2012-12-21

Shiina, a miezess formerly known as Selena

Dieses Jahr sind viele schöne Dinge in meinem Leben passiert. Natürlich auch unschöne, aber auf die muss man sich nun wirklich nicht konzentrieren. Zu den schönen Dingen gehören in der Hauptsache natürlich wundervolle Menschen, die in mein Leben getreten sind; Freunde, die mir geblieben sind und da waren für mich, wenngleich ich vielleicht noch nicht so da sein konnte für sie. Und ich habe in diesem Jahr endlich Menschen im realen Leben kennenlernen dürfen, die online schon so lange meine Wegbegleiter sind. Ganz besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle, dass ich endlich die wundervolle Frau Bhuti gleich zwei Mal dieses Jahr begrüßen durfte. Und hoffentlich noch öfter, denn Frau Bhuti und Mme. Toulouse sind in diesem Jahr Patentante und Patenmieze geworden!

Und das kam so: wie Ihr wisst, musste uns Anfang des Jahres der wundervolle, und ich meine, der wirklich wirklich wirklich wundervolle Erbkater Lino aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Und so einer hinterlässt natürlich ein Loch ungeahnter Größe.

Als die Dinge sich hier nach meinem Umzug etwas beruhigt haben, begegnete mir etwas im Internet, was mich nicht loslassen wollte. Ich wollte gar nicht aus zwei Miezen wieder drei Miezen machen, aber ich sah die Verlinkung zu diesen Fotos und zu diesem Text bezüglich einer kleinen kanarischen Katze namens Selena







… sie ließ mich einfach nicht los. Vor allem dachte ich, wäre sie eine passende Partnerin für meine kleine Nishia mit ihrem Puschelschwanz und als türkischer Angoramix vielleicht genau so merkwürdig kommunizierend, wie sie. Und habe den Gedanken als völlig unsinnig wieder verworfen. Als ich nach gut einer Woche feststellen musste, dass ich immer noch an dieses kleine Wesen im Internet nachdenken musste, täglich, habe ich mich bei der Tierhilfe Katzenwaisen e.V. beworben, ganz naiv denkend, so ein niedlicher Fratz muss natürlich längst schon vergeben sein.

War sie nicht. Ich bekam standesgemäß Besuch von einer Dame vom Tierschutz. Ich bekam den Zuschlag. Selena wurde intern reserviert und nach Zahlung der Schutzgebühr wurden Flugpate gesucht und erstaunlich schnell gefunden. Und so nahm ich in einer Freitagnacht im September diesen Jahres am Flughafen in Schönefeld eine Tasche mit einem kleinen Fellwesen entgegen – und war so pünktlich wie nie am Gate, so aufgeregt. Und war mir sehr sicher, ich würde in rührselige Tränen ausbrechen, sobald ich sie sehe – was ich schlussendlich nur deswegen nicht machte, weil eine andere neue Hunde-Besitzerin das für uns alle prima tat.

Und ehrlich, ich bin persönlich eine Gegnerin dieses Tierimports aus südeuropäischen Ländern – so sehr ich die Ambitionen dahinter verstehe, weiß ich eben auch ganz genau, unsere Tierheime sind hier selber voll und platzen aus allen Nähten. Aber was sollte ich tun, wenn man solche Bilder sieht und einfach nur denkt, „sie ist es!”?

Das kleine Kätzchen (das ich in der dunklen Nacht und Tasche kaum sehen, lediglich ahnen konnte) fing an zu singen, wann immer wir uns auf dem Weg zu ihrem neuen Zuhause zu Fuß bewegen mussten und ich antwortete ihr und erzählte ihr, wie sehr ich, wir (Nishia und Talytha noch unwissenderweise) uns auf sie freuen würden – und sobald sie meine Stimme hörte, war sie ruhig. Ich streichelte auch immer mich selbst beruhigend mit einer Hand die Seite von der Tasche durch das Netz hindurch und spürte irgendwann, wie sich der kleine Katzenkörper ganz eng an diese Seite schmiegte.

Zu Hause angekommen, entsprang ein kleines graues sehr agiles flauschiges Wesen der Transporttasche auf den Hocker und ließ sich ohne ein „Wer bist den Du, was mache ich hier?” direkt ordentlich durchschmusen von mir – so als hätten wir uns beide ziemlich lange nicht mehr gesehen. Sie sprang irgendwann zum Futter und zur Toilette und benahm sich, als hätte sie niemals vorher in ihrem Leben woanders gewohnt als in dieser Wohnung. Ihr Name änderte sich fortan auf Shiina, denn für Selena wirkte der kleine Wirbelwind nie seriös genug.

Und während sie am ersten Abend noch etwas angestrengt guckte nach der langen Reise und den neuen Lebensumständen …


War sie schon zwei Tage später die Selbstsicherheit in kleiner hübscher Miezenperson …




Vielleicht ein bisschen zu selbstsicher, aber das erzähle ich dann morgen, im zweiten Teil, wenn aus Shiina von Teneriffa eine kleine Berlinerin wird.

10 Kommentare:

Pienznaeschen hat gesagt…

Ach Du Herzchen, neee, Ihr Herzchen.

avalon hat gesagt…

das ist eine wunderschöne geschichte...

Nomadenseele hat gesagt…

Wundert mich, dass es ohne Revierkämpfe abging.

Brigitte hat gesagt…

Oh wie hübsch! Ja, die wollte zu Euch xxx Und Euch vieren ganz doll schöne Weihnachten! Grüsse von Brigitte

Bhuti hat gesagt…

Hach, die süsse Maus. Und bevor ich ganz dahinschmelze schnell ein Blick auf das Tally-Foto überm Bildschirm ;-)

creezy hat gesagt…

@Nomadenseele
Ne neee, das genau ist das Problem. Kommt noch … ,-(

@Brigitte
Dankeschön, das wünsche ich Dir auch. Von ganzem Herzen! ;-)

@Bhuti
Du Süße! ;-) Tally ist dieser Tage auch herzallerliebst, alle drei … hach.

shadow hat gesagt…

Sie ist eine ganz süsse.

Narana hat gesagt…

Ihr 4 seid ganz Süsse :)
Liebe Grüsse von der Kätzchenrettung Fallersdorf nach Katzenrettung Berlin!
(Nein, meine Story ist noch nicht erzählt, aber sie will nicht mal für die Kamera stllhalten...)

Und schöne Feiertage natürlich.

Wendelbald Klüttenrath hat gesagt…

Mönsch, ist das ein gar niedliches Katzentier. Wundervolle Feiertage ;-)

Brigitte Lemona hat gesagt…
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