2010-06-30
2010-06-29
Die Lieblingsspanische Mannschaft
vom kleinen grazilen mallorquinischen Riesenkater Lino hat sich gerade ins Viertelfinale geschossen und der Kater ist ganz glücklich, weil der Olli auch noch was von „… das ist ganz große Klasse“ erzählt.
Morgen bekommt er die spanische Flagge auf den Kuchenzahn geklebt.
at 22:35 4 comments
Labels: rund
2010-06-28
Erst gewählt werden, dann Internet
Die Süddeutsche Zeitung zitiert heute Christian Wulff unter dem Titel „Christian Wulff (CDU) will als Bundespräsident online gehen“, der ernsthaft behauptet:
«Das Internet wird von mir stark genutzt werden. Diese Welt junger Leute müssen wir aufnehmen», sagte Niedersachsens Ministerpräsident am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.“
Quelle: Die Süddeutsche Zeitung
Christian Wulff ist 1959 geboren. Ich bin 1965 geboren.
Welche jungen Leute meint der? Wovon spricht der? Wenn keine Ahnung vom Volk, einfach mal die Klappe halten.
at 18:01 3 comments
Labels: große weite welt
Frösche, Eiweiß, Salz, Zucker, Zitrone
et voilà, schon hätten wir die Zutaten für „Gellèe de Garnulles pour les malades“ (Froschschenkel-Gelee als Krankenkost). In der Universitätsbibliothek Graz findet Ihr in den Sondersammlungen, dort unter Kochbuchplattform, als pdf das Kochbuch von Pierre de Lune, seiner eigenen Bezeichnung nach oberster Koch (Escuyer de Cuisine de feu) des Duc de Rohan: „Le Nouveau Cuisinier“.
Zweite Auflage. Von 1660. Versteht sich!
via textundblog
at 17:02 1 comments
Labels: ran an den herd
Lesebefehl
Seit dem BGH-Urteil zur Sterbehilfe hat die taz mehre Artikel zum Thema Sterben aufgemacht. Heute bringt sie ein Interview mit dem Mediziner Matthias Gockel, der als Palliativarzt in Berlin-Buch arbeitet. Sehr lesenwert!
at 14:34 2 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
Sorgen müssen wir uns …
dieser Tage wegen vieler Dinge, darüber hilft auch kein wetterliches Hoch hinweg. Ich persönlich mache mir in diesen Tagen Sorgen, was Deutschlands Staatsanwaltschaften so treiben. Offensichtlich scheint in wenigstens einem Bundesland dieser Republik das eigene persönliche Geltungsbewusstsein der Angestellten einer Behörde der Exekutive als Legitimierung herzuhalten, völlig unkontrolliert Schaden gegenüber Dritte noch vor einem Prozess zuzufügen, alleine weil man sich selbst gerne als erster im Rampenlicht einer vorverurteilenden Presse sehen wollte und noch möchte. Unter solchen Bedingungen fällt es natürlich schwer einen Fehler einzugestehen. Das fällt immer schwer. Es wiegt aber die Tonnen einer vernichteten Existenz mehr, wenn man sich weiterhin weigert im Eingestehen dieser Fehler, den möglichen Tatverdächtigen nicht aus der Untersuchungshaft entlassen zu wollen.
Die Rede ist natürlich vom Fall Jörg Kachelmann. Dieser Mann sitzt wegen dem Vorwurf der Vergewaltigung seit nunmehr drei Monaten in Untersuchungshaft, wegen dem dringenden Tatverdacht, wie es so schön heißt, und mangels festem Wohnsitz in Deutschland. Dass der Mann hierzulande ein als GmbH geführtes Unternehmen mit ca. 200 Angestellten besitzt, scheint hinsichtlich der möglichen Fluchtgefahr keine Rolle zu spielen. Na, denn.
Die Rede ist auch von der Staatsanwaltschaft Mannheim. Der bröselt seit mehreren Wochen die Aussage des angeblichen Opfers unter den Akten weg. Dummerweise auch noch von den selbst beauftragten Gutachtern mit großen Zweifeln an der Wahrheit der Aussage der Frau befundet. Etwaige DNS-Spuren auf dem angeblichen Tatwerkzeug, die Berichte der Medien auf dem vier Großbuchstaben-Niveau lt. Aussage der Staatsanwaltschaft längst dem Angeklagten zuordneten, haben sich als so gering erwiesen, dass nicht einmal ermittelt werden konnte, ob es sich nicht doch auch um DNS-Spuren eines üblicherweise mit einem Messer zu behandelnden Rindersteaks handeln könne. Dem vermeintlichen Opfer konnte mittlerweile eine Falschaussage in bereits zwei Punkten nachgewiesen werden, als auch hat ein renommierter Gerichtsmediziner mittlerweile begutachtet, dass die etwaigen Verletzungen des Opfers mit hoher Wahrscheinlichkeit von ihr selbst hausgemachter Natur sind. Und die Liste der Unstimmigkeiten hinsichtlich der Aussagen des Opfers zugunsten des angeblich Tatverdächtigen setzt sich weiter fort. Das alles aber interessiert die Staatsanwaltschaft Mannheim nicht weiter.
Kachelmann bleibt weiter in Haft.
Der Spiegel hat schon vor gut drei Wochen sehr ausführlich recherchiert und über den Fall Kachelmann einen Leitartikel „Er schläft mit ihr“ geschrieben. Damals lief mir das schon eiskalt über den Rücken, bei dem Gedanken in Deutschland als möglicher Prominenter in die Fänge einer geltungsgeilen Staatsanwaltschaft (die Staatsanwaltschaft Darmstadt, die bereits im Fall Nadja Benaissa überhaupt nicht regelkonform agierte, liegt nicht weit weg von Mannheim) zu geraten. DIE ZEIT legt heute mit „Schuldig auf Verdacht“ nach. Und es bleibt – von allen Fragen, die sich hinsichtlich der Tat und dem Verhalten vom vermeintlichen Opfer hervortun – vor allem die Frage: was ist da eigentlich los in Deutschlands Staatsanwaltschaften?
Wer haut diesen Leuten auf die Finger? Was bleibt uns in diesem Land, wenn wir unserer Exekutiven nicht mehr trauen können? Wird jetzt eigentlich überall jede Verantwortung nur noch auf die Richter in diesem Land abgewälzt – für fünf Minuten Ruhm?
Wehret den Anfängen!
Ich glaube, ich bewerbe mich jetzt mal als Schöffin.
Edit 29.06.2010 „Die machen mein Leben kaputt.“
at 13:04 7 comments
Labels: große weite welt
