2013-06-25

Deutscher Sommer

Die Zeit in der sich permanent erwachsene Menschen in Kaufhäusern heulend sich auf dem Boden wälzend ihren Bock ausleben. Nur weil sie die demnächst die klimatisierte Zone verlassen müssen.



Oder überlegen auf der nächsten Hauptstraße endlich das Seepferdchen in Gold nachzumachen für das es zur Schulzeit nicht reichen wollte.

2013-06-05

Zu nahe …

Die vergangene Woche ein einziger Albtraum. Mir geht es nicht gut am Wochenende, fühle mich wie ein Dampfkessel kurz vor der Explosion. Das Jobcenter leistet sich eine Überzahlung, die mich in die finanzielle existentielle Katastrophe stürzt. Kurz: mir geht es grottenschlecht. Schlecht wie selten zuvor. Ich fühle mich in der Klinik vom Personal und den Patienten gut und liebevoll aufgehoben, unterstützt und geschützt.

Der Patient, der mir mit Abstand am wenigsten sympathische Patient, der natürlich zielsicher alle neuen weiblichen Zugänge „unter seine Fittiche” nimmt, alternativ alle Patientinnen, denen es akut sehr schlecht geht – in ihrem schwachen Momenten also – greift mich vergangenen Freitag von hinten aus dem Hinterhalt an. Ohne, dass ich ihn überhaupt kommen merke. Er packt mich an den Schultern so fest, dass ich nicht weg kann und presst seinen Körper an meinen mit besonderer Betonung seines Schwanzes an meinen Hintern einschließlich Penetrationsbewegungen.

Da ich zur Zeit gerade meine Kamera in der Hand halte, kann ich mich händisch nicht wehren. Den ersten Impuls ihm in die Eier treten, gebe ich auch nicht nach, weil ich in meiner Fassungslosigkeit denke: Klinik, Patient, Schutz. Ich drehe mich um und schreie ihn sehr sauer an, dass mir das gerade definitiv zu nahe gekommen sei. Er springt davon und säuselt „das sei ja nur Spaß.” Ich brülle ihn an, dass das überhaupt nicht lustig ist!

Eine Mitpatientin steht neben mir und fragt mich, ob alles okay ist. „Alles in Ordnung”, sage ich und meine das im Moment auch so. Ich bin ziemlich fassungslos und kann nicht glauben, was da gerade passiert ist. Das nachmittägliche Kaffeetrinken ist schnell vorbei, wir gehen alle ins Wochenende und ich versuche zu negieren, was geschehen ist. Er macht in wenigen Sekunden mein mir dort hart erkämpftes Schutzgefühl kaputt.

Samstag wache ich auf und komme von dem Erleben nicht los. Ständig spüre ich seinen Schwanz an meinem Gesäß. Ich habe Ängste beim Einkaufen sobald ich Schritte hinter mir höre. Die Fete am Abend sage ich kurzfristig ab. Ich habe keine Lust auf Menschen, schon gar nicht auf Menschen hinter mir. Mir geht es nicht wirklich gut.

Sonntag packt mich die Wut.

Montag erkundige ich mich zuerst, was die Mitpatientin genau von dem Übergriff mitbekommen hat. Dann gehe ich zum Pflegepersonal und erkundige mich nach dem Therapeuten des Patienten. Ich muss mich sehr zusammenreißen, ihn mir nicht sofort zu greifen und in Grund und Boden zu brüllen. In der Morgenrunde bitte ich um einen Gesprächstermin bei seinem zuständigen Psychologen. In der montäglichen Gesprächsrunde, die sein Arzt leitet – er ist in der gleichen Gruppe wie ich – geht es ihm laut seiner Aussage super, erstmals seit ich ihn dort erlebe. Als ich an die Reihe komme, spreche ich einen körperlichen Übergriff am Freitag an, den der verursachenden Patienten lustig gefunden hätte, der für mich aber sexuelle Belästigung gewesen wäre und dass ich deswegen mit dem Therapeuten würde reden wollen und gerne auch im Beisein mit diesem Herren. Ich nenne keinen Namen. Der Typ selbst, sonst immer sehr redeselig, sagt die ganze Runde über nichts mehr. Starrt nur noch starr auf den Boden. Nach der Stunde erlaubt er sich mich zu fragen, ob ich ihn meinen würde. Ich brülle ihn nur an, dass er mich ja in Ruhe lassen soll.

Der Therapeut nimmt mich sofort mit ins Zimmer und ich erzähle, was geschehen ist. Was es für ein Erleben auf mich hatte. Er ist bestürzt. Sagt mir Reaktion zu und dass er sofort mit dem Patienten reden würde. Ich gehe zurück in meinen nächsten Tagesordnungspunkt. 20 Minuten später habe ich einen Termin bei der Sozialarbeiterin, da steht der Mann bereits mit seinem „Gepäck” vor dem Schwesternzimmer und erhält seine Entlassungspapiere. Mir teilt der Arzt später mit, dass der Patient entlassen worden sei, dass so etwas überhaupt nicht ginge, dass schon verbale Übergriffe immer Gelb-Rot bedeuten würden aber körperliche Übergriffe sofort mit Entlassung geregelt wreden und sichert mir jede Unterstützung zu.

In einer anderen Therapierunde, in der ich selber nicht bin, wird der Übergriff thematisiert – ohne dass erzählt wird, wen es als Opfer getroffen hat bzw. was geschehen ist. Eine Patientin ist bestürzt über die Entlassung und möchte den Vorfall bagatellisieren, unwissentlich. Die Patienten, die es miterlebt hatte, erklärt ihr, dass die Entlassung absolut gerechtfertigt gewesen sei. Da bricht es auch einer anderen Patientin raus, dass der gleiche Patient nachdem er erfahren hatte in welcher Straße sie wohnt, die ganze Straße nach ihrem Namen abgesucht hätte und ihr das erzählt hatte. Zu einem privaten Treffen einiger Patienten bei ihr in der Wohnung vorletztes Wochenende lädt er sich selbst ein, bringt seinen halben Haushaltskram mit. Legt sich in ihrer Wohnung als erstes ungefragt aufs Bett, kommt mit offener Hose aus dem Bad und setzt sich so auf das Sofa, findet bis morgens kein Ende. Will am nächsten Vormittag zum Frühstück wieder kommen. Die nächsten Abende wieder, was sie ablehnt. Er kommt trotzdem, klingelt Sturm. Sie öffnet nicht. Er klingelt nach einer Stunde wieder. Schnauzt sie am nächsten Tag an, wo sie gewesen wäre. Will nicht, dass sie seine Sachen mit in die Klinik bringt, weil er sie „selber” bei ihr abholen will. Sie ist ein ehemaliges Missbrauchsopfer. Kann sich sehr wenig bis gar nicht abgrenzen vor solchen Typen. Kann nicht nein sagen. Hat seit einer Woche wieder Fressattacken. Traute sich nicht ihn zu melden.

Diverse andere Frauen erzählen nun von seinen Tatschereien, einige haben sich direkt wehren können. Andere nicht. Die Stimmung ist am nächsten Tag am Frühstückstisch erstmals entspannt, fast locker und lustig. Seine Schwanzgröße war übrigens gänzlich und wie zu erwarten: uninteressant.

Mir geht es gut. Wirklich. Ich bin generell ansonsten sehr müde immer und tief erschöpft. Alles arbeitet.

Vielen lieben Dank an alle für Eure herzliche und liebevolle Unterstützung!

2013-05-24

Schweden

Seit Jahren erklären mir die hiesige Regierung als auch die hiesigen Medien: in Schweden wäre alles so toll. Kinderbetreuung: toll. Das Leben von Alleinerziehenden: toll. Die Arbeitssituation: toll. Der Alkoholkonsum: toll. Die Alkoholsteuer: okay … kann ja nicht alles perfekt sein. Die Schulsituation: toll. Die Ausbildungssituation: toll. Migrationsprogramme: toll.

Nur, wenn sich in Schweden Jugendliche und Jugendliche mit Migrantenhintergrund schwerste Straßenkämpfe liefern mit den üblichen für Ordnung sorgenden Gewalten, wird es erstaunlich leise im Blätterwald und auch die Politik übt sich in verlegenem Schweigen.

So langsam beginnt das große europäische Märchen zu glühen … zu verglühen.

2013-05-23

Bei modulor …

modulor (professioneller Bastellladen insbesondere für Designstudenten die Muss-Adresse in Berlin) liegt lediglich 200 m von meiner Wohnung entfernt. Dort erstand ich den Hasendraht für die Katzentür. Und kaufe wöchentlich die Spanngummis für dieselbe nach.

Heute bin ich dort wieder aufgeschlagen, weil die alten Gummis mal wieder „peng” und „zong” gemacht haben. Außerdem hoffte ich dort (weil immerhin ein Nähinstitut angeschlossen ist, es dort also auch Stoffe und Nähutensilien gibt) Schnittpapier zu bekommen. Negativ. Ich unterhielt mich ein bisschen mit einer sehr netten Verkäuferin, die mir lieber (sauteure) Blaupause verkaufen wollte aber nur weil wir uns missverstanden.Wie auch immer: Schnittpapier war nicht.

Schlussendlich bin ich dann noch einmal ins Nähstudio in der Hoffnung die Lehrerin wüsste vielleicht, wo das noch liegen könnte. Ich traf auf eine sehr fröhliche strahlende große Schwedin bei der ich sofort einen Nähkurs buchen wollte, alleine wegen ihrer guten Laune, die mir dann sehr pragmatisch auf braunes Papier zeigend erklärte: „Du, wir nehmen da immer nur Packpapier. Das findest Du den Gang runter links.”

Packpapier! Da kosten zehn Meter mal einen Meter knappe drei Euro. Meine in Zukunft zu nähenden Röcke pfeifen doch auf weißes Papier. Mal ehrlich, hat die Frau Recht?

Bin dann weitergezogen und über die neue Austellfläche mit Lampenschirmen gestolpert. Man kann dort für vergleichsweise wenig Geld nun Drahtlampengestelle erwerben und die selbst mit Papier oder Stoffen, Gipsarbeiten oder whatever selbst gestalten. Da mir nach wie vor noch die Lampe im Wohnzimmer fehlt, habe ich mich für eine dort hängende Variante entschieden für die man zwei Vierecke verschoben übereinander legt, so dass ein Stern entsteht. Und aus einem x-beliebigen leicht fallenden Stoff einen Kreis schneidet, in der Mitte ein Loch für die Fassung und schwups hängt er in sehr aparten Falten als Lampenschirm. Kann man nach Jahreszeiten wechseln. Oder nach Laune. Meinethalben auch nach dem Zyklus. Oder zu- und abnehmenden Monden.

12 Euro ohne Stoff für zwei Gestelle. Stoff gibt es morgen für maximal drei Euro auf dem Markt. Fassung hängt ja. Günstiger als die unliebsam in engeren Wahlen aufgenommen Ikea-Modelle, die hier alle nicht wirklich gepasst hätten …

Und ein tolles zwei Meter langes und einen Zentimeter dickes Filzband entdeckt. Finden alle drei Katzen göttlich. Ist nämlich lang und sehr leicht im Flug …

… ein sehr gelungener modulor-Abend.

2013-05-22

Stehe eben …

… bei Kaiser's (nicht meine Apostrophidee!) an der Bäckertheke und gucke gemütlich auf eine Waschmaschine, die im Hintergrund läuft. So schön mit schaumigen Wasser, das immer wieder an der Fensterscheibe hochtanzt – nur dass das Bullauge groß und eckig ist.

Waschmaschine? Denke ich und langsam dämmert mir, dass hier irgendwas nicht zusammen passt. Ich will schließlich Kaisers's (Hah!) Kruste und nicht gekochte Wäsche. So sehe ich zum ersten Mal, dass sich diese Öfen, die die dort installiert haben offensichtlich voll automatisch reinigen. Mit Wasseranschluss und Schaumreiniger.

Fehlt nur noch der Bäckermeister im engen Tanga lasziv die Scheiben polierend.

Strange! Was es nicht alles gibt.

2013-05-20

So einfach ist das.

Den Bruder angerufen und zum Geburtstag gratuliert. Der mir erzählt, seine Tochter, meine Nichte, 11, hätte „Herzlichen Glückwunsch” zu ihm gesagt. In ihrer eigenen Sprache. Da hätte er geweint.

Meine Nichte wird nie in der hiesigen Sprache „Herzlichen Glückwunsch” sagen können. Und sie tut es dennoch. So einfach ist das nämlich.

Wir pfeifen in dieser Familie auf die Normen!

2013-05-14

Es gab heute …

Milchreis. Mit Apfel- oder Rhabarberkompot. Und Kartoffelpuffer. Morgen gibt es Bootsfahrt. Auf Kasse.

Nicht fragen.*

(*Ging so. Nicht so schlimm, wie befürchtet – aber ausreichend ulkig.)

2013-05-13

So kurz …

… vor der morgigen Einweisung in eine Klinik, habe ich derzeit dieses eine Problem: das Gefühl nämlich, mir würde es super gehen. Das ist natürlich eine impertinente Lüge und lediglich äquivalent zum altbekannten Phänomen „Zahnschmerz, der wie von selbst verschwindet, hat man endlich den Zahnarzttermin und sitzt man auf dessen Behandlungsstuhl.”

An der Stelle bleibt mir natürlich die Vermutung auszusprechen, dass wir womöglich enorm viel Geld diesem Gesundheitssystem ersparen könnten, bekäme man deutlich schneller Arzttermine oder Plätze in Kliniken zugewiesen? Oder auch nicht.

Whatever. Ich bin ein bisschen angespannt, zickig, übellaunig, ängstlich, sorgenvoll und griesgrämig. Ich habe heute früh, als ich einen Termin absagen musste und mir anhören musste, das sei jetzt aber doof, richtig rumgepflaumt. Laut. Tue ich sonst nie. Fühle mich dummerweise jetzt auch nicht besser, sonst würde ich das Rumpflaumen sehr gerne in mein Repertoire aufnehmen. Beziehungsweise das Rumpflaumen selbst fand ich total super – aber dass man damit eine andere Person klein macht, ist unangenehm im Nachgang und ist auf jeder Ebene verbesserungswürdig.

Pflaumen. Kann es sein, dass heute ein Tag ist nur für Milchreis mit Zucker, Zimt UND Pflaumenkompott?

2013-05-12

Bundestagswahl

Seit Jahren gehöre ich zu den Wählern in diesem Land, die längst schon nicht mehr mit voller Überzeugung einer Partei die Stimme geben können. Seit Jahren wähle ich nur noch das kleinere Übel.

Das werde ich in diesem Jahr erstmals nicht tun. Ich werde zur Wahl gehen. Und werde meinen Stimmzettel ungültig machen.

Meine Stimme ist eine wichtige Stimme und diese hat keine dieser Parteien verdient. Und ich möchte nicht mehr zurückbleiben nach einer Wahl und die folgenden vier Jahre ein schlechtes Gefühl mit mir herumtragen, wie ich es seit mindestens zwanzig Jahren nur noch tue.

Deutschland, ich winke dankend ab!

[Edit: Ich habe dieses Vorgehen für mich vor ca. drei Tagen entschieden. Mich erstaunt wie groß die Änderung in meinem Alltag ist, die ich dadurch erfahre. Ich weiß, ich kann den Wahlkampf, das leere BlaBla ignorieren; die immer wiederkehrenden Lügen werden mir dieses Mal nicht erzählt, weil ich nicht hinhören muss und erstaunlich schnell nicht mehr tue. Wer mich kennt, weiß, dass ich sicher alles, nur kein unpolitischer Mensch bin. Dieser Mensch fühlt sich seit drei Tage frei und fähig entspannt durchatmen zu können, weil ich das kommende Schmierentheater abgewählt habe. Mittlerweile bin ich fast positiv gestimmt (den persönlichen Umständen angepasst.) Das tut merkwürdig gut, diese meine Bürgerpflicht bewusst an den Nagel zu hängen.]

2013-05-11

Die Vorstellung …

… Du bist ein Mann und stehst vor dem Altar und dann kommt dieses Kleid auf Dich zu:



Da siehste vermutlich Dein künftiges Leben im Zeitraffer und weißt Bescheid.

2013-05-10

Äh …?

OS X bricht neuerdings Ordnerkopiervorgänge komplett ab, wenn das vorletzte Foto nicht kopiert werden kann und negiert die zuvor kopierten 2,5 GB? Nix mehr mit „Kann nicht kopiert werden. Mit Kopiervorgang fortfahren?”

Echt?

Was ist das denn bitteschön? Ein rückwärts laufendes Feature?

2013-05-03

Bestandsdatenauskunft

Ich freue mich jetzt schon auf die lustigen Geschichten von meinem Ex, Vorstand eines ISP, der mir von den lustigen Telefonaten von superwichtigen Staatsanwälten erzählt.

„Sie geben mir jetzt sofort die Passwörter von dem und dem!”
„Ham wa nich'.”
„Wie haben Sie nicht? Hören Sie mal, Sie jetzt verpflichtet mir auf Verlangen die Passwörter von Ihrem Kunden rauszugeben.”
„Stimmt. Aber wir haben auf die gar keinen Zugriff.”
„Was soll das heißen? Das ist Ihnen gesetzlich vorgeschrieben Passwörter auf Anordnung rauszugeben!”
„Naja, es gibt da so eine Instanz in Deutschland, auch von der Bundesregierung ins Rennen geschickt, die heißt Datenschützer. Und dieser Datenschutz hat dafür gesorgt, dass wir die Passwörter unserer Kunden gar nicht einsehen dürfen. Also technisch nicht dürfen. Es ist uns nicht nur verboten, wir mussten auch diverse (teure) technische Vorraussetzungen in unsere Systeme installieren, dass wir das gar nicht tun können! Wir können Passwörter allenfalls technisch überschreiben lassen.”
Staatsanwalt so: „…?”
Ex so: „Und auch das nur auf Geheiß des Kunden.”
Staatsanwalt so: *klick. tut tut tut*

Unsere Bundesregierung. Ein Tal der Ahnungslosen. Wird jetzt ungefähr zehn Jahre dauern, bis sie kapiert haben, was sie verzapft haben. Vorher aber hat das Bundesverfassungsgericht das Gesetz längst gekillt, weil ja der Datenschutz …

Aber hört mal! Ihr dürft wirklich nicht vergessen, die Pappnasen dieses Jahr wieder zu wählen!

2013-04-28

Sonntag

Während sie so …



… und sie so (wieder die Malve bebrütet) …



… und dann beide so …



… oder so …



… Tally heute mal fast angstlos so …



… oder auch so …



… ich so …

Wisst Ihr Bescheid, nämlich!

2013-04-21

Morgens um fünf Uhr …

… beim Würgen der Katze nach Grasgenuss, dessen Ergebnis unter dem Bett auf der frisch gewaschenen Decke (weil gestern Morgen um fünf Uhr die Katze wür…) wohlbehalten abgelegt wird, glücklich unter der Bettdecke denken, „macht nichts, kann ich ja waschen! Und den gestern Abend vom anderen Katzenmodell frisch bekeutzten Vorhang gleich mit dazu.”

Das ist schön, das ist wirklich sehr sehr schön!

Sie heißt Erna, ist eine …



und macht mich gerade sehr froh. Sie schleudert so schnell, dass die Wäsche ihr manchmal grüngesichtig entsteigt, frisst viel viel Wäsche (von 4 kg auf eine 8 kg-Trommel umsteigen, ist schon ein Riesenschritt) und ist sehr leise, weil man ihr das unsägliche Piepen sofort abgewöhnen konnte.

Herzlichen Dank an alle, die mir aus diesem dreckigen Loch geholfen haben! Es tut sehr gut gerade!

2013-04-19

Was mich irritiert …

Prominente Frauen als auch normale Frauen, die übergewichtig sind, erklären gerne, dass sie sich asolut wohl in ihrer Haut fühlen. Sich trotz ihrer Pfunde zuviel sich aktiv erleben, sexy und sich attraktiv finden.

Die gleichen Frauen kommen dann wieder in die Schlagzeilen (oder werden als normale Frauen anderweitig zu Wort kommen), wenn sie eine ordentliche Summe an Kilos abgenommen haben. Denn das ist immer eine Schlagzeile wert. Und dann strahlen sie in die Kameras und erklären, welche Sternstunde sie final dazu gebracht hatte, die sich selbst verordnete Diät, das Sportprogramm zu beginnen. Und das sind dann nie Momente der Glückseligkeit, eher werden Momente der Scham beschrieben. Wie gestern im TV gehört, als die Mutter dem Sohn auf der Rutsche nicht mehr folgen konnte, weil sie fest steckte.

Im gleichen Moment werden dann besonders glückliche Momente erwähnt, wenn die Gewichtsabnahme erstmals spürbar wird, z. B. muss der Sicherheitsgurt nicht mehr verlängert werden, passt diese oder jene Hose wieder. In der Folge ihrer Abnahme erklären diese Frauen dann, dass sie sich heute mit weniger Kilos viel besser fühlen, gesünder, aktiver, attraktiver und natürlich viel sexier. Als vorher.

Kann es sein, dass sich diese Frauen zu irgendeinem Zeitpunkt selbst belügen?

Nur zu welchem? Oder immer?

2013-04-18

Die Katze rostet!



Und nu?

2013-04-06

most unwanted thing

Schleimbeutelentzündung in der Schulter.

Wusstet Ihr, dass das Schultergelenk eines der relevantesten Gelenke ist – wenn es um einen geruhsamen Schlaf geht?

Mittwoch Zweitmeinungs-OP-Gespträchstermin bei Berlins Schulterguru. Ich kann gerade nicht so viel essen, wie ich … könnte.

(Aus der Reihe: satt sein.)

2013-04-01

Fröhliche Ostern!

Eigentlich möchte ich schöne Dinge bloggen aber so eine sehr schmerzende Schulter lässt mich nur links tippen. Daher nur kurz aber schöne Ostergrüße an Euch alle draußen. Lasst uns einfach gnädig darüber hinwegsehen, dass die Osterglocken im Garten erst im Juni blühen werden.

2013-03-28

My most wanted Bettwäschebezugspartner in crime



Betten ab und neu beziehen ist eine Tätigkeit für mich … na ja … sagen wir es so: gut, dass ich das nicht täglich machen muss. Es hat schon seinen Grund, warum ich ganz gerne die Bettwäsche vom schwedischen Albtraumkaufhaus verwende. Kopfkissen ganz ohne Knöpfe, Bettbezug nur mit Druckknöpfen empfinde ich schon als höchst angenehm gegenüber der früheren arbeitsintensiveren Knopflösung.

Dann kam Nishia. Nishi liebt Aktivitäten im Bett, Bettdecken aufschütteln ist schon großartig. Aber Bettwäsche abziehen, den Stoff jagen, sich in abzurollende Spannbettlaken zu rollen und diese am Weglaufen zu hindern, ist offensichtlich irrsinnig großer Spaß. Den Spannbettlakenmaulwurf zu spielen beim Neuaufzug muss allerhöchstes Kino für sie sein. Und liegt schlussendlich dann die Wäsche frisch aufgezogen da, wo sie hingehört, liegt eine kleine silberne Katze wie eine Königen in den Daunen und residiert in meinem Arbeitsumfeld, das gleichzeitig ihr Abenteuerspielplatz ist. Und wenn sie sich dann lang auf den Rücken rollt und zufrieden auf dem erkämpften Biest in tiefer Entspannung fröhlich blinzelt …

Mir ist heute aufgefallen, wie wirklich viel Spaß sie mir damit macht. Gut, es dauert alles viel länger, aber ich bin am lachen und kämpfen und ziehen und schubsen und vergesse, dass ich gerade etwas tue, was mir eigentlich gar keine Freude bringt. Mit Katze sind selbst die weniger schönen Dinge oft erstaunlich heiter und hübsch zu erleben!