2011-08-28

Der, die, das Blog

Das Weblog, das Logfile, das Online-Tagebuch, das Tagebuch: das Blog. Soweit die sinnvolle Logik innerhalb der Übersetzung aus Ableitung einer Sprache, die selber keine Artikel vorgibt ausser einem sachlichen.

Die Argumentation, man könnte der Blog sagen, weil es in der Lautsprache „der Block“ so nahe käme, halte ich persönlich für … äh dummdeutsch. Nur die Deutschen gehen so unkritisch mit ihrer eigenen Sprache um, dass sie einen alten Sprachbegriff und physisch greifbare Sache wie „der Block“ mit einem physikalisch nicht greifbaren online Phänomen überschreiben wollen – ohne sich auch nur einen Hauch von Gedanken darüber zu machen, was sie damit eigentlich mit diesem Begriff „der Block“ anstellen. So ganz tot ist das Schreiben auf Papier dann nämlich doch noch nicht. Sprachentwicklung in der Moderne: ja bitte, gerne! Aber tut es mit Sinn und Verstand. Bitte!

Und dann jetzt mal eine leicht ketzerische Frage an alle Männer (es sind nämlich witzigerweise vornehmlich Männer, gerne sogar sehr junge BWL-Absolventen, die sich ebenso gerne SEO auf die Visitenkarten schreiben und in ihren eigenen Blogs nicht inhaltskonform, dafür reichlich hohl suchmaschinenkonform texten, die „der Blog“ sagen), warum tut Ihr Euch eigentlich so schwer damit, die ganze Chose „die Blog“ zu nennen?

Lasst uns doch den sinnfreien Variantenreichtum einfach komplettieren!

mybook alarm



Download bei MOApp

Das Blöde ist …

würde man Apple Computer nur an der Vehemenz seiner Feinde berechnen – die Bude würde nicht erfolgloser.

Kennt einer zufällig die genaue Schwanzlänge von Hal Faber?

Denn ich bin seit heute sein Groupie und möchte ein Kind von ihm. Ach Quatsch, seien wir ehrlich: ich will bloß sofort Sex haben mit ihm!

Verdammt!

Die Weißstörche haben sich vom Acker gemacht.

Und ich habe noch nicht ein einziges Weihnachtsgeschenk!

2011-08-27

Dahlie 2011


2011-08-26

Wenn ich König von Deutschland wäre …



würde ich sofort verbieten, dass sich Autofahrer zwischen meine Kamera, meinereine und einer DS stellen. Ehrlich!

(Aus der Reihe: das Rauschverhalten einer Nokia-Kamera ist auch nicht viel schlimmer als das einer Canon ixus 90.)

Kiezknete


2011-08-25

Ich und Steve (Jobs)

Ich muss das jetzt aufschreiben, denn ich möchte nicht eines Tages in die Situation kommen, es als Nachruf verfassen zu müssen. Die Nachricht gestern mitten in der Nacht, dass Steve Jobs seine Aufgabe als CEO bei Apple niederlegt, der Wortlaut seiner schriftlichen Stellungnahme, haben mich sehr betroffen gemacht. So wie mich schon die Auftritte von ihm in letzter Zeit sehr betroffen gemacht haben, denn er sah einfach nicht gut, also nicht gesund aus. Und er sah leider auch nicht nach einem Patienten auf dem Weg der Besserung aus. Und ich hatte kein gutes Gefühl. Die Nachricht hinsichtlich seines Rücktrittes verringert dieses Gefühl leider nicht.

Ich habe meine sehr eigene Historie mit Steve Jobs, mit Apple. Ich verehre diesen Mann. Ja, ich bin wohl das, was man gemeinhin als einen Apple-Jünger (na jut „Jüngerin”) bezeichnet. Ich bin auch ein kritischer Apple-Anwender. Beispielsweise kam mir nie ein iPod ins Haus alleine aufgrund der Apple Akku-Policy – die ich bei Apple grundsätzlich kritisch sehe. Nein, ich halte Steve Jobs nicht für einen Gott. Aber ich halte ihn für einen visionären, fortschrittlichen, kreativen und natürlich ehrgeizigen Menschen. Müsste ich mir heute ein Kompetenzteam zusammen stellen, um eine neue, vielleicht bessere Welt zu schaffen – ich wollte ihn unbedingt dabei haben.

Ich war noch relativ am Anfang meines beruflichen Werdeganges und hatte in den mittigen 80-iger Jahren als Angestellte in einem medizinischen Großhandel nach zweieinhalb Jahren in dem Unternehmen alle mir möglichen Aufstiegschancen durchlaufen und wusste, ich müsste mich nun neu orientieren müssen, um beruflich weiter zu kommen. Seit meiner Zeit auf dem Gymnasium, wir waren eines der ersten in Berlin, die so etwas wie Computer bekamen (drei an der Zahl), wusste ich – oder war ich bequem genug zu wissen – ich will etwas mit Rechnern machen. Ich war mit dem Thema Medizin zu dieser Zeit durch, aber: Rechner sollten es irgendwie sein. So standen in den Stellenanzeigen hiesiger Tageszeitungen kurz hintereinander Anzeigen zweier Computerfirmen hier in Berlin, die jemanden für den Vertrieb als auch Empfang suchten und ich fühlte mich ausreichend angesprochen, dort meine Chance als Quereinsteigerin, gänzlich branchenfremd mit allenfalls etwas junger kaufmännischer Kompetenz, zu versuchen.

Das erste Unternehmen, Pandasoft, lud mich direkt nach dem Vorstellungsgespräch zu einem Probearbeiten ein, danach hätte ich den Job haben können, fand aber das Arbeitsumfeld überhaupt nicht attraktiv – hatte aber dort das allererste Mal in meinem Leben an einem Apple Computer gesessen, beziehungsweise überhaupt von dessen Existenz erfahren. Und wie der Zufall es so wollte, war das zweite Unternehmen, H/S/D/ (das Unternehmen aus dem später übrigens Gravis entsprungen ist), genau der Konkurrent zum ersten, man suchte eine Mitarbeiterin für einen in Kürze neu zu eröffnenden elitären Ladenshop in Tiergarten. Und dort stimmte im Vorstellungsgespräch alles: der Geschäftsführer (der erste), die künftigen Kollegen, die dort immer um mich herum wuselten (und sich das Vorstellungsgespräch, das vorne in einer Ladenecke stattfand, hinten alle zusammen auf Video angeguckt hatten – und mich losgelöst von Cheffes Meinungen wollten, wie ich später erfuhr). Es folgte noch ein Abendessen mit den anderen beiden Chefs und Unternehmenseignern, dann der Arbeitsvertrag und der Arbeitsbeginn. Die heiße Phase des Umbaus und Umzug, für mich doppelt spannend, weil ich zudem neu in die thematische Welt von Personal Computern, Software, Netzwerken abtauchte und einfach glücklich war, weil ich mein Metier gefunden hatte und ein wundervolles Arbeitsumfeld. So wurde ich zu einer der ersten Frauen in Deutschland, die (Apple) Computer verkaufte. (Yep, wir waren noch rar damals in dem Geschäft.)

Ich habe zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gewusst, was ich dabei vor allem für ein Glück hatte, bei einem Apple Händler gelandet zu sein. Für uns war alles ein bisschen wie Woodstock. Die Chefs waren jung und cool. Die Kollegen waren ein bunter Haufen irrer Chaoten, wir liebten uns sehr auf unsere eigene Weise. Wir verbrachten mehr Zeit auf der Arbeit, auch nach der üblichen Arbeitszeit als nötig, weil wir im Keller noch zusammen Flugsimulatoren spielen wollten oder uns einfach nur unsere Geschichten erzählten. Wir waren Arbeitskollegen und Freunde. Wir waren eine engagierte, einzigartige Clique mit einer Mission: Apple Computer verkaufen. Was keine besondere Schwierigkeit war, denn unsere Kunden wollten die sowieso – und die meisten von denen waren eben auch nur coole Kreaturen. Und dann waren da unsere Helden: Steve Jobs und anfänglich noch Steve Wozniak. Dazwischen war noch Apple in München, die hielten wir elitäre arrogante Pappnasen (bis auf sehr wenige Ausnahmen unter den Mitarbeitern) aber Apple USA, das war unsere Mission! Wir waren alle unglaubliche Individualisten – so wie die Kisten, die wir vertickten!

Wir verkauften damals gerade die Anfänge des Macintoshs, die liefen unter OS 6.x das Apple Logo war noch quergestreift bunt, „queer” würde man die Farbgebung wohl heute nennen. Ich traf auf Begriffe wie graphische Benutzeroberfläche, DTP, Pixel, Zoll, Photoediting, WYSIWYG. Ich liebte Ragtime – unser aller Bürotool – mit dem man unendlich leicht rahmenorientiert Layouts basteln konnte. Ich lernte Software und Anwendungen kennen und lernte Dinge zu tun, von denen ich nie eine Ahnung hatte, das es sie gibt oder wie sie funktionieren oder mir vorher meine Lehrer an der Schule ausgetrieben hatten zu tun: ich programmierte! Und zwar trotz meiner Dyskalkulie, die mir im EDV-Wahlpflichfach noch den Hals gebrochen hatte. Das ging plötzlich ganz leicht mit FileMaker! Ich war gar kein logischer und mathematischer Doofie mehr – ich konnte Rechner! Ich konnte coole sinnvolle Dinge machen – und Spaß dabei haben! Fuck! Ich konnte Speicher in SEs einbauen ohne Bildröhren zu zerdeppern!

Wir hingen – es gab zu dem Zeitpunkt noch keine deutschen Mac-Zeitschriften, MacUp und MacWelt wollten erst noch kommen – an den Lippen unserer Chefs, wenn die von der Apple World zurück kamen und uns mit roten Jetlagaugen von Steves Keynotes berichtete. Im Jahr des Erscheinens des Mac II – dem ersten Apple ohne integrierten Screen, DEM ersten echten DTP-Macintosh – haben wir, die Kollegenbande, gesessen, den Worten gelauscht, Applaus geklatscht und sind tagelang mit roten Backen in Erwartung der ersten Lieferung rumgelaufen. Und wenn dann die ersten Lieferungen der neuen Geräte kamen, rannten alle runter ins Lager und wollten die neuen Kisten als erste auspacken, anfassen, riechen, installieren, mit ihnen arbeiten. Bei uns liefen die Macintoshs liebevoll unter «Bärchen”, wir fanden die alle heiß! So war es mit jeder Neuerscheinung. Und so waren auch unsere Kunden, die uns mit Bestellungen noch lange vor Verfügbarkeit zuschütteten. Wir bastelten ganz simple Anwendungsscripte in HyperCard. Dann die Revolution vom SE/30, dem ersten Deskoptmac mit Farbkarte und -screen. Der AppleShare-Dateienserver! Unser erster Server! Wir tauschten Dokumente aus über Kabel! Nix mehr via Diskette oder so! Hammer!

Wir hatten damals noch Systemabstürze, die ein versöhnliches Icon mit einer Bombe und dem Fehlercode brachten. Irgendwann waren wir echt vernetzt, kommunizierten im Haus (und der Großkundenniederlassung am Ku‘damm) via Broadcast – dem ersten Chatprogram auf dem Macintosh, das Abstürze verursachte ohne Ende. Und in der Folge cholerische Anfälle von Kollegen ohne Ende. Wir wuchsen, wurden größer, arbeiteten uns dumm und dämlich. Und irgendwann musste Steve Jobs bei Apple gehen und die ganze Sache bekam einen merkbaren Bruch, wenn dieser zu diesem Zeitpunkt finanzpolitisch auch nachzuvollziehen war.

Oder später, die erste System-Revolution: OS 7 – System 7 genannt – der Durchbruch überhaupt mit dem MultiFinder und einem 32-Bit-System, „Drag und Drop” und Aliase – erstmals poppte das Wort Multimedia mit QuickTime hoch! TrueType wurde geboren, Unicode! Wir schoben längst schon keine Disketten mehr, wir speicherten auf internen und externen Harddisks, erst 10 MB, dann 20, dann 40, 80, 120 MB. Später die ersten flexiblen Harddisks in schweren Metallgehäusen mit 40 MB Wechselplattenlaufwerken! Mac Plus, SE und SE/30 galten als transportable Macs und so verkauften wir für sie auch Tragetaschen in Größe von kleinen Golftaschen – ja, die Leute reisten ernsthaft mit diesen Macs durch die Weltgeschichte. Und wir machten Firmen-Incentives noch und nöcher nach Irland, Cork, der europäischen Apple-Fabrik oder in die USA, Türkei. Es war eine großartige Arbeitszeit!

Es kamen nach dem Mac II, der LC, der II x, cx, ci, si – DER Schlepptopp: der Macintosh Portable. Wir fingen ab 1990 also an mit Rechner in den Urlaub zu fahren (meinen damaligen Freund hatte ich mir natürlich unter den mitarbeitenden Chaoten ausgesucht). Wir fingen an zu surfen, d.h. wir schickten zuerst nur Mails hin- und her. Es gab AppleLink, jeder Händler hatte zwei Adressen. Ich war mittlerweile für die Distribution innerhalb der Firma zuständig (wir waren führender Netzwerkompenentenanbieter über die Rechnerwelten hinweg in Deutschland) Ethernet lief anfänglich noch in Reihe mit BNC und Thickwire und die Rechner kamen gänzlich ohne die notwendigen Komponenten on board – und wehe irgendwo im Netz war ein Stecker lose! Dabei war es damals schon so einfach für uns zu netzwerken, weil Apple erstaunlich offen war, wenn es darum ging Rechner mit fremden Systemen in heterogene Netzwerke einzubinden. PC-Emulationen auf dem Mac liefen längst – und wir verkauften das Zeug – und wir hatten Spaß ohne Ende dabei! Wir waren die Zeugen, die all diesen Begrifflichkeiten, die heute als so selbstverständlich genommen werden, in der Entstehung ihrer ersten Sekunde beiwohnen durften. Und all dieser Zauberkram kam von Apple, wenn auch die Rechner langsam zu Mainstream verkamen und die Umsätze zu wünschen übrigen ließen. Der Newton. 1993! Wenn zu seiner Zeit ein Flopp – muss man sich den Newton heute als Urgroßvater des heutigen iPads denken. (Der war übrigens mal kein Jobs-Geniestreich.)

Steve Jobs gründete mittlerweile NeXt, die Geschäftsführung von H/S/D gründete eine weitere Firma, die die NeXt-Computer vertreiben sollte. Sie glaubten an Unix und an Steve Jobs. Es waren die ersten Tage des Internets in Deutschland. Ich orderte längst via e-Mail meine Bestellungen in den USA. Wir stellten die erste Computer-Diebstahl-Datenbank ins Netz! Wir bauten unsere erste Webseite für unsere Händler mit einem Bestellserver. H/S/D/ – mittlerweile unter der NeXt AG zu einer Tochter, wie auch die gegründete GRAVIS, geworden – ging über die Wupper, weil die Banken in den ersten harten Krisentagen Kredite nicht mehr für alle Unternehmen verlängern wollte. Ich ging schon drei Monate früher und dachte damals, ich bräuchte dringend beruflich eine ruhigere Zeit, nachdem ich jahrelang ständig neue Mac-Modelle und diverse Softwareupadates im Jahr den Kunden verkaufte und einfach ausgebrannt war. Ich hing eine Zeitlang in die Immobilienbranche herum und musste lernen, dass ich für den Rest meines Lebens verdorben worden war, was das Arbeitstempo anbelangte. Ich langweilte mich zu Tode! Aber mittlerweile war ich kreativ – ohne wirklich Ahnung von Design zu haben – ich gestaltete Werbematerialien, Preislisten, Faxangebote. Ich entdeckte Schriften, ich lernte Typographie kennen. Ich tat Dinge, die ich nie getan hätte, wäre ich nicht irgendwann bei dieser Firma namens Apple gelandet – weil alles so unglaublich leicht zu erlernen war, selbst für den Laien. Ich war mein Leben lang beruflich immer eine einzige Autodidaktin – und nein, damals, vor allem in den allerersten Jahren, gab es eben kein Internet und kein YouTube! Wir lasen Manuals, wir lasen Fachtermina, wir lehrten uns gegenseitig DTP und Bildbearbeitung – wir wollten all das können, was diese Apple Computer auch konnten. Weil wir sie nutzen wollten! Sie machten Spaß. Sie waren unsere Drogen, unserer Hype, unser Leben. Und das alles war eben auch und wegen Steve! Irgendwann kehrte ich zu der aus ihrer Netzwerkabteilung neu gegründeten H/S/D/ zurück in meinen alten Job. Wir waren mittlerweile auch ISP, wir verkauften Internet!

Steve Jobs selbst kam 1997 zurück zu Apple, nach seinem wundervollen Happening mit Pixar, und schenke uns den iMac. Apples Computer bekamen fortan Farbe und Apple schrieb eine völlig neue Erfolggeschichte. Steve Jobs brachte 2000 den Cube – für den die User damals (wie eigentlich auch schon beim Newton und eMate 300) längst noch nicht reif waren – und musste die Produktion wieder einstellen, bis wir Jünger 2005 den Mac Mini „endlich” begriffen. Es gab oft solche Momente, wo selbst wir, die wir im Prinzip alles von Apple bedingungslos schätzten, den neuen Produkten oder Visionen von Jobs längst noch nicht so nahe kamen und sie verstehen konnten, wie sie in ihrem Nutzen längst von ihm erkannt worden waren! Der Rest ist Geschichte – über iTunes, MacBook Air, iPhone, iPads muss man heute nichts mehr sagen. Das alles ist Steve Jobs!

Gesehen habe ich ihn einmal von Weitem auf einer MacWorld in Boston, die ich besucht habe. Er hat halt Charisma. Das über ihn zu schreiben, ist nichts Neues mehr.

Dass ich heute mit diesem Medium Internet so vertraut bin und über dieses Medium soziale Kontakte generiere: ich verdanke das Steve. Das ich in diesem Bereich weiter arbeite, ob in der Fotografie oder Typographie: ich verdanke das Steve. Dass ich heute schreibe, immer über die Jahre geschrieben habe: das verdanke ich Steve. Dass ich mir überhaupt sehr viele Dinge über die Jahre beruflich zugetraut habe: das verdanke ich Steve. Er hat mir mit den Apple Computern und der Software Hilfsmittel in die Hand gegeben, die mich sehr schnell darauf konzentieren ließen produktiv zu arbeiten und meine Energie in die Erarbeitung von Fachwissen stecken ließ, mir aber zu keiner Zeit das sinnlose Begreifen irgendeiner obsukurer, mir nicht logischer Technologie aufdrängte, bis ich endlich produktiv sein konnte. Und vor allem: Steve Jobs hat mir gezeigt, was es für das eigene Leben bedeutet Visionen zu haben – und diese zu leben!

Das alles ist für mich Steve Jobs. Er hat mein berufliches Leben und somit auch mich persönlich geprägt, wie kein anderer Mensch auf diesem Planeten. Und vielleicht mögen einige Menschen nach dem Lesen dieser sehr langen Zeilen verstehen, warum man Steve schon immer ein bisschen als einen Gott betrachtet hat in unserer Welt. Wir waren nie unkritisch, wir waren nie verblendet. Aber: wir waren immer persönliche Nutznießer seiner besonderen Genialität!

Und wenn er sich jetzt auch offiziell aus dem Geschäft zurück gezogen hat, ich wünsche ihm noch ein möglichst langes Leben. Denn ich kann mir meines ohne ihn eigentlich nicht mehr vorstellen. Alles Gute, Steve!

thx steve!

2011-08-24

Mein einer kleiner Sonnenschein im Sonnenschein


Kluge Gedanken über das Rauchen

„Ich habe jahrelang an einem neuropathologischen Institut an Krebs geforscht. Dort habe ich mit eigenen Augen gesehen, was Rauchen anrichtet: bei der routinemäßigen Begutachtung von Tumor-Biopsaten, die Patienten aus dem Hirn entnommen worden waren, wurde sehr häufig festgestellt, daß es sich dabei um einen sekundären Tumor, eine Metastase handelte, die sich vom Primärtumor aus der Lunge abgesetzt und schließlich im Hirn eingesiedelt hatte. Der Patient hatte also einen metastasierenden Lungenkrebs, der erst durch eine Metastase im Hirn und die damit verbundenen Symptome, derentwegen er überhaupt einen Arzt aufgesucht hatte, aufgefallen war. Fast immer bedeutet eine solche Diagnose das Todesurteil und fast immer sind/waren solche Patienten Raucher.”

Quelle: Cornelius Courts, „Rauchen entnormalisieren”, scienceblogs.de

Möge Peter Scholl-Latour …

… dann künftig bitte die Klappe halten über Sachverhalte, die er kaum nachvollziehen kann, weil er sehr wahrscheinlich niemals Opfer einer Vergewaltigung gewesen ist. Oder? Was wissen wir über die Vergewaltigung/en, die er hinnehmen musste, dass ihm solche Aussagen so leicht von der Zunge fließen?

Ist Diallo auch unglaubwürdig, weil sie sich mehr hätte wehren müssen? "Zubeißen beim Oralverkehr" hat zum Beispiel Peter Scholl-Latour gefordert. […]

[…] Andererseits rät die Kripo, sehr, sehr vorsichtig zu sein, um den Täter nicht noch zu provozieren. Man verschiebt aber mit dem Vorwurf der Untätigkeit die Verantwortung vom Täter auf das Opfer.

2011-08-23

Ein Dienstag im August.

Mit Schmerzen aufgestanden.
Wunderschöne Post bekommen.
Sehr unangenehmen Anruf erhalten.
Stiller schöner Moment mit einer Katze auf dem Schoß auf dem Balkon und Kaffee.
Nachricht vom Tod des großen Loriot, Vicco von Bülow.
Blitz, Donner, Regen.
Mit Genugtuung das Wort „Lametta” auf Twitters Trending Topics zur Kenntnis genommen.
Interview bei zeit.de gelesen „Wir erleben heute ein soziales Artensterben, das für unsere Spezies einmalig ist.” «Das Geld macht uns einsam», jetzt endgültig frustriert.
Twitter-Deutschland hängt gerade alle Bilder schief, backt Kosakenzipfel und möchte heute Abend Nudeln auf dem Teller.
Einkaufen gewesen, weil Milch fehlt. Vergessen: Milch.
Nicht vergessen, weil gar nicht auf Einkaufsliste: Toffifee.
Russische Hausbauer (Nachbargrundstück) bewundert, machen höchstens eine Dixie-Klopause. Arbeiten selbst bei Unwetter weiter.
Nachbarstochter findet meine Katzen süüüüüüßer als ihre eigenen. Ernstes Wort mit ihr geredet! (Finde Emily und Leon nämlich auch total süüüüüüß!)
Überlege, ob das da im Gesicht eine Gesichtsnerventzündung wird.
Tagesschau hat in der Berichterstattung Loriot-Bild nicht schief präsentiert, schäme mich fremd.
Weiß dank Claudia welches Lied auf meiner Beerdigung gesungen werden m u s s !

… to be continued.

2011-08-22

Mal wieder so ein „Hach!”-Tweet


(Aus der Reihe: manchmal ist die Idiotie des Marketings größer als das Universum.)

2011-08-21

Mit Koks im Hirn geht alles!

Dank Maximilian Buddenbohm via Facebook gerade gelernt, fäkalisieren (scheißen) gehen müssen auf DB-Bahnhöfen heißt jetzt «Rail & Fresh»

(Aus der Reihe: kann ich bitte sehr dringend und sofort ein Luftzelt bekommen?! Japs!)

2011-08-18

Neues vom creezy-Rad

Als ich mein Rad vor gut elf Jahren kaufte, zog man mir im Fachhandel einen Satz damals noch technisch ganz neuer Kevlar-Reifen von Panaracer, einem damaligen (jetzt japanischen) US-Hersteller auf. Die Dinger hielten sechs Jahre fast tägliches Fahren bis dann bei einem Schlauch dank der Materialermüdung das Ventil ausriss auf Kopfsteinplaster. Da erst bemerkte ich, wie dünn die Flanken geworden waren und tauschte die Reifen.

Ich versuchte die – weil hier kaum noch im Handel erhältlich – einmal über eBay zu kaufen. Das leider qualitativ ein Schuss in den Ofen. Vermutlich bin ich so einem Thirdparty-Dealer aufgesessen. Letztes Jahr hatte ich also mit der zweiten Edition eine Panne direkt vor einem Reifenladen, der nichts anderes führte als die Schwalbe-Mäntel und so biss ich in den sauren Apfel und leistete mir zwei Mal die Schwalbe Marathon Plus, die angeblich unplattbaren.

Seit drei Tagen nun kündigte sich vorne plattinöses Verhalten an. Man konnte zwar fahren nach dem Aufpumpen, musste dann aber nachpumpen. Also fuhr ich heute etwas genervt zum Raddealer meines neuen Vertrauens um die Ecke und bat um Fehlererfassung. Nun hat mein Rad an Rädern und Sattel eine Diebstahlsicherung, die damals auch wohl erste ihrer Generation war, den Hersteller scheint es mittlerweile nicht mehr zu geben. Jedes Mal, wenn ich mit dem Rad im Handel vorfahre, staunen die Bauklötzer und mittlerweile habe ich mir angewöhnt, die Dinger schon selber im Laden zu lösen. Kurz: es gibt Teile an meinem Rad, die sind tatsächlich nicht so leicht entfernbar. Nicht einmal vom Fachhandel!

So auch heute, ich baute das Teil ab und als ich nach den verabredeten 30 Minuten wieder kam, stand das Rad aufgepumpt aber unrepariert da, weil Cheffe meinte, das Vorderrad nicht abbekommen zu haben. Gut, man muss eben noch mal mit einem Inubs ran und eine Schraube lösen, hat man die Kappe der Diebstahlsicherung gelöst. Das hatte ich vorher nicht, weil ich dachte, Inbusschraube löst bei Cheffe Griffimpuls zum Inbus aus. War aber nicht so. Er sah aber ein, dass das Rad dennoch Luft verlor und wir entfernten erneut die Diebstahlsicherung und dann das Laufrad. Der Schlauch hatte ‘ne ziemliche Macke, erstaunlich eigentlich, dass er so langsam Luft verlor. Wie er durch den Mantel an diese Macke gekommen war, keine Ahnung. Mantel und Felgenband schienen okay zu sein.

Aber einen schönen Dialog gab es noch zwischen Cheffe und mir (weswegen ich den vorangegangenen Psalm überhaupt über Euch ergossen habe):

Cheffe: „Sind doch gute Reifen.”
Ich so: «Nee, finde ich nicht.”
Cheffe: „Wieso?”
Ich so: «Na, die Mäntel fahren sich nicht wirklich gut – und unkaputtbar?! Ich stehe schließlich jetzt hier mit einem Platten.”
Cheffe: „Musst Du kaufen nur die Marathon, also ohne Plus. Fahren sich besser, sind leichter. Und sind auch mit Panne.”

Für „sind auch mit Panne” habe ich beschlossen, ab sofort mit den Schwalbe-Mänteln versöhnt zu sein. Aber scheiße fahren sie sich trotzdem!

Verzweifelt, wenn da nur Unrecht und keine Empörung

Offener Brief des Jenaer Oberbürgermeisters Dr. Albrecht Schröter an den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich.

„Was jedoch noch schwerer wiegt, ist der erhebliche Vertrauensverlust vieler zivilcouragierter Bürgerinnen und Bürger in den Umgang der sächsischen Staatsanwaltschaft und (damit des Freistaates!) mit Menschen, die sich dem Rechtsextremismus mutig und friedlich in den Weg stellen.”

2011-08-17

Übersetzungsservice

Mediziner übersetzen ärztlichen Befund auf Hochdeutsch oder in eine sonstige für Laien verständliche Sprache.

2011-08-15

Gestern bin ich …

da bin ich so einer Sache begegnet: Mango lassi mit Vodka.

(Aus der Reihe: besser schweigen.)

2011-08-14

Mirabellen

der Essen & Trinken-Newsletter erzählt neulich von unzähligen Mirabellen-Rezepten und ich, die ich diese kleinen süßen Früchten liebe, posaune bei Twitter mein Entsetzen heraus, weil es diese Früchte eher selten hier in der Stadt zu kaufen gibt. Twitter wäre nicht Twitter, würde dann nicht aus vielfachen Ecken Tipps kommen, wo man dann doch zuschlagen kann und der allerbeste Tipp kam von Peggy von multikulinarisches, die wusste, „Mirabellen wachsen hier bei mir wild, komm doch Samstag pflücken.“

Gesagt, getan. Im Prinzip wohnt Peggy bei mir um die Ecke. Mitten auf der Strecke zum neuen Flughafen Schönefeld am Berliner Stadtrand. Ich könnte dort in kürzester Zeit mit der S-Bahn sein, würde Berlins S-Bahn nicht so Spinnereien veranstalten und seit der bekannten Krise völlig vergessen haben, die Linie zum Flughafen mal wieder in einem höheren Minutentakt zu betreiben, als alle 10/20-Minuten bzw. von der Linie der Ringbahn die Bahn wieder auch direkt nach Schönefeld zu schicken. So steigt man um und wartet, auf Banhöfen, auf denen ich keinen Touristen warten lassen würde. Aber det is Berlin und ich war ja gestern nicht zum meckern unterwegs, sondern zum Ernte auflesen.

Einzigartige Grandessa, die Eigentümer der relativ neuen Wohnanlage in der Peggy wohnt, hat den Leuten überall Obstbäume als Begrünung in die Vorgärten gestellt. So läuft man dort durch die Wege und zählt unterschiedliche Apfelbäume, Kirschen und Pflaumen sogar Walnussbäume und Cornellkirsch-Sträucher. Ein Paradies und ein jeder kann ernten! Nach einem ersten Kaffee sind wir dann zu einem wilden Feld gelaufen, wo wiederum Mirabellen, Brombeeren, Äpfel- und Walnussbäume warteten. Letzteres noch nicht reif und erstere in prachtvoller Menge – nur ich hatte keinen Fotoapparat dabei. Peggy pflückte die restlichen Brombeerenbestände und ich machte mich an die kleinen gelben, halb- oder ganz roten Früchte.

Gefühlte zehn Kilo später und


und die fröhlichen Brennesseln zu meinen Füßen ignorierend (das funktioniert wirklich!), ich trug Rock und blankes Bein, gingen wir fröhlich mit unserer Ernte zurück und Peggy servierte uns auf dem sonnigen Balkon eine riesige Portion Vanilleeis mit den soeben gepflückten angenehm säuerlichen Brombeeren!




So viel Eis auf einmal, habe ich auch lange nicht mehr gegessen! Letztendlich muss ich der Tatsache ins Gesicht gucken, ich habe viel zu viel geernet. Das eine Gemüsefach ist bis unter den Rand voll – die Dinger wollen schließlich entkernt werden, bevor sie zu Marmelade eingekocht werden, eingemacht werden oder einen Kuchen zu formschöner Vollendung beglücken werden. Ich bin dann jetzt mal auf Balkonien mit Tantchens Entkerner, denn leider hat der Kater meine höfliche Anfrage auf Mithilfe ebenso höflich abgelehnt.



Ich liebe den Sommer. Dankeschön Peggy!

Ach ja, die Orte, wo freies Obst für alle in Berlin wächst, kann man bei Mundraub.org finden.

2011-08-13

War ja klar …

als dann heute zwecks Mauergedenken um 12:00 Uhr mal alles schweigen sollte, also auch ich, klingelte mein Telefon und mich rief eine Freundin an. Sie ist in Russland geboren.

(Aus der Reihe: denkt Euch den Smiley!)

2011-08-12

Kleine Bitte!

Schickt Sonne, Kraft und Eure Gebete mal bitte hier hin!

Cool! Schnäppchen aus dem LaLaLand!

Der Fliege ihr Weihwasser.

(Ich muss ja bei so etwas immer an Spliff und «Amaretto ist ein geiles Zeug – ich bin schon lull und lall …», Carbonara denken.)

Stoppt die e-Card!

Neuer Banner rechts eingepflegt, es geht darum Bürger dieses Landes über den Prozess Gesundheitskarte zu informieren und natürlich zum Boykott aufzurufen. Linktipp: «Was Sie tun können, wenn Ihre Kasse ein Foto für die „Gesundheitskarte” verlangt!»

2011-08-11

Friedrichs Meinung

kurz und praktisch kommentiert bei Internet-Law.

Dass wir zunehmend unsere Politiker nicht mehr ernst nehmen können, liegt nun wahrlich nicht im Verschulden von uns Bürgern, dies bitte ich ausdrücklich zu bachten. Wir würden gerne, nur sie lassen uns nicht mehr!

Empfehlungsschreiben

Es gibt bekanntermaßen unterschiedliche Methoden Fußballspiele zu sehen. Unbestritten ungeschlagen ist dabei die Nummer im Winter im Stadion so bei -15 Grad Celsius, wenn die eigene Lieblingsmannschaft verliert und der Schmerz darüber sich elegant zu den unterkühlten Füßen sortiert und sich dort verdreifacht. Dann kann man einsam zu Hause vor dem Fernseher gucken – hat den Vorteil, dass mangels Zeugen niemand im Nachhinein über Chips- oder Bierkonsum und heimlich verdrückte Tränen öffentlich mäkeln kann. Ich fühle mich dort sehr sicher, weil ich leider immer noch nur jedes zweite Abseitstor als solches nicht frühzeitig vor dem Jubeln entdecke. Der Herr Foxxibaer ist diesen Punkt betreffend viel besser als ich! Dann gibt es die Variante gemeinsam in der ollen Lieblingskneipe gucken. Macht auch viel Spaß, weil bekanntermaßen mehrere Augen mehr sehen und der Sachverstand von einigen vielen Personen die Sache sehr viel runder macht. Gelegentlich fragt man sich zwar, ob man gerade das gleiche Spiel sieht – aber das hat nach dem 3. Wein oder dem 6. Bier einen ganz eigenen Reiz. Dieser Reiz ist übrigens noch größer, ist die versammelte Runde gar nicht für ein- und dieselbe Mannschaft. Persönlich mag ich auch sehr dieses neudeutsche Public Viewing im Freien. Dann übrigens am liebsten Fernsehmoderation aus und dafür Radiomoderation an Super! Besser geht's kaum. Außer … nun außer das Fußballspiel sehen und dann dazu die Kommentare von @Mellcolm auf Twitter zum Spiel zu lesen. Bei schlechten Spielen kann man übrigens auch abschalten und nur die Mellcolm lesen.











Nun ja, der eine oder andere Mann ist auch ganz lustig zu lesen – und somit (m)eine Empfehlung des Hauses:


2011-08-10

Ich hätte niemals gedacht, …

dass ich das jemals sagen würde zu einem Film von Woody Allen – aber sein neuer Film «Midnight in Paris» ist wirklich ganz ganz, ganz zauberhaft und wundervoll! Sinnlos und -befreit wie immer aber diese Kulisse namens Paris, diese wundervollen alten Autos, dieser Champagne Rosé im Überfluss, diese Idee, diese wundervolle Idee alle künstlerischen Größen des 20. Jahrhunderts einmal lebendig werden zu lassen und uns ordentlich mit den Fitzgeralds einen über den Durst saufen zu lassen …

… alleine um Adrian Brody (verdammt, ist dieser Kerl sex on two legs!) sagen zu hören, «Ich bin Dalí!”

Es ist ein kleiner und umso größerer Film geworden!

2011-08-09

Musik



Kommt ein neues LEÆTHER STRIP-Album im Oktober.

(via @Chaoskater)

2011-08-08

Telekom …


2011-08-07

Anonym sein ist doof!

Wissen wir. Ich finde Menschen, die agieren ohne sich zu ihrer Person zu bekennen, auch nicht so dolle. Insbesondere dann, wenn anzuzweifeln ist, ob sie dieses Tun auch ausführen würden, hätten sie gar nicht erst die Chance sich feige zu verstecken. Andererseits bin ich mir darüber im Klaren, dass Menschen zunehmend nur anonym handeln können, weil sonst unangenehme Wahrheiten gar nicht mehr ans Licht kommen könnten. Kurz: anonymes Handeln hat zwei Seiten, wie so alles. Denunzierung ist scheiße, Aufklärung mit stichhaltigen Beweisen ein Gut, dessen sich anonyme Aktivisten nicht schämen brauchen. Sie gehören geschützt!

Unser Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich möchte jetzt also, dass Schluss ist mit dem anonymen Agieren im Web. Soll er das ruhig tun. Das spricht wieder einmal mehr für die hervorstechende Internetkompetenz aller Parteien, die mit dem großen „C“ beginnen, derer wir uns so sehr schmerzlich bewusst sind. Seine Idee entstammt einer sinnlosen dummen Forderungswut in Reaktion auf das Attentat in Oslo. Das ist in sofern wieder von ganz besonderer Intelligenz geprägt, weil der Attentäter Breivik so besonders anonym im Web unterwegs war. Der Mann hatte nicht einmal anonym Riesenmengen Dünger zum Bomben basteln gekauft, denn er konnte vom Händler den Behörden gemeldet werden. Die nur nicht ermittelten! Oder nicht rechtzeitig. An der Stelle möge sich Herr Friedrich vielleicht eher einmal Gedanken über die finanzielle Existenz der ausübenden Behörden einer deutschen Exekutiven machen.

Wie dem auch sei und was auch immer kommen mag, wir, die wir Ahnung haben, sind gut darin eine Anonymität vor die große kommende Nichtanonymität einer Regierung zu installieren. Da bin ich mir sicher.

Die größte Sorge aber bereitet mir das künftige Standing von Friedrich nach seiner Forderung in seinem eigenen politischen Umfeld. Hoffentlich hat der deutsche Innenminister sein Vorhaben mit den gleichen Politikern seiner Partei abgesprochen, die damals gegen Jörg Tauss bei seinen Ermittlungen gegen Kinderpornographie im Web agiert haben und seinen politischen Tod implementiert haben. So etwas tut man nicht, ohne einen echten eigenen Grund zu haben. Eine Anonymität für Politiker im Netz wird es dann aber nicht mehr geben. Weder für das, was sie als Politiker nicht tun, noch für das, was sie als private Menschen tun. Und deswegen wird es eine echte gesetzliche Anonymität im Internet in diesem Land niemals geben. Weil sie keine Ahnung haben, aber Angst davor haben künftig nicht mehr ihre eigenen ungesetzlichen Spiele zu spielen.

Meine Sorgen sind so groß also gar nicht, dass Friedrich überhaupt nennenswerte Unterstützung von seinen eigenen Leuten erhalten wird. Und nun … schalten wir zurück ins große Sommerloch 2011!

2011-08-06

Schluss!

Malte Welding hat einen wundervollen Artikel über das Aufhören geschrieben. Und über das Anfangen.

Crosspostings

Mich nervt persönlich, wenn ich Menschen auf den unterschiedlichen Social Media-Portalen folge, die mich überall mit den gleichen Inhalten dreifach belästigen. Das nennt man Crossposting und dieser Artikel beim Internetradierer nennt fünf famose Gründe, warum man das tunlichst lassen sollte.

2011-08-05

Aha …

Juden äh ALG II-Empfänger dürfen doch wieder Lotto spielen!

Es werden ja neuerdings Urteile in deutschen Gerichten gesprochen, denen merkt man das in der Schaffung befindliche System Menschen zweiter Klasse in Deutschland doch allzu offensichtlich an. Und mich haben bei dieser ALG II-Lotto-Geschichte weniger die Urteile selber gestört als das viel zu leise Raunen in der allgemeinen Öffentlichkeit. Auch oder gerade in der deutschen Blogszene. Das sollte in Deutschland, wenn Menschen zu offensichtlich jenseits des Grundgesetzes bevormundet werden, viel viel lauter ausfallen!

So. langsam reicht's.

Die Drohung der Jobcenter

2011-08-04

In den Mühlen des Sozialstaates

Dies ist ein Gastbeitrag im Rahmen des Netzwerkes der Blogpaten von Gabriela Pichelmayer aus Wien.

Hatten Sie schon einmal einen Auto- oder Haushaltsschaden? Und mussten Sie dann um die ihnen zustehende Versicherungssumme streiten? Oder ist die Auszahlung gar abgelehnt worden, obwohl Sie jahrelang eingezahlt haben?

Ähnlich verhält es sich beim gesetzlichen Pflegegeld. Nur mit dem Unterschied, dass dieses eine Lebensnotwendigkeit impliziert. Seit man berufsunfähig geworden ist, ist die Pensionsversicherungsanstalt auch Machthaber über das Pflegegeld. Ganz sicher nimmt man staatliche Hilfe nicht gern in Anspruch. Jetzt, wo es aber so sein muss, gilt es sich zu arrangieren und zu kämpfen. Denn Gerechtigkeit, soziales Engagement und Kompetenz sind Begriffe, die der Versicherungsträger ersetzt durch Willkür, Bürokratismus und Eigennutz. Zwar könnte man sich in allen Belangen an dessen Ombudsmann wenden, hätte einem dieser nicht zu verstehen gegeben, dass er Ombudsmann der Pensionsversicherungsanstalt ist und nicht des/der Versicherten.
Man wundert sich. War man doch der Meinung, dass der Ombudsmann eine Person innerhalb einer Organisation vertritt und nicht die Organisation an sich. Aber natürlich lässt man sich auch hier gern eines Besseren belehren. Schließlich könne man sich ja auch vertrauensvoll an den Bürgermeister wenden, heißt es. Jedoch drängt sich die Frage auf: Was hat der Bürgermeister mit folgender Problematik zu tun? Nämlich mit der Einstufung des Pflegegelds.

Auszug aus dem Bundespflegegesetz: „Ziel ist es, in Form eines Beitrages pflegebedingte Mehraufwendungen pauschaliert abzudecken, um pflegebedürftigen Personen soweit wie möglich die notwendige Betreuung und Hilfe zu sichern, sowie die Möglichkeit zu verbessern, ein selbstbestimmtes, bedürfnisorientiertes Leben zu führen” (§ 1 Bundespflegegeldgesetz). Ein Satz, mit dem man sich anfreunden könnte, würde er der Realität entsprechen. Trotzdem traut man sich und sucht um Erhöhung an. Hat sich doch der Gesundheitszustand in den letzten zwei Jahren drastisch verschlechtert. Das Bundessozialamt erkennt, dass der Behinderungsgrad von 50% auf 70%angehoben werden muss und die Gebietskrankenkasse bewilligt einen Elektroscooter, damit Mobilität im Alltag kein Fremdwort mehr bleibt. Nur die Pensionsversicherung sieht das offensichtlich anders. Zwar kommt der Anstaltsarzt ins Haus, auch untersucht er die Körperfunktionen mehr als gründlich, wenngleich man ihm Befunde der letzten 27 Jahre vorlegt. Er spricht eine Litanei in sein Diktafon, was man alles nicht mehr selbstständig bewerkstelligen kann, und wünscht alles Gute.

Letztendlich ist man angewiesen auf eine Haushaltshilfe, denn Putzen, Kochen und Einkaufen gehört schon lange nicht mehr zur alltäglichen Bewältigung. Ein Zivildiener ist notwendig, um die außerordentlichen Erledigungen zu übernehmen und darüber hinaus werden Familienangehörige benötigt, die beim Anziehen, Essen zerkleinern, Massieren und bei der Körperpflege behilflich sind. Nichts desto weniger erhält man sechs Wochen später einen ablehnenden Bescheid.

Vielleicht wäre es zu verhindern gewesen, hätte man nicht darauf bestanden, die Klettverschlüsse der Schuhe selbst zuzumachen. Man ist nämlich froh, wenigstens das noch eigenständig zu Wege zu bringen und will sich dabei von keinem fremden Mann helfen lassen. Ein Fehler? Stellt das ein Kriterium des gesamten Pflegebedarfs dar?
Natürlich weiß man, dass Versicherungen darauf bedacht sind, die zustehenden Beträge nicht auszahlen zu müssen. Aber mit der gleichen Vorgangsweise im Pflegebedarf hat man nicht gerechnet.

Was jetzt? Man sucht Unterstützung bei der Arbeiterkammer und erhebt Klage gegen die Pensionsversicherungsanstalt. Gewiss hat man im bisherigen Leben davon Abstand genommen, die Gerichte zu bemühen. Ist man doch der festen Annahme, dass gesunder Menschenverstand genügen müsste, um zu seinem Recht zu kommen. Weit gefehlt!

Das Arbeits- und Sozialgericht erkennt jedoch die Notwendigkeit und die Erhöhung der Pflegestufe wird rechtskräftig, wenngleich die Pensionsversicherung sich nach wie vor gegen die Niederlage wehrt. Auszug aus dem neuerlichen Bescheid: „Pflegestufe 3 wird bis 31. 7. 2008 anerkannt. Der Gesundheitszustand lässt nach medizinischer Erfahrung eine Besserung erwarten, die den Wegfall (die Herabsetzung) des Pflegegeldes wahrscheinlich macht.” Das mutet sarkastisch an, durchlebte man doch die letzten 27 Jahre das genaue Gegenteil.

Wenn man davon ausgeht, dass „Erfolgserlebnisse” von Menschen mit Behinderung sich mehr oder weniger auf die Erhöhung der Pflegestufe reduzieren, so erfährt man auch zum wiederholten Mal einen Verlust in der Wertvorstellung vom sozialen Verständnis unseres Landes. Offensichtlich benötigt auch die Pensionsversicherungsanstalt bei der Abhandlung der einzelnen Versicherungsfälle dringend Hilfe, damit endlich Gerechtigkeit und Kompetenz, nicht nur Eigennutz und Willkür zum Einsatz kommen! - Die Pensionsversicherung, ein Pflegefall?

Gabriela Pichelmayer, geb. 1960, Multiple Sklerose seit 1980, Pensionsversicherungsanstalt/Vergleichsurteil vom 16.5.2007: Pflegestufe 3 befristet bis 31.7.2008 zuerkannt. Auf Grund einer wiederholten ärztlichen Untersuchung im Juli 2008, Pflegestufe 4 unbefristet zuerkannt.

2011-08-03

Gestern …

erstmals geneigt gewesen, dem Mercedesfahrer, der mich auf dem Rad, die ich soweit mir bekannt ist, das Recht habe wie alle anderen Verkehrsteilnehmer mich in einer baustellenbedingten Straßenverengung an dieser Baustelle im Nadelöhrverfahren einzuordnen und daran vorbei zu fahren, bedrängte, auf die Fresse zu hauen. Er fuhr extra dicht auf – in der Baustelle –, hupte und fuhr dann extra dicht an mir vorbei.

Wirklich, wäre die nächste Ampel nicht 500 m weit weg gewesen und hätte ich ihn an dieser Ampel noch bekommen (er gab dann natürlich extra Gas), ich hätte den aus seiner Karosse gezogen und eins mitgegeben. Ich bin die letzte Person auf diesem Planeten, die zuschlägt. Aber der hatte 100 Punkte gemacht. Arsch!

2011-08-02

Stellungnahme der Heinz Erhardt-Erbengemeinschaft

zu der aktuellen Abmahnwelle ausgelöst durch den Lappan-Verlag:

Liebe Heinz Erhardt-Freunde,

wir, die Heinz Erhardt Erbengemeinschaft, möchten zu den jüngsten Entwicklungen Stellung beziehen und auf Eure Anmerkungen reagieren: Wir haben mit den rechtlichen Schritten, die gegen einige Zitatverwender vorgenommen wurden, rein gar nichts zu tun. Akteur sind nicht wir, sondern der Lappan Verlag, der auch die Rechte besitzt. Wir wurden über das Vorgehen nicht informiert und möchten uns an dieser Stelle davon distanzieren. Wir hoffen sehr, dass es nicht zu weiteren Unannehmlichkeiten kommt.

Herzliche Grüße
Die Heinz Erhardt Erbengemeinschaft


Man beachte das zum Text ausgewählte Foto!

Schön!

Bin jetzt offensichtlich in einem Alter in dem ich hinsichtlich Tena-Testprodukte gespammt werde. Werde die Zeichen der Zeit dankend annehmen und mich mal wieder mit Beckenbodengymnastik beschäftigen …

2011-08-01

„Sie haben eine gute Aura …“

… sagt heute die knappe zwei Köpfe kleinere junge Frau zu mir am Savignyplatz in Begleitung einer weiteren jungen Dame. „Sie haben gutes Licht aber sie hatten die letzen Jahre eine schwere Zeit …“, spricht sie weiter und fragt mich, ob sie mir weiter meine Aura weissagen soll. Ich lehne dankend ab, auch als sie mir erklärt, sie würde das für mich heute kostenlos machen. Ich will immer noch nicht, obwohl ich sie ganz sympathisch finde. Sie kann das gut, einem offen in die Augen blicken und Mut machen. Dann fragt sie mich, ob ich ein paar Euros habe für sie, sie würde auch für mich um Gutes beten. Ich suche in der Tasche nach Geld, wohlweislich bemüht nicht das Portemonnaie rauszuholen, denn man kennt die Geschichten ja und frage sie, woher sie denn käme? Die Frage ist vielleicht unhöflich, aber sie spricht recht gutes Deutsch sieht aber nicht danach aus und seien wir ehrlich, als Handleserinnen arbeiten nun mal die wenigsten Deutschen auf der Straße. „Griechenland“, sagt sie. Ich denke an Kaffeesatz. Ihre Begleitung guckt mich böse an. Dann gebe ich ihnen ein paar Cent und meine, sie bräuchte nicht für mich beten. Und denke bei mir, mir reicht schon, wenn Du mich nicht verfluchst.

Manchmal kann ich mein Misstrauen nicht leiden. Überhaupt nicht.

2011-07-31

Heinz Erhardt rotiert gerade in seinem Grab …

Der Mann, der seinen Lebensinhalt darin verstand, Menschen mit seinem Humor Freude und Spaß zu bringen, ist mit seinen geschäftlichen Erben, in diesem Fall dem Lappan-Verlag, womöglich leider nicht an Menschen mit der Größe seines eigenen sonnigen Kalibers geraten.

Kein Witz! Websites abgemahnt wegen Heinz Erhardt

Dies betrifft auch einen mir bekannten Blogger (derzeit poppen auf Twitter die Meldungen weiterer Postempfänger hoch), dessen Blog nun wirklich so privat wie nur etwas ist! Natürlich gilt es auch für private Menschen, dass sie sich sich an Rechte und somit an das Urheberrecht zu halten haben. Dennoch ist wieder einmal festzuhalten, dass die die Unterlassungsklagen ausführende Kanzlei mit den geforderten Summe sich so dermaßen weit von Gute und Böse bewegt und ihre Anschreiben so plötzlich gehäuft aufttreten dass man bei dem Vorgehen wohl kaum verhindern kann, lediglich ein weiteres Geschäfts- also Incomemodell für den Verlag – und womöglich auch für die Kanzlei – zu vermuten.

Tsja, ich kaufe ja keine Wolfskinn-Jacken mehr, die haben in ähnlicher Sache abschließend im Rahmen der privaten Homepages angemessen reagiert und dennoch haben sie bei mir ihr Image zerstört.

Kurz: dann brauche ich auch keine Comics mehr vom Lappan-Verlag kaufen. So einfach ist das! Der kleine feine Punkt ist nämlich, Wolfskinn haben sicherlich irgendwann ihr Logo im Marketing selbst entwickelt, der Lappan-Verlag hat hinsichtlich der Schaffung der kreativen Arbeit eines Heinz Erhardts nie einen Finger gerührt. Und das macht den Aktionismus besonders eklig, meiner persönlichen Meinung nach!

Ach und Tipp: Eigenes Blog angucken und nach Heinz Erhardt-Inhalten gucken! ,-)

Norwegen

"Wir können wählen, was sie mit uns machen."

Ein guter und ein sehr kluger Satz. Dieses Attentat, der Amoklauf hat gezeigt, mit wie viel Größe man so einem schrecklichen Erleben begegnen kann. Wenn ich mich als Europäerin begreife, dann bin ich stolz darauf mit diesem Land Norwegen in einem Europa (editiert) sein zu dürfen. Und sehr bewegt.

2011-07-29

Zicke oder Schaf?



Das mittwöchliche gemeinsame Shooting Berliner herrschaftlicher Altbauten (Schinkel) mit Frau Indica bei allerschönstem Wetter, endete mit einer weiteren zu uns gestoßenen Freundin in einem reizenden Abend im Potsdamer Holländer Viertel im Café Collage, das sich mit einer herrlich süffigen Erdbeerbowle ins Herz schummelte als auch mit einem fröhlichen Koch, der im Seemannsgewand leicht hanseatischen Snack schwadronierend unsere gleichen Salate, die sich nur durch eine Änderung des Käseangebotes unterschieden, servierte mit den herzlichen Worten. „Wer ist die Ziege und wer ist das Schaf?”

Ich bin übrigens die Ziege! Falls meine werten Mitleser Zweifel hatten …

Ach, und wir sollen ausrichten, morgen, Samstag gibt es genau dort Livemusik ohne Ende bis morgens um ein Uhr! (Also da überall in Potsdam.)

Dieser Schwachsinn!

Die eigentliche Crux an diesem Artikel, bereits in in den ersten Absätzen. Junge Menschen zwar mit Studium aber überhaupt keiner langjährigen Berufserfahrung weder in der jeweiligen zu beratenden Branche, noch in ihrem eigentlichen Beruf, beraten Unternehmen in Krisensituationen, bei der Produktentwicklung oder Markterschließungen. Lehrlinge erzählen altgestandenen Unternehmern, wie es gehen soll. Das kann doch alles vorne und hinten nicht funktionieren!

Unternehmensberater-Aussteiger: Ich schmeiß hin! (source: spiegel.de)

2011-07-28

Neues von den Bildungspaketen …

Leser dieses kleinen Blogs erinnern sich vielleicht an mein Blogpost Anfang Mai zum Thema Bildungsgutscheine, die angeblich keiner abruft und tatsächlich nur nicht von den Kommunen bearbeitet werden, wie Politgirl so schön am eigenen Leib erleben durfte.

Glaubt Ihr, Politgirl hätte bis heute bewilligte Anträge, Geld oder irgendeinen Fortschritt in der Sache verzeichnen dürfen?

Ich musste dies heute tun:

Sehr geehrter Herr Dr. Steffel,

da Sie ja neulich so schön im Rahmen der Presseente „Leistungen der Bildungspakete würden von Bezugsempfängern nicht abgerufen“ so eine traumhaft positive Meinung von den Bezugsempfängern hatten und sich auch nicht zu schade waren, diese öffentlich zu äußern, schlage ich Ihnen heute vor: beschäftigen Sie sich doch einmal mit der gelebten Realität!

http://politgirl.wordpress.com/2011/07/28/die-antrage-fur-leistungen-aus-dem-bildungspaket/

Mit freundlichen Grüßen
creezy


Klar darf der Text unverändert kopiert werden und gerne dürft Ihr seine Mail-Adresse frank.steffel@bundestag.de haben …

Rechtliches

Nicht so uninteressant:

Telekommunikationsgesetz soll zur Bekämpfung der Schwarzarbeit geändert werden

Creative Commons Lizenzen in Deutschland gerichtlich durchgesetzt

Senioren satt!



Ist das jetzt die Restverwertung der Riester-Rente?

2011-07-27

Ostsee …











In Gedanken an Kerstin, Lichtblick, die ich vermisse und die beste Möwen-Fotografin überhaupt war!

Sehr vergnüglich zu lesen …

ist der Blogeintrag bei Frau Nessy da drüben, die noch an ihre Rente glaubt und neulich so eine Rentenerklärung ausfüllte. Das Vergnügen zieht sich übrigens durch die Kommentare weiter durch!

2011-07-24

Bei ARD und ZDF …

hetzen sie in der ersten Reihe.

Nette Hintergründe zum aktuellen Thema „Selbstständig unter aufstockendem ALG-II-Bezug betrügen doch alle nur“.

Gestern …

auf der Hinfahrt an die Ostsee einen Klapperstorch gesehen. Sofort an eine Twitterin gedacht von der ich weiß, da ist der Wunsch sehr sehr groß. Schätze in knappe einem Jahr kommt da was … und wehe nicht, Storch!

2011-07-22

Wenn die geneigten Leser mal wieder …

„Hach!” rufen möchten: Jede Katze sollte einen Leguan haben!

2011-07-21

Heute vor fünf Jahren …

Mit Abstand der Umstand in meinem Leben, den zu begreifen ich mich am schwersten tue …

Manchmal rieche ich sie noch!

2011-07-15

Tief beeindruckt …

bin ich von ihr, dieser Freundin. In Anbetracht ihrer Klarheit, Tapferkeit und Schönheit, wie sie diesen ihren Weg geht.

Ich bin unendlich stolz und dankbar, diesen Menschen zu kennen.

2011-07-11

Peinlichkeit deutscher Verlage kennt auch kein Pardon!

Wer braucht eigentlich noch Presseverlage? Lesen! Hintergrund: wer eine Presserezension als Referenz zu einem eigenen Werk auf die eigene Homepage stellt, soll nun mehr dafür zahlen!

Fällt einem nichts zu ein …



Wer Raul kennt, weiß wie unglaublich, schon nicht mehr messbar blöde Mitarbeiter der Deutschen Bahn sein müssen.

2011-07-10

Seufz



Aber ein wirklich schönes Spiel gewesen. Nur, wenn man schon 85 Minuten vom Spiel vor dem gegnerischen Tor steht, muss man das Bällchen eben auch mal versenken …

2011-07-08

Nein …

ich bin nicht im Urlaub, gestrandet oder sonst etwas.

Ich bin nur gerade pappsatt!

2011-06-30

Aus aktuellem Anlass …

… was die Arbeitslosenzahlen verbergen.

2011-06-29

Lecker Schweinchen!

Tiermedizinstudentin arbeitet als Praktikantin auf dem Schlachthof und berichtet mit dem Wissen einer Veterinärmdedizinerin und aus gesundheitsbehördlicher Sicht darüber, was es alles dort gibt, was nicht geben darf.

Und falls Ihr einen Pop-Up-Blocker installiert habt, dieses PopUp schlägt auf der Seite auf.



Ein Vierteljahrhundert sind lächerliche 25 Jahre. Gibt es wirklich gar keine Chance, die Aigner noch vor den Bundestagswahlen irgendwie aus dem Amt zu kriegen?

2011-06-27

Der Schwachsinn deutscher Sozial- und Familienpolitik

Also, kurze Info vorneweg: die Sozialämter sind in Deutschland gänzlich überlastet und sie klagen bundesweit darüber, dass die Mitarbeiter längst keine Zeit mehr finden für Hausbesuche. Beispielsweise wurde vor einigen Jahren das Projekt »Babybesuch« initiiert. Mitarbeiter des Jugendamtes sollen junge Familien mit Neugeborenen umgehend nach der Geburt zu Hause besuchen und diese zu dem Hilfsangebot des Jugendamtes rechtzeitig informieren, sich dabei gleichzeitig einen Eindruck über die jeweilige Familie machen. Das klappt in einigen kleinen Gemeinden Deutschlands ganz gut. In den Ballungszentren, insbesondere dort, wo im Sozialsektor massiv gekürzt wurde, überhaupt nicht! Kurz: ein von Frau von der Leyen noch in ihrer Funktion als Familienministerin angestoßenes Modell mit sicherlich gutem Potential, das zumindest in Berlin längst schon als nicht durchführbar gilt. Praktisch längst erwiesen und z. B. von den Gesundheitsämtern öffentlich kritisiert.

In Berlin geht man daher einen interessanten Weg: hier übernehmen in einem neuen Kooperationsprojekt im Rahmen des Netzwerkes Kinderschutz, die Gerichtsvollzieher zusätzlich mit Aufgaben, die eigentlich dem Jugendamt obliegen. In den meisten Fällen, in denen bisher Fälle von Kinderverwahrlosung bekannt wurden, waren nämlich Vollstreckungsbeamte bereits vorab in den Wohnungen und hätten Beobachtungen, Befürchtungen hinsichtlich mangelnder Versorgung der Kinder gegenüber dem Jugendamt mitteilen können. Dies wurde ihnen nun vereinfacht, eine Leitlinie klärt über mögliche Erkennung von Anzeichen, wie Verwahrlosung, dem Fehlen der kindgerechten Ausstattung und Hinweise auf Suchterkrankungen auf. Außerdem wurde ihnen online der Meldevorgang vereinfacht, damit das Jugendamt schneller benachrichtigt wird und einschreiten kann. Fraglich bleibt, wem dann künftig die Verantwortung in die Schuhe geschoben wird, läuft das Modell nicht ganz nach Plan.

So gut dieses Kooperationsprojekt einerseits klingen mag, um hier für die Kinder möglichst schnell agieren zu können, letztendlich aber ist es natürlich nur die Bankrotterklärung einer Behörde, der kaum Mittel noch Mitarbeiter in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, um ihre Arbeit noch zielgerichtet ausführen zu können. Erstmals wurde dieses Modell in Berlin übrigens vor fünf Jahren angeregt, nun erst gab es den Startschuss. Schnell mahlende Mühlen klingen anders.

Da mutet die neue Idee von Frau von der Leyen absurd und lächerlich an, weiß man doch genau, in welchem Ministerium die Arbeitsministerin früher tätig war und will man ihr daher unterstellen, von den Problemen der Sozialämter ziemlich genau Bescheid zu wissen. Sie wünscht, dass die Sozialarbeiter den Job tun und verstärkt in die Familien gehen und dort geringer verdienenden Familien das Bildungspaket aufschwatzen. Arbeitssharing für eine Behörde von einer längst ausgebluteten Behörde, damit sich die Bundesregierung das Bildungsfiasko möglicherweise doch noch als Erfolgsmodell auf die Agenda schreiben darf. Letztendlich hausgemachter Irrsinn. Oder auch nur deutsche Arbeits- und Sozialpolitik à la von der Leyen.

Heute ist wieder so ein Tag …

an dem man dauerhaft ohne Pause Sandsäcke verprügeln möchte …

Meldung 1 Immer mehr Selbstständige beziehen Hartz IV – und natürlich rechnen die sich nur arm – eine richtige Stellungnahme bei existenzielle.

Meldung 2 Das SOKO-Institut agiert mit Kontaktdaten, die es nur von der Bundesagentur für Arbeit haben kann. Das Einverständnis der Bedürftigen zur Datenfreigabe wurde seitens der Agentur natürlich nicht vorher eingeholt. Mehr bei gegen hartz.de.

Meldung 3 Karl Weiss schreibt über die Kontrollmechanismen des Bildungspaketes, das, bei näherem Hinsehen, Familien mit ALG II-Bezug in die Insolvenz schicken kann.

Ach und @schulhelfer twittert derzeit die aktuellen Kürzungszahlen aus der Berliner Schulversorgung für Behinderte. So kann man die gesetzlichen Pflichtbeschulung für Behinderte ganz einfach aussetzen!

2011-06-20

Apples Aufgabenliste

Früher haben wir in der Firma als Mailsystem, lange lange bevor es so etwas wie Apples Mail überhaupt gab, QuickMail benutzt.
QM hatte eine Funktion, die ich bis heute der Mail-Kommunikation schmerzlich vermisse, man konnte an sich als automatische Wiedervorlage Mails selber zeitversetzt senden (okay, eigener Mailserver natürlich vorausgesetzt). Ich muss dazu sagen, dass ich meine Mail-Software tatsächlich jenseits ihrer Kommunikationsaufgabe schon immer auch als Bürosoftware oder Datenbank immer missbraucht habe: Wiedervorlage, Textverarbeitung, Rezeptedatenbank, als Ablage überhaupt. QuickMail war da frühzeitig für mich ein Erziehungsfaktor – weil es einfach funktional schon immer enorm mächtig war.

Lange Zeit habe ich auf dem privaten Rechner noch QM benutzt, bin dann aber doch irgendwann zu Mail gewechselt. Nun, QM wird mittlerweile leider nicht mehr weiter gepflegt und läuft auf den aktuellen Apple Systemen nur noch mit Dirty Tricks, insofern war meine Entscheidung die richtige. Für Apple Mail selber habe ich mich tatsächlich mehr wegen dem Look entschieden, funktional fand ich die Software am Anfang wirklich grausam – und es hat lange gedauert, bis ich diesen Client für voll genommen habe. Das hat sich übrigens auch geändert, seit es die Aufgabenintegration von Mail zu iCal gibt. Die schenkte mir – wenn natürlich auch über Umwege – die Funktion der praktikablen Wiedervorlage wieder, zumindest kann ich damit ganz gut leben.

Gestern fragte jemand auf Twitter nach einer derartigen Funktion für Apple und ich konnte ihm mit meiner Info helfen, leicht verwundert, dass „Aufgaben“ in der Integration ihm noch nicht bekannt war. Andererseits, so richtig laut wurde dieses Feature von Apple nie kommuniziert, zumindest leise genug, dass sogar ich anfänglich vorbei gehört habe und mir die Funktion „zufällig“ irgendwann nach einem falschen Klick auffiel.

Dabei sind die sofortigen Aufgabenlisten schon cool und als Arbeitsmittel enorm hilfreich. Das „how to“ ist hier in den Apple Wochentipps nachzulesen!

2011-06-18

Länger nicht mehr duschen …

Ich gehöre ja zur der weltweiten Testgruppe „vor der Glotze einschlafen”. Psychologen behaupten, das sei total nicht gut. Schlafforscher sagen, ich sei somit gesundheitlich auf dem absteigenden Ast. Ich tue es aber trotzdem. Das muss bei mir fundamentale innewohnende Gründe haben, die mir nie begegnet sind. Ich kann beispielsweise auch keine Filme aus der Konserve gucken. Also, lief beispielsweise früher ein Video oder läuft heute eine DVD auf dem Rechner und ich gucke: sofortige Narkolepsie. Einzige Ausnahmen: Tanzfilme mit Fred Astaire oder Aristocats. Neulich bin ich aber sogar bei der x-ten Wiederholung von Matrix eingeschlafen. Das war schlimm! Bei Neo einschlafen war bisher mein persönliches NoGo! (Das NoGo nicht mit Neo schlafen zu können, ist ja leider fremddiktiert.)

Dass ich bei Videos/DVDs etwas schneller und besser schlafe als beim herkömmlichen Fernsehprogramm, liegt auf der Hand. Denn es finden dort keine Werbeunterbrechungen statt, die, tonal lauter gestellt, mich nicht immer zwischendurch unsanft aus dem in meinem Alter mehr als notwendigen Schönheitschlaf wecken. Manchmal liege ich dann morgens um vier Uhr so vor mich hin mit geschlossenen Augen, lausche dem kommerziellen Schwachsinn und fühle mich philosophisch enorm inspiriert und zu ganz großartigen Ideen motiviert. Denn es ist eine besondere charmante Einheit, wenn man TV-Spots nur Gehör schenkt. Daher liege ich zwangsläufig dann auch nur da und denke, ich bin also im Irrenhaus und wieso fehlen hier eigentlich die DIN-genormten gesetzlich vorgeschriebenen Notausgangszeichen?

Der neueste Werbeirrsinn in einer Welt, in der schon jeder Scheiß verkauft wurde und kein Mensch irgendeine Marketingweiterentwicklung wirklich braucht, geschweige alleine aus Pietätgründen jemals ernsthaft nachgefragt hätte, direkt im Anschluss an die Nudel im Kochbeutel, ist mir genauso diese Woche nachts begegnet: Eine Körperpflege, die suggeriert, sie würde sieben Tage lang pflegen. Ja. Ernsthaft! Sieben Tage! Namentlich heißt das korrekt: „Garnier Body Intensiv 7 Tage Reparierende Creme-Milk mit Cacao Butter.“

Praktisch heißt das, um in den kompletten Vorzug dieser Pflege zu kommen, dürfen wir also ab sofort sieben Tage lang nicht mehr duschen noch uns waschen! Und dann liege ich nachts so wach und überlege, dass Obdachlose die einzige Bevölkerungsgruppe sind (okay, von den beiden Teenagern einer Freundin abgesehen, die können auch erstaunlich total prima selten duschen), die ich hierzulande kenne, die schon mal sieben Tage auf eine erneute Dusche aus ganz unterschiedlichen Gründen verzichten würden. Für diese Leute ist dieses Produkt sicherlich unglaublich sinnvoll. Bleibt zu überlegen, ob der Wanderer ohne Dach über'n Kopf sein am Leib mit sich herumtragendes Hab und Gut tatsächlich ausgerechnet mit einer Flasche Körpercreme beschweren würde? Und ob er die wenigen ihm zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen wirklich ausgerechnet in eine Creme-Milk investieren würde?

Aber der restliche Part dieser Zivilisation wird vermutlich öfter duschen als im Abstand von immerhin schon sieben Tagen, oder? Also, womit will uns dieser Hersteller eigentlich becircen? Mit ausgemachten Schwachsinn? Deppengeschwätz? Hohlverbalien?

Ach so. Gähn. Aber ich kann mir super vorstellen, wie eine einzige Marketingabteilung bei Garnier wochenlang diskutiert hat, ob man nun von der mittlerweile allgemein anerkannten, daher langweiligen 24-Stunden-Pflege auf immerhin 48 Stunden upgradet, was aber die Konkurrenz schon versucht hatte, oder lieber gleich in die Vollen geht und den Scheiß auf 3, 4, 5 oder 7 Tage tunet. Sie werden dann bei 7 Tagen hängen geblieben sein, weil irgendein in komplett schwarzer Boss-Klamotte gekleideter Depp mit der Hochrechnung kam, dass im Grunde die Dauer vom Anlauf von Rettungsaktionen bei etwaigen Katastrophen wie Flugausfälle aufgrund von aktiven isländischen Vulkanen, Atomkraftwerk-Gau nach Tsunamis, Erdbeeben oder lapidaren Flugzeugabstürzen im Kongo durchschnittlich sieben Tage dauern. Schöner verwesen mit gepflegtem Körper mit Langzeitwirkung oder so! Darauf ein paar lachende Schenkelklopfer, einen Keks und 'ne Bionade im Sitzungsraum mit 'ner abschließenden Line auf dem Unisexklo zur Feier des Tages. Geile Ideen wollen ja gefeiert werden! Bleibt nur eine Frage, ob die wirklich auch nur einen Pfennig in Weiterentwicklung gesteckt haben und irgendwas an der Milch tatsächlich neu entwickelt haben? Der Irrsinn spricht eigentlich dagegen!

Wie auch immer, leider ist Garniers Body Intensiv 7 Tage Reparierende Creme-Milk mit Cacao Butter kein Produkt für mich, denn ich war gestern duschen und heute schon wieder. Und das ist auch ganz gut so.

2011-06-17

Bahn fahren. Mit Hund.

Las sich gestern in kurz auf Twitter „Die Online-Buchung von Fahrkarten für Hunde ist nur per Postversand …“ ganz witzig. Liest sich in lang wie eine einzige schlimme Unternehmenskrätze.

2011-06-16

Und dann doch immer wieder zweite Liga …

Ich bin ja bekanntermaßen Frau. Wohl auch das, was man eine gestandene Frau nennt. Ich trage Röcke, pumpe meine Reifen selber auf, kann Löcher bohren und Holz sägen, als auch Zwiebeln schneiden und Kuchen backen. Ich mag Rennsport, Autos, Fußball, Ballett und manchmal Abba. Ich liebe exklusive Nylons und schöne Wäsche wie auch hoch komplexe Kameras und fesche Computer. Und im Großen und Ganzen finde ich mein Leben als Frau sehr selbstverständlich und prima. Klar, immer wieder kommen dumme Gefühle einer leichten ungerechten Behandlung gegenüber des männlichen Geschlechts hoch, aber da vermittelt mir mein zweites Gefühl gerne: alles okay so, früher war das gänzlich schlimmer, in anderen Gesellschaften haben es Frauen immer noch deutlich schlechter als hierzulande – und letztendlich geht es voran.

Aber manchmal stehe ich dann doch wie die Kuh vor dem neuen Tor. Beispiel: Frauenfußball WM 2011. Findet also in Deutschland statt, die Frauen sind seit ewigen Zeiten Weltmeisterinnen – im Grunde also ein Riesenevent. Mindestens so hochwertig zu preisen und feiern, wie die Fußball-WM der Männer im eigenen Land. Und dann …? Begegnet mir gestern das erste Gewinnspiel des größten deutschen Telekommunikationanbieters, der zusammen mit Kooperationspartnern drei Gewinner vom Eröffnungsspiel twittern lassen möchte, also Eintrittskarten, Verpflegungsbon inklusive und Technik to go. Alles prima, bis dann dort steht, unter den Gewinnern werde 1 Smartphone verlost. Und ich frage mich, wieso eigentlich nur eines? Wieso reicht es nicht für drei? Ich meine, Fußball-WM der Herren und die Konzerne hauen in Gewinnspielen Autos, Flugreisen etc. raus und hier? Eismaschinen! Es ist Sponsoring und man will keinem Unternehmen reinreden, wie viel es für seine Zielgruppen investieren möchte. Aber Fakt ist halt, die deutschen Fußballweltmeisterinnen im Profifußball müssen entweder Angestellte der Bundeswehr oder Polizei sein, um ihren Sport machen zu können, weil die allerwenigstens von z. B. Werbeeinnahmen leben können.

Oder gestern, die redaktionelle Hammernachricht des Jahres! Es kommt im September eine deutsche Testausgabe unser aller WIRED und Thomas Knüwer macht die Chefredaktion, was mich persönlich sehr freut. Ich bin als Frau, seit ich denken kann, im IT-Biz tätig, lebe und arbeite mit Computern und habe am eigenen Leibe schmerzlich Margen-Verfall erlebt oder die erste Web-Blase platzen gespürt. WIRED ist so eine Gottheit für mich, wie es zehn Jahre früher schon die US-Ausgaben der MacWorld oder MacUp waren, lange bevor es deutsche Macintosh-Magazine gab. Nur im Vergleich zu früher, zu meinen eigenen Anfängen, erlebe ich hier in diesem Business mittlerweile überall Frauen. Frauen, die programmieren, designen, Inhalte für's Web oder Business über das Web generieren. Ich erlebe Frauen, die roundabout Computer- und Internet-Technologien Hard- und Software erfinden, entwickeln, schulen, verkaufen – in Mengen, in Massen – erfolgreich und ihren Beruf und ihr Leben darauf ausrichten.

Und dann kommt Condé-Nast und legt diese eine deutsche WIRED-Testausgabe der GQ bei, einem Männermagazin! Man verstehe mich nicht falsch, ich zähle mich zur Zielgruppe von GQ genauso wie zur Zielgruppe von Beef, alleine, weil beide Magazine mich thematisch ansprechen und großartige Bildredaktionen haben. Nur: als Fotografin und Kochbloggerin ist das für mich üblich, aber natürlich nicht die Regel.

Aber ein Computermagazin von weitreichendem Interesse als Beilage in einem reinen Männermagazin – ist das nicht ein bisschen sehr platt und Zielgruppen fern gedacht? Ich meine, im Jahr 2011 in einer Zivilisation namens Deutschland?

Ich warte auf den Tag, …

an dem die Berliner Verkehrsbetriebe die zunehmende Gewalt gegen ihre Angestellten und Kunden, die sehr offensichtlich mit dem Personalabbau zusammenhängt, damit kompensiert, in dem sie eine neue Tochter gründet und dort für teuer Geld ihre Kunden ihn Gewaltprävention ausbildet. Solche Artikel lassen die Idee nur manifestieren:

Gewalt in der U-Bahn: Man sollte vorbereitet sein.

2011-06-15

Die beste Stellungnahme ever …

kommt heute von Silvana Koch-Mehrin nach offizieller Aberkennung ihres Doktortitels!

Wo bin ich?

2011-06-12

Anlässlich …

des 50. Geburtstag des wundervollen Citroën Ami, des bekanntermaßen hässlichsten Auto der Welt, spendiert uns Spiegel Online eine amouröse Klickstrecke!

2011-06-11

La Schufa

Übliche Geschichte, was passiert, wenn man als Normalsterblicher zwischen die Schufa-Mühlen gerät!

Klar, wenn man dann weiß, dann man als Privatmensch die Schufaauskunft nur einmal im Jahr kostenlos erhält (und dann auch nur in vereinfachter Form) riecht man auch das genaue Geschäftsmodell hinter der Schlamperei!

2011-06-10

Fotos

Letzte Weihnachten hatte mich Tantchen am ersten Weihnachtsfeiertag zum Gansessen eingeladen und tapfer in ihrem Garten in ihrer sehr kleinen Küche für uns beide gekocht. Das war ein sehr schöner Nachmittag und Abend, ich bin froh eine so schöne Erinnerung an unsere letzten Treffen zu haben. Irgendwann unterhielten wir uns über Nachlässe und das, was von einem zurück bleibt. Was überhaupt noch interessiert, wenn man geht und keine Familie mehr bleibt. Wir sprachen über Fotos. Ich erzählte, wie wichtig mir nach dem Tod von Mum die Fotos gewesen sein und was diese heute für mich noch für ein Schatz sind! Und mein Tantchen erzählte, sie hätte neulich sich auch die alten von ihrer Familie angeguckt und ihr wäre klar, dass diese niemanden mehr interessieren würden, wenn sie sterben würde – weil ja auch niemand mehr da ist, der die Leute darauf noch kennen würde. Wir hatten uns vorgenommen, sie uns einmal gemeinsam anzuschauen. Nun denn …

Als wir dann neulich in der Wohnung waren, lagen auf dem Tisch in Schubladen Fotos und Alben und ich dachte, die hätte die Schwägerin meiner Tante für sich aussortiert, denn es sind diverse alte Fotos darunter von ihrem verstorbenen Mann (gut er starb kurz bevor es zur Scheidung kam, die Erinnerungen an ihn braucht sie vielleicht nicht mehr) aber auch von ihren Söhnen, meinen Cousins, als die noch sehr klein waren. Wenig später stellte sich heraus, alle Fotos waren für den Müll gedacht. Und das tat mir doch zu weh!



Kurzerhand packte ich also alle in einen Beutel und sicherte mir dieses fotografische Erbe, von dem ich natürlich nur partiell – meist meine Tante und meinen Onkel wieder erkennen werde. Oder das Porträt ihrer Mutter, das ich noch von früher kannte, als es üblich war Fotos von Familienmitgliedern auf den alten Buffet-Schränken aufzustellen.

Aber bitte, ein Griff neulich in diesen Sack und ich brachte so ein Foto zutage:



Fragt mich nicht, wessen Hochzeit das war – aber ist es nicht ein bonfortinöses Foto aus einer Zeit als Fotografien längst nicht selbstverständlich waren? Sieht man den Fotografen nicht hinter der Kamera hinter den schwarzen Vorhang verschwinden und die Explosion vom Blitzlicht? Ich kann mich an solchen Dokumenten längst vergangener Zeiten niemals satt sehen! Und guckt mal, wie dicht das Pärchen hinter dem Brautpaar zusammen rückt! Das sieht man sehr selten auf solchen Aufnahmen.



Auch eine sehr schöne Aufnahme, das Hochzeitsfoto von Tantchen und meinem Onkel, dem Bruder meines Vaters. Sein Trauzeuge links ist mein Opa gewesen, ihr Trauzeuge ihr Bruder. Ich freue mich schon auf langweilige Novemberabende an denen ich mich über meinen neuen kleinen Schatz in Ruhe her machen werde! Schwarzweiß-Fotografien ohne Ende – es wird herrlich werden, diese alle zu sichten …

2011-06-09

Dollet Ding!

Ich verkneife mir jegliche Blogposts zu EHEC und HUS, denn ich weiß sicherlich noch viel weniger als alle Anderen, die im Thema drinnen stecken. Aber die Auswahl dieser drei mir heute begegneten Blogbeiträge bzw. Artikel spiegeln das große ganz Unglaubliche ausreichend wieder:

Wie kommt EHEC in das Essen? Eine These von WeiterGen bei ScienceBlogs.

Übertragung von EHEC – Ursache Mensch die taz stellt alle bisherigen Vermutungen zurück auf Null.

HUSEC 41 - ein schlechtes Zeichen für die Zukunft sieht Lars Fischer/Fischblog via WissensLogs in der aktuellen Infektionsserie.

2011-06-08

Die Homepage des Deutschen Bundestages

ist nun auch auf Arabisch abrufbar. Das ist schön. Lernten wir ja neulich, dass man Videos der Frau Bundeskanzlerin nicht deutsch untertiteln kann für z. B. Gehörlose.

Neulich wieder …



auf irgendeinem dieser Zeitungs-Portalen sehr kluge, das Sommerloch im Anfang stopfende Tipps zum Thema Vorstellungsgespräch 2011. Immer wieder gucke ich in solche Texte hinein und hoffe, doch noch einmal etwas Neues zu lernen. Die kluge Personalerin, die dort zu Wort gebeten wird, ist super motiviert, präsentiert sich mit ihrem Bewerbungsfoto einer Millionenleserschaft anstatt sich mit einem richtig guten Imagefoto für künftige weitere Arbeitgeber zu profilieren. Sie kommt mit dem Spruch um die Ecke, dass man als Bewerber schon eine Antwort haben sollte auf die Frage, wo man sich denn beruflich und überhaupt in fünf bis zehn Jahren sehen würde?

Das ist für mich schon seit jeher die dümmste und altmodischste Frage, die in einem Bewerbungsgespräch mit einer klugen Entgegnung an die Wand geschmettert gehört. Der große Intelligenztest auf Basis des „in Zielen“ denken. Als hätten uns die letzten 20 Wirtschaftsjahre in diesem Land nicht genau gezeigt, dass Ziele nichts anderes sind als Schall und Rauch. Lächerliche Attitüden in den kleinen Hirnen große Worte spuckender Enthusiasten, die längst verstummt sind, weil sie frühzeitiger, als sie es je geahnt haben, längst vom Leben überholt wurden.

Und ich stelle mir vor, ich gehe heute in ein Unternehmen dieser IT-Welt vorzugsweise im Umfeld des Social-Media-Universums und mich fragt der junge Personler genau diese Frage. Eher aus Hilflosigkeit, weil er sie vor mir schon selbst x-mal sinnloser Weise gestellt bekam und weil er ständig lesen muss, man hätte diese heute immer noch zu stellen. Dann würde ich zurück fragen, was er denn glauben würde, wie diese Online-Welt in fünf bis zehn Jahren aussehen würde? Was er denn glaubt, ob es dieses Unternehmen in fünf bis zehn Jahre noch geben würde? Ob er sich ernsthaft vorstellen kann, ob es genau dieses Unternehmen wohl noch in zwei Jahren in dieser jetzigen Form geben wird? Oder ob es nicht viel eher sein wird, dass wir im Überblick der Dimension der zeitnahen Entwicklung dieser Branche und ihren Geschäftsmodellen, möglicherweise längst nicht mehr Herr alternativ Frau dieser Sache sein werden?! Ob es nicht eher unwahrscheinlich ist, dass niemand mehr in zwei Jahren wirklich noch mit Aufgaben das Geld verdienen wird, für die er einst ausgebildet wurde? Und ob er nicht längst eingesehen hat, dass die Dimension eines halben oder ganzen Jahrzehnts keinerlei echte Bedeutung mehr hat in der Planung in dieser sich sehr schnell drehenden Welt?

Und das meine ich alles mitnichten negativ oder will darin Endzeitstimmung gelesen haben. Es ist nur heute nichts mehr auf wirklich lange Bestandszeit auszurichten. Nicht nur in der Welt der Online-Geschehen, längst auch im Leben jeglicher offline agierenden geschäftlichen Existenzen. Daher wäre ich froh, jeder Personaler würde sich schleunigst diese Frage kneifen. Wenigstens einer sollte in einem solchen Gespräch sein Gesicht wahren!

Thoughtback

Thoughtback gefällt mir, ist so etwas wie ein Moleskine online …

2011-06-07

Pumphosen …

… und Babystrampler mit Gummizug für erwachsene Frauen. Ich finde, Ihr Männer habt es dieses Jahr wirklich nicht leicht mit der Frauenmode! Überhaupt nicht leicht!