2016-04-14

Freude!

Kennt Ihr das, wenn Ihr etwas seht, was jemand anderes geschaffen hat und Ihr Euch darüber einfach nur freuen müsst?

Mareike Winter hat ihrem jüngeren Bruder – und Star Wars-Jünger – zum Geburtstag ein wundervolles Star Wars-Kuchenbuffet gebacken. Da steckt neben diesem großen Talent von ihr Backwaren zu zaubern, so viel Liebe und Spaß am Kreieren! Also ich war hin und weg.

2016-04-11

Fürchterliche Ego-Nummer

Ich habe für mein Leben die „egal ob mit oder ohne Partner-ich lasse mir ein Kind machen, weil ich ein Kind will” immer ausgeschlossen. Ich wusste, was es heißt das Kind einer alleine erziehenden Mutter zu sein. Ich kennen den Schmerz, Kind eines Vaters zu sein, der zwar da ist – es aber im Grund auch nicht ist, weil sein Interesse an der von ihm gezeugten Brut eher unteres Mittelmaß war.

Das verletzt ein Leben lang!

Ich lehne die künstliche Befruchtung für Personen, die nicht aus dem eigenen Lebensumfeld eine Elternschaft generieren können, ab. Und ich habe meine Gründe dafür:

Meine Mutter wusste bis zu ihrem 18. Lebensjahr nicht, wer ihre leibliche Mutter war (die sie nach einem kurzen Treffen, das im Streit endete, auch nie wirklich kennenlernte) und wusste zudem nie, wer ihr leiblicher Vater war. Vermutlich irgendein Soldat, der im Kriegsgeschehen rum fickte. Vielleicht war sie auch das Ergebnis einer Vergewaltigung. Natürlich hieß es angeblich der Mann wäre „Offizier” gewesen, wenn man schon mit einem unehelichen Gör zurück blieb, dann wenigstens von einem Mann mit von Rang – wenn schon ohne Namen. Schlussendlich wusste man nichts, man konnte sich die Herkunft nur schön träumen.

Nicht zu wissen, wo man zum Teil seine biologischen Wurzeln hat, das prägt ein Kind ein Leben lang und nimmt diesem Kind die Chance viele seiner Fragen jemals klären zu können. Das schafft unfassbar großes Leid bei diesem Menschen. Denn es beschäftigt Menschen irgendwann immer woher sie kommen und wenn man den Kindern, den Jugendlichen diese Fragen nicht beantworten kann – dann lässt man sie mit Schmerzen zurück, ein Leben lang. Dessen sollte man sich bewusst sein: man fügt seinem Kind Schmerzen zu!

Meine Mum hatte ihr Leben lang darunter gelitten, nicht zu wissen, von wem sie wirklich abstammte. Sie war – obwohl sie wahnsinnig liebevolle Pflegeltern hatten, die ihr eine – vom Kriegsgeschehen abgesehen – möglichst sorgenfreie, fast verwöhnte Jugend schenkte, eine in ihrem Inneren immer verunsicherte Person, die so viele Fragen hatte, die ihr niemand beantworten konnte! Nicht zu wissen, wer der Vater war, wie er war. Ob man Geschwistern hat. Zum Beispiel eine generelle Veranlagung von besonderen Talenten oder gar Krankheiten in der Familie – all das Wissen wird so einem Kind vorsätzlich untersagt. Und der Schmerz darüber, der vergeht nie. NIE! Und dieser Schmerz überträgt sich auch auf die Nachkommen einer solchen Person. Denn natürlich hat das meinen Bruder und mich ein großes Stück weit geprägt, denn auch wir bekamen Fragen zu unseren leiblichen Großeltern mütterlicherseits nie beantwortet. Es macht etwas mit einem, hier keine Historie zu haben.

Natürlich passiert es heute immer wieder, dass ein Kind gezeugt wird und der Partner auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Aber das wissentlich zu tun? Wissentlich und mit Vorsatz das seinem eigenen Kind anzutun? Das ist schlimmster Egoismus per excellence meiner Meinung nach.

Meine Mutter hatte noch sechs Monate vor ihrem Tod darüber weinen müssen. Solche Menschen haben gar keine Vorstellung davon, wie sehr sie ihr Kind in ein leidvolles Leben zwingen! Und nein: sie werden diese Löcher in der Seele des Kindes nie schließen können!

Auch die Person in dem verlinkten Artikel (wenngleich sie sich vermutlich für eine Co-Elternschaft entscheidet, die keine Garantie ist) signalisiert sehr deutlich in ihrer Antwort auf die letzte Frage, dass sie eigentlich gar keine Ahnung hat. Liebe kann das Bescheidwissen längst nicht ersetzen. Und einem Kind irgendwann sagen zu müssen, es ist nicht in Liebe entstanden, allenfalls aus einem Wunsch heraus – das wird dem Kind nicht gut tun.

2016-04-09

Hello Fresh-Tütentesting

Vorab: ich bin so etwas von überhaupt nicht die Zielgruppe von solchen „wir geben Euch ein Rezept vor und packen alle Zutaten in eine Tüte und ihr müsst nur noch kochen”-StartUp-Geschäftsmodellen. Ich koche gerne und ich gehe häufig genug ohne eine Idee für mein Mittags- oder Abendessen einkaufen und lasse mich dann vom (Sonder-)Angebot im Geschäft zu einem Gericht verführen, kreiere also noch im Laden mein Rezept.

Des weiteren käme ich nicht nicht auf die Idee – solange ich noch alle Sinne beisammen habe und halbwegs selber kriechen kann – meine Einkäufe von Dritten erledigen zu lassen, denn ich bin eine sehr kritische und auswählende Käuferin. Außerdem könnte ich, wäre ich nicht selbst vor Ort, gar nicht obiges Spielchen der kurzfristigen Verführung spielen. Für mich bedeuten diese Geschäftsmodelle Abwahl meiner autarken Speiseplangestaltung, dafür eine gehörige Portion Bevormundung. Okay, ich bin da nicht flexibel. (Ich fahre halt auch zu gerne selber Auto und möchte nicht autonom bewegt werden – wenn ich auch in den Sinn dahinter begreife). Ich mag es einfach nicht, wenn man mir alles abnimmt. Mich macht das dumm, träge und unkreativ. Zumindest ist meine große Sorge, dass mich diese „Hilfestellungen” das machen werden.

Bei Hello Fresh kommt im Besonderen hinzu, es ist ein Rocket Internet-StartUp und ich habe aus eigener Historie so meine Meinung zu den Samwer Brüdern, was mich bevorzugt nicht Kundin von StartUps werden lässt in denen die ihre Finger oder Geld stecken.

Also ich bin wirklich so was von nicht die Zielgruppe. Ich möchte mich mein Essen betreffend nicht bevormunden lassen. Dass andere diese Services als für sich sinnvoll erachten, ist deren Ding und sollen sie ruhig so machen und so tun. Für mich ist es im Begriff mehr Strafe als Freude.

Nun hatte ich aber neulich im Goodie Bag vom foodiemeetup eine Hello Fresh-Tüte und somit hatte ich die Chance, a) die Tüte zu verschenken, b) zu vernichten oder c) das Spiel mitzuspielen und Tüte, Rezept und Inhalt auf ihre Kernkompetenz zu testen. Was ich dann getan habe. Here we go!

Ich erhalte also eine braune Papiertüte auf der vorne eine Art Rezeptkarte angebracht war, die mir erklärt, ich würde ein gelbes Thai-Curry mit Kokosmilch und Basmatireis kochen. Kochzeit 30 Minuten, Kochgrad Stufe 1 – also leicht. Lustige Bilder zeigen mir, was ich in der Tüte zu erwarten hätte. Auf der Rückseite der Karte wird aufgelistet, was für Mengen an Zutaten für jeweils zwei oder vier Portionen (hier wird von Personen gesprochen) zu verwenden sind. Ich darf demnach für zwei Portionen … äh … Personen kochen. Die Nährwerte werden ausgewiesen, zudem wird darauf hingewiesen, dass einige Zutaten – nicht welche – Allergene enthalten könnten. Es wird empfohlen Gemüsebrühe, Salz, Öl, Zucker und Pfeffer im Haus zu haben. Wer küchenbedingt restfinal verblödet ist, dem wird auch vorgesagt, welche Kochgeräte zu verwenden sind. Soweit so umsichtig.

In der Tüte befinden sich: 1 Zwiebel, 1 Mohrrübe, 150 g grüne Bohnen, 1 Limette, 150 g Champignons, 1 Packung Basmatireis, 1 kleine Packung (250 ml ), 1 Chili, 10 g Petersilie, last but not least eine Packung fertige gelbe Thai-Currypaste.

Hm … also Thai-Curry habe ich nun schon mehrmals selber gemacht und auch bzw. vor allem auch die Paste. Insofern kneife ich mir nach der vorgegebenen Anleitung zu kochen und regele das direkt nach meinem Style. Was unter anderem heißt, ich mache mein Curry mit Hühnerbrust und gehe diese also noch einkaufen.

Was mich beim Auspacken der Zutaten ein bisschen irritiert, ist die Anwesenheit einer normalen Küchenzwiebel und einer herkömmlichen roten Chili-Schote. Keine Thai-Echalotten und keine Thai-Chili, wie sie normalerweise verwendet würden in einem originalen Umfeld. Auch in der Tüte: äh … Petersilie? Koriander, liebe Hello Freshler, hätte das sein dürfen. Naja, da wird wohl gemainstreamt oder es haben zu viele Menschen in irgendwelchen Marketingumfragen erklärt, sie mögen keinen Koriander. Da kann man schon mal ursprüngliche Rezepte abwandeln.

Ich koche also etwas anders als im Rezept angegeben. Ich schäle und schneide die Zwiebel an und schmeiße sie weg! Unter der Schale ist sie schon schleimig, sie riecht streng nach „morgen keime ich” und sieht in ihrem Inneren auch so aus. Eher eklig als sexy. Erster Tütenbestandteil also durch im Haus vorrätiges Gemüse ersetzt.

Dann schneide ich die Hühnerbrust in kleine Filetstreifen, füttere mit der einen Hälfte die mit den kleinen befellten Hufen scharrenden Katzen und werfe die andere Hälfte in den Topf, in dem ich die Kokosmilch zusammen mit der Curry-Paste aufgesetzt habe und der Färbung der Milch durch das sich in der Hitze auflösende Curry beigewohnt habe. Die Milch köchelt also leicht. Natürlich sind 250 ml Kokosmilch auch für zwei Portionen lächerlich wenig, weswegen ich um eine weitere Packung – im Hause immer vorrätige – Packung gleicher Größe und vom gleichen Produzenten erhöhe. Und ich gebe die gesamte Packung Currypaste hinzu, laut Rezept wird empfohlen auf die 250 ml plus 100 ml Gemüsebrühe die 1-2 TL der Paste in einer Pfanne anzubraten. Ist natürlich bei gelbem Curry sowieso eher naiv aber ich mag mein Curry gerne mit etwas Bums, deswegen darf der gesamte Inhalt des Päckchens baden gehen.

Jedem sein Curry, wie er es mag. Ich finde 500 ml Flüssigkeit dürfen es auch bei zwei Portionen durchaus sein. Auch wenn man die Gesamtmenge nicht, wie ich es mache, durch Zugabe von Fleisch etc. erweiternt würde. Jedenfalls finde ich dies dem Original eher nahekommend als die im Rezept ausgesprochene Idee, die Menge mit Gemüsebrühe zu ergänzen.

Ach ja. Der Basmatireis wird gespült, dann in einen Topf gegeben und mit Wasser aufgesetzt. Die Papierpackung vom Reis ist – zumindest kurzfristig wasserfest – ich gieße den Reis auf, in dem ich die Packung zwei Mal mit Wasser auffüllte. Etwas Salz hinzugegeben, einmal aufkochen lassen und bei geschlossenem Deckel bei sehr niedriger Temperatur quellen lassen. Soweit so einfach der Reis.

Nachdem die Currypaste gut aufgelöst ist, die Zwiebeln und Hühnerbrust kurz vor gar gekocht sind (geht sehr schnell), der Reis schon fertig ist, gebe ich an die Currykokosmilch das klein geschnittene Gemüse wie Möhre (jede Nicht-Biomöhre vom Discounter hat mehr Geschmäckle), die grünen Bohnen und Champignos hinzu. Ach ja, ich gönne dem Ganzen neben Hühnerbrust zusätzlich noch eine halbe rote Paprikaschote in Streifen geschnitten. Nur noch sehr kurz kochen lassen, ich möchte das Gemüse knackig.

Am Ende wird mit etwas Limettensaft abgeschmeckt (keine Kafir-Limettenblätter anbei), etwas von der klein geschnittenen Chili-Schote hinzugegeben und die Petersilie keines Blickes gewürdigt. Reis und Curry werden angerichtet und gegessen. Ich weiß aufgrund der mir vorliegenden Informationen nicht, ob die Limette ein unter biologischen Maßstäben so produziertes Gemüse ist, dass ich die Schale problemlos verwenden könnte (im Rezept wird nur ihr Saft verwendet). Ich schmecke nicht mit Salz und Pfeffer ab, wie im Rezept beschrieben. Ich vertraue der industriellen Paste.

Das Curry schmeckt ganz gut. Ich mache meine Currypasten deswegen gerne selbst, weil sie dann nicht so künstlich schmecken, wie diese fertigen Currypasten es leider meist tun. Das tut diese Paste hier nicht. Also da: volle Punktzahl. Der Rest … naja, Curry halt. Ich mag den Reis nicht, der schmeckt irgendwie … muffig. Nee, ich hatte schon deutlich besseren und gut duftenden Basmatireis. Die Zwiebel, wie gesagt, war Ausschuss. Im Großen und im Ganzen ist es ein okayes Essen, dessen Zutaten ich allerdings auch so größtenteils im Haus gehabt hätte – dafür bräuchte ich den Servie von Hello Fresh eher nicht.

Laut dem Rezept soll man das Gemüse mit einem Teelöffel Zucker zur Kokosmilch hinzugeben. Ich bin mir sehr sicher, dass in der Paste schon dementsprechende geschmacksverändernde Stoffe enthalten sind. (Habe ich mir bewusst nach dem Motto „was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß” nicht näher angeguckt.) Über diese Zuckernummer ärgere ich mich ein wenig. So unnötig.

Da Hello Fesh diese Testtüten nicht im Verkauf anbietet, kann ich nichts sagen zum Preis-Leistungsverhältnis. Es war okay, der Inhalt mit kleineren Mängeln behaftet. Schade finde ich einfach, dass man sich bei einigen Zutaten – die hierzulande erhältlich sind – nicht im Ganzen der Zutaten der Originalküche bedient. Genervt bin ich bei solchen Lieferdiensten einfach sehr von dem Mehraufkommen an Müll. Plastiktütchen hier für kleinste Mengen Gemüse, Plastikbox da, Umverpackung dort. (Die Kritik betrifft nicht nur den o.g. Anbieter, generell, was StartUps vor allem in dem Nahrungssegment zum Teil an Verpackungsmüll produzieren, das kommt auf keine Tofuhaut. Ärgerlich. Wir haben keine zweite Welt im Rucksack. Kommt mal wieder runter von dem Trip, bitte!)

Wie schon gesagt, ich bin nicht die Zielgruppe, nicht vor dem Test und auch nicht nach dem Test. Wer es mag. Ich mag mich auch nicht dem ganzen „poste das Foto von Deinem Essen auf Instagram etc.”-Schnullidulli-Community-Gedöns anschließen und habe daher heute kein Foto für Euch!

Einbrüche

Derzeit schnellen die Einbruchszahlen – wohl nicht nur – in Berlin in die Höhe. Angeblich werden die Vollziehenden morgens aus in enger Nachbarschaft zu Deutschland liegenden Ländern Osteuropas in Bussen in die Stadt gekarrt und abends wieder zurück gefahren. Insofern ist nachvollziehbar, dass die Aufklärungsrate unterirdisch ist.

Auch in meinem Umfeld häufen sich nun in die Einbrüche. Traf es in den vergangenen Jahren die Mieter in den kürzlich erst fertig gestellten Neubauten der Umgebung, Diebe haben solche „Bezugsphasen” wohl direkt auf dem Plan, denn es stehen zu diesem Zeitpunkt viele Wohnungen offen, die Mieter kennen sich noch nicht, wissen also nicht, wer befugt im Haus umherschleicht und wer nicht. Zwanzig Einbrüche in einer Woche zählte man 2014 in einem der Neubaukomplexe.

Im Haus gegenüber wurde schon im vergangenen Jahr in zwei Häusern eingebrochen, hier kamen die Einbrecher durch die Tür. Vor ca. drei Wochen traf es den Nachbarn im Nebenhaus im Parterre. Die Einbrecher versuchten wohl noch über den Balkon in den ersten Stock (direkt neben meiner Wohnung) zu gelangen, wurde vermutlich gestört. Das ist bekannt, dass die Mieter in der untersten Etage vorrangig mit unliebsamen Besuch rechnen müssen, die Hausverwaltung hat hierzu schon von innen abschließbare Türen und Fenster installieren lassen, es gibt Rolladen. Stört die Einbrecher aber nicht wirklich.

Anfang dieser Woche Polizeieinsatz im vorderen Haus unserer Wohnreihe. Gestern Anlieferung einer neuen Balkontür im Haus schräg gegenüber. Die Einbrecher sind im dritten Stock über die die Balkontür (!) eingebrochen – sie klettern mittlerweile bei den außen liegenden Häusern kurzerhand die Regenrinne hoch.

Die Hausverwaltung möchte das eher nicht weiter kommunizieren, um keine Panikgefühle bei den Mietern hochkommen zu lassen. Dabei wäre der Hinweis etwas aufmerksamer zu sein und Fremde auf dem Gelände einfach mal anzusprechen, sicherlich von produktiver Natur. Aber die Hausverwaltung musste schon in der aktuellen Wohnungsgenossenschaft in einem zweiseitigen Artikel auf die DHL-Betrugsmasche hinweisen (Fremde bestellen auf den Nachbarnamen im Internet auf Terminlieferung, Paket nimmt Nachbar entgegen, Betrüger fischen DHL-Postkarte aus dem Briefkasten und holen Paket „im Namen von …” beim Nachbarn ab.) Muss in den Hochhäusern der Genossenschaft gerade sehr gut funktionieren und ein sehr akutes Thema sein. Macht natürlich etwas mit der Nachbarschaft – dummerweise nichts Gutes.

Wir sollen Spione einbauen lassen, die sich nicht mehr einfach aus der Tür drücken lassen. (So öffnen Diebe gerne nachts von innen nicht abgeschlossene Wohnungstüren ganz einfach mit einem Draht, der die Klinke runter zieht und räumen die Wohnung aus, während die Anwohner schlafen.)

Für die Haustüreinbrüche bietet die Hausverwaltung nun diebstahl- und feuersichere Türen an. Türen aus denen man im Brandfall noch die ersten 15 Minuten herauskommt, danach verschmelzen sie mit dem Rahmen, was Flammen im Treppenhaus eine Weile fern hält. Kosten 14 €,— im Monat zusätzlich. Nachbarin und ich machten schon Witze, wie wir uns mit 80 im Zweifelsfall vom Balkon abseilen.

Humor ist wohl, wenn man trotzdem …

2016-04-07

Ich bin …

… großer Fan von diesem Daimler-Würtschen-Gate. Endlich stehen die Schweine auf und zahlen es den Dieselheinis zurück!

Die kleine Großcousine …

… ist nun schon zehn Wochen alt und ist* ein perfekt speckiges, liebenswertes, tiefenentspanntes, extrem niedliches Baby. Gestern hat sie an ihrem ersten Foodbloggerevent teilgenommen und schien höchst angetan von ihrem neuen „Partyleben”.

*Sage ich und wer könnte mir da schon Voreingenommenheit unterstellen?

2016-04-02

Let's dance!

Dummlaberheini Attila Hildmann ist bei Let's dance 2016 draußen. Und das kam so: er hat schlicht einfach schlecht getanzt. Was an sich nicht das Problem hätte sein müssen, denn es gab Paare, bei denen die Laientänzer noch etwas schlechter getanzt hatten als Attila, was erstaunlicherweise sogar geht und daher deutlich schlechter von der Jury bewertet wurden.

Aber gestern wurden die Tänzer weiter gewählt vom Publikum, die durch Menschlichkeit und Ernsthaftigkeit überzeugten und nicht durch Dummsinnlaberei, einer permanenten Zurschaustellung der eigenen Essstörung (die A. Hildmann meiner Meinung nach hat) und nach dem Tanz einer sehr peinlichen Zuordnung von Cocktail-Zutaten für die Jury für eine After-Show-Party mit der er wieder für sich nicht nur als „Koch”, sondern nun auch auch als Bartender werben wollte, was insofern total peinlich war, weil völlig aus der Show-Routine gerissen in schmerzhaft sinnfreien Zusammenhang einer Jury-Bewertung gebracht. Dabei gab er sich die strunzdumme Blöße dem Jury-Mitglied Motsi Mabuse, als gebürtige Südafrikanerin, – extra betont – „Schokolade” in den Drink mixen zu wollen. Vermeintlich von ihm als ein super Witz gemeint: der Typ denkt soweit rechts, dass er es schon gar nicht mehr mitbekommt.

Grandios der Contemporary von Eric Stehfest und Oana Nechiti, die ich sowieso für eine der besten weiblichen Profis in der Sendung halte. Und als ob die drei Mal zehn Punkt für die beiden nicht schon gereicht hätten (in dem immerhin erst dritten Wettkampftag), gab es die gleiche Wertung für Jana Pallaske und Massimo für einen herausragenden Tango. Eric Stehauf hat eine Theater- und Musicalschule besucht, dem ist Tanz natürlich längst nicht so unbekannt wie den anderen Teilnehmern. Die Pallaske indes wurde auf der Straße als Schauspielerin entdeckt und entblößt sich hier als ein wirkliches Tanztalent. Sie erzählt nebenbei merkwürdig klingendes esoterisches Zeug, das aber, denkt man ein bisschen darüber nach, etwas sehr ernsthaft anrührendes Wahres in sich trägt. Sie ist wohl das, was man eine Künstlerseele nennt.

Was Nastassja Kinski in dem Format – und überhaupt in der Öffentlichkeit – verloren hat, begreife ich immer noch nicht. Christian Polanc muss nicht nur ein brillianter Tänzer sein (bewiesen) sondern auch ein begnadeter Psychologe und Therapeut (in Beweis). Gott, ist sie verhuscht! Und aus irgendeinem Grund lässt sie sich von allen siezen. Was sicherlich ihr gutes Recht ist – aber in einem Künstlerumfeld – als eine Person, die ihr halbes Leben in den USA in Hollywood verbrachte? Siezen die sich da? Wer immer es mag, mir ist sie definitiv zu fern dieser Galaxie unterwegs – und leider kann bei ihr die Abwesenheit von Tanztalent das nicht wirklich camouflieren. Aber schön, dass RTL solchen Menschen auch eine Chance gibt. Ich hoffe nur Christian Polanc bekommt für seinen Job eine Sonderzulage!

Nun jedenfalls sind die Unsympathen raus gewählt, in den kommenden zwei Wettbewerbstagen müssen vermutlich noch die gnadenlosen Nichttänzer gehen. Danach geht es in die echte Tanzleistung. Das Level haben Stehauf und Pallaske früh und hoch gesetzt.

Ach ja, ich liebe diese Sendung!