2011-11-28

Wohnungslos II

Platz für weitere Kommentare. (Ihr habt mit der Menge das Blogger-Kommentarlayout zufällig gesprengt!(Die Kommentare 201-255 des Ursprungspost) Unglaublich und: wunderbar. Danke!

Ich habe gerade die schlimmste Zeit meines Leben. Und unfassbarerweise habe ich gerade die allerschönste Zeit meines Leben. An dem Letzteren seid Ihr schuld!

Vielen Dank für Eure Hilfe, die Tipps, die Wohnungsangebote, die Jobangebote, die angebotene Hilfe – es ist soviel auf einmal, ich melde mich bestimmt. Bitte etwas Geduld!

Edit 01.12.2011 Ein längeres Blogposts kommt am Wochenende. Gerade geht hier alles drunter und drüber. Schlafe höchstens drei Stunden nachts, was definitiv zu wenig für mich ist, um einen klaren Kopf zu behalten. Ich kann Euch momentan leider nicht mal eine genaue Spendensumme nennen, weil mein Bekannter gerade richtig schlimm krank ist und flach liegt. (Und das tut er immer erst dann, wenn andere sich schon final in derie Pathologie einschreiben.) Heute Abend ist erstes Gespräch bei einer Schuldnerberatung. Die Frau von meinem Freund kümmert sich sehr wundervoll und engagiert um mich und diese Belange und ist einfach toll und liebevoll. Und Ihr habt mich wirklich so schön durch diese Woche getragen. Danke!)

2011-11-27

Wohnungslos

Montag vor 14. Tagen kam ich nach der Arbeit nach Hause und meine Wohnung war geräumt. Leer. Die Katzen im Tierheim. Schloss ausgetauscht.

Ja, ich konnte seit einigen Monaten meine Miete nicht bezahlen und ja, ich konnte auch diese Briefe nicht mehr öffnen und ja, ich habe mich nicht gekümmert. Ich war nicht mehr in der Lage für mich die Energien aufzubringen, um für mich zu kämpfen.

Ich bin nicht dumm. Ich bin kein asozialer Mensch. Ich bin sozial und kultiviert. Ich bin nicht alkoholabhängig oder von sonstigen Drogen süchtig. Ich bin lediglich ein Mensch, der nach über zehn Jahren Nackenschlägen, Arbeitslosigkeit und dem immer neu zu aktivierenden Optimismus in einem Leben, in dem längst andere kapituliert hätten, einfach die Waffen gestreckt hat. Ich bin genau das, was die Arbeitsagentur versucht zu produzieren: Menschen ohne Arbeit, die vor dem Verwaltungskram und Sanktionen aufgeben, um diesem Staat nicht mehr zur Last zu fallen. Ich habe aufgegeben. Und jetzt bin ich wohnungslos.

Das passiert mittlerweile mit Menschen in diesem Land. Und ich vermute, nicht mit wenigen.

Irgendwann kam ein Schreiben von der Agentur, meine Miete sei zu hoch (die Miete ist immer gleich geblieben, aber die Energiekosten haben sich wie üblich längst zur zweiten Kaltmiete gemausert bzw. diese sogar überstiegen) und ich müsse jetzt umziehen oder vom Regelsatz die 150 Euro selber begleichen. So etwas ist ein Todesurteil für einen Menschen wie mich. Dann starb meine Tante. Das war der Moment, in dem ich die Waffen gestreckt habe. Nach zwanzig Jahren aus der Wohnung ziehen. Ohne Geld. Ohne Kraft. Ohne Zukunftsaussicht.

Ich habe in diesem Jahr zu viel Energie in andere Menschen gesteckt und nicht darauf geachtet, dass ich mit meinen Kräften hätte längst haushalten müssen, um meine eigene Kämpfe zu leben. Ich bin ein Mensch, der gerne für andere da ist. Vielleicht zu gerne. Und ich bin kein Mensch, der sagen kann, „ich brauche Hilfe!”. Noch schlechter bin ich darin, Hilfe anzunehmen. Es gab in der vergangenen Zeit Menschen, die mir in bestimmten Bereichen Hilfe angeboten habe, die ich nicht annehmen konnte. Weil ich sie zu wenig kannte und ich Angst hatte, mich ihnen zu öffnen und ich mich wunderte, warum sie mir überhaupt helfen wollten. Es gab Menschen, die die Signale gesehen haben und gedeutet haben. Aber da konnte ich schon längst nicht mehr. Es gab auch viele Menschen in meiner näheren Umgebung, die Signale hätten sehen können, die mich nicht gefragt haben, wovon lebst Du eigentlich?

Es gab sehr sehr wenige Menschen in meinem realen Leben, denen ich mich im allerletzten Moment in aller Offenheit anvertraut hatte in einem allerletzten Impuls den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Zwei, um genau zu sein. Wie gesagt, ich kann das nicht gut. Als ich es tat, folgte in einem Fall eine riesige Verletzung. Der eine Mensch, der einzige, mit dem ich meinen Geburtstag verbracht hätte, drehte sich nach meiner Offenbarung um, sagte unser Treffen ab und diagnostizierte seine eigenen Probleme wieder einmal als relevanter und forderte mir einfach die nächsten Tage weiterhin meine Kraft ab. Ich habe die Leine gezogen, aber zu spät. Der andere Mensch, mein bester Freund, den ich überhaupt nicht mehr mit meinen Problemen behelligen wollte, weil er schon viel zu viel für mich getan hat und ich nie annähernd gleichwertig zurück geben konnte, besorgte mir umgehend Arbeit, dergestalt, dass ich mich nicht vorstellen musste. Denn es ist wohl richtig, wie eine Freundin in der Euphorie ihres eigenen Bewerbungsprocederes aus einem festen Job heraus lapidar, aber für mich in dem Moment sehr verletzend, meinte, ich könnte wohl Arbeit haben (ich habe nie auch nur einen Putzjob abgelehnt in den letzten Jahren). Weil sie keine Ahnung hat, was jahrelange Arbeitslosigkeit mit einem Menschen macht und dem Vertrauen in das eigene Können. Niemand kann sich wohl vorstellen, dass man sich nicht bewerben kann, wenn die Kraft nicht mehr da ist, selbstbewusst in ein solches Bewerbungsgespräch zu gehen in dem man lange Strecken der Arbeitslosigkeit zu überlügen hat. Was ich eh nicht kann, dieses Lügen.

So habe ich Arbeit seit dem 1.11., so einfach, dass ich sie mir im Moment zutrauen kann und so einfach, dass sie mich vermutlich in zwei Monaten unterfordern wird. Aber sie ist gerade genau richtig! Sie wird bezahlt, mäßig das Nettogehalt liegt vielleicht 100 Euro über dem ALG II-Satz plus Miete. Aber ich habe einen Ort, wo ich hingehen kann, der mich ablenkt und der mich im Moment rettet. Ich bin krankenversichert! Längst hätte ich die letzten Monate zum Arzt gehen müssen. Um die Depression zu diagnostizieren, hätte ich keinen gebraucht, aber einen für die Behandlung. Aber wie ohne Krankenkasse? Wovon selbst bezahlen?

Die Idee war mit dem Verdienst Miete und Kosten begleichen zu können und mit Fotojobs zusätzlich Geld zu verdienen, um die Schulden bezahlen zu können.

Dem Vermieter habe ich mitgeteilt, dass ich Arbeit habe und die Miete bezahlen werden, die Rückstände würde ich versuchen zu tilgen. Zu spät, offensichtlich.

Ich habe derzeit nichts mehr, außer einem Teil meiner Kleidung. Man bekommt – wenn man in einer solchen Situation überhaupt Geld hat, die Sachen auszulösen – erst einmal Kleidung und Papiere ausgehändigt. Man erhält nicht einmal seine Toilettenartikel. Wenn der Gerichtsvollzieher befindet, der Rechner wird nicht gepfändet, sortiert das Transportunternehmen diesen nicht zu den Papieren, was im Jahr 2011 wohl die einzige Logik wäre. Jetzt weigern sie sich, diesen aus den restlichen Sachen rauszusuchen – oder nur gegen teures Geld! Ich kann also meine Sachen nicht einmal regeln, noch kann ich letzte Rechnungen schreiben. Der Gerichtsvollzieher pfändete alles, was ich zur weiteren Ausübung meiner Freiberuflichkeit brauche: die Kamera, Objektive, Blitzköpfe. Die wenigen wertvollen Dinge, die in der Hauptsache wichtig sind, weil Erbstücke. Nicht, weil sie enorm wertvoll wären, sie sind für mich lebenswichtige Erinnerungen einer Familie, die ich nicht mehr habe.

Sie haben mir das einzige Werkzeug genommen, das mich die letzten Jahre vor Schlimmeren abgehalten hatte, weil es für mich immer wie ein Instrumentarium einer Therapie zum Besseren hin gewesen war: die Kamera. Und wohl auch die Küche. Natürlich fehlt mir das Geld sie auszulösen. Ich weiß derzeit nicht einmal, ob ich es schaffe, binnen der jetzt noch verbliebenen sechs Wochen meine Möbel oder anderen Sachen, die in einem Pfandleihhaus untergebracht sind, das Wucherlagerpreise verlangt, auszulösen und sie irgendwo unterzustellen.

Ich muss eine halbwegs bezahlbare Wohnung finden für so wenig Geld in einer Stadt, in der es keine halbwegs bezahlbaren Wohnungen gibt – in realistischer Nähe zur Arbeitsstelle. Und selbst würde ich sie finden, werde ich sie nicht bekommen unter den aktuellen Vorzeichen der Mietschuld. Ich brauche Geld, um meine Schulden zu tilgen, um meine Sachen wieder zu bekommen. Ich brauche Nerven und Kraft! Ich habe von allem im Moment gar nichts!

Ich bin so nackt, ich bin so verletzt. Ich bin kraftlos und ich kann nicht mehr. Der einzige Grund, warum ich an dem Montag nicht zurück zur S-Bahn gegangen bin und von der Brücke gesprungen bin, waren die Katzen im Tierheim. Eine Nacht lang! Das werde ich mir nie verzeihen! Mein Gott, was habe ich ihnen angetan!

Ich wohne derzeit mit ihnen bei Freunden in deren Haus. Sie sind so reizend, großzügig und hilfsbereit aber letztendlich sind wir ein Störfaktor in deren Leben. Ich versuche nach allen Seiten irgendwelche Fassaden aufrecht zu erhalten und das kostet so viel Kraft! Ich weiß, dass sich viele meiner Freunde im Hintergrund Gedanken machen und helfen wollen aber die Dynamik, die das nimmt, dass ich nicht einmal gefragt werde, wem ich von meiner Situation Wissen lassen wollte, wem nicht oder auch nur: wann ich die selber die Kraft habe, es ihnen zu sagen, um mit den Reaktionen klar zu kommen, macht es nicht leichter. Das ist auch der Grund für die Offenheit hier. Mir wurde die Möglichkeit genommen, meinen letzten Stolz zu behalten, um irgendwie über die erste Zeit zu kommen bis ich wieder klar denken kann. Ich weiß aber, dass man es nur sehr sehr gut mit mir gemeint hatte. Vielleicht lerne ich auch irgendwann, dass es genau so richtig und wichtig war. Dann kann ich mich hier auch nackig machen. Es ist egal.

Vielleicht nehmt Ihr meine Geschichte zum Anlass etwas genauer auf die Menschen im eigenen Umfeld zu achten und Zeichen richtig zu deuten, denn nein, arbeitslos zu sein, des Kampfes müde, die Wohnung und sein ganzes Hab und Gut zu verlieren, das macht niemand mit Freude, Vorsatz und Absicht. Es tut so weh.

Ich habe im Moment noch das bisschen Glück, Freunde zu haben und Menschen, die sich kümmern wollen. Es schon getan haben. Alleine, ich kann nicht einmal mehr diesem Glück trauen. All denen, die mich fragen, wie sie mir helfen können: vielen Dank! Aber ich weiß es selber nicht. Ich weiß im Moment nicht mal mehr, wofür ich kämpfen soll.

Edit: ich danke Euch sehr, ich weiß nicht was ich gerade sagen soll. Euer Zuspruch, die vielen guten Worte helfen mir gerade sehr. Wirklich! Ich habe übrigens nichts gegen kritische Stimmen, bitte überlegt aber vorher, ob ich mir die von Euch getätigten Vorwürfe nicht selber schon längst täglich 100fach mache. Und: Kommentare, die vor allem meinem Freund unlautere Absichten unterstellen, werde ich löschen. Der Mann hat gerade soviel Dreck am Bein durch mich und hält mit seiner Frau so viel aus, den lasse ich hier nicht verunglimpfen – in keiner Weise!

2011-11-18

Pausenzeichen

Mir ist gerade mein Leben komplett gecrasht. Daher hier erst einmal auf unbestimmte Zeit Pause.

2011-11-13

Blogwichtel 2011

Da werden jetzt im Wilderkaiserblog die Anmeldungen bis zum 30.11.2011 entgegen genommen!

2011-11-12

Hameln …

… beflastert gerade Berlin mit einer hübschen Tourismuskampagne. Faszinierend dreist teilweise. Eine der gelungeneren Kampagnen in diesem Jahr! Und auf alle Fälle eindeutig frischer und fescher als unsere „be berlin”-Kampagne.

Und ich dachte …

… immer, ich wäre bei Twitter ein echter early Adopter gewesen – aber nein:




Bin aber froh, dass sich dyskalkulische Unternehmen so lange am Markt behaupten können.

2011-11-11

Viele Tage …

… war der Rechner krank.
Jetzt läuft er wieder, Gravis sei Dank!

(Aus der Reihe: vermisse einen Rechner nach nur einem Tag mehr als einen Mann nach der gleichen kurzen Zeit.)

2011-11-10

Geklärt.

Die Definition von Blog.

2011-11-09

„Bianca, ich habe bei Dir ein ganz heftiges Finanz-Karma”

Wem jetzt das adlige diamantene Duftwässerchen vom Adoptiv-Adligen noch nicht die richtige Stimulanz bezüglich der prekären Finanzlage vor dem 13. Gehalt (für die, die jetzt fragen, was das ist – ich weiß es doch auch nicht!) gebracht hat, dem empfehle ich Daniel und den ewigen Diamanten. Und wenn ich empfehle, dann meine ich: ANGUCKEN!



(Aus der Reihe: Tränen gelacht. WARUM darf DER nicht „Wetten dass..?” moderieren? Der wäre die Lösung aller ZDF-Probleme, oder?)

Kinders, ich hätte da jetzt die Lösung für unsere Probleme!



Weihnachten ist ja bald, näch?

Was …

… sind schon Schnupfen, kaputte Festplatten und sonstige Katastrophen gegen diese Meldung? Der elektrische DeLorean … er fährt!

2011-11-08

Woanders …

… sterben Menschen. Auch für uns. Sie selbst werden sich die Medikamente nie leisten können.

Die junge Frau …

sitzt morgens in der U-Bahn neben mir und liest in ihren Schulungsunterlagen. Ich tippe auf Medizinische Fachangestellte, nun vielleicht auf Medizin, erstes Semester. Sie hat in ihrem dicken Handout, also ihren gebundenen Unterlagen, das Thema Notfallmedizin aufgeschlagen und ich blicke auf ein Kapitel, das sie gerade liest mit dem faszinierenden Titel „Work Chart Life Base Support”. Sie (und ich) sieht auf ca. drei Seiten mit Kästchen und Pfeilen, die letztendlich nichts anderes aussagen als: Patienten im Notfall stabilisieren und dann 112 anrufen.

Ich fasse es nicht. Was war den so falsch am schönen alten Begriff „Erste Hilfe”? Zu feministisch? Zu rassistisch? Zu wenig mordern? Zu wenig sachbezogen? Zu nahe am Thema dran?

(Aus der Reihe: seufz!)

2011-11-06

Wenn …

man sich unter Freunden nichts mehr zu sagen hat, dann fährt man einfach Samstags gemeinsam zu Ikea und geht durch die gesamte Ausstellungsfläche anders herum. Also gegen den Strom. Das bringt viel Freude in den Alltag, neuen Gesprächsstoff und man fühlt sich gemeinschaftlich ein bisschen wie die Rocker, so … aussätzig.

Wir taten das gestern und das ließ den Ausflug in das schwedische Albtraumkaufhaus in einem völlig neuen sympathischen Licht erscheinen. Ich hatte besonders viel Freude daran, weil ich erstmals in einem der neuen Ikea-Kaufhäuser im Ostteil (also geographisch gesehen) der Stadt war, die interessanterweise gar nicht so identisch zu den Ikea-Häusern im West- bzw. Südteil der Stadt dem kommerzwütigen Bürger vor die Nase gesetzt wurden, wie immer behauptet wird. Ich fordere sofort für die Pflanzenabteilung im Tempelhofer Ikea auch ein eigenes Café im Grünen! Dort fordere ich übrigens auch die 9-Minuten-Service-Regel, denn dann komme ich gar nicht dazu mich überhaupt erst in Klippan zu setzen und immer wieder zu befinden, dass das in Leder ja doch ganz angenehm zu beflezen ist. Allerdings möchte ich betonen, dass der große Lastfahrstuhl im Tempelhofer Ikea viel viel und noch mal viel cooler ist, als der in Lichtenberg.

Gestern also waren wir Rocker. Bis wir leider unsere Meister fanden, ein Paar, dass in der oberen Abteilung vor uns auch gegen den Strom der anderen Lachse schwam – aber MIT Einkaufswagen. Haben wir notiert für das nächste Mal. Offensichtlich geht da noch was in der Kompetenzaneignung. Wenn ich die Variante Einkaufswagen an einem Adventssamstag durchabe, könnte ich mir durchaus vorstellen zusätzlich vorher bei Bekannten einen Kinderwagen auszuleihen und mit diesem als auch dem Einkaufswagen ganz oben gegen die Massen zu agieren. Es hat was von einem Rebirth-Seminar, es ist wie „Tschaka” unter Palmen, es ist wie auf Speed ohne Schlafmangel!

Seit einiger Zeit kaufe ich ja nur noch Bettwäsche bei Ikea. Nicht nur wegen des Designs, das mich dort deutlich weniger schreckt als Hermés-Nachdrucke bei Karstadt. Letztendlich hoffe ich immer, die würden bei Ikea endlich die Designs der Kinderabteilung auch für die Betten der großen Kinder feilbieten. Nein, ich stehe auf diese Druckknopflogik. Druckknöpfe an Bettwäsche, maximal drei davon, halte ich für die größte Erfindung seit der Citroen Déesse und Apple Computer. Ich liebe Druckknöpfe an Bettwäsche. Und ich liebe Kopfkissen gänzlich ohne jeden Knopf nur mit einer Stofflasche einseitig, hinter der man wundervoll das Kissen räumen kann, so dass es nie seine Hülle verlassen wird. Es lässt sich vieles zu Ikea sagen, auch Bitteres, (alleine wie viele heiße Hunde dort jährlich sterben) aber Bettwäsche bauen: das können die Schweden! Ich kaufe nicht nur seit einiger Zeit Bettwäsche bei Ikea, ich kaufe seit einiger Zeit auch schon die Bettwäsche in der Zwischengröße 155x220 cm. Ich bin bekanntermaßen kein Erdnuckel vom Wuchs her und ich finde gelegentlich schon Betten in Länge von nur 200 cm eher grenzwertig – ich wachse nämlich im Schlaf. Außerdem schlafe ich selten alleine, manchmal mit Mann, immer mit Katzen. Wir haben somit hier und da unsere Probleme. Mit einer größeren Bettwäschendecke fand ich das immer angenehmer zu schlafen, denn man hat einfach mal mehr Stoff in den man sich wickeln kann. Die Katzen haben außerdem mehr Stoff auf dem sie sich breit machen können. Der Mann hat mehr Stoff von dem er nichts abgekommt. Mehr Stoff im Bett ist, meiner kleinen Meinung nach, einfach das A und O der gehobenen Bettkultur.

Gestern, ich hatte noch Gutschein- und Umtauschkarten einzusetzen, schenkte ich mir eine neue Bettdecke für den Winter. In Ikeasprache heißt das übrigens: Wärmestufe 6. Und wie ich mir die Decken so ansah, fiel mir ein, ich könnte tatsächlich auch meine Bettdecke auf eine Nummer größer upgraden, denn Bettwäsche habe ich in diesem Maß nun ausreichend bis ohne Ende. (Frauengene inside!) Und ich tat das. Für die Bettdecke entschied ich mich erstaunlich schnell. Für das neue Kissen deutlich langsamer, ich bin nämlich wie immer und in fast allem ein Zwitterwesen. Ich schlafe nämlich auf dem Rücken (ein), in der Seitenlage (weiter) und höre erst auf, wenn ich in der Brustlage dem zarten Summen des Funktelefonweckers alternativ dem Schnurren einer Katze auf meinem Rücken nachzugeben gedenke. Ikea kann sich nur vorstellen, dass man maximal zwei Dinge im Schlaf tut. Also wählte ich ein nicht so hohes Kissen für Seitenschläfer, hohe Kissen sind nämlich nicht so meines. Und der Hinweis, dass ich das richtige Kissen erwählt hatte, bewiesen prompt zwei Katzendamen, die, nachdem die Ware frisch bezogen war, das Kissen einfach toll, toll, toll fanden. (note to myself: immer zwei neue Kisssen kaufen!) Die Bettdecke ist auch toll, sie ist viel fluffiger, schwerer weil stärker gefüllt als die alte leichte Bettdecke (bestimmt nur Wärmegrad 2.87 – wir kannten uns damals in den schwedischen Normungen noch nicht so gut aus). Ich musste heute früh die Hälfte meiner Bettbekleidung entfernen, wegen dem unerwarteten Hitzestau. Ansonsten war ich die Nacht auch hier und da gelegentlich wach, weil drei Katzen natürlich – wie es sich für ordentliche Katzen gebührt – das neu hinzugekommene Bettdeckenrevier im Kampf untereinander neu aufteilen mussten. Nicht, dass sie nicht weiterhin eng an mir oder auf mir schlafen würden aber alleine, dass rechts und links 10 cm und nach oben und unten je 10 cm dazu gekommen sind, zwingt die alte Prioritätenliste im sich Ausbreiten und Langstrecken eine völlig neue Überarbeitung auf. Da kann schon mal was vom Schlaf drauf gehen …

Derweil vermute ich, dass Katzenbesitzer, die ein Bett vom Grundmaß von 140x200 cm auf 160 oder gar 180 cm upgraden würden, nachher die gleiche Arschkarte behalten, die sie schon bei 90x200 cm hätten haben können. Kann das sein? Aber Schlafzimmertür ist ja auch keine Lösung nicht.

2011-11-03

Strike!

Es gibt sie noch, die Journalisten, die echt völlig total frei und ambitioniert interviewen!













(Aus der Reihe: geht jetzt zum Weinen besser mal ins Tiefgeschoss!)

So, die Damen und die Herren …

… jetzt machen wir mal ein bisschen Sport!



(via Britta Pietschmann auf meine locker auf Facebook gesponnene Idee, man könne ja mal über Poledance-Workshops nachdenken.)

Heute …

das erste Schild gesehen „Wir nehmen ab sofort Pfannkuchen-Vorbestellungen entgegen”. Das fand ich lustig. Denn wie wir wissen, ist der der Pfannkuchen per se eine Rarität in der Stadt. Egal zu welcher Jahres- und Festlichkeit.

2011-11-02

Blogwichtel 2011 – Freiwillige vor!



Huch, wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon … ja, ist es! Da uns nun Adventskalender mit nackten Jungs vorne drauf klipp und klar sagen, dass der 1. Advent, wenn nicht sogar auch der 1. Dezember relativ nahe vor der Tür stehen, wird es Zeit die ersten leisen Glöckchen hinsichtlich des allseits beliebten, von den Teilnehmern immer wieder unterschätzten, wundervollen, einmaligen, nie zuvor da gewesenen Blogwichteln anklingeln zu lassen. Worum es dabei im Groben so geht, ist hier am Beispiel des letzten Jahres erklärt.

Bevor es aber nun schon zum fünften Mal in die wichtelnde Runde geht, brauchen wir einen neuen Organisator für dieses Jahr. Ich werde es diese Jahr nicht machen können, mangels Zeit und Muße – das ist vorhersehbar. So oder so, denke ich, ist es eine faire Sache, wenn sich ein Jeder einmal abwechselnd um die Fäden im Hintergrund bemüht und somit bin ich für ein „Ja, ich mache es!“ hier in den Kommentaren nicht undankbar. Kleiner Hinweis: die letzten beide Male haben Frauen die Quote bedient, es wäre also Zeit für einen männlichen Volonteer – sonst bekommen wir Probleme mit dem Gleichstellungsgesetz. Wollen wir ja nicht. Es ist übrigens ein Gerücht, dass man für die Auslosung einen Katzen-Ausschuss sein Eigen nennen muss, hilft aber, das werfe ich anhand eigener Erfahrung ein, ungemein!

Edit! Das ging ja fix (und es fiel die Auswahl bei den vielen konstruktiven Nennungen auch gar nicht schwer) freiwilliger Blogwichtelorgafreak 2012 ist Wickie vom Wildkaiserblog! Also künftige Instruktionen zum jährlichen Jahresenzeitflügelfigurendspiel dann dort bzw. bei Twitter unter @Wickie. Ich freue mich, dass das fundamental wichtige Online-Weihnachtsfeiern auch 2012 in eine neue Runde geht!

Der re:publica 2012-Vorverkauf

hat begonnen! Tickets, Infos, Spaß hier!

2011-11-01

Legendär!

Da wo ich heute mein Tagesgeschäft antrat, hatte man extra für mich den lässigen Chill-Room mit mannhoher Kaffeemaschine de luxe als auch Sirupauswahl ohne Ende installiert bzw. eröffnet. Fand ich jetzt doch etwas übertrieben, andererseits hat mich deren Fürsorge auch mächtig gerührt …

(Aus der Reihe: es lag sogar die neue eine Max auf dem Tisch mit einem Mini-Keanu-Artikel.)

Oh wow! Oh wow! Oh wow!

Die Trauerrede von Monica Simpson, Schwester von Steve Jobs über ihn, ihr Kennenlernen und seine letzten Worte.

Lieber Oktober 2011!
























Herzlichen Dank für Dein herrliches Wetter, die sonnigen Tage, die wundervollen blauen Himmel, die fast warmen Temperaturen, die Sanftmut Deiner Farben, die perfekten Sonnenuntergänge, die großartigen Düfte!