2011-01-07

Volks- … äh … Vogelzählung

Zählt doch bitte bis zum 09.01.2011 einfach eine Stunde lang die Vögel in Eurem Garten, von Eurem Balkon, im Hinterhof. NABU braucht Euch: Stunde der Wintervögel






(Obwohl … ich glaube, ich zähle lieber, wenn die Spatzen-Hauptmieterversammlung wieder vorbei ist.)



All count and wishfully ea…n by:

Das Liebesomen 2011



Macht was draus!

2011-01-06

Die Google-Map …

die aktuell das übermäßige Tiersterben dokumentiert.

Blogwichtel 2010 – die Auflösung

Liebe Mitwichtler, Bewichtler, Bewichteltwordende und -innen,

auf Wunsch einiger Blogwichtelalthasen und -frischlinge dieses Jahr ein kleines Novum bei der Blogwichtelei: die Auflösung. Wen es interessiert, wer wen bewichtelt hat, der darf jetzt in dieser Liste nachgucken. Wen es nicht interessiert, überliest dieses Blogpost einfach. Suchen müsst ihr in der zweiten Tabellenhälfte nach Eurem Blog, Euer Wichtel findet Ihr dann voran stehend.


Click auf's Bild macht's größer.

2011-01-03

Neujahrskäse



Mit diesem Foto hat sich übrigens heute die Entscheidung manifistiert, dass diese Canon ixus 90 die letzte Canon in meinem Leben gewesen ist. Pünktlich mit dem Besitz von zwei Jahren und nach Ablauf der Garantie (und zwar offensiv zu pünktlich auf den Tag) löste sich vom Auslöser die Platte und ich löse jetzt auf einer Feder aus. Letzte Woche gab es die erste Objektivfehlermeldung, die sich mit diesem Foto manifestiert hat (hier war die Makrofunktion aktiviert und es wurde auf den Käsekuchen scharf gestellt und ja, ich weiß, wo die Nahstellgrenze der Kamera liegt.). Und über die Bildqualität bei 800 ISO, ach lasst uns schweigen. Das wäre alles nur halb so dramatisch, wenn ich nicht genau wüsste, dass Canon bis zur ixus 400 richtig gute Kompaktkameras gebaut hatte. Und ich habe diese Kamera wirklich wenig benutzt, weil ich sie als Zweitgerät nur rumtrage, wenn ich die große Pentax nicht dabei habe.

Canon, Ihr seid kapitalistische W…er! Ihr seid unsympathisch. Und ich war mal Eure Kundin. Sogar eine begeisterte Kundin! W A R!

Silvester 2011

Am 30.12. dem Postboten eine kleine Freude mit Post gemacht.
Am 31.12. dafür von ihm in den Arm genommen worden.
Einfach so.
Liebe Menschen in den Arm genommen.
Liebe Katzen in den Arm genommen.
Böse Geister mit lautem Knall vertrieben, dafür wenigstens keinem Brot weggegessen. Durfte für meine Freunde die Sektkorken knallen lassen und die Raketen anzünden, dabei bin ich die mit der schlechtesten Krankenversicherungssituation.
Den schlechtesten Pfannkuchen meines Lebens gegessen (von vorgestern und ohne Marmelade, selbst gekauft, meine Gäste konnten das besser.)
Zum ersten Mal selber Tempura gemacht und es gleichzeitig vier anderen Menschen beigebracht. Vor zwölf.
Nicht zum ersten Mal Sushi gerollt und es zwei anderen Menschen beigebracht. Nach zwölf.
Mit lieben Menschen gekocht.
Mit lieben Menschen Crémant getrunken.
Mit lieben Menschen Crème brûlée gegessen. Zum ersten Mal nicht selbstgemacht. Schlicht, weil ich scharf auf die Förmchen der Discounter-Brûlée war.
Ein Mensch, neu kennengelernt, guckt auf meine Citroën Déesse-Fotos an der Wand und meint, sie liebt dieses Auto und sei schon mal damit gefahren. (Übrigens ohne Sex auf dem Rücksitz gehabt zu haben.)
2009 hat mir eine Sauciere genommen, 2010 hat mir zwei gebracht.
Alles gut. Es kann besser werden.
Das letzte Jahr fand ich sehr anstrengend. So sehr, dass mir zum Ende hin die Worte ausgingen.
Die letzten zwei Monate haben mich persönlich mit vielen unzähligen Kleinigkeiten den Rest gegeben.
Und ich fühle mich immer noch wie die Luftmatratze, die auf dem allerletzten Loch pfeift, obwohl alle Luft bereits entwichen ist.
Aber ich habe die besten Freunde der Welt. Und ich habe gesunde Katzen. Und es gibt Menschen, die ich teilweise nicht mal persönlich kenne und deren Menschlichkeit mich oft zu Tränen gerührt hat. Und denen sind zwischen den Jahren liebe Menschen und liebe Tiere weggestorben. So bitte ich um Gesundheit und Glück für meine Lieben, egal ob Zwei- oder Vierbeiner. Und dies bitte 2011 durchgehend. Etwas anderes ist derzeit schlicht nicht zu ertragen.

Je nachdem seit wann Ihr dieses Blog lest, lest Ihr es mit dem heutigen Tag unter Umständen seit bereits fünf Jahren. Wir feiern heute Geburtstag und ich bin blogmüde wie nie. Aber nur weil ich generell zur Zeit müde wie nie bin.

Ich wünsche Euch allen ein gesundes und wundervolles neues Jahr 2011. Es wäre schön, wenn wir uns am Ende diesen Jahres immer noch lesen und schreiben würden.

Danke. Für die fünf Jahre! Weil ohne Euch ist so ein Blog ja nix.

2010-12-31

Filly

Im Zeitungsladen endlich über „Filly“ gestolpert. Auf meine Frage an die Nachbarstochter neulich, was ihr denn der Weihnachtsmann das Muttertier gebracht hätte, wurde mir an den Kopf geschleudert x, y und z von „Filly“. Auf meine Frage, was denn „Filly“ sei, konnte sie mir nicht antworten, weil sie mich im Grunde für eine erstaunlich coole Person hält für mein Alter (was andersherum übrigens auch gilt) und die Idee, ich könnte „Filly“ tatsächlich nicht kennen, hatte sie schnell als nicht real existent eingestuft und mir dafür lieber erzählt, was es alles von „Filly“ gibt. Es gibt im Grunde nichts, was es von „Filly“ nicht gibt. Ergo gibt es von „Filly“ natürlich alles, was es von Barbie, der Diddle Maus, Hello Kitty nicht auch schon gegeben hätte und irgendwie beschlich mich eine Ahnung, „Filly“ könnte in der Grundtendenz sehr viel mit Rosa zu tun haben.

Stehe ich also heute im Zeitungsladen und es bricht aus mir laut hervor, dass der nette Verkäufer vor Angst erst mal in die Ecke sprang: „Ach! Ach DAS ist «Filly»!“ Vor mir lagen „Filly“-Sammelbilder. „Fillys” sind Feen, haben Pferde und sind … rosa. Eine Tüte „Filly“ Sammelbilder kosten 60 Cent.

Nun denn, habe 2 Tüten eben in einen Briefkasten eingeworfen. Wenn sie schon nicht mehr mit sechs an den Weihnachtsmann glaubt, dann muss sie jetzt leider an den Postmann glauben. Mein heutiger Beitrag für „Filly“ statt Böller.

(Aus der Reihe: Ich habe jetzt 13 mal „Filly“ geschrieben in einem Blogpost ohne auch nur einen Cent dafür zu kassieren.)

Finde …

es gehört verboten, dass Künstler, egal ob Frischlinge oder altgediente, alleine auf ihren Hotelzimmern sterben müssen. Sterben ist an sich schon tragisch – aber wenn schon nicht zu Hause, dann wenigstens auf der Bühne. Und nicht im Zimmer.

Farewell Bobby Farrell! Leider bist Du immer unterschätzt worden, Dein Style als Tänzer war extraordinär!

2010-12-29

Twitterbekannte in Berlin

muss nach Trennung im neuen Jahr sich eine neue wohnliche Existenz aufbauen. Da das Geld bei sehr knapp ist, frage ich hier vorsichtig, ob jemand vielleicht sehr günstig bis komplett günstig einen funktionierenden Kühlschrank als auch Waschmaschine abzugeben hätte …

Verlegerforderung Leistungsschutzrecht: Ja, habt ihr denn überhaupt keinen Stolz?

Von Marius Sixtus ein zorniges Anschreiben an die deutschen Verleger – und zu gut, um den Text nur zu verlinken. Steht unter CCO-Lizenz, den dürft Ihr also in Euren Blogs auch in Gänze bringen!

Wer spenden kann, dass dieser Brief per Anzeige geschaltet in die Printmedien kommt, kann hier mit einer Spende mithelfen!


Liebe Verleger,

das tut jetzt vielleicht ein wenig weh, aber einer muss es mal deutlich sagen: Euch hat niemand gerufen! Niemand hat gesagt: “Mein Internet ist so leer, kann da nicht mal jemand Zeitungstexte oder so was reinkippen?“ Ihr seid freiwillig gekommen, und ihr habt eure Verlagstexte freiwillig ins Web gestellt. Zu Hauf. Und kostenlos. Ihr nehmt keinen Eintritt für die Besichtigung eurer Hyperlink-freien Wörterwüsten, weil ihr genau wisst, dass niemand dafür Geld ausgeben würde. Ihr habt seriöse und un- seriöse SEO-Fritzen mit Geld beworfen, damit Google eure Seiten besonders lieb hat. Ihr seid ohne Einladung auf diese Party gekommen. Das ist okay, ihr könnt gerne ein wenig mitfeiern. Prost! Aber wisst ihr, was gar nicht geht? Dass ihr jetzt von den anderen Gästen hier Geld kassieren wollt. Sogar per Gesetz. Verleger: geht’s noch?

Bitte unterbrecht mich, falls ich etwas falsch verstanden habe mit diesem “Leistungsschutzrecht“, was gut sein kann, denn logisch ist das alles bestimmt nicht. Ihr wollt eine Art Steuer kassieren für all die Arbeit, die es bereitet, Texte online zu publizieren. Das ist die Leistung, die geschützt und bezahlt werden soll. Nicht etwa die Texte selbst sind es, für die ihr honoriert werden wollt, sondern das Zusammentragen und online stellen. Richtig? Wo und wie dieses Geld eingesammelt werden soll, ist zwar noch nicht ganz klar, aber immerhin habt ihr da schon ein paar Ideen. Vielleicht aber könnte man dazu auch Wahnvorstellung sagen. Einer dieser Einfälle, der ein wenig nach Megalomanie, Irrwitz und gekränktem Narzissmus schmeckt, lautet: News-Aggregatoren sollen zahlen. Also Angebote wie Google News. Dafür, dass sie diese Textschnipselchen anzeigen, die als Hyperlinks dienen, die zu euren Verlagsangeboten führen. Google spült euch die Hälfte eurer Besucher auf die Seiten und jetzt sollen sie dafür bezahlen? Das ist in etwa so, als würde ein Restaurantbesitzer Geld von den Taxifahrern verlangen, die ihnen Gäste bringen.

Dann ist da noch die Idee, gewerbliche Computernutzer zur Kasse zu bitten. Pauschal und auf Verdacht. Denn sie könnten ja irgendwie davon profitieren, dass ihr umgeklöppelte Agenturmeldungen, Oktoberfest-Bilderklickstrecken und überlaufende Inhalte eures Print-Redaktionssystems ins Web pumpt. Eine Verleger-GEZ wollt Ihr euch zusammenlobbyieren. Einerseits. Auf der anderen Seite droht ihr mit rituellem Selbstmord, wenn die gebührenfinanzierte Tagesschau eine iPhone-App bereitstellt. Wie geht das zusammen? Die Öffentlich-Rechtlichen sind aufgrund ihrer Gebührenfinanzierung eure erklärten Todfeinde, andererseits wollt ihr euch in gebührenfinanzierte Verleger verwandeln? Ja habt Ihr denn überhaupt keinen Stolz?

Die Gewerkschaften habt ihr schon auf eurer Seite. Das ist kein Wunder. Gewerkschaften sind in etwa so fortschrittsfreudig wie die Taliban. Hätte es sie damals schon gegeben, wären sie sicherlich auch gegen die Einführung des Buchdrucks gewesen, da er schließlich zu Arbeits- platzabbau in den klösterlichen Schreibstuben führt. Und die schwarz-gelbe Regierung hat ein wie auch immer geartetes Leistungsschutzrecht sogar schon in ihren Koalitionsvertrag geschrieben. Das ist ebenfalls kein Wunder, schließlich hat sich die politische Elite mit der alten Medien-Oligarchie prima arrangiert. Man kennt sich und weiß sich zu nehmen.

Der CTRL-Verlust-Blogger Michael Seemann hat den hübschen Begriff “Leistungsschutzgeld“ erfunden. Eigentlich wollt ihr auch ein “Leitungsschutzgeld“: Wer beruflich eine Internet-Leitung hat, soll zahlen, zu eurem Artenschutz. Wisst ihr was, Verleger? Haut doch einfach ab aus dem Web, wenn es euch hier nicht gefällt. Nehmt eure Texte mit und druckt sie auf Papier oder schickt sie meinetwegen per Fax weg. Denn: Euch hat niemand gerufen.

Source: networkedblogs

2010-12-28

Ihr erinnert Euch …

an den Goldfischschwamm? Heute nach immerhin drei Jahren ist er dem Dekanter entfleucht! Unzählige Zangen in unterschiedlichsten Ausführungen (braucht jemand zufällig Küchenzangen?) und Messerattacken, Zuckerstückzangenvorgänge hat es gedauert, bis ich heute auf die Idee gekommen bin, das stabilere Paketband vom zooplus-Paket als Schlaufe einzuführen und den Goldfischschwamm auszurichten und mit einem beherzten Zug aus seinem Goldfischschwammglas zu ziehen. Er sprang dann auch direkt in den Mülleimer, wo er sich einem Bad von ausgedrückten Orangenschalenhälften hingab.

Bin ob meiner Genialität selbst sehr beeindruckt. Überlege ab morgen zu meiner Belohnung und zum Gedenken an den Goldfischschwamm den Konsum von Rotwein gänzlich einzustellen.

Chef der Arbeitsagentur Heinrich Alt

stellt in der Arbeitsleistung Langzeitarbeitslose auf die gleiche Stufe wie Menschen mit schweren Handicaps.

Das heißt, Menschen, die in der Bundesrepublik – weil zu alt, zu verbraucht, zu teuer – keinen Platz mehr finden im Kapitalismus der Unternehmen, sind in Behindertenwerkstätten abzuschieben? Ich frage mich gerade, wo er die Menschen mit sehr schweren Handicaps einsortiert, die trotzdem einer regulären Beschäftigung nachgehen?

2010-12-22

Liebe Information und Informationinnen

2010-12-21

Gestern in Mitte …

die kleine Tochter, Vorschulalter, stapft an der Hand ihrer Mama durch die Schneeberge und resümiert: „Aber die Jungs sind ALLE doof!“

(Aus der Reihe: nicht mehr lange, Kind, nicht mehr lange.)

2010-12-20

Made my day!

Wie Pentax mir erklärt, dass ich einzigartig bin! (Facebook-Account notwendig – und spendet Eurem Account vorher ein wirklich cooles Avatar von Euch.)

Winterschlaf

2010-12-17

Was wäre der Winter ohne …

den inoffiziellen S-Bahn-Account bei Twitter

2010-12-16

Guckt mal, …

was mir der megaobersupertolle Michael zu Weihnachten gebastelt hat:



Eine Citroën Déesse als Screenhintergrund! Auch haben wollen? Hier entlang, bitte!

2010-12-15

Zwei Dinge im Umgang mit Tieren …

gibt es, auf die ich so richtig Hass schiebe bei Menschen:

a) Wenn man plötzlich feststellt, dass Baby und Haustier zu anstrengend sind (wobei das Baby natürlich immer erst nach dem Haustier einzieht und das Haustier vorher super Baby-Ersatz war und nun mit der Zurückweisung auf Platz 2 gar nicht klar kommen kann) und …
b) wenn sie ihre Haustiere abladen, weil sie alt werden, sie den Abschied fürchten und möglicherweise das Tier teuer wird.

So wie hier in Berlin geschehen. Und dann auch noch zu feige sein, das Tier ins Tierheim zu bringen. Zum Kotzen!

Mein Blogwichtel 2010

Spurensuche

Was treibt mich, was treibt uns dazu, unseren Gedanken Ausdruck zu verleihen? Die menschliche Ausdrucksfreude, diese Expressivität, hat im Laufe der Geschichte viele verschiedene Formen gefunden. Formen in Folgen von Symbolen, die schließlich einen Übergang zur Kulturtechnik fanden, also als eine weithin eingeübte Gepflogenheit Teil einer Gemeinschaft wurden.

Jedes Blog als eine Ansammlung von Spuren: Abdrücke der Gedanken geronnen in Sprache und übersetzt in das für sie übliche System von Zeichen, die anders als ein Tagebuch, ein Leserkommentar oder eine einfache Notiz, mitunter einen ganz spezifischen hypertextuellen Charakter aufweist, mit anderen Gedanken, Meinungen, Definitionen oder Beschreibungen verknüpft ist. Öffentliche Gedanken, die zuweilen von anderen und sofern sich es bei dem anderen nicht um einen sogenannten Troll handelt, zur Freude der jeweiligen Bloggerin, des jeweiligen Bloggers kommentiert werden.

Im Laufe der Zeit wächst das Archiv von Spuren, die je nach Perspektive für den einen eher einer Rumpelkammer oder liebteure Schatzkammer darstellen und zeichnet dabei nicht selten eine prozessuale Veränderung auf.

holy fruit salad! ist ein solche Schatzkammer, die anders als so manche visuelle Reblog-Rumpelkammer, mehr den Charakter geronnener Gedanken pflegt. Ein digital-virtueller Fährtensucher mag seine helle Freude in der "archälogischen" Auseinandersetzung mit diesem reichen Fundus finden.


© Ramessos, Wikipedia Commons, CC-Lizenz

Da ist zunächst die Erzählung einer Beobachtung, in der gleichermaßen das Versagen und der Gewinn der Mitmenschlichkeit deutlich wird. Oder Persönliches: zu Herzen gehende Berichte über die eigene Verliebtheit, als auch die nicht zu vermeidenden alltäglichen Aufreger über institunelle Inkompetenz. Die lehrreiche Einführung in die kalorinhaltige Genealogie und in die Gender Theorie sollen an dieser Stelle ebensowenig unerwähnt bleiben wie expressive Leibesübung und gewisse ironische Spitzen.

Wenngleich dies hier kein Marketing-Artikel sein soll und darf, findet ein Archäologe, eine Archäologin im Archiv des Blogs in der Tat eine furchtig-erfrischende Mischung wieder, ein Cocktail den man beileibe gerne genießt, weil er dann doch nicht zu süß ist.

Wenn wir uns ausdrücken und diesen Ausdruck mittels einer Kulturtechnik aufzeichnen, dann schaffen wir etwas für eine noch unbekannte Zukunft.

"Huch!", mag nun die oder der eine oder andere BloggerIn denken, "dessen bin ich mir gar nicht bewusst". Vermutlich sind wir uns dessen nicht immer bewusst, aber es ist durchaus vorstellbar, dass das Bewahren, die eigentlich eine Transformation für und in das Künftige ist, einen Teil unserer Motivation als Blogger auszeichnet. Wenn also die Geschichte vor uns eine offene ist und wir uns für das uns Unbekannte kleine Notizen machen, die wir mit andern teilen, dann ist vielleicht auch ein bischen so, als wenn wir eine kleine Prise, eine kleine Dosis, der Illusion Ewigkeit inhalieren.

So manch einer glaubt, das Internet könne nicht vergessen. Aber sind nicht alle unsere Spuren, Spuren im Sand, die der Wind verweht? Und die Zeit, die Zeit hat einen langen Atem.