2011-04-30

Zum Schreien komisch!

Der Artikel bei der Zeit zum Thema Management und Frauenquote. „Frauenquote bedroht Männerkarrieren“ Untertitel (Achtung, jetzt keinen Kaffee im Mund haben:) Unternehmen verordnen sich freiwillig eine Frauenquote, ehe es das Gesetz tut. Nun droht vielen hoch qualifizierten Männern eine Diskriminierung.

Ich gehe dann mal lachen, ach, nee Jungs, für Euch weinen …

(Aus der Reihe: so unverhofft komisch!)

2011-04-26

Farewell liebes Tantchen!



Schön, dass es Dich in meinem Leben gab!

2011-04-24

So ein schöner Ostersonntag!

Freunde sind mit nix, aber auch wirklich mit gar nichts aufzuwiegen. Was für ein schöner Tag, von lieben Facebook-Eintragungen bis zum perfekten Sonntag mit Freunden im RealLife, ein unverhofft wunderschöner Tag!

Danke Euch allen! Und allen anderen wundervolle weitere Ostern Euch allen!

(Aus der Reihe: und 3 – drei! – sichtbare Citroën Déessen involviert, davon eine als Cabriolet (!!!) und eine Déesse-Geschichte vom Patenonkel!)

2011-04-20

In der freien Marktwirtschaft …

… ist das so, man wirft ein Produkt auf den Markt und sieht im Vorfeld zu, dass es bei aller Irrelevanz den Käufer genehm anspricht. Wenn das nicht funktioniert, bessert man nach. Man überlegt, guckt sich dann doch einmal die tatsächlichen Bedürfnisse der Kunden an und erkennt, wenn's gut läuft, die hausgemachten Fehler im Produktionsprozess!

Bei der CDU ist das so, sie wirft ein Produkt namens Bildungspaket auf den Markt, das völlig am tatsächlichen Bedürfnis der bedürftigen Kinder vorbei produziert wurde – was auch nie strittig war. Und wenn der Absatzmarkt sich nicht als so groß herausstellt, wie geglaubt, dann kommt die CDU nicht auf die Idee, vielleicht doch nur eine sozialpolitische Pleite produziert zu haben, die übrigens niemand ernsthaft – die CDU ausgenommen – jemals als solche nicht hintergefragt hatte. Nein, Selbstkritik, das geht nicht im Hause der Bundeskanzlerin, man tritt lieber nach. Möglichst verbal arrogant und dumm, denn anders weiß man sich ja nicht zu helfen in der eigenen Inkompetenz. Und ein CDU-Mitglied namens Frank Steffel ist sich nicht einmal zu einfach dabei, um sich als Politiker als von der tatsächlichen Situation der Empfänger überhaupt keine Ahnung habend, aber offensichtlich ständig Unterschichtenfernsehen guckend, zu outen.

Sie, Herr Steffel, machen Ihre Partei wieder einmal mehr unwählbar!

Haben Sie schon mal drüber nachgedacht, dass die Menschen Ihr Bildungspaket nicht annehmen, weil diese Menschen es nicht ernst nehmen können? Weil es nämlich den Kindern nicht hilft? Es Stigmatisierung genau gar nicht auflöst?

Ach … denken… Herr Steffel, ich weiß …

2011-04-18

re:publica XI – Fazit oder: mein großes Montagsloch

Grundsätzlich bin ich auch für mehr Darkrooms, Callboys und Huren auf der re:publica. Selbstredend für lau. Mehr Kaffeeautomaten mit löslichem Kaffee für 0,50 Cent, die können das besser als der Filterkaffee in der Kalkscheune. Ach ja, Kaffee ist Schnee von gestern, weil Kalkscheune wird's ja nicht mehr. Denkfehler: warum müssen wir überhaupt für den Kaffee noch zahlen? Ansonsten hätte ich gerne mehr Dope in die Frühstücksbeutel, die nun auch endlich kommen sollten! Und überhaupt Simultanübersetzer müssen her für's Geld, am Besten nicht nur Englisch-Deutsch, Deutsch-Englisch, Sanskrittransferierung würde unseren internationalen nationalen Status auch mehr Pfiff geben. Latein! Seit dem Schockwellenreiter gehört auch Latein auf die re:publica – live gedolmetscht. Bei dreitägigen Medizinkongressen für 1.500,— Euro Besuchergeld sind doch auch fünfgängige Menüs zwei Mal am Tag möglich, wieso eigentlich nicht auch auf der re:publica? (Für ein dreitägiges EarlyBird-Ticket von 56,— €?)

(Vorangegangener Kontext bezieht sich auf eine wahnsinnige re:publica-Kritik eines, sich als nicht englisch sprechenden selbsternannten Twitter-SEO's, die man nicht verlinken muss und deren Verfasser trotz aller unbedachter Häme nicht genug Mut hat, kritische Kommentare frei zuschalten, die er angeblich als Beleidigung zensiert. Mein Kommentar wurde auch nicht veröffentlicht, der allenfalls nur ironisch war aber an keiner Stelle beleidigend. Die gleiche Type freut sich dümmlich auf Twitter über Linkverkehr. Tsja, Schwanz hat man halt in der Hose – oder eben auch nicht. Hirn auch. Oder auch nicht.)



Meine persönlichen Highlights der re:publica XI:

Die vielen Leute im Real Life endlich überhaupt oder endlich wieder zu treffen. Große Freude. Mal mehr oder mal weniger lang. Immer zu kurz. Ich habe von vielen Seiten gehört, dass Leute zur re:publica kommen und keine Panels besuchen, sich nur in den Gängen mit Freunden treffen. Das beschreibt das Event wohl am Besten.

Panels



Habe ich dieses Jahr selbst vergeigt, mich meist in die falschen gesetzt. Auch davon geprägt, dass ich wegen der Überfüllung die kleineren Workshopräume nach dem ersten Tag komplett aus der Planung gestrichen hatte. Aber das wird nächstes Jahr besser, wenn es räumlich größer wird, denn die spannendsten Panels finden einfach dort statt. Dort passiert noch die Websubkultur! Tendenziell fand ich die Panels deutlich weniger lustig als in früheren Jahren. Ich weiß auch, woran es liegt. Aber die Diskussion zu führen, bringt wenig Punkte mit den 30 Prozent. Highlights waren für mich, klar, JoJo alias Johannes Kretzschmarr, alias beettlebum. Bin lange Fan von ihm, seinem Blog, seinem Humor. Menschlich hat er völlig überzeugt, inhaltlich auch. Beste Powerpoint-Präsentation ever! I heart you!



Sascha Lobo mit dem zweiten Teil seiner hoffentlich werdenden Troll-Triologie, die ich mir irgendwann im ZDF im Abendprogramm verfilmt wünsche. Untertitelt! Bevor er aber trollsachlich wurde, hat er der lieben Internetgemeinde, der lieben insbesondere auf ihn kritisch reagierenden Internetgemeinde, sehr eloquent die Hosen strammgezogen. Mehr als anbieten, die Programmierung des Firefox-deleate-den-Lobo-PlugIn zu finanzieren, kann er nicht. Haben seine Kritiker, die mit Sicherzeit zu Hauf im vollen Friedrichstadtpalast saßen, nicht verstanden. Ich war die Einzige, die geklatscht hatte. Es tut mir leid, ich will Sascha Lobo nicht scheiße finden – ich lerne jedes Mal von dem Mann, wenn ich ihn sehe. Und ja, er wird auch jedes Mal besser. Und seine Standpunkte zur ewig um sich selbst kreisenden kleinen Internet-Galaxie waren völlig zur Recht formuliert! (Wird im Nachgang erstaunlich wenig darüber gebloggt, mochten sie wolle alle nicht so, die Realität in Worte gegossen.) Freue mich auf sein Troll-Buch! Das kann gar nicht nicht kommen …

Den Vortrag von Tim Pritlove, Podcasts und Radio als Werkzeug für Öffentlichkeitsarbeit, fand ich sehr inspirierend. Ich habe hier seit ein paar Monaten (schäme mich sehr) eine supergrandiose AKG USB-Microphone-Spende hier liegen. Da kommt noch was.

Irgendwie sehr schräg (aus meines hohen Alters Sicht) und dennoch sympathisch der Vortrag vom Diaspora-Gründer Maxwell Salzberg. Der hat nicht diesen üblichen „wie geil bin ich, wie geil ist mein Produkt, hatte ich erwähnt wie geil ich bin?!“-Vortrag gehalten, sondern er dozierte ein wenig über Lebenserfahrung und „How to do it“. Das hatte ein bisschen was von Lebenshilfe. Unerwartet von so einem jungen Kerl. Aber charmant.

Highlight natürlich Blogger_innen im Gespräch, mit u.a. Julia Probst. Wenn man aus einem Panel geht und hat was gelernt und noch ein bisschen lachen dürfen, dann ist alles gut. Fremdschämen nach wie vor für die nerdcore-Geschichte. Wird auch nicht besser, wenn man René Walter dazu reden hört. Katrin Rönicke hatte zu wenig Zeit, Gutjahr war etwas zu glatt – aber alles in allem sind das meine liebsten Panels auf der re:publica, einfach nur mal Blogger reden hören. Guter Jahresrückblick, danke!



Mein Eindruck der Twitterlesung vom letzten Jahr war, dass ein Haufen im Lesen unbegabter sicherlich großartige Blogger/Twitterer Tweets vorlesen mit dem fast schon peinlichen Bemühen, keine Pointen setzen zu wollen. Da die aber eh alle nur denselben Twitterern folgen, wurden nur Tweets von immer denselben Twitterern vorgelesen, denen man ja selber sowieso folgt, weil wir ihnen alle folgen, man die Tweets also kennt und von den bekannten Twitterern dann auch 50 Prozent auf der Bühne standen, um ihre eigenen Tweets vorzulesen, fand ich das wenig ergiebig. Kurz: Twitterlesungen muss ich nicht haben. Tweets sind was für's Netz.



Bin dann dieses Jahr zur Royalen Revue II vom GT-Team gegangen und das war auch gut so. Da gab es Freibier, das ich eh nicht trinke, lustige Masken, liebevoll gepackte Bingotüten … und eben Bingo.





Wir hörten „White Christmas“ von Till Brönner, Abba und lustige Karnevalslieder. Es war alles völlig sinnlos, meschugge und sehr schön lustig! Danke an Nilzenburger und Hermsfarm für den Quatsch!



Natürlich (m)ein must have das Rentner-Blogger-Panel am Freitag „10 Jahre Blogs in Deutschland“ mit Don Dahlmann, Anke Gröner, Schockwellenreiter und ix. Unterhaltsam, und ja, mein Leben hat das Bloggen auch deutlich verändert und sehr viel schöner gemacht. Wünsche mir nur mal, den Don nicht immer als Moderator bei so etwas zu erleben, sondern auch als Befragter.

Ich war in diversen anderen Panels, die keine besondere Erwähnung finden müssen. Teilweise weil inhaltlich banal, teilweise weil sehr ärgerlich präsentiert. Wer kein Bock auf die Präsentation seines Panels hat, sollte es nicht halten. Aber wie gesagt, meine eigene Schuld, weil meine Wahl! Alles schön gemacht, noch schöner, noch viel bunter und besser, hatte mal wieder die großartige Abschlussveranstaltung von Johnny Haeusler. Ich finde doch, wir sollten nächstes Jahr noch mal singen und endlich den Longplayer einspielen! Und warum zum Henker gibt dem nicht mal endlich einer 'ne TV-Show?

Und zum Schluss: ich erlebe seit der re:publica 2008 das Vordringen und immer stärker aktive Partizipieren von Frauen und Feministinnen auf der re:publica. Das sehe ich mit sehr großem Wohlwollen. Ich sehe nicht mehr mit Wohlwollen, warum grundsätzlich am Ende der re:publica es um die Feministinnen immer eine – aus meiner Sicht – selbstinszenierte riesige Nachwelle geben muss. Leider bleibt aus meiner Sicht mehr Ärger als Freude. Ich habe für mich die Entscheidung geschlossen, als Frau, wohl auch als feministisch denkende Frau, auf der nächsten re:publica diese Panels auszulassen. Ich mag nicht mehr! Und das hat nichts damit zu tun, dass Feminismus auf der re:publica nicht erwünscht ist. Das hat gewaltig damit zu tun, wie Feminismus auf der re:publica präsentiert wird. Soweit ich weiß, sollen die Panels am Freitag alle sehr gut gewesen sein. Aber zu dem Zeitpunkt war bei mir bereits Schluss mit lustig.

Danke!

Nu wirklich schlussendlich aber ein herzliches Dankeschön an alle, die die dicke Webgöre re:publica XI geschultert haben, organisiert haben, dort vor Ort immer freundlich und umsichtig gearbeitet haben, mitgemacht haben, da waren. Ihr seid toll! Alle! Nur der Kaffee nicht!

Besser ist das Desaster Bildungspaket

kaum beschrieben worden, wie heute in dem Artikel von Wolfgang Lieb auf den NachDenkSeiten „Was zu erwarten war: Das Bürokratiemonster Bildungspaket floppt.“ Alleine, wenn man überlegt, wie wenig Geld im Grunde für die Kinder bereit gestellt wird, wie viel der Verwaltungsaufwand davon schluckt … es ist erbärmlich!

Edit: Der Gastbeitrag „Hartz IV – War da nicht mal was?“ von Dieter Carstensen zum gleichen Thema beim Spiegelverfechter ist ebenso empfehlens- wie lesenswert!

Logische Frage …



(Und meiner Meinung nach, der Kernpunkt, warum dieses Land in die Binsen geht.)

Neues Zuhause für drei reizende Maine Coons gesucht!

Frau Ninedragons muss aufgrund einer Katzenhaarallergie ihre drei sehr bezaubernden Maine Coon-Katzen abgeben. Wer echtes Interesse hat, hier gibt es Fotos und weitere Infos zu jeder einzelnen von ihnen.

2011-04-17

Der lustigste Moment der re:publica X,

der auf der re:public XI, meiner Wahrnehmung nach, am häufigsten von den Teilnehmern angesprochene Moment war, ist dieser hier gewesen:

(Kurze Erklärung, hinter dem weißen Quadrat krault sich einer seine nackigen Fortpflanzungsorgane …)



Chatroulette, gibt es das eigentlich noch?

Liebe Männer!

Falls Ihr die nächsten Tage Klamotten einkaufen geht oder dazu von Euren Liebsten gezwungen werdet, denkt bitte daran: das Land braucht viel mehr schöne Männerkörper in quergestreiften Matrosenshirts.

Ehrlich! Wirklich! Ganz bestimmt!

(Aus der Reihe: ich kann auch ganz uneigennützig bloggen.)

Edit: Der Herr Exit hat sehr uneigennützig diesen hübschen Matrosen-Link geschickt!

2011-04-16

Julia Probst

die Bloggerin von Mein Augenschmaus auf der re:publica endlich persönlich zu treffen, war eine meiner größten Freuden. Ich erlebe sie seit einiger Zeit online und ich genieße sehr ihre Art, ihr Engagement und all das Fachwissen, was sie mir über Gehörlose und viele Aspekte, die in dieser Gesellschaft für Menschen mit Behinderungen – im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ländern – sehr schief laufen, vermittelt! Ihre Vorfreude auf twitter mit zu erleben, in diesem Jahr auf einem Panel im Friedrichstadtpalast sprechen zu dürfen, hat mir viel Freude gemacht. Auch, weil sie mich damit wieder daran erinnert hat, wie sehr besonders die re:publica für uns Teilnehmer ist, denn sie ist in der Hauptsache eine menschliche Veranstaltung. Ich könnte noch sehr viel mehr dazu schreiben, aber da die Christiane Link auf ihrem Blog Behindertenparkplatz das schon sehr ausführlich und in meiner Wahrnehmung Julias Auftritt wie mit meinen Augen gesehen geschildert getan hat, lest doch jetzt bitte bei ihr weiter … Julia hat auf alle Fälle in den letzten drei Tagen ein paar Berge versetzt in den Köpfen ihrer Zuhörer und Mitleser!

Ich freue mich auch sehr, dass Christiane im Vergleich zu den Vorjahren über eine offensichtliche Verbesserung im Umgang mit Menschen mit Handicaps auf der re:publica berichten kann. Das sollte anderen Mut machen beim nächsten Mal dabei zu sein!

Die umfassendste Blogberichterstattung …

und Linksammlung zur re:publica XI findet Ihr bei Frau Elise in ihrem Blog offensichtlich!

2011-04-15

Leave me alone grrls!

Gestern auf der re:publica 11 typischer Feministenhabitus. Ich gönne mir das Panel „How Feminist Digital Activism Is Like The Clitoris“ von Jaclyn Friedman gehalten. Die amerikanischen Feministinnen haben ja, im Gegensatz zu ihren deutschen Kolleginnen, kapiert wie man die Themen des Feminismus allgeschlechtlich interessant aufbereitet: mit Sex. Amerikanische Feministinnen haben auch im Gegensatz zu den meisten deutschen Feministinnen überhaupt kein Problem damit, sich als das zu präsentieren, was sie sind: powervolle, attraktive Frauen, die sich und ihren Körper mögen. So ist man in den Panels der US-Speakerinnen bei der re:publica immer auf der sicheren Seite. Die Panels sind sehr unterhaltsam, vor allem weil nicht nur vom Opferstatus gesprochen wird, sondern wie was man tut, damit die Welt aus feministischer Sicht schöner wird und als Mann hat man Spaß, wie auch als Frau, kann man sich an Rundungen und HighHeels der sprechenden Protagonistinnen erfreuen. Das Auge isst mit.

Das Panel war informativ; Jaclyn kann ihre Standpunkte enthusiastisch und klug verkaufen, ohne viel Betroffenheit abzufordern. Das Panell war aus meiner Sicht bei weitem keine Nulllösung, wie die im Vergleich von einigen anderen Frauen zum gleichen Thema von ihren deutschen Kolleginnen gehalten, die mich ehrlich geärgert haben, weil sie ihr Geld nicht wert waren. Langsam muss man nämlich sich auch als Speaker vor Augen halten, dass die re:publica professioneller wird und Firmenkunden für schlechte Panels ihre Ticketgeldausgabe auch hinterfragen. Die Redner haben mittlerweile eine Verantwortung, ist so! Kurz, meiner Meinung nach stimmt das Thema sicherlich, aber es wird von den Aktivistinnen denkbar schlecht verkauft.

Was sich im Panel zeigte, jedoch kein echtes Problem war, die Audienz hatte nicht den gleichen Humor wie Jaclyn. Das war nicht besonders schwer, weil sie einfach Dinge lustig fand, die nicht besonders lustig waren. Sie hat halt mehr diesen Jungmädchenhumor, den US-Amerikannerinnen gerne haben. Darüber lachen vielleicht amerikanische Feministinnen, vielleicht auch ein paar deutsche. Und ich – ich kann ja nicht für andere sprechen – empfand ihre Witze als bemüht. Ihr fiel natürlich auch auf, dass keiner mit ihr lachen wollte. Gleichfalls irritierte sie, wenn man dann an anderer Stelle lachte, vereinzelt, im Publikum. Das einzige Problem im Panel war: sie macht das ein bisschen zu oft zum Thema. Wäre nicht nötig gewesen, aber geschenkt.

Meine persönliche Krönung war, als dann später bei den Q&A's die erste Fragestellerin aus der bekannten Blogger-Feministinnen-Reihe aufstand und sich erdreistete, sich für unseren „europäischen“ Humor allen Ernstes bei der Frau zu entschuldigen. WTF? Hör mal, Mädel, mein Humor ist okay, der ist unantastbar. Und niemand, niemand entschuldigt sich fremd für meinen exquisiten Humor. Was sollte das denn?

Solange Ihr nicht aufhört Euren Feminismus über Opferdasein zu definieren und Ihr in der Folge auch noch als Opfer glaubt, Euch für irgendwas entschuldigen zu müssen: please leave me alone mit Eurem Geheule! Wenn Ihr für Anliegen für Frauen kämpfen wollt, übernehmt Ihr eine Verantwortung. Und ich muss es in aller Härte sagen: die Allermeisten von Euch werden dieser Verantwortung gar nicht oder nur sehr schlecht gerecht! Das ist mein bisheriges Fazit der re:publica 11. Verkauft Euch endlich als starke Frauen mit einer Message und mit Fachkompetenz. Nicht als Heulsusen. Und entschuldigt Euch nicht, wenn es rein gar nichts zu entschuldigen gibt! Vor allem nicht für Euch völlig fremde Menschen! Das nenne ich allenfalls übergriffig!

Johnny Haeusler stellt auf der re:publica 11 …

einen Kasten Bier für alle auf die Bühne der Kalkscheune:







6 Sekunden!

Der kleinen creezy

ist heute übrigens die kleine Fußballwelt zusammen gekracht. *padauz*

(Aus der Reihe: Mensch Stani!)

2011-04-14

re:publica 2011

Der erste Tag gestern war sehr verhalten, inhaltlich. Gelegentlich habe ich mich über die inhaltliche Qualität oder Vortragsmentalität dann doch sehr geärgert! Die re:publica 2011 ist voll – sehr voll. Die vielen Gesichter wieder zu sehen, nach einem Jahr Abstinenz, ist wunderschön! Und selbst, wenn das Netz auf der re:publica mal wirklich laufen würde: im Grund müsste man dann erst Recht den Stecker ziehen. Ohne „Netz geht nicht! ist das nur die halbe …blica.

2011-04-13

Spenden für Kesennuma

Shoko Kono kennen meine Blogleser schon als meine Kochlehrerin für die japanische Küche und ich kenne sie als sehr reizenden Menschen. Sie hat zusammen mit dem SlowFood Convinium Berlin eine Spendenaktion für Japan organisiert. Shoko wird selber dafür sorgen, dass das Geld in Japan dort ankommt, wo es benötigt wird!

Im Rahmen der Aktion wird heute um 19:00 Uhr auf dem Berliner Hauptbahnhof in der Austernbar ein Flying Buffett serviert – von Shoko Kono zubereitet! Wer nicht kommen kann, genießen kann, kann Shokos Aktion gerne mit einer Spende unterstützen, weitere Informationen und Kontodaten findet Ihr auf der Homepage: Spenden für Kesennuma.

2011-04-09

Mauerbewegung



Nicht immer bin ich mir sicher, ob die Auseinandersetzung mit den Denkmälern dieser besondere Stadtgeschichte zu meinem persönlichen Erlebnissen passt.

2011-04-08

Auf den Punkt!

„Auf zwei Leute, die sich Ideen ausdenken, kommen gefühlt zweihundert, die dafür zuständig sind, sie zu verhindern.“

So beschreibt Niggemeier unter anderem seine berufliche Erfahrung beim diesjährigen Echo. Ich finde den Satz bemerkenswert, weil er für mich genau das Gefühl wieder spiegelt, mit dem ich die Entwicklung von Deutschland auf den allerhöchsten Ebenen derzeit beschreiben wollte. Es wird an den richtigen Stellen nicht mehr überlegt, mit welchen Ideen man dieses Land voran bringen kann – vielleicht auch getrieben von einer Verantwortung für das Volk – es wird nur noch der-/diejenige mit den sehr guten Ideen negiert, um ihn/sie zu boykottieren, weil positive Weiterentwicklung nicht mehr gewünscht ist. Das ist für mich die Welt der BWLer und Controller, der schlechten Juristen, der keine Ahnung von ihren Ressorts habenden Politikern. Die Welt dieser boykottierenden überbezahlten menschlichen Nulllösungen.

Die Viecher …

sind allgegenwärtig. Langsam bis sehr sicher glaube ich nicht mehr, dass Katzen harmlose Wesen sind.



(Aus der Reihe: Weltherrschaft und so …)

2011-04-06

Der lustige Mann

hier im Internet-Café hat einen Zettel am Eingang hängen. "Ich muss nur mal gaaaaaanz kurz ins Internet kostet auch 50 Cent". Habe ich natürlich heute sofort korrekt das "gaaaaaanz" betont, meinte er nur trocken, "dass ich an Ihnen nix verdiene, war mir sofort klar!" Na gut, langsam mag ich das Leben gut leiden, ohne an der ewigen Web-Dose zu hängen. Überlege schon die re:publica ohne mich stattfinden zu lassen und als Öko-Bäuerin anzuheuern. Oder so.

Hach, ich hab's nicht leicht! Und Ihr so?

2011-04-05

Das Internet-Router-Dingens

ist kaputt und die Post hat noch keinen Neuen gebracht. Also lerne ich Internet-Cafés kennen, lerne wie Orthopypografie auf PCs wirklich geht (geht!), finde Windows doof, und der gewonnene Zeitgewinn von "kein Internet zu Hause" hat mich sogar die Fenster putzen lassen. So früh im Jahr war ich noch nie damit durch …

Guckt Euch bitte unbedingt "Der Name der Leute" an, so ein kleiner, liebevoller, lustiger, smarter Film! War ein großes Geschenk gestern für meine kleine Filmseele. Und so schön französisch!

Bis die Tage, ich komme wieder, keine Frage!

2011-04-01

Im Bauhaus

Der kleine schwarze Fernseher quäkt:

„Nein, dieser Tischfeuerlöscher ist nicht nur funktionsstark.
Dieser Tischfeuerlöscher ist auch formschön.
So ist Ihr Tischfeuerlöscher ein attraktiver Partner während Ihres Grillabends!“