2011-04-09

Mauerbewegung



Nicht immer bin ich mir sicher, ob die Auseinandersetzung mit den Denkmälern dieser besondere Stadtgeschichte zu meinem persönlichen Erlebnissen passt.

2011-04-08

Auf den Punkt!

„Auf zwei Leute, die sich Ideen ausdenken, kommen gefühlt zweihundert, die dafür zuständig sind, sie zu verhindern.“

So beschreibt Niggemeier unter anderem seine berufliche Erfahrung beim diesjährigen Echo. Ich finde den Satz bemerkenswert, weil er für mich genau das Gefühl wieder spiegelt, mit dem ich die Entwicklung von Deutschland auf den allerhöchsten Ebenen derzeit beschreiben wollte. Es wird an den richtigen Stellen nicht mehr überlegt, mit welchen Ideen man dieses Land voran bringen kann – vielleicht auch getrieben von einer Verantwortung für das Volk – es wird nur noch der-/diejenige mit den sehr guten Ideen negiert, um ihn/sie zu boykottieren, weil positive Weiterentwicklung nicht mehr gewünscht ist. Das ist für mich die Welt der BWLer und Controller, der schlechten Juristen, der keine Ahnung von ihren Ressorts habenden Politikern. Die Welt dieser boykottierenden überbezahlten menschlichen Nulllösungen.

Die Viecher …

sind allgegenwärtig. Langsam bis sehr sicher glaube ich nicht mehr, dass Katzen harmlose Wesen sind.



(Aus der Reihe: Weltherrschaft und so …)

2011-04-06

Der lustige Mann

hier im Internet-Café hat einen Zettel am Eingang hängen. "Ich muss nur mal gaaaaaanz kurz ins Internet kostet auch 50 Cent". Habe ich natürlich heute sofort korrekt das "gaaaaaanz" betont, meinte er nur trocken, "dass ich an Ihnen nix verdiene, war mir sofort klar!" Na gut, langsam mag ich das Leben gut leiden, ohne an der ewigen Web-Dose zu hängen. Überlege schon die re:publica ohne mich stattfinden zu lassen und als Öko-Bäuerin anzuheuern. Oder so.

Hach, ich hab's nicht leicht! Und Ihr so?

2011-04-05

Das Internet-Router-Dingens

ist kaputt und die Post hat noch keinen Neuen gebracht. Also lerne ich Internet-Cafés kennen, lerne wie Orthopypografie auf PCs wirklich geht (geht!), finde Windows doof, und der gewonnene Zeitgewinn von "kein Internet zu Hause" hat mich sogar die Fenster putzen lassen. So früh im Jahr war ich noch nie damit durch …

Guckt Euch bitte unbedingt "Der Name der Leute" an, so ein kleiner, liebevoller, lustiger, smarter Film! War ein großes Geschenk gestern für meine kleine Filmseele. Und so schön französisch!

Bis die Tage, ich komme wieder, keine Frage!

2011-04-01

Im Bauhaus

Der kleine schwarze Fernseher quäkt:

„Nein, dieser Tischfeuerlöscher ist nicht nur funktionsstark.
Dieser Tischfeuerlöscher ist auch formschön.
So ist Ihr Tischfeuerlöscher ein attraktiver Partner während Ihres Grillabends!“

2011-03-31

Michael Stipe

„Er trinkt einen Schluck Wasser – das ist seine erste Gefühlsregung.“

Sehr schönes Interview der Zeit: „99 Fragen an Michael Stipe“, Sänger von REM über Berlin, Mode und Kunst.

2011-03-30

Piratenpartei bietet Journalisten Unterstützung an

Habt Ihr ja sicherlich mitbekommen, der Ärger der Hauptstadtjournalisten, darüber dass sich Informationswege neuzeitlich bewegen bis ändern. Die Piratenpartei ist aber nicht so, sie haute heute folgende Pressemeldung (nicht nur via Twitter) raus: Die Piratenpartei Deutschland wird in Kürze interessierten Journalisten Einführungsveranstaltungen für den Kurznachrichtendienst Twitter anbieten, damit dieser möglichst effizient für die Arbeit genutzt werden kann.

Das finde ich gut so, denn Twitter ist wahrlich kein leichtes Medium.

2011-03-28

Hach!

Heute vier Stunden Gassi gewesen. Es ist so formidabel drei Katzen zu haben und um die Ecke zwei Hunde wohnen zu haben, auf die man immer zurückgreifen kann.

(Aus der Reihe: kann ich supergut leiden!)

Merde alors!

2011-03-27

Demo-Impressionen Berlin, 26.03.2011

























(Alle Bilder Canon ix 90)

2011-03-25

Echo 2011

Man hätte gestern bei der Echo-Verleihung die Namen der 21 Opfer vorlesen können, die bei der Loveparade in Duisburg letztes Jahr gestorben waren, nur weil sie Musik leben wollten. Man hätte auch über das Tragen von Verantwortung sprechen können. Die drei Namen derer, die prestige- und geldgeil genug waren, diese jungen Menschen in den Tod zu schicken, aber bis heute nicht so viel Hintern in der Hose hatten, um eine Verantwortung eigenständig zu übernehmen, hätte man dort ebenfalls nennen können.

Sozialkritik ist wohl nicht mehr. Im Musikbusiness.

(Ja, den lächerlich kurzen Einspieler mittenmang der üblichen Farewell-Besprechungen habe ich mitbekommen. Nur: meine Priorität sortiert Duisburg deutlich vor das Ableben eines sehr hochbetagten Musikers, so sehr ich Peter Alexander auch schätzte.)

Verreisen!

Okay, mich kriegt man mit Reiseberichten. Immer. Mich kann man auch zu Urlaubfotoangucksessions einladen. Immer. Egal wie lang. Ich mag das. Das ist für mich, wie auch verreisen. Stehe ich drauf! Daher empfehle ich:

Don Dahlmann war eine Woche in Shanghai und hat Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4, Tag 5, Tag 6, Tag 7 beschrieben.

Der Grillmaster2000 war die letzten Tage in San Francisco auf dem 40. ICANN-Meeting: Japaner im Fahrstuhl, Wendy-die-häwit, .xxx, I'm already sweet!,

Heute ist equal pay day!

Ich habe mich aus der Frauenquote-Diskussion weitestgehend raus gehalten, weil ich finde, Jobs sollten nach Qualifikation besetzt werden und danach, ob ein Bewerber ins Unternehmen passt. In Branchen, in denen Frauen längst nicht interessiert daran sind, dort zu arbeiten, erschließt sich mir nicht die Logik. Warum sollte ein Unternehmen bei männlichem Überhangmandat aus Quotengründen auf Frauen setzen, die sich möglicherweise gar nicht bewerben? Ich möchte es keiner Frau zumuten, in irgendeinem Unternehmen bloß die „Quotenfrau“ zu sein. Der Punkt ist der: wo Frauen nicht erwünscht sind, sind sie nicht erwünscht. Und es gibt Wichtigeres im Leben einer Frau, als hier die Dressurqueen für altmodisch denkende Vorstände zu geben, die es nicht kapieren wollen. Da vertraue ich auf den Generationswechsel. In meinem Umfeld erlebe ich die meisten Arbeitgeber diesbezüglich als offen und völlig emanzipiert: ist eine Frau die beste Kandidatin, wird die Stelle mit ihr besetzt. Und gut ist.

Viel wichtiger fände ich es, Unternehmen auf die Finger zu hauen in denen der größere Teil der Angestellten, die für das Unternehmen mit Minijobs abgespeist werden, Frauen sind. Frauenarmut, vor allem Frauenarmut bei arbeitenden Frauen, ist mir heute in diesem Land ein immer noch viel zu leise diskutiertes Thema.

Das Thema ist generell so komplex, darüber ließen sich Bücher schreiben. Aber in der Kürze schließt sich der Kreis zum heutigen equal pay day, der darauf aufmerksam macht, dass Frauen heute noch im Durchschnitt für die gleiche Arbeit und Funktion in einem Unternehmen 23 % weniger Gehalt erhält, als ihre männlichen Kollegen. Aus diesem Grund wäre ich sofort für das schwedische Modell: Transparenz – auch bei den Einnahmen.

2011-03-24

Unser Bundespräsident Wulff hat …

… glaube ich, einen prima Hang zur Ironie. Oder ich verwechsle da was, und die blinden Fußballspieler Deutschlands sind das schwarzhumorigste Volk direkt noch vor Max Goldt.

Erst streicht er als Ministerpräsident in Niedersachsen 2005 den Blinden das Blindengeld. Ersatzlos.
2011 übernimmt er die Schirmherrschaft für Blindenfußball.

Hab‘ ‘nen prima Plan fürs Wochenende!

Lotto spielen.
Im Lotto gewinnen.
Haus kaufen.

Schenkelklopfer

Unendliche Weiten. Wir schreiben den 24. März 2011. Deutsche Politiker erklären mehrfach im Deutschen Bundestag, Atomkraft sei sicher.

Weiß zufällig einer was von Marihuana-Kolonien auf dem Dach vom Kanzleramt?

2011-03-23

In keinem Nachruf einer deutschen Zeitung

zum Tode von Elizabeth Taylor konnte ich bisher lesen, dass sie seit 2000 immerhin Dame (Commander) Elizabeth Taylor war. Und als gebürtige Engländerin führte sie den Titel auch. Vor ihrem Namen, wie sich das gehört.

Was soll ich eigentlich aus dieser Rechtsprechung lernen?

Dass ein Vergewaltigungsopfer künftig besser die Täter selber direkt richtet?

(Aus der Reihe: ist mir übel!)

Geschenke!

Das HTML 5-Handbuch von Stefan Münz steht nunmehr online zum Lesen zur allgemeinen Verfügung.