2010-07-09

Freestyle-Parken

2010-07-08

Mütter, Väter, Lehrer …

L E S E N !

Erschreckend zu lesen, wie sich die Zuhälter heute „weiter entwickelt“ haben und so schön aufpassen, dass die Mädels wenigstens in der Schule nicht auffällig werden.

Zum Tod von Fritz Teufel

erzählt Hans-Christian Ströbele im Tagesspiegel Anekdoten aus dessen Leben, die interessant, nachdenkenswert, komisch und intelligent sind.

2010-07-07

Zusammenfassung



El Gato Lino ist so verzückt!

Sätze …



auf die mallorquinische Kater sehr lässig verzichten können: „Ach Lino, nun guck nicht so angespannt. Die Spanier machen das heute schon. Und wenn nicht, machen's die Deutschen.“

Kater: Abgang.

2010-07-06

Frauen

Der Aufmacher des Tages „Frauen bescheiden sich beim Einkommen“ (spiegel online) oder „Froh zu sein bedarf es wenig“ (Die Süddeutsche Zeitung).

Frauen fänden es gerecht, dass ihnen ein geringeres Bruttoeinkommen zustände, so wird aus den Ergebnissen zweier Studien resultiert, die das Deutsche Instititut für Wirtschaftsforschung veröffentlicht hat. Frauen würden ihr Wunschgehalt stets im Bruttoeinkommen niedriger angeben als Männer und zwar über die gesamte Bandweite von der Hilfsarbeiterin bis zur Akademikerin hinweg. Das ist das Ergebnis der einen Untersuchung. Die zweite Studie schließt aus ihrem Resultat, dass Frauen bei der Betrachtung zweier Arbeitnehmer mit gleichem Lebensstil aber unterschiedlichen Geschlechtern, bei der Arbeitnehmerin 400 Euro weniger Einkommen vermuteten und darin sogar einen vertretbaren Sinn sähen.

Daher kommuniziert einer der Studiendurchführer Jürgen Schupp pragmatisch folgernd „Selbst Frauen seien der Meinung, dass Frauen am Arbeitsplatz weniger verdienen sollen.“ Diese Schlussfolgerung ist natürlich blanker Unsinn. Alleine mein Wissen (als Frau), dass eine Frau auf dem deutschen Arbeitsmarkt aktiv in der gleichen Position sehr üblich und mit völlig hoher Wahrscheinlichkeit, in gleicher Position und Rang, üblicherweise 33,3% weniger verdienen wird als ihr Kollege, lässt in der Schlussfolgerung einzig eine logische Subtraktion des Frauengehaltes und somit Darstellung einer Realität gemäß der Frage zu. Sie beinhaltet damit noch lange nicht die Aussage, es sei für uns legitim und anerkannt oder gar gewollt, dass die realen Umstände so sind wie sie sind.

Ich will sagen, zeige mir einen Mann und eine Frau mit gleicher Qualifikation und ich soll deren die Gehälter bestimmen, sortiere ich natürlich die Frau unterhalb des Bruttoeinkommens des Mannes ein. Nicht weil ich das so gut finde sondern weil es in dieser - ach so fortschrittlichen emanzipierten – Welt der Realität entspricht! Wem sollte ich da in die Tasche lügen?

So scheint mir die Schlussfolgerung aus den Ergebnissen der ersten Studio mehr banal als fundiert. Fakt ist, wenn ich mich heute bewerbe als Frau über 40 mit meiner Qualifikation, kann ich überhaupt nicht meinen würdigen Marktpreis verlangen. Ich bin a) eine Frau, b) überqualifiziert, d) es gibt einen Arbeitsmarkt, der eher aus Mangel an Arbeit denn aus Mangel an Arbeitskräften besteht, e) für viele Unternehmen gelte ich bereits als zu alt, f) und somit als zu teuer. Wenn ich also in eine Gehaltsverhandlung gehe, muss ich mich natürlich über alle anderen Faktoren, die mich als Bewerberin nicht attraktiv machen für meinen potentiellen Arbeitgeber so verkaufen, dass ich attraktiv werde. Nun kann ich an meiner Qualifikation und meinem beruflichen Werdegang kaum schrauben, ich kann mich nicht jünger noch unerfahrener machen, als ich bin. Ich werde weiterhin als potentiell krankheitsanfällig gelten aufgrund meines Alters – ich kann also meine Attraktivität als Frau nur über einen einzigen Punkt steuern: dem Gehaltswunsch. Das ist politisches Kalkül, denn ich unterliege als Mensch dieser Gesellschaft dem Zwang arbeiten zu müssen. Lust darauf, weniger Geld zu verlangen, habe ich keine. Ich bin auch mitnichten der Meinung, dass ich real weniger verdienen sollte, als mein männlicher Kollege. Dieser Gedanke kommt und ist mir nie in den Sinn gekommen! Alleine die Realität aber lässt meine Überzeugung zu leben leider nicht zu.

Gleiches gilt übrigens auch für Frauen, die jünger sind, weniger Qualifikationen (zu wenig Erfahrung, zu wenig Fachwissen) mitbringen. Die sich mit dem Manko ja übermorgen doch Mutter werden zu wollen oder schon Mutter sind – vielleicht alleinerziehend – also die Möglichkeit unverhoffter Ausfälle, wenn die Kinder mal krank sind, mitbringen. Oder wegen der Kinder ja eh nur mit dem halben Ohr bei der Arbeit sind, keine Überstunden machen können etc. Wir müssen reagieren, um in diesem für uns Frauen sehr schlechten Arbeitsmarkt, Arbeit zu finden. Also verkaufen wir uns auch unter Wert. Dass wir genauso viel verdienen sollten und wollten, wie unsere Kollegen, ist überhaupt nicht zu bestreiten.

Auch nicht durch Studien, deren Verursacher Stefan Liebig, Jürgen Schupp und Thomas Hinz heißen. Die, so vermute ich stark, Männer sind und an dieser einen Stelle erlaube ich mir meinen Zweifel an der Evidenz dieser Studie anzumelden. Natürlich steht es jedem frei, eine Studie nach seinem Gusto zu deuten. Ich sehe diese hier schlicht falsch interpretiert.

So oder so ist es aber nach wie vor Fakt, Frauen in Deutschland fehlen weiterhin im Durchschnitt mindestens 300 Euro im Monat im Portemonnaie im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen, die sie in ihre Altersvorsorge stecken müssten. Die existierende und künftige Altersarmut von Frauen ist in Deutschland weiterhin ein genau gar nicht von der Regierung diskutiertes Problem hierzulande. An dem Thema hat sich seit den Trümmerfrauen erschreckend wenig für Frauen zum Positiven geändert, ein Beispiel: das neue Unterhaltsrecht und daran erkennt man auch wie sehr schlecht Merkels Frauenpolitik ist.

Ich kenne übrigens kein Unternehmen in Deutschland, das es als Inhalt seiner Imagearbeit verstanden hätte, damit zu werben, Frauen gleich hohe Gehälter zu zahlen, wie ihren männlichen Kollegen. Warum wohl?

190

2010-07-05

Ich mag …

Sommerregen ja. Es gibt wohl kaum etwas wohlverdienteres nach heißen Sommertagen, als nachts im Sommerregen nach Hause zu radeln, komplett nass zu werden, gute Luft zu riechen und die Hitze abdampfen zu fühlen, sich dabei mit einer angenehmen Kühle die Hand zu reichen

Wenn nicht blöde Haarstylingprodukte sich aus den Haaren lösen würden und mit dem Regen in die Augen schwimmen würden, wo sie wirklich unangenehme Schmerzen verursachen. Beim Radfahren.

Pah! Aber sonst … so ein Sommerregen … hach!

2010-07-04

Bloggende Lehrer

Die Panels auf der letzten re:publica, die sich um bloggende Lehrer und Schüler drehten, habe ich als mit die erfolgreichsten erlebt in der Nachfrage. Die Räume waren überfüllt, die Diskussionen intensiv und die Erfolgsstories, die die dort vortragenden Leser für ihre Schüler erzählen konnten, hörten sich fast zu schön an. Aber wenn man zum Beispiel einen Schüler, der sich sonst mit wenig Themen im Fach Musik lautstark auseinander setzen kann, weil (wie man im Nachgang bemerkte gar nicht uninteressiert war, nur schüchtern), sich seine gute Note verdient, weil er hervorragende Arbeit im aufgesetzten Blog bringt – dann sind das großartige Lernerfolge, die neue Medien in die hiesigen Klassenzimmer bringen können.

Falls hier Lehrer oder Eltern mitlesen, die sich für das Thema Lehrer, Schule und Blog interessieren, hier eine Aufstellung aller bloggenden deutschen Lehrer.

2010-07-03

Kann dass ein, dass …

der mallorquinische Kater und eindeutig für die spanische Mannschaft jubelnd und ich, eindeutig für die deutsche Mannschaft jubelnd, kommenden Mittwoch ein gemeinschaftliches Problem von fundamentaler Tragweite haben werden?

Heimatklänge



Aus gegebenen Anlass heute vom kurz vorm Ku'Damm auf den nur Fußgänger durften. Aber auch egal. Ist Euch aufgefallen mit was für einer Ästhetik Manuel Neuer fangen kann? Hach …

2010-07-01

Kleine Argumentationshilfe

dieses Blogpost ist verfasst im Namen des kleinen grazilen mallorquinischen Riesenkater Lino im Kuhkater-Design, der einem einzelnen hanseatischen Rockstar im Kuhkater-Design a) über den Verlust seines weltbesten Cat-Bag-Lieferanten (Portugal) aus der WM hinwegtrösten soll und b) Geschmack machen soll auf lässige Überwinterung in südeuropäischen Gefilden mit Direktzugang zur Fischtheke …



















2010-06-30

Bundespräsidentenwahl

Blubb

Untermiete



(Bei Klick auf's Bild wird's größer)

2010-06-29

Die Lieblingsspanische Mannschaft

vom kleinen grazilen mallorquinischen Riesenkater Lino hat sich gerade ins Viertelfinale geschossen und der Kater ist ganz glücklich, weil der Olli auch noch was von „… das ist ganz große Klasse“ erzählt.



Morgen bekommt er die spanische Flagge auf den Kuchenzahn geklebt.

2010-06-28

Erst gewählt werden, dann Internet

Die Süddeutsche Zeitung zitiert heute Christian Wulff unter dem Titel „Christian Wulff (CDU) will als Bundespräsident online gehen“, der ernsthaft behauptet:

«Das Internet wird von mir stark genutzt werden. Diese Welt junger Leute müssen wir aufnehmen», sagte Niedersachsens Ministerpräsident am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.“
Quelle: Die Süddeutsche Zeitung

Christian Wulff ist 1959 geboren. Ich bin 1965 geboren.

Welche jungen Leute meint der? Wovon spricht der? Wenn keine Ahnung vom Volk, einfach mal die Klappe halten.

Frösche, Eiweiß, Salz, Zucker, Zitrone

et voilà, schon hätten wir die Zutaten für „Gellèe de Garnulles pour les malades“ (Froschschenkel-Gelee als Krankenkost). In der Universitätsbibliothek Graz findet Ihr in den Sondersammlungen, dort unter Kochbuchplattform, als pdf das Kochbuch von Pierre de Lune, seiner eigenen Bezeichnung nach oberster Koch (Escuyer de Cuisine de feu) des Duc de Rohan: „Le Nouveau Cuisinier“.

Zweite Auflage. Von 1660. Versteht sich!

via textundblog

Lesebefehl

Seit dem BGH-Urteil zur Sterbehilfe hat die taz mehre Artikel zum Thema Sterben aufgemacht. Heute bringt sie ein Interview mit dem Mediziner Matthias Gockel, der als Palliativarzt in Berlin-Buch arbeitet. Sehr lesenwert!

Sorgen müssen wir uns …

dieser Tage wegen vieler Dinge, darüber hilft auch kein wetterliches Hoch hinweg. Ich persönlich mache mir in diesen Tagen Sorgen, was Deutschlands Staatsanwaltschaften so treiben. Offensichtlich scheint in wenigstens einem Bundesland dieser Republik das eigene persönliche Geltungsbewusstsein der Angestellten einer Behörde der Exekutive als Legitimierung herzuhalten, völlig unkontrolliert Schaden gegenüber Dritte noch vor einem Prozess zuzufügen, alleine weil man sich selbst gerne als erster im Rampenlicht einer vorverurteilenden Presse sehen wollte und noch möchte. Unter solchen Bedingungen fällt es natürlich schwer einen Fehler einzugestehen. Das fällt immer schwer. Es wiegt aber die Tonnen einer vernichteten Existenz mehr, wenn man sich weiterhin weigert im Eingestehen dieser Fehler, den möglichen Tatverdächtigen nicht aus der Untersuchungshaft entlassen zu wollen.

Die Rede ist natürlich vom Fall Jörg Kachelmann. Dieser Mann sitzt wegen dem Vorwurf der Vergewaltigung seit nunmehr drei Monaten in Untersuchungshaft, wegen dem dringenden Tatverdacht, wie es so schön heißt, und mangels festem Wohnsitz in Deutschland. Dass der Mann hierzulande ein als GmbH geführtes Unternehmen mit ca. 200 Angestellten besitzt, scheint hinsichtlich der möglichen Fluchtgefahr keine Rolle zu spielen. Na, denn.

Die Rede ist auch von der Staatsanwaltschaft Mannheim. Der bröselt seit mehreren Wochen die Aussage des angeblichen Opfers unter den Akten weg. Dummerweise auch noch von den selbst beauftragten Gutachtern mit großen Zweifeln an der Wahrheit der Aussage der Frau befundet. Etwaige DNS-Spuren auf dem angeblichen Tatwerkzeug, die Berichte der Medien auf dem vier Großbuchstaben-Niveau lt. Aussage der Staatsanwaltschaft längst dem Angeklagten zuordneten, haben sich als so gering erwiesen, dass nicht einmal ermittelt werden konnte, ob es sich nicht doch auch um DNS-Spuren eines üblicherweise mit einem Messer zu behandelnden Rindersteaks handeln könne. Dem vermeintlichen Opfer konnte mittlerweile eine Falschaussage in bereits zwei Punkten nachgewiesen werden, als auch hat ein renommierter Gerichtsmediziner mittlerweile begutachtet, dass die etwaigen Verletzungen des Opfers mit hoher Wahrscheinlichkeit von ihr selbst hausgemachter Natur sind. Und die Liste der Unstimmigkeiten hinsichtlich der Aussagen des Opfers zugunsten des angeblich Tatverdächtigen setzt sich weiter fort. Das alles aber interessiert die Staatsanwaltschaft Mannheim nicht weiter.

Kachelmann bleibt weiter in Haft.

Der Spiegel hat schon vor gut drei Wochen sehr ausführlich recherchiert und über den Fall Kachelmann einen Leitartikel „Er schläft mit ihr“ geschrieben. Damals lief mir das schon eiskalt über den Rücken, bei dem Gedanken in Deutschland als möglicher Prominenter in die Fänge einer geltungsgeilen Staatsanwaltschaft (die Staatsanwaltschaft Darmstadt, die bereits im Fall Nadja Benaissa überhaupt nicht regelkonform agierte, liegt nicht weit weg von Mannheim) zu geraten. DIE ZEIT legt heute mit „Schuldig auf Verdacht“ nach. Und es bleibt – von allen Fragen, die sich hinsichtlich der Tat und dem Verhalten vom vermeintlichen Opfer hervortun – vor allem die Frage: was ist da eigentlich los in Deutschlands Staatsanwaltschaften?

Wer haut diesen Leuten auf die Finger? Was bleibt uns in diesem Land, wenn wir unserer Exekutiven nicht mehr trauen können? Wird jetzt eigentlich überall jede Verantwortung nur noch auf die Richter in diesem Land abgewälzt – für fünf Minuten Ruhm?

Wehret den Anfängen!

Ich glaube, ich bewerbe mich jetzt mal als Schöffin.

Edit 29.06.2010 „Die machen mein Leben kaputt.

2010-06-26

Aber immer schön,

wenn man wenigstens verstanden wird …