2013-01-08

Fragen Sie nicht!

Shiina ist per se nicht allzu leicht von kuscheligen Plätzen beeindruckt. Sie benutzt Fensterkissen gerne, um sich daran mit den Vorderpfoten aufzustützen, liegt sonst aber lieber mit dem restlichen Körper etwas härter.

Auf weichen Plätzen liegt sie nur dann, wenn Nishia vorher dort gelegen hat. Shiina kann Nishia nämlich nicht leiden (also eigentlich ja doch aber sie sind sich momentan noch in ihrer sehr großen Ähnlichkeit sehr unentschieden. Wir arbeiten daran, das heißt, ich bekomme graue Haare.) Dennoch findet sie alles gut und richtig und für sie wie gemacht, hat nur Nishia vorher darauf gelegen und sie tut es ihr umgehend gleich. (Die Katzen sehen sich momentan nicht, muss man dazu schreiben.)

Sich nicht sehen, weil man sich nicht leiden kann und ständig jagen muss, aber dennoch alles gerne gemeinsam tun wollen und sich sehr ähnlich verhalten, das können sie ganz wunderbar.

Das geht nun soweit, dass Nishias Liebe zu allem, was hier handwerklich geschieht oder eine solche Bedeutung hat, von Shiina auf eine interessante Art fortgeführt wird. Wir führen also seit gestern das Bohrmaschinen-Sofa im Angebot.



Selbstverständlich mit wunderschönem „Bauarbeiter arbeiten ja eh nie”-Symbolbild.

2013-01-05

Heidewitschka

Also, ich kümmere mich seit einer Woche um Nachbars Katze. Eine hübsche, weiße, gehörlose Mieze aus dem Tierheim. Zog wenige Wochen vor Shiina direkt mir gegenüber ein. (Was irrsinnig praktisch ist, katzenliebe Nachbarn direkt gegenüber zu haben, finde ich.) Im vierten OG wohnt auch eine Katze. Gutes Katzenkarma hat das Haus, finde ich!

Gut, ich passe also auf Paulinchen auf und gucke daher dort gelegentlich eine Sendung im Fernsehen, damit sie ihre Streicheleinheiten bekommt. Neulich fiel mir eine Tüte Erdnussflips in die Hand, ich hatte Lust darauf und habe sie geöffnet. Und bin heute losgezogen für Ersatz zu sorgen.

So stand ich vorhin vor einer Tüte Erdnussflips für € 1,89 –. Und zwar die „Günstigmarke” von Bahlsen, die beim Discounter verkauft wird.

€ 1,89

Ich musste das eben in Deutsche Mark umrechnen, wirklich. Ging nicht anders, ich musste das tun:

Es sind umgerechnet in DM 3,70. Für eine Tüte Erdnussflips. Bei einem Discounter.

Noch Fragen?

Rauch

Ich stehe neulich in der Drogerie an der Kasse und eine Horde junger Teenies kauft vor mir jeweils einzeln Cola und sonstige Drogen, wie zum Beispiel Zigaretten ein. Sie rauchen offensichtlich Marken, die mittlerweile mit und ohne „Zusätze” erhältlich sind. Die Verkäuferin fragt jedes Mal „mit oder ohne Zusätze?” Fast alle gesundheitsbewussten Teenies antwortetn „ohne”.

Laut EU-Verordnung sollen künftig Beimengungen von Vitaminen, Koffein, Taurin oder Farbstoffen in Zigarettentabak verboten sein, Menthol steht wohl auch hart auf der Kippe.

Nun finde ich ja Vitamine in Zigaretten zum Schreien komisch. Ehrlich. Und dass Menschen, die rauchen, jetzt darauf achten möglicherweise ihrer Gesundheit Schaden zufügende Zusatzstoffe nicht mehr rauchen zu wollen, ist der Knaller des Jahren. Für mich. Jetzt schon.

Disclosure: Obwohl ich einen wundervollen Biologielehrer, Herrn Huth, hatte, der uns Schüler wirklich umsichtig und professionell vor dem Rauchen gewarnt hatte, habe ich, aus einem Raucherelternhaus kommend, zwischen meinem 16-19 Lebensjahr geraucht – und zwar das härteste Zeug in schön designter Packung, das es gab.

Aufgehört habe ich damit als ich in meiner ersten eigenen Wohnung, noch in der Ausbildung, wieder ein Kätzchen haben wollte und mich aus rein finanziellen Gründen zwischen Zigarettenpackung oder Whiskas entscheiden musste. Damals macht das Katzenfutter das Rennen.

Als mein Vater kurz danach mit 47 Jahren binnen einen halben Jahres an den Folgen seiner Lungenkrebserkrankung verstarb, nach 20 Jahren 1-2 Packungen Roth-Händle am Tag, habe ich das als Zeichen verstanden und mit dem Rauchen auch nicht nicht mehr angefangen. Könnte ich mir eine Krebserkrankung aussuchen, würde ich eine wählen wollen, die mir ergänzend zum Schmerz nicht auch noch die Luft abschneidet. Langsam zu ersticken ist scheiße. Dabei zusehen zu müssen übrigens auch. Mir ist klar, dass auch Nichtraucher an Lungenkrebs erkranken können.

Aber so tun als könne man gesundheitsbewusst rauchen, ist der komplette Irrsinn und zeugt deutlich von der Schwachsinnigkeit, an der diese Gesellschaft zunehmend krankt.

2013-01-03

Projekt Nähen

Mein Ex-Freund brachte heute Omas Pfaff-Nähmschine rum. Das Stück Erbe von ihr. Die war bei ihm, weil er in unserer Beziehung meine Kleider enger nähte. Er konnte das. Ich nicht.

Morgen baue ich sie auf und dann werde ich mich wieder ganz klein fühlen, hoffentlich ist der Geruch von Omas Wohnung auch anwesend. Und überhaupt … ich habe noch ihre Knopfdose.

2013-01-01

Die erste gute Nachricht des Jahres!



Das kleine Katzenmädchen Nube ist am vergangenen Wochenende nach Teneriffa geflogen. Dort hat sich kurzfristig eine Tierheilpraktikerin bereit erklärt, sie in Pflege zu nehmen bzw. sie in die Runde ihrer beiden anderen Katzen mit Ataxie zu integrieren. Man sieht auf den Fotos bei Facebook, dass sich ihre neue Besitzerin sehr auf sie gefreut hatte.



Ich glaube, Nube hat ein neues schönes Zuhause mit Freunden gefunden. Die Fotos sprechen für sich, oder?



Vielen Dank Euch allen für das Retweeten oder verlinken!

2012-12-31

Ein wundervolles und gesundes 2013!

Ihr lieben mir bekannten, unbekannnten wertvollen tollen Menschen,

ich wünsche Euch heute einen wunderschönen Rutsch ins neues Jahr, genießt den Abend – wie auch immer Ihr ihn Euch gestaltet. Nehmt die schönen Momente des vergangenen Jahres in Eurer Erinnerung liebevoll eingepackt mit ins neue Jahr und lasst die weniger schönen einfach zurück in der Schublade ganz unten. Es werden von beiden Arten eh neue kommen.

Für mich war das ein sehr anstrengendes Jahr auf vielen Ebenen, Ihr könnt Euch das vorstellen, vieles wirkt noch nach, muss verarbeitet werden und ich kann nicht behaupten, dass ich mich mit dem Erleben in irgendeiner Art schon hätte arrangieren können. Viele Dinge haben in diesem Jahr sehr gut getan, viele nicht. Wahrscheinlich bin ich längst noch nicht - vor allem in den bürokratischen Dingen – soweit, wie ich vielleicht sein sollte. Schlussendlich habe ich nur beschränkt Energie zur Verfügung und muss haushalten.

Gerade die letzten Wochen habe ich sehr gespürt, dass die Batterien aufgebraucht sind. Aber ich gebe mir Mühe aufzupassen. Ich brauche schlicht mal Urlaub.

Den Lino, diesen wundervollen Katerfratz hätte ich so gerne behalten wollen! Er hat uns eine wundervolle Vertreterin geschickt. Shiina ist ihm so ähnlich, das ist kaum zu beschreiben (und manchmal kaum auszuhalten). Talytha und Nishia und sie sind sich zwar noch gar nicht grün (überhaupt gar nicht!) aber wir stellen uns der Herausforderung im Besonderen. Tally und Nishi zu haben, ist ein besonderes Glück – nach wie vor. Was für Glückskekse.

Und es war auch ein sehr schönes Jahr, es sind wundervolle Menschen in mein Leben getreten, die Wege mit mir gegangen sind, denen ich gegenüber sehr offen sein kann, die mich aushalten. Menschen, die so viel geholfen haben – unter schweren Bedingungen Ich durfte langjährige Wegbegleiter von Euch endlich im realen Leben treffen und wir sind uns geblieben! Ich weiß noch, dass ich solche Angst hatte dieses Jahr zur re_publica zu gehen und Gesicht zu zeigen und nur Gutes und herzliches Entgegenkommen erleben durfte. Danke!

Wie schön, bei einigen Bloggern und Bloggerinnen zu erleben, wie sich der Wunsch nach Nachwuchs zu perfekten kleinen Babies entwickelt hat, an dem ich teilnehmen durfte. Wie schade, dass einige von uns in diesem Jahr auch für immer gehen mussten – sie sind immer noch da für mich und meine Gedanken sind oft bei Euch!

Tolle Menschen, die ich im Job kennengelernt habe, die mir Freunde wurden!

Freunde, die dann doch auch geblieben sind, keine Selbstverständlichkeit! Freunde, die da waren. Oder auch lange Zeit nicht da waren, aber im Moment dieser einen Not gekommen sind.

Diese Wohnung in der ich mich wirklich sehr sehr wohl fühle. Auf die mich übrigens eines Bloggerin aufmerksam gemacht hatte! Und auch wenn es gerade wieder schwierig aussieht, beruflich und somit finanziell, erlaube ich mir positiv in diese Zukunft zu sehen. Es fehlt noch schwer zu kämpfen aber ich bin guter Zuversicht.

Und ich hoffe, die begleitet Euch auch alle in das neue Jahr. Ich freue mich darauf, Euch drüben wieder zu lesen, zu hören, zu sehen. Ich wünsche, dass Euer neues Jahr 2013 wunderschön wird, voller zuversichtlicher glücklicher Momente, einsam, zweisam, mehrsam – wie Ihr es immer mögt und braucht. Bleibt bitte gesund, fröhlich, genießt Euer Jahr in vollen Zügen!

2012-12-30

Gestern …

… habe ich die Nachricht einer Postzustellung im Briefkasten und hole mein Päckchen (aus Zürich) bei den Nachbarn unter mir ab. Sie öffnet und übergibt mir das Paket. Ich bedanke mich und nach einer Weile kommt von ihr „Was ich Sie fragen wollte, ich habe neuerdings immer so viel Haare auf dem Fensterbrett. Sind die von Ihnen? Schütteln Sie da etwas aus?”

Ich gehöre eher zu den Nichtschüttlern, Betten schüttele ich allenfalls im Zimmer aus, Wäsche wird gewaschen, ansonsten wird gesaugt, hätte ich eine Tischdecke in Benutzung würde ich die vermutlich eher in der Wanne ausschütteln. Dort, im Bad, haare ich auch eher angemessen vor mich hin.

Ich verneine also und erkläre ihr, dass ich die Fenster selten so weit offen hätte als das ich da Dinge nach außen schütteln würde. Wie ich zu den Nichtschüttlern gehöre, gehöre ich eben zu den Kippern.

Und sie guckt mich an, als würde sie mir kein Wort glauben. Sie erklärt mir noch, wie eklig das wäre. Was ich verstehen kann. Ich erkläre ihr aber nochmals, dass ich ihr nicht helfen könne, habe aber – so wie sie guckt – aus unerfindlichen Gründen ein schlechtes Gewissen.

Ich fresse* einen Besenstil, wenn die Frau nicht zu Jobzeiten einmal Lehrerin gewesen ist.

*Die urstleckeren Plätzchen aus dem Päckchen kann ich nämlich nicht mehr fressen, weil schon alle.