2011-10-13

Was ich wirklich nicht will …

Ich treffe ja gerne Freunde und Bekannte unterwegs. Meistens. Passiert hier in der Stadt auch ständig. Also passiert zwar als Berliner eher dann, wenn man in der Weltgeschichte unterwegs ist. In Tokyo zum Beispiel, kann ich mir vorstellen, trifft man ständig bekannte Berliner oder in New York. In Berlin oft auch. Vermutlich nicht so oft wie in Tokyo, denn das wäre zu naheliegend. Aber im Grunde weiß ich das nicht, denn ich war noch nie in Tokyo. Ich war mal in New York und da hatte der Anzugverkäufer, der meinem damaligen Freund nachts um 22:30 Uhr noch ein paar Anzüge verkaufte und anpasste und nebenbei perfekt Deutsch sprach, obwohl er aus dem Libanon kam, uns erzählt, dass er Maschinenbau in Aachen studiert hatte, was insofern ganz lustig war, als das mein Freund auch aus Aachen kam, bevor er dann aus umzugstechnischen Gründen aus Berlin kam. Das war fast so, wie als Berliner einen Berliner in New York zu treffen. Für drei Tage Aufenthalt jedenfalls war ein Aachner auf einen Aachner gar kein so schlechter Schnitt. Fanden wir damals jedenfalls.

Was ich eigentlich sagen wollte. Also ich treffe mich sehr gerne unverhofft. Nur nicht heute. Als ich an dieser Bushaltestelle direkt vor der Scientologen Zentrale stand. Das wäre mir irgendwie unangenehm gewesen. Es gibt Orte in der Stadt, da will man einfach nicht gesehen werden.

Ausgeladen!

Bundestag lädt 300 Menschen mit Behinderungen ein. Und lädt sie wieder aus. Weil der Bundestag für mehr als einen Finanzminister im Rollstuhl hinsichtlich seiner Brandschutzbestimmungen nicht ausgelegt ist. (Und überlest bloß nicht die Kommentare!)

(Aus der Reihe: oft ist mir dieses so fortschrittliche moderne Land ehrlich peinlich!)

2011-10-09

Da haben …

immer alle Angst vor den Linken, denn die bringen ja garantiert mit dem Kommunismus auch die Stasi zurück ins Land. Stasi? Äh … moment mal …

(Neu: jetzt auch für Macintosh!)

Wie großartig!

Kaffeehauschefin über Macchiato-Mütter: "Die Weiber denken, sie wären besser"

(Aus der Reihe: ich liebe den geschriebenen Berliner Dialekt. Den Rest auch.)

Arbeit und Struktur

Das Blog Arbeit und Strukur ist nicht alleine wegen dieses einen wundervollen Blogposts zu empfehlen. Es gibt in diesem Blog sehr sehr viele solcher Posts! Wolfgang Herrndorf hat ein Glioblastom und schreibt über seinen Alltag mit dem Tumor in der Neurologie als auch zu Hause. Man möge mit diesem Blogpost anfangen …

Good luck, Wolfgang!

13.3. 10:07

Erster Besuch zu Hause ohne Begleitung, der beruhigende Anblick vertrauter Gegenstände. Die Waschmaschine, die meine Eltern beim Aufenthalt in meiner Wohnung zerstört zu haben glaubten und die mehrere Waschgänge lang nicht tat, was sie tun sollte -, tut es wieder. Einfach so. Miele. Die Maschine wurde noch von meiner Großmutter erworben, ein Waschautomat der 1968er-Baureihe, also aus einer Zeit, als der Mond noch nicht betreten, Borussia Neunkirchen noch in der Bundesliga und das elektronische Signallämpchen nicht erfunden war.

Das mechanische Äquivalent zum Signallämpchen ist die Überschwemmung des Fußbodens, die den Besitzer darauf hinweist, daß das Flusensieb voll ist. Man muß das Sieb dann rausnehmen und entflusen, etwa alle fünf Jahre, was bedeutet, daß dies im Leben des Automatens sieben oder acht Mal geschah, und ich erinnere mich, wie gerührt ich immer beim Entflusen war: wie die Zeit vergeht. Die Maschine wurde nie gewartet und war ansonsten nie defekt. Die vollständige Aufschrift lautet: MIELE AUTOMATIC W 429 S.

Legt bloß …

Granatapfelkerne mit in Eure Rumtöpfe ein. Oder legt Granatapfelkerne alleine in Rum ein. Himmel, sind die lecker!

2011-10-07

Der ist mal wieder zu gut!