2016-03-31

Warum ich nie für PETA spenden werde.

Morgen ist der 1. April und PETA Deutschland e. V. findet es witzig als Aprilscherz eine Fotomontage zu zeigen in der die Schauspielerin Natalie Wörner und der Bundesjustizminister Heiko Maas „nackt” als Paar montiert wurden. Frau Wörner greift Herrn Maas an die Brust. Es wird eine gewisse körperliche Affinität suggeriert.

Hintergrund: Heiko Maas hat vor kurzem offiziell die Trennung von seiner Ehefrau bekannt gegeben. Es wird über ein Verhältnis von ihm zu Natalie Wörner in den Medien spekuliert. Bestätigt wurde von beiden Seiten nichts. Herr Maas hat zwei Kinder.

Frau Wörner trägt gerne ab und an Pelz, das ist soweit bekannt. PETA e.V. findet es nun lustig, sich der unbestätigten Affäre zu bedienen, um Frau Wörner hier so als Aprilscherz als „Nackte” für die eigene Sache zu präsentieren. Warum hierzu Heiko Maas mit auf das Foto kommen musste, ist unklar. Die SPD als – seine Partei – spricht sich im Allgemeinen gegen Echtpelz in der Mode aus.

Soweit so unlustig. Im Ernst: findet das irgendjemand lustig oder versteht irgendjemand diese Montage, der Frau Wörner nicht als Pelzträgerin kennt in der breiten Öffentlichkeit?

Was ich vor allem zum Kotzen finde ist, dass PETA indem sie Heiko Maas – aus welchen Gründen auch immer – hier instrumentieren, dass das seine Noch-Ehefrau in dem jetzigen Status der Trennung nur verletzen kann und sie – und vor allem die Kinder des Ehepaares – mit zum Gespött in dieser unschönen Situation gemacht werden. Kinder, die gerade mit der Trennung der Eltern klar kommen müssen, was hart genug ist, müssen also morgen in der Schule damit klar kommen, das dieses Foto des Vaters sehr wahrscheinlich rumgereicht wird.

Und was genau daran witzig ist, noch für die Sache sinnvoll ist, das soll mir bitte einer erklären.

Wisst Ihr was, Ihr da bei PETA Deutschland e.V.? Ihr seid allenfalls ein dummer asozialer Haufen, meiner persönlichen Meinung nach!

Programmhinweise

Heute lesen wir den Text und ruhig diesen Text noch dazu.

Dann – mit etwas mehr Zeit – unbedingt die vierteilige Dokumentation auf arte.tv gucken: „Frauen und Ozeane” (verlinkt hier nur Teil 1) – spannende Projekte, großartige Aufnahmen und Ansichten über und unter dem Meer, interessante Berufsbilder von Frauen ausgeübt. Schnell gucken, bevor die Mediathek wieder schließt!

2016-03-30

*seufz*

Ich war eben erstmals auf einem Blog.

Zuerst habe ich die Cookie-Meldung weggeklickt.

Dann habe ich auf das Java-Script gewartet. Also das Script, das mich noch vor dem Lesen des Blogs aufforderte, doch direkt den Blog-Newsletter zu abonnieren und/oder es auf Facebook zu liken.

Dann war ich weg.

Lese ich dieses Blog halt nicht. Muss ja nicht.

2016-03-29

Der Pfirsch-Test

Man unterscheidet den nach Berlin Zugezogenen oder auch Touristen immer vom gebürtigen Berlin anhand des Pfirsich-Tests.Der Zugezogene aka Tourist spricht Pfirsich meist „Pffiersich” aus, während es beim Berliner immer ein „Pfürsisch” ist.

Ist ganz einfach. Funktioniert praktisch immer.

Ne Bank



S. war begeisterte Zoogängerin. Zum Abschied wünscht sie sich anstatt Blumen Spenden für eine Bank im Zoo.

2016-03-25

Nix da mit „fröhliche Ostern”.

Kinders, heute ist der Tag an dem Jesus Christus … naja, sagen wir es mal höflich, unangenehme Bekanntschaft mit als zum Kreuz geschlagenem Holz machen musste und dann für … äh … unbestimmte Zeit erst einmal physikalisch in den Exitus abdankte.

Das macht – auch heute noch – alle Christen weltweit so traurig, dass sie heute z. B. nicht öffentlich tanzende Flashmobs etc. ausführen möchten.

Ich sag's mal so: gerade HEUTE frohe Ostern zu wünschen ist, naja, nicht der idealste Tag im Jahr an dem man das tun sollte. Wartet lieber bis Sonntag, dann erzähle ich Euch die Geschichte von den nicht verwendeten Dufölen und wie Jesus auf sein Baumwolltuch pfiff. Dann wird's auch wieder fröhlich. Okay?

Aus der Reihe: Geschichten zum Karfreitag.

Geduld

Eine Reportage über Pilgerbrauchtum zu Ostern in Jerusalem und in Deutschland. In Jerusalem Unmengen von Menschen, die in einem Hof stundenlang bei sengender Hitze warten müssen. Der Reporter spricht mit ihnen, sie alle lächeln entzückt und antworten auf seine Fragen, ob sie nicht ungeduldig wären und nicht leiden würden, dass Jesus auf seinen Kreuzgang auch geduldig gewartet hätte und das Kreuz so später getragen hätte und auch sein Leiden am Kreuz geduldig (sic!) ertragen hätte und dann sei das für einen selbst schon alles okay so.

Werde ich das nächste Mal, wenn mir irgendjemand hinter mir an der Supermarktkasse wegen einer lächerlichen Minute Wartezeit wieder die Ohren voll jammert, ruhig in die Argumentation einbringen. „Du, Jesus hat auch geduldig gewartet … auf den Kreuzgang, … die Kreuzigung, … die Auferstehung.” Das Satzende kann man je nach Tageslaune wählen. Das wird bestimmt sehr schön. Mal gucken, ob ich dann auch so einen verzückten Gesichtsausdruck hinbekomme, wie die Befragten, in meinem persönlichen Moment des Genervtseins.

Ist doch nicht alles schlecht am Christentum.