2013-03-27

Abschiede

Gestern Abend inniges und herzliches Abschiedsgespräch mit der Waschmaschine geführt. Habe mich bei ihr für über 20 Jahre Wegbegleitung und immer fleißigen Arbeitseinsatz bedankt. Sie war wirklich eine Gute ihrer Art. Ich fürchte, so etwas gibt es heute gar nicht mehr.

Ich weiß, ich bin komisch. Aber mal ehrlich: 20 Jahre! Je nachdem, wann am Ende meine Rechnung kommt, ist das immerhin ein Drittel oder Viertel Wegbegleitung meines Leben gewesen. Was diese Waschmaschine in den letzten Jahren alles mit mir erlebt hat, sie hat mit mir Männer, Katzen und Wäsche kommen und gehen sehen. Freude und Schmerzen. Ich habe nicht wenige Tassen Kaffee auf dem Küchenboden sitzend gemeinsam mit ihr getrunken, während sie mir, meine Seele beruhigend, ihr Schaumlied sang!

Ich bin auch kein Mensch, der sich lapidar von solchen Geräten trennt, weil es eben mal wieder ein neues Modell gibt. Ich hänge an diesen Dingen.

Nein, das ist keine 08/15-Trennung. Da ist heute ein kleines Stück Liebe mit ihr gegangen. Mit meiner Hanseatic TL1200!

2013-03-26

Ziegentarte

Was immer ein bisschen hilft, ist in Kochbüchern zu schmökern. Das tat ich neulich wieder in „Tarte & Quiches” von Delphine de Montalier. Ein Kochbuch, das ich sehr mag. Es ist ein unangestrengter Ideen-Geber - wenn auch man die im Buch verwendeten Käsesorten hierzulande wirklich suchen muss, und dennoch nicht immer fündig wird.

Neulich habe ich zwei Rezepte zusammengeworfen; eine knusprige Ziegenkäse-Tarte mit der Tarte mit den kandierten Tomaten ergänzt. Die Tomaten waren wirklich toll – und lassen sich für viele weitere Rezepte verwenden, daher lieber gleich ein größere Menge ansetzen. In Olivenöl aufgegossen halten die sich noch sehr lange im Glas im Kühlschrank.



Kandierte Tomaten

500 g große Kirschtomaten (ich habe größere Snacktomaten aus dem Angebot genommen).
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
1 EL extrafeiner Zucker
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
4 EL Olivenöl

Die Tomaten halbieren, das Fruchfleisch entfernen. Mit der Schnittfläche auf ein Küchentuch legen und trocknen. Die anderen Zutaten vermengen und in eine feuerfeste Form gießen. Den Ofen auf 130 Grad vorheizen. Die Tomaten in die Form mit der Schnittfläche nach unten legen und ca. 1 h (Kirschtomaten, bei den größeren Snacktomaten waren es ca. 2 h) im Ofen auf der mittleren Schiene eintrocknen lassen …



Ziegenkäsetarte(lettes)

1 Packung Blätterteig
ca. 500 g Ziegenfrischkäse
etwas Honig
etwas frischen Thymian
Salz und Pfeffer

1 Packung Blätterteig (wenn man ihn nicht selber machen möchte) – entweder für eine große Tarteform zurecht schneiden oder für kleinere Tarteformen mit Gläsern ausstechen. Die Tarteform gut buttern. Den Teig einlegen und mit einer Gabel einstechen. Dann den Ziegenkäse darauf verteilen und mit etwas Honig beträufeln. Die getrockneten Tomaten auflegen, salzen und pfeffern und mit dem Thymian ausschmücken.

Ab in den Ofen bei 160 Grad für ca. 20 Minuten. Sehr fein, einen frischen Salat dazu und alles ist gut!

Tipp: Wirklich den Honig verwenden, auch wenn man ihn nicht mag. Ich habe das Originalrezept mit ihm ergänzt. Einige wenige Tropfen reichen, um dem Ziegenkäse etwas Pfiff zu geben. Dabei habe ich übrigens beide Varianten probiert, ohne und mit, natürlich in der Sorge es könnte mit den Tomaten zusammen auch zu süß werden. Aber mit dem Honig werden die Tartes wirklich geschmacklich sehr viel besser, einfach runder.

2013-03-25

Omas Pfaff



Gestern den Bezug für das letzte Katzenkissen genäht. Erstmals mit Omas Pfaff, die frisch geölt und entflust aus der Wartung zurück ist. Übrigens von mir eigenhändig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert und getragen. (Was war ich froh, als kurz hinter dem U-Bahn-Ausgang ein Discounter-Einkaufswagen unmotiviert in der Straße herumstand. Hölle wiegt das Teil!)

Aber so viel sie wiegt, so seht steht sie in sich ruhend auf dem Tisch und erlaubt sich hochköniglich eine echte (semi-)professionelle Nähmaschine zu sein. Es hatte Tage gedauert bis ich mich an sie heran gewagt hatte. Prompt hatte ich sie aufgebaut, standen nämlich meine kindlichen Ängste wieder parat. Und ich wollte es nicht wieder mit uns verderben.

Aber: wir können jetzt miteinander. Obwohl sie eine echte Diva ist und sehr darauf bedacht ist auch ja ordentlich unter- und oberspannt zu sein. Aber sie näht mit einer entspannten Ruhe und Präzision, die schon sehr beeindruckend ist. Ausprobiert habe ich für den Kissenbezug den Geradestich und elastischen Zickzackstich. Freue mich als nächstes auf wildestes Zierstiching. Die hat die Gute ja im Überangebot.

Shiina ist hellauf entzückt von dem Kissenbezug für das Schaumstoffstück im Wohnzimmer, dem letzten Fensterbrett bei uns, das noch unterversorgt war. Die drei Katzen von Welt liegen nämlich viel lieber auf bezogenem Schaumstoff, kleine Diven. Und ich freue mich, weil … naja, kleine Erfolge zählen gerade doppelt.

2013-03-24

Surrealismus

„Das ist eine Stelle, da kommen wir mit dem Kolposkop nicht weiter. So finden wir nichts. Da müssen wir ein MRT machen.

Naja, dafür einen Termin zu bekommen, das dauert drei Monate. Ich schicke Sie erst einmal zur Sonografie und gebe Ihnen eine sehr gute Adresse.”

Drei Monate. Da wäre man bei einem Lungenkarzinom vom ersten Moment der Beschwerde bis zur Diagnostik praktisch schon zum Tode verurteilt. (Okay, bei einem Lungen-CA ist bereits ab dem Moment der ersten Beschwerde die Sache schon beschlossen.)

Das sind britische Gesundheitssystemzustände. Glückwunsch – genau dorthin wollten unsere Politiker gehen, trotz aller Kritik. Aber der Patient spielt auch eine Rolle. Viele Menschen hierzulande begreifen teure Untersuchungen an sich als Art Trophäe und verknappen Termine so künstlich. Würde mir bei einem MRT übrigens nie passieren, gesunde Form der Klaustrophobie. (Schlauch schlucken atme ich weg. Aber Röhre? Gerne im unteren Körperbereich also bis zum Knie oder so. Darüber dann nur noch gerne, brät man mir vorher eins mit der Keule über.) Fahrstuhl fahren kann ich. Es fängt erst ab einer bestimmten Nähe an, wenn mir fremder Materialismus meinem Körper zu nahe kommt.

Muss an meine Mum denken, die Krankheit auf ihre eigene Art immer sehr genoss. Alles was Ärzte mit ihr anstellten, war für sie eine Form von Happening. Als sie starb, stand für vier Monate später der Austausch eines Kniegelenkes im Kalender. Big party, big celebration – kannste aber glauben! Da bin ich ganz anders. Ich bin zur Zeit der Hase im Fuchsbau. Nicht bewegen, dann werde ich auch nicht gesehen. So ist das nämlich. Praktisch.

„Guten Tag mein Name ist Hase und ich komme heute zur Sonografie. Und … äh … ich habe die Hosen voll.”

Lächerlich!

2013-03-21

Okay …

Vor drei Monaten etwa habe ich begriffen, ich komme aus diesem gesundheitlichen Tief nicht alleine raus. Also habe ich einen Facharzt gesucht und versucht, dort einen Termin zu bekommen. Nicht möglich. Also nicht vor in drei Monaten.

Bis Freunde mir eine Allgemeinmedizinerin empfohlen haben, die auch psychiatrisch betreut und so bin ich über eine Notfallsprechstunde unter ihre Fittiche geraten und werde medikamentös versorgt, krank geschrieben und begleitet, bis ich einen Therapieplatz finde. Das ist Glück, das begreife ich auch so.

So versuche ich nun seit sechs Wochen diesen Platz zu finden. Da gibt es dann einen Kontakt von sehr vielen Kontakten, der tatsächlich noch Plätze haben soll, die bereits alle weg sind. Dieser Kontakt vermittelt einen neuen Kontakt mit dem ich Gespräche führe, der mir Montag absagt, weil er meine Betreuung derzeit nicht uneingeschränkt sicherstellen kann – aus gesundheitlichen Gründen. Nebenbei laufe ich in Tageskliniken und sonstige Einrichtungen, die mir therapeutische Unterstützung bieten könnten, hätten sie Plätze frei oder keine Wartelisten (unter drei Monaten läuft da nichts derzeit). All diese Gespräche beinhalten Bewerbungsgespräche, in diesem System nämlich muss mich um einen der sehr raren Plätze bewerben.

Gestern war ich vormittags bei einem Arzt in der Diagnostik, um eine andere Krankheit hoffentlich ausschließen zu können, vor der ich wirklich Angst habe, die aber bei der familiären Disposition dummerweise immer im Raum liegt – weswegen ich bei Anzeichen nie entspannt sein kann. Das ist gerade das nicht benötigte i-Tüpfelchen.

Nachmittags war ich dann wieder in einem Klinikbetrieb zum Informationsgespräch (Info-Gespräch heiß hier: „Wir gucken, ob wir Sie überhaupt auf die Warteliste setzen wollen”.) Und dieser Besuch hat binnen dreißig Minuten so etwas von meine Batterien leergesogen, haste nich‘ gesehen. Und letztendlich wieder nichts erreicht, außer Energie gelassen. Das Letzte was ich im Moment noch habe, ist Energie.

Ich rödele jetzt seit drei Monaten rum und bin keinen Schritt weiter. Abgesehen vom freundlichen Unterstützer Pharmazie.

Und wenn ich dann nach Hause komme und die Waschmaschine (was sie in ihrem hohen Alter wirklich tun darf) fliegt mir um die Ohren, ist auch mal Schluss. Dann ist einfach Sense.

Es ist alles schon schrecklich mühsam gerade.

2013-03-20

Waschmaschine †

Echt, ich will irgendwie nicht mehr. Nicht jetzt! Verdammt!

2013-03-19

Kühlschrankgallionsfigur



Gallionsfiguren sind leider im Schiffsdesign schwer aus der Mode gekommen. Was ich nicht nachvollziehen kann. Ich wäre sehr gerne Gallionsfigurschnitzerin oder Gallionsfigurschmiedin geworden.

Daher bin ich ein bisschen stolz, dass wenigstens mein Kühlschrank (selten in See stechend) eine stolze Frontdame zu bieten hat. Böse Zungen behaupten, ich hätte mir meine Katze passend zur Kühlschrankfarbe ausgesucht. Das ist natürlich großer Quatsch, wenn auch sie sich wirklich sehr passend in das Corporate Design meiner Küche, zumindest die Edelstahlfronten anbelangend, einfügt.

Und die kleinen Fettspuren von Sammetpfötchen machen sich auch immer sehr hübsch auf dem Metall. Nach dem Putzen.

2013-03-17

Nishia Rosamunde T. von und zu Pilcher

Agenda 2010

Dieser Tage wird ein besonderer Geburtstag gefeiert, zehn Jahre Hartz-Konzeption im Vollzug. Während die Verantwortlichen tatsächlich glauben, sie hätten die deutsche Wirtschaft gerettet, durften diese Woche in den Medien besonnene kritische Stimmen zu Worte kommen.

Peter Boffinger lehrt Volkswirtschaftslehre an der Uni Würzburg und gehört dem Rat der „fünf Wirtschaftsweisen” an. Er schreibt in der taz in seinen Kommentar „Die Mythen um Hartz VI„In Westdeutschland gibt es heute nur 230.000 weniger Erwerbslose als im Januar 2001.”

Der Sozialrichter Jürgern Borchert ist Mitglied im 6. Senat des Hessischen Landessozialgerichts. Das Gericht, das 2010 vor dem Verfassungsgericht die Neuberechnung der Regelsätze erstritt, das diese dann bekanntermaßen als verfassungswidrig einstufte. Er wird in der Süddeutschen Zeitung „Warum die Agenda 2010 als Erfolg begriffen wird, ist mir ein Rätsel” interviewt. „Dass wir eine Entwicklung erleben, die mit Erosion und Abwärtsmobilität der Mittelschicht beschrieben werden kann. Dabei ist sie der Garant für demokratischen und sozialen Frieden in Deutschland.”

Plusminus hat in der ARD diese Woche in einem Bericht offen gezeigt, wie der Leistungsdruck dem die Mitarbeiter in den Jobcentern unterliegen, den Leiharbeitermarkt in Deutschland zu ungeahnter Blüte verhilft. Einem Beschäftigungsbereich in dem die Arbeitnehmer nicht selten unzumutbaren Arbeitsbedingungen ausgesetzt werden, den Gehältern hinterher klagen müssen und oft gar kein Geld erhalten.

Währenddessen kommt die Agentur für Arbeit ihrer Sorgfaltspflicht nicht annähernd nach: „Zuständig für die Kontrollen der Zeitarbeitsfirmen ist die Bundesagentur für Arbeit. Hier stehen für derzeit über 20 000 Zeitarbeitsfirmen mit über 900.000 Leiharbeitern gerade einmal 55 Prüfer zur Verfügung.” und "[…] Es ist absurd jemand zum Kontrolleur zu machen der eine Branche ganz bewusst nutzt als Instrument bessere Ergebnisse bei der Integration zu bekommen.

2013-03-16

Seine Gene

Das ist der Uwe. Seines Zeichens mein Paps.

Während ich auf die Welt kam und gefühlt mein erster bewusster Gedanke war „Ich will eine Katze haben!”, der mich die nächsten zwölf Jahre so erst mal nicht weiterbringen sollte, tat mein Vater direkt nach der Trennung von meiner Mum das einzig Sinnvolle. Er brachte sich, noch vor der neuen Freundin – seiner späteren zweiten Frau und einer tollen Stiefmutter –, einen Kater mit von der Baustelle. Hier bewies mein Vater selbstverständlich hohen Sachverstand und außergewöhnlichen Geschmack; denn er trug nicht nur heutige Hipsterschaukel vor dem Mund, sondern erwählte sich einen Kuhkater, wie wir alle wissen die Elite aller Katzen, und nannte diesen sehr sehr weltmännisch „Felix”.



Von meinem Papa habe ich gelernt: die Katze gehört ins Bett!

Die kleine schwarze Katze auf der linken Seite des zweiten Fotos, elegant im Würgegriff getragen, ist Püppi. Püppi war die Tochter meiner ersten Katze Sweety, die noch als sehr junge, kleine Katze zu uns (dann endlich, endlich!) kam und sich bei uns einige Wochen später – selbstverständlich völlig unberührt und wie durch ein Wunder – vervielfältigte. Püppi, die Zweitgeborene, zog dann bei meinem Papa und neuer Freundin ein. Zu dem Zeitpunkt lebten bei ihnen noch eine Maus (umgezogen aus meines Bruders Schule in meine Puppenstube zu unserem Opa von meiner Oma zwangsverwiesen) in der Butterdose und viele Fische im Aquarium und ein Hase mit Felix und Püppi frohen Mutes (den brauchten sie ja auch) unter einem Dach. Später wuchs noch ein brauner Tiger namens Odin nach.



Ihr seht also, es lag in meinen Genen. Ich kann wirklich nicht dafür. Er ist schuld. Und Oma. Aus mir konnte gar nichts anderes werden!

2013-03-12

Heute gibt es …

… lecker bunten Katzenbraten.

2013-03-10

58,2 Prozent aller Frauen in Deutschland erlebten Sexismus

taz: „Werden Männer denn zunehmend Opfer von sexueller Belästigung?”

Charlotte Diehl: „Nein. Etwa 30 bis 50 Prozent der berufstätigen Frauen sind von sexueller Belästigung betroffen. Und etwa 10 Prozent Männer. Und vergessen wir auch nicht: Diese 10 Prozent werden zur Hälfte von Männern belästigt. In diesem Feld sind Frauen als Täterinnen also recht selten.”

Die Psychologin Charlotte Diehl im taz-Gespräch zu Sexisums und der Aufschreidebatte.

2013-03-09

Bloggersupport

Mit zwei Katzen war ich diese Woche insgesamt drei Mal beim Tierarzt. Ich habe also eine ungefähre Ahnung, was der lieben Frau Mutti gerade die Grießentfernungskur ihres Katers mit Übernachtung beim Tierarzt vor Ort kostet.

Auch deswegen möchte ich Euch höflich einladen, sich im Osterschaufenster bei ihr die sehr schönen selbst genähten großen und kleinen Taschen, Häkelkränze und sonstigem Dinge einmal anzugucken. Und nach dem Überlegen vielleicht sogar bei ihr zu bestellen. (Ich wette, die Monster wachsen nach.)

Ist ja für einen guten Zweck … also einen tollen Kater, den dicken Martin!

2013-03-08

Telefonnummern …

… von Krisendiensten werden in der Praxis meiner Ärztin sehr souverän verschwiegen zugesteckt. Ich lerne immer dazu.

Wenn mich professionelle Menschen fragen, was sie für mich tun sollen. Was sind das für Fragen? Hätte ich Antworten, würde ich mir selber helfen können. Bilde ich mir ein.

Neben sich stehen, auf sich gucken und nicht glauben können, was da mit einem passiert. Warum und wieso. Verwundert sein darüber. Traurig sein.

Ich will mich nicht mehr mit Leuten treffen. Dann tue ich immer so, als wäre alles okay. Fällt die Tür dann hinter mir zu, ist der Akku noch leerer als vorher. Das kann nicht die Lösung sein.

Kein Verständnis für mich selbst, dass es mir schlecht geht; geht es mir im Vergleich zu anderen doch so gut.

Habe eine Woche gebraucht, um eine Überweisung auszuführen. Online. Eine Woche.

2013-03-07

Der Armutsbericht der Bundesregierung

ist für den Deutschen Science Fiction Preis nominiert. Zu Recht. Sehr schöne Kommentare übrigens …

Den bisher besten (ernsthaften) Kommentar hat gestern Markus Preiß in den Tagesthemen zu dem jüngst veröffentlichten Armutsbericht gesprochen. Mehr ist dem nicht hinzuzufügen.

2013-03-04

Das ist übrigens Shiinas …

… StaubsaugergehwegichkannDichnichtleidenwillDichnichthörenundsehenundüberhauptbistDunurdoof-Gesicht:

2013-03-02

Entertainment



Das Katzenplatzset in der Küche, sie sollen sich ja nicht langweilen …

Kochen und Essen sind hochpolitisch

Kochen und Essen sind hochpolitisch. Da geht es um Welthandel, um Gesundheit, um Tier- und Pflanzenschutz, um Landschaftspflege und Bodenerosion und so weiter. Wenn das nicht politisch sein soll - was dann?

Interview mit dem Koch Christian Petz, der vom „Gault Millau” 2002 zum Koch des Jahres gekürt wurde und mit Michelin-Sternen prämiert wurde. Und dann als „Star-Koch” schlicht ausstieg aus dem Geschäft.

2013-03-01

Ich bin nicht alleine …

Meine Nachbarn haben eine Katze. Und natürlich war unser erster Deal als wir uns erstmals etwas näher kennenlernten, dass wir gegenseitig die Katzen bespaßen, wenn der eine oder die andere sich aus der Stadt verdünnisierten wolle.

Das ist superpraktisch. Katzenvertretung über den Flur, das kann man auch Sonntagmorgens im Bademantel schnell machen. Dummerweise verreise ich nie nur verreisen meine Nachbarn häufiger als ich.

Als ich letztes Wochenende drüben war deren Süße zu füttern, entdeckte ich, dass sie im Flur, wo in unseren Wohnungen ein Miniaturverschlag eingelassen ist, die ollen Lamellentüren durch eine schicke Schwebetüreninstallation ersetzt hatten. Selbstverständlich äußerte ich im nächsten Gespräch umgehend mein Unverständnis, warum diese Form der Installation in der einen Wohnung begonnen wurde und nicht in der anderen (meiner) Wohnung direkt fortgeführt wurde.

Flugs darauf schilderte mir die Nachbarin, die sich selbst stolz verantwortlich zeichnete für das neue Bauwerk, alle möglichen Schwierigkeiten, die bei der Baumaßnahme ihr das Leben schwer machten. Offensichtlich sind nicht nur die Wände und Decken in meiner Wohnung fies, hartherzig, unwillig, arrogant, schief, aufsässig, undurchdringbar oder nur zwei Milimeter weiter rechts hohl.

Beruhigt mich ja doch ein bisschen.

2013-02-25

Völlig irre

Man stelle sich vor, man hat einen Flur, einen kleinen Flur von dem fünf Türen abgehen, ausgenommen der Eingangstür und im Besonderen ist darauf hingewiesen, dass es einen zusätzlichen Rahmen gibt, der den Flur optisch zweiteilt und zur Küche und Schlafzimmer führt. An die Wände möchte man Bilderrahmen hängen. Man orientiert sich also an den Türrahmen und zählt sechs Zentimeter runter, schlägt die Nägel ein und geht davon aus, dass nun alle Rahmen auf einer Höhe hängen.

Wie naiv muss man sein, dass man glaubt das könnte funktionieren?

Okay, dass das bei dem Rahmen gleicher Produktionsstätte aber vor einem Jahr gekauft nicht klappen konnte, liegt daran, dass der Aufhänger deutlich tiefer angebracht war. Das ist geschenkt und schnell nachvollziehbar. (Die EU-Heinis haben wirklich noch nicht die Aufhänger an Bilderrahmen genormt? Echt jetzt?)

Aber dass die Türrahmen tatsächlich unterschiedliche Höhen haben? Und einer davon zusätzlich links einen Zentimeter höher ist als rechts? Ich meine, wer kommt darauf?

Diese Wohnung ist hinsichtlich der Schiefe ihrer Wände und sonstigen unlogischen Baumerkmale wirklich jedes Mal und immer wieder für eine Überraschung gut. Ich war gestern ein wenig verzweifelt, weil ich wirklich dachte, ich spinne oder bin zu blöd ein paar Bilderrahmen auf gleiche Höhe gehängt zu bekommen.

Aber ich spinne nicht. Ich wohne nur in einer Platte.