2012-02-19
2012-02-15
Bewerbung
Wenn Dinge im Leben passieren, die alles ändern und alle Sichtweisen neu definieren, ändert man sich zwangsläufig selbst. Ich bin ja nunmehr in einer Situation, aus der ich ein fatalistisches „viel Schlimmeres kann mir nun kaum noch passieren” mitnehme und so einerseits das ganze Erleben immer noch erstaunlich vielfältig nachwirkt, so merke ich andererseits, es bringt ein wenig Stärke zurück ins Leben und diese ist ganz anders, als das was ich vorher Stärke benannte oder kannte.
Gestern ein Bewerbungsgespräch gehabt. Gleiche Firma, Abteilung ist derzeit in der Umstrukturierung, einer sehr spannenden, die sicherlich einerseits sehr weh tun wird; andererseits aber auch viel Potential für Neues bietet. Guter Moment in einer angespannten Zeit, grandiose Energien. Habe mich auf die Trainer-Position beworben. Meinen Präsentationstermin hatte ich gestern und ich habe mich auf die Arbeit (vorgegebene Aufgabenstellung daraus Konzeption entwickeln, drei Aufgaben abhandeln) sehr gefreut und mich auch auf die Präsentation und das Gespräch gefreut. Einfach nur gefreut und den Spaß darin gesehen. Es war wie ein Schaumbad mit abschließender Massage und Champagnercocktail, etwas, das man nur für sich selbst tut. Diese Gefühl ist für mich ganz neu. Angstlos sein. Nur auf die Freude am tun ausgerichtet.
Es war, glaube ich, ganz gut. Es sind viele Bewerber (firmeninterner Bewerbungsprozess) im Rennen, die Entscheidung wird nächste Woche getroffen. Keine Ahnung, ob es etwas wird. Wenn ja, toll. Weil wirklich eine schöne Aufgabe und etwas, wofür ich andere Dinge glatt bei Seite legen könnte.
Aber am meisten bin ich immer noch erstaunt über die Selbstverständlichkeit, ganz angstlos, in einem Handeln, das ich noch vor gut fünf Monaten als für mich völlig unmöglich erachtet hätte.
Am Wochenende werde ich die Telefonnummer aller meiner Freunde löschen, die vom sehr frühen Zeitpunkt von meiner besonderen Situation erfahren haben und bis zum heutigen Tag es nicht ein einziges Mal geschafft haben, den Telefonhörer in die Hand zu nehmen. Noch vielleicht mal zum Jahreswechsel aufmunternde Zeilen an mich versenden wollten. Das ist sehr bitter und tut weh. Ich muss es aber akzeptieren, durch deren Netz offensichtlich gefallen zu sein. Ich denke drei Monate Schweigen sind sogar mir zu lange.
Um so mehr das Gewicht und die Freude über die Freunde und Menschen, die zu mir gehalten haben. Und noch halten. Auf persönlicher und virtueller Ebene. Danke!
at 11:56 23 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
2012-02-07
Die sehr hohe Kunst …
… des Laptops und Katze gleichzeitig auf dem Schoß zu balancieren. Die Katze gewinnt immer. Die schnurrt.
at 11:15 6 comments
Labels: dies und das
2012-02-05
goldenRatio
Der Goldene Schnitt als hilfreiche transparente Applikation für jeden WebDesigner, Grafiker und wer's sonst noch gebrauchen kann. Das Gute an dem Ding, es sieht sogar so gut aus in der Anwendung, dass er Spaß macht!

Kaufen!
at 19:30 1 comments
Labels: blogfreaks
Es piept
Ich schrieb ja neulich schon, dass sich regelmäßig ein Spinnenweber sein zwölftes Bein ausreisst, wenn ich von mir behaupte flexibel zu sein. Die nicht existente Flexibilität manifestiert sich zu einer nicht existenten und zusätzlich unsichtbaren Flexibilität, wenn es um elektronische Geräte geht, die piepen.
Seit ich hier diese neuen vier Wände bezogen habe in denen das eine und andere elektronische Gerät der neueren Gangart (ich nannte ja noch Röhrenfernseher und Klopfstaubsauger mein eigen) sein lautes Unwesen treibt, sehne ich mich immer mehr nach der Zeit, in der ich altersbedingt nur noch mit einem Hörgerät der Nachbarn ihren Sex in Hörenschein nehmen kann. Die Waschmaschine, wenn sie fertig ist, piepst. Der Ofen, wenn er denn fertig gebacken hat, piepst (er kann sich auch selber ausschalten, wenn er fertig ist, piepst aber lieber vorher zur Sicherheit noch einmal). Die Mikrowelle piepst sage und schreibe fünf Mal sehr laut (!) hintereinander, um sage und schreibe fünf Mal hintereinander sehr laut fünf Mal sehr laut zu piepsen, hat man nach dem ersten Mal nicht das Essen entnommen, also den vollautomatischen piepsabstellenden Türöffner betätigt. Wohlgemerkt: auch die schaltet sich selbst aus, wenn sie fertig ist. Aber vorsichtshalber piepst sie sich lieber mal ‘nen Wolf! Der Trockner piepst nur deswegen nicht mehr, weil er vor einiger Zeit vom Sockel gefallen ist und vor Schreck das hohe C verloren hat und stattdessen jetzt lieber brummt. Der Saug-Robotnik piepst auch sehr verzweifelt, wenn er sich erwartungsgemäß unter der Heizung festgefahren hat oder Angst vor dem Teppich. Freitag kauften sie sich einen neuen Staubsauger, ich wette, der piepst. Das Laufband, seit gestern den Flur bevölkernd, piepst bestimmt auch. (Ich will das eigentlich gar nicht wissen, aber die Vermutung liegt sehr sehr nahe!) Das Blutdruckgerät vom Hausherren piepst auch, aber das muss wohl so sein!
Wer hat eigentlich irgendwann bestimmt, dass alles in so unglaublich nervigen höhen Tönen von keinen echten Gefahren (ich bin ja bereit zu behaupten, diese Gefahren existieren nicht einmal real) warnen muss?
Gestern Abend der absolute Pieps-Gau: der liebe Freund fährt mich spät abends noch nach Hause. Vorher muss das Auto mit Frostschutzmittel in der Scheibenwaschmittelanlage versorgt werden und vom Scheibenschnee der letzten winterlichen Tage befreit werden. Er stellt vorher die Lüftung im Auto an als auch das Licht, damit er im Dunklen etwas sieht; kurz die Zündung ist an. Dann öffnet er die Motorhaube und ich sitze auf dem Beifahrersitz: da piepst es. Es piepst sich den Wolf in unregelmäßigen Abständen, denn die Elektronik vermeldet voller Panik, das Auto fährt gerade im Stillstehen gehen ein Hindernis (Freund vor der Motorhaube hantierend). Je nachdem wie sehr oder wie wenig er sich dabei vor den Abstandhaltern in der vorderen Stoßstange bewegt, bekommt die Piepsanlage einen Herzkasper. Gleichzeitig ist nämlich das Licht an obwohl kein Fahrer auf dem Sitz sitzt, die Beifahrerin ist noch nicht angeschnallt, der Fahrer, der noch nicht auf dem Sitz sitzt auch nicht und als der Fahrer draußen seitlich an dem Auto vorbei nach hinten geht, wo das impertinente Piepsen schon wieder voller Panik davor warnt, dass es jetzt gleich den Fahrer überfahren wird, der davon nichts hört, weil eben DRAUßEN vor dem Auto (!) Eis von der Scheibe kratzt und überhaupt ist das Licht noch an, der Fahrer aber schon ausgestiegen. Der Verzweiflungsgrad vom Auto scheint enorm. Und ich bleibe nie wieder in einem Auto alleine sitzen in dem der Schlüssel in der Zündung steckt und umgedreht ist. Aus GRÜNDEN!
(Aus der Reihe: fahrt Fahrrad, Räder quietschen nur!)
at 13:38 9 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
2012-02-01
Zweimal …
binnen zwei Wochen Erkältung. Wer hat denn so‘n Schmarren efunden?
at 22:51 6 comments
Labels: dies und das
2012-01-29
Wohnungstrends
Der neue Trend: in einer Wohnung in der sonst die halbe Elektrik von den Wänden hängt, die Küche mit einer alten Küchenmaschine anzubieten! Und im Wohnzimmer noch den alten Ofen stehen haben, trotz Heizung. Die Küchenmaschine funktioniert natürlich nicht mehr (spätestens seit man die Ablüftung tapeziert hat), war dafür aber so versifft (der daneben stehende E-Herd ebenso und die Verwalterin diskutierte ernsthaft dessen „Erhalt” in der Wohnung), dass ich mich frage, warum die Herpesblasen in den Lippen noch nicht anklopfen. Riesen-Elektrowasserboiler über der Badewanne. Den hatte man in der Wohnung meiner Mutter schon vor 20 Jahren versetzt, weil wohl aus baugesundheitlichen Gründen nicht mehr statthaft.
In der nächsten Wohnung ein komplett gefliestes Bad. Alles gefliest in Perfektion. Bis auf den Boden. Da hat man dann auch gleich gesehen, wo wohl der Vormieter versehentlich einige Zeit vor sich hin verwest ist.
Mein Ekelbedarf ist heute leicht gedeckt. Satt bis an die Oberkante.
at 20:18 9 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
