Das Chaos lebt. In ca. 35.000 Kisten von denen ich gefühlt schon 20.000 Kisten ausgepackt habe. Heute morgen erstmals gefühlt in einem Zimmer so etwas wie eine „Lücke“ gesehen zu haben. Das Schlafzimmer ist perfekt installiert mit Bauernschrank, Bett, Kratzbaum und seit gestern: den Miezen. Eine Nacht habe ich ohne sie geschlafen, heute Nacht mit ihnen. Nishia ist so glücklich „ihr“ Bett und „ihren“ Schrank und „ihr“ Gästefuton, das unter meinem Bett von den Katzen belegt wird, wieder zu haben. Tally natürlich auch aber sie zeigt es in ihrer eigenen verhaltenen Art. Heute Abend dürfen sie die Küche und das Bad beschnuppern.
Gestern habe ich Vorhänge für das Schlafzimmer gefunden (sehr schwieriges Thema) und eine Lampe (sehr sehr schwieriges Thema), es ist der altehrwürdige Reispapierlampenballon in Türkis geworden (man muss einfach nur mal nicht bei Ikea einkaufen gehen). Es wird alles schön und sehr sehr hell!
Die Küche hängt. Aber das Chaos bleibt wohl bis in der ersten Maiwoche die untere Küche Einzug halten wird. Die Küche hängt soweit oben, dass sogar ich für die dritte Etage eine Tritthocker brauche (!!!). Aber so haben es meine lieben Erdnuckel (kleine Freundinnen) Samstag abgestimmt. Der MOApp und seine reizende Frau waren so tolle treue fleißige Helfer und haben soviel Zeit investiert und Michael seine Gesundheit. ,-(
Meine Freunde waren soooo fleißig, alle. Und so toll! Der Umzug ging tatsächlich von 11:00 bis 15:00 Uhr vonstatten. Mit den weltbesten Chilis, eines mit Carne und eines mit Tofu.
Trotz des Kühlschrankdesasters. Kühlschrankdesaster? Ja. Die Spedition, die damals räumte, sehr viel Geld dafür haben möchte, wie die Anfänger alles eingepackt haben und die noch ein sehr sehr eigenes Blogpost mit Namensnennung bekommen wird in Anbetracht der Unverschämtheiten, die sie sich so erlaubt haben in den letzten Monaten und die Samstag und jetzt beim stetigen Auspacken ihre weitere Inkonsequenz offenbart, haben, entgegen der Aussage der zuständigen Dame vom Amt „alle Esswaren werden vernichtet“ dann doch den Fisch in der Gefriertruhe gelassen. Habt Ihr eine Vorstellung, wie das ist, wenn man dann nach gut sechs Monaten versehentlich den Kühlschrank öffnet? Also wie das riecht? Was das für zusätzliche Arbeit macht, die Brühe in einem StorageCenter entsorgen zu müssen? (Zum Glück ist man Katzenbesitzer und hatte noch einen Sack teures, aber 1a geruchsabsorbierendes, Klumpstreu eingelagert.)
Und wir hatten dabei wirklich mehr Glück als Verstand. Wir haben den Kühlschrank vor und während des Ausräumens nur einmal oben geöffnet (und gleich wieder geschlossen). Wenn wir den in dem Raum die Gefrierkombi auch nur einmal unten aufgemacht hätten, hätten wir den Umzug abbrechen müssen. Der Kühlschrank kann nun nur noch auf den Sperrmüll. Was zusätzliche Kosten verursacht. Ich bin wirklich hart im Nehmen aber das hat meine Grenzen gesprengt. (Ich war zum Glück bei der Kautionsablösung als es passierte, ich musste das nicht sehen sondern nur noch riechen.)
Das gibt noch Ärger. Ich muss ihn nur noch etwas verrauchen lassen, weil es sonst nicht nur Ärger sondern auch Tote geben dürfte.
Egal, heute bin ich zum ersten Mal mit der BVG zur Arbeit. Es ist so großartig, ich kann nach links gehen und bin in zehn Minuten bei der Hochbahn und fahren mitten durch Berlin mit meiner geliebten U1/U2 zur Arbeit oder ich gehe nach rechts zehn Minuten zur S-Bahn und fahre mit der S-Bahn durch Mitte zur Arbeit. Im Grund alles im Vergleich zu vorher Katzensprünge.
Wir haben unser Leben zurück! Und es fühlt sich so schön an!