über den Rücktritt von Bischoff Mixa, der ihm nun wirklich schon peinlich hochoffiziell viel zu öffentlich von höherer katholischer Stelle nahegelegt werden musste, möchte ich nur darauf hinweisen: Mixa hat nur geprügelt. Selbstverständlich ist das nicht akzeptabel aber dennoch hat man gerade ihm keinen sexuellen Missbrauch vorgeworfen. Die katholischen Oberen aber, denen sexueller Missbrauch vorgeworfen wurde, die dienen stellenweise immer noch der Kirche unter dem wohlfeilen Mantel der Verjährung.
Die haben sich aber vielleicht doch deutlich stärker versündigt an den Kindern als jemand, der zu Zeiten geprügelt hat, als es in Deutschland noch keine eine gesetzliche Regelung bezüglich körperliche Übergriffe gegenüber Kindern in den Familien gab. Aber sehr wohl klar geregelt war, dass man Minderjährige und Schutzbefohlene (und überhaupt niemanden) nicht sexuell zu missbrauchen hat.
Mit Mixa meint die katholische Kirche nun ein Zeichen gesetzt zu haben in der Öffentlichkeit. Das hat sie aber nicht. Er ist nun allenfalls das Pseudo-Opferlamm der Deutschen. Vermutlich wird uns jetzt in jedem europäischen Land so ein Opferlamm serviert. Es wird einer auserkoren werden in den Reihen, der den körperlichen Missbrauch, keinesfalls jedoch sexuellen Missbrauch zugeben wird und dann abdanken. Und damit soll es dann gut sein. Dahinter versteckt man recht passabel den sexuellen Missbrauch und entzieht sich der in der Öffentlichkeit geführten Aufklärung als auch Reaktion auf beweisbare Schuldzuweisung.
Diejenigen, die sexuell missbraucht wurden, müssen sich allenfalls mit einer lapidaren Entschuldigung zufrieden geben – sofern die katholische Kirche sich hier überhaupt zu einem Schuldeingeständnis herablassen kann. Was ich so bisher nicht ernst nehmend sehen konnte. Das Einrichten eines Info-Telefons und die Ablehnung eines möglichen Opferausgleichs sind für mich keine Zeichen, dieses gravierende Thema in aller öffentlichen Diskussionsnotwendigkeit und einem Willen zur Schadensgutmachung anzugehen.
Das Verhalten der katholischen Kirche ist weiterhin nicht akzeptabel.