2012-03-24

Die Stille hier …

… ist insofern eine gute Stille, weil sie auf der anderen Seite mit viel Beschäftigung gefüllt ist. Der Job macht sehr viel Spaß. Wir sind letzte Woche in neuer Formation in neuer Runde der neuen Abteilung zusammen gezogen und ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit mit meinen Kollegen, die allesamt sehr engagiert sind, weil auch neu in ihren Positionen. Nebenbei spannende Persönlichkeiten sind und unglaublich interessante Dinge tun, planen und strukturieren. Für mich ist das Metier neu und schon alleine deswegen ist jeder Tag wie eine große bunte Wundertüte! Es ist eine faszinierende Energie, die uns alle antreibt. Fast alle. Nur mein Trainerkollege, einer der wenigen in der Runde, der sehr lange im Unternehmen und im Job ist, ist ungefähr so flexibel wie ein Brennstab in Kalkar vor der Kernschmelze. Ihn mitzunehmen, anzutreiben, ständig neu zu motivieren, ist schon auch anstrengend. Nun gut … wat mut, dat mut.

In der wenigen Freizeit weiterhin auf Wohnungssuche. Wenn alles gut geht, nichts mehr schief läuft, könnte es sein, dass ich kommenden Freitag den Mietvertrag unterzeichnen darf. Die Wohnung bringt im Grund nicht viel mit von dem, was ich irgendwie wollte: aber ich stand drinnen und fühlte mich einfach wohl. Mehr schreibe ich erst mal nicht, ich bin ja doch ein bisschen abergläubisch. Drückt mir die Daumen, bitte! Wenn das klappt, dann bin ich erst mal der glücklichste Menschen auf Erden, will mich nicht mehr beklagen und will wieder abgeben können von meinem Glück, das ich im Moment spüre.

Viele Dinge sind noch längst nicht im Reinen. Aber es geht stetig bergauf. Alleine, dass ich wieder an mich glauben kann, macht mich sehr sehr froh. Aufstehen und sich auf den Tag und Alltag freuen! Welch ein Glück!

Wenn das mit der Wohnung klappt, muss ich mich für weitere künftige Stille hier im Blog vorab entschuldigen. Es gilt noch zu streichen, Laminat zu verlegen, umzuziehen, das wird noch mal anstrengend neben der Arbeit. Natürlich sind ja auch alle Menschen, denen ich in der Vergangenheit immer bei solchen Aktionen geholfen habe, im Zusammenhang mit meinem Supergau im letzten Jahr in der Senke der Stille verschwunden. Egal. Das schaffe ich auch noch irgendwie. Auch wenn ich mit meiner Kraft noch vorsichtig umgehen muss. Es haben auch andere Menschen schon gesagt, „ich bin da!” „ Mein Auto ist für Dich da!” Und immer sind es Menschen aus diesem sozialen Leben hier im Web. Es ist verrückt, es ist eine ganz besondere, schöne Qualität an sozialem Erleben.

Ich weiß, dass viele von Euch an mich denken, mir Daumen drücken und stellenweise verrückte Dinge tun (z. B. Manuela!), um mir auf dem Weg beiseite zu stehen – und sich mit mir freuen über jede kleine positive Meldung, die ich bringen kann. Unbezahlbar seid Ihr! Ehrlich!

Ich hoffe also, Euch bald bald mit positiven Meldungen überschwemmen zu können!

2012-03-15

Erster Tag.

Man bespricht sich viel. Viel besprechen macht irgendwie müde.

2012-03-11

Ein Tag Ostsee. II.

2012-03-10

Ein Tag Ostsee.

2012-03-08

Jetzt …

habe ich zwei Tage frei, dann arbeite ich am Wochenende noch mal im „alten” Job und die nächste Woche beginnt mit drei Urlaubstagen aus dem Vorjahr und dann … bin ich die neue Trainerin im Team. Der Betriebsrat hat gestern zugestimmt und die Bekanntmachung ist offiziell per Mail raus.

Diese Woche habe ich an den ersten Sitzungen teilgenommen und die erste Aufteilung mit Aufgabenstellung im Team erfahren und ich freue mich auf die neuen Aufgaben. Die Geschäftsführung gibt uns viele Möglichkeiten, Themen neu anzugehen und stellt uns dabei jegliche Möglichkeiten zur eigenen Entwicklung wie Schulungen, Bücher zur Verfügung. Besser geht es nicht.

Genau: besser geht es nicht!

2012-03-04

So lala …

Den kleinen Katerfratz Lino habe ich einäschern lassen. Ich konnte ihn nicht in kalte Februarerde legen und als am Dienstag nach seinem Todestag die Welt wieder komplett weiß war, war ich darüber auch sehr froh. Als echter mallorquinischer Kater mochte er keinen Schnee, ich hätte ihn wieder ausgraben müssen.

Seit gestern ruht die Asche jetzt in einem dreibeinigen Glücksfrosch. Der hat einen hohlen Bauch in dem üblicherweise Räucherstäbchen vor sich hinqualmen und er bringt uns jetzt gemeinsam mit dem Frosch frei nach Feng Shui unermessliches Glück, Erfolg und Reichtum (har! har! har!) sowieso. Ich hätte auch den hohlen Buddha nehmen können, zu seinem Bauch hatte ja Lino auch immer eine besondere Beziehung, war es doch sein erklärtes Lebensziel sich 24 Stunden am Tag diesen massieren zu lassen. Bei der Frage „von wem?” war er da nie sonderlich wählerisch. Für eine Bauchmassage tat er alles, was so ein liebes Katerherz tun kann, sich eng neben einen legen und vertrauensvoll den Bauch hinhalten. Damit hat er ja jeden/n herum bekommen, vor allem die Katzen-Nichtmöger. Viele gibt es da zum Glück nicht in meiner Umgebung. Eine Ausnahme. Bei denen lebe ich gerade.

Es ist sehr komisch mit Lino: er fehlt nicht. Also er fehlt mir natürlich in seiner körperlichen Anwesenheit und Farbigkeit. Aber er ist erstaunlich existent. Er ist einfach nicht wirklich weg. Ich habe das so noch nie erlebt. Wahrscheinlich ist er wirklich ein kleiner Buddha. Seine Asche hier zu haben, tut gut. Irgendwann bringe ich sie vielleicht zu meiner Mum, seinem Erstfrauchen auf die Insel, seiner Heimat – wo es warm ist. Aber jetzt ist es erst einmal gut so, wie es ist.

Die Mädels geben sich alle Mühe seine Plätze, seine sehr eigene Niedlichkeit, seine Angewohnheiten wett zu machen bzw. auszufüllen. Als ich mit ihm nach Hause kam, hat sich Nishia erst noch Stunden lang auf ihn gelegt, bei ihm geschlafen und ihn bewacht. Tally hat das getan, was sie am Besten kann, ihre Trauer (die unterstelle ich ihr jetzt einfach mal dummdreistüberheblichmenschlich) mit Fressen kompensiert. Das hat sie ja überhaupt nicht meine Gene. Wir haben jedenfalls ausreichend und gut Abschied genommen. Ich hatte aber keine Sekunde lang das Gefühl, das ich sonst bei meinen verstorbenen Katzen nach einer Weile des Abschieds hatte, den Deckel über ihn schließen zu müssen. Er blieb im Transportkorb und ich habe ihn am Abend die letzten 30 Kilometer im Auto auf dem Weg zum Kreamatorium ihm weiterhin ständig den Bauch gekrault. Sein Tod war mir physikalisch in keiner Weise unangenehm. Vielleicht entwickele ich mich einfach in die richtige Richtung. Vielleicht war es schlicht seine Besonderheit.

Lino habe ich zum ersten Mal gesehen als Baby auf der Straße, als ich 2000 erstmals meine Mum auf der Insel besucht habe. Sie hatte eine Freundin, die bekannt dafür war sich um frei lebende Katzen zu kümmern und der hatte man den Wurf Katzenbabies, die aber völlig sozialisiert waren, vor die Tür gestellt. Davon hatte mir meine Mutter schon erzählt und als wir einen Tag nach meiner Ankunft dort ankamen, wuselten dort die kleinen Geschwister herum, wurden von der Freundin mit Futter versorgt und sie versuchte die Tiger zu vermitteln. Lino war das Kätzchen, das sofort an meinen Beinen sich hoch angelte und meinen Schoß eroberte und ich habe nicht verstanden, warum meine Mum ihn nicht sofort mitnahm. Ich konnte damals nicht, denn ich hatte zwei Mädels (die Vorgängerinnen) zu Hause aber meine Mum war katzenlos und ich verstand ihre Verweigerung eigentlich nicht. Also, wenn Katze in Not und woanders Platz und Katzenmangel, dann gehört das meiner Meinung nach zusammen geführt. Nun ja, kurz als ich wieder abgeflogen war, waren fast alle Katzen vermittelt. Wenige Tage später rief mich meine Mum an, um mir zu sagen, dass sie ein Kätzchen hätte. Der schwarzweiße wunderschöne Kater zog bei meiner Mum ein und wurde auf den Namen „Lino” getauft, von mir immer „Linolux” oder „Knutschkugel” genannt. Den Rest der Geschichte kennt Ihr ja.

Ich bin jetzt einfach glücklich ihn gehabt zu haben. Es gibt viele Menschen auf dieser Welt, die nie in ihrem Leben das Glück spüren werden, das man hat, lebt man mit so einem Tier. Sehr viele, die es doch tun, werden vielleicht nie das Glück haben so einen außerordentlich wundervollen, lieben, Glück und Freude spendenden Kater haben zu dürfen. Er hat viel Licht in mein Leben getragen. Ich muss einfach nur dankbar sein.

Dann geht es auch mit der Trauer.

Donnerstag habe ich erfahren, dass ich ab 15.3. offiziell Trainerin bin im Unternehmen. (Betriebsrat muss noch zustimmen, lustige mir sehr neue Formalien). Sie haben mir vorher schon gesagt, ich hätte die beste schriftliche Bewerbung (zwei Seiten gehen also doch!) abgegeben. Ich habe eine (eigentlich zwei) gute Präsentationen gestaltet und optimal gehalten (sogar ich fand mich gut, das will was heißen) und ich habe die Aufgabe (Konzeptpunkte vortragen) mit Abgabe eines schriftlichen Kurzkonzepts übererfüllt. Ich freue mich, ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe.

Eine Wohnung habe ich leider immer noch nicht. In manchen Wochen habe ich kaum Zeit die Angebote zu studieren, geschweige mir Wohnungen anzusehen, geschweige denn den Kampf zu kämpfen, der danach unter den gegebenen Bedingungen erfolgt. Da sind auch Makler keine Hilfe, weil sie empfinden, bei der Miete die ich zahlen kann, lohnt sich Aktionismus wohl kaum. Deren Berufsbild verstehe ich in der jetzigen Zeit ganz ehrlich am allerwenigsten. Also in diesem Punkt fehlt mir gerade, ganz ehrlich, der Optimismus. Aber es ist genau der Punkt, der am dringlichsten für mich gelöst werden müsste, denn das Leben so hier ist keine Freude und kostet mich enorm viel Kraft, die ich an anderer Stelle brauche.

Kurz: ich schlage mich so durch und bin froh, dass die Krokusse wieder blühen, die Mädels gesund sind, ich in einigen Punkten nach vorne gucken kann. Optimist inside, wenn auch mit sehr tiefen Schrammen.

2012-02-19

Lino †

So viel Liebe in so einem kleinen Katzenfratz.

2012-02-15

Bewerbung

Wenn Dinge im Leben passieren, die alles ändern und alle Sichtweisen neu definieren, ändert man sich zwangsläufig selbst. Ich bin ja nunmehr in einer Situation, aus der ich ein fatalistisches „viel Schlimmeres kann mir nun kaum noch passieren” mitnehme und so einerseits das ganze Erleben immer noch erstaunlich vielfältig nachwirkt, so merke ich andererseits, es bringt ein wenig Stärke zurück ins Leben und diese ist ganz anders, als das was ich vorher Stärke benannte oder kannte.

Gestern ein Bewerbungsgespräch gehabt. Gleiche Firma, Abteilung ist derzeit in der Umstrukturierung, einer sehr spannenden, die sicherlich einerseits sehr weh tun wird; andererseits aber auch viel Potential für Neues bietet. Guter Moment in einer angespannten Zeit, grandiose Energien. Habe mich auf die Trainer-Position beworben. Meinen Präsentationstermin hatte ich gestern und ich habe mich auf die Arbeit (vorgegebene Aufgabenstellung daraus Konzeption entwickeln, drei Aufgaben abhandeln) sehr gefreut und mich auch auf die Präsentation und das Gespräch gefreut. Einfach nur gefreut und den Spaß darin gesehen. Es war wie ein Schaumbad mit abschließender Massage und Champagnercocktail, etwas, das man nur für sich selbst tut. Diese Gefühl ist für mich ganz neu. Angstlos sein. Nur auf die Freude am tun ausgerichtet.

Es war, glaube ich, ganz gut. Es sind viele Bewerber (firmeninterner Bewerbungsprozess) im Rennen, die Entscheidung wird nächste Woche getroffen. Keine Ahnung, ob es etwas wird. Wenn ja, toll. Weil wirklich eine schöne Aufgabe und etwas, wofür ich andere Dinge glatt bei Seite legen könnte.

Aber am meisten bin ich immer noch erstaunt über die Selbstverständlichkeit, ganz angstlos, in einem Handeln, das ich noch vor gut fünf Monaten als für mich völlig unmöglich erachtet hätte.

Am Wochenende werde ich die Telefonnummer aller meiner Freunde löschen, die vom sehr frühen Zeitpunkt von meiner besonderen Situation erfahren haben und bis zum heutigen Tag es nicht ein einziges Mal geschafft haben, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen. Noch vielleicht mal zum Jahreswechsel aufmunternde Zeilen an mich versenden wollten. Das ist sehr bitter und tut weh. Ich muss es aber akzeptieren, durch deren Netz offensichtlich gefallen zu sein. Ich denke drei Monate Schweigen sind sogar mir zu lange.

Um so mehr das Gewicht und die Freude über die Freunde und Menschen, die zu mir gehalten haben. Und noch halten. Auf persönlicher und virtueller Ebene. Danke!

2012-02-07

Die sehr hohe Kunst …

… des Laptops und Katze gleichzeitig auf dem Schoß zu balancieren. Die Katze gewinnt immer. Die schnurrt.

2012-02-05

goldenRatio

Der Goldene Schnitt als hilfreiche transparente Applikation für jeden WebDesigner, Grafiker und wer's sonst noch gebrauchen kann. Das Gute an dem Ding, es sieht sogar so gut aus in der Anwendung, dass er Spaß macht!



Kaufen!

Es piept

Ich schrieb ja neulich schon, dass sich regelmäßig ein Spinnenweber sein zwölftes Bein ausreisst, wenn ich von mir behaupte flexibel zu sein. Die nicht existente Flexibilität manifestiert sich zu einer nicht existenten und zusätzlich unsichtbaren Flexibilität, wenn es um elektronische Geräte geht, die piepen.

Seit ich hier diese neuen vier Wände bezogen habe in denen das eine und andere elektronische Gerät der neueren Gangart (ich nannte ja noch Röhrenfernseher und Klopfstaubsauger mein eigen) sein lautes Unwesen treibt, sehne ich mich immer mehr nach der Zeit, in der ich altersbedingt nur noch mit einem Hörgerät der Nachbarn ihren Sex in Hörenschein nehmen kann. Die Waschmaschine, wenn sie fertig ist, piepst. Der Ofen, wenn er denn fertig gebacken hat, piepst (er kann sich auch selber ausschalten, wenn er fertig ist, piepst aber lieber vorher zur Sicherheit noch einmal). Die Mikrowelle piepst sage und schreibe fünf Mal sehr laut (!) hintereinander, um sage und schreibe fünf Mal hintereinander sehr laut fünf Mal sehr laut zu piepsen, hat man nach dem ersten Mal nicht das Essen entnommen, also den vollautomatischen piepsabstellenden Türöffner betätigt. Wohlgemerkt: auch die schaltet sich selbst aus, wenn sie fertig ist. Aber vorsichtshalber piepst sie sich lieber mal ‘nen Wolf! Der Trockner piepst nur deswegen nicht mehr, weil er vor einiger Zeit vom Sockel gefallen ist und vor Schreck das hohe C verloren hat und stattdessen jetzt lieber brummt. Der Saug-Robotnik piepst auch sehr verzweifelt, wenn er sich erwartungsgemäß unter der Heizung festgefahren hat oder Angst vor dem Teppich. Freitag kauften sie sich einen neuen Staubsauger, ich wette, der piepst. Das Laufband, seit gestern den Flur bevölkernd, piepst bestimmt auch. (Ich will das eigentlich gar nicht wissen, aber die Vermutung liegt sehr sehr nahe!) Das Blutdruckgerät vom Hausherren piepst auch, aber das muss wohl so sein!

Wer hat eigentlich irgendwann bestimmt, dass alles in so unglaublich nervigen höhen Tönen von keinen echten Gefahren (ich bin ja bereit zu behaupten, diese Gefahren existieren nicht einmal real) warnen muss?

Gestern Abend der absolute Pieps-Gau: der liebe Freund fährt mich spät abends noch nach Hause. Vorher muss das Auto mit Frostschutzmittel in der Scheibenwaschmittelanlage versorgt werden und vom Scheibenschnee der letzten winterlichen Tage befreit werden. Er stellt vorher die Lüftung im Auto an als auch das Licht, damit er im Dunklen etwas sieht; kurz die Zündung ist an. Dann öffnet er die Motorhaube und ich sitze auf dem Beifahrersitz: da piepst es. Es piepst sich den Wolf in unregelmäßigen Abständen, denn die Elektronik vermeldet voller Panik, das Auto fährt gerade im Stillstehen gehen ein Hindernis (Freund vor der Motorhaube hantierend). Je nachdem wie sehr oder wie wenig er sich dabei vor den Abstandhaltern in der vorderen Stoßstange bewegt, bekommt die Piepsanlage einen Herzkasper. Gleichzeitig ist nämlich das Licht an obwohl kein Fahrer auf dem Sitz sitzt, die Beifahrerin ist noch nicht angeschnallt, der Fahrer, der noch nicht auf dem Sitz sitzt auch nicht und als der Fahrer draußen seitlich an dem Auto vorbei nach hinten geht, wo das impertinente Piepsen schon wieder voller Panik davor warnt, dass es jetzt gleich den Fahrer überfahren wird, der davon nichts hört, weil eben DRAUßEN vor dem Auto (!) Eis von der Scheibe kratzt und überhaupt ist das Licht noch an, der Fahrer aber schon ausgestiegen. Der Verzweiflungsgrad vom Auto scheint enorm. Und ich bleibe nie wieder in einem Auto alleine sitzen in dem der Schlüssel in der Zündung steckt und umgedreht ist. Aus GRÜNDEN!

(Aus der Reihe: fahrt Fahrrad, Räder quietschen nur!)

2012-02-01

Zweimal …

binnen zwei Wochen Erkältung. Wer hat denn so‘n Schmarren efunden?

2012-01-29

Wohnungstrends

Der neue Trend: in einer Wohnung in der sonst die halbe Elektrik von den Wänden hängt, die Küche mit einer alten Küchenmaschine anzubieten! Und im Wohnzimmer noch den alten Ofen stehen haben, trotz Heizung. Die Küchenmaschine funktioniert natürlich nicht mehr (spätestens seit man die Ablüftung tapeziert hat), war dafür aber so versifft (der daneben stehende E-Herd ebenso und die Verwalterin diskutierte ernsthaft dessen „Erhalt” in der Wohnung), dass ich mich frage, warum die Herpesblasen in den Lippen noch nicht anklopfen. Riesen-Elektrowasserboiler über der Badewanne. Den hatte man in der Wohnung meiner Mutter schon vor 20 Jahren versetzt, weil wohl aus baugesundheitlichen Gründen nicht mehr statthaft.

In der nächsten Wohnung ein komplett gefliestes Bad. Alles gefliest in Perfektion. Bis auf den Boden. Da hat man dann auch gleich gesehen, wo wohl der Vormieter versehentlich einige Zeit vor sich hin verwest ist.

Mein Ekelbedarf ist heute leicht gedeckt. Satt bis an die Oberkante.

2012-01-19

Mails weg!

Ich habe es leider neulich geschafft (naja ich, ich glaube ja immer noch eher an einen Bug bei gmx) meine Mails alle zu löschen, die Ihr mir an meinen Mail-Account rechts stehend geschickt hattet.

Also die Mails mit Wohnungstipps, Jobangeboten, Terminvorschlägen zu Treffen oder einfach netten Worten!

Wenn ich nicht geantwortet habe, liegt es nicht an mangelndem Interesse, noch weil ich die Ausgeburt an Höflichkeit bin. Es liegt einfach daran, dass die Mails weg und wie sich zeigt gmx sie auch nicht recovern kann/möchte.

Es tut mir wirklich sehr leid!

2012-01-17

Licht

Dort, wo ich jetzt wohne, liegt gegenüber dem Garten ein großes Familienhaus, in dem sich drei Generationen das Leben teilen. Vor zwei Jahren ist die sehr kleine Tochter zu Grabe getragen worden. Leukämie.

Jede Nacht brennt auf dem Balkon, der zu unserer Seite liegt, eine Kerze. Jeden Morgen stehe ich auf, setze mich mit der ersten Tasse Kaffee ins Wohnzimmer und dann sehe ich das Kerzenlicht und mir wird warm um's Herz, weil der kleine Engel immer weiß, wo er sein Zuhause hat und ihm so leicht gemacht wird, es wieder zu finden.

Dieses kleine Licht spendet mir jeden Morgen so viel Wärme und Hoffnung!

Wir sollten viel öfter Kerzen anzünden für unsere Lieben, die schon vergangen sind. Ganz nah bei uns, nicht auf ihren Gräbern. Sie sind dann näher. Und in diese Nähe gehören sie auch genau hin!

2012-01-14

Suchmeldung

Also, falls jemand etwas hört:

Ich suche eine zwei Zimmerwohnung in Berlin. Lieber ruhig als laut, lieber grün als Szene. Gerne ganz doll hell, noch gerner mit Bad(ewanne), einer Küche in der man wirklich mehr kochen, lachen und leben kann – also mehr als nur Kaffee aus Aluminiumsdöschen kochen kann. In der Tat: ich brauche mehr Küche als Schlafzimmer. Ich kann auch mit wenig Bad(ewanne) aber dafür dann mit viel Küche! Und wenn die Tiger und ich einen Balkon bekämen, würden wir uns sehr freuen! Maximal Warmmiete 500,- (äußerste Grenze). Die Wohnung darf gerne liegen in Charlottenburg/Westend, Tiergarten/Moabit, Schöneberg/Tempelhof, Steglitz, Kreuzberg/Neukölln. Diese Auswahl der Bezirke primär, weil ich in Charlottenburg arbeite, geboren wurde und aufgewachsen bin und das einfach mein Kiez ist.

Ja, ich ziehe auch in den Osten, halte aber die In-Gegenden aufgrund meiner geringen monetären Mittel im Zinssatz für eh nicht realisierbar bei der gegenwärtigen Preislage in Berlin, insofern ausgeklammert. Bitte das nicht als Ost-Rassisums zu verstehen.

Wer etwas hört, bitte einfach an mich denken!

Hatte ich eigentlich schon einmal erwähnt …

… dass Ihr alle toll seid?! So durch die Bank weg?!

Seid Ihr!

2012-01-13

Wohnungen

Also Wohnungsrecherche. Was immer sich bietet mit zwei Zimmern für wenig Geld, wird angeguckt. Da ist ganz interessant, was so in den Anzeigen steht und was letztendlich die Wohnung gar nicht hält. Beispielsweise die Gattung unsichtbarer Balkon. In der Anzeige ist er noch ausgeschrieben sichtbar, bei der Besichtigung hat er sich gelegentlich davon gestohlen. Auch der Begriff „frisch renoviert“ ist in seiner Auslegung charmant. Das ist so als würde ich behaupten, ich hätte mich geschminkt, nur weil ich nach dem Aufstehen einmal an Puder, Rouge und Wimperntusche gedacht habe, die Utensilien aber nicht eine Sekunde lang angefasst habe.

Wohnungsmarketing-PR. Ich bin da so etwas von raus!

Die Wohnung diese Woche am Bayerischen Platz fand ich entzückend und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen! Trotz der Kirche direkt schräg gegenüber (Kirchen werden hier in der Stadt zunehmend von muslimischen Gemeinden aufgekauft oder von niederländischen Architekten umgebaut, die bimmeln irgendwann eh nicht mehr). Sehr netter Kiez, U-Bahn direkt 100 Meter um die Ecke, wahrscheinlich hätte sich die Vibration in den Tunneln exzellent mit meiner elektrischen Zahnbürste vertragen. Ein Kilometer zum Kurfürstendamm zu Fuß. Aber: einfache Fenster. So dermaßen einfache Fenster, dass ich gar nicht wusste, dass es so einfache Fenster überhaupt gibt. Nicht einmal die olle Hütte meiner Oma in der Laubenkolonie hatte sooo einfache Fesnter! Also, ich hatte in meiner Wohnung auch alte einfache Fenster, die waren aber wenigstens doppelt angelegt in ihrer Einfachheit. Da half dann auch nix das schon vorinstallierte Katzennetz am Balkon. Ich will nicht mehr frieren, noch mich dumm und dämlich zahlen an den Energiekosten. Das hatte ich gerade.

Heute dann wieder zwei Wohnungen angeguckt am freien Tag. Die erste Wohnung – gerade im Rohbau befindlich – hatte zwei Zimmer, davon war ein Zimmer so groß, dass mein 140x200 cm Bett Klaustrophobie bekommen hätte. Und ich gleich mit. Am lustigsten war aber die Küche. Wir ahnten irgendwann, wir hätten sie in der klitzekleinen Ecke im Wohnzimmer gefunden. Da musste man aber genau hingucken. Und wenn ich klein sage, dann bin ich nicht sicher, ob in diese Küche überhaupt ein Herd und ein Kühlschrank gemeinsam hinein gepasst hätten. Ich grinste dermaßen blöd beim Verlassen der Wohnung, dass ich erst einmal a) die Treppen hinunter gehen musste trotz 1a 50iger-Jahre-Fahrstuhl und b) einige Zeit brauchte, bis sich meine Lippen wieder entspannten. Das war mit Abstand die kleinste Kochnische, die ich jemals sah!

Wohnung Nummer zwei hatte deutlich mehr Charme. Die Küche war im Vergleich zum Vormodell eine aus der Kategorie „unendliche Weiten”. Ohne Vergleich war sie eine Küche, in der man mit Installation einer Küchenzeile nicht mehr hätte sitzen können. Das Schlafzimmer war niedlich mit einer Nische angelegt. Das Bad hatte eine neue Miniatur-Badewanne und da weder im Bad noch in der Küche Platz für eine Waschmaschine wäre (oder in der Küche Platz für einen Geschirrspüler sein sollte) hat man nicht eine Wand zum Bad versetzt, sondern kurzerhand den Waschmaschinenanschluss sehr kreativ in den Flur in eine Nische gelegt. (Mein Freund, meine Kreditkarte, meine Waschmaschine …!). Diese Wohnung hat den schönsten Ausblick bisher überhaupt geboten: auf die Siegessäule, dann käme das Schloss Bellevue (das man aufgrund des vorgelagerten Baumbestandes nicht sehen kann), dann käme die Spree und dann … die S-Bahn direkt vor dem Haus. Ich hätte also mit dieser Wohnung alles, was ich jemals wollte in einem: Meerblick und mein kleines Stellwerkhäuschen an den Gleisen. In meiner Planung waren die Gleise allerdings immer stillgelegt. Hier sorgt die plötzlich wieder regelmäßig fahrende S-Bahn um Abwechslung von rechts und links im drei Minuten-Takt. Okay, Lino würde es lieben! Ich auch, die erste Woche lang. Der Balkon war so schön groß! Alleine den zu haben … warum die Hausverwaltung nun aber – auch diese Wohnung komplett neu renoviert, noch halb im Rohbau also fertig gestrichen aber noch ohne Laminat – dieser Wohnung auf einer Seite hin neue Schallschutzfenster spendierte, zur Rückseite im Schlafzimmer jedoch nicht (ich vermute da hört man eine S-Bahn, die direkt vor dem Haus verkehrt immer noch überdeutlich), weiß das Budget alleine! Diese Wohnung hätte ich leiden mögen, trotz ihrer knappen 2.40 m Höhe (was bei einem Menschen, der 180 cm hoch ist, nicht viel Kopfweite ist) aber das war mir doch ein bisschen zu viel S-Bahn auf einmal.

… to be continued.

2012-01-12

Lesen!

Dass es dich gibt

Die junge Verkäuferin …

… an der Kasse im Drogeriemarkt herrscht mit ihrem polnischen Akzent herrisch die Kundin vor mir an, aufgrund ihrer Kleidung eher als womöglich deutschstämmige Türkin früheren Jahrgangs auszumachen, sie solle das Geld gefälligst auf die Kladde legen und ihr ja nicht in die Hand geben, so wie die Dame mit Kopftuch es eigentlich tun wollte. Von mir, als nächster Kundin, lässt die Kassiererin sich das Geld ganz selbstverständlich in die Hand geben.

Wie ich diesen kleinen Alltagsrassismus doch hasse. Und dabei bin ich mir sicher, ich tue es vermutlich hier und dort auch, unbewusst, Menschen durch mein Handeln zu deklassieren, alleine weil in meinem Kopf immer wieder diese gesellschaftlichen Hirngespinste, auch Vorurteile genannt, sich gelegentlich die Macht erkämpfen.

Ich hoffe nur nicht zu oft. Es zu beobachten, macht traurig.