2009-02-28

Raten mit Katzen

Stellt Euch vor, Ihr habt drei Katzen. Stellt Euch nun auch vor, eine der Katzen hat ein Ekzem entwickelt und daher wartet ein samstäglicher Tierarzttermin auf sie. Stellt Euch nun vor, Ihr räumt den Abend vorher den Katzentragekorb zusammen, legt ein gut von den Katzen eingelegtes Handtuch hinein.

Welche Katze wird garantiert den Katzentragekorb – der auf die anderen Katzen eine ungemein spannende Spiel- und Höhlenwirkung zu haben scheint – nicht einmal mit der Schwanzspitze angucken?

Das kleine bunte Katzenmädchen scheint eine Allergie zu haben, nun wissen wir nur nicht, ob gegen die neue heißgeliebte Futtersorte (vergessen wir nicht: wir reden hier von el mampfo!), gegen die leckeren heißgeliebten Sticks vom neuen Discounter oder gegen die heißgeliebten uns neulich von der lieben Frau Hackblog spendierten Vitamintabletten. Das kleine bunte Katzenmädchen hat während des Transportes die ganze Zeit gesungen, das tat sie noch nie. Das kleine bunte Katzenmädchen hatte auch während der Untersuchung absolut die Hosen an und war das – sehr liebe – aber sehr große Selbstbewusstsein in Person. Die Tierärztin meinte nur, das ist ja wohl mal eine unerschrockene Katze. Ich überlegte die ganze Zeit. ob ich die gleiche Katze mit zum Tierarzt genommen habe, die ich vor ein paar Jahren zu mir genommen habe. Wisst Ihr, wir reden hier von Tally, dem schüchternsten und schreckhaftesten Katzenmädchen, dass ich je zu Gesicht bekommen habe. Sie schmiegte sich dann irgendwann in die Arme der Tierärztin und entlockte dieser einen Seufzer «Ich bin auch wieder reif für eine Katze.” (Sie hat zur Zeit einen Hund) und ich glaube, eigentlich wollte sie Tally auf der Stelle haben. Ich erzählte ihr, was für einen guten Einfluss ich der Kater auf sie hätte. Sie erklärte mir, dass sich Katzen ein Leben lang entwickeln würden, die könnten sich noch mit 15 ändern und erzählte mir die Geschichte von einer schreckhaften alten Katze, die nach einem Leben als alleinige Katze zu einer Familien mit Hund kam und tunlichst aufblühte und zu einem ganz anderen Fellwesen wurde. Tally entwickelt sich hervorragend, schreibe ich hier ja immer wieder, bin stolz auf meine kleine Maus. Dass sie nun so eine olle Allergie haben muss, macht mir mein Herz schwer.

Der Kater riecht eben an ihrem Fell, findet aber, dass sie zu sehr nach Chemie stinkt als das er Lust hätte sie anzuknabbern. Nishia hat sie gleich an der Tür begrüßt, ich kann mir gut vorstellen, wie sie Tally die ganze Zeit vermisst hat.

2009-02-27

Neulich …

fand ich im Schnee so einen kleinen Pointer mit LED-Taschenlampe, der wohl leider jemandem vom Schlüsselbund abgegangen ist. Nun, ich nahm das Ding mit – machte irgendwie Spaß kleine rote Lichter in den Schnee zu malen. Macht auch total viel Spaß drei Katzen komplett in den Wahnsinn damit zu treiben … Nishia hatte natürlich nach 30 Sekunden sofort raus, wo das Licht her kam. Aber sie scheint meine Gene zu haben – ich vergesse mir erklärte Zaubertricks auch binnen zehn Sekunden wieder. Sowas raubt einem schließlich die ganze Illusion und darum geht es ja bei dem Vergnügen.

Sie suchen jetzt seit zehn Minuten den roten Punkt …

Sch… Idee

wenn sich das Toast mit einem hübschen Pilz vereinigt hat, man morgens um 4:00 Uhr hoch und unbedingt etwas essen möchte, auf Kochblogs zu klicken.

2009-02-26

Die Security im Kölner Flughafen,

die gehen mir so dermaßen auf den nicht vorhandenen Sack. Die meinen allen Ernstes den Trolly untersuchen zu müssen, nur weil da eine simple Plastikhaarbürste drinnen ist. Deppen. Echte Deppen.

2009-02-25

Weitwinkelregel Nr. 1

Ich schenkte mir kurz vor dem Urlaub noch ein sehr feines gebrauchtes Weitwinkelobjektiv. Vorletztes Jahr passten ja so ein paar Motive nicht ganz ins Bild (nicht, dass ich dieses Mal überhaupt dazu gekommen wäre, nochmals zu ihnen zu kommen), dem sollte Abhilfe geschaffen werden.



Das erste, was ich an dem ersten Tag gelernt habe mit dem Objektiv unterwegs gelernt habe, wenn man am Hafen Fotos damit macht: bewege Dich nie mit der Kamera vor den Augen, wenn Du ein Weitwinkel drauf hast. Sonst schwimmst Du schneller im Hafenbecken als Du es Dir je erträumt hättest. (Nein, ich blieb trocken.) Aber lustig ist es schon, wie so ein Weitwinkel Objekte in die Ferne rückt, optisch steht man dann deutlich weiter von der Kante weg, als man es in der Realität tatsächlich tut.

Gleiches empfiehlt sich übrigens zu beachten, wenn man die Einfahrt in einen Tunnel mit einem Weitwinkel fotografieren möchte, der Tunnel kommt in der Realität schneller als es die Linse einen glauben macht … *zong!*

2009-02-24

Wie???!

Heute gar nix gebloggt hier?

Schweinerei!

2009-02-23

Meine erste Orange



Auch Mallorca ist – genau wie das spanische Festland – Zitrusfruchtland. Während man dank der vielen unterschiedlichen Artenvielfalt von Zitrusfrüchten das ganze Jahr über auf der Insel an Orangenbäumen vorbei kommen kann, die gerade den unwiederstehlichen Duft ihrer Blüten an ihre Umwelt verteilen oder auf in voller Frucht stehende Zitronenbäumen trifft, ist jetzt natürlich ab Januar/Februar die eigentliche Zeit der Orangen, Zitronen, Mandarinen und Clementinen. Zwar wird bereits im November geerntet aber richtig schmecken, das tun die Früchte jetzt erst.

Als ich Freitag nach der Zugfahrt nach Sollér kam und mich dort mit meiner Interviewpartnerin traf, eine ungemein sympathische und großartige Frau, die bei allem Erfolg, den sie die letzten Jahre mit ihrem Salzvertrieb hat, sehr geerdet zu sein scheint, war die erste Frage: wo reden wir? In welchem Café? Sie meinte, der Café in der Bar am Bahnhof in der sie auf mich gewartet hatte, sei eher schlecht und den besten Café gäbe es bei ihr daheim. Und so schlug sie ihr eigenes Zuhause vor. Kurz darauf liefen wir für fünf Minuten durch sehr schmale Gassen in Sollér und erzählten uns schon die ersten Geschichten zum Kennenlernen bzw. ich erzählte von der wundervollen Zugfahrt und wie fasziniert ich von dem Anblick der Masse an Zitrusbäumen sei, die einem bei der Zugfahrt in Richtung Sollér – dem Tal der Orangen – begegnen. Und dass ich dieses Jahr zum ersten Mal endlich eine Orange direkt vom Baum essen muss. Einen sehr kurzen Moment später, nachdem wir den jungen Retriever eines Nachbarn begrüßt hatten und sie ihm am Wochenende einen Ausflug in die Berge versprochen hatte, standen wir in ihrem Garten und ich pflückte als etwas länger geratene Frau die Orangen von den unten schon abgepflückten Bäumen, an die sie als, im Vergleich zu mir, eher kleinere Frau sonst ohne Hilfe nicht käme. In ihrer wunderschönen nach eigenen Ideen umgebauten kleinen Finca, die sie erst am 24. Dezember letzten Jahres bezogen hatte, schnitt sie mir dann die Orange auf und das war einer dieser sehr besonderen Genussmomente, den man den Rest seines Lebens nie mehr verlieren wird: die erste, dafür die beste Orange meines Lebens, direkt vom Baum.

2009-02-22

Salute



Gestern Abend mit Wein am Strand auf den Felsen sitzend den letzten Abend zelebriert. Besser hätte es nicht sein können. Später dann am Tresen (der Mann meiner Freundin hat ein Restaurant in einem der sehr exklusiveren Wohnanlagenclubs gepachtet) Weinprobe zelebriert. Auch mit Cava, der verdammt nahe einem Champagner kam. Heute irgendwie Kopf … und wetterlich bedingter Frustmoment. Aber auch schön wieder hier zu sein.

2009-02-21

Nordfriesiches auf Mallorca

Dieser Film zeigt unter anderem eine meiner Lieblingsblüten: die des Kapernbusches und er erklärt, was Schleswig Holsteinische Rindviech auf Mallorca zu suchen hat, ansonsten höre man auf die kritischen Untertöne … In Es Trenc hoffe ich mit einer erfolgreichen deutschen Geschäftsfrau ein Interview führen zu können. Drückt mir die Daumen!

2009-02-20

Der Rote Blitz

Heute geht es mit der Jugendstilbahn, dem „Roten Blitz” von Palma nach Soller – ins Tal der Orangen und Produktionsstätte des Olis Sollér. Die Bäume dürften voll sein. Besucht wird außerdem der Botanische Garten von Soller.

2009-02-19

Moorkur

Heute habe ich meinen Sneakers eine Moorpackung verordnet. Wir waren bei Les Salinas, ich wollte Fotos von den Salzfeldern machen. Das Gelände war teilweise mit Stacheldrat abgezaeunt und im späteren Verlauf von einem breiteren Gerinsel getrennt. Dachte ich natürlich, wo eine schmalere Stelle ist, da ist auch ein Weg zum Überqueren - ich meine, hey, ich wollte nur fotografieren, kein Salz klauen oder so - nun, im weiteren Verlauf habe ich gelernt, was nicht vorhandene Uferbefestung bedeutet und wie schnell man in der Schlacke versinken kann. Ehrlich gesagt, weiss ich jetzt, warum Moorleichen eben zu Moorleichen werden. Ist blöd, wenn keiner dabei ist, der einen da rauszieht. Ich hatte jemanden dabei. Spannendes Unterfangen, aber ich wollte ja wieder nicht hören. Egal, ein guter Fotograf ist bereit fuer das perfekte Foto zu sterben. (Meine Kamera war natürlich keine Sekunde lang in Gefahr, die habe ich sofort abgelegt: ein guter Fotograf weiß schließlich, dass er vor dem Abkratzen die Speicherkarte noch einer Person seines Vertrauens aushändigt.) Alles in allem sehr lustig, ich habe gelinde gessagt, ausgesehen wie eine Sau - so muss es sein!

Apropos Sau, vorhin eine gesehen auf der ein Vogel geparkt hatte. Gestern einen Esel getroffen und eine Zicke. Die trifft man in Berlin ja schon öfter, die domestizierte Version auf zwei Beinen. Mir sind aber ehrlich gesagt die wilden Versionen hier auf vier Pfoten doch lieber.

Später auf der Suche nach der Arbeitsstelle einer Freundin von Andrea kurz rechts rangefahren und eine Gruppe von vier gestandenen Frauen beim Strassen-Smaltalk-Treff nach dem Weg gefragt. Ungelogen: nach einer kuzen Sekunde des Nachdenkens zeigten genau vier Frauen in genau vier Richtungen. Wäre eine fünfte Señora dabei gewesen, hätten wir jetzt eine neue Windrichtung an der Backe. Doch wir haben später die Stelle gefunden, sie haben sich dann doch noch einigen können.

Im Hintergrund die typische Familiendiskussionen, der Sohn, 14, würde gerne sofort mit der Schule aufhören. Die Tochter, 12, findet, sie könne natuerlich nachts um 23:00 Uhr raus gehen. Häette ich Kinder in dem Alter, späetestens jetzt kämen die zurück in die Baby-Klappe.

Ach ja, mein Gesicht ist langsam gesund gefaerbt.

Ach ja ...

Doc House hat hier nur Vorabendstatus. Dafür haben die hier eine sehr lustige Polizeiserie, die gelegentlich als völliger Slapstick abdreht. So mit Ventilator aufbauen und der trauernden Familie wehen daraufhin erst mal die Leichenteilfotos ihres Sohnes ins Gesicht. Sehr schräg. Ach ja, und diese komisch Comedy-Sendung vor dem Kaffeeautomaten lauft hier auch. Ich würde fast behaupten, sogar in der gleichen Kulisse. Nur die blonde Tippse, die ist hier defacto hübscher und das Dekoltee stimmiger.

Gestern haben wir den Pudel zum Friseur gebracht. Er schämt sich heute. Ich verstehe ihn.

2009-02-18

Perfekter Tag heute

Heute früh sind wir los nach Valdemossa. Strahlendblauer Himmel, nicht eine einzige Wolke. Warm. Im späteren Verlauf des Spazierganges sehr warm. In Valdemossa ist zur Zeit noch Seniorenzeit (ab Mäerz sollen dann die Studenten einfallen). Nach dem obligatorischen Café con Leche weiter zu dem Ort, wo wir vor anderhalb Jahren meine Mum hingebracht haben. Ach, übrigens: es reist und landet sich tatsächlich doch irgendwie deutlich entspannter ohne Urne, habe ich mir erlaubt festzustellen. Jedenfalls war das dort heute sehr wunderbar: alles grün, wo sonst nur vertrocknetes Laub grüßt. An einem Felsen floss sogar noch Wasser hinunter - ein Phänomen ueber das man im August oder September nicht einmal nachzudenken braucht. Pfützen, die den Boden als deutlich lehmhaltig identifizieren: kurz alles anders als sonst aber wenn man sich vorher noch nicht von Mallorca angetan fuehlte - das ist die richtige Jahreszeit, um die Insel mit anderen Augen sehen zu koennen. Also Picknick bei meiner Mum, strahlendblauer Himmel, türkises Meer. Der Platz selbst sieht teilweise sehr wüst aus, weil es jüngst hier sehr stürmisch war und gerade dort vor Ort schlicht einige sehr große Bäume entwurzelt hatte. Der Baum meiner Mum steht noch. Es war so warm, das könnt Ihr Euch nicht vorstellen, ich kann es nämlich selber kaum glauben.

Heute Abend dann gab es in der Großfamilie selbstgemachte frittierte Boquerones und Pulpo. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben einen Calamari selber ausgenommen. (Die haben dann die halben unverdauten Boquerones dann noch im Magen, auch nicht schön so mitten im Essen gefangen zu werden.) Perfekter frischer Fisch, besser geht es eigentlich nicht. Himmel war das lecker. Warum können wir nicht solchen Fisch haben? Das Kilo Orangen kostet hier zur Zeit 49 Cent. Noch Fragen?

Morgen die Salinen und blühende Mandeln ...

Mandeln

Dieser Film zeigt die Schönheit und den Reiz der Mallorquinischen Mandelblüte und erläutert die Produktion von Mandelblütenparfum. Wäre ja noch schöner, würde ich Euch nicht mit auf die Reise nehmen, nicht wahr?

Edit: na gut, dann jetzt mit Link (Ihr seid aber auch unflexibel ...)

2009-02-17

Deutsche Menschen ...

die nach Mallorca fliegen, sind generell ein wenig merkwuerdig. Sie stellen sich in viel zu frueh in merkwuerdig unmotivierte Schlangen als wuerde das Flugzeug ohne sie fliegen und ueberhaupt ...

Egal, wundervoller Flug, wundervolles Wetter, wundervoll angekommen, wundervollen Kaffee in wundervoller Sonne getrunken, in duenner Jacke und in der Sonne mit Jacke aus, am Hafen spazieren gewesen und grandiosen Fisch in Tomatensugo mit Muscheln und Gambas gegessen. In Palma am Hafen auf der anderen Seite spazieren gewesen, den Sonnenuntergang erleben mit einer bonfortinoesen blauen Stunde.

Beim Anflug kurz Sorge gehabt, in das falsche Flugzeug gestiegen zu sein, die Insel ist komplett gruen und so habe ich sie auch noch nie erlebt. Der Hibiskus blueht, die Bougainville blueht und noch viele andere Pflanzen, keine Spur vom Winter, die Orangen- und Zitronenbaeume haengen voll.

2009-02-16

Heute …

zusammen mit Herrn Micha Frau Antsche in das Flugzeug gesetzt: fünf Monate Australien!

*schnief*

Aber da ich ja einen echte Freundin bin, habe ich Herrn Micha, damit er nicht zu traurig ist, die Katzen und die Wohnung aufs Auge gedrückt: fünf Tage Spanien!

2009-02-15

Tsja Mausi …

dann mal herzlich Willkommen zurück im echten Leben! Ich hoffe, Du kommst damit klar, dass sich von nun an die Menschheit von Dir nicht mehr vor Ekel direkt abwendet.

Wenn's nicht so traurig wäre,

dann wäre es schon verdammt lustig. Also würde ich den Artikel der taz „Die 10 größten Idiotien der Abwrackprämie” über ein anderes Land, eine andere Regierung lesen, könnte ich mir wohl ein schadenfrohes Kichern nicht ganz verkneifen … aber so? Trotzdem ein grandioser Artikel!

Kennt Ihr denn schon …

die lustigen Halbdackel des Monats vom Gorillaschnitzel? Herzallerliebst sage ich Euch!

2009-02-14

Hallo Jungs!

Keine Sorge, ich finde das heutige Google-Logo auch zum Kotzen!

Weibliche Formen

so wie Wikipedia sie definiert:

Es gibt Aussichten …



auf die fahre ich nach Tagen der grauen Winterhimmelbombardements schlicht ab wie Schmitz' Katze. (Sprießende Schneeglöckchen gehören da auch unbedingt zu. Und wenn zum ersten Mal die Kisten mit den Narzissensträußen beim Discounter ausliegen. Um nur einige Beispiele zu nennen …)

2009-02-12

Februar 2009,

morgens um 7 Uhr in Deutschland, Weltwirtschaftskrise, ge… wird immer.

2009-02-11

Neue Gesetzmäßigkeit …

im Leben von creezyline: Je sicherer über die gesamte Wetterkarte des Bundegebietes ein stürmisches Rot gekippt wird – außer über Berlin – desto garantierter hat creezy an dem Tag ein Flugticket in der Tasche und darf mindestens einmal am Tag mitten in eines der roten gekennzeichneten Gebiete mit Sturmwarnung fliegen.

Wir hatten gestern einen Absacker im Luftloch, da hatte sogar das Flugzeug selber hinterher grün im Cockpit ausgesehen.

Aber

was ich nicht verstehe – wenn sich jetzt mittlerweile ganz Deutschland bei diesen gefühlten Milliarden von Castingshows rumtreibt … wer guckt die denn dann überhaupt noch?

Stellt Euch vor,

Ihr habt ein weitestgehend leeres DinA4-Blatt vor Euch liegen und habt bis dato nur an einer Stelle auf dieses Blatt mit Füller und Tinte ein Wort schreiben können …

Wo wird der kleine graue Fellbomber garantiert rauflaufen?

Was …

treibt Menschen dazu, sich für teures Geld Lesehilfen zu kaufen, deren schick horndekorierte breite Bügel von einem innerhalb ihres Designs transparent unterlegten Schriftzug „Chanel” als unübersehbaren beidseitigen Schriftzug durchbrochen, seitlich am eigenen Gesicht den ganzen Tag und das 365 Tage im Jahr an sich zu tragen und sich damit zum – mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit – unbezahlten Werbeträger zu machen?

2009-02-10

Und nu' ratet mal …

wo der kleine graue Fellbomber sitzt?

Neues aus dem Leben mit dem …

Gesundheitsfond.

Leute, Ihr müsst wirklich als zahlende künftige Patienten mündiger und interessierter werden, wenn man vermutet, dass alleine dieses Jahr 20 Kassen bereits regelrecht vorhaben aus diesem Fond „zu profitieren”, fragt Euch, wer das am Ende zahlt.

2009-02-09

Schwingungen

Ich hatte einen einzigen großartigen Moment in meinem Leben mit RTL. Einen an den ich mich jetzt noch nach Jahren erinnern kann. Dieser Moment war vor Bohlen und daher kann ich den Hype um D. auch nicht verstehen. Mein großartiger RTL-Moment war voll Unterhaltung durchtränkt und wer mich hätte beobachten können dabei, der hätte mich extatisch vor dem Fernseher sitzen sehen, vermutlich mit offenem Mund, der sich später vom Anblick der geglotzten Dämlichkeit in die Grimasse eines breiten Grinsens hochgearbeitet hatte.

In RTL Exklusiv (was hatte ich überhaupt um diese Uhrzeit vor dem Fernseher zu suchen?) besuchte das RTL-Exklusiv-Team eine Esoterik-Messe. Dann buchte das RTL-Exklusiv-Team kurzerhand einen Stand auf der Esoterik-Messe. Danach fuhr das RTL-Exklusiv-Team entschlossen in einen Automarkt und kaufte dort ein. Zurück auf der Messe verkauften sie den Besuchern der Esoterik-Messse eine böse Schwingungen vertreibende Behandlung.

Das RTL-Exklusiv-Team legte die willigen Kunden auf eine Liege, sie bereiteten eine güldene Schockdecke aus dem Erste-Hilfe-Kasten über die Patienten aus, sie schlossen das rote Kabel eines Starterhilfekabels an die Decke an und ließen das schwarze Kabel hinter einem Vorhang in die Leere laufen. Dann nahmen sie Geld von ihnen. Ein RTL-Exklusiv-Team interviewte die erfolgreich „therapierten” Kunden nach ihrer Behandlung und bis auf einen, der ehrlich zugab nichts gespürt zu haben (wahrscheinlich wurde er vom RTL-Exklusiv-Team mit Geld dazu gezwungen), gaben alle anderen ehrlich zu, sehr viel gespürt zu haben und sich gleich viel besser, gesünder und vor allem gereinigter zu fühlen.

Seit ich diesen Beitrag gesehen habe, hege ich die manchmal nicht leicht zu kontrollierende Vision mit entmagnetisiertem Kaffee sehr reich und berühmt zu werden. Alleine die Skrupel, die ich gelegentlich habe, halten mich davon noch ab andere Menschen therapeutisch in ihrer unbedingtes Kaffeeglück zu führen.

Ehrlich, seit ich nur noch entmagnetisierten Kaffee trinke, stehe ich morgens auf und gehe abends zu Bett. Esse ich regelmäßig Obst, hat der Zahnarzt nicht mehr gebohrt, taut der Kühlschrank selbstätig ab, färbt die chemische Haarfärbung meine grauen Haare erfolgreich in Goldblond, erreichen mich Krisenmeldung nur noch auf einem Ohr, ist die Telefonrechnung bezahlt und einen Job habe ich auch gefunden.

Möglicherweise ist es aber auch nur die Panik, die mich davon abhält. Die Panik eines Tages erfolgreich zu sein und in der bitteren Konsequenz dann in Steglitz in einer Villa zu sitzen, mein Lebensglück dem Chi der Villa in die Hände zu legen. Die Sorge eines Tages zu glauben, dass nur Duschwasser bei Vollmond dem Hahn entnommen, wirklich reines und gutes Duschwasser sein kann. Überhaupt glauben …

Malte hat mich heute mit dieser großartigen Geschichte an meinen einzigen großartigen RTL-Fernsehmoment erinnert.

2009-02-08

Soviel zur Regel …

wenn oben Veneers, dann besser auch unten Veneers… weile sonste komische aussehene

Berliner Hahn

Es gibt diese ewig wiederkehrenden Wahrscheinlichkeiten: Zum Beispiel die, wenn ich mich auf einer Fete anschicke Nachschub an Getränken zu besorgen, von anderen Gästen Bier nachgeordert wird und ich grundsätzlich zurück frage „welches?” (weil ich kein Bier trinke und wirklich null Ahnung habe von dem Thema, was ich den Leute auch genau so erkläre damit sie sich darüber im Klaren sind, dass sie mir hier am Besten überhaupt gar keine freie Hand beim Einkauf lassen), sagen die trotzdem „och irgendso‘n Pils”, („irgendso'n” gehört in Berlin unbedingt zusammen geschrieben!), dann komme ich wieder mit meinen Einkäufen auf denen „Berlin” und „Pils” steht – als vor Mauerfall geborene Westberlinerin und mit deren Fall ins Exil geschickte Ex-Insulanerin, muss ich schon aus Liebe zur Heimat so auf Berlin fixiert einkaufen – und anstelle eines „Dankeschön!” ernte ich ultralange Fressen (oder Gesichter – je nachdem auf welcher Seite der Umgangssprachregelung man sein Päuschen einlegen mag.) Party gesprengt. Und ich bin wieder schuld.

Berliner Bier kann man eigentlich überhaupt nicht trinken. Berliner Bier eignet sich allenfalls warm zur Nierenspülung. Berliner Bier muss das schlimmste trinkbare Nass auf Erden sein und Berliner Bier würde man nicht einmal dem Hund vom Nachbarn zum trinken geben, obwohl man den hasst wie die Pest, weil der immer die neuen Alufelgen vom Auto anpinkelt. Vermutlich genau deswegen, denn Alufelgenpinkelei ist an sich gar nicht so schlimm. Aber niemand sieht seine Alufelgen gerne mit Berliner Bier blank gestrahlt. Das ist das, was ich in den mehreren Jahrzehnten auf diesem Planeten als Nichtbiertrinkerin gelernt habe, bevor Berliner Bier auf den Tisch kommt: lieber freiwillig auf nichtaromatisiertes stilles Quellwasser umschwenken.

Wiederkäut man wiederum in einem Gespräch mit unbekannten Biertrinkern diese Tatsache sinngemäß als Nullahnung-Inhaberin aber eben Berlingebürtige, damit man bitteschön wenigstens einmal in geselliger Runde so tun kann, als hätte man von irgendwas überhaupt eine Ahnung, gucken die anwesenden – meist zugereisten – Biertrinker auf das unterentwickelte Bierselbstbewußtsein in mir und versuchen ihm liebevoll den Kopf zu tätscheln, indem sie solche Floskeln von sich geben, wie „oooooooch, soooo schlimm ist Berliner Bier doch gar nicht.” (Bei „oooooooch” weiß ich schon sofort, was als Nächstes kommt und was die anwesende trinkende Meute tatsächlich denkt.)

Frage ich dann begeistert zurück (weil doch die Berliner Bierindustrie so tragisch am Boden liegt und unterstützt gehört), ob ich dann jetzt mal eine Runde ordern soll, werden sie indes sofort grün im Gesicht, erscheinen denkbar unentspannt, winken übertrieben hektisch ab und behaupten plötzlich innerhalb der letzten 20 Sekunden zum Sommelier mutiert zu sein und der könne gar kein Bier mehr trinken, wegen irgendwelcher Geschmacksnerven-Paralelluniversendispute zwischen Hopfen und Traube. Unglaublich, was ich im direkten Anschluss an so eine lächerliche Frage alles zu hören bekomme. Damit könnte man glatt ganze Yps-Heftgenerationen füllen. Manchmal sitzte ich dann auch von null auf hundert plötzlich alleine da, mit ungefähr noch 20 halbvollen Biergläsern mit Sorten aus allen anderen Regionen des Bundesgebietes, nur kein Berliner Bier darunter, und das in einer Berliner Ausgeh-Schatulle. Pah!

Weil die Berliner Bierindustrie aber immer noch so tragisch am Boden liegt, habe ich mir eine Möglichkeit überlegt, wie man ihr wieder auf die Füsse verhelfen kann und bin auf eine grandiose Idee gekommen. Dazu gehört der unbedingte Appetit auf eines der leckersten selbstgemachten Brathähnchen, das Ihr jemals gegessen habt und von Euch mit links unglaublich einfach zubereitet wurde. Vertraut mir, auch wenn Eure Kochfähigkeiten bis dato in der Übernahme einer Currywurst am Imbiss bestanden haben. Ihr benötigt:

1 Brathähnchen
Salz, Pfeffer
1-2 Teelöffel milden Paprika
1 Teelöffel Kräuter der Provence
1 Dose Berliner Kindl (und die größte Schwierigkeit dürfte sein, das überhaupt noch in Dosen zu bekommen. Aber eine Lebensmittelkette mit dem großen „K” und dem kleinen „s” am Ende und hier und da mit Öffnungszeiten bis 24:00 Uhr hilft Euch dabei.)
1 Auflaufform mit etwas Wasser gefüllt.

Das Hähnchen wird gewaschen mit der aus den Gewürzen gemixten Mischung eingerieben. Die Dose Berliner Kindl wird aufgemacht, das Hähnchen mit der unteren Öffnung darauf gesetzt, das Bauwerk kommt in die Auflaufform und die wird in den vorgeheizten Ofen (Vorsicht beim Transport, die Dose steht wacklig!) auf die unterste Schiene gestellt und bei (ich habe nur) Gas Stufe 3 – je nach Größe des Gockels – 45-60 Minuten im Ofen gegrillt.



Am Ende habt ihr ein perfektes Brathähnchen mit superknuspriger Haut – und zwar rundherum an allen und ich meine wirklich allen Seiten – und dem zartesten Hähnchenfleisch überhaupt. Es liegt sehr wohl ein bisschen Berliner Bierduft in der Luft aber das Fleisch schmeckt völlig geschmacksneutral nach Huhn.

Nein, das Gericht funktioniert selbstverständlich NICHT mit anderen Biersorten in der Dose! Nicht mit Cola und auch nicht mit nichtaromatisiertem stillen Quellwasser! Wieso bitteschön fragt Ihr mich das überhaupt so unverschämt dreist und blöd?!

Guten Appetit!

wahre Worte


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Gedanken zum Teeallerlei

bei Herrn r|ob, lest ruhig auch in den Kommentaren …

2009-02-07

Fiesestes

Berliner dissen!

2009-02-06

Deutsche Bahn AG dreht bei!

Seit bekannt wurde, dass netzpolitik.org von der Deutschen Bahn AG abgemahnt wurde, hat sich viel getan. In der Blogszene als auch in den Medien. Markus Beckdahl hatte das Paper des Berliner Datenschutzbeauftragten, dass hierzulande allen großen deutschen Medien anonym zugespielt wurde, online gestellt. In Blogs kann man das ja tun, bei Redaktionen oder auch Online-Redaktion werden solchen Informationen ja leider nur gefiltert wieder gegeben.

Nun denn, gestern war Markus noch mit einem Deutschlandradio Kultur-Interview (Lese- und hörempfehlung!) das dumerweise auf den Seiten der Tagesschau verlinkt worden ist. Heute erklärt die Deutsche Bahn AG, sie werde „keine weiteren juristischen Schritte gegen «diesen Blogger» unternehmen.” Die DB AG habe die Abmahnung als Mittel erachtet, um dieses Memo aus dem Netz zu bekommen. Das aufgrund der Abmahnung von zahlreichen Blogs erst recht verlinkt bzw. von ihnen selbst online gestellt wurde. Da ist wohl etwas gründlich daneben gegangen, wie so einiges bei der Bahn in letzter Zeit.

Was ich mich aber frage, hat denn wirklich keiner von den DB AG-Leuten im November letzten Jahres mitbekommen, was passiert, wenn man sich mit Online-Kompetenzen anlegt, so wie beispielsweise Lutz Heilmann mit Wikimedia? Seither weiß doch jeder halbwegs politisch Interessierte und ein paar politisch Uninteressierte zu allem Überfluss dazu, was Heilmann genau vermeiden wollte mit seiner Wiki-Sperrung, nämlich das er mal bei der Stasi war. Das war doch DER Präzidensfall dafür, was man sich besser kneift oder?

2009-02-05

Vielen Dank an …

alle meine Blogleser, die mich dieser Tage per Mail und SMS auf die Konsequenz der Woche aufmerksam gemacht: creezy muss sparen, sparen, sparen!

Ansonsten muss ich mich in Anbetracht der großartigen Neuigkeiten sammeln, erwarte zitternd die ersten Fotos sowie die ersten technischen Details. Die Réanimation des Käfers fand ich nicht gelungen, die des Minis sehr wohl, insofern hege ich noch Zweifel, ob man mich mit einer neuen Citroën Déesse wirklich so „heureuse” machen kann … es könnte auch ins Auge gehen.

Ansonsten bin ich aber schon stolz, dass soviele Menschen alleine bei der Erwähnung einer solchen Meldung direkt an mich denken! Möchte bitte jemand Citroën als neuen Namen für deren neues Flagschiff vielleicht passenderweise «créezyesse» vorschlagen?!

Merci mes amis! Ihr seht mich ungemein fröhlich gestimmt!

Unwichtige Listen …

gibt es ja eine Menge. Ich hätte da eine wenig relevante «ToDo»-Liste zu bieten, die hat ihre Höhen und Tiefen und ist mir noch etwas unsympatischer, seit ich realisiert habe, dass ich das Wort «Steuer» nunmehr gar nicht mehr von ihr streichen brauche, allenfalls je nach Anfang, Mitte oder Ende Monats dessen Stellenwert verschieben darf. Tatsächlich überweist das Finanzamt recht schnell, wenn ich online die Umsatzsteuermeldung abgebe, ob ich das umgekehrt auch so schnell hinbekomme? Ich vermute, die stecken mich sehr schnell in ihr Erziehungsprogramm.

Zurück zur Liste. Noch eine sehr unrelevante Liste wäre die des Magazins FHM. Weil das Magazin so hipp ist, nennt es die Liste ziemlich englisch «FHM – 100 Unsexiest Women in the World.» Erstaunlicherweise erklärten die wahlbefugten Herren sehr gerne bevorzugt auf fundamentalen Sex getrimmte Weibchen als in ihren Augen eher weniger sexy. Da hat sich die Gülcan wohl ganz umsonst ihre Bälle aufpeppen lassen.

Gar nicht umsonst hingegen hat der erklärte Homophobiker Bushido sich seine femininen Züge vergolden lassen: Die Wählerschaft hat ihn auf die oberen Ränge der unsexiestens Tussi des Jahres gekürt. Platz 13 als «Unsexiest Woman in the World» für die zickige Memme aus Raphausen – kein Kerl will mit ihm schnackseln. Und die wenigsten Weiber wohl auch nicht.

FHM – you made my day!

2009-02-04

Schwund …

dieses Jahr klappen die Türen in einem fort. Herr Exit verließ und in Richtung Köln, dauerhaft. Herr Bellerophon (der Typ bloggt auch nicht mehr sondern twittert nur noch) verlässt uns im März und zieht ein halbes Jahr zu den hübschen blonden Schwedenmännern (er beauptet, er würde dort studieren …), Frau Antsche verlässt mich und Freund Micha und ihre Patenkatzen Tally, Nishi und Lino und geht mal eben lässig für fünf Monate nach Sydney ihr Englisch auffrischen.

Wenigstens ist Frau Generator wieder im Lande nach zwei Monaten San Fransico. Langhaarig und braungebrannt …

Die Deutsche Bahn AG zelebriert ihre peinlichste Woche …

und mahnt das Blog netzpolitik.org ab.

netzpolitik.org – ein Blog, dass exemplarisch für die Themen Politik, Datenschutz in einer – unserer – Demokratie steht – hatte am 31. Januar 2009 ein anonym zur Verfügung gestelltes Memo des Berliner Landesdatenschutzbeauftragten veröffentlicht und als Download zur Verfügung gestellt. Dieses Dokument ist der Grund, warum die Mitarbeiter-Rasterfahndung der DB AG dieser Tage überhaupt publik wurde. Es ist das Memo aus und von dem gerade alle Medien berichten und spiegelt die Geschäftsbeziehungen der Deutschen Bahn AG mit der Network Deutschland GmbH wieder.

Meine Bewunderung gilt netzpolitik.org insofern, weil die Unterlassungserklärung nicht unterzeichnet wurde und die Posts nicht aus dem Netz entfernt wurden. Denn eine Abmahnung bekommen, heißt nicht immer im Unrecht sein – was leider zu viele Blogger aus Angst vor finanziellen Konsequenzen aus den Augen verlieren. Markus schreibt hier über den aktuellen Stand der Dinge– und wie Netzpolitik im positiven Sinne funktioniert. Unter Umständen wird diese Abmahnung ein nicht unangenehmer Boomerang für die Deutsche Bahn AG – aber mit Imageschaden kennt die sich ja besser aus als mit den eigenen Fahrplänen.

Edit: Macht Spaß-Post: wirres sein comedy-dienstag bei bahn-tv
Edit 2: wirres wird noch besser!

Herzlich

bis vergangenen Samstag hatte ich überhaupt nie auf dem Plan gehabt, dass „Der Dieter” ein gebürtiger Ostfriese ist.

Das erklärt und entschuldigt vieles.

Ein echtes ehrliches …

Crêpes-Tutorial bei der wundervollen Mme. Différenttielle.

Wortfolter

Volkszahnbürste

2009-02-03

Blitzerpizza



Jetzt weiß ich, warum meine Lieblingspizzeria in Kreuzberg, die für € 1,99 anbietet: sie liegt in einer verkehrsberuhigten Zone.

Ich vertrete die These,

jetzt, da es es endlich für diese komischen Kaffeemaschinen selbst befüllbare (!!!) Kaffepads gibt (wieso eigentlich, weil der Kaffee bisher so eklig schmeckte?), dass alle Angestellten, die in den Firmen tätig sind, die solche Pad-Kaffeemaschinen produzieren, sich niemals freiwillig und selbstfinanziert so ein Teil zu Hause hinstellen würden.

2009-02-01

Textguerilla

Charmantes frisches Vielautorenblog von Leuten, die mit Buchstaben dealen!

Aprops dpa

Vielleicht ist die Antwort aber auch ganz einfach die, dass eine Meldung, die weder von dpa noch von der „Bild”-Zeitung verbreitet wird, für 98 Prozent der deutschen Medien gar nicht existiert.

Das hat gesessen! Bonfortinöses Blogpost von Herrn Niggemeier.

Histörchen

Nee, wat sind die Fotografen und Fotografinnen heute wieder lustig!




Klick auf's Bild, um es ganz zu sehen.

Auch sehr treffsicher: 18 Months.

Bio-Zertifikat vom Stempelmacher anne Ecke

«Ob Bio-Zertifikate zu leichtfertig vergeben werden?», fragt die taz dieser Tage und zitiert in dem Artikel Thomas Dosch, den Chef von Bioland, der sich über den aktuellen Franzsander-Bio-Streit ärgert, aber auch über «die Ungenauigkeit einer dpa-Meldung.»

Ich gucke indes seit Jahren auf diesen unrealistisch expandierenden Bio-Markt und frage mich immer, wie machen die das? Wie schaffen die es von heute auf morgen so zu tun, als könnten sie auf verbrannter Erde den Boden völlig «ökologisch» bestellen, nachdem auf ihm Jahrzehnte lang vorher die chemisch gepimpte Gülle ausgekippt und das durch ihn produzierte Grünzeug pestizitär schützend ummantelt worden war? Immerhin befinden sich Nahrungsmittelernte und Ernährung von Zuchtvieh in einem nicht weg zu diskutierenden Kreislauf und auch ich lernte schon in der Schule, wie lange Boden in der Landwirtschaft brach liegen muss bis er wieder für die anspruchsloseren Getreidesorten aufbereitet werden kann. Wie also kann man plötzlich Bioprodukte ziehen, was Generationen vorher nicht möglich schien und das dann auch noch in den nachgefragten Massen, dass selbst ein jeder Discounter «Bio» zu erstaunlich bezahltbaren Preisen anbieten kann? Und - gerade bei Gemüse und Obst mittlerweile in dieser erstaunlich – zumindest visuellen – hochwertigen Qualität?

Ich für mich persönlich hege ausdrücklich Zweifel und der aktuelle Fall zeigt, dass im Biobereich in der nahen Zukunft die Herde der schwarzen Schafe häufiger geschlossen durch das Ökolandbild maschieren werden. Dabei mache ich diesen schwarzen Schafen ehrlich gesagt weniger einen Vorwurf, als eher uns, die wir doch immer noch viel zu naive uninteressierte und siegelgläubige Verbraucher sind, und an Produktionswege glauben, die in dieser Masse überhaupt nicht finanzierbar sind.