2009-05-28

Augen auf beim Krankenkassenmarketing

Eure Krankenkassen, die eine früher, die andere später, werden Euch in der nahen Zukunft als besondere Leistung verkaufen wollen, für Euch einen Arzt in Eurer Nähe zu finden, bei dem ihr einen schnellen Termin und diesen ohne jegliche Wartezeit bekommt. Dies wird Euch verkauft werden als besonderer „Privatpatientenservice“ für Euch, die Ihr nur Kassenpatienten seid.

Der Hintergrund diese besonderen Geschenkes der Kassen an Euch ist ein betriebswirtschaftlicher. Sie schließen Verträge mit Ärzten im regionalen Umfeld ab, müssen dafür insgesamt weniger zahlen weil sie ein gewisses Spektrum der Behandlung definieren und beispielsweise Kosten für Transportgebühren wegfallen. Der Arzt oder das Ärztezentrum erhält dafür das sichere Brot der ihm von der Kasse zugewiesenen Patienten. Dieser Arzt hat wiederum ein sehr großes Interesse daran, Euch eine Behandlung zukommen zu lassen, die dem Wertemodell Eurer Krankenkasse entspricht. Er wird auch ein Interesse daran haben, Euch nur an Kollegen zu überweisen, der/die von Eurer Kasse auch nach gleichem Modell honoriert werden, denn das wird Vertragsbestandteil zwischen ihm und Eurer Krankenkasse sein. Er wird praktischerweise nur Medikamente oder Heilbehandlungen verschreiben, die die Kasse von vorneherein als bezahlungswürdig ansieht. Euch wiederum wird die Krankenkasse mit besonderen Bonuszahlungen ködern, wenn Ihr Euch auf dieses neue Modell der Arztzuweisung einlasst.

An dieser Stelle möchte ich auf ein sehr besonderes Gut hinweisen, das in Deutschland existiert und weswegen viele Patienten in anderen Ländern und Kontinenten auf uns deutsche Patienten sehr neidisch sind: Das Modell der freien Arztwahl.

Und genau diese freie Arztwahl wird mit diesem Modell seitens Eurer Krankenkasse hintenrum ausgehebelt. Und glaubt mir, auch wenn Ihr Euch jetzt mit dem Thema noch nicht beschäftigen müsst oder wollt, Ihr werdet das nicht wollen in Eurer Zukunft: zu einem Arzt gehen müssen, der zwar günstiger ist für die Kasse, Euch aber unter Umständen nicht mehr die Behandlung mehr zukommen lassen kann, weil ihm Verträge mit den Vertragspartnern eine für Euch wichtige individuelle Therapie schlicht nicht mehr gestattet. Auch bedeutet es nicht automatisch, dass ein Arzt qualitativ ein besonders guter Arzt sein muss, nur weil Eure Kasse ihn zu einem ihrer Vertragsärzte macht.

Lasst von solchen Modellen bloß die Finger! Werft Euer Recht auf freie Arztwahl nicht für ein paar Kröten mehr weg! Eine für die Krankenkasse günstige Behandlung kann eine sehr gute sein, sie muss es aber nicht zwangsläufig. Denn Eure Gesundheit ist so individuell wie Ihr das seid. Und Ihr solltet immer Euch das Recht herausnehmen zu dürfen, Euren Arzt gegen einen mit mehr Kompetenz oder auch nur Interesse an Euch als Patient auszutauschen.

Unter Umständen ist der Facharzt mit langen Wartezeiten und vollem Wartezimmer doch der bessere Facharzt für Eure Krankheit. Und unter Umständen lohnt es sich auch für einen guten Arzt drei Bezirke, in die nächste Stadt oder aber auch ins nächste Bundesland zu fahren. Daher solltet Ihr Euch niemals in Eurem Recht auf freie Arztwahl von Eurer Kasse beschneiden! Und derartige Offerten Eurer Kasse freundlich aber bestimmt ablehnen.

2009-05-27

Tststs …

Eine alte Dame sitzt in ihrem Schaukelstuhl auf der Veranda, als plötzlich eine gute Fee erscheint und ihr die Erfüllung von drei Wünschen gewährt.

Als erstes wünscht die alte Dame wieder jung und schön zu sein. Die Fee wedelt ein wenig mit ihrem Stab und im Schaukelstuhl sitzt ein schönes, junges Mädchen.

Als zweites wünscht sich die Dame ein Schweizer Bankkonto mit zehn Millionen Franken darauf. Die Fee wedelt mit ihrem Stab und überreicht ihr einen Kontoauszug.

Während die Dame über ihrem dritten Wunsch grübelt, fällt ihr Blick auf ihren Kater, der zu ihren Füßen sitzt, und sie wünscht sich, dass die Fee das Tier in einen Prinzen verwandelt, welcher der wahre und einzige Mann ihres Lebens sein soll.

Die Fee wedelt ein letztes Mal mit dem Zauberstab und verschwindet. Vor der Dame steht der schönste Mann, den sie jemals erblickt hat. Ihr Herz beginnt wild zu pochen, als der wunderbare Jüngling ihre Hände in die seinen nimmt und seinen Kopf zärtlich zu dem ihren herabneigt, glaubt sie doch, er würde sie jetzt küssen. Doch stattdessen flüstert er ihr ins Ohr: “Na, tut es dir jetzt leid, dass du mich letzte Woche hast kastrieren lassen…?!”

Von Frau Syberia in den Kommentare des Taubenvergrämers

2009-05-26

Und dann …

war da noch der Fotograf und sein letztes Foto …

Ich hatte schon Sorge …

Aber …

jetzt doch mal im Ernst! Wie kann man jemanden für Rostbratwurst Reklame machen, der bewiesenermaßen schon mehrfach an einem Penis-Bruch laborierte?

Äh …

liest hier zufällig ein spendables deutsches Food-Magazin mit, das mir einen Ausflug zur blogHer food im September nach San Franzisco spendieren möchte? Ausführliches berichten und fotografieren von vor Ort wird garantiert geliefert, online und meinethalben später auch noch mal offline für die Printversion.

Ja, ich bin in diesem Punkt käuflich, fürchte ich! (Und zwecks blogher auch ziemlich weiblich). Dafür bin ich aber im über Food, Essen und Trinken und Blogger schreiben und fotografieren gut!

Also nur falls sich bei Euch in den Redaktionen niemand finden sollte …

2009-05-25

Wortfolter

(schlimmes Überangebot nach vier Tagen krank im Bett an TV-Variationen:)

Beautyfood

Nun gut,

das war also mindestens eine Meerschweinchengrippe wenn nicht eine ausgewachsene Zwergwildschweingrippe. Hatte ich lange nicht mehr, so einen kapitalen mir-nichts-dir-nichts-Umstürzer in die Horizontale, nachdem ich jetzt am vierten Tag betont langsam wieder den Kopf frei kriege. Mensch, ich hatte nicht mal mehr Zeit an ein „Hühnersuppe wäre jetzt gut!“ überhaupt noch zu denken, geschweige denn welche zu machen.

So ganz subjektiv sind mir solche Ausfälle im Winter deutlich angenehmer als im Sommer. Sonne ist ja wohl das Letzte, was man bei so ‘ner bronchialnasalen Gonzo-Aktion braucht. Und nun gehe ich gleich noch die ärztliche Wirtschaft anregen, denn Ohrenschmerzen braucht auch kein Mensch. Ganz evil, hatte ich ewig nicht, brauche ich nicht, will ich auch nicht. Und so was von „thanks heaven“ dass ich diese Woche nicht fliegen muss.

Vielen lieben Dank an Frau Generator für die Care-Versorgung! Und merci für Eure guten Wünsche!

2009-05-21

Ich glaube …

ich habe jetzt auch dieses Schweinedingsda …

2009-05-20

Happy Birthday, Großer!



Und werde wieder ganz gesund!

2009-05-19

Letzte Gelegenheit zum bewerben

heute als Tester/in für die neue Pentax. Morgen hat zuerst mein Bruder Geburtstag, dann ist Pentax-Tag. In der Hauptsache hat aber mein Bruder Geburtstag.

Bin ‘nen bisschen doll uffjerecht.

Es gibt ja Leute,

die können mit Helge Schneider nichts anfangen. Dazu gehöre ich überhaupt nicht. Ich kann auf seinen Witz. Nicht immer übrigens. Würde er, vermute ich, aber auch gar nicht wollen. Dafür ist sein Spektrum nämlich doch erstaunlich weit im schräg sein. Vorhin hat er in irgendeinem Programm nach einer irgendwie launigen Laudatio von Hape Kerkeling, mit dem ich wiederum nicht so viel anfangen kann (ich glaube, das letzte Mal habe ich über den als Königin Beatrix lachen können) und so 'ner Vasenübergabe nach den stehenden Ovationen (haben 'se jemerkt, wie icke im Deutschen jeblieben bin? War schwierich!) einen schönen Satz gesagt:

„Ich bin ja nicht politisch. Obwohl das ist ja auch fast wieder politisch. Auf jeden Fall mehr politisch als so manch einer das ist, der Politik macht.“

Den Satz hat im Publikum keiner verstanden. Oder doch. Jedenfalls wurde nicht gelacht. Obwohl sonst bei jedem seiner Sätze gelacht wurde. Auch bei den nicht so witzigen. Ich habe gelacht, laut. Mit leicht sarkastisch-bitterem Unterlachen.

Nu blogger er wieder …

jott sei dank!

2009-05-18

Balkonien 2009

Heute habe ich den letzten Sack alte Erde zum Biomüll getragen. Morgen folgen die letzten Reinigungsmaßnahmen, dann sollte mein/unser Balkonglück für dieses Jahr erst mal perfekt sein. Ein bisschen blüht schon was. Wollt Ihr mal gucken? Die Akelei hatte so ein grandioses Blau …



Das Basilikum blüht ebenfalls momentan, Lippblüter, wunderschöne Blüten die kein Ende nehmen wollen ist direkt gesetzt neben einer der drei Tomaten …







Hier die Tomaten (ich muss ja vorlegen, wegen dem Tomaten-Photo-Contest). Tomaten sind übrigens wirklich schwer zu fotografieren, egal ob nur das Grün oder die Früchte – also fangt schon mal an zu üben.





Und Obst werde ich dieses Jahr wieder haben, Erdbeeren







Und meine allerersten Stachelbeeren auf dem Balkon überhaupt, hier noch als Blüte:



hier als ein erster Beeren-Entwurf:



Dank dem kleinen Freund auch wieder von Läusen befreit:



Die Glockenblume kommt auch gerade wieder (die blüht irgendwie bei mir das ganz Jahr hindurch) und kuschelt jetzt mit dem Lavendel





oder schmiegt sich an den Salbei. Der Thymianwald wächst auch …



Diese Welt ist doch bonfortinös! (Fotos übrigens alle mit dem Pentax FA 2.8, 35 mm Limited gemacht.)

Gerade beim Versuch

das neue Bügeleisen mit Milchkaffee zu bespritzen (es zischte vor Empörung) auf die Frage gekommen, was es für Auswirkungen es wohl auf den Bügelstyle haben könnte, würde man es anstatt mit Wasser mit ‘ner Caipirinha befüllen?

92% aller Deutschen …



Kampf um die Meinungshoheit

Was ich übrigens kommenden Samstag mache …

egal, ob es regnet oder schneit: Flashmobben. Das Grundgesetz lesen! In Berlin, am 23.5.2009 um 13:00 Uhr (geänderter Sonderanfangstermin, weil die TV-Sender in der Stadt nur sehr wenige Kameras haben, die sie um 14:00 Uhr lieber auf Bundesversammlungen halten). Im übrigen Bundesgebiet könnt Ihr auch lesen, dann gegen 14:00 Uhr. Das Grundgesetz ausdrucken könnt Ihr hier. Laut gelesen werden sollen mindestens die Artikel 5, 8, 10, 19 GG

Organisiert ist das Ganze von Mogis – MissbrauchsOpfer gegen InternetSperren. Den Organisator Christian Bahls kennt Ihr schon aus dem Zeit-Interview. Hintergrund zum Flashmob ist natürlich Zensursula, die mit ihren DNS-Speeren an den im Grundgesetz verankerten Fundamenten knabbert und der 60. Geburtstag des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, dem es noch nie so an den Kragen ging, wie in dieser Zeit unter dieser Regierung.

In Berlin passiert es übrigens am Washingtonplatz (rückseitig vom Hauptbahnhof gelegen) während zur gleichen Zeit gegenüber im Regierungsviertel die Bundesversammlung versucht sich auf einen alten Bundespräsidenten oder eine neue Bundespräsidentin zu einigen. Verlinken! Bitte!

Sehr lesenswert: Molochos‘ Omegahuhn Sixtus hat auch gut geschrieben: Politischer Missbrauch des Missbrauchs

2009-05-17

Und ganz nett wäre übrigens auch …

wenn sich nicht jede aber auch wirklich jede Minitaturfliege ständig in einem meiner Getränke ertränken würde.

Nachher heißt es wieder, ich trinke zu wenig!

Übrigens …

ziehe ich mir nicht das neue Kaltspiel-Album. Nicht mal für lau. Irgendwelche Tankstellen-Supermarkt-Elektromarkt-Kleidungsgeschäfte-MP3-Player-mit-Telefonierfunktion-in-U-Bahnen werden mich eh noch zum abwinken damit quälen.

Eric Hobsbawm

Sozialhistoriker und Philosoph, 92 Jahre alt, erlebt gerade ein wirtschaftliches Déja vu.

«Der Mensch hat ein unglaublich kurzes Gedächtnis. Wir Historiker schreiben die Verbrechen und den Wahnsinn der Menschheit auf, wir erinnern an das, was viele Menschen vergessen wollen. Aber fast nichts wird aus der Geschichte gelernt. Das rächt sich nun. In den letzten 30, 40 Jahren wurde eine rationale Analyse des Kapitalismus systematisch verweigert.»

Das interessante Interview mit der Überschrift «Es wird Blut fließen, viel Blut» bei stern-online.