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Patientencoach
Das Ganze ist nicht so schlecht, wie es gerade wieder ganz weblike zerredet wird. Es gibt eine Handvoll im Internet aktive Leute, die sich über den Umgang einiger Professioneller mit dem Medium, dem Journalismus, deren täglich Brot und vor allem mit der Wahrheit ärgern. Natürlich können die auf ewig weiter nölen. Irgendwann muss man aber auch selbst Farbe bekennen. Sich ein paar Regularien/Thesen zu überlegen, die jeder – wer es mag – mit auf seinen Weg nehmen, vor allem aber auch gerne mit verbessern kann, ist immerhin ein Anfang. Da kann ich keine echte Katastrophe und auch überhaupt keinen Hochmut erkennen. Ich kann nicht diese Arroganz sehen, die gerne den Initiatoren unterstellt wurde, hier und dort. Es sind nur Leute, denen das Thema „Information einer Öffentlichkeit im Internet“ am Herzen liegt und natürlich sind es mal wieder ausgerechnet die, die in der deutschen Web-Community eben nicht anonym schwimmen. Das ist nur logisch, deren Schnittstelle ist eben größer; ein Teil von denen verdient mit dem Verfassen und Veröffentlichen von Informationen, Texten im Internet ihr Geld und sie sind dem Thema inhaltlich deswegen sehr eng verbunden. Die einzelnen Regeln im Manifest sind allenfalls Mittelmaß? Möglich, sind ja auch nicht vom allwissenden lieben Gott verfasst. Wobei, der hat ja auch ordentlich geschlampt, wie wir wissen. Ix setzt sich wenigstens noch thematisch mit den einzelnen Punkten auseinander. Am Ort der öffentlichen Diskussion, im Wiki, vermisse ich leider noch seine Einlassungen aktiv eingebracht.
Wie bei uns üblich, haben sich die wenigsten Kritiker aber überhaupt konstruktiv mit den Thesen auseinander gesetzt. Die meisten zielen darauf, dass dieses Manifest wieder nur von den „üblichen Verdächtigen“ käme und überhaupt nicht „sexy genug“ getextet sei. Platzen im Hirn beim Lesen im Background keine animierten Extasy-3D-Bömbchen. Ist aber auch doof. In der inhaltlichen Entwicklung haben sich bisher nur wenige Kommentatoren mit konkreten Inhalten hervor getan. Obwohl es die Einladung zur offenen Mitarbeit gibt. Und ehrlich: so etwas verstehe ich immer nicht.
Wenn sich in Deutschland Journalismus dahingehend entwickelt, dass Journalisten, die die Wahrheit berichten wollen, keine Jobs mehr bekommen, weil mit der Wahrheit angeblich die Auflage nicht gesichert werden kann und die dahinter stehende kommerzielle Abhängigkeit von Anzeigenkunden aber gerne dem – angeblich – bösen, blöden Internet in die Schuhe geschoben wird von den Verantwortlichen, weil nur das doch die Quelle von schlechtem Journalismus sei, dann ist die Idee aus dem Internet heraus einen neuen besseren Qualitätsstandard etablieren zu wollen, eine gute Idee. Vor allem aber ist es wenigstens ein erster Schritt weg vom Genöle weg und hin in die aktive richtige Richtung.
Dass viele wiederum gar nicht kapieren werden, was mit diesem Manifest versucht wurde und es sie gar nicht tangieren kann, ist aber auch okay. Es ist nicht relevant, wer sich da Gedanken gemacht hat. Möglicherweise interessiert dieses Manifest da draußen (offline) niemanden, denn ja, natürlich handelt es sich hier um die Gedanken eines kleinen virtuellen Inselstaates im World Wide Web.
Ich möchte in dem Zusammenhang auf ein ähnliches Regelwerk aufmerksam machen, denn das Problem im Ursprung ist ein viel größeres und in anderen Bereichen der Berichterstattung international früher erkannt worden. Es gibt nämlich seit (für Web-Verhältnisse) langer Zeit eine ähnliche Sammlung von „Regeln“ die digitale Bearbeitung von Fotos in der Reportage-Fotografie betreffend, die DigitalCustom Model Ethics Guidelines.
Da haben 2003 ein paar Fotografen schriftlich Richtlinien formuliert aus einem bis dahin bestehenden Ehrenkodex, dem sich insbesondere Fotografen der Reportage- oder Dokumentationsfotografie verpflichtet fühlten. Mit zunehmender Vereinfachung der Retusche- und Montage-Technologien dank finanzierbarer digitaler Bildbearbeitung, die es schneller, einfacher und somit viel günstiger als früher ermöglichten, Fotos zu manipulieren, schien die Notwendigkeit gegeben, einmal schriftlich diese Selbstverständlichkeiten festzuhalten und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Die rasanten technischen Entwicklungen ermöglichen nämlich einer größeren Menge von Menschen, Autodidakten, in das Geschäft der Fotografie einzutreten. Die haben oft mangels Ausbildung nie von fotografischen Grundsätzen (in der Fotografie macht ja angeblich die Technik das Foto, nicht das Talent, das Hirn oder die Philosophie des Fotografen) gehört. Auch denen galt und gilt es klar zu machen, dass es in bestimmten fotografischen Bereichen Do's und Dont's gibt.
Das Thema Manipulation an der Fotografie ist in diesem gesonderten Bereich von gleicher Relevanz wie der Wahrheitsgehalt und somit die journalistische Qualität vom Text. Hier ist eine Entwicklung von der Realität weg und somit Abnahme von Qualität in der Berichterstattung genauso kritisch zu sehen. Wir finden ja alle die Reihe „Super Symbolfotos“ bei Niggemeier immer so unterhaltsam, letztendlich ist genau das aber schon Verrat an der fotografischen Dokumentation und aus Sicht von Fotografen überhaupt nicht akzeptabel. Wird im großen Maß praktiziert, und hierbei wird noch nicht mal am Foto selbst schon rumretouschiert – es werden einfach nur Texte mit falschen Bildinhalten in Zusammenhang gebracht und somit Berichterstattung verfälscht. Ob das wissentlich oder aufgrund semi-professioneller Technik passiert, ist dabei egal, hier wird geschludert! Wenn wir aufhören uns über solche Versäumnisse aufzuregen, werden wir irgendwann nicht einmal mehr merken, wann wir belogen und betrogen werden.
2003 haben sich genauso viele Fotografen über diese DigitalCustom Model Ethics Guidelines aufgeregt, wie heute es deutschen Blogger hinsichtlich dieses Internet-Manifests tun. Die Fotografen aber, denen in der Reportage/Dokumentationsfotografie die Wahrheit am Herzen lag und weiterhin liegt, haben damals genickt und gesagt: so soll, so muss es sein!“
In Deutschland sieht es mittlerweile im fotografischen Bereich so aus, dass Fotografen ihre Rechte an der Fotografie übertragen sollen, wenn sie das Bild/die Bildstrecke an Redaktionen verkaufen wollen. Das tun sie entweder oder sie dürfen sich einen neuen Job-/Auftraggeber suchen. Was es heißt, wenn der Fotograf kein Recht an seinem Bild hat und die Bildredaktionen sich dann den Regeln des Manipulationsverbotes nicht mehr unbedingt verpflichtet sehen, kann man sich selber ausmalen.
Deshalb sind solche Guidelines/Manifeste/Richtlinien wichtig, Sie wurden von den meisten Praktikern, die ich in der Vergangenheit auf die DCMEGs aufmerksam gemacht habe, dankbar aufgenommen. Und dabei ist die textliche Qualität dieser Richtlinien oder woher die letztendlich kamen, völlig egal. Es geht darum, dass man als Fotograf in einem bestimmten Genre interessiert ist Qualität zu liefern und so ein Manifest kann dabei hilfreich sein. Es ist nämlich ziemlich leicht sich selbst zu verlieren in seinem Job da draußen, wo einem ständig Berufskollegen mit weniger Gewissen zeigen, wie man ohne an der Wahrheit festzuhalten viel mehr (oder überhaupt noch) Geld verdienen kann. So ein Manifest ist etwas Handfestes, wer will kann es berücksichtigen, man muss es nicht. Man kann mit dessen Hilfe für sich Entscheidungen treffen, welche Art von Fotografie man bedienen will. Man weiß sehr genau, hält man sich an die Regeln nicht, begeht man einen Verstoß gegen die Regeln, anhand derer die besondere Qualität eines Jobs festzumachen ist– das muss dann ein jeder mit seinem Gewissen selbst ausmachen.
Daher finde ich dieses Internet-Manifest einen guten Schritt, es ist ein Anfang. Es mag textlich, inhaltlich noch nicht rund sein. Ja, der Name ist vielleicht doof gewählt (wenigstens ist er nicht verdenglicht.) Was daraus entstehen kann, entscheiden alleine die, die aktiv daran mitwirken, es tragen und weiterentwickeln. Da ist es erst einmal egal, wer alles davon nicht Kenntnis nehmen will oder wird und ob es für diese Dinge, die im Internet passieren, überhaupt eine Öffentlichkeit gibt oder geben wird.
Nur: ausschließlich meckern und drauf einschlagen gilt nicht! Dafür ist das Thema nämlich ein zu wichtiges – viele Themen betreffen oft am Anfang nur kleine Zielgruppen, bevor eine riesige Zielmenge für immer unter denen sich daraus zu entwicklenden Konsequenzen zu leiden hat.
at 14:59 6 comments
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während ich immer noch überlege, ob der Wirsingeintopf für den ich heute passend ein Herbstwetter orderte, nun eine Einbrenne bekommen soll oder nicht, lese ich mich durch das Kochutensilangebot im Web und stelle mit Entsetzen fest, dass Le Creuset offensichtlich die Farbe türkis karbikblau auslaufen lassen will, denn überall ist gerade diese Farbe herabgesetzt, dabei habe ich mich noch gar nicht eingedecken können, sind das doch schließlich Investitionen für's Leben. Und das nachdem ich mich endlich entschieden habe, türkis karbikblau doch viel schöner zu finden als das Rot, Kirschrot, Schwarz oder Kobaltblau … natürlich kann ich auch darauf warten, dass sie die Dinger endlich in Schotten-Karo-Design anbieten.
Dann lese ich mich stur weiter durch die Kochblogs – Einbrenne oder nicht Einbrenne? – und muss mal wieder bei NutriCulinary laut lachen: „ … und stellt sich (Tim Mälzer) die Frage, warum Johann Lafers 280 Millionen Jahre altes Kalahari Salz, nach der Abfüllung durch Johann Lafer nur noch drei Monate haltbar ist.“ Ich kann den ja gut leiden, wenn er so schreibt, den Paulsen, und sein Buch, Monsieur P., der Hummer und ich, habe ich verflixt noch mal auch noch nicht, geschweige denn gelesen.
Einbrenne.
at 15:49 0 comments
Labels: blogfreaks
was passiert, wenn eine Französin in Amerika lebt und Urlaub in der Heimat macht, dabei auch noch perfekt kocht und Lebensmittel und das Leben liebt?
Ein liebenswerter Blogeintrag mit einer Menge großartiger Fotos, ich bewundere Béa für ihr Talent – zu kochen und mit Fotos zu zeichnen.
at 15:31 1 comments
Labels: blogfreaks
zur Hausratversicherung. Eine Hausratversicherung wird doch üblicherweise nach dem Wert der zu versichernden Wohnung taxiert, oder? Also ich sage, der Krempel bei mir hat ca. 60.000 Euro Wert oder auch nur 20.000 Euro, weil mir materieller Besitz nicht wichtig ist und mehr nicht in eine Wohnung mit einem Zimmer passt, Versicherung sagt daraufhin, dann zahle Du so und soviel. Deal.
Bei der Sparkasse wird die Hausratversicherung zusätzlich vom Alter diktiert. Was ich persönlich als ein Argument gegen diesen Anbieter sehe.
Als nächstes werden dann wieder Frauen überversichert, weil sie mehr Kram in der Küche horten.
at 12:30 4 comments
Labels: große weite welt
als ich diesen Artikel in der taz heute gelesen habe, zum Thema organisierter Rollator und andere medizinische Hilfsgeräteklau, habe ich zuerst gedacht, das ist ein Aprilscherz.
Ist es nicht.
Da ich noch aus der Erfahrung von meiner Mum weiß, was es für Leute, die auf solche Hilfsgeräte angewiesen sind, wenn der Rollator nur einmal defekt ist, möchte ich ein wenig diese Menschen, die kranken Leuten solches Leid und finanzielle Kosten zufügen, ein klein wenig hässlich verfluchen. Einfach mal Bein ab …
at 09:49 2 comments
Labels: große weite welt
und weil es die letzte Großdemonstration vor den Wahlen sein dürfte:
Beginn heute, 12.09.2009 15:00 Uhr vor dem Potsdamer Platz.
at 09:27 0 comments
Labels: große weite welt
60 entbeinte Hühnchen für eine Szene in Julie & Julia: Times-Artikel zu Food-Fotografie in Hollywood-Produktionen.
at 16:46 0 comments
Labels: photography, ran an den herd
„Die wirklich starken Menschen sind freundlich. Grausam sind nur die Schwachen.“
Sebastian Horsley
at 16:36 0 comments
Labels: dies und das
dann gab es eine Rechtschreibreform dieser Rechtschreibreform. Hier nun die Rechtschreibreform der Rechtschreibreform von der Rechtschreibreform vom … Media Markt:
at 12:04 4 comments
Labels: kronjuwelen
an unseren Politikern, dass sie uns und dieses Land ständig daran hindern, fortschrittlich zu sein und innovativ zu handeln, modern zu leben und dass sie unsere hart erarbeiteten Wettbewerbsvorteile wie ehemals führendes Land in Umwelttechnologien oder ein vormals großartiges Bildungswesen einfach so vor die Wand fahren. Selbst wenn alle anderen Länder vormachen, wie es besser geht: Deutschland blockt dumm und bräsig ab.
Dabei sind sich unsere Politiker nicht mehr zu schade, gegen geltendes Recht zu verstoßen. Auf ziemlich breiter Linie.
at 06:59 1 comments
Labels: große weite welt
das wird ein für den Verlag teures, erfahrungsreiches, Endeffekt vorhersehbares Experiment.
Das Geld können die eigentlich auch gleich an einen karikativen Zweck durchreichen. Da wäre das sinnvoll angebracht.
at 06:32 1 comments
Labels: große weite welt
Frau Pepa, sehen Sie an diesem schönen südfranzösischen Bekleidungsaufhängeutensil:
Rustikal, in der Tat. Aber so … praktisch!
at 20:49 6 comments
Labels: creezy on tour
und kommt mir bitte nicht auf die Idee, so sei nur der österreichische Gesundheitsstandard, diese kleinen Erfahrungen von Kelef können auch sehr viele Deutsche schreiben hierzulande.
at 17:00 0 comments
Labels: blogfreaks, große weite welt
Ein Grund, warum ich gar keinen Geschirrspüler haben möchte, ist meine sehr tiefe, fast leidenschaftlich zu nennende Zuneigung zu Geschirrspülmittel. Ich denke, mein besonderes Verhältnis zum schäumenden Chemiewerkzeug lässt sich logisch damit erklären, dass ich der Generation „Pril-Blume“ entsprungen bin. Ich habe mir damals nicht nur bei der Erstausstrahlung von Raumschiff Enterprise Sonntag nachmittags die Milchzähne gezogen (der Deal zwischen meiner Mum war immer, dass ich eine Mark bekomme, wenn ich dem ekelhaft wackelnden Zahn vor Ende von Enterprise den Garaus mache, weswegen ich wiederum einige Lücken in der Ausstrahlung hatte, was mir das immer wieder gucken dürfen der 100.345ensten Ausstrahlung erlaubt). Nein, ich habe auch Pril-Blumen auf unsere Küchenkacheln kleben dürfen: im Original, versteht sich! Die übrigens bis zum St. Nimmerleinstag dort klebten, denn sie waren erst durch Entfernung der Kacheln restlos abzubauen. Getreu dem Motto: Gut geklebt, für immer geprägt.
Was ich also erklären wollte, mein Verhältnis zum Geschirrspülmittel entspringt einer sehr frühen kindlichen Prägung und deswegen prallen Sprüche wie „aber ein Geschirrspüler ist doch viel umweltschonender“ eiskalt an mir ab. Das Argument zählt sowieso nicht, ich spüle nämlich nicht unter dem laufenden Wasserhahn. Was die allermeisten Hausfrauen, die ich im Besitz des elektronischen Automatismus kenne, mit ihrem Geschirr nämlich doch immer noch tun, bevor sie es in den Spüler stellen! Ha, was haben da doch die Wasserwerke gelacht!
Kurz und gut, ich habe einen Crush auf Geschirrspülmittel und das Angebot und dessen visionäre Entwicklung betreffend, sind die Franzosen einfach ungekrönte Meister. Es hat noch keinen Frankreichurlaub gegeben in dem ich mir nicht Geschirrspülmittel mitgebracht hätte. (Ich möchte mich an dieser Stelle für das Verständnis meiner Mitreisenden über die Jahrzehnte herzlich bedanken!) Das ist so … uncool, dass ich nie darüber schreiben würde, noch es zugeben würde. Aber ich tue es, ja, ich exportiere Geschirrspülmittel in kleinen Mengen! Mit Begeisterung! Und ich liebe die französischen Duftdesigner!
Wusstet Ihr, dass bevor hierzulande Palmolive mit Limetten-Geruch auf den Markt kam, die Franzosen das schon zehn Jahre länger im Angebot hatten? Abwaschwasser mit Limetten-Geruch, das ist so bonfortinös! Habe ich mich gefreut und führe es fortan im Dauerbestand. Kommt es bei Geschirrspülmittel (bei Weichspüler bin ich wiederum grundsätzlich und absolut contra gegen alles, um es mal ausdrucksstark doppelzumoppeln) zu völlig sinnlosen Marketingofferten, bin ich völlig offen und generell hirnlos in der Akzeptanz. Ich meine, Lavendel-Duft? Fliederfarben? Das ist so bescheuert … aber ich will nun mal partout keine Mottenlöcher im Geschirr! Die einzige Ausnahme: Apfelgeruch. Eine ebenfalls frühkindliche Shampoo-Prägung, das finde ich ultraeklig. Da hilft es nun auch nicht weiter, dass man im Marketing vom „Granny Smith“ weg wieder hin zu den altgedienten Apfelsorten wie „Roter Boskop“ oder „Ananas Renette“ für die Flasche textet – stinkt alles unerträglich nach künstlichem Apfel. Und bei Apfel bin ich nicht zu belügen.
Der verehrte Leser möge beachten, dass ich passend zum Thema die Fotos ohne technische Notwendigkeit in 1600-ISO anfertigte, es wirkt so schön nostalgisch, das Korn.
Die Tradition will es also, dass ich in Frankreich lande, mich mein Weg zum nächsten Supermarkt und dort nach Besuch der Kühl- und Käsetheke direkt weiter zu den Reinigungsmitteln führt: das neue Geschirrspülmittelangebot bestaunen und beschnuppern, dann einkaufen. Mein Pflichtprogramm, denn der nächste Abwasch kommt bestimmt. Abwaschen per Hand mit einem neuen Geschirrspülmittel … das ist so eine spirituelle Erfahrung (hust, jetzt übertreibt ‘se aber)! In diesem Jahr konnte ich einen neuen Trend in Frankreich ausmachen: zurück zum Purismus als auch zur futuristischen Moderne. Der Trend geht visuell wieder zum Schmierseifenlook getarnt als Olivenpflege der südfranzösischen 70iger Jahre oder zur Klarheit der spanischen Molekularküche: unschuldige Mandeln (allergiefrei, hihi, erzähle das mal einem Nuss-Allergiker) ganz transparent, das David Hamilton-Spülmittel unter den Spülmitteln, weil so weich gezeichnet im Geruch.
Irgendwie freue ich mich schon auf die neue Edition der kommenden Saison, dann wird wohl endlich mit der klaren Frische der Buttersäure geworben.
Hach und dann die giftgrünen oder perversblauen Spülmittel der neuen Generation: mit eingeschlossenen total gut sichtbaren Sauerstoff-Aktivperlen! Da habe ich mich aber nicht mehr getraut zuzuschlagen, denn meine mitreisende Begleitung dieses Jahr hielt mich eh schon für völlig durchgeknallt.
Aber falls demnächst jemand in Frankreich weilen sollte, das futuristische Geschirrspülmittel der Moderne fehlt mir ja jetzt doch in meiner Sammlung. So tolle Blasen … machen das Geschirr bestimmt total aktiv und beschleunigen den Spülprozess bestimmt um 0.02 Millisekunden!
at 10:51 8 comments
Labels: creezy on tour, frankreich
Don Dahlmann twitterte gerade diesen wundervollen Link der schönen Fotos rund um Wal-Mart-Kunden.
Falls Getränk während des Anguckens verfügbar, bitte Screen und Tastatur vor Feuchtigkeit schützen.
at 12:12 1 comments
Labels: humor for today