Heissa …
so kurz vor den Wahlen sagen sie, in diesem Fall Arbeitsminister Olaf Scholz, immer so feine Sachen. Daten einfordern für den gleichgeschlechtlichen Gehältervergleich oder das hier:
Fragen wir ihn in zehn Monaten noch einmal danach.
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at 11:07 0 comments
Labels: große weite welt
Post von der Agentur. Leistungsbezug und das Einstiegsgeld laufen zum 30. April ab. Und so schreiben sie mir, mein Leistungsbezug würde demnächst auslaufen und ich solle mich bitte rechtzeitig mit den beigefügten Forumlaren melden bei Bedarf.
Anschreiben genommen und mit breitem Grinsen und Glücksgefühl im Herzen zum Müll getragen. Der Plan sagte Anfang November vergangenen Jahres, mich nicht mehr ab dem 30.4.2009 dazugehörig zu fühlen. Der Plan hat erstaunlicherweise – sogar in diesen Zeiten – Bestand. Ich werde mich nicht mehr melden müssen. Ich werde schreiben, dass ich mich in der Lage sehe zum 1. Mai von meiner Selbständigkeit und Tätigkeit selber zu finanzieren, so wie es der Businessplan vorsah. Es sieht zur Zeit gut aus. Und so ist das Gefühl. Es ist anstrengend, es ist aufregend, es macht unglaublich viel Spaß, es ist von viel Lernen geprägt, es ist von Unterstützung von vielen Seiten geprägt, es ist toll. Und es ist eine einmalige Chance!
Die Agentur hat mich auf dem Weg im Rahmen ihrer Möglichkeiten großzügig unterstützt, sei es mit der Weiterbildung im vergangenen Jahr, sei es nun mit der Einstiegsgeld und der Unterstützung hinsichtlich technischer Notwendigkeiten, die sich ein Langzeitarbeitsloser auf dem Weg in die Selbstständigkeit so nicht leisten könnte, es aber ohne sie nicht funktionieren kann. Ich habe viel dafür kämpfen müssen. Stellenweise war es bitter zu erkennen, wieviel Professionalität sie von einem Bezugsempfänger verlangt, der sich selbstständig macht – auf der anderen Seite (das werfe ich dem Gesetzgeber vor, nicht den Mitarbeitern – von denen werden gelegentlich Dinge verlangt, für die sie überhaupt nicht ausgebildet sind) mit erschreckender Unprofessionalität und herzlich wenig Sinn für das betriebswirtschaftliche Leben agiert. Ich will nicht klagen, es hat geklappt. Obwohl ich die dort verbrauchte Energie in den letzten Monaten an anderer Stelle hätte klüger einsetzen und ich hätte die Motivation und Unterstützung einiger Bescheide deutlich früher gebrauchen können. Trotzdem, die Agentur tut was. Was die Banken in diesem Land nicht tun. Die wünschen viel Erfolg, fragt man bei ihnen um eine geringe Unterstützung nach und winken aber großspurig ab, wenn man sich in diesem Land selbstständig machen will. Dazu muss man nicht mal lange arbeitslos gewesen sein, um von ihnen den Unglauben an die Idee um die Ohren gehauen zu bekommen. Wer klein aber realistisch denkt in dieser Zeit, ist ihrem Glauben nach doof und ist es wert verraten zu werden. Ach, überhaupt Banken – diese unnützen geldgeilen Dinger, die sich vom Steuerzahler für ihre Inkompetenz bezahlen lassen und dafür jeden zweiten Mittelständler aus Jux und Spaß über die Klinge springen lassen, während die Deutsche Presse so tut als würde dieser Tage nur ein Unternehmen namens Opel – natürlich ganz fremdbestimmt – vor die Hunde gehen.
Sei es drum, ich wage es jetzt. Die eine Aufgabe sichert Miete, Krankenversicherung, Steuer und füllt den Kühlschrank – und macht dabei sogar Spaß und weckt in mir immer mehr den Kampfgeist, weil ich unglaublich kompetente engagierte kluge Menschen kennenlerne, die mir sehr viel geben alleine damit, dass ich einem Teil ihrer Arbeit beiwohnen darf. Die andere Aufgabe wird sich entwickeln, die Vorfreude auf sie ist groß und sie gibt mir die Möglichkeit meine Kreativität auszuleben. Irgendwie ist alles zur Zeit ein großes Glück.
Danke Euch allen, die ihr mich in den letzten Jahren hier unterstützt habt, Mut zugesprochen habt, geholfen habt mit Worten und Taten, an mich geglaubt habt, wenn ich es nicht mehr konnte, Daumen gedrückt habt, einfach da wart! Dieses Blog und Ihr wart oft unfassbar wichtig und wertvoll für mich in dieser Zeit und hat mich so manches Mal aus dem trüben Meer der Hoffnungslosigkeit gefischt. Das vergesse ich Euch nicht.
at 20:55 10 comments
Für neues Sparkonto neue «Abheben-macht-frei»-Karte erhalten mit neuer Pin-Nummer. Zur Sicherheit für die ersten beiden Abhebungen bis die Nummer sitzt (sie ist für mein zahlenabwesendes Hirn wirklich herausforderungswürdig) Pin-Nummer codiert als Telefonnummer aufgeschrieben. Nein, garantiert nicht im Portemonnaie aufbewahrt.
Neulich in einer Handtasche einen Zettel gefunden. Zuerst eine halbe Stunde auf den Zettel mit der Telefonnummer von einem, nennen wir ihn mal «Horst» geguckt und überlegt, wer Horst ist oder war und warum ich Horsts Telefonnummer notiert habe. Eine weitere halbe Stunde später beschlossen, überhaupt gar keinen Horst zu kennen.
Zettel weggeschmissen.
at 10:26 7 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
Die Bank ohne Lehne steht in der neuen Neuköllner Einkaufshölle, der man nicht wie in allen anderen neuen Einkaufscentern dieser Stadt diese hübschen Massagesessel spendiert hat. Er sitzt da. Auf der Bank. Hinter seinem Rücken der Discounter dessen Name verblüffende Ähnlichkeit mit dem positiven Vorzeichen hat. Rechts von ihm hält «Deutschlands beliebtester Drogeriefachhandel» seine Pforten geöffnet. Direkt gegenüber werden Pornoschaufeln den Damen an die Hand geklebt. Seine Haare sind in der Mitte gescheitelt und wachsen in diesem undefinierbaren Mix von dunkel zu grau, nichts Halbes und nichts Ganzes. Er isst. Kartoffelsalat. Mit den Händen. Dabei stiert er in die Runde. Und stiert. Isst. Stiert.
Dann und wann in einem ungefähren Abstand von 120 Sekunden tönt seine tiefe, schnarrende und sonore Stimme durch die gesamte Halle mit einer Kraft, die zwei Stockwerke lässig beschallt mit dem immer gleichen Wortlaut:
«Du hast den Farbfilm vergessen!»
at 20:28 4 comments
Labels: mein kiez
Die Notwendigkeit besteht darin eine Übergangsjacke zu kaufen. Mir schwebte ein Trenchcoat vor. Allerdings einer der zurück genommenen Sorte. Glatt, klar geschnitten und ohne Gürtel – wie ein Blazer – ohne viel Firlefanz. Gürtel sind eh so Accessoires … Leider sind weltweit alle Designer der Meinung gewesen, gerade geschnittene Trenchcoats ohne Gürtel seien dieses Jahr nicht das, was ihnen für mich so vorschwebte. Sie sähen mich gerne in Trenchcoatjacken mit überfiesengroßen Knöpfen, gerne um die Abartigkeit neu zu dimensionieren mit stoffüberzogenen Knöpfen. Auch stellen sie sich vor, kleine in Falten genähte Abnäher oberhalb der Arme, die dezent hässliche Puffärmel andeuten, seien genau das, was die Trenchcoatträgerin von heute möchte. Oder auch der Hängerchen-Style wäre etwas für die Frau über 40 ohne Schwangerschaftsbauch. Es gibt sie übrigens, die Trenchcoats, so wie ich einen gerne hätte. Leider erst ab Größe 42 in der Herrenabteilung.
Daneben musste ich gestern lernen, dass mich der Kleiderhandel dieses Jahr tatsächlich gerne in übergroßen blumigen Designs, mit viel Puffärmel, vor allem aber Rüschen, Rüschen, Rüschen sehen möchte. Der Handel glaubt auch, Flieder sei die Farbe des Frühlings und diese sei für mich wie gemacht. Ich indes fürchte, da ist mein persönlicher Farbberater in mir völlig anderer Meinung und daher muss ich dem Handel sagen, ich lasse da wohl notgedrungen eine Runde aus. Was nicht geht, geht gar nicht!
Hattet Ihr (heute sind orthopädische Schuhe ja zum Glück doch ein klein wenig hübscher geworden) früher in Eurer Schule auch einen Jungen oder Mädchen, die sich aufgrund eines verkürzten Beines mit Fehlstellung mit diesem – im Straßenjargon «Klumpschuh» genannt – speziellem Schuhwerk, meist in Ka…braun gehalten, durch die Jugend quälen mussten? Gestern beim schwedischen Kleiderwoolworth gelernt: diese Schuhmode ist 2009 «le dernier crie!»
Nun, wenn‘s schön macht …
at 04:39 12 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
hält es offensichtlich für super witzig in seinem neuen Sendeformat «Top Cut» die Szene, wenn der Friseur (dort Hairstylist) Steve, ein Schwarzer, in einem dieser Wettkämpfe (dort Challenge genannt, weil es in der deutschen Sprache das Wort Wettkampf nicht gibt) «blind» – also mit verbundenen Augen – einem Modell die Haare schneiden muss mit einem Song von Stevie Wonder zu untermalen.
Die dachten dabei sicher, das sei der Brüller überhaupt. Andere denken sich sicher, das war taktlos gleichberechtigt Blinden und Schwarzen gegenüber. Man muss weder schwarz, noch blind, noch sehbehindert, noch ein schwarzer blinder Musiker sein, um das ziemlich scheiße zu finden. Ich suche den Witz dahinter jedenfalls heute noch.
at 09:47 5 comments
Labels: große weite welt
Der eine Teil meines Arbeitsalltags besteht nun aus Sitzungen. Dazu geht man in einen Raum in dem meist ein großer runder Tisch steht oder mehrere Tisch längs in Reihe aufgereiht von einer oberen Reihe Tische, diese dann von quer stehenden Tischen unterbrochen, um in einer anderen Reihe wieder zurückgeführt zu werden, an deren Ende wieder ein paar quertanzende Tische so etwas wie eine U-Form simulieren. An diese Tische setzt man sich, zumeist gemeinsam in den jeweiligen Gruppen in denen man an diesen Sitzungen teilnimmt.
Wer zuerst im Sitzungsraum ist, hat es gut: er sucht sich die besten Plätze aus. Die sind meist dort, wo die besten Keksteller stehen, man eine bessere Sicht nach draußen (wichtig bei sehr langweiligen Sitzungen) hat – oder man am angenehmsten an Strom für die tragbaren Zweithirne gelangt. Für den Fall, dass der Akku des Zweithirns nach seiner besonderen Sorte Traubenzucker, Wechselstrom, verlangt. Wer zuerst im Sitzungsraum ist, hat es noch mal aus einem anderen Grund gut. Es gehört nämlich zum guten Ton, dass sich alle Sitzungsteilnehmender – egal wie sehr sie die andere Einstellung der Anderen zum Thema zum Kotzen (na, seien wir doch mal ehrlich!) finden – einmal frisch, fröhlich und frei per Handschlag begrüßen. Was das Mindeste ist, was man tun sollte. (Übrigens vergessen sehr viele dieser höchstdegradierten, studierten, ambitionierten Menschen, dass man, wenn man «Guten Tag!» sagt, sich auch in der ähnlichen Weise «Auf Wiedersehen!» zu sagen hat.) Gut hat es, wer zuerst in dem Raum ist und seinen Sitzplatz bereits eingenommen hat, denn dann müssen die später eintreffenden Gesprächsteilnehmer sich aufmachen und einmal die Runde herum in dem Raum machen, um die bereits Anwesenden persönlich zu begrüßen. In unserem Fall soll das schon Part zum Einstieg in die Gesprächsführung sein, denn die, die begrüßt werden, gelten als die Souveränen. Nun, ich schätze solch einen Habitus nicht, halte es auch für einen klugen Erwachsenen für nicht mehr würdig. Aber solche Spiele werden dort gespielt und ich spiele sie notgedrungen mit – man könnte die Crew dort eh nicht umerziehen (und es ist auch nicht meine Aufgabe.) Zumal natürlich nie einer von ihnen zugeben würde, dass dort mit solchen Kindergartenspielchen politisiert wird. Nur eines sieht man daran deutlich: es geht immer ums Ego!
Bei ca. 20 Teilnehmern in den Sitzungen – und wir reden hier wirklich von studierten, gestandenen Menschen jenseits des 40. Lebensjahres – könnt Ihr davon ausgehen, dass mir 70% dieser Leute einen oft noch feuchten Waschlappen in die Hand legen anstelle eines kräftigen Händedruckes und 50% der Leute sich fürchterlich vor dem Blick in die Seele meinereine fürchten müssen, denn sie können mir nicht in die Augen sehen dabei. Was zuweilen sehr grotesk wirkt.
Und ich soll diese Herrschaften dann den Rest des Tages ernst nehmen in ihrem Kampf um die Sache. Dabei bin ich nur regelmäßig erstaunt, wie sehr sich wirklich kluge kompetente Menschen innerhalb ihres Berufslebens durch so sehr kleine, in der Wirkung aber recht fatale Fehler selbst degradieren.
Man muss nicht immer einen guten Tag haben, man kann auch mal mit Angst und Sorge in eine Sitzung oder in ein Gespräch gehen, man muss auch nicht über ein großes Selbstbewusstsein verfügen. Mein Tipp: dann aber wenigstens für einen kurzen Moment Theater spielen und so tun. Einmal knackig die Hand drücken und kurz den Augenkontakt suchen. Die allerwenigsten Menschen können mit ihren Augen töten.
Wer sich selbst nicht sicher ist, wie er nach außen wirkt im Moment der Begrüßung, einfach mal Freunde fragen und den Vorgang einer kurzen selbstbestimmten und selbstbewussten Begrüßung an ihnen üben. Wenig Aufwand, bringt aber wirklich viele Punkte. Ach ja und noch eines: wenn man sich in einer solchen Situation – also der Begrüßung mehrerer Personen kurz hintereinander – begrüßt: Konzentration auf die eine Person, vor der man gerade steht und der man gerade die Hand reicht. Jemandem die Hand zu reichen und sich währenddessen noch mit der vorgangenenen Person zu unterhalten oder schon mit der nächsten - dann kann man's gleich lassen. Die Begrüßung ist dann nämlich ausschließlich für'n Ar…!
at 13:46 4 comments
Labels: dies und das
Minimenschen-Ankündigung diese Woche vom stilhäschen, bald stillhäschen. (Unbedingt auf den Soundtrack-Link klicken.)
at 09:23 1 comments
Labels: blogfreaks
Markus von Text und Blog weilt in Russland und trifft haufenweise russische Blogger. Kleine Überraschung: er bloggt darüber! Und hier bloggen alle anderen teilnehmenden Blogger in russisch und deutsch.
at 09:04 1 comments
Labels: blogfreaks
Weil ich es unfassbar finde und meine Zeit brauche, bis ich so einen Vorfall in seiner Schrecklichkeit an mich heran lassen kann. Weil ich überhaupt nicht sehen möchte, wie die Kamera auf junge Menschen hält, nachdem sie wahrscheinlich das Schlimmste erlebt haben, was ihnen in ihrem jungen, meist noch unbedarft verlaufenem Leben passiert ist und sie unter Schock stehend nicht einmal sagen können: «Filmt mich nicht!». Weil einer von ihnen offensichtlich sein junges Leben nicht unbedarft leben durfte und fürchterlich einsam gewesen sein muss, denn kein Mensch, der unglücklich ist und sich verstanden fühlt, nimmt eine Waffe und drückt wahlos ab. Weil aus reiner Mediengeilheit vorverurteilt wird. Weil dieser junge Mensch vielleicht kaum Computerspiele gespielt hatte, möglicherweise nur zuviel deutsches Fernsehen geguckt haben mag? Weil die Online-Präsenz einer großen deutschen Tageszeitung meint, uns Trauer vorzugaukeln indem sie den Background auf schwarz setzt. Es aber nicht mal schafft soviel Rückgrat zu haben für zwei Tage ihren Kunden zu sagen, «wir schalten aus gegebenem Anlass keine Werbung!» und dann Geld scheffelt aus einer Tragödie ohne Ende.
Weil ein junger Mensch aus unserer Gesellschaft für sich und andere so einen Weg wählen musste.
Treffer, versenkt:
at 11:07 5 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
habe ich einen Handkuss bekommen und zwar einen richtigen formvollendeten! Das heißt, ich habe eigentlich keinen Handkuss bekommen. Aber einen angedeutet bekommen. Außerdem gab es Eis zum Nachtisch. Und Regen in Köln. Später auch in Berlin. Aber da wartete dann bonfortinöse Post. Post auf die ich fünf Monate und zwei Anträge lang gewartet hatte. Es fällt ein wenig schwer sich über Post, auf die man so lange warten musste und sich mit bösen Briefwerken erkämpfen musste, noch freuen zu können. Der Inhalt scheint dann unwirklich, so wie Handküsse …
at 09:13 1 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah
Der einzige Raum in meiner Docking Station, der so etwas wie einen Teppich besitzt, ist das Badezimmer mit seinen Badvorlagen. Diese sind rot. Katzen lieben rot. Katzen lieben es auch ausschließlich auf Teppiche und Vorleger zu kotzen. Auch weil sie rot sind. Vorallem aber weil sie danach das halbe Bad umschaufeln müssen, weil sie es nicht vor sich, anderen Katzen, der Welt im Allgemeinem, dem neuen Hund des amerikanischen Präsidenten und den Katzenflohzirkusbeauftragten ertragen auf die Vorleger gekotzt zu haben. Umschaufeln funktioniert mit Badvorlegern deutlich besser als mit Holzdielen. Übrigens gibt es in Google zu den Suchbegriffen «katzen kotzen» 81.900 Einträge, zu «katze kotzt» 182.000. Gemäß der Logik, die mir neulich erst wieder ein ehemaliger Psychologiestudent mit total viel langjähriger Weberfahrung zu verstehen gab: je mehr Google-Einträge, desto richtiger die These der Suchbegriffe. (Alleine schon aus Suchbegriffen Thesen abgeleitet zu sehen, ist ja auch ‘ne Kunst an sich.) Dementsprechend kotzt in Deutschland die Katze also viel häufiger als es die Katzen in Deutschland tun. Bei mir vorzugsweise auf Badvorlegern. Den Roten. «drei katzen kotzen» kennt Google nur 68.700 Mal – also sind wir eigentlich gar nicht da. Und im Prinzip kotzen wir zu dritt auch weniger als nur eine Katze es tut. Oder so.
Ach so, was ich schreiben wollte: Katze(n) kotzte(n) neulich grünes Gras mit braunem Restfutter auf die roten Vorleger. Der hausfrauengetriebene Plan sagt somit, ab in die Wäsche damit! Nun aber ist es so: ich müsste duschen und ich müsste das Bad putzen. Duschen finde ich ohne Vorlagen ziemlich eklig, weil es kalt ist an den Füßen, wenn ich aus der Wanne steige. Außerdem ist das Bad dann so unrot. Was ich auch gar nicht mag. Gleiches gilt fürs Bad putzen, denn ich laufe grundsätzlich barfuß in meiner Wohnung. Auch wenn es draußen schneit oder Glascherben herum liegen. Es bietet sich grundsätzlich an, vor dem Bad putzen zu duschen, dann hat die Badewanne wenigstens mal zwölf Stunden Ruhe. Um nicht in die Verlegenheit zu kommen, auf Stein zu stehen nach dem Duschen oder Putzen, müsste ich beides zuerst tun, bevor ich die Badvorleger in die Waschmaschine stecke. Wozu ich momentan allergrößte Lust hätte. Zum duschen und zum Bad putzen indes nicht.
Was tun?
NutriCulinary hat‘s entdeckt und dessen Einleitungstext bietet schon ausreichend Humoriges. Insofern meine Empfehlung seinen Text zu lesen, bevor Ihr Euch dieses Video anschaut, in dem es um Testessen und -trinken von Cheeseburgern aus der Dose und gefriergetrocknetem Rotwein geht. Ach ja, ich habe das dumme Gefühl, irgendwie werden in dem Beitrag offensichtlich dann doch lebende Tiere gequält:
at 10:02 0 comments
Labels: blogfreaks
Erst Blogs lesen am Morgen, dann die Tageszeitung (online).
at 08:58 0 comments
Labels: dies und das

Die Geschichte von Mogli hatte ich schon anlässlich meines letzten Insel-Urlaubs erzählt. Der Hund ist nach wie vor ein Goldstück, extrem witzig und hat für viele gute Lacher gesorgt. Wie auch immer – zu einem guten gelungenen Urlaub gehören auch Tiere, meiner kleinen unbedeutenden Meinung nach. Bei langen Wanderungen mit Hunden sieht man eben die Welt auch noch mal aus einer anderen Perspektive. Jedenfalls finde ich, wenn man sich Mogli so anguckt, dass natürlich völlig klar ist welche Hunderasse bei dem Entwurf der Figur von Goofy wohl Pate gestanden hatte … muss ein Königspudel gewesen sein.

at 11:10 2 comments
Labels: creezy on tour
Ich gehöre zu den Lesern, die an keiner «Was macht eigentlich …?»-Kolumne vorbei kann.
at 11:08 2 comments
Labels: creezy und wie sie die welt sah

Erstens: mit mal eben eilig ist heutzutage nix mehr. «Schnell» ist out, das lerne ich täglich aus den Spam-Mails dieser Viagra-Offerten aus meinem Spam-Ordner aus dem ich zufällig Deine Mail gefischt … habe, mein lieber Freund. Tut mir natürlich total leid, Du!
Zweitens: bevor Du nach Deutschland spammst, informiere Dich erst mal darüber, dass und wie hier gerne gegendert wird. Frauen sind nämlich auch super gerne total doof und machen einen auf dubioses Geldgeschäft, reagieren aber echt total zickig auf nicht gegenderte Mails und so.
at 08:10 4 comments
Labels: null-eins-null
Heißt das, ich bin heute mehr Frau als an den anderen 364 Tagen im Jahr? Oder weniger? Oder überhaupt? Oder was?
at 12:12 5 comments
Labels: dies und das
In einer Mail schreiben: «Ich habe nichts anzuziehen!»
at 19:00 1 comments
Labels: dies und das