2009-08-26

Öh …

rechts ganz viel zu bloggen,
links keine Zeit.

Was'n nun?

2009-08-24

Pizza vom Grill

der ungemein charmante und mit uns auf seinem Blog Rezepte als auch Design-Tipps teilende „Sweet Paul“ Low, der in Oslo geboren in NewYork als Food-Stylist arbeitet, macht nun auch Videos. In seinem ersten zeigt er die Zubereitung von Pizza auf einem simplen Barbecue-Grill …

2009-08-23

Berlin am Meer



Frau Generator, ich finde diesen einen Sonntag haben wir doch bonfortinös gerettet, oder?

Ich möchte an dieser Stelle …

dann doch noch mal meine tiefe Bewunderung all jenen Frauen gegenüber ausdrücken, die es wahrlich diesen ganzen Sommer über geschafft haben, als Fashion-Victims nicht einmal in diesen heißen Tagen bei 34 Grad Celsius einen Rock ohne lange, fußlose, in der Hauptsache blickdichte Hosen darunter anziehen und/oder jenseits der +30 Grad immer schön sortiert mit Halstuch doppelt um den Hals geschlungen ihre Außenwelt im Ablick zu beglücken wussten– weil's halt gerade in ist. Egal, ob sie dabei die Motten bekommen oder nicht.

Respekt, Mädels!

2009-08-21

Die Franzosen … (2)

sind gar nicht so. Allenfalls ein bisschen extrem, beispielsweise wenn es um ihre Reinigungsmaterialien geht. Den Urlaub haben wir in einem dieser französischen Ferienhäuser verbracht. Ferienhäuser kann man der Einrichtung und dem Sauberkeitsgrad normalerweise nach zwei Kategorien einteilen. Kategorie 1 steht dabei für „Besitzer wohnen auch hier und da mal im Haus“, dann kann man im Allgemeinen von einer nutzbaren Einrichtung (Küche) als auch einem genießbaren Sauberkeitsgrad der Immobilie ausgehen (Ausnahmen bestätigen wieder die Regel, ich weiß). In der Kategorie 2 haben sich die Eigentümer längst aufgemacht und sind in eine komfortable neue Behausung umgezogen und vermieten nur noch, dann tun sich dem Urlauber gelegentlich die Tiefen der französischen Reinlichkeit auf. In unserem Fall war es ein ganz reizendes Bauernhaus, das ehemalige Elternhaus, dem ein Neubau an die Seite gestellt wurde, mit bonfortinöser Aussicht, viel innerer Holzverkleidung und allerhand rustikalem Schnickschnack. Genutzt nur noch von Feriengästen, also ganz klar der Kategorie 2 zugehörend. In meinem Schlafzimmer befand sich eine ungefähr 100 Jahre alte Teppichauslegware mit dementsprechend alten fiesen Flecken. Ich bin schon von recht rustikaler Natur, bilde ich mir zumindest ein, was gewisse Umstände anbelangt: in diesem Urlaub habe ich mir erstmalig in meinem Leben das Barfußlaufen abgewöhnt. Und ich will unbedingt Barfußlaufen im Urlaub, für mich bedeutet das Freiheit. Frei sein, war also nicht in diesem Urlaub in diesem Haus. Es war an manchen Stellen … schwierig. Die Küche indes war zu beherrschen, blendete man gewisse Ecken und Wände aus. Wo man losgelöst von alter Baufälligkeit und Abnutzung sauber sein konnte, war man das von Vermieterseite aus – der Rest wanderte zunächst in den Geschirrspüler, die anderen Räume wurden eh nicht genutzt. Das Bad dagegen hatte wenigstens eine getrennte Toilette, die war holzverschalt (will man ja auch nicht wirklich) und die Nasszelle selbst wurde auch vor 100 Jahren letztmalig mit Plastikfliesenimitat beklebt, die Ecken war hier und dort recht dunkel, schwarz zu nennen. Typischer französischer Charme eben. Die Toilette war klein (das ist eine viel geliebte hygienische Größe in Frankreich: klitzekleine Toiletten anzubieten und wenn man dann weiß, dass in vielen Bars in Frankreich noch das Gesetz der gemischten Toilettennutzung vorherrscht, dann können sich die geneigten Leser vorstellen, was so richtig lecker ist). Sehr gerne hätte ich einmal auf der Toilette sitzend ein Foto für meine Leser gemacht, wie nahe die Tür vor uns war, wenn man sie dann geschlossen hielt – also wie unglaublich sehr nahe. Aber dazu hätte ich fairerweise ein Weitwinkel benutzen müssen, denn anderenfalls hätte ich bei Euch einen direkten Anfall von Klaustrophobie ausgelöst. Für die Kamera mit Weitwinkel und einer Nutznießerin indes war aber kein Platz auf dem Klo. So klein! Ist man derer Personen recht viele und amüsiert man sich gemeinsam auf nur einer öffentlichen Örtlichkeit über einen bestimmten Zeitraum „x“, will man diese öfter gereinigt sehen. Und so kauften wir bei unserem ersten Einkauf natürlich Schwämme und Putzlappen, denn das ist auch eine besondere Eigenart von Ferienhäusern – man möchte die vorhandenen Reinigungsutensilien eher nur mit der Kneifzange anfassen und Kneifzange war ausverkauft. So griff ich mir eines Tages unerschrocken einen Reiniger, der im Haus in den Restbeständen vieler Reiniger von Vormietern auf seine finale Nutzung wartete. Äußerlich hatte der die Fähigkeit es mit unserem Dan Klorix aufzunehmen, sprach er doch von hygienischer Sauberkeit – auf Französisch, das versteht sich. Als ich dann anfing das Bad zu schrubben und einen kurzen Moment später überlegte, wie lange wohl eine hochgewachsene Frau es in einem so kleinen (unbelüfteten) Raum mit so einer herb-intensiv an Chlor angereichterten Geruchswolke es aushalten kann, ohne pulmonale als auch cerebrale unheilbare Schäden zu nehmen (alternativ überleben kann), war die Welt noch in Ordnung. Etwas später, als mir auffiel, dass der farbige Putzschwamm (Ihr kennt doch diese quadratischen IMMER farbechten Lappen?) im Waschbecken gelassen von seiner Farbe abließ, kam ich ins Überlegen und unkte noch zu mir, ich würde wohl gerade mit Rohreiniger die Örtlichkeit reinigen. Also las ich das Etikett vom Reiniger nochmals durch: er blieb dabei nur ein Reiniger sein zu wollen. Ich reinigte zu Ende, überlegte, ob ich mir wirklich einen so großen Gefallen tue mit dem Zeug ohne Handschuhe zu putzen und vertagte das Ergebnis auf 30 Minuten später: da wollte ich nachgucken, ob meine Hände noch dran sein. Unbeschädigt. Die reisende Begleitung lobt mich kurze Zeit später über die neue Reinlichkeit im Bad, die insbesondere am reinlichen Duft festgemacht wurde. „Ja“, dachte ich so bei mir im Stillen, „dieser Reiniger lässt ja auch nicht viel übrig vom Bad als nur Chlorgeruch.“ Andererseits, wirft man einen Blick auf den Schwamm nach ca. zehn Tagen und vielleicht vier, fünf Reinigungen: War doch gar nicht so schlimm, das Zeug.

Artischocken – Artichaut



Im Urlaub hatten wir zwei Mal Artischocken, zubereitet in gelassener Arbeitsteilung. Artischocken sind ein Gemüse, dem habhaft zu werden, man sich erst einmal von einem „Profi“ zeigen lassen muss. Ich habe es einmal zu Hause versucht, selbst welche zuzubereiten, bin aber damals an dem Freilegen des Herzens gescheitert. So eine Artischocken-Connaisseurin hatte ich glücklicherweise im Urlaub und so gönnten wir uns am Anfang kleine junge Blüten und am Ende noch mal die großen. Die Küchenfee machte die Artischocken, schnitt die Blattspitzen professionell mit minimalem Scherenwerkzeug ab und gönnte den Blüten das lange Bad im heißen Wasser mit Salz und Zitrone – und hatte mich damit (endlich) in die Zubereitungsweise eingeweiht. Meine Zuständigkeit lag in der Zubereitung der frischen Aioli – wir kauften die Eier übrigens frisch vom Bauer gleich nebenan.



Dienstag war ich hier in Berlin auf dem heiß geliebten „Türken-Markt“ am Kotti und schlug beim Artischocken-Angebot zu, denn die begleitende Freundin merkte an, dass sie gar nicht wüsste, wie man diese zubereitet – und was liegt uns Kochbloggern näher als frisch erworbenes Fachwissen als auch mitgebrachten Muscadet mit Freunden zu teilen? Und so ruhten die Blüten in feuchte Tücher eingeschlagen im Gemüsefach bis zur gestrigen Verabredung zum Abendessen. Pünktlich (sie ist so talentiert zu ahnen, wann es Essen gibt) bevor die Artischocken gestern bei einem ersten Muscadet ins kochende Wasser verschwanden, rief Frau Antsche an, ob sie nicht vorbei kommen könne und über Nacht bleiben könnte (und Herrn Micha somit in Ruhe arbeiten lassen wollte). Sie konnte und wir warfen wenig später die heißen Artischocken in die schnell gepackte Tasche mit restlichem französischen Käse, Paté und Wurst, Sekt und Saft und Decke und legten uns bei mir in den (riesengroßen Hinterhof mit viel Baumbestand) auf den Rasen und ließen uns den kühler werdenden Wind über die Haut wehen und genossen so den Abend eines heißen Sommerabends mit viel Lachen, Geschichten und Harmonie – und perfekten ganz unkomplizierten Essen.



Was ein sehr schöner Abschluss war nach einem weniger schönen Arbeitstag. Insofern ein Tag mit schlussendlicher Schönheit, den mir das Leben jetzt nicht mehr rauben kann.

2009-08-19

Kissen in Kurzform

Also: ich kaufte einmal vor langer langer Zeit so zwei große runde Kissen mit schrägen Mustern, als die Dinger damals in rund ganz neu und chic waren. Das eine Kissen warf ich irgendwann weg. Das zweite konnte ich nicht wegwerfen, weil damals meine Katze (Terry) es heiß und innig liebte. Nachdem diese verstarb, konnte ich natürlich zunächst das Kissen auch nicht weg werfen, wegen Trauer und Erinnerung und so … Dummerweise auch nicht, als ich mich ein Jahr später für ein nächstes Tiger-Upgrade entschied. Als dann Nishia und Talytha (damals noch Sissi und Molly) hier einzogen, war es wieder zu spät, weil Nishia das Kissen sofort ungemein toll fand. Toll fand das aber auch Lino, als er hier einzog. Was Nishia nicht doll fand, wiederum sie seinen Kratzbaum ganz gut fand – ergo, da muss irgendein Deal gelaufen sein. Er Kissen, sie Kratzbaum.

Der Kater liebte das Kissen, was ich mittlerweile dann doch ziemlich hasste – zumal der Stoff nach unzähligen Wäschen langsam auch in Fetzen hing (zum Glück kann man Kissen wenden). Also kaufte ich neulich dem Kater bei Ikea ein total schönes Kissen mit einem sehr hochwertigen (für Ikea-Verhältnisse recht teuren) Stoff, das der Kater nicht mal mit seinem Allerwertesten anguckte. Da griff sich das Nishia hier und dort ab, fand es zwar ganz nett, dann aber auch nicht sooo bequem wie ihr altes Kissen (und an der Stelle merkte ich, wie sehr sie ihres wohl doch vermisste).

Dann fand ich diesen grandiosen Stoffladen offstoff in meinem Kiez (Grimmstraße 20, 10967 Berlin), die vornehmlich diese nordischen Stoff-Designs haben aber eben auch neulich so einen entzückenden Monster-Stoff rumliegen hatten, der er mir doch sehr angetan hatte, weil mit Monstern kann ich doch so gut (tat mir immer das Alien leid!), weswegen ich mit der ungemein reizenden Besitzerin von dem Laden ein sehr langes Gespräch über zu dicke Katzen führen musste, weil wir beide viel ein klein wenig Erfahrung auf diesem Gebiet haben und deren eigenen Willen Kissen betreffend und schlussendlich habe ich das Kissen ausgemessen und einen neuen Bezug mit Monster-Stoff in Auftrag gegeben, so mit Reißversschluss und ganz schick. Naja, Monster eben.

Zwischendurch gab es in der Woche bei einem Discounter so viereckige Sitzkissen von denen ich eines für mich (!) kaufte zum auf dem Boden sitzen, was ich ja viel lieber mache als auf Sofas abzuhängen, wozu der Kater aber dann sagte: grandioses, tolles, bestes Kissen für ihn ever und ich solle gefälligst meinen Hintern von seinem Kissen nehmen und warum überhaupt hätte ich ihm so ein Dingens nicht schon viel viel früher gekauft?!



Und mittlerweile hatte die nette Frau fertig genäht und das hat sie sehr sehr schön gemacht und ich habe mich total gefreut als ich den Bezug abgeholt habe und dann habe ich hier das Kissen vom alten Stoff entfloht und den neuen Bezug raufgezogen und mich immer noch total gefreut, weil der Kater jetzt (so kurz vor meinem Urlaub) so ein superschönes schickes tolles Monsterkissen bekommen konnte. Der mich während der Prozedur anguckte, als würde ich ihm gerade das Herz raus reißen …

Und das alte Kissen mit dem neuen Bezug nicht mit dem Arsch anguckt!



Aber Nishia. Und wenn ich ehrlich bin, passen die Monster zu ihr auch viel besser. Somit hat sie ihr Kissen zurück, der Kater hat ein neues und ich habe das Komische von Ikea, das ich auch nicht nehme und Tally liegt sowieso lieber auf irgendwelchen Decken rum. Echte Kissenharmonie in da house. Aber mich fragt ja eh keiner …



Aber das Monsterkissen macht jedes Mal super gute Laune, jedes Mal, wenn ich es sehe!



So tolle Monster!



Echt jetzt mal!