Es ist mal wieder unglaublich: gerade hat es bei mir das Transportunternehmen GLS geschafft, einem Händler ein Geschäft im Wert einer hübschen Summe und einen Folgeauftrag kommenden Monat im Wert einer noch viel hübscheren Summe zu versauen. Einfach weil sie befinden, wenn sie das Paket in dem 1,5 km entfernten GLS-Shop abgegeben (obwohl meine Nachbarn immer Pakete annehmen, wenn ich nicht da bin, als auch das der Zeitungsladen, der Friseur oder die Allianzvertretung in der Straße tun) haben, sie nicht ein zweites Mal zustellen müssen.
Ich indes kann ein Paket von ca. 120x60x60 cm nicht auf dem Rad transportieren. Versandgebühren habe ich bereits bezahlt, ergo leiste ich mir kein Taxi, um das Paket abzuholen. Das Transportunternehmen GLS – ganz Dienstleister – weigert sich noch ein zweites Mal zuzustellen. Nun weigere ich mich eben, das Paket anzunehmen.
Dem Online-Fotohändler mag GLS vielleicht verdammt günstig im Vergleich zu anderen Transportunternehmen vorkommen. Allerdings, wenn es dann dank der Attitüden des Vertragspartners nicht zum Geschäft und Folgegeschäften kommt, weil die die Kunden vergrätzen … ist günstig möglicherweise auf Dauer doch teuer bezahlt.
Tsja, also nicht den kleineren Fachhändler unterstützen. Wieder bei Amazon einkaufen. Keine Versandgebühren bei der Höhe der Bestellung, das Zeug kommt per DHL, deren Fahrer sind keine nachbarlichen Autisten. Und wenn's hart kommt, liefern sie ein zweites Mal an.
Diese deutsche Dienstleistungswüste macht mich echt weich!
Wäre da nicht hin- und wieder ein Lichtblick: der freundliche Besitzer von dem Zeitungsladen in dem das Paket steht, der hat mir eben ernsthaft angeboten a) mir eine Sackkarre zu leihen oder b) mir das Paket morgen Abend vorbei zu bringen. Was ich sehr entzückend finde, aber jetzt lieber das Exempel statuiere. Kann nämlich nicht sein Job sein und sein Feierabend.