Waschmaschine †
Echt, ich will irgendwie nicht mehr. Nicht jetzt! Verdammt!
Echt, ich will irgendwie nicht mehr. Nicht jetzt! Verdammt!
at 16:25 6 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah

Gallionsfiguren sind leider im Schiffsdesign schwer aus der Mode gekommen. Was ich nicht nachvollziehen kann. Ich wäre sehr gerne Gallionsfigurschnitzerin oder Gallionsfigurschmiedin geworden.
Daher bin ich ein bisschen stolz, dass wenigstens mein Kühlschrank (selten in See stechend) eine stolze Frontdame zu bieten hat. Böse Zungen behaupten, ich hätte mir meine Katze passend zur Kühlschrankfarbe ausgesucht. Das ist natürlich großer Quatsch, wenn auch sie sich wirklich sehr passend in das Corporate Design meiner Küche, zumindest die Edelstahlfronten anbelangend, einfügt.
Und die kleinen Fettspuren von Sammetpfötchen machen sich auch immer sehr hübsch auf dem Metall. Nach dem Putzen.
at 13:42 4 comments
Labels: tieffliegende fellträger
Dieser Tage wird ein besonderer Geburtstag gefeiert, zehn Jahre Hartz-Konzeption im Vollzug. Während die Verantwortlichen tatsächlich glauben, sie hätten die deutsche Wirtschaft gerettet, durften diese Woche in den Medien besonnene kritische Stimmen zu Worte kommen.
Peter Boffinger lehrt Volkswirtschaftslehre an der Uni Würzburg und gehört dem Rat der „fünf Wirtschaftsweisen” an. Er schreibt in der taz in seinen Kommentar „Die Mythen um Hartz VI” „In Westdeutschland gibt es heute nur 230.000 weniger Erwerbslose als im Januar 2001.”
Der Sozialrichter Jürgern Borchert ist Mitglied im 6. Senat des Hessischen Landessozialgerichts. Das Gericht, das 2010 vor dem Verfassungsgericht die Neuberechnung der Regelsätze erstritt, das diese dann bekanntermaßen als verfassungswidrig einstufte. Er wird in der Süddeutschen Zeitung „Warum die Agenda 2010 als Erfolg begriffen wird, ist mir ein Rätsel” interviewt. „Dass wir eine Entwicklung erleben, die mit Erosion und Abwärtsmobilität der Mittelschicht beschrieben werden kann. Dabei ist sie der Garant für demokratischen und sozialen Frieden in Deutschland.”
Plusminus hat in der ARD diese Woche in einem Bericht offen gezeigt, wie der Leistungsdruck dem die Mitarbeiter in den Jobcentern unterliegen, den Leiharbeitermarkt in Deutschland zu ungeahnter Blüte verhilft. Einem Beschäftigungsbereich in dem die Arbeitnehmer nicht selten unzumutbaren Arbeitsbedingungen ausgesetzt werden, den Gehältern hinterher klagen müssen und oft gar kein Geld erhalten.
Währenddessen kommt die Agentur für Arbeit ihrer Sorgfaltspflicht nicht annähernd nach: „Zuständig für die Kontrollen der Zeitarbeitsfirmen ist die Bundesagentur für Arbeit. Hier stehen für derzeit über 20 000 Zeitarbeitsfirmen mit über 900.000 Leiharbeitern gerade einmal 55 Prüfer zur Verfügung.” und "[…] Es ist absurd jemand zum Kontrolleur zu machen der eine Branche ganz bewusst nutzt als Instrument bessere Ergebnisse bei der Integration zu bekommen.
Das ist der Uwe. Seines Zeichens mein Paps.
Während ich auf die Welt kam und gefühlt mein erster bewusster Gedanke war „Ich will eine Katze haben!”, der mich die nächsten zwölf Jahre so erst mal nicht weiterbringen sollte, tat mein Vater direkt nach der Trennung von meiner Mum das einzig Sinnvolle. Er brachte sich, noch vor der neuen Freundin – seiner späteren zweiten Frau und einer tollen Stiefmutter –, einen Kater mit von der Baustelle. Hier bewies mein Vater selbstverständlich hohen Sachverstand und außergewöhnlichen Geschmack; denn er trug nicht nur heutige Hipsterschaukel vor dem Mund, sondern erwählte sich einen Kuhkater, wie wir alle wissen die Elite aller Katzen, und nannte diesen sehr sehr weltmännisch „Felix”.

Von meinem Papa habe ich gelernt: die Katze gehört ins Bett!
Die kleine schwarze Katze auf der linken Seite des zweiten Fotos, elegant im Würgegriff getragen, ist Püppi. Püppi war die Tochter meiner ersten Katze Sweety, die noch als sehr junge, kleine Katze zu uns (dann endlich, endlich!) kam und sich bei uns einige Wochen später – selbstverständlich völlig unberührt und wie durch ein Wunder – vervielfältigte. Püppi, die Zweitgeborene, zog dann bei meinem Papa und neuer Freundin ein. Zu dem Zeitpunkt lebten bei ihnen noch eine Maus (umgezogen aus meines Bruders Schule in meine Puppenstube zu unserem Opa von meiner Oma zwangsverwiesen) in der Butterdose und viele Fische im Aquarium und ein Hase mit Felix und Püppi frohen Mutes (den brauchten sie ja auch) unter einem Dach. Später wuchs noch ein brauner Tiger namens Odin nach.

Ihr seht also, es lag in meinen Genen. Ich kann wirklich nicht dafür. Er ist schuld. Und Oma. Aus mir konnte gar nichts anderes werden!
at 00:11 5 comments
Labels: familienfundus, tieffliegende fellträger
taz: „Werden Männer denn zunehmend Opfer von sexueller Belästigung?”
Charlotte Diehl: „Nein. Etwa 30 bis 50 Prozent der berufstätigen Frauen sind von sexueller Belästigung betroffen. Und etwa 10 Prozent Männer. Und vergessen wir auch nicht: Diese 10 Prozent werden zur Hälfte von Männern belästigt. In diesem Feld sind Frauen als Täterinnen also recht selten.”
Die Psychologin Charlotte Diehl im taz-Gespräch zu Sexisums und der Aufschreidebatte.
at 15:53 0 comments
Labels: große weite welt
Mit zwei Katzen war ich diese Woche insgesamt drei Mal beim Tierarzt. Ich habe also eine ungefähre Ahnung, was der lieben Frau Mutti gerade die Grießentfernungskur ihres Katers mit Übernachtung beim Tierarzt vor Ort kostet.
Auch deswegen möchte ich Euch höflich einladen, sich im Osterschaufenster bei ihr die sehr schönen selbst genähten großen und kleinen Taschen, Häkelkränze und sonstigem Dinge einmal anzugucken. Und nach dem Überlegen vielleicht sogar bei ihr zu bestellen. (Ich wette, die Monster wachsen nach.)
Ist ja für einen guten Zweck … also einen tollen Kater, den dicken Martin!
at 20:25 2 comments
Labels: blogfreaks, tieffliegende fellträger
… von Krisendiensten werden in der Praxis meiner Ärztin sehr souverän verschwiegen zugesteckt. Ich lerne immer dazu.
Wenn mich professionelle Menschen fragen, was sie für mich tun sollen. Was sind das für Fragen? Hätte ich Antworten, würde ich mir selber helfen können. Bilde ich mir ein.
Neben sich stehen, auf sich gucken und nicht glauben können, was da mit einem passiert. Warum und wieso. Verwundert sein darüber. Traurig sein.
Ich will mich nicht mehr mit Leuten treffen. Dann tue ich immer so, als wäre alles okay. Fällt die Tür dann hinter mir zu, ist der Akku noch leerer als vorher. Das kann nicht die Lösung sein.
Kein Verständnis für mich selbst, dass es mir schlecht geht; geht es mir im Vergleich zu anderen doch so gut.
Habe eine Woche gebraucht, um eine Überweisung auszuführen. Online. Eine Woche.
at 12:35 6 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
ist für den Deutschen Science Fiction Preis nominiert. Zu Recht. Sehr schöne Kommentare übrigens …
Den bisher besten (ernsthaften) Kommentar hat gestern Markus Preiß in den Tagesthemen zu dem jüngst veröffentlichten Armutsbericht gesprochen. Mehr ist dem nicht hinzuzufügen.
… StaubsaugergehwegichkannDichnichtleidenwillDichnichthörenundsehenundüberhauptbistDunurdoof-Gesicht:

at 16:26 5 comments
Labels: tieffliegende fellträger
„Kochen und Essen sind hochpolitisch. Da geht es um Welthandel, um Gesundheit, um Tier- und Pflanzenschutz, um Landschaftspflege und Bodenerosion und so weiter. Wenn das nicht politisch sein soll - was dann?”
Interview mit dem Koch Christian Petz, der vom „Gault Millau” 2002 zum Koch des Jahres gekürt wurde und mit Michelin-Sternen prämiert wurde. Und dann als „Star-Koch” schlicht ausstieg aus dem Geschäft.
at 10:58 0 comments
Labels: ran an den herd
Meine Nachbarn haben eine Katze. Und natürlich war unser erster Deal als wir uns erstmals etwas näher kennenlernten, dass wir gegenseitig die Katzen bespaßen, wenn der eine oder die andere sich aus der Stadt verdünnisierten wolle.
Das ist superpraktisch. Katzenvertretung über den Flur, das kann man auch Sonntagmorgens im Bademantel schnell machen. Dummerweise verreise ich nie nur verreisen meine Nachbarn häufiger als ich.
Als ich letztes Wochenende drüben war deren Süße zu füttern, entdeckte ich, dass sie im Flur, wo in unseren Wohnungen ein Miniaturverschlag eingelassen ist, die ollen Lamellentüren durch eine schicke Schwebetüreninstallation ersetzt hatten. Selbstverständlich äußerte ich im nächsten Gespräch umgehend mein Unverständnis, warum diese Form der Installation in der einen Wohnung begonnen wurde und nicht in der anderen (meiner) Wohnung direkt fortgeführt wurde.
Flugs darauf schilderte mir die Nachbarin, die sich selbst stolz verantwortlich zeichnete für das neue Bauwerk, alle möglichen Schwierigkeiten, die bei der Baumaßnahme ihr das Leben schwer machten. Offensichtlich sind nicht nur die Wände und Decken in meiner Wohnung fies, hartherzig, unwillig, arrogant, schief, aufsässig, undurchdringbar oder nur zwei Milimeter weiter rechts hohl.
Beruhigt mich ja doch ein bisschen.
at 23:06 0 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
Man stelle sich vor, man hat einen Flur, einen kleinen Flur von dem fünf Türen abgehen, ausgenommen der Eingangstür und im Besonderen ist darauf hingewiesen, dass es einen zusätzlichen Rahmen gibt, der den Flur optisch zweiteilt und zur Küche und Schlafzimmer führt. An die Wände möchte man Bilderrahmen hängen. Man orientiert sich also an den Türrahmen und zählt sechs Zentimeter runter, schlägt die Nägel ein und geht davon aus, dass nun alle Rahmen auf einer Höhe hängen.
Wie naiv muss man sein, dass man glaubt das könnte funktionieren?
Okay, dass das bei dem Rahmen gleicher Produktionsstätte aber vor einem Jahr gekauft nicht klappen konnte, liegt daran, dass der Aufhänger deutlich tiefer angebracht war. Das ist geschenkt und schnell nachvollziehbar. (Die EU-Heinis haben wirklich noch nicht die Aufhänger an Bilderrahmen genormt? Echt jetzt?)
Aber dass die Türrahmen tatsächlich unterschiedliche Höhen haben? Und einer davon zusätzlich links einen Zentimeter höher ist als rechts? Ich meine, wer kommt darauf?
Diese Wohnung ist hinsichtlich der Schiefe ihrer Wände und sonstigen unlogischen Baumerkmale wirklich jedes Mal und immer wieder für eine Überraschung gut. Ich war gestern ein wenig verzweifelt, weil ich wirklich dachte, ich spinne oder bin zu blöd ein paar Bilderrahmen auf gleiche Höhe gehängt zu bekommen.
Aber ich spinne nicht. Ich wohne nur in einer Platte.
at 15:06 7 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
Ich so: „Mir geht es nicht so gut.”
Arzt so: „Das sieht man.”
Es gibt einfach keine Liebe mehr auf Krankenschein.
at 15:53 3 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
Bin gestern am Meer gewesen.

So richtig mit kalt, noch etwas Schnee am Strand. Netten Menschen, dem einzigartigen Volvo, Möwen, Wellen und Eier von freilaufenden Hühnern in schöner Natur in Bad Doberan – am Wochenende aus dem legendären einmaligen Eierautomaten.

at 14:10 6 comments
Und wenn ich den nicht mal mehr sehe, wohin soll ich eigentlich schwimmen?
(Aus der Reihe: so müde sein.)
at 23:27 19 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
Die taz interviewt den Rechtsanwalt Christian Solmecke zu dem neuen Gesetzesentwurf, der erneut Abmahngebühren gegenüber Privatpersonen insoweit deckeln soll, dass künftig von einem Streitwert von € 1.000,— bei Urheberrechtsvergehen ausgegangen wird, das dürfte eine maximal Abmahngebühr von maximal € 155,30 ergeben. Der bisherige Versuch der Deckelung, seit 2008 rechtsgültig, wurde von den Gerichten einfach ausgesetzt. Interessant dabei ist, dass in den Fällen von Raubkopien, die Kläger, meist Plattenfirmen, grundsätzlich davon ausgehen, dass der gleiche Jugendliche diese Raubkopie in Tauschbörsen erneut ins Netz stellt. Und die Gerichte folgten bisher diesen Angaben – besonders gerne wohl lt. Herrn Solmecke das Landgericht Köln.
Derweil frage ich mich beim Lesen, in Deutschland sollte, meines Wissens nach, aufgrund der Unschuldsvermutung Recht gesprochen werden. Wie kann ein Gericht hierzulande einen Streitwert zulassen in einem Verfahren, von dem der Kläger lediglich aufgrund von Vermutungen davon ausgeht? Warum muss der Kläger nicht mehr beweisen, dass der Beklagte eine illegal gezogen Kopie tatsächlich und wahrhaftig auch wieder verteilt hat?
Justitia stinkt zunehmend zum Himmel!
at 12:23 1 comments
Labels: große weite welt
Ich lese das Blog von Serotonic schon lange und habe daher das Online-Stalking, dessen sie sich seit Jahren versucht zu wehren – in allen Variationen – mitbekommen. Und ich verstehe, vor allem da ihr rechtlich kein Rückhalt gewährt worden ist, dass sie dessen oft sehr müde war. Ich finde es bewundernswert, dass sie eben genau nicht aufgehört hat mit ihren Online-Aktiviäten, obwohl ihr oft danach war.
Heute hat sie die Geschichte „Weil das hier eben doch nicht nur Internet ist” aufgeschrieben. Und ich empfehle sehr sie zu lesen.
Grundsätzlich sollten Bloggerinnen und Bloggern, denen so etwas auch widerfährt (Serotonic twitterte gerade, sie erhält derzeit Mengen von Mails, die von ähnlichen Erfahrungen berichten) ihre Leser auf diese Kandidaten aufmerksam machen, damit auch die Leserschaft angemessen auf sie reagieren kann (was im günstigsten Fall heißt, sie zu ignorieren also kalt zu stellen.)
Stalking – egal ob im realen Leben oder „nur” online praktiziert – beginnt übrigens dann, wenn die/der Betroffene zum Stalkenden (oder zu der Stalkenden) sagt, „ich möchte nicht, dass Du das tust. Höre auf damit!” Wer diese gesetzte Grenze überschreitet, offensichtlich überhört, irgnoriert, ist ab diesem Moment Täter und gehört strafrechtlich verfolgt und bestraft.
Und das gibt es keine Diskussion. Und da ist auch kein Raum für Witze, Ironie und schon gar nicht für die Erklärung, das seien doch alles lediglich Banalitäten.
Die Relevanz bestimmt alleine die/der Gestalkte für sich – und niemand sonst! Schon gar nicht der Täter!
Edit: Und was die Mela schreibt!
at 11:57 0 comments
Labels: blogfreaks