2010-06-23

Na, det flutscht doch!



Ich bin bekennende königliche Hochzeitguckerin! Mit Freuden und Wonne! Und da die Hochzeit von Königin Silvia die erste royale Hochzeit war, die ich als Kind jemals wahrgenommen habe, war das gesprochene „Ja!“ ihrer Erstgeborenen natürlich Pflicht. Stockholm, so schön am Wasser gelegen, bietet eine grandiose Kulisse zum Heiraten und – seien wir ehrlich – das nicht mehr ganz junge Brautpaar war dermaßen sympathisch und genug verliebt, dass es einem den einen Tag vor dem Fernseher nicht als Vergeudung erschienen ließ.

Alleine … ich bin dieser Form von dümmlichen Schmalz-Journalismus entwachsen. Während sich in den letzten Jahren die Krabbelkinder der Monarchen den Gegebenheiten des realen Lebens angepasst haben und sich mit Bestimmtheit den Ehepartner aus dem Volk erwählen, die bei Gelegenheit auch ruhig schon ein Kind mit ins künftige Schloss mitbringen dürfen, haben sich selbst die jüngsten TV-Kommentatorinnen der öffentlichen Sender, beispielsweise Karen Webb zu nennen, im erschreckenden Ausmaß geweigert, eine mögliche Entwicklung hin zur Moderne zu nehmen. (Es war Hochzeit, da sind Kleist'sche Sätze genehm!) Das ist insofern bitter, weil sie nach Abdankung des royalen Hofberichterstatters, Rolf Seelmann-Eggebert, nun wirklich alle Chancen gehabt hätten, das Rennen der Zukunft für sich zu entscheiden. So bleibt nur zu befinden: ich hätt' ihn gerade gerne wieder, den etwas steifen dafür aber allwissenden Könner und Kenner der royalen Über- und Unterwelten!

Hinzu kamen dann schlicht noch falsche Informationen (immer schön, wenn behauptet wird, eine Königin sei ohne Gatten zur Hochzeit erschienen, während dieser gleichzeitig mit ihr über den Teppich läuft als auch auf dem Balkon beim Empfang zu sehen ist.) Sie machen es einem dieser Tage wirklich nicht leicht, unsere deutschen Journalisten. Hach, und wieso nun ausgerechnet das Königsmädel Viktoria so um ihre Liebe zu einem Bürgerlichen bei König und Königin hätte kämpfen müssen, die die bürgerliche Ehe vor gut 32 Jahren erstmals hoffähig gemacht haben? Merken Journalisten eigentlich noch, was sie für einen hochstilisierten Schwachsinn schreiben?

Wir hatten dennoch einen grandios unterhaltsamen Tag vor dem Fernseher mit Törtchen, Crémant Rosé und frischen Erdbeeren an Lavendelzucker, dank einer bonfortinösen Gastgeberin und einem unglaublich charismatischen Brautpaar. Das nächste Mal eben schlicht Ton aus – wie beim Fußball. Die königliche Fachkompetenz von uns Beisitzerinnen kann sich sehen lassen! Und ich kann gar nicht sagen, wie froh ich bin, dass sich heute der mittlerweile gut bauchzüchtende Altherrenprinz Albert nun endlich offiziell entschieden hat, demnächst seine südafrikanische Meerjungfrau dann doch zu freien. Das wäre ja auch ein dezentes Affröntchen gewesen mit der Dame seines Herzens vergangenen Samstag über den Teppich zu schreiten, ohne ein offizielles Zugeständnis. So weit geht dann meine persönliche Offenherzigkeit der Moderne in puncto „Royale sind wie Du und ich“ doch nicht. Charlene Wittstock ist übrigens deutschstämmig. Das lässt leider so gar nicht hoffen für die künftige Berichterstattung deutscher Medien. *seufz*

Aber das alles beschreibt Frau Indica viel bonfortinöser, insofern lade ich Euch herzlich ein, drüben weiterzulesen. Und wenn Ihr weiter schwelgen wollt, hier ist Daniels komplett Hochzeitsrede, die vom Prinzessinnen-Papa und vom frisch gebackenen Prinzen-Papa. Ach, und der Waltzer

2010-06-22

Man kann ja mal fragen …

Sehr geehrter Herr Kloeppel,

in der heute von Ihnen moderierten Nachrichtensendung RTL aktuell um 19:00 Uhr wurde in dem Beitrag zum Bericht des Verfassungsschutzes ein weiteres Mal von dem Sender behauptet, bei der am 12.06.2010 auf der vom Bündnis „Wir zahlen nicht für Eure Krise“ organisierten Demonstration gegen die aktuellen wenig sozialen Kürzungsvorhaben in Berlin erfolgten Explosion, hätte es sich um eine Splitterbombe gehandelt.

Bereits am 16.06.2010 hat die Berliner Staatsanwaltschaft offiziell bekannt gegeben, dass es sich bei dem Sprengsatz nicht um eine Splitterbombe gehandelt habe, sowie keine Nägel oder Glasscherben dem Sprengstoff beigefügt gewesen seien.

Ich verstehe RTL aktuell als Nachrichtensendung, die Zuschauer wahrheitsgemäß zu informieren hat. Und nun frage ich mich, warum informieren Sie Ihre Zuschauer in einer Nachrichtensendung weiterhin offensichtlich falsch zu diesem Vorfall? Ihnen und Ihrem Team sollte der prägnante Unterschied eines normalen Sprengsatzes zu den verheerenden Wirkungen einer Splitterbombe doch bekannt und somit in der Bedeutung der Berichterstattung bewusst sein?

Bitte beantworten Sie meine Frage, die heutige Falschinformation Ihres Senders, nach immerhin bereits einer Woche offizieller Richtigstellung, wird Inhalt meines Blogs sein.

Mit freundlichen Grüßen
creezy

(Mailanfrage ging am 21.06.2010 raus)

2010-06-19

Beim größten Online-Buchversandhaus

hauen sie jetzt die Algen-Kochbücher als Schnäppchen-Ware raus.

Verstehe ich gar nicht. Kommt das Zeug doch demnächst direkt mit Öl angemacht ins Haus.

2010-06-18

Als etwaiger Torschütze …

bei einem Elfmeter hat man genau zwei Möglichkeiten:

a) Man schießt in die eine Ecke und der Torwart ahnt die andere und bewegt sch dorthin, fängt nicht. Dann ist für die Mannschaft, die den Elfer schießt alles gut.

b) Man schießt in die eine Ecke und der Torwarte ahnt leider genau die richtig Ecke und bewegt sich dorthin, fängt. Dann ist für die Mannschaft, die den Elfer hält alles gut.

Letztendlich ist das Schicksal. Im jeweils anderen Fall hat es aber genau nix mit der Kompetenz des Schießenden noch des Haltenden zu tun. Manchmal gehen eben Keeper und Ball zusammen, manchmal nicht. Ich glaube, dass Poldi Elfer schießen kann und wird. Daher darf man auch jetzt ruhig wieder aufhören auf ihn einzudreschen.

Bin übrigens gleich …

bei Spreeblick beim Videocast live zum Spiel! Mit ein paar anderen, wird bestimmt lustig!

Die sehr sehr schöne Nachricht zum Wochenende,

… die die gestrige Franzosentordysfunktion für mich auch etwas in den Hintergrund treten lässt, ich habe die Woche nachdem ich von dem schlimmen Erlebnis von Raul erfahren habe, meine Ex-Chefs bei Gravis angesprochen, ob sie ihm nicht direkt helfen können, was das gestohlene iPhone anbelangt.

Wilfried Gast hatte sofort gesagt, „Ja, wir helfen ihm!“ Gestern konnte sich Raul, der überhaupt sehr beeindruckt ist über die Hilfsbereitschaft von allen Twitterern und Bloggern, was ihm über das Erlebte sehr hinweg hilft, sein neues Handy abholen.

Herzlichen Dank von mir an GRAVIS für die Spende und die prompte Bereitschaft zu helfen!

Und Social Media ist schlicht 'ne gute Sache!

2010-06-17

Wird …



nicht darüber reden.
Auch nicht schreiben.

(Aus der Reihe: bin traurig!)