2012-05-16

Schwer geteebeutelt

Köstlicher Artikel auf Spiegel online hinsichtlich dieser unsäglichen Wellnessfoodindustrieschwachheiten.

2012-05-11

ars moriendi

Die Kunst zu sterben. Ein Artikel über das Kochen für sterbende Menschen. Guter Artikel. Vermutlich ahnt man zu selten wichtige Belanglosigkeiten, wenn im eigenen Umfeld gestorben wird. Denn, wer teilt schon seine Erfahrungen mit dem Tod mit uns, ist man erst einmal gestorben?

2012-05-10

Die Frage ist …

ab wann ist eigentlich zu viel Ikea in einer Wohnung? Aufgrund der milden Gaben meiner reizenden Freunde, ist der Zuwachs ja längst nicht mehr nur auf die Küche beschränkt – für ausreichend Ikea im Bad sorgte ich selber – und im Grunde ist der Schwede jetzt omnipräsent in jeden Raum eingezogen. Dass Essensaufbewahrung in Ikea-Plastikbehältern eine feine strukturierte Sache für sich ist, die zudem auch noch formschön daher kommt (solange das Essen auch formschön daher kommt eine nicht zu unterschätzende Eigenschaft), ist sicherlich nicht nur bei mir eine eingezogene Tatsache. Und Ikea-Bettwäsche, weil ohne Knöpfe und in Sondermaßen gut finanzierbar, wohnt eh längst im Schlafzimmer.

Gefühlt habe ich in den letzten Tagen (mit toller Hilfe) ganz viele Capita-Beine in 21 cm Länge an die geschenkten Faktumschränke angeschraubt (Eckschränke stehen nämlich besser auf acht Beinen). Die Beine sind natürlich in meiner Situation der absolute Luxus. Aber ich stand heute früh wieder so begeistert in der Küche, wo auf der einen Seite noch Waschmaschine, alte Spüle und Herd auf normaler Industrienormungshöhe ihre Dienste anbieten, während auf der anderen Seite die bereits höher gelegten Schränke aufwarten. Und sobald ich vor diesen stehe, merke ich, wie sich im Lendenwirbelbereich eine sanfte Streckung vollzieht, sich die Haltung ändert und durch den gesamten Körper eine direkt fühlbare Entspannung schleicht. Ich werde diese Küche lieben. Alleine schon aufgrund ihrer Höhe!

Ich überlege, wie viel Gesundheitskosten vor allem hinsichtlich der Rückenerkrankungen könnte man in diesem Land einsparen, würde man bei eben jener Normung endlich berücksichtigen, dass die Menschheit in den letzten Jahren durchschnittlich größer geworden ist oder aber wenigstens Menschen ab 180 cm Körperlänge (wer will auch schon vorher) einen finanzierbaren Alltag entsprechend ihres Körperbedarfs offerieren?

Capita in lang macht übrigens eine schlanke Küche und ich werden sie unten herum dementsprechend offen lassen, schon alleine, weil die Katzen deutlich signalisiert haben, dass sie die untertunnelten Schränke als eine prima Mäusejagdarena empfinden. Und Käse und Mäuse und Katzen gehören in jede Küche. Weiß man ja!

Gestern war ich wieder auf einen HotDog und Getränk beim Schweden, Schrauben holen. (Nein, sie waren mit Sicherheit im Paket, ich habe sie lediglich verbummelt.) Ikea-Support-Mitarbeiter sagen grundsätzlich „na, mal gucken, ob ich die überhaupt da habe.“ Ich gehe mittlerweile davon aus, das machen die vorsätzlich. Irgendjemand filmt die Kundengesichter, wenn sie dann unentspannt am Counter stehen und womöglich glauben, die hätten wirklich keine der 08/15-Schrauben im hinteren Bereich in den kleinen Schubladen. Mich foppt Ihr nicht. Mehr!

2012-05-07

Zuwachs

Ich habe jetzt wieder einen Kühlschrank. Mit Gefrierkombi. Das ist schon alleine ein großes Glück.

Und viele großartige Küchenunterschränke, die darauf warten auf lange Beine gestellt zu werden, womit wir gestern schon mit Tilla Pe (endlich im RL getroffen!) und Tillas Tochter (nächste Woche gibt es Spargel!) und ich angefangen haben. Und die Unterschränke sehen gut aus auf 21 cm hohen Stelzen, die Lendenwirbel schreien sofort „Hurra!“, wenn man davor steht. Die großartigen Bloggerinnen, die aus Braunschweig kommend, praktisch den Akkuschrauber im Kofferraum herum fahren, machen es möglich. Eckunterschrank zusammen gebaut, schrecklich unlogisch das Ding.

Und nun steht hier sogar noch unerwartet ein herrliches graues gemütliches Sofa rum, von einem grauen Kater für die kleine niedliche graue Katze perfekt eingewohnt in nur sechs Monaten. Geruchstechnisch muss das Sofa ein Katzentraum sein! Und mir ist unerwartet der schwere chinesische Coachtisch auch auf's Auge gedrückt worden. Was ich für großartige Freunde habe.

Danke M. und S. Ihr seid Helden! Und jetzt zudem echte Prenzelwichser!

2012-05-04

Wie schön!

Wie schön Euch alle mal wieder getroffen zu haben oder Euch überhaupt erstmals gesehen zu haben! Es waren großartige schöne drei Tage mit tollem Wetter, einer wundervollen Location, großartigen Leuten, Service, Organisation, Sponsoren, Catering. Himmel, bei der re:publica ist sogar die Security merkwürdig nett.

Tolle Tage. Und ich habe noch überlegt überhaupt hinzugehen.

2012-04-30

re:publica 2012

Da ist es also wieder, unser Blogger-Klassentreffen. 13 Tage vor dem Gau im vergangenen Jahr noch Mailverkehr mit Johnny gehabt. Und dann alles ad acta gelegt, weil plötzlich alles anders war. Nun ist sie da und ich habe relativ früh für sie Urlaub genommen. Und immer überlegt, ihn doch wieder zurückzunehmen. Ihn dann doch letzte Woche sogar in Bildungsurlaub gewandelt (ja, die re:publica macht nämlich jetzt auch offiziell klug!). Und doch immer überlegt, gehst Du überhaupt? Hingehen heißt jetzt nämlich Gesicht zeigen nach alledem. Und wer will das schon? Also wer hat die Nerven? Da fühlt sich auch ein bisschen nach Überforderung an.

Aber zum Weg nach draußen nach oben, weg von dem ganzen Scheiß, gehört das wohl dazu. Raus gehen, Flagge zeigen. Und nee, leicht wird das nicht. Aber es ist sinnvoll. Vielen möchte ich danke sagen, aber wo fange ich an? (Ich kenne ja nicht mal die Liste meiner vielen Helfer!) Dieses alles richtig machen wollen, ist ganz schön schwer.

Und andererseits freue ich mich auch. Es ist eine re:publica unter – für mich – ganz neuen Gesichtspunkten und Aspekten. Mit Freunden. Doch, ich freue mich! Auf Euch!

(Und ich kann hinlaufen. Ich kann dank neuer Location und neuer Wohnung echt dahin laufen!

Nicht leicht …

die kleine graue Katze, die derzeit gerne mal morgens um fünf Uhr durch die neue Wohnung läuft und lauthals vermeldet: „Haalllllo! Ich bin wach! Seid Ihr auch alle waaaaach? Kommt wir können doch jetzt spielen! Oder lasst uns neue Kisten besetzen. Ihr müsst ganz schnell gucken kommen, es hat sich wieder etwas verändert! Tally! creezy! Aufstehen! Ihr müsst doch jetzt aufstehen, der neue Tag ist da und wir müssen doch auf-, umräumen und fegen und auspacken und und und haalllllo?! Warum antwortet Ihr nicht …?” hat es nämlich auch nicht leicht, wenn ihr die Mäuse auf dem Kopf rumtanzen.