2010-09-28

Die Fakten …

Internet gibt es im Monat für 2,28 Euro. Die Praxisgebühr sonst für € 10,–:3, also € 3,33/Monat zu haben – der ALG II-Empfänger kommt aber nach Meinung der Regierung auch für € 7,92 (€ 2,64/Monat) ins Sprechzimmer. Und seine Bewerbungskleidung muss auch nicht mehr chemisch gereinigt werden.

Im Monat € 1,39 auszugeben, ist bildend.

5 comments:

Andrea hat gesagt…

Über die Praxisgebühr bin ich auch gestolpert, wie sie auf diese Summe kommen würde mich wirklich interessieren.
Aber der Rest ist genauso großer Schwachsinn.

Ich wäre ja dafür, Politiker die über HartzIV Sätze entscheiden, einfach mal 3-4 Monate von diesen Sätzen leben zu lassen. Vielleicht sehen sie danach wieder klar.

creezy hat gesagt…

@Andrea
Ja, das sollten sie unter Streichung aller Sitzungsessen und sonstigen Fahrgelegenheiten. Vor allem nicht immer nur für einen Monat, wie alle gerne fordern. Einen Monat bekommt man gestreckt. Ich bin für mindestens sechs bis zwölf Monate, damit sie auch mal merken, wie es ist unter ALG II Saisonwechsel zu erleben; wie es ist, wenn alle in Urlaub fahren man sich selbst nicht mal die Radreparatur für den Sohn leisten kann; wie es ist, wenn eine neue Brille fällig wird.

Anonym hat gesagt…

Mal eine Idee, wie die Praxisgebühr zustande kommt. Die zählen die Befreiung der Arztgebühren mit rein und gehen davon aus, dass neben der Praxisgebühr noch Rezeptgebühren odeer Zahnarztpraxisgebühr anfällt. Befreiung gibt es für Zuzahlungen über zwei Prozent des Jahres-Regelsatz-Einkommens. Dies entspricht einem Betrag von 84,48 Euro.

Anonym hat gesagt…

Nein, die Frechheit sind die 2,22€ Lebensmittel pro Tag, wo doch jeder weiß, das einem Polizeihund genau 6,08€ für Futter zur Verfügung stehen. Diese scheinheiligen Diskussionen sind doch eine Farce....

kelef hat gesagt…

na ja, der polizeihund muss ja auch arbeiten für sein futter.

hier in österreich werden die leute ja auch ermutigt, das internet für die arbeitssuche heranzuziehen, weil die bewerbungen da quasi kostenlos verschickt werden können, ohne kopien, briefkuverts und -marken etc. eine stunde internetcafe kostet hier um die ecke € 1.--, kommt man also mit € 2,28 nicht einmal zweieinhalb stunden lang zum arbeit suchen und bewerben im monat. ist aber super, weil dann kann man damit argumentieren dass die leute sich nicht richtig anstrengen, und dann kann man die unterstützung kürzen.

bildung wird auch überbewertet, das funktioniert ähnlich wie internet: wer sich nicht bildet, der kriegt einfach noch weniger.

erschreckend ist gar kein ausdruck für das alles.

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