Ich stelle mir so vor …
mein Arzt jubelt mir eine Diagnose unter, damit er endlich die 18. Patientin für seine Beobachtungsstudio hat und vom Pharmahersteller dafür endlich seinen Laptop gewinnt …
mein Arzt jubelt mir eine Diagnose unter, damit er endlich die 18. Patientin für seine Beobachtungsstudio hat und vom Pharmahersteller dafür endlich seinen Laptop gewinnt …
at 15:03 0 comments
Labels: große weite welt

ist er jetzt bei uns. Lino. Im ersten Moment war klar nach der Nachricht, dass wir ihn holen, er kommt und bleibt. Obwohl ihre „so genannten“ Freundinnen alle Schlange standen in der Bewerbungsreihe.
Nun ist er hier seit drei Jahren und hat eine ordentlich Portion mehr Sonnenschein in mein Leben getragen, als ich es je vermutet hätte. Dieser Kater ist ein Goldschatz und mittlerweile hat er längst die Mädchen davon überzeugt, dass er dazu gehört – auch wenn er aus einer ganz anderen Katzengalaxie zu stammen scheint, ihrer Meinung nach. Ich lege ihm die Hand auf den Bauch und aller Ärger, Frust, Schmerz scheint verschwunden. Er ist Therapeut, Medizinmann, Zauberer, Clown und Katze in einem.
Ich wünsche mir nur, er darf noch sehr sehr lange bei uns bleiben!
at 08:33 6 comments
Labels: abschied, tieffliegende fellträger
sind drei Jahre zu viel und die traurige Gewissheit, dass es nur noch mehr werden können, macht es kein bisschen leichter.
Du fehlst. Und Deine kleine Enkeltocher sieht Dir so unfassbar ähnlich!
at 14:06 5 comments
Labels: abschied
„Behindert ist man nicht, behindert wird man.“ not quite like beethoven hinterfragt diese Redewendung aus der Sicht eines Menschen, der nicht gut hören kann.
Ich verstehe ihn, seinen Unmut. Wenn etwas im eigenen Körper nicht so funktioniert, so wie es die Natur bei anderen vorgesehen hat und funktionieren lässt, dann ist man in diesem Leben auf das Entgegenkommen (Entgegenkommen ist übrigens etwas anderes als Mitleid!) anderer angewiesen. Da muss man die Kunst des Geben und Nehmens sehr gut und ausdauernd beherrschen. Aus ihrer Sicht eher die Kunst des Nehmens, denn man muss ständig darum kämpfen, dass andere Geben, damit man Nehmen kann: nämlich von Anderen die Umstände, die die eigene Individualität mitbringt – im äußeren Umfeld oft als Schwäche definiert – vereinfacht zu bekommen, damit man zusammen mit ihnen am Leben aktiv teilhaben kann. Wenn man das ein Leben lang tun muss, neue Menschen, die ins Leben treten immer wieder darauf einstimmen muss, kann das sehr zermürbend sein.
Irgendwie ist das doch fatal, denn die meisten Menschen, die ich bis heute erlebt habe, die mit einem besonderen Merkmal ihres Körpers oder Geistes leben (nichts anderes ist eine „Behinderung“ nur), haben andererseits mindestens ein und so hoch ausgebildetes Talent auf einem anderen Gebiet, dass ich mich als „08/15“-Mensch aber ganz weit hinten anstellen muss, um überhaupt mitspielen zu können. Liga-Reife nie gesehen! Wir nehmen indes aber nur die Behinderung der Menschen wahr, gucken nicht auf ihr außergewöhnliches Talent. Das öffnet vielleicht ein wenig den Blick auf die Dimension des Selbstbewusstseins, die ein Mensch von Haus aus mitbringen muss, um sich täglich mit uns „Untalentierten” hinsichtlich seiner persönlichen kleinen Ecke in der er nie Liga-Reife erlangen wird, auseinander zu setzen. Alle Achtung!
Zum gleichen Thema gab es neulich eine interessante Diskussion bei Spreeblick in den Kommentaren zum Rollstuhl-ReDesign-Post von Johnny. Die im Grunde wieder offen gelegt hatte wie wenig Ahnung wir doch vom Leben haben, das die Leute täglich leben, die nicht so hören wie wir, sehen wie wir, laufen wie wir, denken wie wir. Was für uns daraus wiederum für Ängste resultieren, etwas falsch zu machen. Was uns unsere kulturelle Lehre natürlich wieder verbietet, einfach zuzugeben. Denn es wäre eine Schwäche, wollen wir doch immer so aufgeklärt und souverän wirken. Wir haben Angst, eine Schwäche zu zeigen den Menschen gegenüber, die täglich und immer von ihrer Umwelt ihre „Schwäche“, weil sicht- oder messbar, demonstriert bekommen – ein bisschen skuril ist das schon oder?
Nein, wir sind im Umgang mit Menschen mit besonderen Merkmalen nicht aufgeklärt und souverän. Dafür haben viele von uns gar nicht ausreichend Zugang zu ihnen. Wir haben eben nicht von Natur aus den „Blinden“, den „Tauben“ und den Menschen im Rollstuhl sitzend in der engeren Umgebung von denen wir einen Einblick in deren täglichen Alltag erhalten könnten. (Und leider versemmelt unsere Bundesregierung gerade die Chance unserer Kinder in Integralschulen genau so leben und erfahren zu können, gewaltig!) Also bleibt uns nur zu kommunizieren. Damit schließt sich aber der Kreis, denn hier fangen ja die Berührungsängste an, darf man fragen? Wie darf man fragen? Darf man die Besonderheit überhaupt thematisieren? Und es öffnet sich prompt der nächste Kreislauf:
Denn Nichts ist schwarz und weiß, gut und böse, behindert und nicht behindert. Prallen Menschen mit ihren unterschiedlichen Eigenarten, Merkmalen, körperlichen und geistigen Talenten aufeinander, wird deren miteinander auch von äußeren Umständen, Tagesformen, meinethalben Bio-Rhythmen geprägt. Da ist ein Mensch nicht nicht bemüht oder direkt arrogant, nur weil er vielleicht müde ist und Signale nicht richtig deuten kann, da ist ein Mensch auch mal tierisch abgenervt, weil ihm zum x-wievielten Maß in einer Situation Hilfe angeboten wird, indes in einer anderen Situation, wo ihm wirklich Aufmerksamkeit helfen würde, die Tür vor der Nase zugeworfen wird. Dieses Geben und Nehmen ist ein unglaubliches sensibles Ding.
Denn: nehmen ist schwerer als geben. Ich bin eine kurze Zeit lang (wenn für mich damals auch viel zu lange) gezwungen gewesen an zwei Gehhilfen zu gehen. Es gab in meinem Umfeld viele Menschen, die sich wirklich aufopfernd um mich bemüht haben und mir sehr geholfen zu haben. Und man läuft dennoch unzufrieden mit sich durch den Tag, weil man nicht so kann wie man will. Auch weil man keine Ahnung hat, ob man jemals die Zuwendung, die man gerade erhält gleichwertig zurück geben kann. Was man schon deshalb nicht wollte, weil es bedeuten würde, dass es dafür Freunden ja auch mal schlecht gehen müsste.) Da löst das seelische Unzufrieden sein den körperlichen Schmerz 1a ab. Man ist ständig in einem Zustand auf die Zuwendung und Hilfe angewiesen zu sein und andererseits sich klein und „gehandicapt“ zu fühlen. Äußere Umstände, die den Alltag verdammt schwer machen, zeigen Wirkung und machen mürbe. Daraus resultieren Gefühle und manchmal ein Aktionismus, der die Umwelt denken lässt, „der/die ist jetzt aber undankbar.“ Es ist eine verdammte Crux in unserer heutigen hochleistungsorientierten und optimierten Welt nicht so funktionieren zu können, wie man es sollte. Gut, das war es wohl schon immer. Andererseits war das Erleben für mich, eine Chance sich zurück zu nehmen und wieder ein anderes Tempo zu leben und Dinge zu erkennen, die wichtiger sind als Leistung und Perfektion. Nur: davon wird der Mensch im Rollstuhl aber trotzdem nicht automatisch in unser Leben integriert.
Vielleicht sollten wir aufhören, uns alle auf einem Level sehen zu müssen und uns akzeptieren und nehmen wie wir sind. Der Umgang mit Menschen, die etwas weniger gut können als man selbst, ist der spannendere, denn die Menschen zeigen uns eine neue Dimension dessen wie wir den Tag erleben. Vielleicht geht es da weniger um verständnisvoll sein als um ein Miterleben und daraus eine neue Realität in größerer Vielfalt für sich zu ziehen? Für das einfachere Miteinander in Zukunft?
Manchmal glaube ich, ganz gut Ahnung zu haben vom Erleben der Menschen mit körperlichen oder geistigen Merkmalen, weil ich mit einigen von ihnen zusammen gekommen bin. Habe ich aber gar nicht. Deren Welt ist so unglaublich vielfältig und individuell, dass man nie Ahnung haben wird und sowieso nicht den einen Menschen mit dem anderen vergleichen kann. Funktioniert hier einfach nicht. Man muss immer wach bleiben und aufmerksam sein und: es wollen! Das Miteinander wollen - es nicht erst zulassen, wenn es einem zufällig aufgedrückt wird.
Ich weiß es auch nicht. Fakt ist eines: Menschen mit besonderen körperlichen und geistigen Merkmalen haben mich noch nie gebissen. Und blöd sind sie auch nicht! Im Gegenteil, meist sind sie absolut sensibel und erkennen die Unsicherheit des Gegenübers schon, wenn er nur durch die Tür tritt. Also: einfach reden! Und fragen, wie man miteinander am Besten umgehen kann, sollte sich aus dem besonderen Talent ein besondere Handlungsweise für uns Greenhörner auf dem Gebiet ergeben.
Die Tipps von not quite like beethoven „Besser reden mit Schwerhörigen“ sind allemal ein Anfang. (Wofür ich Blogs mal wieder echt liebe! Danke Dir für das neue Wissen und die Inspiration zu diesem Post!)
at 09:04 5 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
warum seine Kinder nie zu Intelligenzbestien erziehen sollte, ist im Weselpower's Blog – Aus dem Leben eines Talentfreien – zu lesen.
at 16:23 2 comments
Labels: blogfreaks

es gibt ja in Berlin chinesische Restaurants wie Sand am Meer. Indes chinesische Restaurants, die richtig ursprünglich kochen, nicht so sehr viele. Neulich bin ich mal wieder durch den Graefekiez gestrichen und an erstaunlich gut aussehenden gefüllten Tellern eines solchen Restaurants vorbei gekommen und dachte bei mir: „Da gehste das nächste Mal auch essen!“
In tangs kantine steht hauptsächlich die Küche Shanghais auf dem Speiseplan, wenn auch es einen gesamtchinesischen Rundschlag auf der Speisekarte gibt, die sich unterhaltsam liest: so hübsche Namen! Tatsächlich wird hier auch Hahnenkamm oder Hühnerfuß serviert. Da … habe ich eine Runde ausgelassen und mich dem gewidmet, was man mir als Dim Sum und später doppelt gebratenes Rindfleisch (Tageskarte) servierte hatte und natürlich auch gut als Hund hätte durchgehen können.
Ich muss sagen: sehr lecker. In Tangs Kantine wird ohne Glutamat gekocht und das schmeckt man. Die Chinakohlblätter die unter den Dim Sums im Bambuskörbchen lagen, waren sicherlich nur zu Dekoration gedacht aber mit Abstand das Netteste, was mir geschmacklich in letzter Zeit ganz unverhofft untergekommen ist. Doch, die Dim Sums konnten mithalten.
Und ich liebe doppelt gebratenes Rindfleisch, eines meiner Lieblingsgerichte an dem man aber auch wirklich sehr viel, wenn nicht alles auch falsch machen kann. Das kann nicht jedes chinesische Restaurant und bei dem Gericht habe ich schon kulinarische Abgründe erlebt. Hier nicht, das Fleisch (hätte vielleicht etwas zarter sein können) blieb geschmacklich bei sich und ließ dem knackigen Gemüse noch seinen Raum. Die Würze ganz eigen und noch nie so gut abgestimmt erlebt, wurde auch nicht von der Schärfe übertüncht. Sehr gut.
Wenn ich mir die Inhalte der Teller auf den Nachbarstischen aus der Erinnerung abrufe, müssen wohl die Schweinerippchen etwas ganz Besonderes sein – beim nächsten Mal. Die Gerichte kosten im Schnitt € 4,– (Vorspeisen) über € 6-7,– für die Tagesgerichte bis zu € 15,–für die aufwändigeren Gerichte. Empfehlung! Zumal man im Sommer auch sehr angenehm draußen sitzen kann im Kiez.
Hoffentlich war es nicht doch Katze!
at 09:27 4 comments
Labels: mein kiez, ran an den herd
Heute ist mir beim Kramen dieses Foto aus analogen Zeiten aus einem Ägyptenurlaub in die Hände gefallen. Zeit, die Geschichte zum Foto zu erzählen.
1992 war so ein Jahr. Meine Oma, die letzte der lieben Großeltern, die geblieben war, starb im Sommer 1992. Im Herbst flog ich nach Ägypten, die Tauchtouristin geben. Dort blieben wir die erste Woche in einem Null-Sterne-Hotel in Hurgadha direkt am Strand und unternahmen die dort üblichen Tagestouren auf's Meer, die letzte Woche hatte unsere Clique ein Segelboot gemietet und wir bewegten uns eine Woche lang draußen auf dem Roten Meer, alleine mit Delphinen, Napoleon Lippfischen, Oktopusse, Korallen, Riffen, blauem Himmel, strahlender Sonne, dunklen Nächten – und einem Tauchlehrer, der nur über dem Klo hing.
Am Strand, dem Strand, an dem mir im Meer beim Rückwärtsschwimmen der Ehering meines damals schon verstorbenen Vaters, den mir meine Mum sehr schön hatte umarbeiten lassen, vom Finger rutschte und in die Tiefen des Meeresgrundes versank, lag in ca. 500 m Luftlinie ein Boot. Ein sehr schönes Boot. Mit viel Teakholz, schnittig in der Form, voller Stolz und dennoch nicht übertrieben protzig. Irgendwie ein sehr trauriges Boot. Auf alle Fälle ein Boot mit Aura. Hier muss ich allerdings erwähnen, dass Boote, sobald sie verlassen wirken oder in einem wrackähnlichen Zustand sind bei mir sowieso immer viel Seele haben, ich habe einen merkwürdigen Bezug zu Booten. Tauchen habe ich nur gelernt, weil ich Wrack tauchen wollte. Während alle damals in den Film „Titanic“ liefen, ging ich lieber zu den Vorlesungen von Robert B. Ballard. Wenn ich also schreibe, ein Boot mit Aura, das mag das meiner subjektiven kleinen Boots-Meise entspringen, möglicherweise hat die Boot aber tatsächlich eine. Verwunderlich wäre es nicht, weiß man um die Geschichte.
Das Boot lag da, wurde von einem Ägypter in typischer weißer Landestracht und einem Kamel bewacht. Wir schwammen einmal in die Nähe des Bootes, lungerten ein wenig in dessen Nähe am Strand herum (man kam nicht direkt vom Strand auf das Boot, einen Anleger gab es nicht) und waren fasziniert von des Bootes Ausstrahlung, seinem Zustand und verstanden nicht, warum so ein schönes Boot dort verlassen vor sich hin schwamm.
Erst als wir in der zweiten Woche in See stachen und auf unserer Segelyacht an dem Boot in Entfernung vorbei fuhren, dem Tauchlehrer es zwar schon schlecht ging, er aber noch grinsen und erzählen konnte, erfuhren wir, dass es sich bei diesem Boot um Görings Yacht, die Carin II, handelte. Die dort komplett restauriert und nach damals neuesten technischen Möglichkeiten umgebaut vor sich hin gammelte und einen Käufer suchte. Wir erinnern uns: für den letzten Umbau war Stern-Reporter Gerd Heidemann verantwortlich, der war kurzfristig mit einer nur kurzen Übergangszeit zu etwas viel Geld gekommen wegen zu falscher Hitler-Tagebücher. Dem deutschen Presseskandal überhaupt, 1983. Das Jahr des „Stern“ – auf sehr unterschiedlichen Niveaus.
Die Carin II, ca. 28 m lang, wurde Hermann Göring 1937 von der Deutschen Automobilindustrie nachträglich zu seiner Hochzeit geschenkt. Gebaut für mehr als eine Million Reichsmark auf der Hamburger Alsterbootswerft Heidtmann. Göring ließ das Schiff auf seine Frau Emmy registrieren, er wollte damit etwaigen Bestechungsvorwürfen vorbeugen. Auf dem Boot wurden nicht wenige Staatsgeschäfte gemacht und politische Entscheidungen getroffen, die Carin II war Görings persönliche Kommandoschaltzentrale. Im Krieg ging das Boot in Berlin-Gatow vor Anker, 1945 wurde es nach Mölln verlegt, wo die Engländer es beschlagnahmten und Prinzessin Elisabeth als Kriegstrophäe umgetauft auf „Royal Albert“ überreichten. Die benannte die ehemalige Carin II nach der Geburt ihres Sohnes „Prince Charles“ um, der auf ihr den einen und anderen Urlaub verbrachte.
1960 wollte Emmy Göring das Boot zurück und die Queen überließ es ihr. 1961 verkauft die Witwe Görings das Schiff an einen Druckereibesitzer für 33.000 Deutsche Mark, der verkaufte an Heidemann für 160.000 DM, der das Boot mit viel finanziellen Aufwand überholen lässt. (Hier ein Interview mit Heidemann über seine Geschichte mit der Carin II und den Plänen von Henry Nannen mit diesem Boot.) Als ihm das Geld ausging, verkaufte er die Carin II an Sandra Simpson und ihren ägyptischen Mann Mustafa für 270.000 DM,–. Seit 1993 versucht die mittlerweile verwitwete Simpson, die behauptet zu Zeiten des Kaufes gar nicht gewusst zu haben, wem das Boot einmal gehört hatte, die Carin II zu verkaufen. Ohne Erfolg. Und mit schlimmen Konsequenzen für das Boot, wenn ich mir dieses Foto angucke. Der Spiegel hat 2004 die Geschichte der Carin II weitergeschrieben. Ich weiß nicht, ob sie mittlerweile verkauft wurde. 2005 hat die Zeit einen langen Artikel über Simpson und ihre Geschichte mit dem Boot gedruckt, ein umfangreicher schöner Artikel, denn man ist teilweise gefühlt mit an Bord.
at 12:40 2 comments
Labels: creezy on tour, große weite welt, photography
„Zensursula, Indien, Microsoft und die Lüge in der Politik“, der Spiegelverfechter hat hierzu einen bemerkenswerten Artikel geschrieben in dem er hinterfragt, warum man und wer überhaupt so ein fundamentales Interesse an den Speeren hat – nicht nur von Politiker- sondern auch von Lobbyisten-Seite.
at 09:09 0 comments
Labels: blogfreaks, große weite welt
Sascha Lobo goes Lobby, Samstag um 18:05 auf Arte „Eine Politsafari auf den Spuren der Strippenzieher“
at 00:48 0 comments
Labels: blogfreaks
eine parallele Arbeitswelt entstanden ist. Was Trampolins mit Gemeinnützigkeit zu tun haben und wie die Bundesagentur für Arbeit den tariflichen Mindestlohn aushebelt. Warum man ein sechswöchiges Praktikum im Gemüseschnippelkurs absolvieren muss, bevor erst eine Eignungsfeststellung eines Menschen in die Akten aufgenommen werden kann.
Die sinnvollsten 30 Fernsehminuten, die ich seit langem von einem öffentlich rechtlichen Sender produziert gesehen habe. Die deutsche Politik hat es geschafft, dass Deutschland in kürzester Zeit im Lohnniveau mit China konkurrenzfähig geworden ist.
via ennomane
at 14:55 5 comments
Labels: große weite welt, vergangenes
sonnige Grüße von einer, die ausszog, den Drucker zu entern. Man ist bei den Vierbeinern sehr dankbar für die neue „ich liege da mal faul drauf rum“-Fläche, die der alte Drucker nicht bieten konnte. Nishia indes mit Sommerfell, der Brustteppich ist weg.
at 09:21 2 comments
Labels: tieffliegende fellträger
Jetzt. Hier. Bei Air Berlin werden einem die Schokoherzen nun einzeln in die Hand gedrückt, nix mehr mit „ich habe zwei Kinder zu Hause, darf ich?“ Heute keinen Playboy abgegriffen. Die Cosmopolitan, ich wollte heute Frau sein. Die Cosmo haben wir (sehr viel) früher gerne gelesen zu Hause, meine Mutter und ich. Heute habe ich sie gelesen und festgestellt, hätte ich Journalismus studiert und wäre ich für das verantwortlich, was dort geschrieben steht, dann wäre mir das peinlich. Dann lieber „Die Jagd“ oder „Der Angler“ lesen. Da lernt man wenigstens Praktisches. 'Nen Hirsch zerlegen oder so.
Bei Starbucks heute früh, weil zu früh am Flughafen, mir einen Kapitalistenkaffee gegönnt. Und einen warmen Blaubeermuffin. Ich habe es schon 5 Millionen Mal ins Netz geschrieben: Blaubeermuffins wurden nur für mich erfunden! Mindestens! Bei Starbucks am Flughafen gesessen mit dem Macbook gesurft und Blaubeermuffin essen. Die miese Nachricht dabei: um 07:15 Uhr morgens.
Mit Gundis Zámbó heute früh die Toilettenwarteschlange geteilt. Viel Dünn. Viel Blond. Viel Falsch Lang Blond. Viel Pink. Viel Solariumbraun. Viel Boutiquenchic. Viel Handyaktionismus. Viel Falsch. Nee, dann vielleicht doch lieber in Würde was älter werden, womöglich. Danke für die Anregung, Gundis! Aber ich habe auch nicht Deinen Job, werde nicht für's Aussehen bezahlt. Was auch praktisch ist.
Ich liebe es vom Flugzeug aus im Landeanflug Autobahnen zu beobachten und deren Zubringer. Das ist wie Minitrix alive ‘n kicking. Laster habe ich dann am liebsten. Oder von oben dann über Berlin S-Bahn-Schlangen im Miniformat gucken. Das kann mich sehr glücklich machen, habe ich heute wieder festgestellt. Bilder gucken. Miniaturen. Berliner Dachgärten gesehen, große Kunst das. So einen Dachgarten hätte ich auch gerne. Wo ist noch mal der Wunschzettel?
Wenn man morgens sehr früh im Sommer mit der Ringbahn Richtung Tegel fährt, dann halten alle Äpfel an den Apfelbäumen in den vielen Gärten an der S-Bahn-Strecke ihre Backen in die aufgehende Morgensonne. Dann weiß man, warum die eine Seite vom Apfel rot ist. Das zu sehen, ist romantisch. Wenn Sonne und Apfelbacke ein Stelldichein haben. Sehr.
Wenn die S-Bahn jetzt eh nicht fährt, könnten wir die doch komplett still legen und einen Tag lang alle die wild wachsenden jetzt reif werdenden Brombeeren auf den Gleisen pflücken. Dann könnten wir daraus Berliner Brombeermarmelade kochen, die nach Japan verschicken und für sehr teures Geld als Berliner Delikatesse verkaufen. Für das Geld könnten wir der S-Bahn neue Räder kaufen. Oder es einfach nur den Armen in der Stadt schenken.
Im Bus am Flughafen stieg vorhin eine Frau ein, vor der ich im ersten Moment dachte „keine Flugpassagierklientel“. Sie steckte dann ihr Sozial-Ticket weg. Später stieg sie zusammen mit mir aus und ich sah, was sie am Flughafen gemacht hatte: Pfandflaschen gesammelt.
Ich bin dafür, wir schenken ihr den Erlös der Berliner Brombeermarmelade. Ich weiß ja, wo sie zu finden ist. Wahrscheinlich täglich.
Heute einen sehr schönen Menschen kennen gelernt. Da war sehr viel Sympathie. Einfach so. Ein schöner Mensch, innen drinnen.
Auch heute einen Vorschlag gemacht. Der war naiv aber voller Logik. Aber Bürokratie und öffentliche Struktur verstehen Logik nicht. War ja klar. Aber ich mag es solche Vorschläge zu machen. Alle denken dann, die hat ja gaaaar keine Ahnung. Ich lasse sie in dem Glauben, denn ich habe wenigstens Hoffnung.
Gerade den Katzen Krabben in Salzlake spendiert, vorher auf Twitter gefragt, ob ich das jetzt mal tun soll. Ich kann mich über meine Follwer nicht beklagen. Gute Leute! Meine Katzen auch nicht.
Ein guter Tag irgendwie. Trotz des frühen Aufstehens.
at 20:53 6 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah, mein kiez
feat. Wolfgang Schäuble und Urusla von der Leyen auf netzpolitik.org,
at 04:37 0 comments
Labels: große weite welt, null-eins-null
der ist ja jetzt unter der Haube. Wieder. Obwohl nur zwei Ehen für einen Hollywood-Schauspieler sind ja eigentlich unterstes Niveau – auf sein Lebensalter hochgerechnet. Nachdem ich nun in einem Artikel viel über das junge Ehepaar gelesen habe und zur Kenntnis genommen habe, dass die neue Mrs. Redford hanseatische Malerin ist, habe ich nach der Dame im Weg gesucht (das nennt man heute „googlen“) Sibylle Szaggars und mir einen Teil ihrer Kunst angeguckt.
Fazit: sie malt Einzeller, schön bunt umgesetzt. Man nennt diese Form der Malerei abstrakte Malerei. Mit den Einzellern hat sie austellungstechnisch nach eigenen Angaben ihr Heimatland, aber auch Großbritannien, Peru, Japan, Singapur und natürlich die Vereinigten Staaten beglückt. Das finde ich sehr schön.
Frau Jekylla hatte soeben auf Twitter befunden, sie hätte für eine Ehe mit Robert Redford auch bunte Einzeller malen wollen. Das ist nur zu verständlich. Ich habe ihr nun empfohlen für Keanu Reeves zu malen, der kauft gerne viel moderne Kunst. Da geht vielleicht noch was. Und für wen würdet Ihr so malen? Zur Not auch bunte Einzeller?
at 16:00 3 comments
Labels: dies und das
Als ich nun den Mini-Imbusschlüssel zu Radreparaturwerkstatt brachte und den Jungs den Code verriet (die schon ganz aufgeregt waren und sagten, sie hätten es ja wirklich nicht aufbekommen – offensichtlich konnten sie DAS kaum glauben), sprach ich mit dem Mann vor Ort, der Ahnung hat, ein ernstes Wort über das eine und andere Phänomen, das das Rad neuerdings so aufzeigt und wir sprachen über die Gründe, warum es das tut und über die finanziellen Konsequenzen für mich, würde ich diese jetzt beheben lassen.
Das Problem ist, das hatte man mir schon letztes Jahr prophezeit (und zwar ziemlich genau auf den Tag für „in ein Jahr“ vorhergesehen), nämlich dass die gesamte Gangschaltungs-
konstruktion nach zehn Jahren Vielbetrieb nun hin ist. Diese komplett einer Erneuerung zuführen, sind 180-230,– Euro Instandsetzungskosten, mindestens. Hinzu kommt eine defekte Federung vorne, ein neuer Satttel, im Grunde das neue Laufrad hinten …
Wirklich bitter. Ist ja nicht, dass ich mich nicht mit dem Gedanken in letzter Zeit schon auseinander gesetzt hätte, die Addition aller Kosten nicht schon alleine vorgenommen hätte und wegen dem Resultat meine Augen hinsichtlich eines Nachfolgers aufgemacht hätte. Es aber dann doch noch mal in aller Konsequenz „Fahren Sie jetzt damit noch ein bisschen gemächlich ohne große Stunts“ von einem anderen zu hören, der Ahnung hat, das hat … weh getan. Das ist so, wie das heiß geliebte Auto nicht mehr durch den TÜV zu bekommen. (Meine Mutter fuhr nur solche Autos und bekam alle zwei bis vier Jahre die Diagnose. Ich kenne mich da aus.)
Ich entschied mich dann in der Konsequenz für die „günstigeren“ schweren unkaputtbaren Mäntel.
Und irgendwie bin ich sehr traurig, zehn Jahre. Zwei (für mich) recht kapitale Stürze … viele Kilometer, viel Spaß. Viel Zeit zusammen, auch im Winter. Tolle Touren. Ich kann mich an kein Rad erinnern, mit dem ich je soviel Spaß hatte und gefühlt so sehr eins war in meinem Leben – und auf dem ich mich so sicher und wohl fühlte.
Ich werde auch nie vergessen, wie ich damals in den Laden kam, wo es reduziert an der Seite stand und es bei mir Liebe auf den ersten Blick war, der Verkäufer mir alle Modelle im Laden zeigte und ich immer wieder zurück zu dem Bianchi kam, bis er dann endlich sagte, „ja, das ist auch ganz nett.“ und ich dem Verkäufer dann die Trekking-Reifen ausredete und wir dem Rad mit Crossbike-Reifen zu neuer urbaner Schönheit verhalfen. Damals auch der Kauf auch eine Belohnung und als Abschluss für eine sehr unschöne berufliche Zeit vorher.
Bitter!
at 09:22 8 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah