2010-12-02

Funktioniert ganz gut …

möchte ich nach zwei Tagen behaupten.



War neulich beim Lieblingsschaumstoffdealer in der Hauptstadt, die Weissbach GmbH. Da hatte das Muttertier schon in den 70igern für ihr erstes Bett Schaumstoff als Matratzenersatz erworben, noch zu Zeiten also als der Volksmund nur Federkern kannte. Jedenfalls habe ich neulich aufgerüstet. Einmal 200x11x10 cm Schaumstoffblock für zwischen die Fenster und einmal 200x3x3 cm für die den großzügigen Zuluftdurchreicheort unter dem Fenster. Das Gleiche noch mal in kürzer für das Fenster im Schlafzimmer. Für die Balkontür hat mir der Meister geraten besser Styrodur® zu nehmen, weil eine größere Fläche und das sei besser im Feuchtigkeit absorbieren.

Hat mich 10,– Euro gekostet, ein paar Reste aus dem Zuschnitt gab es gratis. Dürfte sich in der Heizkostenabrechnung um‘s 20fache amortisieren, schätze ich. Und es war einfach nur nett dort vor Ort. Fachhandel eben!

2010-12-01

Zahlen

Menschen in Deutschland, die sich im vergangenen Jahr mit dem HIV infiziert haben: 3.000
Menschen in Deutschland, bei denen im vergangenen Jahr AIDS ausgebrochen ist: 760
Menschen in Deutschland, die im vergangenen Jahr an den Folgen ihrer Infektion verstorben sind: 550

Menschen in Deutschland, die sich im vergangenen Jahr während eines Krankenhausaufenthaltes mit MRSA infiziert haben: 50.000-1.000.000
Menschen in Deutschland, die aufgrund ihrer Infektion mit MRSA im vergangenen Jahr verstorben sind: 1.500-50.000
Menschen in Deutschland, die aufgrund ihrer Infektion mit MRSA Gliedmaßen verloren haben, steife Gliedmaßen haben oder sonstige Folgekrankheiten ihr Leben lang erdulden müssen und damit behindert oder frühberentet leben müssen: nicht bekannt.

Die Zahlen zur HIV-Infektion sind rigide. HIV ist eine meldepflichtige Erkrankung.
Die Zahlen zur Methicillin-resistente Stämme von Staphylococcus aureus (MRSA) – auch geläufig unter nosokominale Infektion – sind geschätzt. Hier habe ich bewusst die niedrigen Ziffern, die so von den Verantwortlichen (Deutsche Krankenhausgesellschaft) herausgegeben werden und die höchstgenannten Ziffern, die von den Kritikern genannt werden (Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene) angegeben. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, vielleicht aber auch darüber. Es gibt eine Dunkelziffer.

Nach wie vor gilt für diese Infektionen keine ernsthaft umfassende Meldepflicht in Deutschland. Ein Krankenhaus muss erst bei akuter Infektion melden, also wenn bereits die Folgeerkrankungen vorliegt und daher auf Verdacht hin im Labor die Ursache festgestellt wurde. Menschen erkranken oder sterben jedoch nicht unbedingt an der Diagnose MRSA. Sie versterben oft „nur“ zugunsten einer Statistik z. B. an Lungenentzündung, Harnwegsinfektion, Sepsis oder Gangrän (Wundbrand). Diese Meldepflicht ist erst am 1. Juli 2009 in Kraft getreten. Wir können uns getrost eingestehen, dass wir im Vergleich zu anderen europäischen Ländern das Problem von MRSA über mehrere Jahre bewusst negiert und nach hinten verschoben haben. Wohlbemerkt: hier geht es nur um die Meldung, längst aber noch nicht um gesetzlich vorgeschriebene Verhinderung oder Bekämpfung der weiteren Ausbreitung auf weiter Fläche.

Hinsichtlich der MRSA-Infektion sollte man wissen, dass viele Menschen bereits mit dem Bakterium (der sich gerne im Hals-Nasen-Bereich ansiedelt und somit gerne auf der Haut, z. B. auf den Händen spazieren geht) infiziert sind ohne sich jemals mit ihm und seinen etwaigen Folgen auseinander setzen zu müssen. Für einen gesunden Menschen ist das Bakterium harmlos. Aber das ist der Grund, warum Ihr medizinischem Personal besser nicht die Hände reichen sollt und bitteschön vor allem bei Besuchen in Krankenhäusern die Desinfektionsgeräte und deren Inhalte ausgiebig benutzten solltet, bevor Ihr Patienten berührt. Denn in einem Krankenhaus, wo verhältnismäßig viele Menschen aufgrund anderer Erkrankungen mit einem geschwächten Immunsystem eher anfällig sind oder aufgrund von Eingriffen offene Wunden haben, ist die Möglichkeit der Infektion und einem Ausbruch deutlich höher. Das Problem liegt in der Multiresistenz dieses Stammes, Antibiotika stört ihn nicht, d.h. eine Behandlung nach Ausbruch ist kaum mehr möglich.

In den Niederlanden, wo das Aufkommen bei gerade mal 2 % (in Deutschland spricht man je nach Bundesland von 15-50 %) liegt, wurde in den Krankenhäusern sehr frühzeitig auf das vermehrte Auftreten von MRSA reagiert. Neuaufgenommene Patienten werden auf MRSA getestet und bei einer vorliegenden Infektion in Quarantäne gesteckt, denn die Behandlung gegen das Bakterium selbst vorab ist denkbar einfach mit Nasensalbe und hohem Hygienestandard zu erreichen. Der Test kostet nicht die Welt, schon gar nicht im Vergleich zu den Folgekosten bei Infektion und Ausbruch, vom persönlichen Leid der Patienten ganz abgesehen. Patienten aus Deutschland kommen übrigens in den Niederlanden immer sofort in Quarantäne – wir gelten bei unseren Nachbarn hinsichtlich der Bekämpfung von MRSA als Dritte-Welt-Land. (Soviel zu dem ständigen BlaBla wir hätten immer noch eines der besten Gesundheitssysteme der Welt …). Es gibt, soweit ich auf dem aktuellen Stand bin, lediglich ein oder zwei Krankenhäuser in Deutschland, die dem niederländischen Modell folgen.

Krankenhausmanager, die mit ihren Sparmaßnahmen zu gravierenden Hygienemängeln in deutschen Krankenhäusern geführt haben und es damit zur aktuellen Situation so erst haben kommen lassen, werden allenfalls (und erst seit Einführung der Meldepflicht vergangenes Jahr) mit einem Bußgeld belangt, wenn sie die Keimproblematik in ihrem Krankenhaus aus „Imagegründen“ verschweigen. Von 16 Bundesländern besitzen gerade mal vier eine Krankenhaushygieneverordnung, zehn Prozent der Krankenhäuser in Deutschland besetzen überhaupt eine Stelle namens „Hygienefacharzt“. MRSA in deutschen Krankenhäusern ist ein hausgemachtes Problem. Ohne Einsparungen im Hygienebereich hätte es nie soweit kommen müssen, die Folgekosten sind nun immens – aber die tragen ja zunächst erst einmal nicht die Krankenhäuser. Und daher reagieren immer noch viel zu wenig Krankenhäuser auf die erschreckenden Zahlen.

Kurz, in Deutschland müsste sich heute kein einziger Mensch mehr mit HIV infizieren, bei rechtzeitiger Erkennung, Offenheit und schnellem Einstieg in die Behandlung. Der leichte Anstieg der Infektionen zu den Vorjahren ist überhaupt nicht nachvollziehbar. MRSA indes ist die Seuche, die einem begegnet und krank macht, wenn man in den Ort gehen muss, von dem man glaubt, dort würde man wieder gesund gemacht.

MRSA ist auf dem hiesigen Breitengrad die eigentliche Seuche! Was nicht heißt, dass Ihr nicht heute und das ganze Jahr über für Organisationen, die gute Arbeit gegen die Bekämpfung von AIDS leisten, weltweit, spenden solltet. Behaltet aber MRSA im Hinterkopf, diese Kranken haben keine Lobby!

Die wundersame Welt der Blog-Warmduscher

hier. Ich glaube wirklich bei denen hakt's. Ich mache doch nicht mein Blog dicht, nur weil irgendwelche idiotische Regelungen mir hinten rum das Kundtun meiner freien Meinung nicht mehr in der gesamt öffentlichen Meinung gestatten wollen. Eventuell. Vielleicht. Nichts genaues weiß man ja nicht.

Das hier ist Deutschland. Und noch leben wir in einem freien Land mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung. Und wenn Euch mal jemand abmahnt, was ist daran so schlimm? Eine Abmahnung ist immer noch etwas, gegen die man auch vorgehen kann. Es ist überhaupt nicht gesagt, dass jede Abmahnung, die in dieser Welt erteilt wird, zu Recht erteilt wird.

Wirklich, es gibt Länder, da werden Menschen gefangen genommen, misshandelt und gefoltert, bestenfalls ihres Landes verwiesen werden. NUR weil sie bloggen!

Und hier machen die Leute ihre Blogs dicht, weil sie sich nicht sicher sind, ob sie ggfs. gegen das Jugendmedienschutzgesetz verstoßen könnten und vielleicht eine Abmahnung kassieren könnten? Habt Erbarmen! Blogger wie Euch braucht kein Mensch!

Schämt Euch, Ihr Feiglinge!

2010-11-30

Endlich frei …

… lesen, bitte!

2010-11-29

Beurteilungen

Jeder Mensch, der im aktiven Arbeitsprozess steckt, kennt das zu Genüge: er wird hinsichtlich seiner beruflichen und sozialen Kompetenzen im Arbeitsalltag regelmäßig beurteilt. Aufgrund dieser Beurteilungen wird über das weitere berufliche Vorankommen dieses Menschen im jeweiligen Unternehmen entschieden. Natürlich fließen in die Beobachtungen sehr subjektive Empfindungen derer ein, die diesen Menschen später schriftlich begutachten. Selten erhält der Arbeitnehmer eine genaue Analyse dessen, was über ihn gedacht wird. In nicht wenigen Unternehmen werden die jeweiligen ermittelten Informationen dahingehend verwendet, um im Sinne einer spezifischen Unternehmenspolitik und Mitarbeiterführung gegenüber dieses einen Arbeitnehmers Druckmodelle zu erzeugen. In einem souverän geführten Unternehmen benutzt man etwaig festgestellte Defizite oder Stärken beim Arbeitnehmer dazu, ihm passende Weiterbildungen zu offerieren, um sich im Sinne des Unternehmens zu einem noch besseren Arbeitnehmer entwickeln zu können.

Das gleiche Modell wird täglich im Umgang mit Auftragnehmer und Kunden praktiziert. Natürlich guckt man sehr genau hin, wo beim Auftraggeber Stärken und Schwächen zu erkennen sind, persönliche Defizite oder herausragende Kompetenzen. Sich ein genaues Bild über einen Partner zu machen, ist überlebenswichtig. Weil man natürlich als Dienstleister für den Kunden den besten Job ausführen möchte und hier im günstigsten Fall seinem Kunden an dessen Schwachstellen die eigene Kompetenz an die Seite stellt, damit man gemeinsam erfolgreich ist. Je früher man also um die Schwächen seines Gegenüber Bescheid weiß, umso flexibler kann man ihnen Alltag begegnen und wird für diese den berühmten Plan B entwickeln können. Da man aber mit einem Kunden selten offen über seine Defizite sprechen können wird, gehört es zum beruflichen Alltag dazu, genau hinzusehen und zu analysieren.

Natürlich wird man sich weiterführend nach der Analyse darüber Gedanken machen, wie sich die positiven aber auch negativen Eigenschaften des Gegenübers auf sich selbst oder das Geschäftsmodell im jeweils positiven aber auch negativen Fall auswirken werden und für den jeweiligen Fall Modelle entwickeln. Wer das tut, ist ein Stratege. Und wer eine hohe Trefferquote in seiner Vohersagung zur Realität aufzeigen kann, ist ein guter Stratege. Es ist obsolet festzustellen, dass ein guter Stratege am Ende derjenige sein wird, der aus einer Krisensituation als Sieger hervorgehen wird.

Wann immer man mit der Charakterisierung seiner selbst durch andere konfrontiert wird, besteht eine sehr hohe Möglichkeit, dass man mit dieser Einschätzung nicht konform gehen möchte oder kann. Oft fühlt man sich nicht gut genug beurteilt oder versteht sich als Person ganz anders, als es die Anderen tun. Das ist legitim, denn Beurteilungen sind wie oben schon angedeutet, immer auch von einem hohen subjektiven Potential der beteiligten Personen geprägt. Dass die Wortwahl der Beschreibung seiner selbst vermutlich dabei nicht gefallen dürfte, nimmt man Kenntnis von Inhalten, die für einen selbst gar nicht zum Lesen bestimmt waren, ist wahrscheinlich. Darauf kann man wohl vertrauen.

Wir Menschen beurteilen uns mehr oder weniger ständig gegenseitig. Politiker werden von Politikern anderer Länder analysiert. So what? Politik ist das dreckigste Spiel von allen, das ist bekannt. In der aktuellen Wikileaks-Debatte finde ich selber nur erstaunlich, dass ich unsere politische Elite ähnlich negativ charakterisiert hätte, wie es US-Diplomaten taten – und zwar ohne diese Personen je persönlich getroffen zu haben. Nichts Neues also im Staate Dänemark Deutschland. Außer vielleicht die erschreckende Erkenntnis, wie schlecht ich über die eigene Regierung denke. Positiv daran ist für mich die Erkenntnis, dass ich mit meiner persönlichen Meinung über diese Regierung nicht alleine stehe und allzu offensichtlich keinen Knick in der Optik habe. Über die Zahmheit der angeblichen Härte der Wortwahl, bin ich, ehrlich gesagt, fast erstaunt. Lebt man indes in diesem Land und muss man die Merkels, Westerwelles und Schäubeles und die Auswirkungen ihrer beruflichen Inkompetenzen im Alltag ertragen und deren Folgen für dieses Land in der Zukunft halbwegs absehen, könnten einem heftigere Wortkreationen einfallen.

Wäre man nicht so verdammt höflich!

2010-11-28

Einen fröhlichen ersten Advent!

2010-11-27

Gestern …

beim zweiten Berliner InDesign Usertreffen gewesen. GREP kennen und lieben gelernt. Bisher waren die Files, die ich mit InDesign erstellt habe, von der Seitenanzahl her überschaubar – insofern hing ich ohne GREP nicht sooo sehr auf dem Trockenen. Ihr kennt sicherlich alle „Suchen und Ersetzen“? Gut, Global Regular Expression Print macht genau das aber auf hochintellektuell, sprich man kann komplette Textbestandteile und -kombinationen, Variablen etc. aufsuchen und mit den jeweiligen Styles belegen.

Beispiel, wenn der Autor im 1.000seitigen Manuskript beispielsweise die Ellipse mal so: .. mal so: … mal so: ... mal so: .... mal so: Ich denke… (anstatt richtig: Ich denke …) setzt, dann bastelt man ein GREP, das alle falsch geschriebenen Methodiken sammelt, aufspürt und mit einem fetten roten „Falsch gemacht!“-Style herausstellt. Oder so. Eher vermutlich anders. Das ist das Schöne an solchen User-Treffen: es werden einem so kleine Aufmerksamkeiten hingeworfen von denen man vorher vielleicht wusste, da gibt es was. Aber nicht ganz klar war, was das mit einem macht. Und dann stellt man fest, es ist total schön, was es mit einem macht!

Ich bin ja beruflich bedingt – müsste ich eine Verteilung im Alltag angeben – sicherlich mehr Photoshoperin als InDesignerin oder Dreamweaverin aber seit der Präsentation der Creative Suite CS 5 von Adobe stehe ich vor dem neuen InDesign immer nur mit offenem staunenden Mund. Die haben Xpress ganz schön in den Hintern getreten. Und das sage ich, die Quark immer gerne die Treue halten wollte!

Gestern habe ich beim User-Treffen drei Lose gekauft. Und ganz zum Schluss den einen wunderschönen Hauptpreis gewonnen: Eine Adobe InDesign CS 5-Vollversion ganz alleine und nur für mich. Verdammt, ich bin ein bisschen sehr verliebt. Ehrlich!

Das nächste Berliner InDesign User-Treffen ist voraussichtlich am 21. Januar 2011, wenn's gut geht wieder bei LaserLine und dann geht es rund um‘s Publizieren aus InDesign für's iPad und die anderen elektronischen Frühstückstabletts. Hier anmelden, dann kommen die Infos automatisch, wenn's soweit ist.