2011-06-15

Wo bin ich?

2011-06-12

Anlässlich …

des 50. Geburtstag des wundervollen Citroën Ami, des bekanntermaßen hässlichsten Auto der Welt, spendiert uns Spiegel Online eine amouröse Klickstrecke!

2011-06-11

La Schufa

Übliche Geschichte, was passiert, wenn man als Normalsterblicher zwischen die Schufa-Mühlen gerät!

Klar, wenn man dann weiß, dann man als Privatmensch die Schufaauskunft nur einmal im Jahr kostenlos erhält (und dann auch nur in vereinfachter Form) riecht man auch das genaue Geschäftsmodell hinter der Schlamperei!

2011-06-10

Fotos

Letzte Weihnachten hatte mich Tantchen am ersten Weihnachtsfeiertag zum Gansessen eingeladen und tapfer in ihrem Garten in ihrer sehr kleinen Küche für uns beide gekocht. Das war ein sehr schöner Nachmittag und Abend, ich bin froh eine so schöne Erinnerung an unsere letzten Treffen zu haben. Irgendwann unterhielten wir uns über Nachlässe und das, was von einem zurück bleibt. Was überhaupt noch interessiert, wenn man geht und keine Familie mehr bleibt. Wir sprachen über Fotos. Ich erzählte, wie wichtig mir nach dem Tod von Mum die Fotos gewesen sein und was diese heute für mich noch für ein Schatz sind! Und mein Tantchen erzählte, sie hätte neulich sich auch die alten von ihrer Familie angeguckt und ihr wäre klar, dass diese niemanden mehr interessieren würden, wenn sie sterben würde – weil ja auch niemand mehr da ist, der die Leute darauf noch kennen würde. Wir hatten uns vorgenommen, sie uns einmal gemeinsam anzuschauen. Nun denn …

Als wir dann neulich in der Wohnung waren, lagen auf dem Tisch in Schubladen Fotos und Alben und ich dachte, die hätte die Schwägerin meiner Tante für sich aussortiert, denn es sind diverse alte Fotos darunter von ihrem verstorbenen Mann (gut er starb kurz bevor es zur Scheidung kam, die Erinnerungen an ihn braucht sie vielleicht nicht mehr) aber auch von ihren Söhnen, meinen Cousins, als die noch sehr klein waren. Wenig später stellte sich heraus, alle Fotos waren für den Müll gedacht. Und das tat mir doch zu weh!



Kurzerhand packte ich also alle in einen Beutel und sicherte mir dieses fotografische Erbe, von dem ich natürlich nur partiell – meist meine Tante und meinen Onkel wieder erkennen werde. Oder das Porträt ihrer Mutter, das ich noch von früher kannte, als es üblich war Fotos von Familienmitgliedern auf den alten Buffet-Schränken aufzustellen.

Aber bitte, ein Griff neulich in diesen Sack und ich brachte so ein Foto zutage:



Fragt mich nicht, wessen Hochzeit das war – aber ist es nicht ein bonfortinöses Foto aus einer Zeit als Fotografien längst nicht selbstverständlich waren? Sieht man den Fotografen nicht hinter der Kamera hinter den schwarzen Vorhang verschwinden und die Explosion vom Blitzlicht? Ich kann mich an solchen Dokumenten längst vergangener Zeiten niemals satt sehen! Und guckt mal, wie dicht das Pärchen hinter dem Brautpaar zusammen rückt! Das sieht man sehr selten auf solchen Aufnahmen.



Auch eine sehr schöne Aufnahme, das Hochzeitsfoto von Tantchen und meinem Onkel, dem Bruder meines Vaters. Sein Trauzeuge links ist mein Opa gewesen, ihr Trauzeuge ihr Bruder. Ich freue mich schon auf langweilige Novemberabende an denen ich mich über meinen neuen kleinen Schatz in Ruhe her machen werde! Schwarzweiß-Fotografien ohne Ende – es wird herrlich werden, diese alle zu sichten …

2011-06-09

Dollet Ding!

Ich verkneife mir jegliche Blogposts zu EHEC und HUS, denn ich weiß sicherlich noch viel weniger als alle Anderen, die im Thema drinnen stecken. Aber die Auswahl dieser drei mir heute begegneten Blogbeiträge bzw. Artikel spiegeln das große ganz Unglaubliche ausreichend wieder:

Wie kommt EHEC in das Essen? Eine These von WeiterGen bei ScienceBlogs.

Übertragung von EHEC – Ursache Mensch die taz stellt alle bisherigen Vermutungen zurück auf Null.

HUSEC 41 - ein schlechtes Zeichen für die Zukunft sieht Lars Fischer/Fischblog via WissensLogs in der aktuellen Infektionsserie.

2011-06-08

Die Homepage des Deutschen Bundestages

ist nun auch auf Arabisch abrufbar. Das ist schön. Lernten wir ja neulich, dass man Videos der Frau Bundeskanzlerin nicht deutsch untertiteln kann für z. B. Gehörlose.

Neulich wieder …



auf irgendeinem dieser Zeitungs-Portalen sehr kluge, das Sommerloch im Anfang stopfende Tipps zum Thema Vorstellungsgespräch 2011. Immer wieder gucke ich in solche Texte hinein und hoffe, doch noch einmal etwas Neues zu lernen. Die kluge Personalerin, die dort zu Wort gebeten wird, ist super motiviert, präsentiert sich mit ihrem Bewerbungsfoto einer Millionenleserschaft anstatt sich mit einem richtig guten Imagefoto für künftige weitere Arbeitgeber zu profilieren. Sie kommt mit dem Spruch um die Ecke, dass man als Bewerber schon eine Antwort haben sollte auf die Frage, wo man sich denn beruflich und überhaupt in fünf bis zehn Jahren sehen würde?

Das ist für mich schon seit jeher die dümmste und altmodischste Frage, die in einem Bewerbungsgespräch mit einer klugen Entgegnung an die Wand geschmettert gehört. Der große Intelligenztest auf Basis des „in Zielen“ denken. Als hätten uns die letzten 20 Wirtschaftsjahre in diesem Land nicht genau gezeigt, dass Ziele nichts anderes sind als Schall und Rauch. Lächerliche Attitüden in den kleinen Hirnen große Worte spuckender Enthusiasten, die längst verstummt sind, weil sie frühzeitiger, als sie es je geahnt haben, längst vom Leben überholt wurden.

Und ich stelle mir vor, ich gehe heute in ein Unternehmen dieser IT-Welt vorzugsweise im Umfeld des Social-Media-Universums und mich fragt der junge Personler genau diese Frage. Eher aus Hilflosigkeit, weil er sie vor mir schon selbst x-mal sinnloser Weise gestellt bekam und weil er ständig lesen muss, man hätte diese heute immer noch zu stellen. Dann würde ich zurück fragen, was er denn glauben würde, wie diese Online-Welt in fünf bis zehn Jahren aussehen würde? Was er denn glaubt, ob es dieses Unternehmen in fünf bis zehn Jahre noch geben würde? Ob er sich ernsthaft vorstellen kann, ob es genau dieses Unternehmen wohl noch in zwei Jahren in dieser jetzigen Form geben wird? Oder ob es nicht viel eher sein wird, dass wir im Überblick der Dimension der zeitnahen Entwicklung dieser Branche und ihren Geschäftsmodellen, möglicherweise längst nicht mehr Herr alternativ Frau dieser Sache sein werden?! Ob es nicht eher unwahrscheinlich ist, dass niemand mehr in zwei Jahren wirklich noch mit Aufgaben das Geld verdienen wird, für die er einst ausgebildet wurde? Und ob er nicht längst eingesehen hat, dass die Dimension eines halben oder ganzen Jahrzehnts keinerlei echte Bedeutung mehr hat in der Planung in dieser sich sehr schnell drehenden Welt?

Und das meine ich alles mitnichten negativ oder will darin Endzeitstimmung gelesen haben. Es ist nur heute nichts mehr auf wirklich lange Bestandszeit auszurichten. Nicht nur in der Welt der Online-Geschehen, längst auch im Leben jeglicher offline agierenden geschäftlichen Existenzen. Daher wäre ich froh, jeder Personaler würde sich schleunigst diese Frage kneifen. Wenigstens einer sollte in einem solchen Gespräch sein Gesicht wahren!

Thoughtback

Thoughtback gefällt mir, ist so etwas wie ein Moleskine online …

2011-06-07

Pumphosen …

… und Babystrampler mit Gummizug für erwachsene Frauen. Ich finde, Ihr Männer habt es dieses Jahr wirklich nicht leicht mit der Frauenmode! Überhaupt nicht leicht!

Aufmerksam!









Sie quietscht dabei natürlich zwischendurch immer in mittelschwerer Panik, weil er üblicherweise abschließend immer in den Po beißt. Hier nicht, hier schreitet er nur höflich von dannen … (wir wundern uns heute noch!)

Frauen-Blog-WM

Blogprojekt hat anlässlich der Frauen-Fußball-WM (die ohne Kopftücher) zur Frauen-Blog-WM aufgerufen. Die Vorauswahl ist bereits abgeschlossen, täglich werden im K.O.-System Blogs gegenüber gestellt und über ihr Weiterkommen abgestimmt. Also nichts wirklich Sensationelles, außer: es gibt einige spannende Blogs zu entdecken!

Viel Spaß!

2011-06-06

Als ich vor zwei Jahren …



… in Südfrankreich war, steckte mir die Ex-Stiefmutter in spe eine Ableger von einem Oleander zu, von dem sie einige Exemplare auf dem Balkon hatte: weiß, gefüllt und duftend. Wunderschön! Leider überlebt der Ableger bei mir den Winter nicht, ich hatte wohl für ihn einmal zu wenig gegossen.

Seitdem laufe ich die durch die Läden und habe versucht ein ähnliches Exemplar zu finden. Was gar nicht einfach ist, denn überhaupt weißen Oleander hierzuland zu bekommen, ist eher die Ausnahme als die Regel. Da hat man oft nur sehr früh in der Saison Glück. Ich gab sogar dem weltbesten Freund der Welt den Auftrag mit, er möge mir neue Ableger aus dem französischen Urlaubsparadies mitbringen – aber das klappte erwartungsgemäß nicht. Ein Chrysler 300C Touring hat nun mal nicht so viel freien Platz für so ein Pflänzchen, ist klar! Auch fragte ich einmal einen Blumenverkäufer, der eine der seltenen weißen Oleander (für eine wahnsinnige Summe) im Angebot hatte, ob dieser gefüllt blühen würde und duften würde? Seine Antwort „Na klar duftet der!“, sein Blick hatte wohl mehr mit „Wovon redest Du eigentlich?!“ zu tun als mit einer ehrlichen Auskunft, denn die einfachen Oleander duften nun mal so gut wie gar nicht – und seiner wollte nur einfach blühen. Die gefüllten indes haben eine angenehme Jasmin-Note.

Nun, war ich dann vor einigen Wochen bei einem meiner Lieblingspflanzendealer und siehe da, sie hatten eine kleine Lieferung Oleander für 10,— Euro im Angebot. Überhaupt in weiß und verhältnismäßig klein im Wuchs. Aber ich schlug zu. Gab nämlich nur noch sechs Töpfe! Dann trollte ich mich weiter zum nächsten Blumenlade in der gleichen Gegend und sah dreifach so große Oleander im Angebot, ebenfalls für 10,— Euro. Habe ich mich geärgert, allerdings zurück zu laufen und den kleineren umzutauschen, das mochte ich dann auch nicht. So zog ich von dannen und kehrte zwei Tage später noch einmal zurück, um auch die größere Variante zu erstehen, denn irgendwie ließen mich die angenehmen Gedanken an zwei weiße Oleander auf dem Balkon nicht mehr los.

Beide bemühen sich redlich um eine fröhliche Integration auf Balkonien, der eine amüsiert sich mit dem Klee.



Der kleinere wanderte in eine von Tantchen geerbten blauen Terracotta-Schalen, zusammen mit Glockenblumen weiß und blau, Dreimasterblume und sie blühen beide dieser Tage um die Wette.



Der große in seiner Art wunderschön als nichtduftender einfacher Oleander.



Der kleine in seiner unverhofften Art als wunderschön duftender gefüllter Oleander – ein bisschen Frankreich, wie schön!

2011-06-05

Überall …

in der Stadt hängen jetzt die Plakate, die mehr oder weniger enthusiastisch die Deutschen einladen sollen, sich mehr sozial zu engagieren, ehrenamtlich oder im Bundesfreiwilligendienst aktiv zu sein. Dahinter klafft die Verzweiflung die riesige Lücke stopfen zu müssen, die eine unausgegorene Bundeswehrreform geschaffen hat, die wiederum auf ein blauäugiges Familienministerium gestoßen ist.

Und immer, wenn ich diese Plakate sehe, denke ich: wann? Wann sollen die Deutschen das eigentlich tun, neben den 3-4 Jobs, die sie im Monat tapfer versuchen in einen Zeitplan zu integrieren, der ihnen kaum noch eine Minute Freizeit übrig lässt und deren minimale Besoldung sie dabei nicht einmal ein Existenzminimum verdienen lassen will … wann?

2011-06-04

Tatsachen

Während ich mich mit dem Tod meiner Tante abfinde und der ritualen Kleinerwerdung meiner familiären Kontakte, ich an einer sommerlichen Angina rumfeile und in ihrer Verabschiedung am Donnerstag noch denke, „So! Jetzt aber wieder aufwärts und lasst mich den Sommer genießen!“, folgt prompt die nächste ganz ungeheuerliche Nachricht. Die der Freundin vom aggressiven Brustkrebsrezidiv mit Metastasierung in Lunge und Leber, der Knochenbefund liegt noch nicht vor. Die erneute Brust-OP schon gestern, die Chemo zur Lebensverlängerung, die Prognose ist denkbar schlecht.

„Das kann doch nicht so sein“, denke ich „die Einschläge müssen doch mal wieder aufhören!“ Und dann realisiere ich gleichzeitig in dieser einen Sekunde, die Einschläge werden jetzt nicht mehr aufhören. Ich bin mittlerweile in einem Alter in dem diese Einschläge passieren, zum Alltag gehören, eher mehr werden. Sie werden nicht mehr aufhören, bis sie einen schlussendlich selber treffen.

Man nennt das wohl: Leben.

Hinsichtlich meiner Freundin hatte ich nie, nie eine Sekunde auf dem Plan gehabt, sie hätte die Krankheit nicht besiegt. Ich habe für sie beschlossen, an ein Wunder zu glauben! Etwas anderes glauben, kann ich gerade nicht! Was ich denken soll, weiß ich eh nicht.

2011-06-03

Bei Isabel …

Isabel ist eine legendäre Eisdiele in Kreuzberg im Graefekiez. Da geht man im Sommer hin. Neuerdings machen sie, seit um die Ecke die neue schicke „nur“ Bio-Eisdiele aufgemacht hat, auch in Bio-Eis. Also fast alle Sorten doppelt, einmal Bio, einmal … Nicht-Bio. Ich habe heute Schokolade und Cookies Cream genommen, ohne Bio, was soll an echten Cookies schon Bio sein? Ich finde Bio bei Eis voll blöd. Irgendwann ist auch mal Schluss mit politisch korrekt. Irgendwie ist das wie Mayonnaise aber ohne Kalorien. Vor uns stehen zwei junge Herren und leisten sich ihre Kugeln. Einer davon fragt, ob man denn auch veganes Eis hätte? Chef de Eis rattert alle Fruchtsorten runter. Der junge Mann entscheidet sich für Heidelbeer. Heidelbeer gibt es als vegan aber nicht biologisch.

„Im Becher oder in der Waffel?“
„In der Waffel.“

Hat er sich also 1a für die nichtvegane Waffel entschieden. Aber macht ja nix, er wird damit nur die schon schlafenden Berliner Spatzen gefüttert haben. Bin ich sicher.

2011-06-01

Zu schön!

When people unsubscribe from my newsletter, they're asked to say why they're leaving. In a recent note, a dissatisfied customer wrote, "Because you are a crackhead who makes no sense. You sound like you write these horoscopes while you're stoned on mushrooms." For the record, I not only refrain from crack and magic mushrooms while crafting your oracles; I don't partake of any intoxicants at any other time, either -- not even beer or pot. I'm secretly a bit proud, however, that the irate ex-reader thinks my drug-free mind is so wild. In the coming week, Libra, I invite you to try an experiment inspired by this scenario: Without losing your mind, see if you can shed some of the habitual restrictions you allow to impinge on the free and creative play of your mind.

(Aus der Reihe: Libra Horoscope for week of June 2, 2011 und zieht Euch warm an!)

Das Gute an einem Blog OHNE Impressum ist …

… mir kann dieser Tage nicht ungefragt eine Probesendung „Nudeln im Kochbeutel“ zugestellt werden. Was ich eher charmant finde, ehrlich gesagt. Frau Küchenlatein lässt den Schrott jetzt für teuer Geld wieder abholen, was ich auch unglaublich charmant finde.

(Aus der Reihe: für blöd halten können wir uns selber besser!)

Protipp

vom Enomanen



Dürfte auch bei dem einen und anderen Unternehmen in Deutschland nach wie vor super funktionieren.

Kachelmann

Abschließend kann man nur das Gericht beglückwünschen, das es tatsächlich geschafft hat sich sogar noch im Urteilsspruch ungeahnt zu deklassieren.

Diskutiert man dieser Tage über Verlierer innerhalb dieses Prozesses, bin ich geneigt, nur einen zu benennen: die deutsche Justiz.

2011-05-31

Maru hat Geburtstag!

Die lustigste Katze Japans ist 3 (oder eher 4) geworden …

Sehr schön die Fan-Kommentare bei YouTube „I want to send Maru a gift for his birthday. How much would it cost to send an empty box to Japan?“ oder „59 people were mice in their last life“.

2011-05-29

Es sind diese Dinge …

Viel Zeit in den letzten Wochen damit verbracht, die Wohnung und den Garten vom Tantchen mit aufzulösen. Tantchen war ja die erste Frau vom Bruder meines Vaters und meine Oma väterlicherseits als auch der Onkel hatten beide Gärten in den Laubenkolonien am Spandauer Damm. Während Tantchen und mein Onkel ihre Laube zunehmend zu einem festbewohnbaren Haus machten, war der Vorläufer eines Minitatur-Plattenbaues meiner Großmutter herzlich einfach gehalten. Ich erinnere mich, dass ich mich als Kind fürchterlich sorgte, ganz bestimmt eines Tages im Plumpsklo im Schuppen auf Nimmerwiedersehen verschwinden zu müssen. Das waren die Geister, die mein Bruder mit fürchterlichen Geschichten mit in die Fantasie seiner kleinen Schwester rief. Vermutlich habe ich heute (als Frau) nur deswegen keine Spinnenphobie, weil mir das Plumpsklo in seiner Ekelhaftigkeit lange vor den Spinnwebern begegnet ist. Später wurde dann im Haus selbst eine moderne Toilette samt Spülung direkt in die Sickergrube installiert. Das war nachdem mein Opa verschieden war und niemand der Nachkriegsgenerationen noch Lust hatte, regelmäßig Gruben auszuheben und den Inhalt des Zinkeimers dort hinein zu entleeren. Die Toilette fand ihren Platz im Flur – im einzigen Zugang zum Haus direkt vor der Küche, was gelegentlich zu Streitgesprächen führte, wenn jemand kurz vor dem Essen ausführlichere duftende Geschäft zu erledigen hatte. Laubenpieper sind halt von der speziellen, kantig zu nennenden Sorte. Ich habe diese Zeit im Garten geliebt, es war für uns eine großartige Kindheit.

Omas Garten und Haus verschwand nach ihrem Tod, dort steht jetzt eine luxuriöse Holzhütte, fast schon Festhaus zu nennen. Alles ist perfekt angelegt. Vom Garten meiner Kindheit steht nicht einmal der Apfelbaum. Der mit den am besten schmeckenden Äpfeln, die es je gab, versteht sich! Tantchen verblieb auch nach der Scheidung von meinem Onkel im Garten lebend. Sie hatte immer nebenbei eine kleine Wohnung, musste sie, denn fest wohnen war offiziell in der Kolonie verboten – ausgenommen in den paar echten Festhäuser, die dort noch vor langer Zeit installiert worden sind. Also zahlte sie immer Miete für eine Behausung, die niemand brauchte und wir hatten nun die Freude zwei Hausstände auflösen zu dürfen, wobei der Garten – nach 40 Jahren Pachtbesitz – die größere Herausforderung bot. Ich trug schon zusammen, was ich glaubte, was die Freundin noch alles gebrauchen konnte. Als sie dann mitkam, um selber noch mal zu gucken, kam noch viel mehr zusammen. Alleine die halbe Küche gehört jetzt ihr (und das Tantchen hatte eine Tuppersammlung, mein lieber Herr Gesangsverein!) und sie freut sich (wie ich auch immer) über die ranzigsten Kleinigkeiten wie uralte Nussknacker. Wir werden noch lange zu tun haben, gewisse Gegenstände ihren Bestimmungen zuzuführen. Beim Honiglöffel konnte ich ihr helfen, bei vielen anderen Gegenständen versagt selbst mein Fachwissen.

Letzte Woche waren wir also in der nie bewohnten, dennoch voll möbilierten und ausgestatteten Wohnung, deren Räumung dringlicher war als die vom Garten, denn sie soll zum Ende des Monats übergeben werden. Dort hielt mir die Freundin meiner Tante zwei Vasen hin, deren Hässlichkeit nicht einmal von deren Scheußlichkeit überboten werden konnte und ich verzog natürlich das Gesicht und lehnte dankend ab. Während ich das Bad ausräumte, fiel mir dann aber ein, diese Vasen kannte ich! Sie gab es schon, als ich Kind war, immer im dunklen Buffet in der Wohnung vom Onkel und Tante stehend. Denn sie gehörten der Mutter meiner Tante, die von allen lieb gehabten Wesen in meiner Kindheit als erste verstorben war. Somit ruderte ich schleunigst zurück, warf noch einmal einen angekelten Blick auf das Porzellan, nahm es in die Hände und rollte beide liebevoll in Tantchens Handtücher (auch so eine Sammlung, mein lieber Herr Gesangsverein Vol. 2!) nun mit verliebten Blick, denn ich will sie von nun an herzlich gerne wertschätzen und mit etwas Übung vermutlich irgendwann sogar schön finden.



Wie geschrieben, mit etwas Übung … aber nun gehören sie zum Fundus.

2011-05-28

Brandbrief an die Bundesregierung

Jule Probst, Frau Augenschmaus, zieht einen professionellen Vergleich unserer Regierung in der Öffentlichkeit und der Kommunikation mit Menschen mit Behinderungen – wenigstens im Web – (Steinzeit) zur amerikanischen Regierung (motiviert). Sie wünscht sich von unserer Regierung Selbstverständlichkeitenim Bereich Barrierefreiheit, also Dinge, die laut UN-Behindertenkonvention gar nicht mehr angefragt werden sollten, sondern schlicht existieren sollten. Vor allem in einem technisch modernen Land wie diesem sind Behauptungen es sei technisch nicht möglich Videocasts nicht zu untertiteln, ich zitiere aus Jules sehr lesenswerten Blogbeitrag ein völliges Unding:

„Und dann haben wir hier in Deutschland Bundeskanzlerin Merkel mit einem eigenen Videopodcast - ohne Untertitel und Gebärdensprachdolmetscher, was ich natürlich sofort in einer E-Mail an die Regierung bemängelt habe. Die Antwort kam zurück, dass man leider nicht technisch in der Lage seie Untertitel oder einen Gebärdensprachdolmetscher zur Verfügung zu stellen, aber man werde die Textversion online stellen. Nett, nicht wahr? Barrierefreiheit heißt, Zugang zu haben - ich möchte also auch Merkels Gesicht vor mir haben mit Untertiteln, wenn sie etwas sagt und nicht einen öden Text dazu lesen.“

Was Ihr machen könnt? Schickt Frau Merkel eine Mail (deren Büro nie auf Mails reagiert übrigens, was ich hinsichtlich Öffentlichkeitsarbeit einer vom Volk gewählten Vertreterin an höchster Stelle reichlich unschicklich finde) mit dem Hinweis auf Jules Blogbeitrag und dem Hinweis, dass Ihr ihren Vorschlag als Behindertenbeauftragte für die Regierung zu arbeiten, unterstützen wollt. Retweetet den Brandbrief von @EinAugenschmaus auf Twitter. Ich sehe Jule Probst absolut in dieser Position, sie begegnet mir sein geraumer Zeit eloquent und engagiert für mehr Barrierefreiheit im deutschen Alltag!

Persische Minze



Neulich beim Pflanzendealer meines Vertrauens stand eine minimale Auswahl einer für mein Auge neuen Minze-Sorte: Persische Minze oder Mentha spicata var. crispa. Sie ist eine Verwandte der Nanaminze, der krausen Minze, trägt also dezentes Minipli, wächst aber nicht so hoch wie ihre Artverwandten, so 40-60 cm wird sie maximal erreichen in der Höhe. Ich sortierte, an dem einen Tag hatte ich kein Geld mehr in der Tasche, bei unserem ersten Anblick einen Topf galant in eine für andere Käuferaugen unsichtbare Ecke und schlug wenige Tage später zu – als alle anderen Töpfe schon abverkauft waren. Ich wollte die haben! Sie ist vom Aroma viel intensiver als die sonst hierzulande käuflich frisch zu erwerbende Minze aber auch viel bitterer im Abgang. Dieser Eindruck entstammt nur dem Geruchstest meiner Hände, noch habe ich sie nicht geschmeckt. Aber ich streiche sehr gerne mehrmals am Tag über ihre Blätter, die Intensität ihres Duftes ist betörend.



Und nun haltet Euch fest, ich habe einen kleinen grünen Goldesel eingekauft, denn Wikipedia lehrt mich gerade: „Nach einer arabischen Überlieferung soll die Krause Minze ihrem Besitzer zu sagenhaftem Reichtum verhelfen.“

Gepflanzt habe ich die Dame zusammen mit zwei Artischockenpflanzen im ehemaligen Rosentopf, die kommen ja auch aus dem Mittelmeerraum und Persien wird ihnen ebenso als Heimat zugesprochen. Beide wachsen herrlich um die Wette und ich finde, das Arrangement ist ausgesprochen hübsch anzusehen, wenn ich dann mit meiner Tasse Kaffee meine grüne Aussicht genieße dieser Tage.



Übrigens: es gibt ein Minzmuseum!

2011-05-26

Kleine Bitten meinerseits …

hätte ich dann schon an meine Freunde, sollten die sich einmal mit meinem Ableben beschäftigen (Familie wird's ja wohl eher nicht sein) müssen über kurz oder lang!

1. Ich schreibe kurzfristig auf, wie ich meine Beerdigung mir vorstelle. Unterlagen liegen dann in meiner orangefarbenen Zeugnismappe, also dort, wo meine wichtigsten Unterlagen enthalten sind, nämlich die Impfpässe meiner Katzen und meinereine und meine Fünfen in Mathe.
2. Da werde ich einige Lieder notieren, die ich mir – so es eine Feier geben sollte – wünschen würde, die gespielt werden sollen.

Bitte 1: Bitte nur die Originalmusik verwenden. Keine Cover. Und vor allem keine (!) billigen Instrumentalversionen.
Bitte 2: Bitte keinen professionellen Redner engagieren und die den Job machen lassen. Die können das nicht! Macht Ihr das. Irgendeiner aus meinen Reihen kann das bestimmt. Zur Not lest Ihr den von Euch verfassten Text abwechselnd. Das wäre schön! Bitte verkneift Euch dabei Besonnenheit, Betroffenheit, Tiefgründiges oder Trauriges. Haut bitte mit den Kalauern auf die Kacke, wie Ihr nur könnt und bringt meine Urne zum Platzen vor Lachen!
Bitte 3: Wirklich, ich hätte gerne Gelächter auf meiner Beerdigung. Rock'n Roll, doofe Witze und falls Ihr das aus welchen Gründen auch immer nicht hinbekommen solltet, dann gebt Euch vorher die Kante. Dann klappt das schon!
Bitte 4: Und kippt mir Prosecco auf die Urne – ich hab' mir das verdient!

Danke, Ihr seid echte Freunde!

Heute …

werden wir sie beerdigen. Vorher werde ich in ihren Garten fahren und für sie einen Strauß aus ihren Pfingstrosen schneiden, die blühen pünktlich für den traurigen Anlass.

(Aus der Reihe: seufz!)

2011-05-24

Der Katerfratz …

saß heute früh, als ich aufgestanden bin, mittig kauernd in der Küche, sah ganz schlimm aus, eingefallen und gab noch nie von ihm gehörte unglaublich mickrige kleine Laute von sich. Ich stand vor ihm voller Panik und dachte nur „Oh mein Gott, bitte nicht! BITTE NICHT!“

War dann aber doch nur eine noch nie von ihm präsentierte Show zur Erlangung des Inhaltes der Felix-Beutel mit Lachs und Kabeljau-Füllung.

2011-05-21

So …

ich weiß dann seit heute auch, wie sich ein Citroën Xantia fährt.

Erstaunlich spritzig.

2011-05-19

Der weltbeste …

… Chamäleonpudel.

Fragt nicht!



Ich habe doch auch keine Antwort!

Edit: wir haben das geklärt. Das Fenster oben und unten erklärt sich dadurch, dass da früher mal (unten) die Speisekammer der Küche war (in meiner ersten 1-Zimmerwohnung wurde die dann sogar zur Dusche umgebaut, ich duschte quasi in der Küche!) und oben eben das Fenster zur Toilette, das mit Haken über den üblichen Berliner Altbauvorbau geöffnet wurde. Hier ist nun das Bad verbreitert worden, die Küche schmaler, dafür aber als L ausgebaut mit Durchbruch und der komische Balken zum Fenster hin, scheint die Lüftung zum Bad zu sein … ich sach' Euch, es gibt in Berliner Altbauten nix, was es nicht gibt!

2011-05-17

„Du …

… ich habe den Führerschein gemacht, da musste man die Dinger mit Choke starten!“

„Hä? Mit was?“

(Aus der Reihe: das ist wie mit den Telefonen mit Wählscheibe, den A- und den B-Seiten.)

2011-05-14

Jan Delay



…auf den Punkt gebracht.

2011-05-08

Malte Welding schreibt …

in der Berliner Zeitung einen unglaublich guten Artikel zum Kachelmann-Prozess , den medialen und menschlichen Hintergründen:

Schaut man heute darauf, was die Frau will, wollte Alice Schwarzer bislang entscheiden können, was die Frau wollen soll. Schwarzer und ihre Klone im Emma-Forum schreiben so einfach den alten Sexualmythos fort: Frauen wollen Liebe und gute Gespräche, Männer wollen Sex und Gewalt.

Lesen!

2011-05-07

Apropos Bildungsgutschein…

Ihr wisst ja, die großzügige Leistung von Frau von der Leyen an Kinder bedürftiger Eltern, die angeblich von den saufenden, quarzenden, uninteressierten Eltern nicht abgeholt werden, weil denen ihre Kinder egal sind – wie ja der Herr Frank Steffel von der CDU so uneigennützig fremddiagnostiziert hatte, floppen bundesweit.

Politgirl ist eine hinsichtlich ihrer Kinder, auch aber nicht nur aufgrund ihres an Autismus erkrankten Sohnes, sehr engagierte Person, privat für ihre Kinder und politisch im Schulwesen aktiv und ihre Erfahrung mit dem Bildungsgutschein sieht völlig anders aus, als in den Medien kommuniziert wird.

Kurz: mindestens zwei (Berliner) Behörden sitzen die Leistungen einfach nur aus.

Edit: Politgirl hat mit dem zweiten Bescheid – dieser betrifft die Teilnahme an einer Klassenfahrt für ihren Sohn, Einzahlungsfrist bereits überschritten – nachgelegt.

2011

scheint mir mein persönliches Jahr der Sammlung an „Männer mit dem ultimativen Schuss“ sein zu wollen.

(Aus der Reihe: seufz!)

2011-05-04

Ich bin ja selten sprachlos.

Dachte ich bisher immer. Es hat zwei Tage gedauert, bis ich mich der von „(m)einer“ Bundeskanzlerin geäußerten Gratulation in Richtung USA anlässlich der Hinrichtung (!) von Osama bin Laden nähern konnte, so sprachlos war ich über die Äußerung eines Regierungsoberhauptes einer Demokratie. Meiner Demokratie.

Helmut Schmidt, unaufgeregt wie immer, Montagabend bei Beckmann, half mir mit seiner klaren Formulierung über den eigentlichen Tatbestand mit der klaren knappen Aussage, wie sie nur von ihm kommen konnte: „Das war ein Verstoß gegen die Menschrechtskonventionen!“ höflich ein kleines Stück über die Straße der Fassungslosigkeit, an deren nicht funktionierender Ampel ich völlig hilflos stand.

Denn genauso sehe ich das auch und daher gucke ich benommen auf die USA, die ohne Gerichtsverhandlung einfach denjenigen abknallen, wer immer gegen sie Interna hätte aussagen können in einem Prozess und auf eine Bundeskanzlerin, die den Präsidenten der USA zu seinem illegalen Handeln und seinen Wahlkampf begünstigende Aktion beglückwünscht.

Der Tweet von



brachte mir heute die Sprache wieder. Ich denke, „hirnlos“ trifft den Kern der Aussage sehr sehr gut. Entschuldigt bitte, dass ich nicht gleich selbst darauf gekommen bin.

Ich war einfach zu perplex.

2011-04-30

Zum Schreien komisch!

Der Artikel bei der Zeit zum Thema Management und Frauenquote. „Frauenquote bedroht Männerkarrieren“ Untertitel (Achtung, jetzt keinen Kaffee im Mund haben:) Unternehmen verordnen sich freiwillig eine Frauenquote, ehe es das Gesetz tut. Nun droht vielen hoch qualifizierten Männern eine Diskriminierung.

Ich gehe dann mal lachen, ach, nee Jungs, für Euch weinen …

(Aus der Reihe: so unverhofft komisch!)

2011-04-26

Farewell liebes Tantchen!



Schön, dass es Dich in meinem Leben gab!

2011-04-24

So ein schöner Ostersonntag!

Freunde sind mit nix, aber auch wirklich mit gar nichts aufzuwiegen. Was für ein schöner Tag, von lieben Facebook-Eintragungen bis zum perfekten Sonntag mit Freunden im RealLife, ein unverhofft wunderschöner Tag!

Danke Euch allen! Und allen anderen wundervolle weitere Ostern Euch allen!

(Aus der Reihe: und 3 – drei! – sichtbare Citroën Déessen involviert, davon eine als Cabriolet (!!!) und eine Déesse-Geschichte vom Patenonkel!)

2011-04-20

In der freien Marktwirtschaft …

… ist das so, man wirft ein Produkt auf den Markt und sieht im Vorfeld zu, dass es bei aller Irrelevanz den Käufer genehm anspricht. Wenn das nicht funktioniert, bessert man nach. Man überlegt, guckt sich dann doch einmal die tatsächlichen Bedürfnisse der Kunden an und erkennt, wenn's gut läuft, die hausgemachten Fehler im Produktionsprozess!

Bei der CDU ist das so, sie wirft ein Produkt namens Bildungspaket auf den Markt, das völlig am tatsächlichen Bedürfnis der bedürftigen Kinder vorbei produziert wurde – was auch nie strittig war. Und wenn der Absatzmarkt sich nicht als so groß herausstellt, wie geglaubt, dann kommt die CDU nicht auf die Idee, vielleicht doch nur eine sozialpolitische Pleite produziert zu haben, die übrigens niemand ernsthaft – die CDU ausgenommen – jemals als solche nicht hintergefragt hatte. Nein, Selbstkritik, das geht nicht im Hause der Bundeskanzlerin, man tritt lieber nach. Möglichst verbal arrogant und dumm, denn anders weiß man sich ja nicht zu helfen in der eigenen Inkompetenz. Und ein CDU-Mitglied namens Frank Steffel ist sich nicht einmal zu einfach dabei, um sich als Politiker als von der tatsächlichen Situation der Empfänger überhaupt keine Ahnung habend, aber offensichtlich ständig Unterschichtenfernsehen guckend, zu outen.

Sie, Herr Steffel, machen Ihre Partei wieder einmal mehr unwählbar!

Haben Sie schon mal drüber nachgedacht, dass die Menschen Ihr Bildungspaket nicht annehmen, weil diese Menschen es nicht ernst nehmen können? Weil es nämlich den Kindern nicht hilft? Es Stigmatisierung genau gar nicht auflöst?

Ach … denken… Herr Steffel, ich weiß …

2011-04-18

re:publica XI – Fazit oder: mein großes Montagsloch

Grundsätzlich bin ich auch für mehr Darkrooms, Callboys und Huren auf der re:publica. Selbstredend für lau. Mehr Kaffeeautomaten mit löslichem Kaffee für 0,50 Cent, die können das besser als der Filterkaffee in der Kalkscheune. Ach ja, Kaffee ist Schnee von gestern, weil Kalkscheune wird's ja nicht mehr. Denkfehler: warum müssen wir überhaupt für den Kaffee noch zahlen? Ansonsten hätte ich gerne mehr Dope in die Frühstücksbeutel, die nun auch endlich kommen sollten! Und überhaupt Simultanübersetzer müssen her für's Geld, am Besten nicht nur Englisch-Deutsch, Deutsch-Englisch, Sanskrittransferierung würde unseren internationalen nationalen Status auch mehr Pfiff geben. Latein! Seit dem Schockwellenreiter gehört auch Latein auf die re:publica – live gedolmetscht. Bei dreitägigen Medizinkongressen für 1.500,— Euro Besuchergeld sind doch auch fünfgängige Menüs zwei Mal am Tag möglich, wieso eigentlich nicht auch auf der re:publica? (Für ein dreitägiges EarlyBird-Ticket von 56,— €?)

(Vorangegangener Kontext bezieht sich auf eine wahnsinnige re:publica-Kritik eines, sich als nicht englisch sprechenden selbsternannten Twitter-SEO's, die man nicht verlinken muss und deren Verfasser trotz aller unbedachter Häme nicht genug Mut hat, kritische Kommentare frei zuschalten, die er angeblich als Beleidigung zensiert. Mein Kommentar wurde auch nicht veröffentlicht, der allenfalls nur ironisch war aber an keiner Stelle beleidigend. Die gleiche Type freut sich dümmlich auf Twitter über Linkverkehr. Tsja, Schwanz hat man halt in der Hose – oder eben auch nicht. Hirn auch. Oder auch nicht.)



Meine persönlichen Highlights der re:publica XI:

Die vielen Leute im Real Life endlich überhaupt oder endlich wieder zu treffen. Große Freude. Mal mehr oder mal weniger lang. Immer zu kurz. Ich habe von vielen Seiten gehört, dass Leute zur re:publica kommen und keine Panels besuchen, sich nur in den Gängen mit Freunden treffen. Das beschreibt das Event wohl am Besten.

Panels



Habe ich dieses Jahr selbst vergeigt, mich meist in die falschen gesetzt. Auch davon geprägt, dass ich wegen der Überfüllung die kleineren Workshopräume nach dem ersten Tag komplett aus der Planung gestrichen hatte. Aber das wird nächstes Jahr besser, wenn es räumlich größer wird, denn die spannendsten Panels finden einfach dort statt. Dort passiert noch die Websubkultur! Tendenziell fand ich die Panels deutlich weniger lustig als in früheren Jahren. Ich weiß auch, woran es liegt. Aber die Diskussion zu führen, bringt wenig Punkte mit den 30 Prozent. Highlights waren für mich, klar, JoJo alias Johannes Kretzschmarr, alias beettlebum. Bin lange Fan von ihm, seinem Blog, seinem Humor. Menschlich hat er völlig überzeugt, inhaltlich auch. Beste Powerpoint-Präsentation ever! I heart you!



Sascha Lobo mit dem zweiten Teil seiner hoffentlich werdenden Troll-Triologie, die ich mir irgendwann im ZDF im Abendprogramm verfilmt wünsche. Untertitelt! Bevor er aber trollsachlich wurde, hat er der lieben Internetgemeinde, der lieben insbesondere auf ihn kritisch reagierenden Internetgemeinde, sehr eloquent die Hosen strammgezogen. Mehr als anbieten, die Programmierung des Firefox-deleate-den-Lobo-PlugIn zu finanzieren, kann er nicht. Haben seine Kritiker, die mit Sicherzeit zu Hauf im vollen Friedrichstadtpalast saßen, nicht verstanden. Ich war die Einzige, die geklatscht hatte. Es tut mir leid, ich will Sascha Lobo nicht scheiße finden – ich lerne jedes Mal von dem Mann, wenn ich ihn sehe. Und ja, er wird auch jedes Mal besser. Und seine Standpunkte zur ewig um sich selbst kreisenden kleinen Internet-Galaxie waren völlig zur Recht formuliert! (Wird im Nachgang erstaunlich wenig darüber gebloggt, mochten sie wolle alle nicht so, die Realität in Worte gegossen.) Freue mich auf sein Troll-Buch! Das kann gar nicht nicht kommen …

Den Vortrag von Tim Pritlove, Podcasts und Radio als Werkzeug für Öffentlichkeitsarbeit, fand ich sehr inspirierend. Ich habe hier seit ein paar Monaten (schäme mich sehr) eine supergrandiose AKG USB-Microphone-Spende hier liegen. Da kommt noch was.

Irgendwie sehr schräg (aus meines hohen Alters Sicht) und dennoch sympathisch der Vortrag vom Diaspora-Gründer Maxwell Salzberg. Der hat nicht diesen üblichen „wie geil bin ich, wie geil ist mein Produkt, hatte ich erwähnt wie geil ich bin?!“-Vortrag gehalten, sondern er dozierte ein wenig über Lebenserfahrung und „How to do it“. Das hatte ein bisschen was von Lebenshilfe. Unerwartet von so einem jungen Kerl. Aber charmant.

Highlight natürlich Blogger_innen im Gespräch, mit u.a. Julia Probst. Wenn man aus einem Panel geht und hat was gelernt und noch ein bisschen lachen dürfen, dann ist alles gut. Fremdschämen nach wie vor für die nerdcore-Geschichte. Wird auch nicht besser, wenn man René Walter dazu reden hört. Katrin Rönicke hatte zu wenig Zeit, Gutjahr war etwas zu glatt – aber alles in allem sind das meine liebsten Panels auf der re:publica, einfach nur mal Blogger reden hören. Guter Jahresrückblick, danke!



Mein Eindruck der Twitterlesung vom letzten Jahr war, dass ein Haufen im Lesen unbegabter sicherlich großartige Blogger/Twitterer Tweets vorlesen mit dem fast schon peinlichen Bemühen, keine Pointen setzen zu wollen. Da die aber eh alle nur denselben Twitterern folgen, wurden nur Tweets von immer denselben Twitterern vorgelesen, denen man ja selber sowieso folgt, weil wir ihnen alle folgen, man die Tweets also kennt und von den bekannten Twitterern dann auch 50 Prozent auf der Bühne standen, um ihre eigenen Tweets vorzulesen, fand ich das wenig ergiebig. Kurz: Twitterlesungen muss ich nicht haben. Tweets sind was für's Netz.



Bin dann dieses Jahr zur Royalen Revue II vom GT-Team gegangen und das war auch gut so. Da gab es Freibier, das ich eh nicht trinke, lustige Masken, liebevoll gepackte Bingotüten … und eben Bingo.





Wir hörten „White Christmas“ von Till Brönner, Abba und lustige Karnevalslieder. Es war alles völlig sinnlos, meschugge und sehr schön lustig! Danke an Nilzenburger und Hermsfarm für den Quatsch!



Natürlich (m)ein must have das Rentner-Blogger-Panel am Freitag „10 Jahre Blogs in Deutschland“ mit Don Dahlmann, Anke Gröner, Schockwellenreiter und ix. Unterhaltsam, und ja, mein Leben hat das Bloggen auch deutlich verändert und sehr viel schöner gemacht. Wünsche mir nur mal, den Don nicht immer als Moderator bei so etwas zu erleben, sondern auch als Befragter.

Ich war in diversen anderen Panels, die keine besondere Erwähnung finden müssen. Teilweise weil inhaltlich banal, teilweise weil sehr ärgerlich präsentiert. Wer kein Bock auf die Präsentation seines Panels hat, sollte es nicht halten. Aber wie gesagt, meine eigene Schuld, weil meine Wahl! Alles schön gemacht, noch schöner, noch viel bunter und besser, hatte mal wieder die großartige Abschlussveranstaltung von Johnny Haeusler. Ich finde doch, wir sollten nächstes Jahr noch mal singen und endlich den Longplayer einspielen! Und warum zum Henker gibt dem nicht mal endlich einer 'ne TV-Show?

Und zum Schluss: ich erlebe seit der re:publica 2008 das Vordringen und immer stärker aktive Partizipieren von Frauen und Feministinnen auf der re:publica. Das sehe ich mit sehr großem Wohlwollen. Ich sehe nicht mehr mit Wohlwollen, warum grundsätzlich am Ende der re:publica es um die Feministinnen immer eine – aus meiner Sicht – selbstinszenierte riesige Nachwelle geben muss. Leider bleibt aus meiner Sicht mehr Ärger als Freude. Ich habe für mich die Entscheidung geschlossen, als Frau, wohl auch als feministisch denkende Frau, auf der nächsten re:publica diese Panels auszulassen. Ich mag nicht mehr! Und das hat nichts damit zu tun, dass Feminismus auf der re:publica nicht erwünscht ist. Das hat gewaltig damit zu tun, wie Feminismus auf der re:publica präsentiert wird. Soweit ich weiß, sollen die Panels am Freitag alle sehr gut gewesen sein. Aber zu dem Zeitpunkt war bei mir bereits Schluss mit lustig.

Danke!

Nu wirklich schlussendlich aber ein herzliches Dankeschön an alle, die die dicke Webgöre re:publica XI geschultert haben, organisiert haben, dort vor Ort immer freundlich und umsichtig gearbeitet haben, mitgemacht haben, da waren. Ihr seid toll! Alle! Nur der Kaffee nicht!

Besser ist das Desaster Bildungspaket

kaum beschrieben worden, wie heute in dem Artikel von Wolfgang Lieb auf den NachDenkSeiten „Was zu erwarten war: Das Bürokratiemonster Bildungspaket floppt.“ Alleine, wenn man überlegt, wie wenig Geld im Grunde für die Kinder bereit gestellt wird, wie viel der Verwaltungsaufwand davon schluckt … es ist erbärmlich!

Edit: Der Gastbeitrag „Hartz IV – War da nicht mal was?“ von Dieter Carstensen zum gleichen Thema beim Spiegelverfechter ist ebenso empfehlens- wie lesenswert!

Logische Frage …



(Und meiner Meinung nach, der Kernpunkt, warum dieses Land in die Binsen geht.)

Neues Zuhause für drei reizende Maine Coons gesucht!

Frau Ninedragons muss aufgrund einer Katzenhaarallergie ihre drei sehr bezaubernden Maine Coon-Katzen abgeben. Wer echtes Interesse hat, hier gibt es Fotos und weitere Infos zu jeder einzelnen von ihnen.

2011-04-17

Liebe Männer!

Falls Ihr die nächsten Tage Klamotten einkaufen geht oder dazu von Euren Liebsten gezwungen werdet, denkt bitte daran: das Land braucht viel mehr schöne Männerkörper in quergestreiften Matrosenshirts.

Ehrlich! Wirklich! Ganz bestimmt!

(Aus der Reihe: ich kann auch ganz uneigennützig bloggen.)

Edit: Der Herr Exit hat sehr uneigennützig diesen hübschen Matrosen-Link geschickt!

2011-04-16

Julia Probst

die Bloggerin von Mein Augenschmaus auf der re:publica endlich persönlich zu treffen, war eine meiner größten Freuden. Ich erlebe sie seit einiger Zeit online und ich genieße sehr ihre Art, ihr Engagement und all das Fachwissen, was sie mir über Gehörlose und viele Aspekte, die in dieser Gesellschaft für Menschen mit Behinderungen – im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern – sehr schief laufen, vermittelt! Ihre Vorfreude auf twitter mit zu erleben, in diesem Jahr auf einem Panel im Friedrichstadtpalast sprechen zu dürfen, hat mir viel Freude gemacht. Auch, weil sie mich damit wieder daran erinnert hat, wie sehr besonders die re:publica für uns Teilnehmer ist, denn sie ist in der Hauptsache eine menschliche Veranstaltung. Ich könnte noch sehr viel mehr dazu schreiben, aber da die Christiane Link auf ihrem Blog Behindertenparkplatz das schon sehr ausführlich und in meiner Wahrnehmung Julias Auftritt wie mit meinen Augen gesehen geschildert getan hat, lest doch jetzt bitte bei ihr weiter … Julia hat auf alle Fälle in den letzten drei Tagen ein paar Berge versetzt in den Köpfen ihrer Zuhörer und Mitleser!

Ich freue mich auch sehr, dass Christiane im Vergleich zu den Vorjahren über eine offensichtliche Verbesserung im Umgang mit Menschen mit Handicaps auf der re:publica berichten kann. Das sollte anderen Mut machen beim nächsten Mal dabei zu sein!

Die umfassendste Blogberichterstattung …

und Linksammlung zur re:publica XI findet Ihr bei Frau Elise in ihrem Blog offensichtlich!

2011-04-15

Leave me alone grrls!

Gestern auf der re:publica 11 typischer Feministenhabitus. Ich gönne mir das Panel „How Feminist Digital Activism Is Like The Clitoris“ von Jaclyn Friedman gehalten. Die amerikanischen Feministinnen haben ja, im Gegensatz zu ihren deutschen Kolleginnen, kapiert wie man die Themen des Feminismus allgeschlechtlich interessant aufbereitet: mit Sex. Amerikanische Feministinnen haben auch im Gegensatz zu den meisten deutschen Feministinnen überhaupt kein Problem damit, sich als das zu präsentieren, was sie sind: powervolle, attraktive Frauen, die sich und ihren Körper mögen. So ist man in den Panels der US-Speakerinnen bei der re:publica immer auf der sicheren Seite. Die Panels sind sehr unterhaltsam, vor allem weil nicht nur vom Opferstatus gesprochen wird, sondern wie was man tut, damit die Welt aus feministischer Sicht schöner wird und als Mann hat man Spaß, wie auch als Frau, kann man sich an Rundungen und HighHeels der sprechenden Protagonistinnen erfreuen. Das Auge isst mit.

Das Panel war informativ; Jaclyn kann ihre Standpunkte enthusiastisch und klug verkaufen, ohne viel Betroffenheit abzufordern. Das Panell war aus meiner Sicht bei weitem keine Nulllösung, wie die im Vergleich von einigen anderen Frauen zum gleichen Thema von ihren deutschen Kolleginnen gehalten, die mich ehrlich geärgert haben, weil sie ihr Geld nicht wert waren. Langsam muss man nämlich sich auch als Speaker vor Augen halten, dass die re:publica professioneller wird und Firmenkunden für schlechte Panels ihre Ticketgeldausgabe auch hinterfragen. Die Redner haben mittlerweile eine Verantwortung, ist so! Kurz, meiner Meinung nach stimmt das Thema sicherlich, aber es wird von den Aktivistinnen denkbar schlecht verkauft.

Was sich im Panel zeigte, jedoch kein echtes Problem war, die Audienz hatte nicht den gleichen Humor wie Jaclyn. Das war nicht besonders schwer, weil sie einfach Dinge lustig fand, die nicht besonders lustig waren. Sie hat halt mehr diesen Jungmädchenhumor, den US-Amerikannerinnen gerne haben. Darüber lachen vielleicht amerikanische Feministinnen, vielleicht auch ein paar deutsche. Und ich – ich kann ja nicht für andere sprechen – empfand ihre Witze als bemüht. Ihr fiel natürlich auch auf, dass keiner mit ihr lachen wollte. Gleichfalls irritierte sie, wenn man dann an anderer Stelle lachte, vereinzelt, im Publikum. Das einzige Problem im Panel war: sie macht das ein bisschen zu oft zum Thema. Wäre nicht nötig gewesen, aber geschenkt.

Meine persönliche Krönung war, als dann später bei den Q&A's die erste Fragestellerin aus der bekannten Blogger-Feministinnen-Reihe aufstand und sich erdreistete, sich für unseren „europäischen“ Humor allen Ernstes bei der Frau zu entschuldigen. WTF? Hör mal, Mädel, mein Humor ist okay, der ist unantastbar. Und niemand, niemand entschuldigt sich fremd für meinen exquisiten Humor. Was sollte das denn?

Solange Ihr nicht aufhört Euren Feminismus über Opferdasein zu definieren und Ihr in der Folge auch noch als Opfer glaubt, Euch für irgendwas entschuldigen zu müssen: please leave me alone mit Eurem Geheule! Wenn Ihr für Anliegen für Frauen kämpfen wollt, übernehmt Ihr eine Verantwortung. Und ich muss es in aller Härte sagen: die Allermeisten von Euch werden dieser Verantwortung gar nicht oder nur sehr schlecht gerecht! Das ist mein bisheriges Fazit der re:publica 11. Verkauft Euch endlich als starke Frauen mit einer Message und mit Fachkompetenz. Nicht als Heulsusen. Und entschuldigt Euch nicht, wenn es rein gar nichts zu entschuldigen gibt! Vor allem nicht für Euch völlig fremde Menschen! Das nenne ich allenfalls übergriffig!

Johnny Haeusler stellt auf der re:publica 11 …

einen Kasten Bier für alle auf die Bühne der Kalkscheune:







6 Sekunden!

Der kleinen creezy

ist heute übrigens die kleine Fußballwelt zusammen gekracht. *padauz*

(Aus der Reihe: Mensch Stani!)

2011-04-14

re:publica 2011

Der erste Tag gestern war sehr verhalten, inhaltlich. Gelegentlich habe ich mich über die inhaltliche Qualität oder Vortragsmentalität dann doch sehr geärgert! Die re:publica 2011 ist voll – sehr voll. Die vielen Gesichter wieder zu sehen, nach einem Jahr Abstinenz, ist wunderschön! Und selbst, wenn das Netz auf der re:publica mal wirklich laufen würde: im Grund müsste man dann erst Recht den Stecker ziehen. Ohne „Netz geht nicht! ist das nur die halbe …blica.

2011-04-13

Spenden für Kesennuma

Shoko Kono kennen meine Blogleser schon als meine Kochlehrerin für die japanische Küche und ich kenne sie als sehr reizenden Menschen. Sie hat zusammen mit dem SlowFood Convinium Berlin eine Spendenaktion für Japan organisiert. Shoko wird selber dafür sorgen, dass das Geld in Japan dort ankommt, wo es benötigt wird!

Im Rahmen der Aktion wird heute um 19:00 Uhr auf dem Berliner Hauptbahnhof in der Austernbar ein Flying Buffett serviert – von Shoko Kono zubereitet! Wer nicht kommen kann, genießen kann, kann Shokos Aktion gerne mit einer Spende unterstützen, weitere Informationen und Kontodaten findet Ihr auf der Homepage: Spenden für Kesennuma.

2011-04-09

Mauerbewegung



Nicht immer bin ich mir sicher, ob die Auseinandersetzung mit den Denkmälern dieser besondere Stadtgeschichte zu meinem persönlichen Erlebnissen passt.

2011-04-08

Auf den Punkt!

„Auf zwei Leute, die sich Ideen ausdenken, kommen gefühlt zweihundert, die dafür zuständig sind, sie zu verhindern.“

So beschreibt Niggemeier unter anderem seine berufliche Erfahrung beim diesjährigen Echo. Ich finde den Satz bemerkenswert, weil er für mich genau das Gefühl wieder spiegelt, mit dem ich die Entwicklung von Deutschland auf den allerhöchsten Ebenen derzeit beschreiben wollte. Es wird an den richtigen Stellen nicht mehr überlegt, mit welchen Ideen man dieses Land voran bringen kann – vielleicht auch getrieben von einer Verantwortung für das Volk – es wird nur noch der-/diejenige mit den sehr guten Ideen negiert, um ihn/sie zu boykottieren, weil positive Weiterentwicklung nicht mehr gewünscht ist. Das ist für mich die Welt der BWLer und Controller, der schlechten Juristen, der keine Ahnung von ihren Ressorts habenden Politikern. Die Welt dieser boykottierenden überbezahlten menschlichen Nulllösungen.

Die Viecher …

sind allgegenwärtig. Langsam bis sehr sicher glaube ich nicht mehr, dass Katzen harmlose Wesen sind.



(Aus der Reihe: Weltherrschaft und so …)

2011-04-06

Der lustige Mann

hier im Internet-Café hat einen Zettel am Eingang hängen. "Ich muss nur mal gaaaaaanz kurz ins Internet kostet auch 50 Cent". Habe ich natürlich heute sofort korrekt das "gaaaaaanz" betont, meinte er nur trocken, "dass ich an Ihnen nix verdiene, war mir sofort klar!" Na gut, langsam mag ich das Leben gut leiden, ohne an der ewigen Web-Dose zu hängen. Überlege schon die re:publica ohne mich stattfinden zu lassen und als Öko-Bäuerin anzuheuern. Oder so.

Hach, ich hab's nicht leicht! Und Ihr so?

2011-04-05

Das Internet-Router-Dingens

ist kaputt und die Post hat noch keinen Neuen gebracht. Also lerne ich Internet-Cafés kennen, lerne wie Orthopypografie auf PCs wirklich geht (geht!), finde Windows doof, und der gewonnene Zeitgewinn von "kein Internet zu Hause" hat mich sogar die Fenster putzen lassen. So früh im Jahr war ich noch nie damit durch …

Guckt Euch bitte unbedingt "Der Name der Leute" an, so ein kleiner, liebevoller, lustiger, smarter Film! War ein großes Geschenk gestern für meine kleine Filmseele. Und so schön französisch!

Bis die Tage, ich komme wieder, keine Frage!

2011-04-01

Im Bauhaus

Der kleine schwarze Fernseher quäkt:

„Nein, dieser Tischfeuerlöscher ist nicht nur funktionsstark.
Dieser Tischfeuerlöscher ist auch formschön.
So ist Ihr Tischfeuerlöscher ein attraktiver Partner während Ihres Grillabends!“

2011-03-31

Michael Stipe

„Er trinkt einen Schluck Wasser – das ist seine erste Gefühlsregung.“

Sehr schönes Interview der Zeit: „99 Fragen an Michael Stipe“, Sänger von REM über Berlin, Mode und Kunst.

2011-03-30

Piratenpartei bietet Journalisten Unterstützung an

Habt Ihr ja sicherlich mitbekommen, der Ärger der Hauptstadtjournalisten, darüber dass sich Informationswege neuzeitlich bewegen bis ändern. Die Piratenpartei ist aber nicht so, sie haute heute folgende Pressemeldung (nicht nur via Twitter) raus: Die Piratenpartei Deutschland wird in Kürze interessierten Journalisten Einführungsveranstaltungen für den Kurznachrichtendienst Twitter anbieten, damit dieser möglichst effizient für die Arbeit genutzt werden kann.

Das finde ich gut so, denn Twitter ist wahrlich kein leichtes Medium.

2011-03-28

Hach!

Heute vier Stunden Gassi gewesen. Es ist so formidabel drei Katzen zu haben und um die Ecke zwei Hunde wohnen zu haben, auf die man immer zurückgreifen kann.

(Aus der Reihe: kann ich supergut leiden!)

Merde alors!

2011-03-27

Demo-Impressionen Berlin, 26.03.2011

























(Alle Bilder Canon ix 90)

2011-03-25

Echo 2011

Man hätte gestern bei der Echo-Verleihung die Namen der 21 Opfer vorlesen können, die bei der Loveparade in Duisburg letztes Jahr gestorben waren, nur weil sie Musik leben wollten. Man hätte auch über das Tragen von Verantwortung sprechen können. Die drei Namen derer, die prestige- und geldgeil genug waren, diese jungen Menschen in den Tod zu schicken, aber bis heute nicht so viel Hintern in der Hose hatten, um eine Verantwortung eigenständig zu übernehmen, hätte man dort ebenfalls nennen können.

Sozialkritik ist wohl nicht mehr. Im Musikbusiness.

(Ja, den lächerlich kurzen Einspieler mittenmang der üblichen Farewell-Besprechungen habe ich mitbekommen. Nur: meine Priorität sortiert Duisburg deutlich vor das Ableben eines sehr hochbetagten Musikers, so sehr ich Peter Alexander auch schätzte.)

Verreisen!

Okay, mich kriegt man mit Reiseberichten. Immer. Mich kann man auch zu Urlaubfotoangucksessions einladen. Immer. Egal wie lang. Ich mag das. Das ist für mich, wie auch verreisen. Stehe ich drauf! Daher empfehle ich:

Don Dahlmann war eine Woche in Shanghai und hat Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4, Tag 5, Tag 6, Tag 7 beschrieben.

Der Grillmaster2000 war die letzten Tage in San Francisco auf dem 40. ICANN-Meeting: Japaner im Fahrstuhl, Wendy-die-häwit, .xxx, I'm already sweet!,

Heute ist equal pay day!

Ich habe mich aus der Frauenquote-Diskussion weitestgehend raus gehalten, weil ich finde, Jobs sollten nach Qualifikation besetzt werden und danach, ob ein Bewerber ins Unternehmen passt. In Branchen, in denen Frauen längst nicht interessiert daran sind, dort zu arbeiten, erschließt sich mir nicht die Logik. Warum sollte ein Unternehmen bei männlichem Überhangmandat aus Quotengründen auf Frauen setzen, die sich möglicherweise gar nicht bewerben? Ich möchte es keiner Frau zumuten, in irgendeinem Unternehmen bloß die „Quotenfrau“ zu sein. Der Punkt ist der: wo Frauen nicht erwünscht sind, sind sie nicht erwünscht. Und es gibt Wichtigeres im Leben einer Frau, als hier die Dressurqueen für altmodisch denkende Vorstände zu geben, die es nicht kapieren wollen. Da vertraue ich auf den Generationswechsel. In meinem Umfeld erlebe ich die meisten Arbeitgeber diesbezüglich als offen und völlig emanzipiert: ist eine Frau die beste Kandidatin, wird die Stelle mit ihr besetzt. Und gut ist.

Viel wichtiger fände ich es, Unternehmen auf die Finger zu hauen in denen der größere Teil der Angestellten, die für das Unternehmen mit Minijobs abgespeist werden, Frauen sind. Frauenarmut, vor allem Frauenarmut bei arbeitenden Frauen, ist mir heute in diesem Land ein immer noch viel zu leise diskutiertes Thema.

Das Thema ist generell so komplex, darüber ließen sich Bücher schreiben. Aber in der Kürze schließt sich der Kreis zum heutigen equal pay day, der darauf aufmerksam macht, dass Frauen heute noch im Durchschnitt für die gleiche Arbeit und Funktion in einem Unternehmen 23 % weniger Gehalt erhält, als ihre männlichen Kollegen. Aus diesem Grund wäre ich sofort für das schwedische Modell: Transparenz – auch bei den Einnahmen.

2011-03-24

Unser Bundespräsident Wulff hat …

… glaube ich, einen prima Hang zur Ironie. Oder ich verwechsle da was, und die blinden Fußballspieler Deutschlands sind das schwarzhumorigste Volk direkt noch vor Max Goldt.

Erst streicht er als Ministerpräsident in Niedersachsen 2005 den Blinden das Blindengeld. Ersatzlos.
2011 übernimmt er die Schirmherrschaft für Blindenfußball.

Hab‘ ‘nen prima Plan fürs Wochenende!

Lotto spielen.
Im Lotto gewinnen.
Haus kaufen.

Schenkelklopfer

Unendliche Weiten. Wir schreiben den 24. März 2011. Deutsche Politiker erklären mehrfach im Deutschen Bundestag, Atomkraft sei sicher.

Weiß zufällig einer was von Marihuana-Kolonien auf dem Dach vom Kanzleramt?

2011-03-23

In keinem Nachruf einer deutschen Zeitung

zum Tode von Elizabeth Taylor konnte ich bisher lesen, dass sie seit 2000 immerhin Dame (Commander) Elizabeth Taylor war. Und als gebürtige Engländerin führte sie den Titel auch. Vor ihrem Namen, wie sich das gehört.

Was soll ich eigentlich aus dieser Rechtsprechung lernen?

Dass ein Vergewaltigungsopfer künftig besser die Täter selber direkt richtet?

(Aus der Reihe: ist mir übel!)

Geschenke!

Das HTML 5-Handbuch von Stefan Münz steht nunmehr online zum Lesen zur allgemeinen Verfügung.