2010-11-17

Blogwichteln 2010 – die Teilnehmerblogs

So, die ersten Anmeldungen zum Blogwichteln 2010 liegen vor und ich hoffe, die Liste wächst und wächst die nächsten Tage …


e13.de
Graz-Splitter
Fischblog
Ingeborch
Text & Blog
web-haeppchen
wilderkaiserblog
Bhutis Gemichtwarenhandlung
Einschlafen Podcast
Knitting Anarchist
Mona Lisa's Eyes
Ring2
Der Struwwelpod
Bienvenue chez Demoiselle Différentielle
Hyde and Seek, Jekylla
Nadaville
Uteles Blog
curi0us
thepatchworkfamily
Sternenstaub
Blind-PR
Getriebeteile und Dichtungen
anglogermantranslations
Träume Collagen Verwerfungen (weil das noch jungfräulich ist, auf das ältere Blog auch einen Blick werfen.
STP1910
Mythopeia
Angedacht
Zehnbar-Blog
Hoppraus.de
Wunder_lich
violinista goes einundvierzig
Koch-Basics
Aquii goes Pott
dr-emmas-chemielabor.de

2010-11-16

Blogwichteln 2010



Liebe Blogwichtel und Blogwichtelinnen,

es ist wieder soweit, das Jahr neigt sich dem Ende zu. Die üblichen Feierlichkeiten stehen an und somit wird es wieder Zeit für das legendäre Blogwichteln!

Wir schreiben das Blogwichteljahr 2010 und gehen immerhin schon in die fünfte Runde! Als erstes aber gedenken wir dem Herrn Hollemann, seines Zeichen dem ersten unvergleichlichen Blogwichtel-Initiator im Jahre 2006, der sich leider letztes Jahr aus dem Blogleben und somit Blogwichtelgeschehen zurückgezogen hat. Wir hoffen alle, Dir geht es sehr gut!

Dann noch einmal einen sehr herzlichen Dank an die wundervolle Frau Bhuti, die im letzten Jahr selbstlos kurzfristig ohne zu Zaudern für Herrn Hollemann eingesprungen ist und die Organisation des Blogwichtelns 2009 auf sich genommen hatte. Sie hat für dieses Jahr den Blogwichtel-Organisationspokal großzügig in meine zittrigen Hände gelegt und ich hoffe, ich bekomme das auch nur halbwegs so auf den Punkt durchgeplant hin, wie sie es gemacht hat und uns allen damit eine große Freude bereitet hatte. Und somit wäre wir schon beim …

*Trommelwirbel*

5. Blogwichteln 2010

Blogwichteln geht so: Ihr tragt Euch mit lustigen Sprüchen in die Kommentare unten ein und bezeugt damit offiziell naiven Glaubens unbedingt mitmachen zu wollen. Gleichzeitig (!) schickt Ihr mir bitte hinter den Kulissen eine verbindliche Mail an *siehe oben recht stehende* Mailadresse. Diese Anmeldemail sieht bitte wie folgt aus:

Subject/Betreff: Blogwichteln

Blogname
Blog-Url
E-Mail-Adresse

Bitte in der Reihenfolge und allererst angegeben – falls Ihr im spätereren Mail-Text noch Fragen oder Anmerkungen habt. Es macht mir die Erfassung und Sortierung Eurer Anmeldungen etwas leichter. Das ist die erste und kinderleichte Übung des Blogwichtelns. Jetzt dürft Ihr gerne auf Eurem Blog die frohe Kunde der Blogwichtelei verkünden, damit hinterher nicht noch eine/r sagt, er/sie hätte nichts vom Blogwichteln gewusst.

Der erste Stichtag, weil Anmeldeschluss ist der: 30. November 2010

Sobald der Stichtag der Anmeldung vorbei ist, eine Blogteilnehmerliste wird hier offiziell geführt werden, lose ich die Blogs mit superanalog handgeschriebenen Zetteln in Opas Sektkübel untereinander aus. Und danach werde Euch einzeln Anfang Dezember das jeweilige Blog per Mail nennen, das Ihr bewichteln dürft. Keine Sorge, ich werde mir dabei genau gar keine Blöße geben und es Euch allen so richtig schön schwer machen, auch wenn ich darauf genau null Einfluss habe. Blogwichteln ist aber nun mal überhaupt gar nichts für WeihnachtenaufdenMaledivenverbringer, dass das man klar ist!

Sobald Ihr von dem von Euch zu bewichtelnden Blog Kenntnis genommen habt, bricht bei Euch mittelschwere Panik aus. Versprochen! Ihr stellt nämlich fest, dass Euch genau zu diesem einen von Euch zu bewichtelnden Blog gar nichts einfällt und Ihr werdet stöhnend verkünden, dass Ihr das schwerste Blog zu bewichteln habt, das es jemals zu bewichteln gab. Ist so. Ist immer so! Dieses Jahr könnt Ihr Euch dieses Gestöhne aber gleich im Ansatz kneifen, denn grundsätzlich bin ich hier diejenige, die immer das oberallerschwerste Blog zu bewichteln hat. Die Vergangenheit der letzten zwei Jahre hat das bewiesen. Also hinten anstellen, tief durchatmen und einfach anfangen mit dem Wichteln.

Das Blogwichtel darf bestehen aus selbst geschaffenen getexteten, gemalten, mulitmedial gebastelten, musikalischen, fotografierten, gefilmten, getrommelten, wunderschönen Blogbeiträgen für das von Euch zu bewichtelnde Blog – und ja, Euer Blogwichtel darf, soll sich sogar unbedingt mit dem jeweils zu bewichtelnden Blog und seine/rm Blogger/in auseinander setzen. Es darf gescherzt, geherzt, gefrotzelt, geschmeichelt, philosophiert, hoffiert, dramatisiert, überreagiert gewichtelt werden. Kurz: ein wenig Mühe und Aufwand wird schon verlangt, denn die anderen Teilnehmer geben auch ihr allerbestes Blogwichteltalent zum Besten!

Da Ihr dennoch weiterhin glaubt, Ihr hättet das schwierigste Blog ever zu bewichteln, werdet Ihr die Gestaltung Eures Blogwichtels so lange hinauszögern, bis es nicht mehr geht und Ihr werdet völlig in Stress geraten, ausflippen und feststellen, dass Weihnachten so kurz vor der Tür steht wie noch niemals zuvor, der Dezember nur maximal drei Tage hatte und Eurer Euch zugewiesenes Blog zu bewichteln immer noch unmöglich ist … und fassungslos vor dem Blogwichtelabgabestichtag stehen!

Aber … Ihr werdet dennoch abliefern! Und zwar so etwas von pünktlich allerspätestens bei mir per Mail am 12.12.2010! Rechtzeitig! Nichts ist hässlicher, als am Blogwichtelposttag als einzige/r keinen Blogwichtelbeitrag morgens posten zu können, weil man von seinem Blogwichtel vergessen wurde. Das tut uns allen nicht gut, dem Blogwichtel besonders weh, daher: nicht sich kurz vorher mit faden Entschuldigungen aus dem Staub machen! Pünktlich abliefern! (Ich reite deswegen so darauf herum, weil Bhuti und ich im letzten Jahr noch schnell einen zweiten Blogwichtelbeitrag für Blogs gestrickt haben, weil deren Wichtel erst im letzten Moment und sogar erst auf Nachfrage am Veröffentlichungstag (!) feststellten, sehr kurzfristig keine Zeit/Lust/Idee zu haben – und so was ist dann nicht fair.)

Kurz vor dem letzten Stichtag, dem Blogwichteltag, erhaltet Ihr alle von mir eine Mail mit dem für Euch von Eurem Blogwichtel – der natürlich anonym bleiben wird – geschaffenen Blogwichtelbeitrag, den Ihr dann bitte am nationalen Blogwichteltag am 15. Dezember 2010 in Eurem Blog veröffentlicht – und Euch hoffentlich vorher bereits darüber gefreut habt, weil es so grandios ist und Euch daher noch lange Zeit danach weiterhin freuen werdet. Schon beginnt der sehr lustige Nebeneffekt am Blogwichteln: wir suchen alle die Blogs der anderen Teilnehmer heim, lesen deren Blogwichtel, arbeiten an dem Tag erfahrungsgemäß kaum und rätseln noch bis Ostern von welchem Blogger wohl welches Wichtel gekommen sein mag. (Außer Frau Jekylla natürlich, denn die hat immer schon nach den ersten 30 Minuten die komplette Peilung.)

So jedenfalls sind die Spielregeln – und die sind erprobt und für gut befunden! Natürlich dürfen auch Blogger aus sehr fernen Ländern wie Bayern, Österreich und dem Kongo mitmachen, Hauptsache ist Eurer Rechner reagiert nach mitteleuropäischer Zeit und das Blogwichtel spricht unsere Sprache.

Treffpunkt zum sich Warmwichteln und neueste Infos fassen, ist immer hier im Blog. Ich wünsche uns allen eine große bunte wildkreative Teilnehmerschar und eine bonfortinöse vorweihnachtliche Blogwichtelzeit.

Ab in Euren Terminkalender hiermit:

30. November 2010 Anmeldeschluss für alle Blogwichtel
01. Dezember 2010 Zulosung aller Blogwichtel untereinander durch mich und Bekanntgabe hinter den Kulissen
12. Dezember 2010 Letzter Abgabe- und somit Stichtag für alle einzusendenden Blogwichtel und direkten Weiterleitung durch mich an Euch
15. Dezember 2010 Großer Blogwichteltag 2010!

2010-11-13

Tanzmaus

Mit 12 ließen unsere finanziellen Verhältnisse endlich zu, worauf ich mein kurzes Leben immer gehofft hatte: Ballettunterricht haben zu dürfen. Sechs Wochen (!) nach Unterrichtsbeginn bescheinigte mir die Lehrerin großes Talent und stellte mich auf die Spitze. Mit 13 rannte ich verzweifelt zum Orthopäden, um mir Aufbaumittel in die Knie spritzen zu lassen. Mit 14 war dann Schluss mit dem Traum. Zwischendurch aber führten wir auf dem Gymnasium das „Triadische Ballett“ von Otto Schlemmer auf.



Und aus der schönen Reihe „Blogger, die sich für ihre Leser zum Deppen machen“ seht Ihr hier also creezyne im TuTu auf der Aulabühne auf Spitze. Ich war mit zwölf Jahren bereits 176 cm groß, auf Spitze stehend kamen noch einmal ca. 20 cm dazu. Ich war also die größte TuTu-Trägerin der Welt nach Margot Werner. Oder ein Rüsseltier in weiß. Egal, ich habe es geliebt – es war meine Bestimmung!



Ich erinnere mich noch genau, das Trikot schien mir – für eine 13jährige mit denkbar wenig vorhandener Brust – viel zu transparent, was es für eine Riesenaktion war, einen BH zu finden, der trägerlos war und auf keiner vorhandenen Brust hielt. Teenager eben.

2010-11-12

Lachen …

Braucht Ihr zufällig etwas, was Euer Leben erhellt?

1. sich auf Twitter anmelden oder einloggen
2. den Hashtag: #einbuchstabedanebentiere und #einbuchstabendanebentiere eingeben
3. Spaß haben!

2010-11-11

… wie Faust uff Auge …



Von Georg Jähning, dorthin geht's auch zum hochaufgelösten PDF-Download und zu den lustigen Kommentaren!

Auch nett, die urpersönliche Variante von Frau Nessy.

2010-11-10

Generation Angst

Profiteure und Verlierer des Kinderschutzes II Lesen!

2010-11-09

Naja …

immerhin sind wir nun schon soweit, dass sich manche von uns gezwungen sehen unseren Bundespräsidenten explizit darauf hinweisen zu müssen, wenn die Bundesregierung Gesetze am normalen Bewilligungsweg vorbei etablieren will, ihr dies nicht durchgehen zu lassen.

Diese Regierung macht nur noch traurig.

Er lebt!

2010-11-08

Alles neu, auch das Wetter!

2010-11-07

Sprachlos …

ALG II – weniger Geld für Behinderte.

Fundstück

2010-11-06

Der jungen Frau gewidmet …



die gestern im Alter von nur 31 Jahren ihren langen tapferen Kampf gegen den Krebs zu Ende gekämpft hat. Mit einer für den Außenstehenden unbegreiflichen Tapferkeit. Wir haben die Schwester unseres Freundes nie kennenlernen dürfen, weil sie in Osteuropa lebte. Aber wir haben mit ihr seit der schrecklichen Diagnose gelitten, waren über die Nachricht vom Rezidiv genauso fassungslos und nun teilen wir tief berührt die Trauer mit ihrer Familie.

Was uns bleibt, ist Freude zu empfinden bei der Gewissheit, dass aus etwas Schönem immer wieder etwas Schönes entsteht.

2010-11-05

Annette Humpe

Annette war eine sehr präsente Person in meiner Kindheit. Sie gehörte zu dem bunt-verrückten-verruchten Haufen der Buddhisten der Sokka Gakai, die sich in den 70igern auch hier in Deutschland formierten, zu denen sich meine Mutter als eine von den ersten vielleicht zwanzig Deutschen Aktiven zählte. Wir waren multikulturell ohne Ende – obwohl es dieses Wort damals selbstverständlich noch gar nicht gab. Und wenn wir etwas neben dem Budhhismus einen großen Raum gaben, dann der Kunst. Zwangsläufig, obwohl Leute wie meine Mum, als Kontoristin, oder Inge, als Verkäuferin, eher die Ausnahmen bildeten im Verhältnis zu den anderen, die irgendwie alle professioneller mit Kunst jeglicher Richtung zu tun hatten. Die Stilrichtung im weitesten Umfeld, denn für einige bestand deren Kunst darin nach Berlin vor dem Wehrdienst geflohen zu sein und hier dann doch erst mal nicht allzu fleißig zu studieren oder sich der Kunst der bunten Welt der Drogen hinzugeben. Der Buddhismus brachte uns bunte Melange zusammen, um gemeinsam zu chanten, zu singen, zu tanzen, Theater oder Pantomime zu spielen und für meinen Bruder, für mich und für meine Mum sowieso, war diese Zeit das Beste, was uns zur Kompensation der sehr unschönen Scheidungszeit meiner Eltern passieren konnte. Ich traf also als Kind auf viele Menschen mit dunkler Hautfarbe, schmalen Augen, osteuropäischen Akzenten, die alle reizend zu uns Kindern waren, denn wir hatten ein immensen Stellenwert und das Bemühen war groß, uns Kindern viel Spaß und Freude zu schenken und uns darin zu fördern, unsere Kreativität auszuleben.

Annette hatte damals lange Haare, schön zu einer riesigen Afromähne gedauerwellt und schien immer ein wenig spröder im Vergleich zu den anderen – oder einfach nur eigen; mit meiner heutigen Lebenserfahrung würde ich beschützend formulieren: schüchtern. Diese damalige enorm expressive Zeit, muss für Menschen, wie sie, schwer gewesen sein. Auch sie kam aus dem – für uns damals – durch den Transit getrennten Westdeutschland und sie spielte Keyboard und jeder war von ihrem Talent als Musikerin überzeugt. Im Grunde spielten in unserer Gemeinschaft fast alle ein Instrument, im Zweifelsfall eben das Tamburine oder die Triangel (!), aber es gab eben auch die echten, ernsthaften musikalischen Talente und Annette gehörte zweifelsohne zu ihnen. Ich mochte Annette, wegen ihrer Haare und weil sie immer ein bisschen anders war als die anderen. Sie taute etwas mehr auf, als ihre Schwester Inga auch nach Berlin und zu uns stieß. Annette ging nach Hamburg zu einer Zeit, als sich der alte Kern der Buddhisten etwas auflöste. Dies weil die Sache zu schnell zu groß wurde und wie so oft der Mensch und sein Organisationszwang, der eigentlich schönen Sache in ihrer weiteren Entwicklung störrisch im Wege stand. Aber so ganz hatte ich als Kind nicht begriffen, wieso man so einfach weggehen konnte und uns alleine lassen konnte, so wie Annette das konnte.

Jahre später in den 80igern, ich war mittlerweile längst kein Kind mehr, sondern eine erwachsene junge Frau, die sich dem Spaß der Neuen Deutsche Welle hingab, stand ich vor dem Reichstag in Berlin, wo damals schon gerne Konzerte for free in unmittelbarer Mauernähe gegeben wurden und traf hier Annette erstmals seit meiner Kindheit wieder. Sie stand oben auf der Bühne mit Ideal und intonierte „Ich steh‘ auf Berlin“. Erfolgreich. Später war sie mit ihrer Schwester, Inga, weiter erfolgreich. Während mich immer wieder meine Wege – auch als nicht allzu aktive Buddhistin damals – hier und da in die Arme der alten Freunde und Bekannte aus dieser Zeit führte, habe ich Annette nie wieder gesehen. Irgendeiner wusste immer, wo sie ist, was sie machte, dass es ihr gut ging und erfolgreich war mit dem, was sie offensichtlich gerne tat. Man freute sich, das aber war es. Privat wurde sie relativ spät Mutter, lebte weiterhin in Hamburg und erlebte ihren vielleicht größten kommerziellen Erfolg mit Ich + Ich und ich bewundere sie dafür, konsequent gleichzeitig Part und Nichtpart dieser sehr speziellen Erfolgsgeschichte zu sein. Nichtpart, wenn es um ihre visuelle Präsenz geht natürlich nur. Eine wundervoll gelebte Konsequenz in diesem Business.

2008 traf ich Annette zufällig in Charlottenburg beim Asiaten in der Kantstraße, ich während meiner Weiterbildung in unserer kurzen Mittagspause mit Schulkollegen, sie mit ihrem Sohn setzte sich zu uns an den Tisch und dann quatschte ich sie einfach an mit einem „Du bist doch Annette?“ Was für sie merkwürdig gewesen sein muss, denn unüblich ist es schon, wenn eine erwachsene Frau eine andere erwachsene Frau plump duzt. Zumal wenn man meint, diese noch nie gesehen zu haben. Ich erklärte ihr, wer ich sei und natürlich konnte sie sich nicht an mich erinnern bis zu dem Moment, als ich ihr den Namen meiner Mum Evi nannte. Mich selbst wird sie das letzte Mal als vielleicht elfjähriges Mädchen gesehen haben, ich bin eine komplett Fremde für sie. Auf ihre Nachfrage hin musste ich ihr erzählen, dass meine Mum zwei Jahre zuvor verstorben war, was ihr leid tat und wir tauschten ein paar Informationen über gemeinsame Bekannte aus der damaligen Zeit aus. Bis ihr Essen kam und für uns es Zeit gekommen war, zurück zum Unterricht zu gehen.

Letze Woche wurde Annette 60, was ich natürlich insbesondere unserer Geschichte unfassbar finde, weil mir auch klar wird, wer von den Leuten alles also auch so jung alt mittlerweile ist. Annette sieht längst nicht wie eine 60jährige aus und ich wünsche ihr weiterhin viel Glück, Erfolg und Freude bei dem, was sie tut. Eine gute und lange Gesundheit – und viel Spaß in Berlin. Sie soll wieder nach Hause gekommen sein.

2010-11-04

Wie im echten Leben …

Jawl ist sozial vereinsamt am Arsch.

Bunga Bunga

ist das das neue politisch korrekte Wort für Schnackseln?

2010-11-02

Gestern bei einer Alpensendung auf arte

hängen geblieben. Mich in Steinböcke verliebt.

Ich freue mich sehr für die Zahnärzte, …

dass sie im Jahr 2010 so früh – also am Anfang des vierten Quartals – schon bei einigen Krankenkassen ihre Mäuschen ins Trockene geholt haben, dass sie auf den unangenehmen Winterdienst verzichten können!

Natürlich wird kein Zahnarzt einen AOK-Patienten abweisen – er muss nur privat und bar zahlen! Ach und man möge Vertreter der ablehnenden Gattung bitte melden.

Herbst

2010-11-01

Spree-Praline 2010

Erinnert Ihr Euch noch an die Spree-Praline? Auch bekannt als „Dr. Ingrid Wengler“? Ich schrieb 2006 über die stählerne Wasserleiche und gestern führte uns der herbstliche Spaziergang wieder einmal an ihr vorbei …



Vom tollen Marina-Bay immer noch keine Spur, die Allianz Treptowers suchen verstärkt Mieter und die Baumaßnahmen am gegenüberliegenden Osthafen scheinen abgeschlossen. Zwischendurch sind ätzende Leuchtreklamen, das Ufer und Stadtbild verschandelnd, genehmigt worden und die aktive Initiative, die dafür kämpft, dass nicht jede Berliner Uferfläche ausschließlich dem Kommerz zum Opfer fällt, hat die Ingrid einfach zum Maskottchen „Mediaspree“ gelabelt. Politisch ist sie also noch geworden auf ihre alten Tage, die Dame!



Sie indes ruht weiterhin stolz vor sich hin und trägt ihren Verfall so konsequent zur Show, wie die Berliner Politik versucht der Stadt konsequent ein zweitklassiges architektonisches Antlitz zu skandalisieren. Dann doch lieber Schrott!

Halloween

Alle Kinder, die ich gestern in Kreuzberg, Neukölln und Tempelhof abends mit Tüten nach „Süßem oder Saurem“ habe fahnden sehen, waren als Kids mit Migrationshintergrund verkleidet. Seit Sarrazin gilt das wohl als besonders gruselig.

(Aus der Reihe: ich habe ja keine Ahnung von sowas.)

2010-10-31

RTL 2 Irreführung als Programm

Die hysterische RTL-2-Show "Tatort Internet" hat eine Mission: Ein Gesetz soll her, um Erwachsene bestrafen zu können, die sich online an Kinder heranmachen. Was die Macher der Sendung lieber verschweigen: Das Gesetz existiert längst - und verbietet sogar, was außerhalb des Internets erlaubt ist.

Dietmar Hipp hat das RTL-2-Format unter den gegebenen juristischen Gesichtspunkten kommentiert.

2010-10-30

Fährt der alte Lord fort, fährt er nur im Ford fort …

Bei uns inne Familie waren ‘se 1969 schon emanzipiert. Muttern machte den Führerschein, mein Vater machte den nie. Unser erstes Auto war dieser entzückende Ford Taunus 12m (P4), gebraucht. 40 PS. Hammer!



In diesem Auto lernte ich nicht mehr direkt auf der Rückbank zu reiern, wenn's um mehr als zwei Ecken gegangen ist. Hinter Mama und mir als Vierjährige, hinter dem bonfortinösen Auto und dem Rohbau im Hintergrund, liegt übrigens direkt die Deutsche Oper Berlin an der Bismarckstraße. Parkplätze gab es damals noch – ohne Ende!

2010-10-29

Bitte schickt doch …

mal der lieben Liisa von Charming Quark ein bisschen Mut, Sonne, Fröhlichkeit, einen Haufen guter Energie, wenn Ihr selber könnt und übrig habt. Sie ist so ein herzensgutes Blog-Urgestein und ich glaube, sie kann momentan gute Gedanken und liebe Worte gebrauchen!

So ein virtueller Knuddler versetzt auch dunkle Berge, glaube ich fest daran!

Vielen lieben Dank!

Das Schwarzbuch der Steuerzahler

gibt es übrigens auch als PDF zum Download. (Aber bitte nicht mitten beim Lesen Amok laufen.)

Die andere Zahl heißt übrigens 6,6 Millionen

Die Regierung erzählt zwar, es gäbe nur noch 2.9 Millionen Arbeitslose. Dafür gibt es aber nach wie vor 6.6 Millionen Empfänger von Leistungen wie ALG II oder ergänzendes ALG II.

Das heißt nur unter der CDU wurde der Pool der Menschen mit Arbeit, die sich von ihrem Verdienst im fünfreichsten Land der Welt nicht alleine ernähren können.

Das ist Deutschland! Du bist Deutschland!

2010-10-28

Begrüßen Sie bitte

Frau erpaufee in der Blogwelt! Sie ist noch frisch unterwegs und hätte gerne Mitleser, möchte ich wetten.

Ich weiß die Antwort! Und Ihr?



Der Tagesspiegel weiß es ganz genau …

Wie gerne …

hätte ich manchmal auch solche Drogen!

2010-10-24

Das ist Nele …



Nele kenne ich über Twitter und ist die Nachfolgerin der lieben Taja, einer Beagle-Hündin, die vor einigen Wochen leider altersbedingt das Zeitliche segnete. Taja lebte mit zwei Flusenkatzen und ging täglich ins Büro. Und so macht das auch ihre Nachfolgerin Nele, deren weitere Gemeinsamkeit zur Vorgängerin ist, dass sie ein „Labor-Beagle“ war. Labor-Beagle sind eine fremdbestimmte Rasse der Beagle, die ja als gemeinhin sehr freundliche liebenswerte Hunde bekannt sind und sich daher offensichtlich prima zur Laborhaltung und für Experimente eignen, über die wir wohl lieber nicht näher nachdenken wollen …

Nele ist zwei Jahre alt, hat dem Labor schon Babies (man nennt das in Labordeutsch „Vermehrerhündin“) geschenkt und durfte, aus welchen Gründen der Nichteignung auch immer, nun in die Freiheit entlassen werden. Sie hat ihr neues Zuhause bei der Menschin von Taja und zwei Flusenkatzen gefunden. Nele bloggt ab sofort, was spannend zu lesen ist, weil Nele trotz ihres „hohen“ Alters ja nun überhaupt erst das Leben in einer Welt voller Menschen, Straßen, Natur, Hunden, Katzen und den üblichen Dingen, die jedem „normalen“ Hund von Anfang an vertraut sein dürfen, kennenlernt. Im Moment lernt ihr Immunsystem sich mit all den Dingen, die in der Freiheit bekämpft werden müssen, auseinander zu setzen.

Das Unangenehme an Nele ist, die guckt einem auf einem Foto mal in die Augen – und schon ist's um einen geschehen. Und falls jetzt jemand von Euch darüber nachdenkt, einem Hund ein Zuhause zu geben, hier geht es zur Labor-Beaglevermittlung!

Ach, und hier sind lauter kleine Filme, mit Nele, wie sie lernt „High Five!“ und so zu machen.

Herzliche Grüße nach Wiepersdorf!

Frau Indica ist heute in Sachen Netz offline unterwegs und refferiert im Rahmen des Symposiums „Bettina von Arnim als Kommunikationsexpertin“ über Kunstfiguren offline und reale Personen online und wie sie sich treffen, wenn sie sich treffen, wo immer sie sich treffen.



Frau Indica trifft man somit heute im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf, wo sie den Zuhörern erzählt, wie sehr Bettina von Armin heute wohl eine Vorreiterin im Social Networking wäre. Womit die Frage zu klären ist, ob nicht in uns Bloggern von heute auch ein Stückchen der modernen Bettina von damals steckt.

Leider kann ich nicht dabei sein, wie eigentlich geplant. Aber ich wünsche allen Teilnehmern, vor allem der Referentin, eine spannende Zeit vor Ort und ein vergnügliches spinnen von Netzwerken ganz im Geiste einer klugen einzigartigen Frau und Schriftstellerin!

2010-10-23

Malte Welding

zur Leitkulturdebatte. Muss man lesen! Wirklich!

Überhaupt und generell …

2010-10-22

Liebe Studioblitzfunkempfängerhersteller

macht die Dinger doch bitte in Zukunft noch größer und fetter, damit auch wir Fotografinenn unsere gar nicht vorhandenen Schwänze noch besser kompensieren können. Weil die Variante ist ja erst mal nur für Kleinschwanzbesitzer* mit Objektivrohrkompensations-
defizit.

Mann, mann, mann! Ey!

(*Alle FotografEn, die Technik in einem gesunden Maß kaufen nur um zu fotografieren, müssen sich jetzt nicht auf den Schlips getreten fühlen.)

Ist wohl was dran …

Das ist ein sehr sehr lustiger

Artikel hinsichtlich der möglichen positiven Auswirkungen für die CDU bei der Berliner Abgeordnetenwahl im kommenden Jahr nach der Bekanntgabe von Renate Künast als Spitzenkandidatin der Grünen für das Bürgermeisteramt.

Ihr wundert Euch, dass die Kandidaten von SPD und Die Grünen in dem Artikel namentlich genannt werden und der von der CDU nicht? Obwohl der Artikel so mühsam versucht, dieser CDU eine strategische Chance einzuräumen? Stimmt, es gibt keinen! Nachdem Friedberg Pflüger, profillos wie er nun mal war, zwei Mal gescheitert ist, gibt es zur Zeit keinen Kandidaten der CDU und diese glaubt ernsthaft, sich im November möglicherweise auf einen Kandidaten zu einigen und diesen Anfang nächsten Jahres den Berlinern zu präsentieren, würde ihnen neben der so schon nicht vorhandenen Chance die Wahlen zu gewinnen, diese schmälern. Eine Partei, die sich eine Legislaturperiode lang nicht in der Lage gesehen hat, den Berlinern einen Spitzenkandidaten aus Berlin (weil Hannoveraner, die eigentlich keinen Bock haben nach Berlin zu ziehen, haben hier keine Chance) zu präsentieren.

Es wird lustig. Ich tippe zur Zeit auf Künast. Die SPD würde es nur reißen, wenn sie derzeit Buschkowsky aufstellen würde. Die Amtsmüdigkeit von Wowereit ist zu offensichtlich.

2010-10-21

Überlege …



jetzt schon Vogelfuttergroßeinkauf zu machen, dann wird der Winter vielleicht eher ein durchgehender Frühling?!

(Aus der Reihe: einmal im Leben Petrus austricksen.)

Loki

Das haut mich jetzt irgendwie aus der Bahn. Es ist ja nicht so, dass man das in dem Alter und bei ihren gesundheitlichen Problemen in der jüngsten Vergangenheit nicht auch in Betracht ziehen musste aber mich trifft das jetzt sehr. Kein Mensch, den man gerne einfach ziehen lässt! Auch nicht unbekannterweise.

Aber vielen Dank Herr Schmidt, dass Sie diese sympathische, kluge, humorvolle, streitbare, geerdete und schon so früh emanzipierte Frau als Wegbegleiterin gewählt haben. Ich erinnere mich an so unterhaltsame Momente in Interviews mit ihr. Und sie wurde im Alter immer schöner! Es ist sehr sehr traurig.

Wer nur soll jetzt die Blume des Jahres wählen?

Mit Knicksen konnte ich nicht dienen

2010-10-20

Heute würde ich …

a) einen warmen Kamin mein Eigen nennen können und
b) ‘ne Flasche Crémant in der Kühlung gebrauchen.

Ist beides nicht. Also

a) Streichelzoo bis zur Schnurrattacke und
b) heiße Schokolade perlt zwar nicht, macht aber auch glücklich.

2010-10-19

Kein Mensch aus einem fernen Land, …

der mit hochqualifizierter Ausbildung, Berufserfahrung, Fremdsprachenkenntnissen (deutsch) etc. in einem Zuwanderer-Punktesystem an 100 Punkte und/oder höher käme, möchte in dieses unseres Land kommen, das sich gerade mit einer peinlichen Integrationsdebatte als dummrassistisch in seinen höchsten Politikerreihen nach außen präsentiert.

Es bleibt dabei, hier studieren ja. Aber nach dem Diplom lieber hochverdient im eigenen Land dienen. Und ich kann es ihnen nicht verdenken.

Immer wenn man denkt, es kann politisch in diesem Land nicht peinlicher kommen – gibt's Nachschlag. Immerhin arbeiten in diesem Land, das ja gerade so super aufschwingt, Menschen für einen Euro fünfzig die Stunde.

Interessante Info zum Thema Erste Hilfe

nicht mehr ABC sondern CAB!

Und wer einen Führerschein besitzt, nutzt und nicht mehr wusste, was ABC bedeutet, der sollte vielleicht etwas Freizeit in einen Erste-Hilfe-Kurs investieren. Ich bin in dem Punkt ja Hardliner: ich bin der Meinung, wir sollten alle als Lebensteilnehmer alle zehn Jahre zum Erste-Hilfe-Kurs zwangsverdonnert sein und motorisierte Verkehrsteilnehmer alle fünf Jahre. Einfach damit dieser zunehmende Impuls lieber weiterfahren anstatt Hilfe im Unglücksfall zu leisten, nicht mehr von dem Gefühl „ich kann das nicht mehr“ forciert werden kann.

Erste-HIlfe-Kurse gibt es gegen geringe Gebühren oder auch kostenlos bei „Die Johanniter“, den Maltesern oder beim Deutschen Roten Kreuz.

Nettes Bilderrätsel 2, Foto 3

Jetzt aber: Der Quintus hat nach einer eleganten Vorlage vom Mechatroniker gelöst, es ist: … ein wunderschön erhaltener Renault TL 16. Serienstart 1965 (mein Geburtsjahr) und bis 1980 sind von ihm knapp 2 Millionen Exemplare vom Band gelaufen. Der TL 16 zählte zur gehobenen Mittelklasse und hatte wohl die kreativste Rückbank ever, na zumindest zu seiner Zeit. Der R 16 hatte unterschiedliche Radstände rechts und links, was ihm erlaubte erstaunlich schnell auf unwegsamen Gelände zu cruisen und trotzdem die Spur zu behalten, alternativ die Bandscheiben der Insassen nicht direkt lahmzulegen. So war der der R16 (Sport) der Prototyp zum Geländerennwagen. Renault verbaute hier den ersten kompletten Alumotor in der Unternehmensgeschichte – mit Lenkradschaltung. Leergewicht: knapp 1 Tonne. Der TL mit 67 PS brachte knapp 150 km/h Spitze (bergab) und der 16 TX, der Renner, mit 93 PS immerhin 173 km/h. War schön alles kantig am Fahrzeug, der Zeit geschuldet … bis auf die elegant geformte Motorhaube – Sex pur oder? Meine Mutter fuhr kurze Zeit einen R16, in dem ihr nachts von einem freundlichen jungen Mann in Berlin auf dem 17. Juni die Vorfahrt genommen wurde. Auto tot und dabei waren wir so begeistert von ihm. Mums Arm kaputt, infolge dessen lange krankgeschrieben, in der Folge arbeitslos – und der junge Mann fuhr ohne Versicherungsschutz, wie sich später herausstellte. Keine schöne Erfahrung. Aber das Auto war in unserem Herzen – immer. Ich wäre neulich am liebsten direkt eingestiegen und Richtung Frankreich los gedüst … hier könnt Ihr wenigstens auf die Seiten vom Renault 16 Club düsen!

2010-10-18

Nettes Bilderrätsel 2, Foto 2

bis jetzt waren noch alle Vorschläge mehr so in der cold area … dann legen wir mal nach …



Und Ideen?

2010-10-17

Nettes Bilderrätsel

Aus der unregelmäßigen Reihe „nettes Bilderrätsel“ heute ein erstes Foto. Regeln, wie gehabt, keine außer: ich lade Foto(s) hoch, Ihr dürft raten, um was für ein Auto aus vergangener Epoche es sich handelt! Zu gewinnen gibt es nichts außer dem Wissen darüber, dass Ihr der/die größte Bildrätsellöser/in von holy fruit salad! seid.

2010-10-16

Mutti …

twitter trouble

Die Meldung bekomme ich seit einer Woche, versuche ich mich einzuloggen:



Der Account selbst ist aber aktiv. Das mit dem Support gestaltet sich etwas zäh. Von nicht reagieren bis nach dreimaligen Response auf deren Response der Hinweis, ich würde mit der falschen E-Mailadresse kommunizieren und solle mich doch bitte mit dem gleichen Problem nochmals an den Support wenden. Heute nun die Nachricht, mein Problem wäre ein bekanntes, ich sei damit nicht alleine (schön!) und ich möge mich in eine Supportmeldeschlange mit sehr vielen anderen einreihen, meine offizielle Anfrage sei jetzt zwar auf „solved“ gestellt, ich solle mir aber keine Sorgen machen, es sei ihnen bewusst, dass mein Problem weiter bestünde, man würde daran arbeiten.

Spannend. Die ersten Leute, die sich in diese Liste eingetragen haben, haben es vor sechs Monaten getan. Das macht Mut. Kurz: ich lebe noch, ich bin auch nicht nach dem letzten 140 Zeichen-Diktat verreist und ich würde auch, wenn ich könnte, twittern.

Die Sari …

Ihr erinnert Euch noch an Sari? Die kleine Mieze mit Ataxie, der Ihr neulich noch sehr geholfen habt?

Sari hat ihren ersten Fernsehauftritt und erzählt von sich und ihrem Leben mit ihrer Behinderung, vielleicht zeigt sie ja auch ihre Mäuse …

Samstag, 23.10.2010 18:00 Uhr bei hundkatzemaus auf VOX.

Hier geht es noch einmal zu dem Verein Feline Senses Lebensfreude, dem Sari „vorsteht“.

2010-10-15

Herbst im Stadtbild

Ich weiß nicht, …

ob Ihr so etwas Schönes auch habt. Wir hier in Berlin haben beim „Der Tagesspiegel“ eine Rubrik „Nachrufe“ in der schöne Lebensgeschichte von jüngst verstorbenen Menschen in Berlin sehr liebevoll erzählt werden.

Ich mag diese Tradition sehr.

Tschüss Hermann,

viel zu früh. Und schmerzhaft bewusst ist mir, dass für einen Menschen wie Ihnen zu wenig gleichwertige Politiker nachwachsen in dieser Zeit.

2010-10-14

Die toten Augen von London.

Wetterblogpost.

Wenn man nicht mehr sprechen kann …

Diese Woche hatte Tantchen Geburtstag. Sie ist die erste Frau vom Bruder meines Vaters und war meiner Mum nach der Trennung und Scheidung von meinem Vater eine enorme Stütze, wie sie es auch mir war, nach dem Tod meiner Mum. Wir sind uns immer herzlich zugetan gewesen – auch wenn wir beide oft lange Zeit nichts voneinander hören. Tantchen ist, wie ich, Waage vom Sternzeichen und wir laborieren beide an einer Telefonkommunikationsphobie. Ich tendiere immer zur Version, ruft mich an, wenn es Euch nicht gut geht, dann bin ich da. Ruft mich an, wenn es Euch gut geht, dann bin ich auch da. Aber verlangt nicht von mir Euch anzurufen. Tantchen ist da wie ich veranlagt. Soweit so gut.

Als ich dann nun neulich Geburtstag hatte und sich mein Bruder überraschend aus München anmeldete über das Wochenende, habe ich natürlich Tantchen angerufen und Bescheid gegeben. Wir trafen uns zum Abendessen und beide sinnierten darüber, wie lange sie sich nicht mehr gesehen hätten und einigten sich auf die Beerdigung meiner Großmutter … die war 1992. Soviel dazu.

Als ich also das Tantchen anrief, um ihr zu erzählen, was Sache ist, erzählte sie mir wiederum von ihrem Schlaganfall im Sommer, der zwar leicht war aber ihr Sprachzentrum betroffen hatte. Sie kam eines Tages nach Hause (Tantchen wohnt in einer Gartenkolonie, man kennt sich dort untereinander) und bekam ihre Tür nicht aufgeschlossen. Also sprach sie den Nachbar an und bekam kein Wort raus, beziehungsweise kein verständliches – sie konnte ihr Anliegen nicht kommunizieren.

Das fand der Nachbar so normal, dass er das Tantchen mit geöffneter Tür ziehen ließ ohne die 112 anzurufen!

Tantchen, lebt heute alleine, legt sich erst einmal schlafen, in der Hoffnung am Tag danach würde wieder alles anders aussehen. Was sollte sie auch tun, selbst konnte sie sich keine Hilfe holen?! Und aufschreiben konnte sie zu diesem Zeitpunkt auch nichts mehr. Am nächsten Tag ging Tantchen wie üblich zur Arbeit. Sie betreute noch einige Mandanten in dem Steuerbüro, in dem sie seit 35 Jahren bis zu ihrer Pensionierung gearbeitet hatte, und dort verständigte man dann endlich die Nothilfe als man dem Problem gewahr wurde.

Mein erster dummer Spruch am Telefon war, „warum hast Du denn nicht Bescheid gesagt?“ Selbstschämung de luxe. Tantchen geht es mittlerweile nach der Reha wieder besser, sie spricht wieder sehr gut – vor allem, wenn man bedenkt, wie lange der Apoplex in ihrem Fall nicht behandelt wurde – manche Worte muss sie etwas länger suchen oder zwei Mal aussprechen, bis es stimmt. Aber im Großen und Ganzen hat sie viel Glück gehabt im Unglück.

In der Firma wurde während Tantchens Rehaaufenthalt die Computertechnik aktualisiert, nicht der alte Rechner vom Tantchen und die Cheffin hat ihr dann eine Woche vor ihrem 69. Geburtstag gesagt, man würde ihre Mithilfe nun nicht mehr benötigen. Kein Gespräch oder Nachfrage, ob sie denn wieder arbeiten könne oder wolle. Das schmerzt insofern, weil für Tantchen nur pensisoniert sein noch kein Thema ist und es nach ihrer Erkrankung großen Auftrieb bedeuten würde, ein paar Stunden die Woche arbeiten zu dürfen.

Also falls Ihr jemanden in Berlin kennt, der für sein Unternehmen eine Hand braucht, die die Buchhaltung übernimmt und ordnungsgemäß Abrechnungen etc. abwickelt, bitte gerne Meldung an mich. Tantchen ist motorisiert und fit in der Birne und auch sonst so!

Und ich rufe das Tantchen jetzt doch lieber regelmäßig an …

Ansonsten bitte, bitte, bitte: wenn in Eurem direkten Umfeld sich jemand plötzlich anders benimmt, plötzlich Sprach- oder Sehstörungen hat, verwirrt wirkt oder erregt, der Person übel ist, sich einige Gliedmaßen nicht wie üblich bewegen lassen, bitte, bitte, bitte nicht auf gut Wetter warten! Direkt 112 rufen und sagen „Verdacht auf Schlaganfall!“ Lieber einmal zu früh anrufen und ggfs. ist die Diagnose hinterher eine andere und nicht ganz so gefährlich als einmal zu spät, dann droht dem Betroffenen unter Umständen nämlich der Exitus oder ein Leben als lebenslanger Pflegefall. Man muss, darf, sollte manchmal in bestimmten Fälle für andere Menschen Verantwortung übernehmen!

Kurztest für Laien im möglichen Moment eines Schlaganfalls:
• Den etwaigen Patienten bitten zu lächeln. Eine Person mit einem Schlaganfall kann nur noch eine Gesichtshälfte bewegen, das Gesicht wird nur einseitig verzogen.
• Die Person soll versuchen beide Arme (Hände noch oben gedreht) nach oben zu heben. Liegt eine Lähmung infolge eines Schlaganfalls vor, kann der Patient das nur einseitig tun. Schließt er die Augen dabei und sinken ein oder die Arme wieder ab oder verdrehen sich, ist das ein Signal für einen Stroke.
• Die betroffene Person soll einen einfachen Satz z. B. „Ich brauche keine Hilfe“ nachsprechen. Auch wenn sie dazu in der Lage ist, genau hinhören: spricht sie wirklich klar oder verschwommen, stotternd?

Und: auch Kinder können bereits Schlaganfälle erleiden.

Kein Verständnis …

werde ich jemals dafür haben können, warum sich Frauen im Jahr 2010 in der Situation eines Notkaiserschnittes immer noch so alleine, mies und übergangen fühlen müssen! Teil 2.

2010-10-13

Note to myself

… mit 45 nicht mehr den Platz gegenüber der Bank einnehmen über der dieser Spiegel gekippt an der Wand hängt, der einem während der Dauer eines ganzen Milchkaffees erzählt, dass man wie 45 aussieht.

(Aus der Reihe: ein Glück, dass ich doch kein Mittagessen bestellt habe.)

Berliner Aktionsräume

Im Rahmen der weiteren Quartiersentwicklung in Berlin wird heute die Ausstellung „Aktionsräume Plus – Impuls für eine lebenswerte Stadt“ beim Senator für Bau- und Wohnungswesen eröffnet. Da hängen auch Fotos von mir.

Die klügere, intelligentere, profilierungsfreiere

Diskussion zum Thema Koran, Islam und getragene Kopftücher fand übrigens diese Woche unter dem Titel „Verhüllt im Namen des Korans?“am Sonntag im WDR bei west.art Talk statt. Leider kann ich sie nicht als online verfügbares Format ausmachen.

Das gestern bei Maischberger war unangenehmes zickige lautes Rumpoltern, ließ jegliche Diskussionskultur missen und diente nur dem Fremdschämen meinerseits.

2010-10-12

Wieder …

zwei Freunde mehr (facebook) und gestern beim Vietnamesen kommt eine junge Frau hinein mit Eierpackungen und Eiern und fragt schüchtern höflich, ob wir frische Eier kaufen wollen.

Größte Charmeofferte ever. Eierfach leider schon voll.

Die Bürger, Wähler sind der Souverän



Sehr guter Kommentar letzte Woche im Tagesspiegel (anlässlich Stuttgart 21) von Stephan-Andreas Carsdorff.

2010-10-11

Die kleine bunte Katze

Talytha entdeckt dieser Tage, dass ich nicht nur für das Fütterritual zuständig bin und ganz nett den Bauch kraulen und das Fell zur allgemeinen Zufriedenheit massieren kann. Nein, sie hat entdeckt, dass man ziemlich prima auf mir herum laufen, liegen und schlafen kann, einschließlich kompletter Körpermassage.



Am allerbesten und sehr intensiv kann man übrigens auf mir herum turnen, laufen, liegen, sehr (!) laut schnurrend schlafen, wenn morgens nebenan das Fummelbrett noch nicht bestückt worden ist.

2010-10-10

Movement

Meine Erfahrungen mit analogen Spiegelreflexkameras sind gleich null. Zu analogen Zeiten habe ich mich kompakten Kameras fotografiert, mir fehlte dafür schlicht ein Mentor, der mir die alte spannende Technik nahe brachte. (Seid dankbar für den Vater, der Euch solche Dinge bei gebracht hat – ich vermisse dieses fehlende Vaterrollenmodell in meinem Leben heute noch sehr schmerzlich.)



Nun, Freund Armin übergab mir anlässlich seines Wegzuges nach Rom 2005 eine Carena mit drei Objektiven und Filtern, die bei ihm schon ewig ungenutzt herum lag und sie dies in der Folge bei mir auch tat, mangels Gebrauchsanweisung und eben Ahnung, wie man denn ein solches kleines Monster bedient. Entwicklung rückwärts, es ist – das habe ich gestern gelernt – nämlich sehr wohl eine Kunst einen Film ordentlich einlegen zu können. Letztendlich war die Kamera dieses Jahr sogar schon in Frankreich, weil die Stiefmutter vom besten Freund der Welt andeutete, wieder gerne eine haben zu wollen. Aber dann wohl doch von der Augenkrankheit zurück schreckte und so bekam ich die Dame mit von mir neu gekaufter Batterie wieder zurück. Und da lag sie nun erneut. Arbeitslos, seit Jahren.

Bei meinem Geburtstagsessen kamen wir dann auf das Thema analoges Fotografieren. Denn ich würde es wirklich gerne können und diesen Schritt in die alte Zeit wagen, weil ich einfach weiß: da ist so viel spezielles Wissen verankert, dies alles nicht zu wissen, gewissen Erfahrungen nicht zu haben, halten mich schlicht von meinen Erfahrungen eine bessere Fotografin zu werden ab. Ich will das. Ich träume von einer analogen 67 oder 645, von Mittelformat. Ich will mit Messsucherkameras umgehen lernen. Irgendwann Dunkelkammer riechen. Da ist noch so viel zu erfahren für mich in der Fotografie!

Kurz, Sanny, Susanne Wolkenhauer, die eine Hälfte von Tulip-Photo, ihres Zeichens Reportagefotografin und eine begeisterte Lehrmeisterin mit eben Ahnung ohne Ende bei den analogen Damen der Fotokunst, sagte kurz: „Machen wir! Ich zeige Dir das!“ und so sind wir gestern kurz entschlossen am Nachmittag los mit nur (m)einer digitalen Ixus, die mir als Belichtungsmesser diente und ihrer (wunderschönen fast neuwertig zu nennenden) Kiev und meiner Carena, Filmen, Stativen. Beim ersten Kaffee bekam ich erste Instruktionen zur Filmeinlage und vergnüglichem Batteriewechsel. Für die Carena; die Kiev (Sany „meine ukrainische Diva”) braucht so etwas ja nicht – die ist ja Tchernobyl like (Selenbelichtungsmesser) betrieben.

Und es war in hohem Maße vergnüglich dieser Abend, weil Sanny so unkompliziert und immer mit viel Freude erklären kann. Ohne viel Technik-Schnickschnack-BlaBla, einfach mit viel Begeisterung – die die Angst vor dem Unbekannten nimmt und die Freude wachsen lässt. Und auch die Carena zeigte sich hochinteressant von ihrer zickigen Seite, verweigerte sie hier und da den notwendigen Verschlussablauf als auch später einmal den Filmtransport. Zwei technischen Probleme, die mich alleine schon zu aufgeben gezwungen hätten – aber mit Sany an der Seite, die „großen Katastrophen“ zu alltäglichen Erscheinungen einen fotografischen Analogalltags werden ließen, händelbar und letztendlich praktische Hilfen zum Erlernen der ollen Technik.

Es war einfach großartig. Ich habe in kurzer Zeit so wundervolle Dinge gelernt, ich habe mich endlich dem Thema analoge Spiegelreflexfotografie genähert – ich bin begeistert. Und Montag endlich wieder einmal Film abgeben … bin so gespannt! Wie großartig ist das denn, nach Hause zu kommen und nicht gleich die Ergebnisse auf dem Rechner sehen zu können?

Vielleicht werde ich fotografisch doch irgendwann noch erwachsen, ich wünsche es mir so sehr!

ePetition: Zeigt Dr. Rösler die Karte!

Die Petition:

Gesetzliche Krankenversicherung - Beiträge – Beibehaltung der vollständigen paritätischen Beitragsfinanzierung in der GKV vom 22.09.2010

steht online und ist bis zum 16.11.2010 noch zu zeichnen. Ich kann Euch allen, ob Ihr Euch für das Thema interessiert oder nicht, nur nahelegen: tut es. Es kann nicht sein, dass wir nur noch gemolken werden, während alle anderen am deutschen Gesundheitssystem sich völlig unreflektiert goldene Nasen verdienen dürfen. Unterschreibt diese Petition, auch wenn Ihr möglicherweise erst in zehn Jahren am eigenen Leib verstehen werdet, gegen was Ihr da unterschrieben habt. Ihr könnt nämlich heute noch nicht wissen, ob Ihr Euch in ein zehn Jahren (man schätzt 2020 durchschnittlich eine monatliche Mehrbelastung von 70,– Euro) noch Zusatzbeiträge leisten könnt! Zeigt Dr. Rösler in diesem Punkt als Volksvertreter die rote Karte. Tut Euch selber einen riesigen Gefallen! Hier geht es zur Zeichnung. Und bitte: verlinkt diese Petition in Euren Blogs, macht via Facebook/Twitter darauf aufmerksam.

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass der "Entwurf eines Gesetzes zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung" der Bundesregierung dahingehend geändert wird, dass die Einführung einkommensunabhängiger Zusatzbeiträge (Kopfpauschalen) für GKV-Mitglieder sowie das Einfrieren der Arbeitgeberbeiträge ausgeschlossen werden und stattdessen die vollständige paritätische Beitragsfinanzierung von Arbeitgebern und GKV-Mitgliedern hergestellt wird.

Begründung

Der am 22.09.2010 vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf eines „Gesetzes zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Finanzierungsgesetz – GKV-FinG)“ der Bundesregierung sieht u. a. vor, dass die bestehenden Zusatzbeiträge künftig von den gesetzlichen Krankenkassen nur noch einkommensunabhängig erhoben werden dürfen, um finanzielle Defizite zu decken. Zusätzlich sieht der Gesetzentwurf vor, dass die Arbeitgeberbeiträge zur GKV bei 7,3 Prozentpunkten eingefroren werden sollen. Diese geplanten Maßnahmen würden dazu führen, dass künftige Kostensteigerungen in der GKV ausschließlich von den GKV-Mitgliedern in Form von einkommensunabhängigen Zusatzbeiträgen (Kopfpauschalen) bezahlt werden müssten.

Nach dem o. g. Gesetzentwurf ist davon auszugehen, dass die Belastungen der GKV-Versicherten insgesamt unverhältnismäßig hoch steigen oder Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen eingeschränkt werden, wenn ein Teil der heutigen Beitragsfinanzierung – der Arbeitgeberbeitrag – auf dem Niveau von 2011 eingefroren wird.

Zudem wird ein grundlegendes Prinzips des Sozialstaats, das Solidarprinzip, zumindest mittel- und langfristig in sein Gegenteil verkehrt. So führen einkommensunabhängige Zusatzbeiträge (Kopfpauschalen) dazu, dass Geringverdienende im Vergleich zu Besserverdienenden überproportional stark belastet werden. Da die künftigen Kostensteigerungen ausschließlich über pauschale Zusatzbeiträge finanziert werden sollen, ist davon auszugehen, dass der Anteil von pauschalen Zusatzbeiträgen an der Finanzierung der GKV mittel- und langfristig stark zunimmt und zu einer unsozialen Belastungsverteilung führen wird. Diesen Problemzusammenhang kann auch der geplante „Sozialausgleich“ nicht lösen, weil nach dem o. g. Gesetzentwurf nicht die realen pauschalen Zusatzbeiträge, die die Versicherten leisten müssen, ausgeglichen werden, sondern nur ein theoretischer Durchschnittswert.

2010-10-09

Dreistigkeit kennt keine Grenzen …

Dreistigkeit kennt kein Pardon! CDU und FDP handeln schon vorab ohne eine rechtliche Grundlage und verschicken ALG II-Bescheide zu einer Gesetzeslage, die rechtsgültig noch nicht einmal beschlossen wurde, geschweige in Kraft getreten sein kann.

Ist an Frechheit nicht mehr zu überbieten. Hut ab!

2010-10-08

Der Lino …

der hat doch jetzt 'ne Freundin. Die Frieda. Frieda ist 'ne ganz schwarze wunderhübsche Mieze. Die oberallerhübscheste Frieda der Welt übrigens, wenn Ihr Lino fragen würdet. Beide haben schon auf Twitter gedatet und Krabben geteilt. Lino ist ziemlich doll in love!


Ich rieche meine Frieda!

Nun hatte ja die Nishia vergangenen Freitag Geburtstag und somit haben die anderen beiden Miezen gleich mitgefeiert und am Samstag stand der Postbote in der Tür und hat ein voll mieziges Geburtstagspäckchen geschickt – nur mit leckeren Sachen wie Catsticks, Miezenmilch und Leberwurst (der Hit zur Zeit) und und einer Spielzeugmaus für Nishia (die kann die nämlich alleine aufziehen!) und lecker Dosen mit Fisch natürlich – für der Frieda ihren mallorquinischen Kuhkaterprinzen.


Wo ist meine Frieda?

Für mich gab es übrigens auch ein schönes Geschenk zum Geburtstag, die miezige Fachlektüre: „Nicht ohne meine Katze(n)!“


Menschmiez, irgendwo muss die Frieda doch sein?

Ach, muss Liebe schön sein. Lino ist immer noch total verzückt und sitzt jeden Tag am Fenster und sendet verliebte Kuhkaterherzen zur Frieda. Die lebt übrigens mit ihrer hübschen Freundin Buffy in Berlin. Und wenn Ihr noch etwas für Katzenfans zu Weihnachten sucht, dann könntet Ihr auf der DaWanda-Seite von der Menschin der beiden Damen fündig werden!

Alle Fotos zu diesem Päckchen aus Gründen der Rücksichtnahme für das junge Glück nur mit Kater, die Mädels haben sich natürlich auch ganz doll gefreut!


Lino, ohne Frieda, links vom Päckchen …


Lino, immer noch ohne Frieda, rechts vom Päckchen …

Dann spricht die gute Mutti Guttenberg

betroffen in die Kamera „Wir haben Säuglinge und Kleinstkinder, die vor laufender Kamera vergewaltigt und missbraucht werden.“

Sehr geehrte Frau von Guttenberg,

Sie mögen vielleicht Kinder haben und solche Abscheulichkeiten mit ihnen machen lassen. Ich habe diese Kinder nicht im Angebot und möchte mich hiermit auch in aller Schärfe davon distanzieren, dass Sie uns, also: „wir“, verbal zu einer solchen kriminellen Handlung fähig, vereinnahmen!“


(Aus der Reihe: gerade bei einem so wichtigen und traurigen Thema sollte man eben Menschen vor der Kamera sprechen lassen, die das professionell können und nicht nur mediengeile Gesichter vor die Linse setzen.)

Verdammt RTL II, die Kinder werden offline vergewaltigt! Und das ist geschmacklos ohne Ende! Und die Sendung betreut jemand, von dem das Gerücht geht, dass er schon mindestens einen Menschen beruflich und gesellschaftlich mit fingiertem Kinderpornobesitz kalt gestellt haben soll.

Leseempfehlung: Stefan Niggemeier „Phoenix und die Kinderporno-Expertin“, vor allem den dort verlinkten Artikel von der Süddeutschen Zeitung.

2010-10-07

Die Politik

der CDU muss insgeheim schon verdammt verzweifelt sein, wenn sie wenig Ahnung habende Ehefrauen von Bundesverteidigungs-
ministern ausgerechnet bei RTL II ins Rennen schickt, um Stimmung gegen das böse Internet zu machen.

Bei RTL II! Ist das nicht der Pornosender aller Privatsender? Erst ihr Buch bei Bild als neues Mädchen von Seite 2 verhökern, jetzt bei RTL II auf Aktenzeichen XYZ ungelöst für Discountwillige machen– diese Frau Stephanie zu Guttenberg merkt aber auch gar nichts.

Naja, Volks-Blondine eben.

2010-10-06

Ich bin eine Schweinekillerin!

Na gut, ich esse Fleisch! Aber natürlich esse ich nur Fleisch, weil ich selber keine Schweine züchte und schlachten muss, sonst würde ich nämlich genau kein Fleisch essen und irgendwann inmitten einer überpopulierten Schweinezucht ertrinken. Dafür wären die aber alle dressiert und würden mir Kaffee ans Bett bringen und so. Schweine eben. Und ich. Auch eben.

Was ich sagen wollte, also ich kann keinem Weihnachtsmann noch Osterhase ernsthaft Schaden zufügen. Das macht bei mir allenfalls Sonneneinstrahlung auf die Schokolade über ca. 5 Jahre und mehr verteilt aber sonst tue ich denen nix an. Ich bin ja nicht so für Gewalt, ich tue doch nur so.

Aber wozu hat man Freunde? Ich meine echte Freunde? Freunde, die einen selbst im Leben zu neuen Wegen und Taten motivieren, einen dazu bringen Dinge zu tun, die man nie tun wollte, die die Entwicklung fördern, das letzte Schlechte aus einem kitzeln, damit die menschliche Revolution meinereine vollends in die Hose zu neuen Höhen gelangt? Seufz.

Seufz.

Also das war so, anlässlich meines Älterwerdungsrituals vergangenen Samstag wünschte ich mir einen Obolus für mein Projekt „Fahrrad“. Und alle schrien so „Au ja! Super! Dann brauchen wir ja nicht alle einzeln losziehen und ein Geschenk besorgen, wie praktisch, was bist Du doch für eine praktische gar nicht umständliche Freundin, liebe creezy!“ Und so trafen wir uns Samstag Abend zu einem feinen Essen, nach einem wunderschönen Tag, und man überreichte mir im Laufe der abendlichen Geburtstagsfeierlichkeiten mein Geschenk.

In einem Schwein.

Einem großen Schwein.

Einem großen lieb guckenden Schwein.



Und fällt Euch was auf?



Einem großen lieb guckenden Schwein ohne Ausgang.

Also einem großen lieb guckenden Schwein ohne Ausgang dafür mit Hammer.

Seufz. Seufz.

Schlimm das, ich weiß auch nicht, was ich denen allen angetan habe, dass die mich so quälen. Jetzt bin ich 45 geworden und habe noch nie einem Schwein etwas selbständig zuleide getan, noch niemals! Aber gleich um sechs Uhr kann ich mein Rad abholen, also …

Seufz. Seufz. Seufz.



Sehr seufz. Seufz. Seufz. Schlimm. Seufz.



Meine Freunde habe ich übrigens zur Adoption freigegeben. Hilft ja nüscht!

Also all jene, die sich nicht gleich selbst bestraft haben, wie Herr Foxxi. Trotzdem vielen lieben Dank, Euch allen! Ihr seid toll!

2010-10-05

Kündigt doch einfach den Mitgliedern der Regierung!

Zum Beispiel Frau Dr. Merkel, dem Guido Westerwelle, Thomas de Maizière oder dem Sabinchen Leutheusser-Schnarrenberger.

Ganz simpel, ausdrucken, ausfüllen und unterschreiben und ab in die Post damit. Wenn das ein paar Leute mehr tun, könnte das ganz lustig sein … (äh … und verlinken nicht vergessen.)

Studiolicht

Drüben eine Rezension für ein bonfortinöses Buch „Licht und Beleuchtung in der People- und Porträtfotografie

2010-10-04

Kritische Polizisten

gibt es übrigens auch und sie haben ihre Meinung zu den Vorfällen in der vergangenen Woche in Stuttgart öffentlich ausgesprochen und das Verhalten einiger ihrer Kollegen deutlich kritisiert.

Ein pensionierter Richter aus Stuttgart reicht Dienstaufsichtsbeschwerde ein.

Der Regisseur Volker Lösch verliest seinen Augenzeugenbericht zu dem Verhalten der Polizei am Donnerstag in Stuttgart.

2010-10-03

Traurig!

Ich habe es in dem Gewusele der letzten Tage erst heute mitbekommen. Die Frau Hunt ist eingeschlafen.

Sie wird mir sehr fehlen, die charmante Dame auf vier Pfoten mit den schönen Geschichten, der Großherzigkeit einer Hundeoma und der Gelassenheit und Freundlichkeit einer einmaligen liebenswerten Hundedame, die ich zwar nie persönlich kennengelernt habe und die sich trotzdem in mein Herz gewedelt hatte – dank der Bloggeschichten von Frau kelef.

Sehr liebe Grüße nach Wien. Mir wird sie auch fehlen!

Booooaaaaahhhh ey!

Fühle ich mich heute alt.

(Aus der Reihe: the day after!)

2010-10-02

45

Und die innere 25 schaffen wir auch noch …

verspricht Frau Indica immer.

2010-10-01

Acht Jahre!



Die Nishia, mein kleiner Fellbomber, wird heute acht. Unglaubliche acht Jahre! Und dieses Jahr zur Katzenpiratin aufgestiegen. Mein Herz ist voller Liebe und es wird täglich mehr. Aber wer Haustiere hat, kennt das ja. Wer immer diese besondere kluge liebevolle eingenwillige großherzige Katze für mich ausgesucht hat, hat es sehr sehr gut mit mir gemeint!

Heute also große Miezengeburtstagssause. Da ich die besonderen Tage der anderen beiden nicht kenne, feiern wir heute ordentlich mit Krabben und Kochschinken Nishia (8), Talytha (9) und Lino (10) – alle Geburtstage zusammen. Und drückt uns die Daumen, dass wir diese Zahlen mindestens noch gemeinsam verdoppeln können!

2010-09-28

Die Fakten …

Internet gibt es im Monat für 2,28 Euro. Die Praxisgebühr sonst für € 10,–:3, also € 3,33/Monat zu haben – der ALG II-Empfänger kommt aber nach Meinung der Regierung auch für € 7,92 (€ 2,64/Monat) ins Sprechzimmer. Und seine Bewerbungskleidung muss auch nicht mehr chemisch gereinigt werden.

Im Monat € 1,39 auszugeben, ist bildend.

Nishia guckt …

das Interview mit Johnny Haeusler zu depub.org bei ZAPP.



Nishia hat sonst eher ein Faible für Depeche Mode-Clips.

2010-09-26

Schneckenwetter

Ich möchte bitte Neuwahlen.

Noch mehr Nutte der Pharmalobby

sein, das geht, meiner Meinung nach, für einen Gesundheitsminister kaum noch. Ich würde nicht mal sagen, dass Schwarz-Gelb hier nur eingeknickt ist. Schwarz-Gelb hat offensichtlich komplett aufgegeben, auch nur noch ansatzweise dem Volk zu dienen.

So soll der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das höchste Entscheidungsgremium für Kassenpatienten, künftig ein neues Medikament nur noch ablehnen können, wenn er dessen Unzweckmäßigkeit beweisen kann.

Damit soll die Beweislast umgekehrt werden. Bisher reichte es, wenn der G-BA feststellte, dass der Nutzen eines Medikaments nicht belegt ist. Dann mussten die Kassen es auch nicht bezahlen.


Source: Spiegel online

Wenn's nicht so traurig wäre für uns, muss man tatsächlich zugeben, von und für die Pharmalobby in der Konsequenz ein Geniestreich!

Vier Monate Gefängnis für Facebook-Freundschaft …

hat Tierrechtsaktivist Rod Coronado in den USA erhalten, weil er nach dem Urteil des Gerichtes mit Akzeptanz einer Facebook-Freundschaftsanfrage gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen haben soll. Mehr bei Annalist.

2010-09-25

Post aus Thailand

Neulich meine Lieblingsmedizin im Internet bestellt. Vor Jahren schenkte mir eine Freundin, US-Amerikanerin, anlässlich eines Schnupfens (für mitlesende Jungs: todbringender grippaler Infekt) eine Tube „Tiger Balm Muscle Rub“ und das Zeug begleitet mich seitdem bei allem, was einem so an Wehwehchen im Alltag begegnet: Verspannung, Verzerrungen, Mückenstich, Kopfschmerz, Husten, Schnupfen, Halsschmerz, als Schlafmittel (bei Erkältung von hohem Wert). Wird bei Bedarf in kleinster Dosierung aufgetragen – hilft. Zieht schnell ein. Passt in jede Reisetasche.

Während Tiger Balm hierzulande überall erhältlich ist, ist Tiger Balm Muscle Rub zwar nichts anderes als das rote Tiger Balm (konzentriertere) als Salbe aufbereitet, gilt aber nach unserem Gesetz daher als Medizin – und wird hier nicht vertrieben. Als Salbe aufbereitet ist es aber leichter großflächig zu verwenden als das Balm aus den kleinen Dosen. Bin ich also bei meinem letzten USA-Besuch rumgerannt wie eine Doofe, um das zu finden. In den üblichen Drugstores, Walgreen's etc.: Fehlanzeige. Im allerletzten Moment, ca. 2 Stunden vor der Abreise, fand ich in der Apotheke im Drugstore eines Macy's noch (leider nur) 2 Tuben und schlug glücklich zu. Eine davon geht nun zu Neige, die andere habe ich neulich verschenkt. Und so habe ich neulich das Internet bemüht und siehe da, mittlerweile gibt es Tiger Balm Muscle Rub auch hier zu bestellen. Das war nämlich leider nicht immer so.



Ich bestellte drei Tuben zum Sonderpreis für ca. 15,– Euro und bereitete mich seelisch auf die Geschichte Post aus Thailand und deutscher Zoll vor. Nach ca. 3 Wochen (so wie vom Versender versprochen) kam dann neulich tatsächlich ein lustiges Päckchen mit der Ware, vom Zoll zur Kenntnis genommen – alles paletti. Was ich aber in der Freude wieder gut versorgt zu sein mit meiner „Droge“ am nettesten fand, war tatsächlich die Begegnung mit thailändischer Post, die am Spaßfaktor alleine vom Briefumschlag und Briefmarke nichts zu wünschen übrig lässt! Ich empfehle Briefpost aus Thailand alleine für die gute Laune!

2010-09-24

Wirtschaftswunder

dank Mini-Jobs. Passend zum vorangegangenen gestrigen Blogpost gab es gestern in der ARD bei Panorama einen Beitrag zu den Mini-Jobs – und wie sie sich sich durch den Aufschwung der Unternehmen fressen. Mini-Jobs sind die Jobs von denen man sich keine Riester-Rente, keine Altersversorgung und übrigens keine Zusatzzahlungen bei eintreffender Krankheit leisten kann.

Wem nach dem Beitrag noch nicht grottenschlecht ist, dem empfehle ich sich im gleichen Format „Bonuszahlungen – die große Heuchelei der Politik“ anzusehen. (Die nun zum zweiten Mal in Schräglage geratene HRE-Bank zahlt ihren Managern Boni.)

Ach und nein, es gibt zwar in Deutschland sehr wohl eine Stiftung Warentest für Shampoos, Kameras und Hühnchenteile. Es gibt aber immer noch keine anständige Materialprüfstelle noch etwaige Qualitätssicherung für Ersatzteile in der Gesundheitsversorgung.

2010-09-23

Krach statt Kohldampf

Was sind Ihre Forderungen?

Ganz konkret fordern wir 80 Euro mehr für Ernährung. Denn mit den bisher knapp 120 Euro, die im Regelsatz eines Erwachsenen für Essen enthalten sind, kann sich niemand ausreichend, geschweige denn gesund ernähren. Für 200 Euro im Monat lässt sich wenigstens der Kalorienbedarf eines Erwachsenen sichern, der sich auch mal bewegt und sein Essen nicht nur von Billigstanbietern bezieht.

Das klingt dennoch eher bescheiden.

Die Kritik hören wir immer wieder: Warum fordert ihr „nur 80 Euro”? Wer aber unsere Forderung wirklich verstanden hat und sich über das politische Umfeld im Klaren ist, wird das anders sehen.

Warum?

Die dominierende Politik zielt auf weiter sinkende Einkommen, die Bundesrepublik soll verfestigt werden als Exportstandort mit einer immer mehr unter der Hungerknute und Verarmungsängsten stehenden Arbeitnehmern. Und so lange die Leistungen für Erwerbslose - so wie es heute geschehen soll - von dem immer weiter sinkenden Verbrauch der untersten Einkommensgruppen abgeleitet wird, bleibt es bei dieser Abwärtsspirale. Denn sinkende Leistungen für Erwerbslose setzen wiederum die Arbeitnehmer unter Druck - ein Elend ohne Ende.


Source: der Freitag, Peter Nowak im Gespräch mit Guido Grüner (Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg)„Krach statt Kohldampf

Ein Dankeschön an Peter Hartz

Wochenthema bei der Freitag

2010-09-22

… und Atomkraftwerke sind übrigens auch sicher!



Schon passiert!