2009-06-23

Fotos von Netzsperrendemo in Berlin am 20.06.2009

Wie immer gilt, bei Klick auf das Foto wird's größer. Sollte sich jemand auf den Fotos entdecken und nicht erkannt werden wollen, kurze Mail an mich bitte.
































(Die Fotos, man verzeihe mir die Anmerkung in diesem politischen Zusammenhang – aber ich will testen – sind mit der Pentax K7 gemacht und zwar in den Einstellungen, wie noch nicht Spiegelreflexkamera erfahrene Fotografen direkt nach dem Kauf mit ihr fotografieren würden: auf P, Antishake an. Ich habe gelegentlich die Belichtungskorrektur verwendet. Objektive: das DA* 2.8 16-50 und das Tamron 3.5-4.6 28-300 DI, das an der K7 – zumindest bei gutem Wetter – doch einen erstaunlichen Geschwindigkeitsschub erfährt.)

2009-06-22

Glaube ich nicht …

Apple-Chef hatte Leber-Transplantation

Kann nicht sein. Es gibt gar keine Leber mit schwarzem Rollkragenpulli!

Die SPD …

in Hessen pressemitteilt am 20.06.2009 „Mehr Sozialdemokratie wagen“ – Für Freiheit im Internet:

Freiheit im Internet – Neustart im Kampf gegen Kinderpornografie
Für ein „offenes Web“ und gegen Internetzensur sprachen sich die Delegierten aus. Intensiv diskutiert wurden die verschiedenen Wege zum Ziel, Kindesmissbrauch und Kinderpornografie zu bekämpfen. Beschlossen wurde ein Antrag, der eine Rücknahme des gerade beschlossenen Gesetzes zur Bekämpfung der Kinderpornografie fordert. „Netzsperren sind ineffektiv und höchstwahrscheinlich grundgesetzwidrig“, heißt es im Antrag. Die "digitale Generation" sehe in ihnen "einen Verrat an allen Werten, die die SPD ausmachen: Demokratie, Fortschritt, Teilhabe". Der SPD Bezirk Hessen-Süd beschloss, eine Arbeitsgruppe mit Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, Thorsten Schäfer-Gümbel und Nancy Faeser einzurichten.


WTF?

Kann bitte mal einer diese Partei aus dem von mir erlebten Regierungsalltag entfernen? Ganz schnell. Und bitte nicht auf die blöde Idee kommen, die Lücke durch die FDP zu schließen?! Einfach mal einen weißen Fleck da lassen – so zum Genießen der wortlosen Leere.

Mit deren hoher Intelligenz müsste ich eh erst wieder lernen umzugehen nach den vergangenen SPD-Jahren.

Liebes Tagebuch,

heute ist der 22.06.2009 und ich habe heute zum allerersten Mal in meinem Leben – und bedenke bitte, ich bin so alt, dass ich mit der Entstehung der Punkbewegung groß geworden bin – ein Punkpärchen gesehen, das sich offen und männlich bestimmt zu seiner Liebe bekannte. Sie haben sich in der S-Bahn tief in die Augen gesehen und hin- und wieder geküsst, dazu haben sie laut Musik gehört und an Bierflaschen genuckelt. Der eine Punk erklärte dem anderen Punk, dass er sich so gerne eine Katzen wünschen würde zum Geburtstag, weil er doch so gerne eine schwarzweiße am liebsten aber eine ganz schwarze hätte. Dann guckten sie sich wieder tief in die Augen und der eine Punk musste dem anderen Punk versprechen, dass der andere Punk die Katze zum Geburtstag haben dürfe.

Das war irgendwie schön. Weniger wegen der Katze als wegen dieser offen gelebten Liebe. Und irgendwie war das ein schöner Abschluss von einem Tag, der auch so schon sehr schön war, obwohl das Anfangs so aussah, als würde das ein ganz zäher und anstrengender Arbeitstag werden – aber es war ein sehr guter, konspirativer Arbeitstag mit einem netten Abschluss und gemeinsamen Abendessen in einer Runde von netten Leuten mit denen man sehr gerne zusammenarbeitet und sich auf eine berufliche Zukunft mit ihnen freuen kann.

Ja, so war mein Tag, liebes Tagebuch. Gute Nacht!

Nicht ganz, morgen muss ich endlich meine Visitenkarten in Auftrag geben, damit ich solchen Leute meine Karte in die Hand drücken kann, weil ich sie fotografieren will. Berlin ist voll mit solchen schönen Menschen!

JA! Mal wieder war das Bundesverfassungsgericht nicht …

einer Meinung mit der Willkür der Regierenden. Dieses Mal traf es die Weigerung der Amtsgerichte, ALG II-Empfängern die staatliche Beratungshilfe zu versagen.

Aus dem Newsletter des Erwerblosenforums.org:

Die staatliche Beratungshilfe darf von den Amtsgerichten bei Hartz IV nicht verweigert werden. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe hervor. Danach ist die Verweigerung eines Beratungsscheins für Anwälte – auch bei Widersprüchen – verfassungswidrig.

Der Politik von Bund und Ländern ist ein deutlicher Riegel vorgeschoben worden, indem durch Verweigerung der Beratungshilfe einerseits und die flächendeckende Nichtgewährung von finanziellen Mitteln der unabhängigen Beratungsstellen andererseits, die Einlegung von Rechtsmitteln defacto verhindert werden sollte. Noch im vergangenen Jahr hatte der arbeits- und sozialpolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion NRW, Norbert Post gesagt, dass es nicht die Aufgabe eines Bundeslandes sein kann, Arbeitslosenzentren zu fördern, die Bescheiden der staatlichen Argen widersprechen.. Jetzt müssen die Länder eben die wesentlich teureren Beratungen bei Rechtsanwälten tragen.


Der gesamte Beschluss des Bundesverfassungsgerichts 1 BvR 1517/08 wurde im Forum gepostet.

Fröhliche Tipps am Montag Morgen zum schneller wach werden

Gestern war ein langer heftiger Abend? Der Morgen graut zu früh und Du merkst, diesen Tag willst Du nur schwer wach werden – wenn überhaupt? Die Augen aber bleiben zu, die Augenränder schillern tief, des Kaffees Wirkung ist illusorisch, der Rest von Dir ist ferngesteuert? Der Job indes lässt heute aber keine billigen Cocktail-Ausreden zu und Du hast Dich wie auch immer wach zu bekommen? Und zwar jetzt? Gleich?!

Dann lies jetzt creezynes Ultra-Super-Wach-in-0,2-Sekunden-Tipp!

Und der geht so: Du putzt Dir die Zähne – egal ob elektrisch mit Oral-B-Grinsesmiley oder analog mit Dr. Best & Co. Wichtig ist eine Flasche Odol im Bad zu haben. Odol muss sein, denn das ist so schön konzentriert. Jetzt versuchst Du während Du mit der einen Hand Dir die Zähne putzt, mit der anderen die Odol-Flasche aufzuschreiben, ein paar Tropfen ins Trinkwasser zu geben und die Flasche danach zuzuschrauben. Wichtig: unbedingt versehentlich ein paar Odol-Tropfen an den Finger bekommen. Falls das nicht von alleine klappt, Du verschlafener Riesendepp, dann mit dem Finger vor dem Zuschrauben nochmals kurz über die Öffnung wischen.

Mund ausspülen. Noch mal wichtig: NICHT die Hände waschen! Jetzt irgend etwas machen, vielleicht verzweifelt die Falten im Spiegel zählen und Dir bestätigen, wie unglaublich fertig Du doch heute aussiehst. Nun nur einmal kurz unbedacht bis völlig versehentlich mit dem Odol-Finger ans Auge fassen und ein bisschen darin reiben.

Nur 0.2 Sekunden später wirst Du wie von selbst sofort die Augen weit aufreissen, hellwach sein und eine ungeahnte unendliche Frische im Augenbereich verspüren. (Von angenehm hat ja nie einer was gesagt. Wach werden ist eh nie sooo toll.) Ausprobieren: wirkt effektiv, super und blitzschnell. Wirklich!

Ich weiß das.

2009-06-21

Habe mich gestern …

kurzfristig sehr und heftig verliebt!



done by pentax k7

Bei der neuen Apple Safari 4-Version

die ja allerhand Schnickschnack mit sich bringt, den ich vorher auch nie vermisst habe und mir meinen smarten Reload-Button nach rechts in die URL-Ladeleiste gelegt hat, wo ich ihn noch nie haben wollte, weil ich alle für mich wichtigen Funktionsbuttons immer nach links sortiere, was ich nunmehr aber nicht einmal selbst bestimmen darf – wofür ich Apple jetzt mal aus tiefstem Herzen verabscheue – werden gelegentlich beim Laden altbekannter URLs Inhalte aus dem Cache geladen, von denen ich mich ernsthaft frage, woher Safari diese Stand der Seite und aus welchem Jahrhundert das eine oder andere Blogpost wohl gewesen sein mag?

Apple, setzen! Sechs. Nachbessern!

(Und behaupte hier noch mal einer, ich würde mich immer nur Apple-Pro äußern.)

Ach und überhaupt …

wird dieses Blog künftig mehr Berlin-Inhalte bekommen, denn die meisten Eindrücke oder Informationen über meine Lieblingsheimatstadt habe ich seit Anfang 2007 im Hauptstadblog gelassen. Nun ändert sich die Blogwelt ständig, somit auch ihre Leser und in der Folge deren Kommentare und im HSB ist mittlerweile ein Schlag Mensch eingezogen, der sich nicht zu blöd ist ständig und wiederholt seine braunen Gedanken zu positionieren, fürsorglich sein Ego pflegt in dem er Dinge, die dort stehen grundsätzlich falsch verstehen möchte und in der Folge andere Kommentatoren diffamiert, einen faszinierend asozialen Habitus für sich formuliert und eine fast fromme Form von Homophobie pflegt. Nun ist mir natürlich bekannt, dass es immer Menschen geben wird, denen nicht das Glück einer toleranten offenen Erziehung mit auf den Lebensweg gegeben wurde oder aber eine solche Entwicklung im Leben gegönnt wurde – aber ich möchte nicht mehr täglich von ihnen lesen müssen.

Vor allem aber möchte ich nicht mehr für sie schreiben müssen. Als ich neulich in einer Diskussion von einer Frau deren ernsthafte Meinung zur Kenntnis nehmen musste, eine andere Frau (deren Fall sie nur aus der Zeitung kennt) sei für deren Vergewaltigung selber verantwortlich gewesen, war 's das i-Tüpfelchen in einem Prozess, der seit einigen Wochen in mir nagte. Kurz, die Stimmung, die dort herrscht in den Kommentaren, das ist eine Stimmung in der ich – so ich sie beruflich erleben musste – immer gerne konsequent meine Koffer gepackt habe und mir die bessere Welt gesucht habe. Das tue ich jetzt auch.

Das ist – und das hat ein bisschen gedauert, bis ich das verstanden habe – ja auch das Glück des Bloggers im Vergleich zum Journalisten, der mit seinen Texten seinen Lebensunterhalt verdienen muss. Natürlich kann ein Blogger nicht bestimmen, wer ihn lesen darf (das geht natürlich technisch auch, macht aber für mich nicht den Sinn des Bloggens aus) – aber man kann doch noch selber bestimmen für wen man schreiben möchte.

Ich bin mir übrigens sicher, das HSB wird von vielen Menschen gelesen, die nicht so denken – nur die kommentieren dort kaum oder gar nicht. Das konzentriert und potenziert gefühlt aber den Eindruck von denen, hoffentlich in der Minderzahl lebenden, intoleranten Bürgern dieser Stadt. Und so möchte ich nicht über mein Berlin denken müssen – denn ich erlebe es täglich ganz anders: natürlich schmutzig, prollig, konservativ und im Unterton ständig grollend, aber eben auch ganz offen, tolerant, herzlich und klug und lernfähig. Diesen Eindruck muss ich mir nicht täglich von ein paar desillusionierten Menschen kaputt machen lassen.

Aber es war eine schöne Zeit dort, vor allem im Kreis der Autoren von denen mir einige wichtige wertvolle Freunde geworden sind, die wirklich sehr spezielle großartige Menschen sind, ich habe viel gelernt dort!

2009-06-20

Rednoseday in Tempelhof



In Berlin wusste man heute nicht, auf welcher politischen Party man eigentlich zuerst rocken sollte: gemeinsam mit dem Iran demonstrieren? Gegen dumme null webaffine Politiker? Oder Tempelhof besetzen? Tempelhof besetzen ist natürlich genau mein Ding! T-Hof ist mein Kiez, hier darf ich sein und wenn hier ein Happening passieren soll, dann bitte mit mir. Obwohl ich im Vorfeld die Leute von dem Orga-Team nicht verstanden habe, denn wenn es tatsächlich ein Konzept vom Senat für die Grünfläche gibt – was ist genau das Problem dieser Leute? Dass der Zaun sie erst mal vor einer mittelschweren Kerosinvergiftung schützt, wenn sie darauf picknicken? Gut, das wäre natürlich doof. Aber ich frage mich auch – wer kommuniziert da eigentlich mit wem nicht?

Egal, ich las heute früh in der Zeitung: 1.800 Beamte müssen heute den Flughafen schützen. Da dachte ich so bei mir: sauber! Wie viele Leute werden da heute diesen komischen stillgelegten Flughafen besetzen wollen? 500? 800? Und wenn, was sollen die paar People auf diesem riesigen Feld ausrichten? Meine Güte, wenn die heute mal an einer Stelle den Zaun auf zwanzig Meter geöffnet hätten, dann hätten sich die paar Leute auf dem Feld verlaufen – vermutlich nicht mal das, denn die ganze Strecke bis rüber zum S-Bahnhof Tempelhof hätten die eh nicht ausgehalten, danach hätten sie für zwei Tage ihr persönliches kleines Berliner Woodstock für Prenzelwixer abgehalten und Montag morgen wären sie glückselig zurück in die Schule zu ihrer Abi-Klausur gegangen. Der Senat hätte an der Stelle einen tollen festen Drahtzaun hinstellen können, wie schon am Ende des Rollfeldes zum Gebäude hin – alle hätten richtig viel Knete gespart und jut wäre es gewesen.

Also für mich hatte diese Kinderkacke heute zur Folge: ich kann morgens meine Route auf dem Rad in die City nicht fahren und zurück natürlich auch nicht. Ich durfte nicht mal als mit Perso ausgewiesene Anwohnerin durch die Sperre (weil ich ja auch wie ein Zaunhopper aussehe), weil ich nicht „direkte“ Anwohnerin sei. Auf meine Frage in Richtung der (verdammt hübschen) Polizisten, ob sie jetzt eine gehbehinderte nicht direkte Anwohnerin auch die sechste Umleitung gehen lassen würde, guckte sie mich nur irritiert an, Mademoiselle Polizei. Klar. Egal, ist ja auch nur Befehlsempfängerin.

Nun denn, irgendwo in den Nebenstraße wurden schon vormittags „Büdchen“ aufgebaut mit lecker Kuchen, Säftchen gegen Spende und Kiezküche. Unschuldige Kinder wurden frühzeitig – wegen der erschwerten Bedingungen auf Pflasterstein – mit Kreide malend trainiert, wie man später Graffitis entwirft und zur Transparentmalerei gezwungen.



Schuldige Erwachsene ließen sich die Gesichter bemalen, Deppen haben die Kindersprungburg gekillt und überhaupt war das eine ganz komische Klientel, die da aktiv war, ein bisschen zu jung, um an ernsthafter Nutzung von grünen Flächen interessiert zu sein, ein bisschen zu bunt in der Kleiderwahl, ein bisschen zu unbekümmert, ein bisschen zu blass und partiell auch einfach zu blöd und zu unengagiert und zu unmutig, um Zäune zu entern.



Und man verzeihe mir den Kiez-Rassismus, aber bitte, könntet Ihr (meistens) zugereisten Prenzelwichser bitte einfach mal da bleiben, wo der Pfeffer wächst? Ihr macht Euch hier in letzter Zeit in so einer ordinären, dreisten, unangemessenen Art in Neukölln schon breit. Nehmt Abstand von Tempelhof, Ihr habt vor heute noch nie einen Fuß in diesen Bezirk gesetzt – also was soll dieser nervöse sinnlose Kinderkram? Guckt mal: Tanja und Johnny Häusler von Spreeblick, die haben brav zehn Jahre vorab in Kreuzberg campiert, bevor sie hier einreisen durften. Das ist okay. Aber Ihr habt hier erst mal a) nix zu melden und b) nix zu suchen. Geht woanders spielen!

Lustige Szene: ein Mädel durchbricht die Absperrung, rennt aber gleich wieder zurück als sie den ersten Polizisten auf sich zu kommen sieht, die rennen indes zu fünft (!) wie abgestochen zu der Wahnsinnigen, machen da ‘ne Lücke, wo sechzig Sekunden vorher schon ein kleiner Pulk (sechs Leute, der Rest nur Gaffer)


versucht hatte mit vorgetäuschtem Wagemut an den Polizisten vorbei zu gehen. Ruft einer der Demonstranten den kostümierten Jungs hinten zu: „Ihr wisst aber schon, dass es vorne jetzt dünn geworden ist oder?“ Und das war genau der Punkt: mit etwas Cleverness, Konzeption und Enthusiasmus, hätten sie die Polizistenmauer lässig durchbrechen können – aber sie haben da agiert wie Zehnjährige auf dem Schulausflug. Aber Hauptsache rote Nasen tragen beim „politisch sein“ und in der Gemeinschaft auf der Straße trommeln!



Übrigens: von wegen Tempelhof wird nicht für's Volk geöffnet: Pyromusikale



(Nachtrag: zwei Millionen hat der Schwachsinn gekostet, ich fasse es nicht.)

Demo gegen Internet-Sperren in Berlin

Auf die Demo bin ich heute mit der Pentax K7 gegangen (na, da wischt sich jetzt aber im Pentax-Marketing einer den Schweiß von der Stirn …). Ich hatte sie die vergangenen zwei Wochen oft – vor allem bei Jobs – in der Hand, nur die Fotos kann ich hier nicht zeigen. Um hier endlich mal auch Material zeigen zu können, habe ich sie dann heute mit zur Demo genommen. Kleine nette Anekdote: bei der Rede eines unsäglichen FDP-Banausen. Wann lernen die endlich, dass Politik-Propaganda-Gebrülle vielleicht im Bundestag der Ton der Zeit sein mag, aber nicht mehr auf der Straße beim intelligenten Volk? Mit uns kann man wirklich normal reden, man muss uns nicht anschreien!) Guckt mir ein netter Demonstrant auf die Kamera, guckt noch mal und meint: „Boah! Gibt es die echt schon?“ Meinte ich wahrheitsgemäß: „Nee, ich darf die testen.“ Er: „Dann bist Du einer von den Alphatestern? Darf ich mal?“ Gut, also durfte er spielen, während sich der Demo-Zug in Gang setzte und hatte seinen Spaß, war wohl auch recht beeindruckt vom Handling als auch Halten. Wir quatschten ein bisschen über unsere Kameras. Schlussendlich verabschiedete er sich mit den Worten: „So etwas Gutes habe ich für heute gar nicht erwartet!“ Na, wieder jemanden glücklich gemacht, Pentax!

Die Fotos kommen später, irgendwann fiel mir wieder ein, dass die Kleene ja ooch filmen kann. Also bin ich beim Lieblingsdemosong aller 60iger-Baujahre nach vorne zum Zug gerannt und habe mich dann mal recht amateurhaft ohne Stativ als Kamerafrau verdient gemacht. Der Film ist jetzt natürlich von gut 600 MB auf 25 MB runterskaliert, Standardeinstellungen mit dem Tamron 28-300 DI gemacht – und ich finde den Film im Original vor allem aber die Tonaufnahme unglaublich gut. Vermutlich würde ich mit ein bisschen mehr Muße und Übung seltener fotografieren (wobei ich es wirklich lustiger fände, man könnte durch den Sucher filmen – aber das ist wirklich ganz alleine mein kleiner Sucherspleen.)



Ich mag die, echt. Wenn nicht dieser saudumme Bug mit dem Zwischenklick, um den Spot im Sucher zu versetzen wäre. Zur Demo nachher bzw. morgen mehr Text und Material; es war eine gute Demo. Wirklich!

Nishia twittert



MEINE Katze!

2009-06-19

Der Bundespräsident …

der das Zensursula -Gesetz noch unterschreiben muss, hat übrigens ein Gästebuch.

(Morgen kommt wieder ein Foto, versprochen! Sieht ja grauenvoll aus hier.)

Morgen 12:00 Uhr aber bitte auch demonstrieren gehen.

Sehr lang, sehr sehr schön

nilz denkt

Aus ‘nem Pentax-Buch für Dummies

Auch wenn man die K20D nicht zum Einschlagen von Nägeln zweckentfremden sollte, …

Mist!

2009-06-18

Tschüss Demokratie!

War schön mit Dir!

Artikel 5

Offener Brief an die SPD-Bundestagsfraktion

von einem 22-jährigen SPD-Parteimitglied, der die mittlerweile riesengroße Kluft der Regierenden mit dem Volk, vor allem mit der Generation der Neuwähler so deutlich formuliert – in aller Konsequenz – wie selten zuvor, und ist daher meine dringende Leseempfehlung.

(Ich vermute, der gleiche Brief könnte auch 1:1 von einem jüngeren CDU/CSU/FDP-Parteimitglied mit gleichen Worten formuliert werden.)

Tritt das Gesetz in Kraft, trete ich aus der SPD aus und verabschiede mich von einer meiner Generation fremden Partei.
Torben Friedrich


via spreeblick via twitter

Ich mache mal jetzt in Tempelhof …



Nachdem vergangenes Jahr der Flughafen Tempelhof geschlossen wurde, was einige Widerstandskämpfer immer noch nicht wahr haben wollen, weswegen wir Tempelhof-Schöneberger alle Neese lang Kreuze für Tempelhof's Öffnung, Tempelhof als Weltkulturerbe und was sie sich nicht noch alles einfallen lassen wollen, machen dürfen, Tempelhof gerne besetzt werden soll,



damit das Areal für die Bürger geöffnet würde, plant die Stadt im Stillen die Erschließung des Tempelhofer Feldes (ehemaliges Flugfeld) als Park- und Grünanlage.



Dazu hat die Senatorin für Stadtenwicklung in Vorbereitung für die Gestaltung ein Unternehmen beauftragt, das in ihrem Auftrag nun 6.200 Bewohner aus den umliegenden Stadtquatieren des Tempelhofer Felds zu deren Vorstellung der Nutzung des Feldes befragt, gleichzeitig werden Berlinweit ebenfalls eine Menge x an Bürgern um deren Meinung gebeten. Also hatte ich gestern Post im Briefkasten. Ich bin … repräsentativ.



Was ich sehr lustig finde, sind Sätze wie „Wie Sie vielleicht aus den Medien wissen, beabsichtigt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, das Tempelhofer Feld als Grünanlage für Freizeit und Erholung der Bevölkerung zugänglich zu machen. […]“ und im Folgenden die Frage: „Wussten Sie bereits, dass auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens eine Grünanlage entstehen wird?“

Ich glaube nicht, dass in Berlin irgendjemand davon schon einmal gehört hat. Das war sicherlich die Hoffnung der Bürger dieser Stadt – aber dass es in irgendeiner Weise bereits reale Konzeptionen für die Nutzung von Tempelhof gibt, dürfte den allermeisten Berlinern neu sein. Soviel zur kompetenten Kommunikation der Senatoren in dieser Stadt. Vielleicht aber hat man auch alle anderen schlicht überhört, weil Sarrazin immer so laut gebrüllt hat.

Nun liegen mir jedenfalls zehn Seiten Fragebogen vor, das Ganze sieht schon ganz gut aus – auch wenn sich mir noch nicht so ganz erschließen mag, warum ich mich eigentlich zu meinen Einkommensverhältnissen äußern soll bzw. welche Relevanz das wieder auf die Beantwortung der Fragen haben soll. Selbstverständlich wird aber gleichzeitig abgeklopft, inwieweit man denn bereit wäre für die Nutzung der Parkanlage zu zahlen und man bereit wäre, für Pflanzung und Pflege mit der eigenen Hände Arbeit oder mit Patenschaften aufzukommen.

Garantiert kein Kreuz bekommt von mir „Vollständige Sperrung des Parks für Hunde.“ Ich hasse das Bild von Hunden an der Leine in abgegrenzten Laufställen.

2009-06-17

creezy, die Beziehungschreckin

Ich habe ihn neulich verlassen. Schnöde. Brutal. Einfach links liegen gelassen. In Süddeutschland. Nass und nackig ließ ich ihn unter der Dusche stehen. Ich bin ihm davon gefahren, ungeachtet dessen, dass ich ihn damit den sicheren Mülltod weihe. Aber wenn ich mich trenne, dann richtig und endgültig. Ich bin so. Ich gucke nicht zurück. Dafür vorwärts.

Vorwärts guckten dann auch zwei Tage später die kleinen Härchen an den Beinen und woanders übrigens auch. Also musste ich mich aufmachen, um nach einem neuen Nassrasierer zu gucken. Da ich schon ein paar Tage länger rasiere, ich fing ungefähr Jahre später an nachdem Nena noch Härte-Shirts trug ohne sich die Achseln nackig zu machen, was neulich in einem Sender mit den drei großen Buchstaben als x-vielter peinlichster Haarmoment Deutschlands den jüngeren Generationen verkauft wurde, was natürlich Sender übliche Dämlichkeit war, denn in den 80igern hatten wir Deutschen was Körperbehaarung anbelangte uns noch gar nicht komplett blind und blöd im Copymode an die Amis verkauft, insofern waren Haare unter den Achseln etwas völlig Normales und dem Körper gegebenes, was uns nicht die Bohne scherte. Jedenfalls fing ich relativ früh mit dem Rasiermist an und musste mich dementsprechend schon frühzeitig mit Rasierutensilien auseinander setzen. Und für mich heute noch erstaunlich muss ich sagen, hatte die Nassrasiererindustrie erstaunlich lange gebraucht, die Frau als Rasseuse also Kundin und Marketingopfer zu entdecken. Da hatte Braun deutliche Jahrzehnte früher die ersten elektrischen Damenrasierer auf den Markt geworfen, bis Gillette & Co ansatzweise nach rechts und links auf andere Geschlechter einen Blick geworfen hatte und deren finanzielles Potential erkannte.

Ich indes erkannte nunmehr auch mein Potential als Frau und stellte mich stolz ein Weib zu sein neulich im befreundeten Drogeriemarkt (der mit den tollen Feuchttuchmasken) erstmals vor das Hängeregal mit den Rasierern für Hasi, Mausi und Co. Zwei Sekunden später bereute ich bitter nicht farbenblind zu sein. Vier Sekunden später ergriff mich der Ekel in Anbetracht dessen, was so genannte Marketingprofis und Haarentfernerinstrumentedesigner ernsthaft glauben, mir als Frau im Farbdesign vorsetzen zu dürfen. Ich weiß nicht, was die rauchen – im Ergebnis aber ist deren Arbeit in der Folge kaum zu ertragen.

So drehte ich bei und sortierte mich gewohnheitsgemäß vor das Hängeregal mit den Rasierern für Schatzi, Dicker und Co. Da war alles schwarz, zwei Euro günstiger, die Rasierer selber sind nur mittlerweile kilometerweit hoch aufgrund der zugenommenen Anzahl an Rasierklingen. Ich blieb bei dem, der meinen Härchen den flotten Dreier macht. Lieb gewonnene Gewohnheiten soll man nicht brechen, außerdem regelt nun mal bereits die erste Klinge den Verkehr.

Zu Hause stellte ich fest, dass ich mit dem Erwerb des neuen Nassrasierers gleichzeitig den neuen Geiz der Rasiererindustrie mit erworben hatte, denn während man früher einen Rasier mit Klinge auf dem Scherenkopf kaufte und dem Zusatzspruch auf der Packung + 2 Ersatzklingen glauben durfte was insgesamt ein einsatzfähiger Rasierer mit zwei Ersatzklingen war, steckt heute auf dem Rasierer nur noch ein Plastikschutz mit + 2 Ersatzklingen, was einen nicht einsatzfähigen Rasierer mit zwei Ersatzklingen ausmacht. Muss total viel bringen in der Bilanz am Ende eines Geschäftsjahres, diese Kundenverblödung.

Hätte ich ihn nur nicht verlasssen!

2009-06-16

Och … das bisschen manipulieren …

Schummeleien bei der Arbeitsstatistik. „Wird vor der Wahl die Job-Statistik geschönt?“

Ja, wird sie nach der Wahl denn nicht? Und zwischen den Wahlen? Niedlich, dabei erwartet doch niemand im Moment etwas anderes als hohe Arbeitslosenzahlen – das wäre doch jetzt dank der Umstände der richtige Moment mal mit den echten Zahlen raus zu kommen.

Aber die echten Zahlen zu ermitteln, ich fürchte, das schafft die Arbeitsagentur inzwischen gar nicht mehr.

Nun …

man kann, man muss aber keine Parteien wählen, die nicht auf das Votum des Volkes achten und darüber hinweg regieren.

Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur: „Community sagt alle weiteren Gespräche mit SPD-Verhandlungsführer ab.

Einig klare Wort zur Arbeit der Ministerin von der Leyen.

Nun ist's offiziell: Ursula von der Leyen hat gelogen.

2009-06-15

Niki Lauda

beschreibt in dem Zeit-Interview wie ihm die Inkompetenz der Religionsausübenden einmal das Leben gerettet hat.

Es ist aber auch ein trauriges Beispiel dafür, dass in relevanten Situationen einfach nicht gesprochen wird. Man meint immer zu glauben, wie es dem anderen geht oder was er denkt und fühlt. Oft aus dem falschen Ansinnen heraus, den anderen schützen zu wollen. Dabei obliegt das Interesse nur in einem, nämlich sich selbst zu schützen.

2009-06-14

Im falschen Film …


Wohlbemerkt: die produktbeschreiben hier eine Matratze, keine Hautlotion!

Ja ja, unsere schöne deutsche Arbeitswelt  …

Das gleiche Unternehmen, B + K Dienstleistung, das schon einmal in den Schlagzeilen stand, weil es die Reinigungskräfte im Bundestag nicht mit dem Mindestlohn bezahlt, macht erneut Schlagzeilen im gleichen Genre. B + K hat die Mindestlohn-Gesetzgebung, die per Stunde kalkuliert wurde, clever ausgehebelt in dem sie ihr Zimmerreinigungspersonal in den Hotels nur noch per gereinigtes Zimmer bezahlen. Damit kommen die (meist) Frauen auf einen durchschnittlichen Stundenlohn von € 3.56 anstelle der gesetzlich vorgeschriebenen € 6,58

Was der Geschäftsführer, in diesem Spiegel-Artikel indirekt zitiert mit: „Im Übrigen gestatte man ausdrücklich, dass die Zimmermädchen leere Flaschen aus den Hotelzimmern sammeln dürfen, um sich mit dem Pfand den Verdienst aufzubessern. Zudem gebe es Trinkgeld“, tatsächlich meint ist natürlich: sollen sie sich den Rest, den sie zum Lebensunterhalt brauchen, doch bei der Arbeitsagentur holen.

Und wie so oft, trifft es in diesem Berufszweig mal wieder hauptsächlich Frauen. Die bitteschön von diesen paar Kröten auch noch ihre Rentenvorsorge finanzieren sollen.

2009-06-13

Klitzekleine Schlamperei im Unterleib

„Bei Eierstockkrebs machen Ärzte oft tödliche Fehler“, schreibt spiegel.de.

Für kaum einen anderen gynäkologischen Fall bekommt ein Krankenhaus so viel Geld wie für eine Eierstockkrebs-Operation.„Aber ob der Operateur einen Großteil des Tumors im Bauch lässt oder ob er es schafft, ihn in vielen OP-Stunden komplett zu entfernen, ist egal", so der Gynäkologe Andreas du Bois, der wissenschaftliche Leiter der Studie. "Das Geld fließt leider unabhängig von der Qualität."

„Das Geld fließt leider unabhängig von der Qualität […]“ Ist er/sie/es nun ein Schelm, der/die/das dabei denkt, dass zwei Eierstockskrebsoperationen an der gleichen Patientin, die eine gleich, die zweite etwas später zum Nachbessern (lässt sich der Patientin leicht als eben wieder gewachsener Tumor verklickern) möglicherweise der Krankenhauskasse das Geld von zwei OPs sichert? Und das hier und da möglicherweise gerne in Kauf genommen wird?

2009-06-12

Dienstleistung

Es ist mal wieder unglaublich: gerade hat es bei mir das Transportunternehmen GLS geschafft, einem Händler ein Geschäft im Wert einer hübschen Summe und einen Folgeauftrag kommenden Monat im Wert einer noch viel hübscheren Summe zu versauen. Einfach weil sie befinden, wenn sie das Paket in dem 1,5 km entfernten GLS-Shop abgegeben (obwohl meine Nachbarn immer Pakete annehmen, wenn ich nicht da bin, als auch das der Zeitungsladen, der Friseur oder die Allianzvertretung in der Straße tun) haben, sie nicht ein zweites Mal zustellen müssen.

Ich indes kann ein Paket von ca. 120x60x60 cm nicht auf dem Rad transportieren. Versandgebühren habe ich bereits bezahlt, ergo leiste ich mir kein Taxi, um das Paket abzuholen. Das Transportunternehmen GLS – ganz Dienstleister – weigert sich noch ein zweites Mal zuzustellen. Nun weigere ich mich eben, das Paket anzunehmen.

Dem Online-Fotohändler mag GLS vielleicht verdammt günstig im Vergleich zu anderen Transportunternehmen vorkommen. Allerdings, wenn es dann dank der Attitüden des Vertragspartners nicht zum Geschäft und Folgegeschäften kommt, weil die die Kunden vergrätzen … ist günstig möglicherweise auf Dauer doch teuer bezahlt.

Tsja, also nicht den kleineren Fachhändler unterstützen. Wieder bei Amazon einkaufen. Keine Versandgebühren bei der Höhe der Bestellung, das Zeug kommt per DHL, deren Fahrer sind keine nachbarlichen Autisten. Und wenn's hart kommt, liefern sie ein zweites Mal an.

Diese deutsche Dienstleistungswüste macht mich echt weich!

Wäre da nicht hin- und wieder ein Lichtblick: der freundliche Besitzer von dem Zeitungsladen in dem das Paket steht, der hat mir eben ernsthaft angeboten a) mir eine Sackkarre zu leihen oder b) mir das Paket morgen Abend vorbei zu bringen. Was ich sehr entzückend finde, aber jetzt lieber das Exempel statuiere. Kann nämlich nicht sein Job sein und sein Feierabend.

Der beste Freund der Welt …

fährt jetzt übrigens neuerdings ein Auto eines amerikanischen Herstellers, den mit akuten Chapter 11-Ambitionen. Der beste Freund der Welt hatte keine Lust mehr für den neuen Firmenwagen knappe 100.000 Euro hinzulegen für ein ähnliches Modell eines deutschen Automobilherstellers, der im Gegenzug etwaigen Kaufinteresses mit seinen (Alt-)Kunden nicht kommunizieren konnte oder wollte, sich nicht in der Lage sah die 2,5 speziellen Wünsche seines Kunden erfüllen zu wollen und dessen Vorgängermodell den besten Freund der Welt permanent mit Problemen in der Elektronik beglückte.

Jetzt hat die Firma vom besten Freund der Welt 30.000 Euro weniger ausgegeben. Und der Freund hat im Gegenzug beleuchtete Getränkehalter bekommen.

Hi hi



Auto-Memory. Super!

2009-06-11

Bester Freund der Welt …

schickt gestern als „sie-leben-noch“-Gruß Kamerashots von den drei Tigern. Wenn ich das Lino-Foto angucke …



hat das iPhone auch schon so einen Slim-Filter?

++ Dieses Foto ist nicht mit der Pentax K7 fotografiert ++ Dieses Foto ist nicht mit der Pentax K7 fotografiert ++ Dieses Foto ist nicht mit der Pentax K7 fotografiert ++ Dieses Foto ist nicht mit der Pentax K7 fotografiert ++

Wenn sie Recht hat, hat sie Recht.



Die Frau Lorelei

2009-06-10

Blick aus dem Hotelzimmer aus der K7





Pentax DA* 2.8, 50-135 mm

Noch so einer …

2009-06-09

Wirklich erstaunlich …

wie schnell der USB 2.0 CardReader seine Daten über den USB 2.0-Port auf den Rechner schaufelt, wenn zwischen ihm und dem Rechner kein USB 1.0-Hub hängt …

Naja, Burgfräulein creezy eben …

Dieser junge Mann

steht neben meinem Hotelzimmer und bewacht meinen Schlaf.



Für Euch also ab sofort Burgfräulein creezy.

2009-06-08

Montag morgen …

Zu schön …

Das Tagesschau-Blog-Online-Telegramm zur Europawahl.

2009-06-07

Pentax K7 – (m)ein erstes Fazit

Ein erster subjektiver Bericht nach drei Tagen mit der Pentax K7 in denen ich leider deutlich weniger zum Fotografieren gekommen bin, als ich es mir gewünscht hätte.

Meine persönliche Historie vorne weg: Ich habe die letzten Jahre ausschließlich mit der Pentax istDs fotografiert. Sie ist eine Kamera mit der ich bis heute sehr zufrieden bin, die gut in meiner Hand liegt, natürlich kann man bei ihr über zu wenig (immerhin 6 Mio) Megapixel stöhnen (ich belichte meine Aufnahmen nur sehr selten auf 3,90x2,60 m aus, das habe ich mir schon aus Kostengründen gekniffen), einen zu langsamen Autofokus bemängeln (wenn ich wollte, habe ich sehr gute Freestyle-Frisbee-Aufnahmen auch mit einem „langsamen“ Tamron 28-320 DI gemacht. Fotografen haben früher ohne Autofokus sehr gute Sportfotografien hinbekommen, man darf sich ruhig auch mal als FotografIn entwicklen (und bewegen).) Alleine Antishake hätte ich gerne an der istDs gehabt. Aus privaten gesundheitlichen Gründen. Und natürlich möchte man nach vier Jahren in denen sich im DSLR-Bereich viele sinnvolle (und ungefähr genauso viele weniger wirklich sinnvolle) Neuerungen ergeben haben, mit diesen irgendwann einen Schritt weiter gehen.

Diese Entscheidung stand bei mir an und ich habe mit einer Kaufentscheidung gewartet bis die ersten Informationen zur K7 rauskamen. Ohne Zweifel eine sehr attraktive Kamera, dennoch habe ich mich entschieden, mir zunächst die Pentax K20D zu kaufen und für die Preisdifferenz zur neuen K7 mir ein lichtstärkeres Objektiv anzuschaffen. Unternehmerischer finanzieller Pragmatismus. Mehr nicht. Das einzige Argument, was für mich immer gegen die K20D gesprochen hatte, war ihre Größe. Das kleinere Gehäuse auf den ersten Blick – ohne sie zu diesem Zeitpunkt – in der Hand gehabt zu haben, sprach natürlich für die K7. Aber da ich wiederum – momentan – kein wirklich hohes Interesse an einer Filmfunktion, ergo Liveview an einer Spiegelreflexkamera habe (primär will ich nun mal fotografieren) und jeder Autofokus für mich nach der istDs schneller ist, waren auch hier die angekündigten Neuerungen und Verbesserungen gegenüber der K20D zum jetzigen Zeitpunkt keine allzu relevanten Argumente für mich.

Also habe ich eingekauft, ich brauche eine zweite Kamera kommende Woche für einen Job und habe ziemlich unverhofft auch letzte Woche das Paket mit der Testkamera von Pentax erhalten. So sitze ich hier jetzt also mit zwei – für mich – nagelneuen Kameras, als auch den beiden Pentax DA* 2.8er SDM-Zooms, die sowieso alles schneller machen, was vorher bei mir Standard war. Ob sie auch alles „schneller und schärfer“ machen, das sei noch dahin gestellt. (Ganz ehrlich schreie ich hier gerade nicht „hip hip hurra!“, will aber erst mal meine eigene Inkompetenz ausschließen bevor ich mich verhalten bis negativ äußere.) Demzufolge kann ich aus logischen Gründen keine Vergleichsäußerungen treffen, inwieweit der eine Autofokus schneller, schöner, bunter, weiter schießt. Ich kann nur einen Umstieg von einer istDs auf eine K7 beschreiben und nachvollziehen und natürlich gibt es hier einen fühlbaren Unterschied – den kleineren Schritt von der K20D zur K7 müssen andere vergleichen.

Ich habe die Pentax K7 ausgepackt, in die Hand genommen und sie war es! Diese Kamera legt sich einem in die Hand als hätte sie nur darauf gewartet. Die Knöpfe sind im Vergleich zu Pentax K20D neu angeordnet. Wie ich finde, deutlich klüger und ergonomischer. Die Knöpfe sind momentan der Hauptgrund, warum ich mich in die K20D nicht Hals über Kopf verliebe. Ich muss gucken und überlegen, wo ich was finde – was natürlich auch mit an der für mich logischen Umstellung von zwei Rädern für Zeit- und Blendenwahl liegt, die istDs hatte da bekanntlich nur eines. Mir ist sehr bewusst, dass ich mir da auch selber im Weg stehe. Der Unterschied vom kompletten Metallchassis der Pentax K7, das sie nun noch wasserdichter und robuster gegenüber der Pentax K20D macht, ist da – aber ehrlich gesagt nicht so fühlbar. Ich wüsste nicht an welchem Punkt, welcher Stelle ich da nicht jederzeit der K20D vertrauen würde. Die Kamera indes finde ich optisch absolut attraktiv, kein Bubbledesign, klare Linien. Das mag einer altmodisch nennen, ich finde es schick und zeitgemäß. Diesen „in der Hand haben und nicht mehr los lassen wollen“-Effekt haben bis jetzt fast alle beschrieben, denen ich die Kamera in die Hand gedrückt habe.

Auch die Software ist völlig neu strukturiert, ich empfinde den Umbau anwenderfreundlich und logisch. Dazu sei gesagt, uns wurden die Kameras ohne Manual in die Hand gegeben. Mit etwas Ruhe hat man die wichtigen Punkte drauf, auch wenn die mitgelieferte Firmware Version 0.00 (!) gefühlt noch nicht ganz rund läuft. Pentax hat uns hier aber die neueste Version in ca. zehn Tagen angekündigt, die auch der Kamera ein völlig anderes Rauschverhalten mit auf den Weg geben soll. Insofern kann man diesen Punkt zur Zeit getrost unkritisch sehen. Durch die neue Filmfunktion ist das Menü natürlich etwas umfangreicher geworden. Ich glaube fest daran, dass „neue“ Pentaxfotografen sich hier sehr schnell zu Hause fühlen werden, wir alten Pentax-Menü-Gewöhnten müssen uns umstellen, ganz klar. Aber ganz ehrlich, das ist nichts was nicht an einem ruhigen Nachmittag verinnerlicht werden kann. In der Summe fühle ich mich heute mit der Kamera aber wohler als mit der K20D – für mich ist das alles stimmiger.



Mich überzeugt der neue Vierwegregler; der ist jetzt viergeteilt und greift direkt auf die Funktionen Weißabgleich, Blitzmodus, Serienbildfunktion etc. zu. Das heißt der vorherige Druck auf die FN-Taste ist gestrichen, weil auch diese gestrichen wurde im Kameradesign. Saß rechts vorher in dem Menü die ISO-Einstellung, gibt es hierfür heute einen Knopf oberhalb des Anschalters, im Menü sind dafür die Filterfunktionen eingezogen – jut, wer es braucht. Aber diese Lösung und Anordnung finde ich absolut optimal und intuitiv. Wer eine Weile mit der Kamera fotografiert hat, der nimmt das Auge vermutlich nicht mehr vom Sucher, um hier die Einstellung vorzunehmen.



Diese neue Lösung – so gut ich sie einerseits finde – bringt aber wiederum für mich den größten Minuspunkt der Pentax K7 mit – und ich sage ganz deutlich, das wäre auch das Hauptargument für mich gegen einen Kauf: ich fotografiere immer in SEL und verstelle den Spot im Sucher, ich fotografiere nur so. Das ist für mich die erste Einstellung, die ich an einer Kamera an Funktion einstelle. SEL und dann im Vierwegregler die Richtung bestimmen. So landet man aber jetzt eben im Filter-Modus. Will ich indes den Spot verstellen, muss ich immer zuerst die ok-Taste drücken. An dem Punkt muss ich sagen, haben die Pentax-Leute nicht um die Ecke gedacht – weil professionellere Fotografen eben auf diesen Gesichtserkennungs-, Black&White-Modus-Kram pfeifen, dafür fotografieren sie in RAW und regeln den Rest in der Dunkelkammer auf ihrem Rechner. In dem Punkt als ist die Verbesserung eine Verschlimmbesserung und für mich nicht akzeptabel. (Edit: Diesen Kritikpunkt hat Pentax sehr schnell eliminiert. und kann somit ignoriert werden.)

Das Modusrad hat jetzt einen Verstellschutz bekommen, man muss einen Knopf drücken bevor man das Rad verstellen kann. Als wir gestern darüber diskutierten, gab es diesbezüglich alle Auffassungen von „nicht notwendig, nervig da jetzt einen zusätzlichen Knopf zu drücken“ bis „doch, ist mir schon mal passiert, dass sich das Rad verstellt hat, finde ich daher gut.“ Das sich das Rad generell schwieriger drehen lässt als das der K20D, ist es für mich ein verzichtbares Gimmick.

Liveview wird mit einem Knopfdruck im Gehäuse angeschaltet. Für mich im Fotografiermodus keine Option, ich liebe den Sucher. Sinnvoll ist sie natürlich absolut, wenn gefilmt wird. Aber solange geht sie bei mir schlafen.



Ganz schlimme Design-Inkompetenz: die neue Trageriemenhalterung, nicht mehr im Gehäuse eingefasst, sondern kleine silberne Aufhängungen mit Filzlappen gegen das Klappern geschützt. Gut, mag sein, dass Pentax hierfür noch den Super-Duper-Trageriemen ausliefert, der der ganzen Sache eine sinnvolle und schicke Lösung angedeihen lässt. Im Moment aber habe ich Elemente an einer Kamera, die im Zweifelsfall klappern – und das als Neuerung an einer Kamera, die erstmals mit Videofunktion und somit einem zudem noch sehr guten Mikrofon daher kommt. Entschuldigung?! Darüber hinaus muss man jetzt Bänder durch drei Laschen ziehen, mir war schon das Gefummel mit nur einer, die Variante eine zu viel. Insofern vergebe ich für die Aufhängung jetzt erst mal Null von 100 möglichen Punkten. Schön dagegen die Öffnung vom SD-Kartenfach, einfach mit Daumendruck nach vorne schieben: offen. Macht einen sehr stabilen in sich ruhenden Eindruck, ich bin überhaupt keine Freundin der „den Nippel durch die Lasche ziehen“-Variante der K20D.

Soviel von mir für heute und die nächsten Tage. In denen ich aber die K7 intensiver testen kann als in den vergangenen Tagen – und darauf freue ich mich sehr! Ich bin übrigens sehr, sehr angetan von der Videofunktion, hohes Spaßpotential und sie wird wohl den einen oder anderen Fotografen auf völlig neue kreative Wege geleiten. Es gibt aus jetziger Sicht sehr gute Gründe für den Kauf einer Pentax K7, finde ich ganz ehrlich, die Videofunktion und wie sie gelöst ist gehört unbedingt dazu (und ich bin eigentlich keine Filmerin) aber noch ärgere ich mich nicht über meine Kaufentscheidung für die K20D. Noch hat nichts richtig weh getan! Mal gucken …

Diättipp des Tages

und auch sonst lauter nette kleine tägliches Vampircomics: fontflatter

Europa

DAS ist natürlich auch ganz klar ein Wahlargument: Mal ehrlich. Für jedes Kreuz neben „CDU“ auf dem Wahlzettel tötet Gott ein Kätzchen. Scytale.Names-Plädoyer gegen und für die eine und andere Partei. Gut, wir Internet-Schwerverdächtigen landen wohl irgendwann bei den Piraten.

Was ich persönlich eingestehen muss, ich hatte hinsichtlich der Ermittlungen gegen SPD-Politiker und Partei-Fachexperten für Kinderpornografie Jörg Tauss wenig Einblick und habe im Grunde im Innern ein klitzekleines bisschen auf staatsanwaltliche Arbeit vertraut und den Mann in mindestens einer Ecke meines Denkens vorverurteilt. Wahrscheinlich weil ich in einem dummen, unkritischen medialen Moment nicht richtig aufgepasst und mich habe einlullen lassen. Ich denke anders darüber, nachdem ich diesen Links in oben verlinkten Blogpost gefolgt bin. Tauss‘ persönliche Stellungnahme ist nämlich so unrealistisch nicht. Man kann sich in Themen, die eine kriminelle Grundlage haben, keine Fachwissen aneignen ohne sich die Hände selber schmutzig zu machen. Das geht nicht. Kein Polizist überlebt als verdeckter Ermittler ohne kriminelle Handlungen vorzunehmen:

Lasst euch da nicht von vermeintlichen „die-sind-auf-unserer-Seite“-Nachrichten täuschen: Die SPD ist, was das Internet angeht, genauso verkalkt wie ihr schwarzer Gegenspieler.
Es gibt zwar Lichtblicke wie den Herrn Tauss (bei dem man, bevor man ihn für pädophil hält, sich erst mal überlegen sollte, ob da vielleicht was inszeniert war oder einfach mal seine Sicht der Dinge lesen), aber es bräuchte mindestens zwanzig Tausse, allein um die inkompetente arrogante Unkerei von Dieter Wiefelspütz aufzuwiegen.


Ich gehe jetzt duschen, dann wählen. Bestimmt nicht CDU, SPD oder FDP. Den Rest entscheide ich vor Ort. Ein bisschen Internet-Kompetenz in einem europäischen Parlament kann nicht schaden. Wir leben im Jahr 2009 n. Chr.

2009-06-06

Sound vom Auslöser der Pentax K7

Ich habe kurz ohne viel TamTam den Sound vom K7-Auslöser aufgenommen:

Download pentax - K7shutter

Hier im Vergleich der Auslöser von der Pentax K20D:

Download pentax - K20dshutter

Pappsatt!

Aus der munteren fröhlichen Ratereihe: was gab's denn?

2009-06-05

Arztgeschichten

Gestern bin ich mit Talytha wieder zur Tierärztin gefahren, ihre Allergie ist leider zurück gekommen. Diese Mal dummerweise bei einer Futtersorte, die sie früher problemlos vertragen hatte. Tierarzthelferin und Tierärztin grinsten breit als sie Tally sahen– und eigentlich war ich abgemeldet. Als sie der Tierärztin dann auch noch bei der Untersuchung freundlich über die Hand schleckte, hatte ich kurzfristig Sorge gleich in Formalin eingelegt zu enden, damit die neue Talytha-Besitzerübergabe problemlos über die Bühne gehen könnte, denen ist natürlich auch klar, dass ich Tally (und Nishia und Lino) nur über meine Leiche hergebe. Sehr großes Entzücken bei der Ärztin.

Talytha selber war auf dem Weg zur Ärztin von immer größer werdenden Selbstbewusstsein – sie hatte sogar noch im Taxi ein fröhliches Lied auf den Lippen. Im Wartezimmer indes habe ich ihr die ganze Zeit den Bauch gestreichelt und wir (ich auch!) sind fast beide entspannt eingeschlafen. Will sagen: ich bin noch nie mit einer Katze so relaxt zum Tierarzt gegangen. Zum Abschied maunzte sie noch fröhlich der Tierärztin wieder „meooowwww“ zu, was diese mit zärtlichen Blicken in Richtung Katzenkorb quittierte.

Aber: als ich gestern Tally in den Korb packte, hatte das Nishia mitbekommen und war dementsprechend aufgeregt bis sehr entsetzt und wollte natürlich unbedingt mit uns kommen. Sie saß immer noch vor der Tür als wir wieder kamen und ich kann mir vorstellen, was sich Lino in der einen Stunde alles anhören musste. Heute weicht mir Nishia nicht vom Hintern, hat ihr Schoß-Abonnement in Anspruch genommen und guckt mir stundenlang begeistert schnurrend in die Augen. Entweder signalisiert sie mir große Dankbarkeit, dass ich ihr die kleine bunte Katze wieder mitgebracht habe oder aber, sie bettelt gerade darum auch einmal so einen Ausflug machen zu wollen …

… was darauf schließen ließe, dass es mit der Katzenkommunikation bezüglich Tierarztbesuche wohl doch noch nicht so weit gestellt ist. Oder aber doch und sie würde jetzt auch gerne mal die Droge kosten, auf deren Trip Talytha die nächsten zwei Wochen sein wird.

Wenn uns die Silvana blüht …

Unabhängig von der An- oder vielmehr Abwesenheits-Diskussion von FDP-Europawahlwunschkandidatin Silvana Koch-Mehrin, ist es in der Folge sehr spannend zu sehen, wie sich diese Frau einerseits der Presse ganz klar als Mittel ihrer Wahl bedient – wie kaum eine andere Politikerin in diesem Land. Andererseits aber, wenn von dieser Seite kristallklare Kritik an ihrer politischen Arbeit erfolgt, sie versucht, respektive ihre Anwälte versuchen, das Recht auf Presse- und Meinungsfreiheit juristisch auszuhebeln. Der zapp-Beitrag sagt alles:



fixmbr hat den Aktionismus von Frau Frau Koch-Mehrin zu denen ihr gegenüber vorgebrachten Vorwürfen ausführlich recherchiert.

2009-06-04

UPS

Unverhofft kommt oft. Gerade steht der UPS-Mensch in der Tür und fast hätte ich sie nicht aufgemacht, weil Mama ja immer gesagt hat, fremden Männern soll ich die Tür nicht aufmachen. Der war aber fremd und nett und überreichte mir ein Paket von Pentax. Ich darf jetzt vier Wochen die kleine schwarze neue Pentax K7 testen! Mit – das finde ich sehr charming – noch nicht janz finaler Software, die aber im Schreiben für sehr bald avisiert ist und ‘nen T-Shirt sowie Basecap auf dem … Pentax steht.



Das Ganze sehr unbürokratisch ohne viel Ankündigungs-TamTam – finde ich sehr sympathisch. Dran an der Kamera ist das neue überhaupt überhaupt nicht mehr inkontinente Kit-Objektiv 18-55 WR, jetzt neu mit internen roten Ring. Pentax ist da ziemlich cool im Understatement (kleiner Witz für Canonisten-Insider).



Ich habe jetzt aber trotzdem erst mal das 2.8er 16-50 ran gepackt. Feststellung Nr. 2: die Kamera kann fotografieren. Die Info und das Histogramm schwenkt sie automatisch ins Hochformat bei selbiger Aufnahme.



Feststellung Nr. 1: diese Kamera ist vom Anfassen her mit Abstand millionenmal sexier als alles, was ich mal in der Hand hatte aus dem Metier (und ich finde die k20d schon gerade ganz klasse). In der Größe hat sie wieder istDs-Niveau, was ich persönlich sehr gut finde – das mögen große Männerhände anders sehen. Das Chassis ist … wie ein sehr trockener Champagner der Spitzenklasse. Die Knöpfe mussten wegen dem größeren Display neu aufgeräumt werden, das sind sie gefühlt recht ergonomisch logisch. (Pluspunkt gegenüber der k20d).

Mist, die Lieferung bringt mir das ganze geplante Tagesprogramm durcheinander! Bringt aber auch ordentlich Spaß in den Tag!



Apropos Anfassen, ich weiß ja, was Ihr wollt. Habe zwar die nächsten Tage wenig Zeit, auch weil ich nächste Woche die Neue fotojobtechnisch testen werde (ich bin vielleicht die erste Knipsmaus, die mit der k7 Geld verdient) – aber wer sie von den hier lesenden Berlinern unbedingt mal anfassen und angucken möchte, ein Angebot: ich setze mich mit ihr diesen Samstag, 6.6.2009 um 17:00 Uhr ins ruz, Auguststraße 63 – das ist der Laden in dem wir DFN-Leute mal mit TeKaDe gesessen haben.

Ach das ist gar keine tote Katze …

sieht ja sehr neckisch aus, die neue Pentax K7 im Videoaufzeichnungsmode

2009-06-02

Ich lese gerade …

einen medizinischen Bericht in dem vorab Folgendes steht:

„Dieser Bericht wurde unter Beteiligung externer Sachverständiger erstellt. Externe Sachverständige, die wissenschaftliche Forschungsaufträge für das Institut bearbeiten, haben gemäß § 139b Abs. 3 Nr. 2 Sozialgesetzbuch – Fünftes Buch – Gesetzliche Krankenversicherung „alle Beziehungen zu Interessenverbänden, Auftragsinstituten, insbesondere der pharmazeutischen Industrie und der Medizinprodukteindustrie, einschließlich Art und Höhe von Zuwendungen“ offenzulegen. Der Herausgeber hat von jedem der Sachverständigen ein ausgefülltes Formular „Darlegung potenzieller Interessenkonflikte“ erhalten. Die Angaben wurden durch das speziell für die Beurteilung der Interessenkonflikte eingerichtete Gremium des Instituts bewertet. Es wurden keine Interessenkonflikte festgestellt, die die fachliche Unabhängigkeit im Hinblick auf eine Bearbeitung des vorliegenden Auftrags gefährden.“

Soviel zur Unabhängigkeit von Sachverständigen, deren Spezies man künftig in der Wirtschaft immer seltener sehen wird. Vor einiger Zeit sah ich einen Fernsehbericht in dem eine durch einen ärztlichen Kunstfehler massgeblich geschädigte Patientin seit drei Jahren auf die Verhandlung wartet, weil der Verhandlungstermin immer wieder verschoben wird, da (damals) der bereits 13. benannte Gutachter letztendlich doch keine hinsichtlich seiner pharmazeutischen Unbefangenheit zweifelsfreie Offendarlegung beibringen konnte. Dafür reicht es übrigens als Medizinstudent einmal auf Kosten eines Sponsoren zu einem Symposium eingeladen worden zu sein. Dazu ruhig lesen: „Wie Opfer von Ärztepfusch hingehalten werden.“

Und das ist etwas, woran wohl viele Prozesse dieser Art in Deutschland letztendlich scheitern, so der Tenor dieses Berichts. Dürfte vielen von uns so nicht ganz klar sein. Da bin ich doch sehr froh, dass das Institut, das oben sich so selbstbewusst verhält, ganz andere Erfahrungen zu machen scheint. Wer Spuren von Ironie im letzten Satz gefunden hat, darf sie inhalieren.

2009-06-01

Ziemlich entzückend



via cyberfux

2009-05-31

Das Ding beim Namen nennen …

Fröhliche Pfingsten!

[…] acht Milliarden Menschen feiern in der Hauptstadt 60 Jahre ein Papier, das man im 61. kaum noch wiedererkennen wird, wenn es so weitergeht. (Deswegen schreibt man das von altersher auch besser auf Steintafeln.)

Meister kid37 eben.

2009-05-30

Handelabenteuer

Ich habe ein besonderes Talent: Sonnenbrille verlieren (wie andere Leute Regenschirme) und Sonnenbrille schreddern (wie andere Leute Stoßstangen). Neulich wieder meine letzte 9.99 € (ich weiß schon, warum mir nur noch solche Teile ins Haus kommen) aus-der-Dogerie-Brille gekillt, heute im Supermarkt wieder so ein 08/15-Modell gegriffen (ich brauche sie nicht mal mehr aufsetzen, denn die Auswahl der „Ich-bin-keine-Puck-die-Stubenfliege“-Brillen ist ja pro Ständer auf maximal zwei Modelle pro Saison beschränkt) gegriffen. 9,99 € bezahlt, nach Hause getragen, da festgestellt, dass das irre Plastikteil am Rahmen doch mit einem Extra-Schlüssel abgemacht werden möchte.

Geseufzt.

Beim nächsten Gang aus dem Haus 10 Minuten später noch mal am Supermarkt vorbei gefahren, mich an die Kasse gestellt und der Kassiererin gesagt, dass ich das Plastik-don't-steal-me-Dingens ohne Hilfsutensil nicht abbekomme. Guckt sie mich komisch an, zieht das Ding mit offensichtlicher Gewalt vom Rahmen, gibt sie mir zurück und grinst etwas suffisant. „Wir haben dafür keine Schlüssel.“

Nehme ich die Brille entgegen, entferne mich zwei Schritte von der Kasse, gucke mir die Brille an, den Kratzer auf dem Bügel, der weiß ist ungefähr dort, wo diese Plastiksicherung auf ehemals schwarzem Metall saß und gucke mir an, wie der Bügel nur noch auf halb Neun in der Verankerung sitzt. Drehe mich um, halte ihr die Brille hin und gucke auch mal testweise suffisant, meine dabei „Die können Sie jetzt gerne wieder haben, vielleicht in Zukunft doch mal nach dem Schlüssel gucken?“

Dann fragte Sie mich, ob ich den Bon dabei hätte – das war der Moment indem ich sie gefragt habe, ob ich ihr jetzt doch mit dem nackten Hintern ins Gesicht springen soll?

Und das war nur das letzte sehr komische Erlebnis im deutschen Handel, diese Woche. Da war noch die Nummer bei Monochrom „Haben Sie diesen sündhaft teuren Fotoequipmentrucksack auch in der einen Nummer kleiner? (Sie haben den dort üblicherweise, ich weiß das.) Antwort: „Nein.“ Auf ein „Aber wenn Sie möchten, kann ich Ihnen den gerne bestellen.“, habe ich zehn Minuten lang gewartet, ich habe die Verkäuferin auch lange angeguckt, freundlich angeguckt, dann komisch angeguckt. Ich hatte keine Lust ihr den Satz zu soufflieren, ich stand in dem Laden war bereit mehr dafür auszugeben als online, war bereit zu warten, war bereit noch einmal wiederzukommen. Dann bin ich gegangen und habe das Geld Amazon in den Hals geschmissen.

Und auch das war noch nicht alles … sollen sie doch alle Pleite gehen in ihrer strunzdummen Unfähigkeit, den Kunden als den zu erkennen, der ihnen ihr Einkommen sichert.

Frühlingshaftes



2009-05-29

Scientology

da gibt es noch Menschen und Regierungen mit Hirn und Rückgrat:

Wikipedia verbannt Scientology-Artikel wegen jahrelanger Manipulation.

Frankreich droht Scientology mit Auflösung.

Angekommen …

Ihr erinnert Euch sicherlich an den Spendenaufruf neulich hier im Blog für Christiane? Das Geld, viel Geld, ist angekommen und hat ihr, wie sie selbst schreibt, bei den Beerdigungskosten sehr geholfen. Ihr Mann, Patrick, ist am 15.5.2009 eingeschlafen, sie hat seine Asche seinem Wunsch gemäß in den Bergen verstreut.

Vielen Dank an alle, die von hier aus mitgeholfen haben!

2009-05-28

Keine Wahlempfehlung

spricht netzpolitik.org aus. Meine Leseempfehlung der Woche.

Augen auf beim Krankenkassenmarketing

Eure Krankenkassen, die eine früher, die andere später, werden Euch in der nahen Zukunft als besondere Leistung verkaufen wollen, für Euch einen Arzt in Eurer Nähe zu finden, bei dem ihr einen schnellen Termin und diesen ohne jegliche Wartezeit bekommt. Dies wird Euch verkauft werden als besonderer „Privatpatientenservice“ für Euch, die Ihr nur Kassenpatienten seid.

Der Hintergrund diese besonderen Geschenkes der Kassen an Euch ist ein betriebswirtschaftlicher. Sie schließen Verträge mit Ärzten im regionalen Umfeld ab, müssen dafür insgesamt weniger zahlen weil sie ein gewisses Spektrum der Behandlung definieren und beispielsweise Kosten für Transportgebühren wegfallen. Der Arzt oder das Ärztezentrum erhält dafür das sichere Brot der ihm von der Kasse zugewiesenen Patienten. Dieser Arzt hat wiederum ein sehr großes Interesse daran, Euch eine Behandlung zukommen zu lassen, die dem Wertemodell Eurer Krankenkasse entspricht. Er wird auch ein Interesse daran haben, Euch nur an Kollegen zu überweisen, der/die von Eurer Kasse auch nach gleichem Modell honoriert werden, denn das wird Vertragsbestandteil zwischen ihm und Eurer Krankenkasse sein. Er wird praktischerweise nur Medikamente oder Heilbehandlungen verschreiben, die die Kasse von vorneherein als bezahlungswürdig ansieht. Euch wiederum wird die Krankenkasse mit besonderen Bonuszahlungen ködern, wenn Ihr Euch auf dieses neue Modell der Arztzuweisung einlasst.

An dieser Stelle möchte ich auf ein sehr besonderes Gut hinweisen, das in Deutschland existiert und weswegen viele Patienten in anderen Ländern und Kontinenten auf uns deutsche Patienten sehr neidisch sind: Das Modell der freien Arztwahl.

Und genau diese freie Arztwahl wird mit diesem Modell seitens Eurer Krankenkasse hintenrum ausgehebelt. Und glaubt mir, auch wenn Ihr Euch jetzt mit dem Thema noch nicht beschäftigen müsst oder wollt, Ihr werdet das nicht wollen in Eurer Zukunft: zu einem Arzt gehen müssen, der zwar günstiger ist für die Kasse, Euch aber unter Umständen nicht mehr die Behandlung mehr zukommen lassen kann, weil ihm Verträge mit den Vertragspartnern eine für Euch wichtige individuelle Therapie schlicht nicht mehr gestattet. Auch bedeutet es nicht automatisch, dass ein Arzt qualitativ ein besonders guter Arzt sein muss, nur weil Eure Kasse ihn zu einem ihrer Vertragsärzte macht.

Lasst von solchen Modellen bloß die Finger! Werft Euer Recht auf freie Arztwahl nicht für ein paar Kröten mehr weg! Eine für die Krankenkasse günstige Behandlung kann eine sehr gute sein, sie muss es aber nicht zwangsläufig. Denn Eure Gesundheit ist so individuell wie Ihr das seid. Und Ihr solltet immer Euch das Recht herausnehmen zu dürfen, Euren Arzt gegen einen mit mehr Kompetenz oder auch nur Interesse an Euch als Patient auszutauschen.

Unter Umständen ist der Facharzt mit langen Wartezeiten und vollem Wartezimmer doch der bessere Facharzt für Eure Krankheit. Und unter Umständen lohnt es sich auch für einen guten Arzt drei Bezirke, in die nächste Stadt oder aber auch ins nächste Bundesland zu fahren. Daher solltet Ihr Euch niemals in Eurem Recht auf freie Arztwahl von Eurer Kasse beschneiden! Und derartige Offerten Eurer Kasse freundlich aber bestimmt ablehnen.

2009-05-27

Tststs …

Eine alte Dame sitzt in ihrem Schaukelstuhl auf der Veranda, als plötzlich eine gute Fee erscheint und ihr die Erfüllung von drei Wünschen gewährt.

Als erstes wünscht die alte Dame wieder jung und schön zu sein. Die Fee wedelt ein wenig mit ihrem Stab und im Schaukelstuhl sitzt ein schönes, junges Mädchen.

Als zweites wünscht sich die Dame ein Schweizer Bankkonto mit zehn Millionen Franken darauf. Die Fee wedelt mit ihrem Stab und überreicht ihr einen Kontoauszug.

Während die Dame über ihrem dritten Wunsch grübelt, fällt ihr Blick auf ihren Kater, der zu ihren Füßen sitzt, und sie wünscht sich, dass die Fee das Tier in einen Prinzen verwandelt, welcher der wahre und einzige Mann ihres Lebens sein soll.

Die Fee wedelt ein letztes Mal mit dem Zauberstab und verschwindet. Vor der Dame steht der schönste Mann, den sie jemals erblickt hat. Ihr Herz beginnt wild zu pochen, als der wunderbare Jüngling ihre Hände in die seinen nimmt und seinen Kopf zärtlich zu dem ihren herabneigt, glaubt sie doch, er würde sie jetzt küssen. Doch stattdessen flüstert er ihr ins Ohr: “Na, tut es dir jetzt leid, dass du mich letzte Woche hast kastrieren lassen…?!”

Von Frau Syberia in den Kommentare des Taubenvergrämers

2009-05-26

Und dann …

war da noch der Fotograf und sein letztes Foto …

Ich hatte schon Sorge …

Aber …

jetzt doch mal im Ernst! Wie kann man jemanden für Rostbratwurst Reklame machen, der bewiesenermaßen schon mehrfach an einem Penis-Bruch laborierte?

Äh …

liest hier zufällig ein spendables deutsches Food-Magazin mit, das mir einen Ausflug zur blogHer food im September nach San Franzisco spendieren möchte? Ausführliches berichten und fotografieren von vor Ort wird garantiert geliefert, online und meinethalben später auch noch mal offline für die Printversion.

Ja, ich bin in diesem Punkt käuflich, fürchte ich! (Und zwecks blogher auch ziemlich weiblich). Dafür bin ich aber im über Food, Essen und Trinken und Blogger schreiben und fotografieren gut!

Also nur falls sich bei Euch in den Redaktionen niemand finden sollte …

2009-05-25

Wortfolter

(schlimmes Überangebot nach vier Tagen krank im Bett an TV-Variationen:)

Beautyfood

Nun gut,

das war also mindestens eine Meerschweinchengrippe wenn nicht eine ausgewachsene Zwergwildschweingrippe. Hatte ich lange nicht mehr, so einen kapitalen mir-nichts-dir-nichts-Umstürzer in die Horizontale, nachdem ich jetzt am vierten Tag betont langsam wieder den Kopf frei kriege. Mensch, ich hatte nicht mal mehr Zeit an ein „Hühnersuppe wäre jetzt gut!“ überhaupt noch zu denken, geschweige denn welche zu machen.

So ganz subjektiv sind mir solche Ausfälle im Winter deutlich angenehmer als im Sommer. Sonne ist ja wohl das Letzte, was man bei so ‘ner bronchialnasalen Gonzo-Aktion braucht. Und nun gehe ich gleich noch die ärztliche Wirtschaft anregen, denn Ohrenschmerzen braucht auch kein Mensch. Ganz evil, hatte ich ewig nicht, brauche ich nicht, will ich auch nicht. Und so was von „thanks heaven“ dass ich diese Woche nicht fliegen muss.

Vielen lieben Dank an Frau Generator für die Care-Versorgung! Und merci für Eure guten Wünsche!

2009-05-21

Ich glaube …

ich habe jetzt auch dieses Schweinedingsda …

2009-05-20

Happy Birthday, Großer!



Und werde wieder ganz gesund!

2009-05-19

Letzte Gelegenheit zum bewerben

heute als Tester/in für die neue Pentax. Morgen hat zuerst mein Bruder Geburtstag, dann ist Pentax-Tag. In der Hauptsache hat aber mein Bruder Geburtstag.

Bin ‘nen bisschen doll uffjerecht.

Es gibt ja Leute,

die können mit Helge Schneider nichts anfangen. Dazu gehöre ich überhaupt nicht. Ich kann auf seinen Witz. Nicht immer übrigens. Würde er, vermute ich, aber auch gar nicht wollen. Dafür ist sein Spektrum nämlich doch erstaunlich weit im schräg sein. Vorhin hat er in irgendeinem Programm nach einer irgendwie launigen Laudatio von Hape Kerkeling, mit dem ich wiederum nicht so viel anfangen kann (ich glaube, das letzte Mal habe ich über den als Königin Beatrix lachen können) und so 'ner Vasenübergabe nach den stehenden Ovationen (haben 'se jemerkt, wie icke im Deutschen jeblieben bin? War schwierich!) einen schönen Satz gesagt:

„Ich bin ja nicht politisch. Obwohl das ist ja auch fast wieder politisch. Auf jeden Fall mehr politisch als so manch einer das ist, der Politik macht.“

Den Satz hat im Publikum keiner verstanden. Oder doch. Jedenfalls wurde nicht gelacht. Obwohl sonst bei jedem seiner Sätze gelacht wurde. Auch bei den nicht so witzigen. Ich habe gelacht, laut. Mit leicht sarkastisch-bitterem Unterlachen.

Nu blogger er wieder …

jott sei dank!