Tschüss Demokratie!
War schön mit Dir!
† Artikel 5
von einem 22-jährigen SPD-Parteimitglied, der die mittlerweile riesengroße Kluft der Regierenden mit dem Volk, vor allem mit der Generation der Neuwähler so deutlich formuliert – in aller Konsequenz – wie selten zuvor, und ist daher meine dringende Leseempfehlung.
(Ich vermute, der gleiche Brief könnte auch 1:1 von einem jüngeren CDU/CSU/FDP-Parteimitglied mit gleichen Worten formuliert werden.)
Tritt das Gesetz in Kraft, trete ich aus der SPD aus und verabschiede mich von einer meiner Generation fremden Partei.
Torben Friedrich
via spreeblick via twitter
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Labels: große weite welt

Nachdem vergangenes Jahr der Flughafen Tempelhof geschlossen wurde, was einige Widerstandskämpfer immer noch nicht wahr haben wollen, weswegen wir Tempelhof-Schöneberger alle Neese lang Kreuze für Tempelhof's Öffnung, Tempelhof als Weltkulturerbe und was sie sich nicht noch alles einfallen lassen wollen, machen dürfen, Tempelhof gerne besetzt werden soll,
damit das Areal für die Bürger geöffnet würde, plant die Stadt im Stillen die Erschließung des Tempelhofer Feldes (ehemaliges Flugfeld) als Park- und Grünanlage. 
Dazu hat die Senatorin für Stadtenwicklung in Vorbereitung für die Gestaltung ein Unternehmen beauftragt, das in ihrem Auftrag nun 6.200 Bewohner aus den umliegenden Stadtquatieren des Tempelhofer Felds zu deren Vorstellung der Nutzung des Feldes befragt, gleichzeitig werden Berlinweit ebenfalls eine Menge x an Bürgern um deren Meinung gebeten. Also hatte ich gestern Post im Briefkasten. Ich bin … repräsentativ. 
Was ich sehr lustig finde, sind Sätze wie „Wie Sie vielleicht aus den Medien wissen, beabsichtigt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, das Tempelhofer Feld als Grünanlage für Freizeit und Erholung der Bevölkerung zugänglich zu machen. […]“ und im Folgenden die Frage: „Wussten Sie bereits, dass auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens eine Grünanlage entstehen wird?“
Ich glaube nicht, dass in Berlin irgendjemand davon schon einmal gehört hat. Das war sicherlich die Hoffnung der Bürger dieser Stadt – aber dass es in irgendeiner Weise bereits reale Konzeptionen für die Nutzung von Tempelhof gibt, dürfte den allermeisten Berlinern neu sein. Soviel zur kompetenten Kommunikation der Senatoren in dieser Stadt. Vielleicht aber hat man auch alle anderen schlicht überhört, weil Sarrazin immer so laut gebrüllt hat.
Nun liegen mir jedenfalls zehn Seiten Fragebogen vor, das Ganze sieht schon ganz gut aus – auch wenn sich mir noch nicht so ganz erschließen mag, warum ich mich eigentlich zu meinen Einkommensverhältnissen äußern soll bzw. welche Relevanz das wieder auf die Beantwortung der Fragen haben soll. Selbstverständlich wird aber gleichzeitig abgeklopft, inwieweit man denn bereit wäre für die Nutzung der Parkanlage zu zahlen und man bereit wäre, für Pflanzung und Pflege mit der eigenen Hände Arbeit oder mit Patenschaften aufzukommen.
Garantiert kein Kreuz bekommt von mir „Vollständige Sperrung des Parks für Hunde.“ Ich hasse das Bild von Hunden an der Leine in abgegrenzten Laufställen.
at 08:55 0 comments
Labels: mein kiez
Ich habe ihn neulich verlassen. Schnöde. Brutal. Einfach links liegen gelassen. In Süddeutschland. Nass und nackig ließ ich ihn unter der Dusche stehen. Ich bin ihm davon gefahren, ungeachtet dessen, dass ich ihn damit den sicheren Mülltod weihe. Aber wenn ich mich trenne, dann richtig und endgültig. Ich bin so. Ich gucke nicht zurück. Dafür vorwärts.
Vorwärts guckten dann auch zwei Tage später die kleinen Härchen an den Beinen und woanders übrigens auch. Also musste ich mich aufmachen, um nach einem neuen Nassrasierer zu gucken. Da ich schon ein paar Tage länger rasiere, ich fing ungefähr Jahre später an nachdem Nena noch Härte-Shirts trug ohne sich die Achseln nackig zu machen, was neulich in einem Sender mit den drei großen Buchstaben als x-vielter peinlichster Haarmoment Deutschlands den jüngeren Generationen verkauft wurde, was natürlich Sender übliche Dämlichkeit war, denn in den 80igern hatten wir Deutschen was Körperbehaarung anbelangte uns noch gar nicht komplett blind und blöd im Copymode an die Amis verkauft, insofern waren Haare unter den Achseln etwas völlig Normales und dem Körper gegebenes, was uns nicht die Bohne scherte. Jedenfalls fing ich relativ früh mit dem Rasiermist an und musste mich dementsprechend schon frühzeitig mit Rasierutensilien auseinander setzen. Und für mich heute noch erstaunlich muss ich sagen, hatte die Nassrasiererindustrie erstaunlich lange gebraucht, die Frau als Rasseuse also Kundin und Marketingopfer zu entdecken. Da hatte Braun deutliche Jahrzehnte früher die ersten elektrischen Damenrasierer auf den Markt geworfen, bis Gillette & Co ansatzweise nach rechts und links auf andere Geschlechter einen Blick geworfen hatte und deren finanzielles Potential erkannte.
Ich indes erkannte nunmehr auch mein Potential als Frau und stellte mich stolz ein Weib zu sein neulich im befreundeten Drogeriemarkt (der mit den tollen Feuchttuchmasken) erstmals vor das Hängeregal mit den Rasierern für Hasi, Mausi und Co. Zwei Sekunden später bereute ich bitter nicht farbenblind zu sein. Vier Sekunden später ergriff mich der Ekel in Anbetracht dessen, was so genannte Marketingprofis und Haarentfernerinstrumentedesigner ernsthaft glauben, mir als Frau im Farbdesign vorsetzen zu dürfen. Ich weiß nicht, was die rauchen – im Ergebnis aber ist deren Arbeit in der Folge kaum zu ertragen.
So drehte ich bei und sortierte mich gewohnheitsgemäß vor das Hängeregal mit den Rasierern für Schatzi, Dicker und Co. Da war alles schwarz, zwei Euro günstiger, die Rasierer selber sind nur mittlerweile kilometerweit hoch aufgrund der zugenommenen Anzahl an Rasierklingen. Ich blieb bei dem, der meinen Härchen den flotten Dreier macht. Lieb gewonnene Gewohnheiten soll man nicht brechen, außerdem regelt nun mal bereits die erste Klinge den Verkehr.
Zu Hause stellte ich fest, dass ich mit dem Erwerb des neuen Nassrasierers gleichzeitig den neuen Geiz der Rasiererindustrie mit erworben hatte, denn während man früher einen Rasier mit Klinge auf dem Scherenkopf kaufte und dem Zusatzspruch auf der Packung + 2 Ersatzklingen glauben durfte was insgesamt ein einsatzfähiger Rasierer mit zwei Ersatzklingen war, steckt heute auf dem Rasierer nur noch ein Plastikschutz mit + 2 Ersatzklingen, was einen nicht einsatzfähigen Rasierer mit zwei Ersatzklingen ausmacht. Muss total viel bringen in der Bilanz am Ende eines Geschäftsjahres, diese Kundenverblödung.
Hätte ich ihn nur nicht verlasssen!
at 11:07 6 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
Schummeleien bei der Arbeitsstatistik. „Wird vor der Wahl die Job-Statistik geschönt?“
Ja, wird sie nach der Wahl denn nicht? Und zwischen den Wahlen? Niedlich, dabei erwartet doch niemand im Moment etwas anderes als hohe Arbeitslosenzahlen – das wäre doch jetzt dank der Umstände der richtige Moment mal mit den echten Zahlen raus zu kommen.
Aber die echten Zahlen zu ermitteln, ich fürchte, das schafft die Arbeitsagentur inzwischen gar nicht mehr.
at 16:30 0 comments
Labels: große weite welt
man kann, man muss aber keine Parteien wählen, die nicht auf das Votum des Volkes achten und darüber hinweg regieren.
Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur: „Community sagt alle weiteren Gespräche mit SPD-Verhandlungsführer ab.“
Einig klare Wort zur Arbeit der Ministerin von der Leyen.
Nun ist's offiziell: Ursula von der Leyen hat gelogen.
at 09:38 0 comments
Labels: große weite welt, null-eins-null
beschreibt in dem Zeit-Interview wie ihm die Inkompetenz der Religionsausübenden einmal das Leben gerettet hat.
Es ist aber auch ein trauriges Beispiel dafür, dass in relevanten Situationen einfach nicht gesprochen wird. Man meint immer zu glauben, wie es dem anderen geht oder was er denkt und fühlt. Oft aus dem falschen Ansinnen heraus, den anderen schützen zu wollen. Dabei obliegt das Interesse nur in einem, nämlich sich selbst zu schützen.
at 10:18 1 comments
Labels: dies und das

Wohlbemerkt: die produktbeschreiben hier eine Matratze, keine Hautlotion!
at 21:22 5 comments
Labels: dies und das
Das gleiche Unternehmen, B + K Dienstleistung, das schon einmal in den Schlagzeilen stand, weil es die Reinigungskräfte im Bundestag nicht mit dem Mindestlohn bezahlt, macht erneut Schlagzeilen im gleichen Genre. B + K hat die Mindestlohn-Gesetzgebung, die per Stunde kalkuliert wurde, clever ausgehebelt in dem sie ihr Zimmerreinigungspersonal in den Hotels nur noch per gereinigtes Zimmer bezahlen. Damit kommen die (meist) Frauen auf einen durchschnittlichen Stundenlohn von € 3.56 anstelle der gesetzlich vorgeschriebenen € 6,58
Was der Geschäftsführer, in diesem Spiegel-Artikel indirekt zitiert mit: „Im Übrigen gestatte man ausdrücklich, dass die Zimmermädchen leere Flaschen aus den Hotelzimmern sammeln dürfen, um sich mit dem Pfand den Verdienst aufzubessern. Zudem gebe es Trinkgeld“, tatsächlich meint ist natürlich: sollen sie sich den Rest, den sie zum Lebensunterhalt brauchen, doch bei der Arbeitsagentur holen.
Und wie so oft, trifft es in diesem Berufszweig mal wieder hauptsächlich Frauen. Die bitteschön von diesen paar Kröten auch noch ihre Rentenvorsorge finanzieren sollen.
at 11:12 2 comments
Labels: große weite welt, vergangenes
„Bei Eierstockkrebs machen Ärzte oft tödliche Fehler“, schreibt spiegel.de.
Für kaum einen anderen gynäkologischen Fall bekommt ein Krankenhaus so viel Geld wie für eine Eierstockkrebs-Operation.„Aber ob der Operateur einen Großteil des Tumors im Bauch lässt oder ob er es schafft, ihn in vielen OP-Stunden komplett zu entfernen, ist egal", so der Gynäkologe Andreas du Bois, der wissenschaftliche Leiter der Studie. "Das Geld fließt leider unabhängig von der Qualität."
„Das Geld fließt leider unabhängig von der Qualität […]“ Ist er/sie/es nun ein Schelm, der/die/das dabei denkt, dass zwei Eierstockskrebsoperationen an der gleichen Patientin, die eine gleich, die zweite etwas später zum Nachbessern (lässt sich der Patientin leicht als eben wieder gewachsener Tumor verklickern) möglicherweise der Krankenhauskasse das Geld von zwei OPs sichert? Und das hier und da möglicherweise gerne in Kauf genommen wird?
at 19:33 2 comments
Labels: große weite welt
Es ist mal wieder unglaublich: gerade hat es bei mir das Transportunternehmen GLS geschafft, einem Händler ein Geschäft im Wert einer hübschen Summe und einen Folgeauftrag kommenden Monat im Wert einer noch viel hübscheren Summe zu versauen. Einfach weil sie befinden, wenn sie das Paket in dem 1,5 km entfernten GLS-Shop abgegeben (obwohl meine Nachbarn immer Pakete annehmen, wenn ich nicht da bin, als auch das der Zeitungsladen, der Friseur oder die Allianzvertretung in der Straße tun) haben, sie nicht ein zweites Mal zustellen müssen.
Ich indes kann ein Paket von ca. 120x60x60 cm nicht auf dem Rad transportieren. Versandgebühren habe ich bereits bezahlt, ergo leiste ich mir kein Taxi, um das Paket abzuholen. Das Transportunternehmen GLS – ganz Dienstleister – weigert sich noch ein zweites Mal zuzustellen. Nun weigere ich mich eben, das Paket anzunehmen.
Dem Online-Fotohändler mag GLS vielleicht verdammt günstig im Vergleich zu anderen Transportunternehmen vorkommen. Allerdings, wenn es dann dank der Attitüden des Vertragspartners nicht zum Geschäft und Folgegeschäften kommt, weil die die Kunden vergrätzen … ist günstig möglicherweise auf Dauer doch teuer bezahlt.
Tsja, also nicht den kleineren Fachhändler unterstützen. Wieder bei Amazon einkaufen. Keine Versandgebühren bei der Höhe der Bestellung, das Zeug kommt per DHL, deren Fahrer sind keine nachbarlichen Autisten. Und wenn's hart kommt, liefern sie ein zweites Mal an.
Diese deutsche Dienstleistungswüste macht mich echt weich!
Wäre da nicht hin- und wieder ein Lichtblick: der freundliche Besitzer von dem Zeitungsladen in dem das Paket steht, der hat mir eben ernsthaft angeboten a) mir eine Sackkarre zu leihen oder b) mir das Paket morgen Abend vorbei zu bringen. Was ich sehr entzückend finde, aber jetzt lieber das Exempel statuiere. Kann nämlich nicht sein Job sein und sein Feierabend.
at 17:47 6 comments
Labels: dies und das
fährt jetzt übrigens neuerdings ein Auto eines amerikanischen Herstellers, den mit akuten Chapter 11-Ambitionen. Der beste Freund der Welt hatte keine Lust mehr für den neuen Firmenwagen knappe 100.000 Euro hinzulegen für ein ähnliches Modell eines deutschen Automobilherstellers, der im Gegenzug etwaigen Kaufinteresses mit seinen (Alt-)Kunden nicht kommunizieren konnte oder wollte, sich nicht in der Lage sah die 2,5 speziellen Wünsche seines Kunden erfüllen zu wollen und dessen Vorgängermodell den besten Freund der Welt permanent mit Problemen in der Elektronik beglückte.
Jetzt hat die Firma vom besten Freund der Welt 30.000 Euro weniger ausgegeben. Und der Freund hat im Gegenzug beleuchtete Getränkehalter bekommen.
at 10:27 0 comments
Labels: große weite welt
schickt gestern als „sie-leben-noch“-Gruß Kamerashots von den drei Tigern. Wenn ich das Lino-Foto angucke …
hat das iPhone auch schon so einen Slim-Filter?
++ Dieses Foto ist nicht mit der Pentax K7 fotografiert ++ Dieses Foto ist nicht mit der Pentax K7 fotografiert ++ Dieses Foto ist nicht mit der Pentax K7 fotografiert ++ Dieses Foto ist nicht mit der Pentax K7 fotografiert ++
at 07:25 3 comments
Labels: photography, tieffliegende fellträger
wie schnell der USB 2.0 CardReader seine Daten über den USB 2.0-Port auf den Rechner schaufelt, wenn zwischen ihm und dem Rechner kein USB 1.0-Hub hängt …
Naja, Burgfräulein creezy eben …
at 11:55 4 comments
Labels: null-eins-null
steht neben meinem Hotelzimmer und bewacht meinen Schlaf.
Für Euch also ab sofort Burgfräulein creezy.
at 00:15 2 comments
Labels: dies und das