2011-02-07

Am allerallerallerallerallerliebsten …

habe ich während einer Blogdiskussion Kommentatoren, die den anderen mehr und weniger leidenschaftlich diskutierenden Kommentatoren so viel ihrer Lebenzeit schenken und diese in Ein- bis auch gerne Dreizeilern (!) maßregeln versuchen, in dem sie ihnen erklären, dass sie doch zu viel Zeit haben müssen, weil sie sich engagiert an einer Diskussion beteiligen. Input dann zum Thema? Niente!

(Aus der Reihe: Bitte! Bitte nur einmal überlegen, – und wenn es auch nur bei dem Versuch bleibt – warum wir Blogger wohl Blogger sind.)

2011-02-06

Huch?

Mal gucken, wann sie rafft, dass der schwarzweiße grazile Riesenkater neben ihr gar nicht auf den Namen „Talytha“ hört …

The Super Bowl and Violence Against Females

Höfliche Leseempfehlung! Läuft ja bei uns in den jeweiligen Ligen nicht anders …

2011-02-05

Punx



Punx ist der Kreuzberger Plural von Punk.

2011-02-04

Manche Meetings …

können ganz schön langweilig sein!

Gedankenspinnerei

Neulich habe ich irgendwo gelesen, dass wir Deutschen völlig überversichert sind. Und im gleichen Artikel gelesen, dass wir heillos unterversichert sind. Wenn man diesem journalistischen Qualitätsbeitrag Glauben schenken darf, zahlen wir jährlich 54 Milliarden Euro (!) in irgendwelche Schnullidulli-Versicherungen. Irgendwo im Vorbeigehen habe ich mitgenommen, dass es in Deutschland mehr abgeschlossene Lebensversicherungen gäbe, als Einwohner. Aber natürlich wird weiterhin viel pro Versicherung Stimmung gemacht und uns eingeredet, wir seien längst nicht in allen Lebenslagen ausreichend versorgt, was unseren Versicherungsschutz anbelangt.

Beispielsweise wird uns ständig erklärt, wir würden alle immer älter werden und müssten finanzielle Vorsorge, Vorsorge und nochmals Vorsorge betreiben. Weil wir doch alle gesünder leben würden, wir dank besserer gesundheitlicher Vorsorge seltener krank werden. Oder alternativ, dank der Krebs-Früherkennungen, eher eine Heilung möglich ist als früher bzw. man durch neue Behandlungsmethoden zumindest deutlich länger mit einer Krebserkrankung lebt als noch vor 20 Jahren. Wir arbeiten heute weniger risikobereit oder anstrengend. Dem Ganzen anheimgestellt immer wieder der Hinweis, wie wichtig es ist, ausreichend für den langen Lebensabend vorzusorgen.

Das ist, wie ich finde, eine interessante Aussage in der Konklusion, bedenke ich dann die stetigen anderen Hinweise, wie gefährlicher unser Leben zunehmend wird und ich frage mich immer häufiger, was eigentlich, wenn dieses Lebensmodell dann doch nichts anderes ist als eine riesige Lebenslüge? Von der Versicherungslobby initiiert? Big Business, dem natürlich unsere dumpen Politiker mit hoher Begeisterung folgen? Andererseits stehen doch auch diese ganzen anderen negativen Vorzeichen:

• Die Umweltverschmutzung nimmt zu. Auch hierzulande werden wir immer häufiger mit den Konsequenzen einer unausgeglichenen Klimawelt leben müssen. Umweltkatastrophen fordern Todesopfer. Hautkrebs beispielsweise, der ursächlich in Verbindung mit der von uns vorsätzlich zerstörten Ozonschicht einhergeht, hat die höchsten Steigerungsraten, was Krebserkrankungen in Deutschland anbelangt. Er rangiert längst vor Brust- bzw. Prostatakrebserkrankungen. Im Vergleich zu 2005 ist die Hautkrebsrate 2010 um lässige 39% (!) gestiegen. Und: die Patienten werden immer jünger: die Erstdiagnose wird immer häufiger bei Menschen unterhalb ihres 40. Lebensjahres gestellt.

• Derzeit gibt es kaum eine Krebserkrankung, die nicht als in ihrem Auftreten als steigend beziffert wird. Dabei ist übrigens mittlerweile weniger relevant, dass immer ältere Menschen häufiger an Krebs erkranken, sondern die Tatsache, dass immer jüngere Menschen heutzutage immer früher mit der Diagnose Krebs konfrontiert werden. Teilweise in einem Alter, in dem die seitens der Kassen verordneten Vorsorgemodelle noch gar nicht greifen. Vor zehn Jahren sind z. B. noch primär Frauen erst in einem Alter ab 60 Jahren an Brustkrebs erkrankt, heute sind Frauen, die die Diagnose im Lebensalter von 35 Jahren erhalten, nicht einmal mehr eine Ausnahme. Besonders tragisch dabei: die Tumoren werden immer aggressiver.

• Die Deutschen essen immer mehr Schrott. Und zwar auch ohne von geldgeilen Lieferanten der Positivliste übervorteilt zu werden. Wir brauchen keine Dioxin-Skandale, um zu wissen, dass in unseren Lebensmitteln unzählige Zusatzstoffe enthalten sind, die von gesunder Ernährung soweit entfernt sind, wie Sarrazin vom Bosporusurlaub. Viele der Zusatzstoffe stehen im Verdacht krebserregend zu sein. Dennoch dürfen sie, gesetzlich befürwortet, in eingeschränkter Menge unserem Essen beigemischt werden.

• Und selbst, wenn uns der Joghurt keinen Krebs bescheren sollte, werden uns zunehmend Aromastoffe, Süßstoffe ins Essen gemischt, die dafür bekannt ist, dass sie zu Übergewicht führen. Es gibt heute unzählige Esswaren, die beispielsweise durch die Beimengen von Geschmacksverstärkern vom Handel bewusst gewünscht zu Abhängigkeiten führen. Nebenbei sind die meisten Lebensmittel übersalzen oder überzuckert. Die Folgen sind für den Menschen Übergewicht, Bluthochdruck und Diabetes. Krankheiten also, die zu Lasten unseres Herz- und Kreislaufsystems gehen und schlussendlich zum Versagen führen können. Zwar sind hierzulande die letzten Jahre die Todesfälle aufgrund eines Myokardinfarkts gesunken, was mit an der besseren Aufklärung der Menschen als auch an der flächenübergreifend guten medizinischen, in den letzten Jahren verbesserten Versorgung (Notfalldefibrilatoren) liegt. Nur: an genau diesem System wird immer mehr gespart werden. Die Zahlen werden sich Ungunsten der Patienten über kurz oder lang wieder nach oben erholen.

• Die Zahlen der Todesfälle durch Herzinfarkt sind auch deswegen gesunken, weil viele Menschen heute körperbewusster, sportlicher durchs Leben gehen. Aber: die Schere zwischen reichen und denen an bzw. unterhalb der Armutsgrenze lebenden Menschen in Deutschland ist in den letzten Jahren sehr viel größer geworden und diese Entwicklung wird fortschreiten. Es wird immer mehr Menschen geben, die für einen körperlichen Ausgleich, eine gesunde Lebensführung deutlich weniger bis gar kein Geld zur Verfügung haben werden. Sie werden sich zwangsläufig schlechter ernähren müssen. Sie werden – sofern sie Arbeit finden – deutlich mehr arbeiten müssen, als jemals zuvor, um einen Lebensstandard kurz nach der Armutsgrenze finanziert zu bekommen. Sie werden zunehmend verstärkt Sorgen um ihre Existenz haben, negativer Stress und übermäßige Arbeitsbelastung machen nicht gesund, das ist bekannt. Kurz: die Herzinfarktraten werden wieder steigen. Und mit ihnen die Rate der Mortalität.

• Das Thema zunehmende Armut in Deutschland – nicht nur im Alter – zeigt auch jetzt bereits Auswirkungen in der Mortalitätsrate. Wir wissen mittlerweile, dass Armut depressiv macht. Und Depressionen greifen auf Dauer das Herz an. Lebensumstände, die zum Beispiel keine gesunde Ernährung ermöglichen (s. o.), tun ihr übriges. 2009 haben sich in Deutschland 9.000 Menschen das Leben genommen, 100.000 Menschen haben einen Suizidversuch begangen. Es ist bekannt, dass sich ältere Menschen häufiger selbst richten, oft in Abhängigkeit von Krankheiten.

• Das Robert-Koch-Institut hat ermittelt, dass 60-jährige Männer in den höchsten Einkommensschichten eine Lebenserwartung von circa 28 Jahren haben, Männer gleichen Alters aus den unteren Gehaltsschichten indes nur noch eine Lebenserwartung von ungefähr 15 Jahren.

• Über kurz oder lang wird die Regel „Frauen leben länger als Männer“ keinen Bestand mehr haben. Einerseits liegt das in der Logik der Gleichbehandlung, daraus resultiert, das ist bekannt, eine Angleichung der Verhaltensweisen innerhalb der beiden Geschlechter. Mittlerweile rauchen mehr jüngere Frauen als Männer. Sie arbeiten mittlerweile ebenso in ihre Gesundheit gefährdenden Jobs wie früher nur Männer. Der berufliche Stress nimmt für sie stetig zu. Die Mortalitätsrate bei Alkoholkrankheiten, Lungenkrebs, Herz-Kreislauferkrankungen nimmt bei Frauen derzeit zu.

• Frauen sind im besonderen Maß die Leidtragenden der heutigen Regierungspolitik. Sie verarmen nach wie vor eher. Sie sind weiterhin häufiger Alleinerziehende als Männer. Sie arbeiten häufiger in 400-Eurojobs und sind eher gezwungen, sich in Demut zu üben, sei es gesunde Ernährung oder Sorgenfreiheit (finanzieller und sozialer Natur) betreffend. Sie haben deutlich weniger Chancen, mangels Sparmöglichkeiten, jemals in ein den Lebensstatus ausreichend absicherndes Rentenmodell zu gelangen. Sie geraten weiterhin eher in Altersarmut. Sie werden also noch häufiger als Männer über das Erreichen des Rentenalters hinaus zusätzlich arbeiten gehen müssen. Alles Faktoren, die negativen Einfluss auf die Lebensdauer haben. Kurz: die Differenz des längeren Lebensalters wird sich über kurz oder lang zwischen den Geschlechtern immer stärker aufeinander zu bewegen.

• Kurz oder lang wird hierzulande die Gesundheitsversorgung des Einzelnen auf eine Grundversorgung reduziert werden. Ein umfassende Behandlung wird nur mittels Zusatzversicherungen zu gewährleisten sein. Also wird sich auch hier eine Kluft auftun zwischen den Besserverdienenden und denen, die mit einem Existenzminimum langfristig durchs Leben gehen. Kein Aspekt, der für die eine Bevölkerungsgruppe medizinisch immer eine lebenserhaltende Maßnahme vorrätig halten dürfte. ALG II-Empfänger, Leiharbeiter, Mini-Jobber können sich schon heute, bei zum Beispiel einer Krebsbehandlung, eine Reha-Maßnahme nicht leisten bzw. müssen dafür Schulden machen.

• Im Zuge der Einsparungen im Gesundheitssystem nehmen die katastrophalen Zustände in der Hygiene in den Krankenhäuser weiterhin zu. Wir generieren hier unsere stetig steigende Sterberate selbst. Weiterhin gilt die Nachsorge nach Krankenhausaufenthalten und teilweise schwersten Operationen hierzulande mittlerweile als ebenso katastrophal. Man hat die Krankenhausaufenthalte aus Kostengründen der Patienten auf ein Minimum zusammen gestrichen, hat es aber gleichzeitig unterlassen, eine ausreichende Versorgung der Patienten zu Haus zu gewährleisten. Es gibt in Deutschland kein ernstzunehmendes Sterberegister. Menschen nach einer OP sterben zu Hause üblicherweise an einem Kreislaufversagen. Selten gibt es eine Diagnose post mortem, die da heißt Exitus infolge von mangelhafter OP-Nachsorge.

• Die Privatisierung von öffentlichem Eigentum wird zunehmend für vermehrte Katastrophen (beispielsweise im Nahverkehr) auch mit höheren Todeszahlen führen. Wir erinnern uns, die derzeitige Regierung bastelt an einem Konzept die Lagerung von radioaktivem Müll in Deutschland zu privatisieren. Wir werden in den kommenden 20-30 Jahren noch ein paar mehr oder weniger lustige Vorkommnisse hier in Deutschland erleben, die einem großen Teil der Bevölkerung sehr wahrscheinlich den Tod bringen dürfte. Beispiel: die Schachtanlage Asse.

• Alleine im letzten Jahr sind weltweit 300.000 Menschen aufgrund von Naturkatastrophen ums Leben gekommen (weswegen die Ergebnisse vom Klimagipfel im Vergleich zum monetären Aufwand der Terrorbekämpfung so unglaublich lächerlich sind). Tendenz weiterhin steigend. Klima herrscht auch in Deutschland und auch wir werden über kurz oder lang in ganz anderen Dimensionen von den Auswirkungen der Klimaveränderungen Schaden nehmen.

Wisst Ihr was? Ich höre jetzt einfach mal auf. Wenn ich die ganzen Cons so für mich addiere, glaube ich nicht an eine höhere Lebenserwartung der Deutschen im großen Stil. Zumindest nicht in dem Rahmen, wie sie mir deutsche Politiker und Versicherungsunternehmen weiss machen möchten.

Bilderrätsel

Diese fliegende Maus hockt auf einem Berliner U-Bahnhof. Und ich will wissen auf welchem?

2011-02-03

Bankendreier



… in Rotlicht-Couleur!

Wusstet Ihr, dass …

man gegen Sperma immun werden kann? Ach, lest selbst!

Die elektronische Gesundheitskarte …

Vorne herum hat Dr. Rösler ja ein wundervolles Bäumchen-wechsle-Dich-Spiel gespielt mit der elektronischen Gesundheitskarte mit einer Version „kommt garantiert nicht“, dann nach dem direkten Einknicken vor der Lobby mit einem „kommt vielleicht, wir müssen mal sehen“ und hintenrum hat er die entstandene Atempause in der Öffentlichkeit feist dreist dazu genutzt, die Verordnung so umtexten zu lassen, dass die Karte garantiert kommt. Nur jetzt noch weniger getestet wird, als sie vorher schon von jeder Seite (natürlich auch den Seiten, die damit Geld verdienen würden) als ungenügend getestet kritisiert wurde. Hier ein kleiner Abriss vom Fiasko der ersten Testreihe. Klar, was so super im funktioniert im ersten Anlauf, muss nicht noch mal auf Herz und Nieren geprüft werden.

Nun, liebe Kinder, gebt fein acht. Es ist etwas anderes, ob jemand Euren Persocode knacken kann oder jemand an Eure gesundheitlichen Daten gerät, der daran besser nicht geraten soll.

2011-01-31

Gute Nachrichten aus Tempelhof!

Die Ranke-Erdbeere wirft schon erstes Grün!

2011-01-29

Ravioli-Junkie

Nudel-Projekt 2011, dritte Klappe. Das mit dem Teig habe ich mittlerweile gut im Griff. Aber, entgegen allen meinen lieben Kommentatoren, die meinten, normales Weizenmehl täte es auch, bin ich mittlerweile auf gutes italienisches Divella Semola Di Grano Duro Rimacinata umgestiegen. Ich finde den Teig viel schöner und die Nudeln schmecken mir persönlich deutlich besser als mit unserem herkömmlichen 405er Mehl. Das Problem bei meinem Hartweizengrieß (Tipp von bel) aus dem türkischen Supermarkt (der Teig zerbröselte immer nur) ist mir mittlerweile auch aufgegangen. Türkisch fein gemahlen und italienisch fein gemahlen sind zwei völlig unterschiedliche Baustellen. Macht ja nix. Jetzt bin ich bei 200 g Semola die Grano und 100 g Semola von De Gecco, 3 Eier, etwas Olivenöl (alleine schon wegen der Handpflege beim Kneten!) und habe einen wundervollen weichen Teig, der nicht klebt, gut knetbar mit der Hand und mit einer sehr schönen Farbe, der auch den schlussendlichen Arbeitsschritten wunderbar standhält.



Die Teigfindung erkläre ich hiermit für abgeschlossen. Gekauft wird beim kleinen Italiener am Südkreuz, der sich immer freut, wenn ich mit meinem Bianchi-Fahrrad vorfahre. Der gestern eine schlimme Fussballverletzung (!) – da reden wir mal besser nicht drüber, näch? – hatte, kaum laufen konnte: von dieser Stelle aus gute und schnelle Besserung! Außerdem kostet das das Mehl einen lässigen Euro weniger als in der italienischen Apotheke am Kotti, die plötzlich auch keinen offenen Ricotta mehr verkauft. Dann eben nicht! Und ja, ich bin nach wie vor sehr beglückt mit dieser Teig-Kneterei. Fahr' icke voll druff ab! (Wie der Berliner zu sagen pflegt.)

Das mit den Nudeln … mit den Tagliatelle, klappt soweit. Zumindest seit dem legendären Tipp in den Kommentaren hier von Maribert mit den Frühstücksbrettchen. In der Länge bekomme ich die Jungs nun auseinander, allerdings kleben sie noch immer seitwärts zusammen. Brauche ich also doch so einen Trockner zum Nudeln einzeln aufhängen? Vielleicht aber klappt es nun mit dem schlussendlichen Teigrezept auch besser. Wir werden sehen … denn nun bin ich aktuell auf dem Ravioli-Trip!

Oh Ravioli! Ihr wart schon immer meine Lieblingspasta! Vergangenen Mittwoch war ich bei Coledampf's (großartiger Küchenartikelladen in Berlin, wo man wirklich alles bekommt, was man braucht) und die haben derzeit Ausverkauf wegen Umbau. Unglaublich günstige Preise. Ich riss mich zusammen, aber musste dann doch diese beiden Ausstecher



einladen, bei mir und in meiner Küche künftig heimzuwohnen. Sie ließen sich auch nicht lange bitten, kosteten 20% weniger und laden zu jeder Zeit Plätzchenausstechzeit sein. Was sehr wichtig ist für die Seele. Habe ich so auch nicht gewusst! (Ich freue mich schon sehr auf die erste Ravioli-Session mit dem Nachbarsmädchen, sie stand neulich schon mit glänzenden Augen vor der Nudelmaschine.)

Heute gab es zum dritten Mal Ravioli und ich war heute sehr zufrieden mit der Dicke des Teiges, man muss sich eben herantasten. Seit ich Nudeln mache, steht bei mir immer ein Topf Sugo auf dem Herd, alternativ lagern ein paar Becher Sahne ein. ,-) Der Verbrauch an Parmesan ist immens gestiegen, die Hosen werden enger … äh. Nein. Nicht wirklich.

Dies sind meine allerersten Ravioli gewesen:



Gefüllt mit sehr klein geschnittenem angebratenem Bauchspeck, Frischkäse und Frühlingszwiebeln. Nicht farciert übrigens. Sehr lecker, die Füllung – auch wenn ich mich leider beim Bauchspeck verkauft hatte und einen viel zu salzigen verwendet habe. Frischkäse hält in Ravioli eher nicht so vor. Also zumindest schon mal gar nicht, wenn man die kleinen Klapptaschen nicht ordentlich dicht verschließt! Jaaa, Schlamperei nehmen Ravioli übel. Ravioli wollen zärtlich einzeln getätschelt werden, habe ich gelernt. Ravioli sind sensible kleine Diven, aber wenn man ihnen die Aufmerksamkeit zukommen lässt, die sie wünschen, dann sind sie das Beste auf der Welt, was man essen kann. Finde ich. Wie schon berichtet, Ravioli Volume 1 und 2 waren mir vom Teig dann doch auch noch zu dick. Da waren diese heute, die dritten, gleich viel besser im Geschmack, weil viel zarter:



Gestern gab es sie schon einmal in der runden Form, halb zusammen geklappt. Leider ohne Foto. Dafür ganz glückliches Ravioli-Ersthappening bei Frau Indica in meiner Küche. Wir waren froh mit unserem selbst gebastelten Essen! Gefüllt mit einer Farce aus Merguez-Putenwürstchenfleisch, schwarzen Oliven, getrockneten Tomaten und einer Zwiebel angebraten und mit zwei Esslöffel Ricotta im Mixer püriert. Ich finde, alleine diese Füllvariationen, die nun wirklich jeden Spielraum an eigener Kreativität bieten, ganz wundervoll! Und hey, ich bin erst am Anfang! Habe dann heute schon mal Crevetten und geräucherte Forellenfilets eingekauft. Hm, Firschfarce …

Was ich persönlich sehr sehr mag an dieser Nudelsache, dass man sie sich tatsächlich ein wenig erarbeiten muss und der ganzen Sache ein wenig Verständnis entgegen bringen muss. Eine Frage bleibt mir aber noch zu stellen: wie wirft man Ravioli nun richtig ins Wasser? Unangetastet? Oder presst man die Luft aus ihnen raus? Weiß das jemand?

Ich liebe diese Maultaschen. Und meine Nudelmaschine. Und die Ausstecher. Und den Italiener am Südkreuz. Und Robert, denn der ist – neben Mama – auch schuld an meinem neuen Kochhobby! Merci!

2011-01-28

Ich habe

heute viel doll mehr Schwäne gesehen als wie Du!

(Aus der Reihe: Kottbusserbrückenblogpost).

Man glaubt mir ja nie …

wenn ich hier und dort von dem sehr innigen Verhältnis meines Katers zu den Dienstleistern dieser Welt erzähle, die täglich oder mehrmals wöchentlich unseren Alltag beglücken. Da ist zum Beispiel unser Postbote. Der ist ja nicht nur ein sehr netter seiner Sorte, er ist obendrein auch noch ein hübscher (Feature geht an mich) und echter Katzenfreund (Feature geht an die Katzen). Seit unser Postbote Silvester das letzte Mal oben bei uns war und Lino ausgiebig mit ihm gekuschelt hatte, bis er ihn als praktikable Ausrede genommen hat, um den nächsten oberen Treppenabsatz heimzusuchen – was ich nett von meinem Kater fand, denn ich habe es auch gerne, wenn mein Postbote mir ab und an etwas Aufmerksamkeit schenkt – sieht Lino ihn morgens auf seiner Tour erst in die eine Richtung auf der anderen Straßenseite entlangfahren, begibt sich zum Kratzbaum an der Wohnungstür und singt … laut und herzliche Weisen für seinen Postboten. Die leider ungehört im Treppenhaus versanden. Ich wette, er möchte mit dem Mann zu gerne mal ein Fischbrötchen essen gehen. Ich bin weniger anspruchsvoll. Mir würde ein Kaffee schon reichen.

Ganz großes Kino für den Kater drei Mal die Woche, wenn die Jungs von der Berliner Straßenreinigung kommen. Denen guckt er zu gerne und äußerst interessiert beim Arbeiten zu. Und: Lino, ganz Junge an dieser Stelle, liebt große Autos. Lkws sind nur für meinen Kater erdacht worden – und wenn sie dazu noch besonders groß sind, beim Arbeiten quietschen und schnauben, von besonders auffälliger Farbe mit viel orangener Blinkanlage an allen Ecken und Kanten, dann … hach! Heute parkte das Auto so schön direkt vor dem Fenster, dass er genau sehen konnte, wie die drei Jungs elegant dem Fahrerhäuschen entstiegen sind. Ein großartiger Moment für meinen kleinen schwarzweißen grazilen Riesenkater …

Glaubt Ihr mir nicht?



Glaubt Ihr mir doch!

2011-01-27

2. Informationsbeitrag zu Euroweb

Wir wollen ja nicht, dass dieser Name so schnell in Vergessenheit gerät. Daher empfehle ich den sehr schönen Artikel zum Thema bei netzpolitik.org.

Ach ja, nerdcore.de – die Domain wurde ja von Euroweb gepfändet – ist wieder beim Eigner René Walter. Die Pfändung war dann doch nicht mehr wirksam nach erneuter rechtlicher Prüfung durch die Denic.

Gestern …

über die Web-Suche lustigerweise auf eine Seite beim größten deutschen BLÖD-Blatt zum Thema „Bewerbungstipps“ gelandet. Größtes deutsches BLÖD-Blatt schreibt, der Lebenslauf darf niemals mehr als eine Seite Länge haben!

Werde jetzt ein InDesign-Dokument mit 16 Spalten anlegen.
In 6 Punkt.

2011-01-26

Die Raiffeisenbank Altdorf-Ergolding

lehnt laut Heise die Eröffnung von Girokonten für Behinderte ab. Gegenüber der Betreuerin teilt man mit, „diese Personen würden einen größeren Arbeitsaufwand“ verursachen.

Quelle: Wochenblatt. Heise.de untersucht den Vorfall unter dem Aspekt des Gleichhandlungsgesetzes.

Und jetzt bitte alle ganz laut: die Raiffeisenbank Altdorf-Ergolding eG lehnt es ab für betreute behinderte Menschen Konten zu führen! Den Namen einer Bank, die das tut, kann man gar nicht weit genug vorne in Google sortieren!

2011-01-24

NeXT

Newsweek online blättert zurück bis zum 30. September 1985 und schreibt darüber, wie Steve Jobs sich, nach seinem Ausscheiden aus der Apple-Riege, einem neuen Projekt widmete: dem NeXT-Computer. Und nennt das „Showdown in Silicon Valley“ Lesenswert – die Fotos sind unbezahlbar großartig!

Mein erster Rechner war ein Macintosh Plus. Und ich habe damals schon mit RagTime gearbeitet, weil mir Word zu oll war. Und in meinem Macintosh SE habe ich zum ersten Mal selber den Arbeitsspeicher gewechselt. Übrigens ohne die Bildröhre zu schrotten. Wir hatten bei uns in der Firma ein Servicegenie, der hatte einen Macintosh SE mit Doppel-Floppy-Laufwerk UND 'ner internen HD gebastelt. Und ja: für uns Mac-User galten diese Kisten damals schon als Portables. Wir haben sie eingepackt und sind mit denen verreist! Und Crystal Crazy vermisse ich immer noch ganz doll, seit diesen doofen 68030-Prozessoren!

Verstehe ich diesen Artikel korrekt?

Da wurde an der steuerlichen Verwertbarkeit herum geschraubt zu Lasten von Ehrenamtlern, weil der deutsche„Feierabendpolitiker“ im Ehrenamt zu viel Kasse gemacht hat, das aber steuerlich nicht absetzen wollte? Und dass nun alle den neuen niedrigeren steuerlichen Freibetrag gelten machen müssen, außer … die Kommunalpolitiker?

2011-01-23

Lieber Herr Maschmeyer …

finden Sie nicht, dass Sie hier etwas überreagieren?

Das Problem ist … in der Vergangenheit möglicherweise Anleger um ihr Geld gebracht zu haben – ob bewusst oder unbewusst – ist ja nun die eine Sache. Nur, und das wissen wir alle längst: anders funktioniert Ihr Business nun mal nicht! Aber an der Pressefreiheit herum schrauben wollen? Womöglich legen Sie sich dann doch mit den falschen Personen an. Und ich meine damit nicht nur Journalisten. Das könnte Ihr Ansehen auf einer ganz anderen Ebene schädigen. Vergessen Sie nicht: Image ist alles.

Nun, wenigstens haben Sie so eine gewisse Nachhaltigkeit des Fernsehbeitrages geschaffen. Ist womöglich nicht das, was Sie hätten schaffen sollen. Aber hierfür müssen Sie selbst die Verantwortung übernehmen.

Deutscher Journalisten-Verband fordert Carsten Maschmeyer auf, sofort mit den presse- und strafrechtlichen Nachstellungn gegen den Reporter und die NDR-Redaktion des Magazins „Panorama“ aufzuhören.