2009-06-06

Pappsatt!

Aus der munteren fröhlichen Ratereihe: was gab's denn?

2009-06-05

Arztgeschichten

Gestern bin ich mit Talytha wieder zur Tierärztin gefahren, ihre Allergie ist leider zurück gekommen. Diese Mal dummerweise bei einer Futtersorte, die sie früher problemlos vertragen hatte. Tierarzthelferin und Tierärztin grinsten breit als sie Tally sahen– und eigentlich war ich abgemeldet. Als sie der Tierärztin dann auch noch bei der Untersuchung freundlich über die Hand schleckte, hatte ich kurzfristig Sorge gleich in Formalin eingelegt zu enden, damit die neue Talytha-Besitzerübergabe problemlos über die Bühne gehen könnte, denen ist natürlich auch klar, dass ich Tally (und Nishia und Lino) nur über meine Leiche hergebe. Sehr großes Entzücken bei der Ärztin.

Talytha selber war auf dem Weg zur Ärztin von immer größer werdenden Selbstbewusstsein – sie hatte sogar noch im Taxi ein fröhliches Lied auf den Lippen. Im Wartezimmer indes habe ich ihr die ganze Zeit den Bauch gestreichelt und wir (ich auch!) sind fast beide entspannt eingeschlafen. Will sagen: ich bin noch nie mit einer Katze so relaxt zum Tierarzt gegangen. Zum Abschied maunzte sie noch fröhlich der Tierärztin wieder „meooowwww“ zu, was diese mit zärtlichen Blicken in Richtung Katzenkorb quittierte.

Aber: als ich gestern Tally in den Korb packte, hatte das Nishia mitbekommen und war dementsprechend aufgeregt bis sehr entsetzt und wollte natürlich unbedingt mit uns kommen. Sie saß immer noch vor der Tür als wir wieder kamen und ich kann mir vorstellen, was sich Lino in der einen Stunde alles anhören musste. Heute weicht mir Nishia nicht vom Hintern, hat ihr Schoß-Abonnement in Anspruch genommen und guckt mir stundenlang begeistert schnurrend in die Augen. Entweder signalisiert sie mir große Dankbarkeit, dass ich ihr die kleine bunte Katze wieder mitgebracht habe oder aber, sie bettelt gerade darum auch einmal so einen Ausflug machen zu wollen …

… was darauf schließen ließe, dass es mit der Katzenkommunikation bezüglich Tierarztbesuche wohl doch noch nicht so weit gestellt ist. Oder aber doch und sie würde jetzt auch gerne mal die Droge kosten, auf deren Trip Talytha die nächsten zwei Wochen sein wird.

Wenn uns die Silvana blüht …

Unabhängig von der An- oder vielmehr Abwesenheits-Diskussion von FDP-Europawahlwunschkandidatin Silvana Koch-Mehrin, ist es in der Folge sehr spannend zu sehen, wie sich diese Frau einerseits der Presse ganz klar als Mittel ihrer Wahl bedient – wie kaum eine andere Politikerin in diesem Land. Andererseits aber, wenn von dieser Seite kristallklare Kritik an ihrer politischen Arbeit erfolgt, sie versucht, respektive ihre Anwälte versuchen, das Recht auf Presse- und Meinungsfreiheit juristisch auszuhebeln. Der zapp-Beitrag sagt alles:



fixmbr hat den Aktionismus von Frau Frau Koch-Mehrin zu denen ihr gegenüber vorgebrachten Vorwürfen ausführlich recherchiert.

2009-06-04

UPS

Unverhofft kommt oft. Gerade steht der UPS-Mensch in der Tür und fast hätte ich sie nicht aufgemacht, weil Mama ja immer gesagt hat, fremden Männern soll ich die Tür nicht aufmachen. Der war aber fremd und nett und überreichte mir ein Paket von Pentax. Ich darf jetzt vier Wochen die kleine schwarze neue Pentax K7 testen! Mit – das finde ich sehr charming – noch nicht janz finaler Software, die aber im Schreiben für sehr bald avisiert ist und ‘nen T-Shirt sowie Basecap auf dem … Pentax steht.



Das Ganze sehr unbürokratisch ohne viel Ankündigungs-TamTam – finde ich sehr sympathisch. Dran an der Kamera ist das neue überhaupt überhaupt nicht mehr inkontinente Kit-Objektiv 18-55 WR, jetzt neu mit internen roten Ring. Pentax ist da ziemlich cool im Understatement (kleiner Witz für Canonisten-Insider).



Ich habe jetzt aber trotzdem erst mal das 2.8er 16-50 ran gepackt. Feststellung Nr. 2: die Kamera kann fotografieren. Die Info und das Histogramm schwenkt sie automatisch ins Hochformat bei selbiger Aufnahme.



Feststellung Nr. 1: diese Kamera ist vom Anfassen her mit Abstand millionenmal sexier als alles, was ich mal in der Hand hatte aus dem Metier (und ich finde die k20d schon gerade ganz klasse). In der Größe hat sie wieder istDs-Niveau, was ich persönlich sehr gut finde – das mögen große Männerhände anders sehen. Das Chassis ist … wie ein sehr trockener Champagner der Spitzenklasse. Die Knöpfe mussten wegen dem größeren Display neu aufgeräumt werden, das sind sie gefühlt recht ergonomisch logisch. (Pluspunkt gegenüber der k20d).

Mist, die Lieferung bringt mir das ganze geplante Tagesprogramm durcheinander! Bringt aber auch ordentlich Spaß in den Tag!



Apropos Anfassen, ich weiß ja, was Ihr wollt. Habe zwar die nächsten Tage wenig Zeit, auch weil ich nächste Woche die Neue fotojobtechnisch testen werde (ich bin vielleicht die erste Knipsmaus, die mit der k7 Geld verdient) – aber wer sie von den hier lesenden Berlinern unbedingt mal anfassen und angucken möchte, ein Angebot: ich setze mich mit ihr diesen Samstag, 6.6.2009 um 17:00 Uhr ins ruz, Auguststraße 63 – das ist der Laden in dem wir DFN-Leute mal mit TeKaDe gesessen haben.

Ach das ist gar keine tote Katze …

sieht ja sehr neckisch aus, die neue Pentax K7 im Videoaufzeichnungsmode

2009-06-02

Ich lese gerade …

einen medizinischen Bericht in dem vorab Folgendes steht:

„Dieser Bericht wurde unter Beteiligung externer Sachverständiger erstellt. Externe Sachverständige, die wissenschaftliche Forschungsaufträge für das Institut bearbeiten, haben gemäß § 139b Abs. 3 Nr. 2 Sozialgesetzbuch – Fünftes Buch – Gesetzliche Krankenversicherung „alle Beziehungen zu Interessenverbänden, Auftragsinstituten, insbesondere der pharmazeutischen Industrie und der Medizinprodukteindustrie, einschließlich Art und Höhe von Zuwendungen“ offenzulegen. Der Herausgeber hat von jedem der Sachverständigen ein ausgefülltes Formular „Darlegung potenzieller Interessenkonflikte“ erhalten. Die Angaben wurden durch das speziell für die Beurteilung der Interessenkonflikte eingerichtete Gremium des Instituts bewertet. Es wurden keine Interessenkonflikte festgestellt, die die fachliche Unabhängigkeit im Hinblick auf eine Bearbeitung des vorliegenden Auftrags gefährden.“

Soviel zur Unabhängigkeit von Sachverständigen, deren Spezies man künftig in der Wirtschaft immer seltener sehen wird. Vor einiger Zeit sah ich einen Fernsehbericht in dem eine durch einen ärztlichen Kunstfehler massgeblich geschädigte Patientin seit drei Jahren auf die Verhandlung wartet, weil der Verhandlungstermin immer wieder verschoben wird, da (damals) der bereits 13. benannte Gutachter letztendlich doch keine hinsichtlich seiner pharmazeutischen Unbefangenheit zweifelsfreie Offendarlegung beibringen konnte. Dafür reicht es übrigens als Medizinstudent einmal auf Kosten eines Sponsoren zu einem Symposium eingeladen worden zu sein. Dazu ruhig lesen: „Wie Opfer von Ärztepfusch hingehalten werden.“

Und das ist etwas, woran wohl viele Prozesse dieser Art in Deutschland letztendlich scheitern, so der Tenor dieses Berichts. Dürfte vielen von uns so nicht ganz klar sein. Da bin ich doch sehr froh, dass das Institut, das oben sich so selbstbewusst verhält, ganz andere Erfahrungen zu machen scheint. Wer Spuren von Ironie im letzten Satz gefunden hat, darf sie inhalieren.

2009-06-01

Ziemlich entzückend



via cyberfux