2010-10-19

Interessante Info zum Thema Erste Hilfe

nicht mehr ABC sondern CAB!

Und wer einen Führerschein besitzt, nutzt und nicht mehr wusste, was ABC bedeutet, der sollte vielleicht etwas Freizeit in einen Erste-Hilfe-Kurs investieren. Ich bin in dem Punkt ja Hardliner: ich bin der Meinung, wir sollten alle als Lebensteilnehmer alle zehn Jahre zum Erste-Hilfe-Kurs zwangsverdonnert sein und motorisierte Verkehrsteilnehmer alle fünf Jahre. Einfach damit dieser zunehmende Impuls lieber weiterfahren anstatt Hilfe im Unglücksfall zu leisten, nicht mehr von dem Gefühl „ich kann das nicht mehr“ forciert werden kann.

Erste-HIlfe-Kurse gibt es gegen geringe Gebühren oder auch kostenlos bei „Die Johanniter“, den Maltesern oder beim Deutschen Roten Kreuz.

Nettes Bilderrätsel 2, Foto 3

Jetzt aber: Der Quintus hat nach einer eleganten Vorlage vom Mechatroniker gelöst, es ist: … ein wunderschön erhaltener Renault TL 16. Serienstart 1965 (mein Geburtsjahr) und bis 1980 sind von ihm knapp 2 Millionen Exemplare vom Band gelaufen. Der TL 16 zählte zur gehobenen Mittelklasse und hatte wohl die kreativste Rückbank ever, na zumindest zu seiner Zeit. Der R 16 hatte unterschiedliche Radstände rechts und links, was ihm erlaubte erstaunlich schnell auf unwegsamen Gelände zu cruisen und trotzdem die Spur zu behalten, alternativ die Bandscheiben der Insassen nicht direkt lahmzulegen. So war der der R16 (Sport) der Prototyp zum Geländerennwagen. Renault verbaute hier den ersten kompletten Alumotor in der Unternehmensgeschichte – mit Lenkradschaltung. Leergewicht: knapp 1 Tonne. Der TL mit 67 PS brachte knapp 150 km/h Spitze (bergab) und der 16 TX, der Renner, mit 93 PS immerhin 173 km/h. War schön alles kantig am Fahrzeug, der Zeit geschuldet … bis auf die elegant geformte Motorhaube – Sex pur oder? Meine Mutter fuhr kurze Zeit einen R16, in dem ihr nachts von einem freundlichen jungen Mann in Berlin auf dem 17. Juni die Vorfahrt genommen wurde. Auto tot und dabei waren wir so begeistert von ihm. Mums Arm kaputt, infolge dessen lange krankgeschrieben, in der Folge arbeitslos – und der junge Mann fuhr ohne Versicherungsschutz, wie sich später herausstellte. Keine schöne Erfahrung. Aber das Auto war in unserem Herzen – immer. Ich wäre neulich am liebsten direkt eingestiegen und Richtung Frankreich los gedüst … hier könnt Ihr wenigstens auf die Seiten vom Renault 16 Club düsen!

2010-10-18

Nettes Bilderrätsel 2, Foto 2

bis jetzt waren noch alle Vorschläge mehr so in der cold area … dann legen wir mal nach …



Und Ideen?

2010-10-17

Nettes Bilderrätsel

Aus der unregelmäßigen Reihe „nettes Bilderrätsel“ heute ein erstes Foto. Regeln, wie gehabt, keine außer: ich lade Foto(s) hoch, Ihr dürft raten, um was für ein Auto aus vergangener Epoche es sich handelt! Zu gewinnen gibt es nichts außer dem Wissen darüber, dass Ihr der/die größte Bildrätsellöser/in von holy fruit salad! seid.

2010-10-16

Mutti …

twitter trouble

Die Meldung bekomme ich seit einer Woche, versuche ich mich einzuloggen:



Der Account selbst ist aber aktiv. Das mit dem Support gestaltet sich etwas zäh. Von nicht reagieren bis nach dreimaligen Response auf deren Response der Hinweis, ich würde mit der falschen E-Mailadresse kommunizieren und solle mich doch bitte mit dem gleichen Problem nochmals an den Support wenden. Heute nun die Nachricht, mein Problem wäre ein bekanntes, ich sei damit nicht alleine (schön!) und ich möge mich in eine Supportmeldeschlange mit sehr vielen anderen einreihen, meine offizielle Anfrage sei jetzt zwar auf „solved“ gestellt, ich solle mir aber keine Sorgen machen, es sei ihnen bewusst, dass mein Problem weiter bestünde, man würde daran arbeiten.

Spannend. Die ersten Leute, die sich in diese Liste eingetragen haben, haben es vor sechs Monaten getan. Das macht Mut. Kurz: ich lebe noch, ich bin auch nicht nach dem letzten 140 Zeichen-Diktat verreist und ich würde auch, wenn ich könnte, twittern.

Die Sari …

Ihr erinnert Euch noch an Sari? Die kleine Mieze mit Ataxie, der Ihr neulich noch sehr geholfen habt?

Sari hat ihren ersten Fernsehauftritt und erzählt von sich und ihrem Leben mit ihrer Behinderung, vielleicht zeigt sie ja auch ihre Mäuse …

Samstag, 23.10.2010 18:00 Uhr bei hundkatzemaus auf VOX.

Hier geht es noch einmal zu dem Verein Feline Senses Lebensfreude, dem Sari „vorsteht“.

2010-10-15

Herbst im Stadtbild

Ich weiß nicht, …

ob Ihr so etwas Schönes auch habt. Wir hier in Berlin haben beim „Der Tagesspiegel“ eine Rubrik „Nachrufe“ in der schöne Lebensgeschichte von jüngst verstorbenen Menschen in Berlin sehr liebevoll erzählt werden.

Ich mag diese Tradition sehr.

Tschüss Hermann,

viel zu früh. Und schmerzhaft bewusst ist mir, dass für einen Menschen wie Ihnen zu wenig gleichwertige Politiker nachwachsen in dieser Zeit.

2010-10-14

Die toten Augen von London.

Wetterblogpost.

Wenn man nicht mehr sprechen kann …

Diese Woche hatte Tantchen Geburtstag. Sie ist die erste Frau vom Bruder meines Vaters und war meiner Mum nach der Trennung und Scheidung von meinem Vater eine enorme Stütze, wie sie es auch mir war, nach dem Tod meiner Mum. Wir sind uns immer herzlich zugetan gewesen – auch wenn wir beide oft lange Zeit nichts voneinander hören. Tantchen ist, wie ich, Waage vom Sternzeichen und wir laborieren beide an einer Telefonkommunikationsphobie. Ich tendiere immer zur Version, ruft mich an, wenn es Euch nicht gut geht, dann bin ich da. Ruft mich an, wenn es Euch gut geht, dann bin ich auch da. Aber verlangt nicht von mir Euch anzurufen. Tantchen ist da wie ich veranlagt. Soweit so gut.

Als ich dann nun neulich Geburtstag hatte und sich mein Bruder überraschend aus München anmeldete über das Wochenende, habe ich natürlich Tantchen angerufen und Bescheid gegeben. Wir trafen uns zum Abendessen und beide sinnierten darüber, wie lange sie sich nicht mehr gesehen hätten und einigten sich auf die Beerdigung meiner Großmutter … die war 1992. Soviel dazu.

Als ich also das Tantchen anrief, um ihr zu erzählen, was Sache ist, erzählte sie mir wiederum von ihrem Schlaganfall im Sommer, der zwar leicht war aber ihr Sprachzentrum betroffen hatte. Sie kam eines Tages nach Hause (Tantchen wohnt in einer Gartenkolonie, man kennt sich dort untereinander) und bekam ihre Tür nicht aufgeschlossen. Also sprach sie den Nachbar an und bekam kein Wort raus, beziehungsweise kein verständliches – sie konnte ihr Anliegen nicht kommunizieren.

Das fand der Nachbar so normal, dass er das Tantchen mit geöffneter Tür ziehen ließ ohne die 112 anzurufen!

Tantchen, lebt heute alleine, legt sich erst einmal schlafen, in der Hoffnung am Tag danach würde wieder alles anders aussehen. Was sollte sie auch tun, selbst konnte sie sich keine Hilfe holen?! Und aufschreiben konnte sie zu diesem Zeitpunkt auch nichts mehr. Am nächsten Tag ging Tantchen wie üblich zur Arbeit. Sie betreute noch einige Mandanten in dem Steuerbüro, in dem sie seit 35 Jahren bis zu ihrer Pensionierung gearbeitet hatte, und dort verständigte man dann endlich die Nothilfe als man dem Problem gewahr wurde.

Mein erster dummer Spruch am Telefon war, „warum hast Du denn nicht Bescheid gesagt?“ Selbstschämung de luxe. Tantchen geht es mittlerweile nach der Reha wieder besser, sie spricht wieder sehr gut – vor allem, wenn man bedenkt, wie lange der Apoplex in ihrem Fall nicht behandelt wurde – manche Worte muss sie etwas länger suchen oder zwei Mal aussprechen, bis es stimmt. Aber im Großen und Ganzen hat sie viel Glück gehabt im Unglück.

In der Firma wurde während Tantchens Rehaaufenthalt die Computertechnik aktualisiert, nicht der alte Rechner vom Tantchen und die Cheffin hat ihr dann eine Woche vor ihrem 69. Geburtstag gesagt, man würde ihre Mithilfe nun nicht mehr benötigen. Kein Gespräch oder Nachfrage, ob sie denn wieder arbeiten könne oder wolle. Das schmerzt insofern, weil für Tantchen nur pensisoniert sein noch kein Thema ist und es nach ihrer Erkrankung großen Auftrieb bedeuten würde, ein paar Stunden die Woche arbeiten zu dürfen.

Also falls Ihr jemanden in Berlin kennt, der für sein Unternehmen eine Hand braucht, die die Buchhaltung übernimmt und ordnungsgemäß Abrechnungen etc. abwickelt, bitte gerne Meldung an mich. Tantchen ist motorisiert und fit in der Birne und auch sonst so!

Und ich rufe das Tantchen jetzt doch lieber regelmäßig an …

Ansonsten bitte, bitte, bitte: wenn in Eurem direkten Umfeld sich jemand plötzlich anders benimmt, plötzlich Sprach- oder Sehstörungen hat, verwirrt wirkt oder erregt, der Person übel ist, sich einige Gliedmaßen nicht wie üblich bewegen lassen, bitte, bitte, bitte nicht auf gut Wetter warten! Direkt 112 rufen und sagen „Verdacht auf Schlaganfall!“ Lieber einmal zu früh anrufen und ggfs. ist die Diagnose hinterher eine andere und nicht ganz so gefährlich als einmal zu spät, dann droht dem Betroffenen unter Umständen nämlich der Exitus oder ein Leben als lebenslanger Pflegefall. Man muss, darf, sollte manchmal in bestimmten Fälle für andere Menschen Verantwortung übernehmen!

Kurztest für Laien im möglichen Moment eines Schlaganfalls:
• Den etwaigen Patienten bitten zu lächeln. Eine Person mit einem Schlaganfall kann nur noch eine Gesichtshälfte bewegen, das Gesicht wird nur einseitig verzogen.
• Die Person soll versuchen beide Arme (Hände noch oben gedreht) nach oben zu heben. Liegt eine Lähmung infolge eines Schlaganfalls vor, kann der Patient das nur einseitig tun. Schließt er die Augen dabei und sinken ein oder die Arme wieder ab oder verdrehen sich, ist das ein Signal für einen Stroke.
• Die betroffene Person soll einen einfachen Satz z. B. „Ich brauche keine Hilfe“ nachsprechen. Auch wenn sie dazu in der Lage ist, genau hinhören: spricht sie wirklich klar oder verschwommen, stotternd?

Und: auch Kinder können bereits Schlaganfälle erleiden.

Kein Verständnis …

werde ich jemals dafür haben können, warum sich Frauen im Jahr 2010 in der Situation eines Notkaiserschnittes immer noch so alleine, mies und übergangen fühlen müssen! Teil 2.

2010-10-13

Note to myself

… mit 45 nicht mehr den Platz gegenüber der Bank einnehmen über der dieser Spiegel gekippt an der Wand hängt, der einem während der Dauer eines ganzen Milchkaffees erzählt, dass man wie 45 aussieht.

(Aus der Reihe: ein Glück, dass ich doch kein Mittagessen bestellt habe.)

Berliner Aktionsräume

Im Rahmen der weiteren Quartiersentwicklung in Berlin wird heute die Ausstellung „Aktionsräume Plus – Impuls für eine lebenswerte Stadt“ beim Senator für Bau- und Wohnungswesen eröffnet. Da hängen auch Fotos von mir.

Die klügere, intelligentere, profilierungsfreiere

Diskussion zum Thema Koran, Islam und getragene Kopftücher fand übrigens diese Woche unter dem Titel „Verhüllt im Namen des Korans?“am Sonntag im WDR bei west.art Talk statt. Leider kann ich sie nicht als online verfügbares Format ausmachen.

Das gestern bei Maischberger war unangenehmes zickige lautes Rumpoltern, ließ jegliche Diskussionskultur missen und diente nur dem Fremdschämen meinerseits.

2010-10-12

Wieder …

zwei Freunde mehr (facebook) und gestern beim Vietnamesen kommt eine junge Frau hinein mit Eierpackungen und Eiern und fragt schüchtern höflich, ob wir frische Eier kaufen wollen.

Größte Charmeofferte ever. Eierfach leider schon voll.

Die Bürger, Wähler sind der Souverän



Sehr guter Kommentar letzte Woche im Tagesspiegel (anlässlich Stuttgart 21) von Stephan-Andreas Carsdorff.

2010-10-11

Die kleine bunte Katze

Talytha entdeckt dieser Tage, dass ich nicht nur für das Fütterritual zuständig bin und ganz nett den Bauch kraulen und das Fell zur allgemeinen Zufriedenheit massieren kann. Nein, sie hat entdeckt, dass man ziemlich prima auf mir herum laufen, liegen und schlafen kann, einschließlich kompletter Körpermassage.



Am allerbesten und sehr intensiv kann man übrigens auf mir herum turnen, laufen, liegen, sehr (!) laut schnurrend schlafen, wenn morgens nebenan das Fummelbrett noch nicht bestückt worden ist.

2010-10-10

Movement

Meine Erfahrungen mit analogen Spiegelreflexkameras sind gleich null. Zu analogen Zeiten habe ich mich kompakten Kameras fotografiert, mir fehlte dafür schlicht ein Mentor, der mir die alte spannende Technik nahe brachte. (Seid dankbar für den Vater, der Euch solche Dinge bei gebracht hat – ich vermisse dieses fehlende Vaterrollenmodell in meinem Leben heute noch sehr schmerzlich.)



Nun, Freund Armin übergab mir anlässlich seines Wegzuges nach Rom 2005 eine Carena mit drei Objektiven und Filtern, die bei ihm schon ewig ungenutzt herum lag und sie dies in der Folge bei mir auch tat, mangels Gebrauchsanweisung und eben Ahnung, wie man denn ein solches kleines Monster bedient. Entwicklung rückwärts, es ist – das habe ich gestern gelernt – nämlich sehr wohl eine Kunst einen Film ordentlich einlegen zu können. Letztendlich war die Kamera dieses Jahr sogar schon in Frankreich, weil die Stiefmutter vom besten Freund der Welt andeutete, wieder gerne eine haben zu wollen. Aber dann wohl doch von der Augenkrankheit zurück schreckte und so bekam ich die Dame mit von mir neu gekaufter Batterie wieder zurück. Und da lag sie nun erneut. Arbeitslos, seit Jahren.

Bei meinem Geburtstagsessen kamen wir dann auf das Thema analoges Fotografieren. Denn ich würde es wirklich gerne können und diesen Schritt in die alte Zeit wagen, weil ich einfach weiß: da ist so viel spezielles Wissen verankert, dies alles nicht zu wissen, gewissen Erfahrungen nicht zu haben, halten mich schlicht von meinen Erfahrungen eine bessere Fotografin zu werden ab. Ich will das. Ich träume von einer analogen 67 oder 645, von Mittelformat. Ich will mit Messsucherkameras umgehen lernen. Irgendwann Dunkelkammer riechen. Da ist noch so viel zu erfahren für mich in der Fotografie!

Kurz, Sanny, Susanne Wolkenhauer, die eine Hälfte von Tulip-Photo, ihres Zeichens Reportagefotografin und eine begeisterte Lehrmeisterin mit eben Ahnung ohne Ende bei den analogen Damen der Fotokunst, sagte kurz: „Machen wir! Ich zeige Dir das!“ und so sind wir gestern kurz entschlossen am Nachmittag los mit nur (m)einer digitalen Ixus, die mir als Belichtungsmesser diente und ihrer (wunderschönen fast neuwertig zu nennenden) Kiev und meiner Carena, Filmen, Stativen. Beim ersten Kaffee bekam ich erste Instruktionen zur Filmeinlage und vergnüglichem Batteriewechsel. Für die Carena; die Kiev (Sany „meine ukrainische Diva”) braucht so etwas ja nicht – die ist ja Tchernobyl like (Selenbelichtungsmesser) betrieben.

Und es war in hohem Maße vergnüglich dieser Abend, weil Sanny so unkompliziert und immer mit viel Freude erklären kann. Ohne viel Technik-Schnickschnack-BlaBla, einfach mit viel Begeisterung – die die Angst vor dem Unbekannten nimmt und die Freude wachsen lässt. Und auch die Carena zeigte sich hochinteressant von ihrer zickigen Seite, verweigerte sie hier und da den notwendigen Verschlussablauf als auch später einmal den Filmtransport. Zwei technischen Probleme, die mich alleine schon zu aufgeben gezwungen hätten – aber mit Sany an der Seite, die „großen Katastrophen“ zu alltäglichen Erscheinungen einen fotografischen Analogalltags werden ließen, händelbar und letztendlich praktische Hilfen zum Erlernen der ollen Technik.

Es war einfach großartig. Ich habe in kurzer Zeit so wundervolle Dinge gelernt, ich habe mich endlich dem Thema analoge Spiegelreflexfotografie genähert – ich bin begeistert. Und Montag endlich wieder einmal Film abgeben … bin so gespannt! Wie großartig ist das denn, nach Hause zu kommen und nicht gleich die Ergebnisse auf dem Rechner sehen zu können?

Vielleicht werde ich fotografisch doch irgendwann noch erwachsen, ich wünsche es mir so sehr!