2010-12-02

AKG Scholarship of Sound 2010

Erinnert Ihr Euch noch an meinen Ausflug anlässlich der (ersten) AKG Scholarship of Sound 2010, die dieses Jahr erstmals in Berlin stattfand. Jetzt gibt es das Video zum Event:

AKG Scholarship of Sound 2010 from Scholarship Of Sound on Vimeo.

Wenn Ihr mal creezyne alive 'n kicking als sitzendes Standbild sehen wollt, so bei Minute 02:06 in da background. Wer immer bei der nächsten Scholarship of Sound 2011 mitmachen möchte, notiert Euch den Februar. Da startet das Ameldeprocedere für die nächste Runde!

Funktioniert ganz gut …

möchte ich nach zwei Tagen behaupten.



War neulich beim Lieblingsschaumstoffdealer in der Hauptstadt, die Weissbach GmbH. Da hatte das Muttertier schon in den 70igern für ihr erstes Bett Schaumstoff als Matratzenersatz erworben, noch zu Zeiten also als der Volksmund nur Federkern kannte. Jedenfalls habe ich neulich aufgerüstet. Einmal 200x11x10 cm Schaumstoffblock für zwischen die Fenster und einmal 200x3x3 cm für die den großzügigen Zuluftdurchreicheort unter dem Fenster. Das Gleiche noch mal in kürzer für das Fenster im Schlafzimmer. Für die Balkontür hat mir der Meister geraten besser Styrodur® zu nehmen, weil eine größere Fläche und das sei besser im Feuchtigkeit absorbieren.

Hat mich 10,– Euro gekostet, ein paar Reste aus dem Zuschnitt gab es gratis. Dürfte sich in der Heizkostenabrechnung um‘s 20fache amortisieren, schätze ich. Und es war einfach nur nett dort vor Ort. Fachhandel eben!

2010-12-01

Zahlen

Menschen in Deutschland, die sich im vergangenen Jahr mit dem HIV infiziert haben: 3.000
Menschen in Deutschland, bei denen im vergangenen Jahr AIDS ausgebrochen ist: 760
Menschen in Deutschland, die im vergangenen Jahr an den Folgen ihrer Infektion verstorben sind: 550

Menschen in Deutschland, die sich im vergangenen Jahr während eines Krankenhausaufenthaltes mit MRSA infiziert haben: 50.000-1.000.000
Menschen in Deutschland, die aufgrund ihrer Infektion mit MRSA im vergangenen Jahr verstorben sind: 1.500-50.000
Menschen in Deutschland, die aufgrund ihrer Infektion mit MRSA Gliedmaßen verloren haben, steife Gliedmaßen haben oder sonstige Folgekrankheiten ihr Leben lang erdulden müssen und damit behindert oder frühberentet leben müssen: nicht bekannt.

Die Zahlen zur HIV-Infektion sind rigide. HIV ist eine meldepflichtige Erkrankung.
Die Zahlen zur Methicillin-resistente Stämme von Staphylococcus aureus (MRSA) – auch geläufig unter nosokominale Infektion – sind geschätzt. Hier habe ich bewusst die niedrigen Ziffern, die so von den Verantwortlichen (Deutsche Krankenhausgesellschaft) herausgegeben werden und die höchstgenannten Ziffern, die von den Kritikern genannt werden (Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene) angegeben. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, vielleicht aber auch darüber. Es gibt eine Dunkelziffer.

Nach wie vor gilt für diese Infektionen keine ernsthaft umfassende Meldepflicht in Deutschland. Ein Krankenhaus muss erst bei akuter Infektion melden, also wenn bereits die Folgeerkrankungen vorliegt und daher auf Verdacht hin im Labor die Ursache festgestellt wurde. Menschen erkranken oder sterben jedoch nicht unbedingt an der Diagnose MRSA. Sie versterben oft „nur“ zugunsten einer Statistik z. B. an Lungenentzündung, Harnwegsinfektion, Sepsis oder Gangrän (Wundbrand). Diese Meldepflicht ist erst am 1. Juli 2009 in Kraft getreten. Wir können uns getrost eingestehen, dass wir im Vergleich zu anderen europäischen Ländern das Problem von MRSA über mehrere Jahre bewusst negiert und nach hinten verschoben haben. Wohlbemerkt: hier geht es nur um die Meldung, längst aber noch nicht um gesetzlich vorgeschriebene Verhinderung oder Bekämpfung der weiteren Ausbreitung auf weiter Fläche.

Hinsichtlich der MRSA-Infektion sollte man wissen, dass viele Menschen bereits mit dem Bakterium (der sich gerne im Hals-Nasen-Bereich ansiedelt und somit gerne auf der Haut, z. B. auf den Händen spazieren geht) infiziert sind ohne sich jemals mit ihm und seinen etwaigen Folgen auseinander setzen zu müssen. Für einen gesunden Menschen ist das Bakterium harmlos. Aber das ist der Grund, warum Ihr medizinischem Personal besser nicht die Hände reichen sollt und bitteschön vor allem bei Besuchen in Krankenhäusern die Desinfektionsgeräte und deren Inhalte ausgiebig benutzten solltet, bevor Ihr Patienten berührt. Denn in einem Krankenhaus, wo verhältnismäßig viele Menschen aufgrund anderer Erkrankungen mit einem geschwächten Immunsystem eher anfällig sind oder aufgrund von Eingriffen offene Wunden haben, ist die Möglichkeit der Infektion und einem Ausbruch deutlich höher. Das Problem liegt in der Multiresistenz dieses Stammes, Antibiotika stört ihn nicht, d.h. eine Behandlung nach Ausbruch ist kaum mehr möglich.

In den Niederlanden, wo das Aufkommen bei gerade mal 2 % (in Deutschland spricht man je nach Bundesland von 15-50 %) liegt, wurde in den Krankenhäusern sehr frühzeitig auf das vermehrte Auftreten von MRSA reagiert. Neuaufgenommene Patienten werden auf MRSA getestet und bei einer vorliegenden Infektion in Quarantäne gesteckt, denn die Behandlung gegen das Bakterium selbst vorab ist denkbar einfach mit Nasensalbe und hohem Hygienestandard zu erreichen. Der Test kostet nicht die Welt, schon gar nicht im Vergleich zu den Folgekosten bei Infektion und Ausbruch, vom persönlichen Leid der Patienten ganz abgesehen. Patienten aus Deutschland kommen übrigens in den Niederlanden immer sofort in Quarantäne – wir gelten bei unseren Nachbarn hinsichtlich der Bekämpfung von MRSA als Dritte-Welt-Land. (Soviel zu dem ständigen BlaBla wir hätten immer noch eines der besten Gesundheitssysteme der Welt …). Es gibt, soweit ich auf dem aktuellen Stand bin, lediglich ein oder zwei Krankenhäuser in Deutschland, die dem niederländischen Modell folgen.

Krankenhausmanager, die mit ihren Sparmaßnahmen zu gravierenden Hygienemängeln in deutschen Krankenhäusern geführt haben und es damit zur aktuellen Situation so erst haben kommen lassen, werden allenfalls (und erst seit Einführung der Meldepflicht vergangenes Jahr) mit einem Bußgeld belangt, wenn sie die Keimproblematik in ihrem Krankenhaus aus „Imagegründen“ verschweigen. Von 16 Bundesländern besitzen gerade mal vier eine Krankenhaushygieneverordnung, zehn Prozent der Krankenhäuser in Deutschland besetzen überhaupt eine Stelle namens „Hygienefacharzt“. MRSA in deutschen Krankenhäusern ist ein hausgemachtes Problem. Ohne Einsparungen im Hygienebereich hätte es nie soweit kommen müssen, die Folgekosten sind nun immens – aber die tragen ja zunächst erst einmal nicht die Krankenhäuser. Und daher reagieren immer noch viel zu wenig Krankenhäuser auf die erschreckenden Zahlen.

Kurz, in Deutschland müsste sich heute kein einziger Mensch mehr mit HIV infizieren, bei rechtzeitiger Erkennung, Offenheit und schnellem Einstieg in die Behandlung. Der leichte Anstieg der Infektionen zu den Vorjahren ist überhaupt nicht nachvollziehbar. MRSA indes ist die Seuche, die einem begegnet und krank macht, wenn man in den Ort gehen muss, von dem man glaubt, dort würde man wieder gesund gemacht.

MRSA ist auf dem hiesigen Breitengrad die eigentliche Seuche! Was nicht heißt, dass Ihr nicht heute und das ganze Jahr über für Organisationen, die gute Arbeit gegen die Bekämpfung von AIDS leisten, weltweit, spenden solltet. Behaltet aber MRSA im Hinterkopf, diese Kranken haben keine Lobby!

Die wundersame Welt der Blog-Warmduscher

hier. Ich glaube wirklich bei denen hakt's. Ich mache doch nicht mein Blog dicht, nur weil irgendwelche idiotische Regelungen mir hinten rum das Kundtun meiner freien Meinung nicht mehr in der gesamt öffentlichen Meinung gestatten wollen. Eventuell. Vielleicht. Nichts genaues weiß man ja nicht.

Das hier ist Deutschland. Und noch leben wir in einem freien Land mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung. Und wenn Euch mal jemand abmahnt, was ist daran so schlimm? Eine Abmahnung ist immer noch etwas, gegen die man auch vorgehen kann. Es ist überhaupt nicht gesagt, dass jede Abmahnung, die in dieser Welt erteilt wird, zu Recht erteilt wird.

Wirklich, es gibt Länder, da werden Menschen gefangen genommen, misshandelt und gefoltert, bestenfalls ihres Landes verwiesen werden. NUR weil sie bloggen!

Und hier machen die Leute ihre Blogs dicht, weil sie sich nicht sicher sind, ob sie ggfs. gegen das Jugendmedienschutzgesetz verstoßen könnten und vielleicht eine Abmahnung kassieren könnten? Habt Erbarmen! Blogger wie Euch braucht kein Mensch!

Schämt Euch, Ihr Feiglinge!

2010-11-30

Endlich frei …

… lesen, bitte!

2010-11-29

Beurteilungen

Jeder Mensch, der im aktiven Arbeitsprozess steckt, kennt das zu Genüge: er wird hinsichtlich seiner beruflichen und sozialen Kompetenzen im Arbeitsalltag regelmäßig beurteilt. Aufgrund dieser Beurteilungen wird über das weitere berufliche Vorankommen dieses Menschen im jeweiligen Unternehmen entschieden. Natürlich fließen in die Beobachtungen sehr subjektive Empfindungen derer ein, die diesen Menschen später schriftlich begutachten. Selten erhält der Arbeitnehmer eine genaue Analyse dessen, was über ihn gedacht wird. In nicht wenigen Unternehmen werden die jeweiligen ermittelten Informationen dahingehend verwendet, um im Sinne einer spezifischen Unternehmenspolitik und Mitarbeiterführung gegenüber dieses einen Arbeitnehmers Druckmodelle zu erzeugen. In einem souverän geführten Unternehmen benutzt man etwaig festgestellte Defizite oder Stärken beim Arbeitnehmer dazu, ihm passende Weiterbildungen zu offerieren, um sich im Sinne des Unternehmens zu einem noch besseren Arbeitnehmer entwickeln zu können.

Das gleiche Modell wird täglich im Umgang mit Auftragnehmer und Kunden praktiziert. Natürlich guckt man sehr genau hin, wo beim Auftraggeber Stärken und Schwächen zu erkennen sind, persönliche Defizite oder herausragende Kompetenzen. Sich ein genaues Bild über einen Partner zu machen, ist überlebenswichtig. Weil man natürlich als Dienstleister für den Kunden den besten Job ausführen möchte und hier im günstigsten Fall seinem Kunden an dessen Schwachstellen die eigene Kompetenz an die Seite stellt, damit man gemeinsam erfolgreich ist. Je früher man also um die Schwächen seines Gegenüber Bescheid weiß, umso flexibler kann man ihnen Alltag begegnen und wird für diese den berühmten Plan B entwickeln können. Da man aber mit einem Kunden selten offen über seine Defizite sprechen können wird, gehört es zum beruflichen Alltag dazu, genau hinzusehen und zu analysieren.

Natürlich wird man sich weiterführend nach der Analyse darüber Gedanken machen, wie sich die positiven aber auch negativen Eigenschaften des Gegenübers auf sich selbst oder das Geschäftsmodell im jeweils positiven aber auch negativen Fall auswirken werden und für den jeweiligen Fall Modelle entwickeln. Wer das tut, ist ein Stratege. Und wer eine hohe Trefferquote in seiner Vohersagung zur Realität aufzeigen kann, ist ein guter Stratege. Es ist obsolet festzustellen, dass ein guter Stratege am Ende derjenige sein wird, der aus einer Krisensituation als Sieger hervorgehen wird.

Wann immer man mit der Charakterisierung seiner selbst durch andere konfrontiert wird, besteht eine sehr hohe Möglichkeit, dass man mit dieser Einschätzung nicht konform gehen möchte oder kann. Oft fühlt man sich nicht gut genug beurteilt oder versteht sich als Person ganz anders, als es die Anderen tun. Das ist legitim, denn Beurteilungen sind wie oben schon angedeutet, immer auch von einem hohen subjektiven Potential der beteiligten Personen geprägt. Dass die Wortwahl der Beschreibung seiner selbst vermutlich dabei nicht gefallen dürfte, nimmt man Kenntnis von Inhalten, die für einen selbst gar nicht zum Lesen bestimmt waren, ist wahrscheinlich. Darauf kann man wohl vertrauen.

Wir Menschen beurteilen uns mehr oder weniger ständig gegenseitig. Politiker werden von Politikern anderer Länder analysiert. So what? Politik ist das dreckigste Spiel von allen, das ist bekannt. In der aktuellen Wikileaks-Debatte finde ich selber nur erstaunlich, dass ich unsere politische Elite ähnlich negativ charakterisiert hätte, wie es US-Diplomaten taten – und zwar ohne diese Personen je persönlich getroffen zu haben. Nichts Neues also im Staate Dänemark Deutschland. Außer vielleicht die erschreckende Erkenntnis, wie schlecht ich über die eigene Regierung denke. Positiv daran ist für mich die Erkenntnis, dass ich mit meiner persönlichen Meinung über diese Regierung nicht alleine stehe und allzu offensichtlich keinen Knick in der Optik habe. Über die Zahmheit der angeblichen Härte der Wortwahl, bin ich, ehrlich gesagt, fast erstaunt. Lebt man indes in diesem Land und muss man die Merkels, Westerwelles und Schäubeles und die Auswirkungen ihrer beruflichen Inkompetenzen im Alltag ertragen und deren Folgen für dieses Land in der Zukunft halbwegs absehen, könnten einem heftigere Wortkreationen einfallen.

Wäre man nicht so verdammt höflich!

2010-11-28

Einen fröhlichen ersten Advent!

2010-11-27

Gestern …

beim zweiten Berliner InDesign Usertreffen gewesen. GREP kennen und lieben gelernt. Bisher waren die Files, die ich mit InDesign erstellt habe, von der Seitenanzahl her überschaubar – insofern hing ich ohne GREP nicht sooo sehr auf dem Trockenen. Ihr kennt sicherlich alle „Suchen und Ersetzen“? Gut, Global Regular Expression Print macht genau das aber auf hochintellektuell, sprich man kann komplette Textbestandteile und -kombinationen, Variablen etc. aufsuchen und mit den jeweiligen Styles belegen.

Beispiel, wenn der Autor im 1.000seitigen Manuskript beispielsweise die Ellipse mal so: .. mal so: … mal so: ... mal so: .... mal so: Ich denke… (anstatt richtig: Ich denke …) setzt, dann bastelt man ein GREP, das alle falsch geschriebenen Methodiken sammelt, aufspürt und mit einem fetten roten „Falsch gemacht!“-Style herausstellt. Oder so. Eher vermutlich anders. Das ist das Schöne an solchen User-Treffen: es werden einem so kleine Aufmerksamkeiten hingeworfen von denen man vorher vielleicht wusste, da gibt es was. Aber nicht ganz klar war, was das mit einem macht. Und dann stellt man fest, es ist total schön, was es mit einem macht!

Ich bin ja beruflich bedingt – müsste ich eine Verteilung im Alltag angeben – sicherlich mehr Photoshoperin als InDesignerin oder Dreamweaverin aber seit der Präsentation der Creative Suite CS 5 von Adobe stehe ich vor dem neuen InDesign immer nur mit offenem staunenden Mund. Die haben Xpress ganz schön in den Hintern getreten. Und das sage ich, die Quark immer gerne die Treue halten wollte!

Gestern habe ich beim User-Treffen drei Lose gekauft. Und ganz zum Schluss den einen wunderschönen Hauptpreis gewonnen: Eine Adobe InDesign CS 5-Vollversion ganz alleine und nur für mich. Verdammt, ich bin ein bisschen sehr verliebt. Ehrlich!

Das nächste Berliner InDesign User-Treffen ist voraussichtlich am 21. Januar 2011, wenn's gut geht wieder bei LaserLine und dann geht es rund um‘s Publizieren aus InDesign für's iPad und die anderen elektronischen Frühstückstabletts. Hier anmelden, dann kommen die Infos automatisch, wenn's soweit ist.

Das bisschen Krebs macht ja nix …

Erhöhte Krebsraten im Umfeld der Asse.

Fahrgastinformation

sehr sehr nett.

Blogwichtel 2010 – Endspurt

Liebe künftige Blogwichtler,

langsam befinden wir uns in der Zielgerade zum Anmeldschluss des diesjährigen Blogwichtelns 2010. Es haben sich mittlerweile 23 komplett wahnsinnige mutige Blogwichtel angemeldet. Dennoch darf sich bis zum 30.11.2010 da noch was tun. Unterhalb der 30iger Marke können wir nicht auf uns sitzen lassen, oberhalb der 40iger bringt einfach mehr Spaß – und vor allem mir mehr Arbeit! Und wer will nicht, dass ich ordentlich was zu tun habe im Rahmen der diesjährigen Blogwichtelei?

Es habe sich schon sehr spannende Blogs angemeldet, die die Kreativität mit Sicherheit entzünden, also lasst die nicht alleine auf weiter Tour stehen. Blogwichteln ist simpel, Ihr meldet Euch an. Ich lose Euch ein Blog zu, das Ihr bis zu einem Stichtag kreativ bewichteln dürft, wollt, müsst. Im Gegenzug überreicht Euch ein anderer Blogwichtel sein Wichtel für Euer Blog. Wir alle veröffentlichen unsere Blogwichtel am Stichtag – und freuen uns!

Wer noch mitmachen möchte, kurze Mail an mich (Adresse siehe oben rechts) mit

1. Blognamen
2. Blog-URL
3. E-Mail-Adresse

Ausführlichere Infos zum Blogwichteln mit Terminen gibt es hier. Und jetzt nicht lang gezaudert und überlegt, einfach anmelden! Einmal Blogwichteln im Jahr geht immer!

Sehr praktisch ist es …

wenn man sich in einem Restaurant aufhält, das die höhere Ebene von der unteren mit einer Galerie aus durchlässiger Holzabgrenzung trennt, sich einfach nicht unterhalb meines Tisches sitzend und essend aufzuhalten.

Im Zweifelsfall werfe ich nämlich auch mit vollen Brotkörben.

2010-11-24

Das ist auch wieder so ein Mist …

Eine amerikanische Jüdin wird in Berlin von jungen Muslimen angegriffen und findet Deutschland insofern fremdenfeindlich und antisemitisch. Heikel. Vielleicht kann mir mal ein klügerer Mensch erklären, wie ich das als Gastgeberin politisch korrekt moderieren soll? (Bitte Link klicken und bei Nullzeitgenerator das ganze Blogpost dazu lesen.)

… und nein, auf die Frage habe ich auch keine Antwort. Merke nur persönlich, wie in meinen eigenen Fasern immer mehr und lauter schreit, ich will hier eigentlich weg aus dieser Ecke Berlins! Oder auch aus Berlin.

Gedankenschnipsel

Bin ja jetzt auch in einem Alter in dem man langsam daran denken sollte, sich gleich morgens sofort die Zähne zu putzen, damit es für die Retter bei einer eventuellen Reanimation nicht so unangenehm riecht.

(Aus der Reihe: woran man so alles denken muss ab 40+)

Dienstleister …

schreibt mir Samstag, ich hätte seit vier Monaten meine Stromrechnung nicht bezahlt. Was mich wundert, weil ich ziemlich genau weiß, dass ich die Rechnungen regelmäßig angewiesen habe. Die Letzte erst Anfang diesen Monats. Ich zahle hier auch generell pünktlich, weil der Dienstleister üblicherweise sehr flink am 2. des Monats mit einem Aufschlag von € 2,50 mahnt, wenn man am 1. noch nicht überwiesen hat.

Also ich wundere mich und stelle beim Abgleich fest, man notiert im Betreff des Schreibens an mich eine alte Kundennummer und eine neue. Dergleichen stimmt die im Schreiben und auf dem Geschäftspapier aufgeführte Bankverbindung nicht mit der überein, die ich in meiner Überweisungsvorlage verwende.

Offensichtlich hat der Dienstleister vor ca. 4 Monaten einige administrative Änderungen vorgenommen und mich nicht darüber informiert oder mich sehr wohl darüber informiert, nur ist diese Information nie zu mir durchgedrungen, was weiß ich! Ich bin mir aber sicher, wenn ich davon hätte Kenntnis nehmen dürfen, hätte ich die Änderungen beachtet. Habe ja nix davon, es nicht zu tun. Außer Ärger natürlich.

Was ich aber sehr spannend finde, dass dieser Dienstleister, wenn sehr vermutlich meine angeblichen Nichtzahlungen zeitgleich mit deren administrativen Änderungen auf ein ähnliches Datum fallen, nicht mal von selbst auf die Idee kommt und auf dem alten Konto nachguckt? Und mir dann vielleicht doch (noch mal) mitteilt, dass ich bitte woanders hin überweisen soll. Nee, er lässt den Job lieber seine Kunden erledigen. Interessanterweise hat er mich auch – für ihn doch sehr unüblich – erst nach vier Monaten gemahnt.

Deppen. Deppen. Deppen. Oberdeppen. Strunzdumme Dienstleisterdeppen. Echt, Euch soll die nächste Heuschreckenplage fressen.

2010-11-23

Schlesisches Himmelreich


Oma ist die zweite von rechts, links von ihr meine Mama, mein Bruder und Papa und links von ihm Omas Bruder Theo, der im Vergleich zu seinen drei gut gebauten und für die Zeit erstaunlich groß gewachsenen Schwestern (rechts von Oma und die zweite Dame von links) immer erstaunlich schmächtig daher kam. Ich bin übrigens auch am Tisch anwesend, als Embryo.

Oma und Opa mütterlicherseits, somit natürlich auch meine Mum, stammen aus Breslau, Oberschlesien, was mich hälftig zu einer Vertriebenen in zweiter Generation macht. Womit ich übrigens gerne kokettiere, wenn mir mein gehobener Status als gebürtige Berlinerin zu muffig wird. Von Oma Kaupisch wird berichtet, dass sie, die ja als Tänzerin in gehobene Kreis einheiratete, von Küche nicht wirklich viel Ahnung hatte zum Zeitpunkt ihrer Hochzeit. Sich aber sogleich, da die Familie seitens des Großvaters sie für eine missglückte Wahl, weil unter seiner Würde, erachtete, auf diesem Gebiet recht schnell eines nahezu perfektes Wissen aneignete, um an der Seite ihres Gatten eine exzellente Gastgeberin geben zu können. Zu Repräsentieren, das war ihre Rolle im Leben nachdem sie die auf der Bühne ablegen musste und die beherrschte sie sehr gut.

Während Oma Mau (väterlicherseits) als Kaltmamsell auch sehr souverän kochte und mich mit ihrer Küche sicher auch nachhaltiger beeinflusste, letztendlich wohl auch, weil ich sie länger im Leben hatte, war Oma Kaupisch eine Göttin in der Zelebrierung ihrer Empfänge. Und da dieser Teil der Familie eher vermögend war als der väterliche Part, gab es hier natürlich das Essservice mit Goldrand, ebenso exklusiv waren die Gläser ausgestattet, wurden Stoffservietten kunstvoll gefaltet, gab es immer lustige Partysticker und Schirmchen für Cocktails. Wann immer Gäste im Haus Kaupisch waren, wurde an nichts gespart!

Interessanterweise kann ich mich, außerhalb der gelungenen Festivitäten, leider kaum an etwas erinnern, was meine Oma kochte. Tatsächlich ist meine persönliche Erinnerung an ihre Küche eher eine ungenutzte. Ich weiß aber, dass sie mir und meinem Bruder, wann immer wir bei ihr schliefen, wundervolle Obstteller schnitzte mit dem legendären Bananendilokrok und immer ein großartiges Frühstück servierte. Und ich erinnere mich, dass es bei ihr ein Essen gab, das nach ihrem frühen Tod (ich war 12) für lange Zeit aus meinem Leben verschwand, weil niemand in unserer Familie das wohl mochte und es eher zu einer der Leibspeisen meines bereits vor meiner Geburt verblichenen Opas gehört haben muss: Schlesisches Himmelreich!



Das ist ein Essen, das ich lange Jahre in meinem Leben vermisst habe. Ein Geschmack, an den ich mich immer gerne erinnerte und den ich sehr gerne wieder schmecken wollte, weil ich das als Kind wahnsinnig gerne gegessen habe. Was ich heute im Nachhinein noch komisch finde, denn die Sauce wurde in unserer Familie aus Bier gemacht und Biersoßen sind wahrlich der wenigsten Deutschen heute noch ein vertrautes Mahl. Da möchte ich gerade für Berliner sprechen, deren ursprüngliche Küche sehr viele Gerichte und zwar von Vorspeise über Hauptgang bis zum Dessert mit Bier kennt, die leider heute kaum noch serviert werden. Meine Mum kochte mir das Essen übrigens ein einziges Mal. Es kam geschmacklich nicht annähernd an Omas Original heran und es gab's danach nie wieder, sie mochte es überhaupt nicht.

Ich mittlerweile habe mich über die Jahre auf die Suche nach dem Rezept gemacht, was im übrigen nicht so leicht war, weil „Schlesisches Himmelreich“ bei uns in der Familie unter „Himmel und Erde“ lief, was, wie wir wissen, im Ruhrgebiet ein bekanntes Gericht ist, das so gar nix mit Biersoße am Hut hat. Wie auch immer, ich koche und esse „Schlesisches Himmelreich“ sehr gerne und möchte behaupten, mich mittlerweile ganz gut an Omas Original heran gekocht zu haben. Für mein Leben gerne würde ich es ihr einmal servieren können und mich mit ihr darüber unterhalten!

Schlesisches Himmelreich

Zutaten

1 schönes Stück Kasseler (hier dieses Mal ausgelöst) oder Kasselerlachsbraten, ca. 500 g
1-2 ca. 2 cm dicke Scheiben Bauchspeck, unbehandelt, ca. 500 g
1 große Zwiebel
400 g getrocknetes Mischobst
2 Flaschen Schwarzbier (Böhmisches Litovel ist genau richtig dafür)
1 Stück Kochlebkuchen (alternativ normaler Lebkuchen oder Pumpernickel)
2 Lorbeerblätter
1 Pimentkorn
2 Nelken
1 Stange Zimt
Schale einer unbehandelten Zitrone
Salz, Pfeffer etwas Butter zum Anbraten


Zubereitung



Das Fleisch, beide Sorten, wird im Bräter in etwas Butter von allen Seiten angebraten, dann gibt man die Zwiebel in Würfeln hinzu und gießt mit dem Bier auf. Das Fleisch im Ofen ca. 15 Minuten mit allen Gewürzen bei ca. 180 Grad (Gas Stufe 2-3) schmoren, dann das Backobst hinzu geben und nochmals 15-20 Minuten weiter schmoren lassen, bis das Fleisch weich ist. Den Kochlebkuchen ebenfalls nach den ersten 15 Minuten hinzugeben, der löst sich auf. Ich habe, da man im Handel mittlerweile lieber unnötige Fertigsaucen verkauft als übliche natürlich Soßenbinder aus der Generation unserer Großmütter, 2-3 normale Lebkuchen genommen, die nur leicht glasiert waren, getrocknet, gemahlen und 2 Esslöffel zur Soße gegeben. Lebkuchen ergänzt das Bittere im Bier mit seiner Süße sehr gut. Übrigens kann man, wenn man gar nicht an Lebkuchen kommt, auch Pumpernickel als Ersatz verwenden. Das sollte man allerdings möglichst fein mahlen, da es sich in der Soße nicht auflösen wird. Fein gemahlen kommt die Süße des Brotes noch deutlicher zum Vorschein.

Üblicherweise serviert man zum „Schlesischen Himmelreich“ Knödel, halb und halb – die tatsächlich bei diesem Essen den viel höheren Aufwand im Kochvorgang verursachen, als das Hauptgericht selbst, das nicht mehr als fünf Minuten Aufwand verlangt. Ein herrliches Herbstessen – ich liebe es sehr!

Natürlich gibt es das „Schlesische Himmelreich“ auch in der Variante ohne Bier bzw. Alkohol. Dazu weicht man das Dörrobst einfach einen Tag vorher in gut 500 ml Wasser ein, fängt den Sud später auf und kocht diesen mit den Gewürzen auf, bevor man ihn zum angebratenen Fleisch gibt. Aber für mich – als passionierte Nichtbiertrinkerin übrigens – gehört der Geschmack vom Gerstensaft dazu, zwingend.

2010-11-22

Die geschlechtliche Ungerechtigkeit des Killens

Zu diesem entzückenden Cartoon fällt mir ein, dass ich kürzlich in einer Talkshow lernte, dass Frauen sehr viel öfter bei Morden an ihrem Lebenspartner eine Heimtücke vor Gericht nachgewiesen bekommen und somit im Urteil (Mord) höher belangt werden, als Männer – die wiederum viel häufiger in Partnerschaftsdisput morden. Warum?

Der Mann killt sofort und ohne Umschweife, weil er eh meistens der Partnerin körperlich überlegen ist und so gilt die Tat maximal als Totschlag im Affekt. Sprich, er prügelt und wenn sie dabei zu Tode kommt, dann hat er das vielleicht gar nicht so gewollt. Da die Frau im frontalen Angriff gegenüber ihres prügelnden Partners selten eine Chance haben wird und dies aus der Vergangenheit wohl bereits schmerzlich erfahren haben wird, kämpft sie in ihrer zugespitzt misslichen Lage nur selten frontal gegen den Partner und entledigt sich seiner eher in einem Angriff von hinten oder nur während er schläft. Und das ist dann per Gesetz Heimtücke.

Da ist das Femininum wieder einmal doppelt gearscht.

Also Ihr Damen, bitte nur kurz vor dem Eisprung oder dem Eintreten der Mensis töten, alternativ unter Einfluss von Schwangerschaftshormonen, das könnte bei Gericht vielleicht noch helfen. Alkohol ist übrigens auch immer eine super Ausrede. (Besser wäre es aber einfach vorher zu gehen.)

Künstler sein, heißt …

in diesem Land üblicherweise:

– sein Leben mit Gelegenheitsjobs und Arbeiten zu verdingen, weil man seinen Lebensstandard selten durch die eigene Kunst finanzieren kann,
– bedeutet auf soziale Unterstützung angewiesen zu sein, sei es z. B. durch Unterstützung bei Zahlung der Krankenkassenbeiträge durch die Künstlersozialkasse oder sogar regelmäßig aufstockende Leistung im Rahmen des SGB II beantragen zu müssen,
– bedeutet im Rahmen der eigenen Kunst in so hohe finanzielle Vorleistungen gehen zu müssen – aber auch zu wollen –, um die eigene Kunst überhaupt erschaffen zu können, das man sich oft in nicht unerheblichem Maß verschulden muss,
– bedeutet üblicherweise Ofenheizung, Leben in Wohngemeinschaften, keinen Urlaub, Second Hand, Armut,
– bedeutet keine Kredite von Banken oder Sparkassen zu erhalten,
– bedeutet Altersarmut, denn eine Altervorsorge in einem vernüftigen Rahmen ist kaum zu realisieren.

Kurz, die allermeisten Menschen, die sich für eine berufliche Existenz mit Kunst entscheiden, werden in diesem Leben niemals vermögend sein. Viel eher wandern sie früher oder später in eine bürgerliche Existenz ab, weil sie mit dem Erwerb als Künstler ein kaum lebenswertes Dasein fristen können.

Und jetzt kommt die Piratenpartei mit diesem Positionspapier her und wollen diesen Menschen, Künstlern, nach nur zehn Jahren deren Recht an der eigenen Kunst und somit Grundlage zur Existenz „absprechen“.

Für mich persönlich haben sich die Piraten bereits letztes Jahr hinsichtlich der Frauenquoten-Diskussion völlig disqualifiziert. Für mich haben sie auch bewiesen, dass sie in der Diskussion um die Gesundheitskarte lediglich die übliche verbohrte Contra-Diskussion führen, letztendlich aber erschreckend wenig Fachwissen zu dem Thema hatten (und nein, ich bin auch strikt gegen die Einführung der Gesundheitskarte, da bin ich absolut bei ihnen). Sie haben zur Gesundheitspolitik immer noch erschreckend wenig Ahnung, falls überhaupt, wie dieses Positionspapier beweist.

Aber dem Fass den Boden schlagen sie wohl mit diesem Positionspapier aus: Abschaffung des Paragraphen § 173 Beischlaf zwischen Verwandten.

Bin gerade ziemlich fassungslos, sprachlos. Ratlos!

2010-11-20

Die Süßen …



2010-11-17

Die niemals nicht gespeicherten Nacktscan-Fotos …

sind dann jetzt u. a. bei Netzpolitik anzugucken.

Aber zum Glück gibt es das erste Tool mit dem man seine eigenen, also die niemals nicht gespeicherten, Nacktscans direkt in seinen facebook-Account hoch laden kann.