Freies Land bei spiegel.de
Samstag schrieb ich erstmals einen Forumsbeitrag bei spiegel.de zu einem Artikel, der die Kritik zu einer Fernsehsendung beinhalten sollte, jedoch eine einzige Zurschaustellung der Abneigung des Autoren zum Sujet der Sendung widerspiegelte. Ich erklärte höflich, dass ich die Dinge anders gesehen und erlebt habe. Ich wies aber den Autor auch darauf hin, dass ich es begrüßen würde, wenn sich die Journalisten des Spiegels einmal mit dem Gebrauch der regulären Anführungszeichen (die sehr wohl jedermann am PC setzen kann) als auch sich mit dem Unterschied eines Gedankenstrichs zum Bindestrich beschäftigen könnten.
Ein Zollzeichen ist nun mal ein Zollzeichen und kein Anführungszeichen und selbst wer nicht die Tasten findet, die im deutschen Schreibgebrauch Niedrig- und Hochstellung des Zeichens zu finden, ein Anführungszeichen sieht völlig anders aus als die Typo, die ein Zoll markiert und somit gehört das korrekte Zeichen verwendet. Und ein Bindestrich hat deutlich andere Aufgaben als der Gedankenstrich, der von spiegel.de grundsätzlich nicht genommen wird, und umgekehrt. Ich kann damit leben, wenn sich Gelegenheitsschreiber mit der deutschen Typographie nicht vollständig auskennen – aber von einem Profi, zu denen ich Journalisten zähle, erwarte ich, dass sich sich bemühen die Sonderzeichen (die ja nicht mal welche sind) korrekt zu setzen. Sonderzeichen, das kann mittlerweile jede Software!
Aber der Spiegel setzt auf seinem Online-Portal ja auch die Ellipse direkt ans Wort, wo gar kein Wortteil ausgelassen wird – überall auf seiner Homepage insbesondere bei jedem Artikel auf der Startseite hinter dem „mehr…“ steht anstatt korrekt „mehr …“ – also falsch.
Vermutlich unnötig zu erwähnen, dass mein Beitrag von der Forums-Redaktion nicht freigeschaltet wurde.


