2009-02-28

Raten mit Katzen

Stellt Euch vor, Ihr habt drei Katzen. Stellt Euch nun auch vor, eine der Katzen hat ein Ekzem entwickelt und daher wartet ein samstäglicher Tierarzttermin auf sie. Stellt Euch nun vor, Ihr räumt den Abend vorher den Katzentragekorb zusammen, legt ein gut von den Katzen eingelegtes Handtuch hinein.

Welche Katze wird garantiert den Katzentragekorb – der auf die anderen Katzen eine ungemein spannende Spiel- und Höhlenwirkung zu haben scheint – nicht einmal mit der Schwanzspitze angucken?

Das kleine bunte Katzenmädchen scheint eine Allergie zu haben, nun wissen wir nur nicht, ob gegen die neue heißgeliebte Futtersorte (vergessen wir nicht: wir reden hier von el mampfo!), gegen die leckeren heißgeliebten Sticks vom neuen Discounter oder gegen die heißgeliebten uns neulich von der lieben Frau Hackblog spendierten Vitamintabletten. Das kleine bunte Katzenmädchen hat während des Transportes die ganze Zeit gesungen, das tat sie noch nie. Das kleine bunte Katzenmädchen hatte auch während der Untersuchung absolut die Hosen an und war das – sehr liebe – aber sehr große Selbstbewusstsein in Person. Die Tierärztin meinte nur, das ist ja wohl mal eine unerschrockene Katze. Ich überlegte die ganze Zeit. ob ich die gleiche Katze mit zum Tierarzt genommen habe, die ich vor ein paar Jahren zu mir genommen habe. Wisst Ihr, wir reden hier von Tally, dem schüchternsten und schreckhaftesten Katzenmädchen, dass ich je zu Gesicht bekommen habe. Sie schmiegte sich dann irgendwann in die Arme der Tierärztin und entlockte dieser einen Seufzer «Ich bin auch wieder reif für eine Katze.” (Sie hat zur Zeit einen Hund) und ich glaube, eigentlich wollte sie Tally auf der Stelle haben. Ich erzählte ihr, was für einen guten Einfluss ich der Kater auf sie hätte. Sie erklärte mir, dass sich Katzen ein Leben lang entwickeln würden, die könnten sich noch mit 15 ändern und erzählte mir die Geschichte von einer schreckhaften alten Katze, die nach einem Leben als alleinige Katze zu einer Familien mit Hund kam und tunlichst aufblühte und zu einem ganz anderen Fellwesen wurde. Tally entwickelt sich hervorragend, schreibe ich hier ja immer wieder, bin stolz auf meine kleine Maus. Dass sie nun so eine olle Allergie haben muss, macht mir mein Herz schwer.

Der Kater riecht eben an ihrem Fell, findet aber, dass sie zu sehr nach Chemie stinkt als das er Lust hätte sie anzuknabbern. Nishia hat sie gleich an der Tür begrüßt, ich kann mir gut vorstellen, wie sie Tally die ganze Zeit vermisst hat.

2009-02-27

Neulich …

fand ich im Schnee so einen kleinen Pointer mit LED-Taschenlampe, der wohl leider jemandem vom Schlüsselbund abgegangen ist. Nun, ich nahm das Ding mit – machte irgendwie Spaß kleine rote Lichter in den Schnee zu malen. Macht auch total viel Spaß drei Katzen komplett in den Wahnsinn damit zu treiben … Nishia hatte natürlich nach 30 Sekunden sofort raus, wo das Licht her kam. Aber sie scheint meine Gene zu haben – ich vergesse mir erklärte Zaubertricks auch binnen zehn Sekunden wieder. Sowas raubt einem schließlich die ganze Illusion und darum geht es ja bei dem Vergnügen.

Sie suchen jetzt seit zehn Minuten den roten Punkt …

Sch… Idee

wenn sich das Toast mit einem hübschen Pilz vereinigt hat, man morgens um 4:00 Uhr hoch und unbedingt etwas essen möchte, auf Kochblogs zu klicken.

2009-02-26

Die Security im Kölner Flughafen,

die gehen mir so dermaßen auf den nicht vorhandenen Sack. Die meinen allen Ernstes den Trolly untersuchen zu müssen, nur weil da eine simple Plastikhaarbürste drinnen ist. Deppen. Echte Deppen.

2009-02-25

Weitwinkelregel Nr. 1

Ich schenkte mir kurz vor dem Urlaub noch ein sehr feines gebrauchtes Weitwinkelobjektiv. Vorletztes Jahr passten ja so ein paar Motive nicht ganz ins Bild (nicht, dass ich dieses Mal überhaupt dazu gekommen wäre, nochmals zu ihnen zu kommen), dem sollte Abhilfe geschaffen werden.



Das erste, was ich an dem ersten Tag gelernt habe mit dem Objektiv unterwegs gelernt habe, wenn man am Hafen Fotos damit macht: bewege Dich nie mit der Kamera vor den Augen, wenn Du ein Weitwinkel drauf hast. Sonst schwimmst Du schneller im Hafenbecken als Du es Dir je erträumt hättest. (Nein, ich blieb trocken.) Aber lustig ist es schon, wie so ein Weitwinkel Objekte in die Ferne rückt, optisch steht man dann deutlich weiter von der Kante weg, als man es in der Realität tatsächlich tut.

Gleiches empfiehlt sich übrigens zu beachten, wenn man die Einfahrt in einen Tunnel mit einem Weitwinkel fotografieren möchte, der Tunnel kommt in der Realität schneller als es die Linse einen glauben macht … *zong!*

2009-02-24

Wie???!

Heute gar nix gebloggt hier?

Schweinerei!

2009-02-23

Meine erste Orange



Auch Mallorca ist – genau wie das spanische Festland – Zitrusfruchtland. Während man dank der vielen unterschiedlichen Artenvielfalt von Zitrusfrüchten das ganze Jahr über auf der Insel an Orangenbäumen vorbei kommen kann, die gerade den unwiederstehlichen Duft ihrer Blüten an ihre Umwelt verteilen oder auf in voller Frucht stehende Zitronenbäumen trifft, ist jetzt natürlich ab Januar/Februar die eigentliche Zeit der Orangen, Zitronen, Mandarinen und Clementinen. Zwar wird bereits im November geerntet aber richtig schmecken, das tun die Früchte jetzt erst.

Als ich Freitag nach der Zugfahrt nach Sollér kam und mich dort mit meiner Interviewpartnerin traf, eine ungemein sympathische und großartige Frau, die bei allem Erfolg, den sie die letzten Jahre mit ihrem Salzvertrieb hat, sehr geerdet zu sein scheint, war die erste Frage: wo reden wir? In welchem Café? Sie meinte, der Café in der Bar am Bahnhof in der sie auf mich gewartet hatte, sei eher schlecht und den besten Café gäbe es bei ihr daheim. Und so schlug sie ihr eigenes Zuhause vor. Kurz darauf liefen wir für fünf Minuten durch sehr schmale Gassen in Sollér und erzählten uns schon die ersten Geschichten zum Kennenlernen bzw. ich erzählte von der wundervollen Zugfahrt und wie fasziniert ich von dem Anblick der Masse an Zitrusbäumen sei, die einem bei der Zugfahrt in Richtung Sollér – dem Tal der Orangen – begegnen. Und dass ich dieses Jahr zum ersten Mal endlich eine Orange direkt vom Baum essen muss. Einen sehr kurzen Moment später, nachdem wir den jungen Retriever eines Nachbarn begrüßt hatten und sie ihm am Wochenende einen Ausflug in die Berge versprochen hatte, standen wir in ihrem Garten und ich pflückte als etwas länger geratene Frau die Orangen von den unten schon abgepflückten Bäumen, an die sie als, im Vergleich zu mir, eher kleinere Frau sonst ohne Hilfe nicht käme. In ihrer wunderschönen nach eigenen Ideen umgebauten kleinen Finca, die sie erst am 24. Dezember letzten Jahres bezogen hatte, schnitt sie mir dann die Orange auf und das war einer dieser sehr besonderen Genussmomente, den man den Rest seines Lebens nie mehr verlieren wird: die erste, dafür die beste Orange meines Lebens, direkt vom Baum.

2009-02-22

Salute



Gestern Abend mit Wein am Strand auf den Felsen sitzend den letzten Abend zelebriert. Besser hätte es nicht sein können. Später dann am Tresen (der Mann meiner Freundin hat ein Restaurant in einem der sehr exklusiveren Wohnanlagenclubs gepachtet) Weinprobe zelebriert. Auch mit Cava, der verdammt nahe einem Champagner kam. Heute irgendwie Kopf … und wetterlich bedingter Frustmoment. Aber auch schön wieder hier zu sein.

2009-02-21

Nordfriesiches auf Mallorca

Dieser Film zeigt unter anderem eine meiner Lieblingsblüten: die des Kapernbusches und er erklärt, was Schleswig Holsteinische Rindviech auf Mallorca zu suchen hat, ansonsten höre man auf die kritischen Untertöne … In Es Trenc hoffe ich mit einer erfolgreichen deutschen Geschäftsfrau ein Interview führen zu können. Drückt mir die Daumen!

2009-02-20

Der Rote Blitz

Heute geht es mit der Jugendstilbahn, dem „Roten Blitz” von Palma nach Soller – ins Tal der Orangen und Produktionsstätte des Olis Sollér. Die Bäume dürften voll sein. Besucht wird außerdem der Botanische Garten von Soller.

2009-02-19

Moorkur

Heute habe ich meinen Sneakers eine Moorpackung verordnet. Wir waren bei Les Salinas, ich wollte Fotos von den Salzfeldern machen. Das Gelände war teilweise mit Stacheldrat abgezaeunt und im späteren Verlauf von einem breiteren Gerinsel getrennt. Dachte ich natürlich, wo eine schmalere Stelle ist, da ist auch ein Weg zum Überqueren - ich meine, hey, ich wollte nur fotografieren, kein Salz klauen oder so - nun, im weiteren Verlauf habe ich gelernt, was nicht vorhandene Uferbefestung bedeutet und wie schnell man in der Schlacke versinken kann. Ehrlich gesagt, weiss ich jetzt, warum Moorleichen eben zu Moorleichen werden. Ist blöd, wenn keiner dabei ist, der einen da rauszieht. Ich hatte jemanden dabei. Spannendes Unterfangen, aber ich wollte ja wieder nicht hören. Egal, ein guter Fotograf ist bereit fuer das perfekte Foto zu sterben. (Meine Kamera war natürlich keine Sekunde lang in Gefahr, die habe ich sofort abgelegt: ein guter Fotograf weiß schließlich, dass er vor dem Abkratzen die Speicherkarte noch einer Person seines Vertrauens aushändigt.) Alles in allem sehr lustig, ich habe gelinde gessagt, ausgesehen wie eine Sau - so muss es sein!

Apropos Sau, vorhin eine gesehen auf der ein Vogel geparkt hatte. Gestern einen Esel getroffen und eine Zicke. Die trifft man in Berlin ja schon öfter, die domestizierte Version auf zwei Beinen. Mir sind aber ehrlich gesagt die wilden Versionen hier auf vier Pfoten doch lieber.

Später auf der Suche nach der Arbeitsstelle einer Freundin von Andrea kurz rechts rangefahren und eine Gruppe von vier gestandenen Frauen beim Strassen-Smaltalk-Treff nach dem Weg gefragt. Ungelogen: nach einer kuzen Sekunde des Nachdenkens zeigten genau vier Frauen in genau vier Richtungen. Wäre eine fünfte Señora dabei gewesen, hätten wir jetzt eine neue Windrichtung an der Backe. Doch wir haben später die Stelle gefunden, sie haben sich dann doch noch einigen können.

Im Hintergrund die typische Familiendiskussionen, der Sohn, 14, würde gerne sofort mit der Schule aufhören. Die Tochter, 12, findet, sie könne natuerlich nachts um 23:00 Uhr raus gehen. Häette ich Kinder in dem Alter, späetestens jetzt kämen die zurück in die Baby-Klappe.

Ach ja, mein Gesicht ist langsam gesund gefaerbt.

Ach ja ...

Doc House hat hier nur Vorabendstatus. Dafür haben die hier eine sehr lustige Polizeiserie, die gelegentlich als völliger Slapstick abdreht. So mit Ventilator aufbauen und der trauernden Familie wehen daraufhin erst mal die Leichenteilfotos ihres Sohnes ins Gesicht. Sehr schräg. Ach ja, und diese komisch Comedy-Sendung vor dem Kaffeeautomaten lauft hier auch. Ich würde fast behaupten, sogar in der gleichen Kulisse. Nur die blonde Tippse, die ist hier defacto hübscher und das Dekoltee stimmiger.

Gestern haben wir den Pudel zum Friseur gebracht. Er schämt sich heute. Ich verstehe ihn.

2009-02-18

Perfekter Tag heute

Heute früh sind wir los nach Valdemossa. Strahlendblauer Himmel, nicht eine einzige Wolke. Warm. Im späteren Verlauf des Spazierganges sehr warm. In Valdemossa ist zur Zeit noch Seniorenzeit (ab Mäerz sollen dann die Studenten einfallen). Nach dem obligatorischen Café con Leche weiter zu dem Ort, wo wir vor anderhalb Jahren meine Mum hingebracht haben. Ach, übrigens: es reist und landet sich tatsächlich doch irgendwie deutlich entspannter ohne Urne, habe ich mir erlaubt festzustellen. Jedenfalls war das dort heute sehr wunderbar: alles grün, wo sonst nur vertrocknetes Laub grüßt. An einem Felsen floss sogar noch Wasser hinunter - ein Phänomen ueber das man im August oder September nicht einmal nachzudenken braucht. Pfützen, die den Boden als deutlich lehmhaltig identifizieren: kurz alles anders als sonst aber wenn man sich vorher noch nicht von Mallorca angetan fuehlte - das ist die richtige Jahreszeit, um die Insel mit anderen Augen sehen zu koennen. Also Picknick bei meiner Mum, strahlendblauer Himmel, türkises Meer. Der Platz selbst sieht teilweise sehr wüst aus, weil es jüngst hier sehr stürmisch war und gerade dort vor Ort schlicht einige sehr große Bäume entwurzelt hatte. Der Baum meiner Mum steht noch. Es war so warm, das könnt Ihr Euch nicht vorstellen, ich kann es nämlich selber kaum glauben.

Heute Abend dann gab es in der Großfamilie selbstgemachte frittierte Boquerones und Pulpo. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben einen Calamari selber ausgenommen. (Die haben dann die halben unverdauten Boquerones dann noch im Magen, auch nicht schön so mitten im Essen gefangen zu werden.) Perfekter frischer Fisch, besser geht es eigentlich nicht. Himmel war das lecker. Warum können wir nicht solchen Fisch haben? Das Kilo Orangen kostet hier zur Zeit 49 Cent. Noch Fragen?

Morgen die Salinen und blühende Mandeln ...

Mandeln

Dieser Film zeigt die Schönheit und den Reiz der Mallorquinischen Mandelblüte und erläutert die Produktion von Mandelblütenparfum. Wäre ja noch schöner, würde ich Euch nicht mit auf die Reise nehmen, nicht wahr?

Edit: na gut, dann jetzt mit Link (Ihr seid aber auch unflexibel ...)

2009-02-17

Deutsche Menschen ...

die nach Mallorca fliegen, sind generell ein wenig merkwuerdig. Sie stellen sich in viel zu frueh in merkwuerdig unmotivierte Schlangen als wuerde das Flugzeug ohne sie fliegen und ueberhaupt ...

Egal, wundervoller Flug, wundervolles Wetter, wundervoll angekommen, wundervollen Kaffee in wundervoller Sonne getrunken, in duenner Jacke und in der Sonne mit Jacke aus, am Hafen spazieren gewesen und grandiosen Fisch in Tomatensugo mit Muscheln und Gambas gegessen. In Palma am Hafen auf der anderen Seite spazieren gewesen, den Sonnenuntergang erleben mit einer bonfortinoesen blauen Stunde.

Beim Anflug kurz Sorge gehabt, in das falsche Flugzeug gestiegen zu sein, die Insel ist komplett gruen und so habe ich sie auch noch nie erlebt. Der Hibiskus blueht, die Bougainville blueht und noch viele andere Pflanzen, keine Spur vom Winter, die Orangen- und Zitronenbaeume haengen voll.

2009-02-16

Heute …

zusammen mit Herrn Micha Frau Antsche in das Flugzeug gesetzt: fünf Monate Australien!

*schnief*

Aber da ich ja einen echte Freundin bin, habe ich Herrn Micha, damit er nicht zu traurig ist, die Katzen und die Wohnung aufs Auge gedrückt: fünf Tage Spanien!

2009-02-15

Tsja Mausi …

dann mal herzlich Willkommen zurück im echten Leben! Ich hoffe, Du kommst damit klar, dass sich von nun an die Menschheit von Dir nicht mehr vor Ekel direkt abwendet.

Wenn's nicht so traurig wäre,

dann wäre es schon verdammt lustig. Also würde ich den Artikel der taz „Die 10 größten Idiotien der Abwrackprämie” über ein anderes Land, eine andere Regierung lesen, könnte ich mir wohl ein schadenfrohes Kichern nicht ganz verkneifen … aber so? Trotzdem ein grandioser Artikel!

Kennt Ihr denn schon …

die lustigen Halbdackel des Monats vom Gorillaschnitzel? Herzallerliebst sage ich Euch!

2009-02-14

Hallo Jungs!

Keine Sorge, ich finde das heutige Google-Logo auch zum Kotzen!