musste, dass ich immer noch an dieses kleine Wesen im Internet nachdenken musste, täglich, habe ich mich bei der Tierhilfe Katzenwaisen e.V. beworben, ganz naiv denkend, so ein niedlicher Fratz muss natürlich längst schon vergeben sein.
War sie nicht. Ich bekam standesgemäß Besuch von einer Dame vom Tierschutz. Ich bekam den Zuschlag. Selena wurde intern reserviert und nach Zahlung der Schutzgebühr wurden Flugpate gesucht und erstaunlich schnell gefunden. Und so nahm ich in einer Freitagnacht im September diesen Jahres am Flughafen in Schönefeld eine Tasche mit einem kleinen Fellwesen entgegen – und war so pünktlich wie nie am Gate, so aufgeregt. Und war mir sehr sicher, ich würde in rührselige Tränen ausbrechen, sobald ich sie sehe – was ich schlussendlich nur deswegen nicht machte, weil eine andere neue Hunde-Besitzerin das für uns alle prima tat.
Und ehrlich, ich bin persönlich eine Gegnerin dieses Tierimports aus südeuropäischen Ländern – so sehr ich die Ambitionen dahinter verstehe, weiß ich eben auch ganz genau, unsere Tierheime sind hier selber voll und platzen aus allen Nähten. Aber was sollte ich tun, wenn man solche Bilder sieht und einfach nur denkt, „sie ist es!”?
Das kleine Kätzchen (das ich in der dunklen Nacht und Tasche kaum sehen, lediglich ahnen konnte) fing an zu singen, wann immer wir uns auf dem Weg zu ihrem neuen Zuhause zu Fuß bewegen mussten und ich antwortete ihr und erzählte ihr, wie sehr ich, wir (Nishia und Talytha noch unwissenderweise) uns auf sie freuen würden – und sobald sie meine Stimme hörte, war sie ruhig. Ich streichelte auch immer mich selbst beruhigend mit einer Hand die Seite von der Tasche durch das Netz hindurch und spürte irgendwann, wie sich der kleine Katzenkörper ganz eng an diese Seite schmiegte.
Zu Hause angekommen, entsprang ein kleines graues sehr agiles flauschiges Wesen der Transporttasche auf den Hocker und ließ sich ohne ein „Wer bist den Du, was mache ich hier?” direkt ordentlich durchschmusen von mir – so als hätten wir uns beide ziemlich lange nicht mehr gesehen. Sie sprang irgendwann zum Futter und zur Toilette und benahm sich, als hätte sie niemals vorher in ihrem Leben woanders gewohnt als in dieser Wohnung. Ihr Name änderte sich fortan auf Shiina, denn für Selena wirkte der kleine Wirbelwind nie seriös genug.
Und während sie am ersten Abend noch etwas angestrengt guckte nach der langen Reise und den neuen Lebensumständen …
War sie schon zwei Tage später die Selbstsicherheit in kleiner hübscher Miezenperson …
Vielleicht ein bisschen zu selbstsicher, aber das erzähle ich dann morgen, im zweiten Teil, wenn aus Shiina von Teneriffa eine kleine Berlinerin wird.
at 13:13 10 comments
Labels: tieffliegende fellträger
2012-12-20
Oh!
Ich habe ja noch eine Fritz Limo Apfelsaftschorle im Kühlschrank liegen. Schnell trinken, bevor sie morgen mit umkommt.
at 22:22 0 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
2012-12-19
Peter Struck †
Wir Buddhisten chanten ja im Schnitt so 42 Tage lange, damit jemand von seiner letzten Existenz gut in seine neue hinüber kommt. Für Peter Struck würde ich das unbekannterweise tun. Der war ein Guter, ein Gerader, ein Wissender, ein Erhellender, ein Ehrlicher.
Auf alle Fälle haben wir heute mit Rotwein auf ihn angestoßen. Mehrfach. Mindestens drei Mal.
Es ist einfach schade. Juter Mann!
at 22:12 0 comments
Labels: abschied
Umsatz goes DATEV
Umsatz ist eine sehr einfache Buchhaltungssoftware für Apple, also den Mac, die vor allem dem Freiberufler das Leben mit der Buchhaltung und Steuer extrem vereinfacht (fast hätte ich geschrieben verniedlicht.)

Was ich an Umsatz besonders schätze: die Optik! Themen die mit Zahlen und Listen und am Ende einer Steuererklärung eh schon selten freundliche Gefühle wachsen lassen, sind hier wenigstens optisch – ganz maclike – nett aufbereitet. Kein fürchterliches Windows-Datev-Look-A-Like, wie bei den anderen für Apple Rechner adaptierten Programmen dieser Art. Eine Software also, an die man sich trotz des wenig geschätzten Themas ganz gerne setzt, weil nett anzusehen.
Die neue erweiterte Version von Umsatz, Umsatz Pro, ermöglicht die Arbeit von mehreren Anwendern und es kann die Buchhaltung für mehrere Firmen angelegt werden. Zusätzlich ist ab sofort eine DATEV-Schnittstelle für den Export enthalten, das Feature auf das wohl viele Anwender dringlich gewartet haben.
Eine kleine abgespeckte Version, Umsatz Mini, wartet derzeit auf die Zulassung im App Store und kostet 29,— Euro, die beiden großen Lösungen gibt es direkt hier, beim Programmierer MOApp Software Factory: Umsatz 49,— für Euro und das Multi-User-Flagschiff Umsatz Pro für nur 69,— Euro. (Wenn ich ehrlich bin, finde ich die Software viel zu günstig kalkuliert für das, was sie kann.)
Disclosure: Ich kenne den Programmierer von Umsatz persönlich, wir haben uns über unsere Blogs kennengelernt. Ich habe schon mal seine Gschäftsführung, also die Katzen, gestreichelt und mit seiner Ehefrau Fußball geguckt. In meiner Wohnung steht großzügigerweise seine alte neue Küche, die er loswerden wollte, weil er in seiner neuen Wohnung kein Stück von Ikea mehr haben wollte, weswegen in seiner neuen Wohnung jetzt eine Küche von Ikea steht. Umatz habe ich in meiner Zeit als Freiberuflerin selber benutzt und ich finde die Software gut, sinnvoll und fast ein bisschen zu sexy für das Thema.
at 13:24 0 comments
Labels: blogfreaks, null-eins-null
2012-12-18
Instagram möchte Geld verdienen
Ein Dienstleister namens Instagram stellt seit 2010 ein Applikation frei zur Verfügung mit der Smartphone-Anwender Fotografien mit Effekten (Filtern) verändern können und über die verwendeten Microblogging-Dienste mit der restlichen Welt teilen können. In diesem Jahr erhalten die User die Möglichkeit auf einer personalisierten Homepage beim Anbieter gehostet „ihr” Werk im Kollektiv zur Schau zu stellen. Das tun bis September 2012 immerhin weltweit 100 Million Anwender laut Eigentümer.
Im Dezember 2012 verkündet der Dienstleister, mittlerweile von Facebook aufgekauft , sein künftiges Gschäftsmodell. Es wird künftig mit den Daten der User gehandelt werden (also von den Leuten, die in den letzten Monaten wie blöd sich dort ihre Micro-Homepages aufgebaut haben) und man möchte mit deren Fotos durch (wahrscheinlich Lizenz-)Verkauf Geld verdienen.
Das finden nun alle sehr sehr schlimm.
Ich finde ja eher schlimm, dass sich alle dieser Dienstleistungen mit Wonne kostenlos bedienen, sich aber aber keine oder kaum Gedanken über deren Geschäftsmodelle machen. Sich also im Grunde nicht mal einen Pfennig Geist darum scheren, wovon die Leute, die ihnen solche Dienste anbieten, die Miete, Essen und Lebensstil bezahlen. Das ist schon ganz schön ignorant, wenn mir diese Kritik gestattet ist.
Dann ist man vergleichsweise sauer, dass mit den „eigenen” Fotos Geld verdient werden soll. Das wäre ich, als Fotografin, wohl auch. Weswegen ich meine Fotos, also zumindest jene mit denen ich Geld verdienen möchte, nicht irgendwo online stelle, wenn ich das Gefühl haben muss, ich gebe damit einen Teil meiner Rechte am Urheberrecht ab – oder auch nur die Kontrolle darüber.
Das genau aber tut man natürlich bei Instagram genau immer – denn man bedient sich einer Filtersammlung, die man – im Gegenteil zu einer selbst z. B. in Photoshop generierten Aktion – nicht selber produziert hat, das heißt also daran auch keinerlei Rechte besitzt. Kurz: Instagram-Fotos sind ab dem Filtereinsatz kein Bildwerk an dem nur noch ein Einzelner ein Recht besitzen kann. Schon mal darüber nachgedacht?
Das andere Hühnerauge auf das ich Euch, so Ihr Instagram-Fans seid, leider treten muss: kommt bitte schön wieder runter von Euren unrealistischen Träumen. Instagram-Fotos sind lediglich eine Mode, ein Trend. Sie sind aber weder besonders attraktiv, noch dienen die Filter ernsthaft dafür, ein Foto zu einem besseren, weil im Ausdruck stärkeren Foto zu machen. Ganz im Gegenteil. Ich denke so oft, das hätte ein sehr nettes Foto sein können (bedenkt man es ist vergleichsweise mager aufgelöst aus einer Smartphonekamera entsprungen), hätte man es nicht mit so einem besch… übergesehenen Filter hässlicher gestaltet, als es im Original vermutlich ist. Kurz: wer glaubt Ihr denn soll Euch Eure Instagram-Fotos im großen Stil abkaufen? Wo soll denn dafür dieser Markt sein? Der Markt seid lediglich ihr, die ihr glaubt, die Hipster in der Modewelle Instagram zu sein. Was völlig okay ist, den Spaß sollt Ihr haben. Aber bittet haltet Eure Füße auf den Boden der Tatsachen: die wenigsten Medien – ausgenommen einiger expliziter für den Instagram-Markt geschaffener Magazine – würden sich Eurer Fotos wirklich gerne und im großen Stil bedienen. Wenn es einen Markt dafür gibt, dann seid Ihr dieser Markt. Und nur Ihr!
Und wir reden hier von Fotos im übrigen, die Ihr doch selber gerade in einem Online-Medium publiziert habt, dass hierfür kaum echte Kontrollmöglichkeiten in der Fremdverwertung kennt.
So wäre es im Grunde doch noch ganz nett, wenn Euer Foto wenigstens offiziell verkauft wird. Die viele anderen, die Euer Werk mit einem simplen Rechtsklick und einer Umbenennung als eigenes Werk ausgeben oder einer anderen Verwendung zuführen, haben Euch doch bisher auch kaum gestört, nicht wahr?
Ach, Ihr findet es blöd, dass jemand mit Eurem Werk Geld verdient? Derjenige hat dafür, dass Ihr seine Technik nutzt, seine Filter nutzt in den letzten Jahren viel Geld hingelegt. Denn auch Instagram-Filterprogramierer kosten Geld, brauchen Technik. Auch Instagram-Server laufen nicht ohne Strom, überstünden keinen Regenschauer ohne Dach über deren Kopf. Ja, ich habe echt doofe Nachrichten für Euch heutigen Heulsusen: „It's all about money.” Und nein, Instagram kann keine Ausnahme bilden.
Ich diskutiere wirklich gerne über die Rechte am eigenen Werk und halte diese hoch – denn ich verdiene ja gelegentlich auch Geld damit. Aber heulen, weil eine Kostenlosleistung nun erstmals ihr Income-Modell definiert? Ich mag diesen Egoismus nicht von Euch Anwendern. Und ich mag auch nicht diese Naivität von Euch Nutzern.
Und wirklich mit Verlaub: die meisten Instagram-Fotos sind leider wirklich hässlich. Wenn es der Style einer Generation sein soll, nicht fotografieren lernen zu wollen und Schrott mit einem Filter zu vergolden, dann tut es mir leid, muss es aber natürlich respektieren.
Inhaltlich bin ich aber bei jedem Koch, bei jedem Wirt, bei jedem Schöpfer sichtbaren Eigentums, wenn diese befinden, dass sie ihre Schöpfungen nicht hässlicher dargestellt sehen möchten, weil verfremdet, als sie von ihnen kreiert worden sind.
Edit: Die schriftliche Auseinandersetzung von Don Dahlmann mit dem Thema – vom künstlerischen Kram ganz losgelöst.
Noch einen Tag später beschreibt Thomas Knüwer das Instagram-Debakel aus journalistischer Sicht.
at 13:04 5 comments
Labels: große weite welt, null-eins-null
2012-12-16
Meet Autismus
Aus der unsäglichen Unterstellung von Spiegel.de aber auch anderen journalistischen Medien, die den Amokläufer auch im aktuellen schrecklichen Fall in den USA grundsätzlich in die Ecke „Autisten” schreiben, formiert sich eine Gegenwelle von bloggenden Menschen, die mit der Diagnose Autismus leben.
Diese Blogposts zu lesen, das erweitert seit gestern meinen Horizont und ich treffe auf interessante für mich neue Blogs von Menschen, die über ihr Leben mit der Diagnose Autismus – in den unterschiedlichen Stufen – schreiben. Wieder einmal wird deutlich, worin die Grandezza dieser Blogwelt liegt, nämlich in dem Austausch mit Menschen zu denen man sonst wenig Kontakt hat, noch sie zur Kenntnis nehmen könnte, alleine aus geographischen Gründen.
Insofern hat das Vergehen der nicht recherchierten Vorverurteilung dieser Journalisten etwas Gutes: sie bildet. Sie lehrt. Ich hoffe sehr, die Journalisten nehmen die Gegenargumentation aus dem Web als genau das an, was sie schlussendlich ist: Belehrung. Bildung. Die herzliche Aufforderung, es künftig besser zu machen.
Bitte lesen – und vergesst die verdammte(n) Verlinkung (Herzen) nicht!
Realitätsfilter Lieber Spiegel online
dasfotobus Ich töte keine Menschen!
autzeit Fremdbestimmt
Aspergerfrauen Mein Name ist Sabine und ich bin keine Massenmörderin
Quergedachtes Autismus: das Medienbild und die Wirklichkeit
Edit: Schnell reagiert haben Enno Park und Anatol Stefanowitsch und mit Bloggern, die offensiv mit Bloggern mit der Diagnose Autismus über eben das Thema Autismus in den Medien „Angriff der Killerautisten” gesprochen.
at 11:53 3 comments
Labels: blogperlen
2012-12-15
Flugpate von Teneriffa nach Berlin gesucht!

Eine mir bekannte Tierschützerin sucht sehr dringend für einen niedlichen Katerfratz, Nelson, einen Flugpaten von Teneriffa nach Berlin. Der kleine Kerl hätte hier ein neues Zuhause, ist aber vor Ort derzeit in einer Auffangstation eingesperrt und leidet sehr darunter.
Die Katzen kommen in einer Tasche und sind leicht für den Flug sediert. Man hat also wirklich keine Umstände mit ihnen – ausser einer Tasche (meist) Handgepäck mehr. Alles Organisatorische wird vor Ort von Beatriz übernommen. Die Mieze wird direkt am Flughafen von den neuen Besitzern in Empfang genommen.
Zur Not ginge natürlich auch ein Flug von Teneriffa an einen anderen deutschen Flughafen in Berlin Nähe (Dresden etc.), sicher lässt sich eine Weiterfahrt organisieren.
Ich wäre dankbar, würdet Ihr Augen und Ohren offen halten, das Blogpost ggf. verlinken!
Dankeschön!
at 10:45 3 comments
Labels: tieffliegende fellträger
2012-12-11
Therapeutin im Kosmetik- und Beauty-Bereich

Beschrieben wird hier die Freundin von Uwe Ochsenknecht und ich überlege seit ich diesen Artikel gelesen habe – ein Artikel in dem sich Uwe als echter Dinosaurier präsentiert übrigens – was bitte schön und zur Hölle macht eine Therapeutin im Kosmetik- und Beauty-Bereich?
at 13:51 10 comments
Labels: dies und das
2012-12-10
2012-12-08
2012-12-07
Was mich dieser Tage wirklich amüsiert …
dass sind die Leute im Web, die es völlig beschränkt finden, wie Gaga diese unsere Welt nun auf die Nachricht eines einzelnen britischen Babys reagiert, weil aus ihrer Sicht gänzlich unwichtig.
Aber mit dieser ihrer Meinung dann das Internet ausgiebig betexten. In aller relevanten Irrelevanz.
In irgendeinem Kommentar, auch irgendwo in diesem Internet, regt sich jemand auf, dass die faulen arbeitslosen Bastarde ja keine Sportprogramme bräuchten, würden sie ihren Arsch nur mal in Richtung Ehrenamt bewegen.
Richtig ist: ALG II-Bezugsempfänger dürfen maximal drei Wochen Ehrenamt im Jahr absolvieren, sonst müssen sie um ihre Leistung fürchten, denn sie gelten nicht mehr als vermittlungsfähig. (Amtsdenke: die gleichen Menschen, die sich noch neben einem Fulltimejob bewerben können, wenn sie eine neue Aufgabe suchen, können dies aus irgendwelchen Gründen plötzlich nicht mehr, sind sie erst einmal arbeitslos und würden sie dabei gleichzeitig ein Ehrenamt bekleiden.) Ehrenamtliche Organisationen können es sich aus ganz unterschiedlichen – jedoch immer sehr nachvollziehbaren – Gründen gar nicht leisten, alle drei Wochen neue Mitarbeiter einzuarbeiten und lehnen den willigen ALG II-Bezugsempfänger daher zwangsläufig ab.
Zunehmend bin ich für eine deutschlandweite Zwangsmaßnahme: Menschen, die zu ihrem Glück noch nicht im Bezug standen und einen Wissenstest zum Thema nicht bestehen, gehören die Inhalte der Sozialgesetzgebung in aller Realität in einer Zwangsschulung vermittelt. Pseudowissen zur 4. Stufe der Hartz-Konzeption nach acht Jahren ist nicht mehr akzeptabel. Ich meine, in Anbetracht der Tatsache, dass es jeden von uns treffen kann.
Bin heute geweckt worden durch sehr dringliches und sehr frühes Kindergeschrei. Was für hiesige Wohnverhältnisse eher unüblich ist. Naheliegend ist es eher, von der über mir wohnenden Nachbarin geweckt zu werden, die schon mal um 04.30 Uhr agil senil aus ihrem Bett flüchtet, um lautstark ihre Wohnung umzuräumen (jeden Morgen gefühlt auf ein Neues). Dieser Hausputz wird dann so gegen 05:30 Uhr, kurz nach meinem erneuten Einschlafen durch eine Niesarie (Hausstaub eben) abgeschlossen.
Ich war geneigt, das weinende Kind zu mir zum Spielen ins Bett zu holen. Da wir ja eh alle zur gleichen Zeit wach waren …
Überhaupt Schlaf. Schlaf ist auch so eine Sache.
Die Financial Times Deutschland zelebriert heute ihre letzte Ausgabe und die Geschäftleitung verabschiedet sich in einer Weise, die von einem Teil der Internetleser kritisch bewertet wird. Ich denke, wer glaubt in einer ähnlichen beruflichen und menschlichen Situation den absolut perfekten Abgang hinzubekommen, werfe bitte den ersten Wattebausch.
at 12:44 4 comments
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Kinderwünsche
Ein sehr schönes Projekt zu Weihnachten, bedürftigen Kinder kleine Wünsche erfüllen. Oder auch große. Es lohnt immer mal hineinzuschauen, rote Ampeln wachsen täglich nach!
Kinder-Armut
2012-12-06
Die Arbeitsagentur …
erweitert künftig ihr Dienstleistungsangebot und vermittelt Arbeitslose in Berlin in Sportprogramme.
Ich sage dazu nix. Und mache aus Gründen hier auch besser gleich die Kommentare zu. Wir wollen uns ja ob dieser heiteren Nachricht nicht ärgern müssen.
Schöner Schmuck

Es gibt einen Laden in Berlin, da könnte ich mich glatt dumm und dämlich kaufen: Morgenland in der Kreuzbergstraße. Die führen dort orientalische Möbel, Stoffe, Lampen und Accessoires, vor allem aber in Massen diese farbenprächtigen Kissen in allen Größen aus Samt oder wundervollem dicken Gobelin. Die Kissen kosten dort übrigens nur 50 % dessen, was ein paar Meter weiter in ähnlichen Läden in der Bergmannstraße oder auch in Charlottenburg, Kantstraße für sie verlangt wird. Das ist der eine Geheimtipp zu Morgenland. Im nächsten Leben würde ich wohl alle Hände vom schwedischen Albtraumkaufhaus lassen und mich nur dort einrichten wollen!

Der zweite Geheimtipp ist dieser Tage der Weihnachtsbaumschmuck, der dort angeboten wird. Ich habe nie schöneren Schmuck gesehen, wundervolle farbenprächtige Kugeln, Herzen und Tiere mit Ornamenten in den verschiedenen Farben. Selbstverständlich erwirbt man solchen Schmuck nicht zu Discountpreisen, aber man kauft dort nicht in rauhen Mengen und die einzelnen Stücke sind so wunderschön und wertig, sie werden vererbt werden!
Morgenland hat im Dezember 2012 übergangsweise eine zweite sehr große „Weihnachtsfiliale” im Schloss Steglitz im unteren Geschoss geöffnet.
at 10:41 3 comments
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Kommunikationsgau
Die Mutter von Nele Taber ist dieser Tage ins Krankenhaus gekommen. Während die Ärzte den Ausführungen des natürlich älteren Ehemannes nicht Glauben schenken wollten, sind alle ersten Stunden vergangen, die so immens wichtig sind bei der Behandlung eines Schlaganfalles. Dumme Ignoranz der Ärzte sorgt hier dafür, dass diese Frau nicht im relevanten Zeitrahmen in der Diagnose angemessen versorgt worden ist.
Ich kann nur nahelegen, ihre beiden Blogposts zu lesen, um in einem ähnlichen Fall gewappnet zu sein und sich als Tochter/Sohn, Frau/Mann, Freundin/Freund nicht abspeisen zu lassen und massiven Widerstand einzulegen. Zeit ist bei einem Stroke das Letzte, was der Patient hat.
Schlaganfall?
Schlafanfall? Schlaganfall!
at 09:31 0 comments
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2012-12-05
Ein kleiner Hinweis …
… denkt daran, wenn ihr Menschen in Eurem sozialen Umfeld habt, die Leistungsbezieher des Sozialen Gesetzbuches sind, vor allem dann, wenn sie Kinder haben, diese können Weihnachten nur dann halbwegs angemessen zelebrieren, wenn sie im Prinzip Schulden machen. Es ist nun einmal so, mit Einführung von ALG II bzw. Erhöhung des damaligen Sozialsatzes ist damals die einmalige Leistung zu Weihnachten weggefallen.
Wer ALG II bezieht, wird sich eher nicht ein opulentes Mahl zum Beispiel mit einer Gans zu Weihnachten leisten können. Viele Bezugsempfänger wissen nicht einmal, wie sie selbst die sehr kleinen Weihnachtswünsche ihrer Kinder erfüllen sollen.
Ein Gutschein – selbst in geringer Höhe – vom benachbarten Supermarkt in den Briefkasten geworfen, kann hier unter Umständen die Sorgen deutlich schmälern und ihnen vor dem Fest überreicht, Hoffnung spenden und das Fest für sie zu einem schöneren Weihnachtsfest werden lassen, einfach weil ihnen eine von vielen Sorgen genommen wurde.
Es geht nicht darum, dass man Weihnachten nicht auch ohne Bratvogel sehr schön gestalten und erleben kann; es geht lediglich darum, diese Menschen nicht auszuschließen – sie einfach mitmachen zu lassen.
at 13:26 6 comments
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2012-12-04
MS
Der junge Mann kommt mir auf dem unbefestigten Weg neben dem Baugrundstück auf dem ich eben falsch unterwegs war, um zum Parkplatz des schrecklichen Discounter zu gelangen und von dort aus die Straße zu überqueren zur Dockingstation, entgegen. Er geht an einem Rollator und ich weiche ihm in Richtung Pfütze aus, damit er auf dem etwas festeren Grund weiterfahren kann. Er findet, ich halte, um mich mit ihm zu unterhalten und spricht mich an und erklärt mir, dass sei ihm auch passiert beim ersten Mal. Also den Bauzaun auf der falschen Seite entlang laufen.
Man würde aber irgendwann einen Übergang machen, das habe ihm die Architektin erzählt. Von seiner Behinderung beim Gehen abgesehen, sind leichte Anzeichen einer zerebralen Behinderung zu bemerken. Er spricht schnell, stellt Fragen, redet schon wieder bevor man antworten kann, antwortet man, passiert es, dass er die gleiche Frage wenig später noch einmal stellt.
Die Architektin sei jung. Sagt er. Aber sie hätte ihre Arbeit gelernt. Was ich gelernt hätte? Für wie alt ich ihn halten würde? Und reißt sich die Mütze vom Kopf. Ich schätze ihn auf Mitte, Ende 30. „45”, freut er sich, fragt im gleichen Atemzug in dem mir erzählt wird, dass noch zwei Häuser dort hin gestellt werden sollen, das hätte die junge Architektin ihm erzählt, wie alt ich denn sei und noch einmal was ich gelernt habe. Zwischendurch entschuldigt er sich oder sagt „macht ja nichts.”
Ich bin 47 und er findet doof, dass ich älter bin, denn das wollte er doch sein. Er hat Freude an seinem jugendlichen Aussehen. Aber das würde auch nichts machen, also dass ich älter sei, sei nicht so schlimm. Er lacht vergnügt. Er habe MS. Multiple Sklerose spricht er die Krankheit später doch noch ganz aus, fragend, ob ich weiß, was das ist. Weiß ich. Als 16-jähriger habe er sich einmal das Leben nehmen wollen, weil er damals so traurig war. Eine Packung Schlaftabletten habe er geschluckt. Kunstschmied habe er gelernt. Und jetzt hat er MS. Und das Leben ist doch ganz schön. Er müsse bis an sein Lebensende alle drei Monate zur Charité, weil er in einer Studie ist. Und fragt mich, ob ich glaube, ob es wohl noch Schnee gibt. Ich sage, es hätte doch schon geschneit. Aber diese lächerliche Menge von Schnee lehnt er ab. „Das war noch nix”, sagt er.
„Tschüss!”, sagen wir.
Ich mochte den.
Edit: mir hat eine Leserin geschrieben, die darauf hinweist, dass es in Folge einer Multiplen Sklerose-Erkrankung nicht zu geistigen Behinderungen kommt. So wollte ich bitte meine Beschreibung hinsichtlich der Erscheinung des Mannes nicht verstanden haben! Was mir bei meinem Gesprächspartner aufgefallen ist, ist ganz sicher in zwei unterschiedlichen Erkrankungen bzw. Diagnosen zu sehen. Über die eine hat er zu mir offen gesprochen. Die andere wurde zwischen uns nicht thematisiert.
at 10:06 4 comments
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2012-12-03
Der Irrsinn geht weiter …
„Sie müssen mindestens vier Bewerbungen/pro Monat dokumentieren.”
„Vier? Äh – ist das nicht ein bisschen … wenig?”
„Na, Sie dürfen natürlich auch mehr, das steht Ihnen frei. Aber da Sie von uns maximal 250,– Euro Bewerbungskosten erstattet bekommen, sind das im Schnitt vier Bewerbungen á 5,– Euro pro Monat und wir dürfen aus rechtlichen Gründen Ihnen daher nicht mehr abverlangen.”
Sie hat den laufenden ALG I-Bewilligungsbescheid vor sich liegen, sieht, dass dieser läuft. Nach einem Jahr Arbeit (42,5 Stunden-Woche) liegt die Summe unter dem Mindestsatz, Bezuschussungsanfrage beim Amt für Bittsteller.
„Möchten Sie den Antrag zum 1.12.2012 oder erst zum 1.01.2013 stellen?” [sic!] Ich meine: [SIC!]
Eingliederungsvereinbarung: Auch die Verpflichtung […] auf Aufforderung zu einer ärztlichen oder psychologischen Untersuchung zu erscheinen, bleibt während des Sanktionszeitraumes bestehen.
Das „psychologisch” gestrichen. Sie guckt. „Bevor Sie befinden mich eventuell psychologisch zu begutachten, stellen Sie bitte erst einen sachlich fundierten Antrag.” Sie zuckt die Schultern.
Ja, ich suche Arbeit. Das da macht nur krank. Und irre. Ich habe da Angst vor. Bitte alles anbieten.
at 13:06 9 comments
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Pläne
Noch bevor Frau Lotte Lottar und ich Samstag das erste Glas Glühwein überhaupt ausgetrunken hatten, haben wir bereits beschlossen in sehr naher Zukunft Disco-Täschchen aus Lederol für unsere Brüder und Schwestern in der Sowjetunion zu nähen.
In Igelit und Lederol da fühlt sich jeder Zoni wohl.
Jeder Westler Dich beneidet, bist Du in Lederol gekleidet.
Hast du Lederol im Haus, kannst du auch bei Regen raus.
source: Wikipedia
at 06:41 0 comments
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2012-12-02
Dadaistische Katze mit Fisch

Selten passiert es heutzutage, dass ich auf Weihnachtsmärkten noch von der Kunst auf Ständen überrascht werde. Afrikanische Holzkunst zum Beispiel oder indianische Traumdeuter-Stände, sind mittlerweile prima ins geographische Erscheinungsbild eingenordet.
Gestern auf dem Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt ist mir diese dadaistische Katze zugelaufen und durfte prompt bei uns einziehen. Gefunden an einem kleinen Stand, der lauter solche wunderschönen Bildnisse in unterschiedlichen Größen feil bietet. In der kleinen Serie, aus der meine Katze stammt, kostet ein Bild 15,– Euro, es gibt aber auch wundervolle farbenfrohe große Exponate im dreistelligen Bereich. Und ja, es gibt sehr viele Katzenmotive – aber nicht nur.
Die Bilder sind gemalt von dem Künstlerduo* Lena Paschkov und Ivan Glock, kurz WanLen, beide in Berlin ansässig. Besucht ihre Seite, die Bilder angucken, das ist eine Freude. Ich möchte sie eigentlich alle haben …
*Auch wenn sie keinen Online-Shop haben – sie schicken die Bilder auch, hat mir heute Ivan auf dem Markt erzählt.
at 11:06 8 comments
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2012-11-30
Neulich …
… als ich das letzte Mal draußen saß bei einem Glas Wein in Kreuzberg fuhr ein junger Mann mit seinem Skateboard an der nebenan liegenden Kohlenhandlung vor. Er kam dann mit zwei Packungen Briketts wieder raus, stieg auf das Skateboard rechts und links mit einer Packung in der Hand und fuhr davon. Ich fand das unglaublich cool.
Kohle kaufen auf einem Skateboard.
at 06:11 5 comments
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2012-11-29
Unterm Strich …
In der Sendung 37 Grad am 27. November 2012 werden zwei Töchter mit ihren Müttern vorgestellt. Beide Töchter arbeiten bzw. arbeiteten als Sexarbeiterinnen, die Sendung setzt sich insbesondere mit den Gefühlen der Mütter zu den Jobs ihrer Töchter auseinander. Eine der Frauen arbeitet in der Herbertstraße. Sie wirkt visuell relativ verunstaltet nach mehrfachen Brust-OPs und aufgespritzten Lippen und bedient dabei so typische Klischee einer Sexarbeiterin im Millieu mit großer Hingabe. Die andere, ehemals als Escort-Girl oder -Lady arbeitend, wirkt dagegen ganz natürlich, fast bieder bis langweilig. In letzterem Fall kommt es zu einem Wiedersehen mit der Mutter nach über zehn Jahren und nachdem die Tochter aus diesem Beruf ausgestiegen ist. Gerade diese Frau geht sehr offensiv mit ihrem Beruf um und begreift ihr „Outing” als guten Schritt hinsichtlich ihrer persönlichen Entwicklung, weil sie Heimlichkeit und gesellschaftliche Ablehnung gegenüber den Frauen, die diesen Beruf ausüben, als den eigentlichen Makel aus dieser ihrer persönlichen beruflichen Zeit versteht.
Es gab schon bessere Sendungen aus diesem Format. Unterm Strich aber begegnet man zwei Frauen, die ihren Beruf mit einer selbstbestimmten Selbstverständlichkeit ausüben.
Eine der Frauen, unter dem Pseudonym Vanessa Eden arbeitend, hat mittlerweile ihr Abitur nachgeholt und studiert Psychologie. Sie arbeitet selbst nicht mehr als Escort-Lady und erscheint in dem Format offen und souverän, ein wenig zu abgeklärt, als sie auf ihre Mutter nach der langen Zeit trifft. Sie coacht heute Frauen, die den Beruf im Escortbusiness ergreifen wollen und wird im Februar kommenden Jahres hierzu einen Ratgeber veröffentlichen. Markus Lanz bietet ihr in seiner dem Format folgenden Sendung an, in der sie teilnimmt, dann wieder mit ihr sprechen zu wollen – man kann ihr nur herzlich wünschen, dass dies nicht geschieht.
In dem Gespräch, dass sie mit Markus Lanz führt, beantwortet sie offen und positiv alle Fragen und verweigert sich direkt den Versuchen des Moderators, sich auf die Stufe seiner biederen Ansicht zu diesem Beruf ziehen zu lassen. Wurde jemals Markus Lanz in all seiner Inkompetenz und Pseudoneutralität gnadenlos vorgeführt und das mit erstaunlicher Frische, gelassener Souveränität und Liebenswürdigkeit, dann von dieser junge Frau, die in dem Gespräch ständig intellektuell unterfordert wirkt.
Man sollte ihr einen Moderatorinnenjob anbieten. In einer Talkshow. Einer mit Tiefgang.
at 11:23 3 comments
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2012-11-28
Justiz-Skandale
Liest man dieser Tage von dem Fall Gustl Mollath, dem Mann, der gegen seinen Willen mit Unterbrechungen seit 2004 zwangsweise in der Psychiatrie untergebracht wurde, beschleicht einen wirklich Angst. Mollath wurde, weil er Aussagen über die Schwarzgeldgeschäfte seiner mittlerweile von ihm geschiedenen Ehefrau („den mache ich fertig”) tätigte, als gefährlich begutachtet und eingewiesen. Die Schwarzgeldgeschäfte sind mittlerweile alle von der HypoVereinsbank in Gutachten als real existent begutachtet worden. Sie gelten mittlerweile als verjährt.
Diese Zwangsunterbringung Mollaths, der seit Jahren erfolglos für seine Freilassung kämpft, wird derzeit von der Staatsanwaltschaft geprüft. Dabei hat die bayerische Justizministerin, Beate Merk, alle Hände voll zu tun, um zu erklären, sie hätte mit dem Fall nichts zu tun, der Mann sei kein Justizopfer. Und sie befindet vor allem, der Mann sei psychisch krank. Ich halte solche Argumentationen persönlich für eine schwierige Aussage, insbesondere von einer Jusitzuministerin ohne ärztliche Ausbildung in einem solchen Prüfungsverfahren, das noch längst nicht als abgeschlossen gilt, da es noch nicht tatsächlich eröffnet ist.
Nein, falsch! Ich halte das für menschlich hochgradig verwerflich!
Wer nun glaubt, dies sei ein seltener Fall womöglich justiziabler deutscher Fehlleistung, den bitte ich sich einen Kaffee oder Tee zu holen und den nachfolgend verlinkten sehr langen, offensichtlich ausgiebig recherchierten Artikel zu lesen, der beschreibt, wie eine Mutter von dem Vater ihres Sohnes wegen Kindesmissbrauch angezeigt wird. Und trotz aller für ihre Unschuld sprechenden Indizien und Zeugenaussagen, sowie der Falschaussagen zugunsten des Ex-Ehemannes längst überführten Zeugen, keinen Freispruch erhält und ihr der Sohn vorenthalten wird.
Und offensichtlich spielen viele Egos in der Justiz und bei den verantwortlichen Jugendamt hierbei eine Rolle, dass die Frau […] hochintelligent, aber nicht unbedingt mit diplomatischen Geschick gesegnet. […] nicht final frei gesprochen wird. Sie »hat das Gericht klar spüren lassen, was sie von dem ganzen Verfahren hält«, erinnert sich ihr Verteidiger. Eine langjährige Freundin, die dem zehntägigen Prozess beiwohnte, sagt heute: »Es wäre sicher hilfreich gewesen, wenn sie etwas devoter (vor Gericht) aufgetreten wäre.«”
Die Geschichte eines Skandals – Sein Wille geschehe.
Selbstverständlich ist es unentschuldbar, wenn sich in der Münchner Justiz eine Frau nicht ausreichend devot gibt. Klar.
Wenigstens Gustl Mollath können wir finanziell in seinem Kampf unterstützen – mit Zeichnung einer Petition und/oder mit einer Spende.
at 12:49 1 comments
Labels: große weite welt
2012-11-27
Von Stürzen und Lieben …
Während sich gestern die Weingläser mit allerbester Mousse au chocolat, reichhaltig und satt mit Karamel kurz vorher zubereitet, reihenweise aus dem Ikea-Kühlschrank (sic!) stürzten, bereitete ich gestern meine allerersten Böhmischen Knödel. Das Kochbuch sprach, „nehmen Sie ja bloß einen großen Topf, die Knödel werden sehr groß!” Das Kochbuch hatte Recht. Und ich finde es unglaublich sexy, wie diese Knödel im Kochtopf „wupp” machen. Und später zart nach Hefe duften und schmecken.
Und ich möchte an dieser Stelle meine tiefe große Liebe zu meiner Flotten Lotte verkünden. Die ich vor zwei Jahren über eBay-Kleinanzeigen einer Frau abkaufte, deren Oma die „für gut” im Schrank aufbewahrte. Und die mir einen Zettel beilegte, der wünschte „Viel Spaß beim Kochen!” So bekam ich eine völlig neue Lotte in einem alten Originalkarton – aber es ist eben noch gute alte Qualität, so wie sie sich heute nicht mehr anfühlen. Gestern habe ich mit ihr meine erste Erbsensuppe mit Minze püriert. Es macht einfach glücklich …
at 09:57 0 comments
Labels: ran an den herd
2012-11-26
Auf weiter Flur …
Freundin gestern gezeigt, wo ich aufgewachsen bin. Den Bendlerblog. Danach im Wald gewesen. Habe ich mir gewünscht. Frau Lotta Lotter die Badestätte meiner Kindheit gezeigt, den Teufelsee. Der mir heute größer vorkommt als er es früher war.
Wege gelaufen, hoch und runter. Wege nach dem Gehen zurück betrachtet, sehen immer anders aus als im vorwärts Beschreiten.
Pferde getroffen mit sehr merkwürdiger Rasur. Ist das jetzt Mode? Pferdefellstyling
Familien getroffen beim sonntäglichen Spaziergang. Die Bände, die viele Gesichter sprechen, möchte man lieber nicht lesen.
Voller Professionalität und Stolz wieder einmal bewiesen, dass man sich auf meinen Orientierungssinn nie verlassen sollte.
Festgestellt (beide) dass für uns noch nie ein Mann ein Herz in einen Baum geritzt hat. Gibt Freundin im Wald an Freund sofort in Auftrag (telefonieren im Wald ja noch nicht verboten). Servicemann mit Weitblick, fragt ob er ihr auch ein Herz in den Schnee pinkeln soll?
Den Waldgang überlebt. Obwohl Hinweisschilder auf Jagdbetrieb immer erst nach dem Verlassen gelesen.
Volvo gefahren. Mich an der Freude gefreut, wie sich die Freundin immer freut, wenn ich das Auto parke.
at 10:11 3 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
2012-11-16
Warm
Bei der Wohnungsübergabe las der Vermieter den Heizungsverbrauch vom Vormieter ab und schimpfte, weil dieser weder Bad noch Küche beheizt hatte. Ich verstehe ihn mittlerweile, denn unter dem Flurboden verlaufen die Heizungsrohre – ich habe dort quasi eine Fußbodenheizung. So strahlt ausreichend Wärme in die kleineren Räume. Mehr braucht es hier offensichtlich nicht.
Die Wärme strahlt also bis ins Bad – bis jetzt habe ich nicht einmal das Bedürfnis gehabt, dort heizen zu müssen. Das ist einerseits toll, weil die Katzen es lieben im Flur auf dem warmen Boden zu liegen. Andererseits untoll, weil ich besser dort also kein Laminat verlege (den Boden aber potthässlich finde.)
Die Küche war auch noch nie kalt. Gut, in der habe ich auch in der alten Wohnung nie geheizt. Das tat dort der Gasherd. Hier tut es die Waschmaschine. Läuft diese auf Kochwäsche, hat man das Gefühl die Wärme wandert bis in das auf der anderen Seite liegende Wohnzimmer.
Komme ich abends ins Schlafzimmer, finde ich das immer schrecklich kalt. Dann wird eine halbe Stunde geheizt und ich stelle zum Schlafen die Heizung aus. Ganz aus. Das ist mir in meiner früheren Wohnung nie passiert, da habe ich mit aufgedrehter Heizung noch gefroren ohne Ende. Und dennoch wache ich nachts gelegentlich auf, weil mir einfach heiß ist. Nein, ich tippe dabei noch längst nicht auf biologisch mögliche Hitzewallungen.
Diese Wohnung ist lediglich ein energetisches Wunder. Ich denke, ich werde den dichten Fenstern einen Altar errichten.
at 10:18 5 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
2012-11-12
Pausenzeichen
Hier ist es zugegebenermaßen gerade etwas ruhig, wofür ich mich entschuldigen möchte. Aber ich habe derzeit etwas viel mit mir selbst zu tun. Gewisse Erlebnisse jähren sich dieser Tage zum allerersten Mal und da müssen Wunden gepflegt werden und die immer noch vorhandene Fassungslosigkeit in Grenzen verwiesen, Bilanzen geschrieben werden, riesengroß gefühlte Sorgen klein gedacht werden – was mich gerade doch auch etwas anstrengt.
Jobs suchen ist anstrengend. Macht die Zukunftsaussicht gerade auch nicht brillianter. Ich habe viel zu lange keinen Urlaub gemacht, den ich ganz dringend bräuchte. Die sehr schönen ins Leben geholten kleinen Aufgaben, laufen auch nicht so richtig glatt und schaffen mehr Aufgabe als Entspannung. Aber die sind wenigstens meine eigene Entscheidung, als gut lebbar. Dennoch wäre ich dankbar, könnten Dinge einfach mal aus dem Stand direkt funktionieren; wäre nicht alles mit Kampf verbunden.
Das ist letztendlich natürlich nur das Leben, wie wir es kennen.
Etwas Geduld mit uns, mir und dem Blog, hier bitte. Und passt solange auf Euch auf!
at 12:15 8 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
2012-11-05
Hier braucht jemand Hilfe!
Ich bin sprachlos. Fassungslos. Obwohl gerade ich das ja nun nicht sein müsste.
Hier ist eine Frau in finanzieller Not und es drohen ihr Wohnungs- und Existenzverlust. Sie fragt nach nicht viel finanzieller Unterstützung für diesen Monat. Wer Geld nicht geben möchte, sicherlich ist auch eine Sendung Katzenfutter/-streu im Moment hilfreich. Kontaktiert sie bitte per e-Mail (s. Homepage).
Und ich kann mir vorstellen, dass sie juristischen Beistand hinsichtlich des Kindergeld-Antrages benötigen kann. Eventuell auch Begleitung bei einem Bank-Gespräch.
Lasst uns helfen! Bitte.
at 11:39 0 comments
Labels: arm dran
2012-10-25
Impfgedöns
Ihr erinnert Euch?
Die Schweiz hat die Alternativ-Impfstoffe von Novartis bereits verboten, Deutschland „prüft” noch. Halt nein: Deutschland „will” erst noch prüfen.
(Wir erinnern uns, Novartis will hintenrum Grippeimpfstoffe auf den Markt bringen, die tierische Krebszellen enthalten können.)
at 10:32 2 comments
2012-10-24
Liebe Männer, Jungs und …
… sonstige XY-Chromonsemträger!
Wenn Ihr zu der Fraktion gehört, die sich beim vermeintlich unbeobachtet Telefonieren gerne mal die Eier kratzt oder am Arsch rumfummelt, lange und intensiv und ausgiebig. Dann hätte ich jetzt einen echten Pro-Tipp für Euch:
Entweder U-Bahn fahren.
Oder telefonieren.
at 20:01 3 comments
2012-10-23
Apple …
… schmeißt also ein iPhone ohne Telefonie auf den Markt, pustet es etwas auf, nennt es iPad Mini und die Welt wird es kaufen.
Banane.
at 22:55 7 comments
Labels: null-eins-null
Kleine niedliche Hello Kitty!-Kratzbaumbesitzerin …
springt durch das Bild.

Freunde von mir haben sich für die Unterhaltung ihrer Fische und für das Amüsement der Garnelenzucht zweifachen sehr niedlichen Premiumcontent zugelegt. Allerdings haben sie einen m. E. nach sehr schrägen Kratzbaum-Geschmack:

at 13:38 2 comments
Labels: tieffliegende fellträger
2012-10-20
2012-10-16
Bei Miele waschen nur junge Frauen in HighHeels …
Dass die gute alte Waschmaschine hier deutlich in ihren finalen Zügen hängt, erwähnte ich bereits. Gnädigerweise gönnt sie mir noch etwas Karenzzeit, damit ich ein paar Euronen sparen und mich über ein neues Modell ausgiebig informieren kann. Das tue ich im Internet, gehe aber gerne auch in Geschäfte, die vorzügliche weiße Ware anbieten. Ich wundere mich teilweise sehr über die mangelnde Vertriebskompetenz von Verkäufern, habe meinen Spaß und bin nach wie vor unentschieden. Was bei mir natürlich nichts Neues ist. Unentschieden sein, kann ich prima.
So lag neulich bei einem Händler ein Prospekt der Firma Miele aus, den ich mitnahm, denn ich lese grundsätzlich sehr gerne Fachprospekte. Bei Miele kann man die PC-tauglichen Modelle der neueren Generationen noch nach Jahren einem Software-Update unterziehen. Und aus irgendeinem dummen Grund, den ich jetzt im Nachgang selber nicht mehr verstehe, traue ich Miele daher ein hohes Maß an Emanzipation in die gleichgeschlechtliche Richtung zu. Diese Updates gibt es für vergleichsweise wenig Geld, und man ist danach in der Lage auf alle neuen softwaregesteuerten technischen Funktionen zugreifen zu können, was ich schon sehr spannend und zeitgemäß finde. Für so eine Menschin 2.0 wie mich, ist das natürlich ein kleines innovatives Highlight.
Was ich allerdings wenig spannend, kaum nur innovativ und ehrlich gesagt, überhaupt nicht zeitgemäß finde, das ist ein Waschmaschinen-Prospekt in dem nur Frauen Werbeträgerinnen sind. Das mag sicherlich im Jahr 1950 stimmig gewesen sein, ist es 2012 nicht. Überhaupt nicht mehr!

Dieses Bildnis zeigt den Prospekt, den Miele herausgebracht hat anlässlich des eigenen „Feiern Sie mit uns – 111 Jahre Wäschepflege”-Feierlichkeiten. Dieser Fachprospekt informiert also über die Waschgeschichte der Firma Miele, deren Claim lautet „Immer besser” und präsentiert die sieben Sondermodelle, die das Unternehmen zur Feier des Jubiläums auf den Markt gebracht hat, namentlich die sogenannte Edition 111.
Man sieht auf der Vorderseite zwei Geräte von Miele, einen Trockner und eine Waschmaschine – ganz im Stil von Garry Larsson „Zuerst die Hose, dann die Schuhe”, wird hier zuerst getrocknet und dann gewaschen. Das ist aber natürlich nur eine kleinscheißerische stilistische Aufmerksamkeit* von mir, die ich bei einem Shooting als Fotografin zumindest angesprochen hätte.
(* Man möge diese Aufmerksamkeit meiner hohen fachlichen Kompetenz als Waschfrau zuordnen. Danke!)**
**Dass die Verteilung wohl sehr wohl Sinn macht aufgrund der Türöffnungen bei Miele, vor allem für Menschen mit Handicaps, hat Matcha in Kommentar Nr. 5 pragmatisch logisch erklärt, insofern streiche ich den vorangegangenen Absatz und nehme das gerne zurück, nur: warum zur Hölle bewirbt ein Unternehmen diese Eigenschaft nicht?
Um diese Geräte, auf denen eine Torte justiert ist, gruppieren sich vier junge Frauen, schätzungsweise kaum älter als 25 Jahre, bis auf eine Ausnahme alle langhaarig, in Partykleidung auf HighHeels stehend, dem Zuschauer mit Sektgläsern zuprostend. Im Hintergrund liegen roten Rosenglätter auf dem Boden, die dort auch noch durch die Luft wedeln. (Bei welchen Feierlichkeiten außer Hochzeiten und Miele-Geburtstagen regenen eigentlich sonst noch Rosenblätter?)
Es ist kein Mann zu sehen.
Auf Seite 3 des Prospektes wiederholt sich die Szene in klein, dieses Mal ohne Rosenblätter.
Es ist kein Mann zu sehen.
Auf Seite 6 sitzt die junge Frau mit kurzen Haaren auf der Waschmaschine, mit einem Blumenstrauß in der Hand. Der Ausdruck schönster Wäscheromantik ist dank Rosenblätter auch wieder im Bild.
Es ist kein Mann zu sehen.
Seite 11, die Damen prosten sich zu, die Rosenblätter fallen. Eine Dame hält ungemein aktiv den Arm in die Luft, zwei der Damen stehen fotomodellüblich in grotestker Beinhaltung. Eine Dame, die mit den kurzen Haaren, hat sich sogar ihrer Jacke entledigt.
Es ist kein Mann zu sehen.
Seite 13, die Jacke ist wieder angezogen und zwei Modelle sitzen nunmehr bunte Luftballontrauben haltend auf einem Trockner und freuen sich.
Es ist kein Mann zu sehen.
Seite 15, das Fotomodell mit den kurzen Haaren und der wieder angezogenen Jacke präsentiert die Torte auf der Waschmaschine – ohne Rosenblätter – und freut sich immer noch.
Es ist kein Mann zu sehen.
Im Shooting wurden mindestens zwei unterschiedliche, wenn sich auch ähnliche Torten verwendet.
Es ist kein Mann zu sehen.
Gut, ich kann jetzt nicht behaupten, dieser Prospekt sei 100%ig XY-Chromosmen gecleant, denn in den Bildern im redaktionellen Teil gibt es zwei Fotos auf denen ein Kind zu sehen ist, dies ist jeweils eindeutig ein Junge. Einer im Gras sitzend hält grinsend den Daumen hoch, beim Thema Energiesparen (klar, Männerthema) und ein weiterer Junge hält das Ohr an das Bullauge einer Waschmaschine beim Thema Funktion Extra Leise (klar: ausschlafen nicht im Haushalt helfen, auch Männerthema). Und trotzdem, weil der Knirps noch weit vor der Geschlechtsreife und deutlich noch nicht alt genug, um eine Waschmaschine bedienen zu können:
Es ist kein Mann zu sehen.
Ich könnte jetzt lang und breit zynische Sichtweisen kommunizieren, letztendlich treibt mich aber doch nur eine einzige Frage um: was zur Hölle soll ich mit einer Waschmaschine, die nur von Frauen befeiert, bedient werden kann und die offensichtlich nur die Wäsche von Frauen wäscht?
Und noch eines, Waschmaschinen um die ständig Rosenlätter regnen in der Küche, finde ich auch eher doof und unpraktisch als nett und romantisch.
Entschuldigt bitte Miele, Ihr mögt ja tolle Waschmaschinen bauen und klar, natürlich hätte ich sehr gerne so ein Schnuckelchen wie eine WT 2790. Aber Eure Marktingabteilung hat schlicht und einfach den Schuss der Neuzeit nicht gehört.
at 12:55 13 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
2012-10-15
Hostessen antatschen …
Zu diesem – wahrscheinlich wieder nur im Internet zu hörenden – Vorfall schreibt sich das halbe deutsche aktive Web heute betroffen die Finger wund. Der verlinkte Artikel beschreibt die Szene, um die es geht, ganz gut. Drollige Moderatoren befehlen sich auf einer Messe semilustige Dinge zu tun und in einem Fall geht es extrem dump sexistisch und feige zur Sache. Eine Hostess wird im Gespräch an ihren sekundären Geschlechtsmerkmalen berührt.
Feige deswegen, weil ich gerne hätte sehen wollen, dass die das Gleiche mit einem 185 cm großen breitschultrigen Mann machen. Haben sie aber nicht, und die Gründe liegen hier auf der Hand.
Die weitere Diskussion zu dem eigentlichen Vorfall in einem öffentlich rechtlichen Medium überlasse ich gerne den üblichen klugen Stimmen, wie z. B. Antje Schrupp.
Mich beschäftigen als Ergebnis aus dem Vorfall zwei andere Fragen:
Auf Messen werden Produkte/Dienstleistungen/whatever gerne mittels dem Subjekt „Messehostess” offeriert. Diese ist vorzugsweise als weiblich, jung, attraktiv, gerne langhaarig, sehr gut gebaut, das heißt meist schlank bis sehr schlank zu beschreiben. Fast immer sind sie in Uniformen verpackt, als da wären eng an der Figur anliegende Kostüme, gerne mit kurzem Rock und hohe Schuhe, bei denen jedem Messebesucher allenfalls das Kennzeichen „Körperverletzung im Job” einfällt. Und/oder das „echte” Extrem auf den Spaßmessen, wie Auto- oder Games-Messen, mit sehr deutlich übertrieben erotisch bis sehr wenig anhabend knapper Bekleidung verkleidet. Hier darf die Dame gerne offensichtlich im Körbchen gut bedacht oder Inhaberin eines Boobs-Jobs sein.
Ob die auf „Titts & Ass” getrimmten Damen gleichfalls inhaltlich kompetent zu dem jeweils angebotenen Produkt Auskunft geben können, wollen oder überhaupt sollen, sei dahin gestellt. Meist ist es offensichtlich nur deren Job freundlich zu sein, Geschenke oder Getränke anzureichen und halbwegs plausibel auch ein wenig international daher quatschen zu können. Vor allem aber „nett” oder „attraktiv” auszusehen.
Firmen, die so Vertrieb gestalten, bedienen sich offensichtlich üblicher sexistischer Klischees. Und die Frauen, die diese Jobs ausüben, bedienen diese dann eben auch. Daraus resultierend meine erste Frage:
Warum lassen sich 2012 attraktive, emanzipierte Frauen auf Messen von den Arbeitgebern überhaupt als Sexobjekte präsentieren zum Zweck des Vertriebes?
Ich hätte in der gleichen Szene dem Antatscher pragmatisch praktisch den Ellenbogen in die Magengrube gerammt und seine daraus resultierende Plexusbiegung mit einem harten Tritt in seine Weichteile wieder entbogen.
Macht das eine Hostess? Verschwendet sie im Job auch nur einen Moment lang daran den Gedanken, dass das jetzt genau die einzige adäquate Antwort auf so einen Übergriff ist? Wenn ja, warum tut sie es dann nicht? Warum wehrt sie sich nicht? Das muss längt nicht körperlich übergriffig geschehen. Eine deutliche verbale Ansage hätte es auch getan!Und so stellt sich mir nämlich die zweite Frage:
Wie würden denn Arbeitgeber darauf reagieren, wenn ein „Firmenmitglied” sich anmaßenden Kunden gegenüber – völlig zu Recht – wehrt?
Die Antwort kennen wir doch alle, sie dürfte mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ihr Damenhandtäschchen nehmen und gehen. Fristlos. Und das ist der eigentliche Skandal: In einem durch Sexismus definierten Business kann doch vom Veranstalter der sexistische Übergriff lediglich als Zustimmung und Erfolg zum Vertriebsmodell gewertet werden. Welches Unternehmen mit einem offiziell auf weiblichen Reiz ausgeprägtem Erscheinungsbild auf einer solchen Messe, steht denn dann hinter der dienstleistenden Angestellten, meist angeworben von einem externen Dienstleister? Also ohne jeglichen sozialen Bezug zu dieser dienstleistenden weiblichen Person? Meines Erachtens liegt genau hier der Hase im Pfeffer begraben.
Leider auch mit darin, dass sich oft diese jungen Frauen zu wenig darüber Gedanken machen, wie sehr sie eben auch Spielball sind – in einem Business namens „Sex sells”. Insofern bin ich für diesen durch ZDFneo initiierten Skandal dankbar. Wir sollen gelegentlich als emanzipierte Frauen darüber nachdenken, was wir eigentlich wie mit unseren Jobs bezwecken und bedienen; und wem wir für welchen Sinn und Zweck zu Diensten sind.
Selbstverständlich legitimiert das keinfesfalls sexuelle Übergriffe. Nur: es reduziert dummerweise auch nicht den Abstand zur Wunscherweckung bei einem unkontrollierten Gegenüber sexuell übergriffig zu werden.
Das geht dann in Richtung Arbeitgeber, auch diese sollten sich Gedanken über ihr Erscheinungsbild auf Messen hinsichtlich des Wirkens auf beide Geschlechter machen! Also heute im Jahr 2012. Sind sie wirklich emanzipiert genug, um ihr Produkt/ihre Dienstleistung ausschließlich über dieses Produkt zu verkaufen? Und wenn sie dazu den Support vom knapp bekleideten sogenannten schwachen Geschlecht brauchen, wie sieht deren Schutz diesen Frauen gegenüber im Ernstfall eigentlich aus?
at 14:07 2 comments
Labels: große weite welt
2012-10-14
Den Ohren nicht trauen …
Eine Freundin von mir (wieder so ein verflucht realer herzlicher kluger aufregender Kopf, den man online „connected” hat, weil man ja kein Real Life mehr hat) ist verliebt. Auch so eine Internet-Nummer. Diese Liebe und der Wunsch so einiges im Leben neu zu resetten, lässt sie im kommenden Jahr zu ihrem Liebsten in dessen Heimat ziehen.
Diese Freundin arbeitet in Finanzdingen in einem mittelständischen Unternehmen. Die Chefs, ein Ehepaar, mögen sie und ihre Arbeit, denn sie leistet dort gute Dinge und schafft es nebenbei, dass ein sehr hoher, man kann ihn erschreckend hoch nennen, betriebswirtschaflich eher unmöglich hoch, Anteil der Rechnungen von den Kunden pünktlich bezahlt wird.
Für diese Leistung wurde sie in diesem Jahr bereits mit einer Gratifikation in einer Höhe bedacht, deren Summe mir eh keiner glauben würde, deswegen nenne ich sie hier auch nicht.
Die Freundin hat nun den Chefs nach und nach von ihren neuen Lebensplänen berichtet, die beinhalten ab Anfang kommenden Jahres weniger Tage zu arbeiten und im Frühsommer ganz zu gehen und bis dahin den/die Nachfolgerin einzuarbeiten.
Diese Chefs haben zur Teilzeitlösung ja gesagt. Es blieb ihnen auch nichts anderes übrig, um sie zu halten und haben ihr angeboten Benzingeld auf das monatliche Salär aufzulegen, damit sie die Fahrten von Berlin in die neue Heimatstadt problemlos bewältigen kann. Nur so. Damit es ihr gut geht dabei.
Neulich haben die Chefs ihr indirekt verboten, sich eine neue Tätigkeit vor Ort zu suchen und ihr direkt das Angebot gemacht, ihr in der neuen Heimat ein Büro mit kompletter Technik einzurichten, sie dort arbeiten zu lassen, mit der Bitte an einigen wenigen Tagen im Monat in Berlin vor Ort zu sein, wofür es eine Bahncard und -ticket gäbe – nur damit sie weiterhin für das Unternehmen arbeitet.
So kann es also auch gehen und wenn ich – ich kenne die Geschichte in ihrer Fortsetzung seit gestern – daran denke, bekomme ich feuchte Augen. Es gibt sie also doch noch hier und da, die wundervollen Arbeitgeber-/Arbeitnehmergeschichten.
at 12:03 5 comments
Labels: dies und das
2012-10-12
Von Ikea lernen und was Horst Buchholz mit Turbo-Töpfen gemein hat …
Ich. Wieder einmal im schwedischen Albtraumkaufhaus. Thema: Wäscheständer. Ergebnis: ausgesuchtes Modell nicht verfügbar.
Aber das wollte ich gar nicht erzählen. Ich bin da also hin. An einem Sonntag. Ich kann mich nicht erinnern, jemals an einem Sonntag bei Ikea gewesen zu sein. Ich glaube, ich war nur einmal auf dem Parkplatz vor Ikea als Sonntagsverkauf stattfand und habe alle für verrückt erklärt, die sich das antaten. Mittlerweile bin auch ich älter und weiser und kann mir daher etwas Verrücktheit gut leisten.
Ich war übrigens nicht alleine dort. Jeder gepflegte Ikea-Besuch beginnt mit einem Gang in das Restaurant und ich organisierte eine Portion schwedischer Hackfleischbällchen an Knödel. Zum Frühstück. Ich mag Knödel. Natürlich sind Ikea-Knödel das Schlusslicht in der Reihe most leckere Knödel ever. Aber das sind dort Kartoffelpüree und die Pommes Frites auch, insofern fällt die Entscheidung immer auf Knödel. sofern verfügbar. Da ich, wie schon festgestellt, nicht alleine dort vor Ort war und mit mir sehr viele Berliner Sonntags auch nichts Besseres vor hatten, als zu Ikea zu fahren – wahrscheinlich entkommt nur so halb Berlin den sonntäglichen Kaffeeritualen bei Muttern – fand ich keinen freien Tisch für mich alleine und sortierte mich, höflich fragend, ob noch einer der drei leeren Plätze frei sei, zu einer Dame höheren Alters an den Tisch, die mir dies auch gestattete.
Sie bewunderte alsbald meine Knödelformation (Köttbullar mit Knödeln auf einem Teller sind in sich eine ziemlich runde Sache) und erkundigte sich, ob es die Bällchen heute per se mit Knödel gab. Was ich verneinte und ihr damit erklärte, dass sie Berlin größten Knödelfan vor sich hätte und ich das Kartoffelpüree von Ikea abartig fände. Und Kartoffelpüree per se nur selbst gemacht ginge.
Sie verstand mich.
Und prompt waren wir mitten drinnen in der allerschönsten Küchen-Einmach-Diskussion, die man sich bei Ikea im Restaurant nur vorstellen kann. Sie erzählte mir davon, wie sie neulich Apfelgelee eingemacht hätte, und sie nun auf die Lieferung Quitten vom Nachbarn warten würde. Auch erzählte sie mir, dass sie früher viel mehr eingekocht hätte aber als ihr Mann gestorben sei, sie alles Eingemachte aus dem Keller weggeworfen hätte. An diesem Punkt habe ich streng geguckt und ihr den Wert der Einmachgläser (die heute preislich auch mit Svarowski-Kristallen besetzt sind, möchte man meinen) vorgeworfen, was sie mit schuldvollem Verständnis goutierte. Dann fiel das magische Wort: der Turbo-Topf.
Ich, die ich bisher noch nie Gelee eingekocht habe, habe natürlich nachgefragt wie jemand mit so langer Küchenerfahrung das macht. Denn sind wir ehrlich zu uns selbst, die alten Kochmaßnahmen erscheinen heute, in Zeiten von Silikon und überflüssiger Gerätevielfalt, hier und dort nach einem Besuch durch den kochenden Irrgarten doch als die deutlich sinnvollere Variante.
Die Dame beschrieb mir dann wie sie flugs und schnell in ihrem Turbo-Topf Fruchtfleisch mit wenig Wasser aufsetzt in einem Dampfeinsatz, dieses zum Klappern bringt (beim Turbo-Topf wird der Kochvorgang mit Klappern begleitet), dann zum Abkühlen stehen gelassen wird und sie in der Folge feinsten konzentrierten Apfelsaft im Topf hätte. Soweit so simpel. Sie empfand es mit erlaubten Stolz als ihre ureigene Erfindung im Schnellkochtopf die wichtigste Zutat für ein Gelee zu bereiten und das war schön zu erleben.
Mittlerweile verstand ich den Turbo-Topf als Schnellkochtopf der Urzeit. Der aber, wie ich mittlerweile nachgelesen habe, aus Aluguss (O-Ton Sie: aus dem Material aus dem Flugzeuge hergestellt werden) produziert wird, neben dem Ventil einen Druckablass extra hat und auch heute noch irrsinnig teuer ist im Vergleich zu den üblichen Markengeräten. Sie erzählte mir, dass sie mittlerweile zwei Töpfe hätte, die sie neulich für 100 Euro nochmals hätte überprüfen und mit Ersatzteilen habe versorgen lassen. Und dass sie den zweiten Topf von den Pflegeeltern von Horst Buchholz, dem Schauspieler, geschenkt bekommen hätte, die diesen damals nicht mehr gebaucht hätten.
Sie beschrieb den Turbo-Topf natürlich als heute rar, nicht mehr neu verfügbar und glaubte daran, es gäbe nur noch einen Händler (in Berlin), der Ersatzteile hätte. Nun, wie immer sieht die Sache nach einem Blick ins Internet deutlich verfügbarer aus. Sie erklärte mir auch, der Turbo-Topf sei aus den 50iger („Da waren Sie ja noch gar nicht geboren!” Ich: „Na ja, aber nur ganz knapp noch nicht.”)
Der EMI Turbo-Topf ist heute in seinem Design fast unverändert (hässlich) gegenüber seinen Vorgängern und offensichtlich muss es der einfach sein. In der Folge erzählte sie mir noch hübsche explosive Geschichten von Hausfrauen, die sie kannte – oder auch von denen sie nur entfernt selbst erzählt bekommen hatte – die zu wenig Geduld mit dem Turbo-Topf gehabt hätten und was dies in der Folge mit Küchen und Hausfrauen so alles angestellt hätte. Prompt beschlich mich wieder der tiefe Respekt vor Schnellkochtöpfen, der mir immer schon zu eigen war.
Ich hatte also unverhofft ein sehr interessantes lehrreiches Küchengespräch bei Ikea. In dessen Folge ich beflügelt dann auch (ganz alleine!) endlich verstanden habe, dass ich beim Kaffee ziehen gar nicht einen Schwung Kaffee erst wegkippen muss, alternativ die Tasse früher wegziehen muss, um noch Platz in der Tasse für einen ordentlichen Schluck Milch zu haben. Nein: ich muss tatsächlich nur auf die Taste mit der kleineren Kaffeetasse drücken! Jahrelang habe ich das nicht verstehen wollen (in der Folge wird in den neueren Ikea-Häusern in Berlin an den auch neueren Automaten nur noch eine geringere Menge Kaffee per se ausgeschenkt ohne Wahlmöglichkeit. Extra wegen mir. Oder wegen BWL. Was weiß ich.)
LUBJAN war natürlich nicht verfügbar, weswegen ich mich nicht in die sonntäglichen Kassenschlangen bei Ikea einsortieren musste (will man ja auch nicht wirklich) und somit fuhr ich gen Heimat, still in mich gekehrt glücklich über dieses unverhoffte Treffen mit der Dame und unser Gespräch und wieder einmal meine lieben Großmuttis vermissend.
at 09:20 5 comments
Labels: ran an den herd
2012-10-09
Grippeimpfung …
Na, freut Ihr Euch schon darauf? Oder wundert Ihr Euch, warum Euer Impfstoff nicht lieferbar ist derzeit? Dann solltet Ihr diesen Artikel lesen … und Euch fragen, ob Ihr überhaupt Impfungen dieser Art benötigt, jenseits der 60 ohne nennenswerte Krankheiten.
(Gut, das sollte auch jeder lesen, der sich nicht impfen lässt.)
at 15:38 7 comments
Labels: große weite welt
2012-10-08
Von Katzen und so …
katjaberlin aka Katja Dittrich über die „Wahrheit über Katzen”
[…] Damit erreichen Katzen eine Unabhängigkeits- und Freigeiststufe, die noch unter der von Neunzehnjährigen, die von ihren Eltern ein Bachelorstudium in Philosophie bezahlt bekommen, angesiedelt ist. [–]
at 17:00 0 comments
Labels: tieffliegende fellträger
Habe da eine Frage …
Was habe ich eigentlich genau bei der aktuellen Preisgestaltung von Wäscheständern verpasst? Tragen die neuerdings Svarowski-Kristalle inrohrig? Oder fungieren die Wäschestangen endlich auch als Heizstrahler?
Bei einem Miniatur-Wäscheständer 40,— Euro aufzurufen, da kommt man doch nicht umhin wieder einmal in Deutsche Mark umzurechnen. Nur dann setzt man sich vor Schreck glatt auf den Podex.
at 16:28 11 comments
Labels: dies und das
Mehr Dreck, weniger Margarine
Interessante Sendung im Deutschlandradio Kultur zum Thema Allergien und Neurodermitis, die die Ergebnisse einer Schweizer Langzeitstudie zu dem Thema präsentiert. Fazit: Kinder mehr mit Tieren und Erde in Berührung bringen, sie so früh wie möglich möglichst alles essen, wenigstens probieren lassen. Und besser Butter als Margarine aufs Brot geben. Dann klappt das schon mit der Vermeidung von Neurodermitis und Allergien.
Tsja, in meiner Jugend gab es kein Sagrotan, begreife ich heute als Glück.
at 10:54 2 comments
Labels: dies und das
2012-10-05
Immer nur eine Frage der Perspektive …
Neulich bei Kochlust in die internationalen Kochbücher geguckt, die sich Berliner oder Deutsche Küche inhaltlich auf's Programm geschrieben haben.
Erste Seite aufgeschlagen: Hungarian Chicken. Nächste Seite aufgschlagen: Irish Stew.
at 10:00 0 comments
Labels: ran an den herd
2012-10-03
47
Nun ist es gestern passiert. Bin ängstlich mit diesem Geburtstag. Das vergangene Jahr tut noch sehr weg und die Wunden sind offen. Das dauert auch noch.
Gestern mit Freunden einfach viel Sonne getankt, ganz ruhig, ganz schön. (Danke an Euch!)
Und am Grab von Rio Reiser gewesen. Der liegt jetzt in Berlin in Schöneberg. Und irgendwie gehört er auch hierhin.

Mein Vater war 47 als er starb. Es fühlt sich merkwürdig an. Aber das tut das Leben ja immer.
at 21:44 5 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah




