2015-12-24

Die Nachbarin klingelt …

… und überreicht mir einen kleinen Weihnachtsstrauß und ein Glücksschwein. Mit den Worten, das sei nur so für mich, weil ich so eine tolle und liebe Nachbarin sei und sie hätte lange nicht so eine Nachbarin gehabt, dann hält sie inne und sagt, eigentlich hätte sie noch nie so eine liebe Nachbarin gehabt.

Dann standen wir da beiden in unseren Türen und hatten Tränen in den Augen.

Ist halt so. Auch anders herum.

2015-12-21

Ratz fatz …



… noch mal schnell vor Weihnachten die Fenster geputzt. Hat's bei mir auch noch nie gegeben!

Das beste Geschenk, das ich mir dieses Jahr – zu Ostern – selber gemacht habe? Den Kärcher Fensterreiniger. Um den bin ich schon lange herum geschlichen, denn Fensterputzen steht bei mir, wie auch das Bügeln, auf meiner „Tätigkeiten im Haushalt, die ich sehr bis sehr sehr ungerne mache”-Liste ganz weit oben. Wenn nicht noch weiter oben.

Tatsächlich habe ich dann nach dem Kauf in diesem Jahr meine Fenster so oft geputzt, wie noch niemals in meinem Leben zuvor. (Und vor allem früher war ich schon eine sehr übereifrige Hausfrau, so eine wilde, die sogar Geschirrtücher bügelte. Solche Dinge, die die erste eigene Wohnung mit einem halt anrichten.) Ich behaupte so einmal im Monat waren die Fenster dran dieses Jahr. Was für meine Verhältnisse komplett irre und unnatürlich ist.

Nun muss man fairerweise sagen, habe ich hier Glück mit meinen Fenstern. Im Gegensatz zur alten Wohnung, wo sie alt waren, draußen platzte der Lack überall ab, die Scheiben hingen mehr auf halbneun im Kitt und außer im Bad und in der Küche in den Zimmern natürlich zusätzlich übliche Doppelverglasung. Dort war das Fensterputzen neben der üblichen Unlust immer zusätzlich eine besondere Strafe. Hier sind es moderne Fenster, Plastikrahmen, doppelte Verglasung in einem Rahmen. Ein Geschenk! Sie putzen sich auch ohne elektrische Hilfsmittel im Vergleich zu früher fast im Schlaf.

Andererseits haben wir hier aber das Problem, das ständig um uns herum gebaut wird und wir hier wirklich schnell und viel Baustaub an den Fenstern und Rahmen zu kleben haben. Und ich drinnen kleine Schniefspuren von putzigen Katzennasen. Also der Zeitraum zwischen Fenster sind geputzt und wieder schmutzig, der ist hier vergleichsweise kurz. Leider.



Mit dem Kärcher Fensterreiniger putze ich die Scheiben in unter einer Stunde durch. Und dadurch viel, viel öfter. Oft schenke ich mir dabei die intensive Rahmenwäsche, die mache ich einmal im Frühjahr richtig und in der restlichenZeit werden die Rahmen abgefeudelt und ggf. feucht abgewischt. Aber die Fenster sind mit der Sprühflasche immer ratzfatz eingeseift und ebenso schnell trocken gesaugt. Mit dem Küchentuch noch mal kurz die Ecken trocken wischen … und das war‘s. Es geht super schnell und vor allem – und das ist meiner Meinung auch der eigentliche Hauptpluspunkt – macht man ganz wenig Dreck in der Wohnung, weil eben nichts mehr auf den Boden tropft. Kurz: ich kann Fenster putzen ohne gleich immer kompletten Großputz anzuleiern. Unter der Prämisse putzt man, also ich, einfach schneller die Scheiben.

Man lernt übrigens ganz schnell das Gerät im richtigen Winkel anzusetzen. Wichtig ist nur, dass die Scheiben ausreichend feucht sind. Dann fährt er fast von selbst über die Scheiben.

Vor allem mein Küchenfenster, die Küche ist sehr klein, ist schneller auch innen dreckig, wegen der Kochdünste. Gestern ist dann interessanterweise einiges Fett vom Herd an die Scheibe gespritzt (was eher selten passiert) und dann dachte ich eben, putzte die mal schnell und dann war ich halt dabei und haben noch mal schnell die gesamte Runde gemacht. Mit Spaß dabei! Das hätte es vor dem Kärcher nie bei mir gegeben.

Übrigens habe ich schon einen kleinen Fan herangezogen, denn man kann so einem kleinen dreijährigen Großcousin keinen größeren Gefallen tun als ihm die Spritzflasche und den Reiniger in die Hand zu drücken und ihn dann mit Begeisterung stundenlang die Balkontürscheibe putzen zu lassen. Was er dann neulich beendete mit dem lapidaren Spruch: „So, nun kannst Du endlich wieder durch gucken!”

Also, wenn Ihr Euch noch schnell selbst etwas Gutes schenken möchtet zum weihnachtlichen Fest … auf saubere Aussichten!

2015-12-19

Bald, ganz bald …



2015-12-17

Früher war mehr Lametta …

… und jetzt ist gar keines mehr!

100 Prozent aller Blogger, …

… die hierzulande anderen Bloggern meinen erklären zu müssen, wie man richtig bloggt, schreiben auch „der Blog”.

Das Webblog.
Das Web.
Das Logbuch/-file.

Nicht der Block.

Bitte!
Danke!

Verpackungshölle!



Gestern ging ich in den Keller, die über das Jahr gesammelten Verpackungsmaterialien (Messie!) hoch zu holen. Diese legte ich erst in dem kleinen Q3A-Flur ab und seitdem haben wir drei hier Spaß! (Tally auch aber sie wünscht gelegentlich beim Spaß haben keine Paparazzi.)



So lassen Shiina und Tally nun ausrichten, dass es keinen Päckchenversand dieses Jahr gibt, weil das dazu gehörige Material nicht mehr aus den Pfoten gegeben werden darf.



Meine Argumentation, eventuell gäbe es im Austausch wieder neues Verpackungsmaterial, Geschenkpapierwolken und Bänder hoch drei, wurde als zu vage beschieden. Was man habe, habe man. Und überhaupt, warum ich diese Schätze das ganz Jahr vor ihnen im Keller versteckt hätte? Und mit welcher Berechtigung?



Der Haussegen hängt also schiefer als der Turm von Pisa. Aber wir haben unglaublich viel Freude dabei! Vor allem, wenn ich versehentlich auf die Luftpolsterfolie trete! In Q3A-Fluren knallt die nämlich besonders schön laut.

2015-12-16

Auf 'nen Korn!

Eine Nachbarin hier und mittlerweile liebe und lieb gewonnene Freundin arbeitet als Bäckereifachverkäuferin. Und zwar, wie ich unseren Gesprächen über ihren Arbeitsalltag entnehme, mit viel Liebe und Hingabe. (Worüber man ruhig nachdenken kann, wenn man wieder einmal denkt, das ist ja nur 'ne Bäckereiverkäuferin.)

Sie arbeitet bei einer Kette, die an Supermärkte mit gesonderten Brotverkauf angeschlossen ist. Ergo bekommen sie dort die Backwaren vorbereitet angeliefert, Brötchen werden dann vor Ort aufgebacken. Sie hatte irgendwann mitbekommen, dass ich den Katzen zuliebe und um meiner Vogelphobie weiterhin den Schubs in die richtige Richtung zu geben – und weil's mich nervt, wenn das wohngenossenschaftseigene Magazin uns Mieter für doof erklären will und behauptet, das Vögel füttern würde Ratten anziehen – gerne die Vögel füttere.

Sie erzählte mir dann, dass im Shop beim Ausschütten der Körbe und Ausfegen der Auslagen im Shop immer sehr viele Körner abfallen würden, die sie wegwerfen würden. Auch beim Reinigen der Brotschneidemaschine gäbe es immer einen ganzen kleinen Berg Krümel. Ob sie diese sammeln solle für „unsere” Vögel?



Ich fand das ein gutes Angebot, denn natürlich kauf(t)e ich bisher das Vogelfutter für die Vögel (und Ratten). Und warum sollten solche Abfälle, wenn sie weiter verwendet werden können, im Müll landen? Und so handhaben wir es seit einigen Monaten. Sie sammelt die Körner bzw. lässt von den Kolleginnen sammeln. Und ich komme mittlerweile mit dem Füttern kaum hinterher, denn – und das sollte man sich verdeutlichen – nur ein Sack ist das Sammelergebnis von einer Woche Brotverkauf. Das sind alleine die Körner, die vom Brot oder Brötchen abfielen, die in den Körben angeliefert wurden. Es sind allerfeinste Körner, knackig, qualitativ hochwertig, die man sich auch locker noch über den Salat streuen kann. So etwas wandert sonst in den Müll. Ich füttere von einem solchen Sack im Schnitt vier Wochen lang.

Also, wenn Ihr einen guten Kontakt zu Euren Bäckereifachverkäuferinnen habt, dann fragt doch einfach mal! Ist schließlich für eine gute fliegende Sache.

Wer oben nicht den Link anklicken wollte, „Vögel füttern ist unsere moralische Pflicht”, sehr interessantes Interview mit dem Ornithologen Peter Berthold.