2006-07-05

Doch einen noch vor der Sommer- Surf-Pause

Großartige, tiefsinnige und unglaublich deutlich wahre Worte von
MC Winkel


'Es ist zum kotzen, dass die Gesamtnaivität mit der Zeit flöten geht.'

Im Original getätigt auf dem heiligen Blog des noch viel mehr heiligen St. Burnster

Irgendwie muß ich heute immer heulen

wenn ich die Bilder von unseren weinenden Fußballern gestern auf dem Rasen sehe. Ich bezweifle, dass es an meinem solidarischen Verhalten zur Elf liegen kann. Zumal ich immer nur heule, wenn ich Geburten sehe. Sind's die legendären Mondprotuberanzen? Ist es der verflixte Zeitpunkt vor, kurz vor, sehr kurz vor, kurz hinter oder genau während meines Eisprungs? Oder ist es die Tatsache, dass das Powerbook dann jetzt doch gleich entgültig (leicht zeitlich verzögert zur letzten Ankündigung) zum Onkel Doc Gravis geht?

Bis auf weiteres also erst mal …



Pause!

p.s. Ich glaube an Barthez, Zidane und Henry! Wenn allerdings die Italiener doch Weltmeister werden, sind wir logischerweise auch Weltmeister, denn wir sind ja bekanntermaßen Papst – und der lebt wo?

2006-07-04

Das gibt sieben Jahre keinen Sex mit einem Italiener.



Nachtrag: Humor ist, wenn man dann trotzdem lacht: Jens' Spickzettel

Oh heilige Scheisse! Ich fahre ja ein italienisches Fahrrad!

Das wird schon!



Das mit der Sperre für Frings (nachdem ich eine Nacht schlecht drüber geschlafen habe) ist so übel vielleicht gar nicht. Denn heute stehen zehn Jungs auf dem Platz, die ein echtes Problem mit den Italienern haben. Die Liste von Gründen ist bekanntermaßen lang, und ob die italienischen Medien mit der Frings-Attacke ihren schwachen Jungs eine wirklichen Gefallen getan haben, diesen einen Punkt der Liste hinzuzufügen, bezweifle ich. Der elfte Junge, der heute zwangsläufig nachwächst, wird nicht nur sich profilieren wollen, er wird auch rächen.

Frings steht dafür Sonntag erholt auf dem Platz.

Aus reinem Übermut und mit einem gehörigen Maß an Hohn und Ironie werde ich dann jetzt mal ein 4:1 für die Deutschen abgeben.

Kussorgie

Ich kenne mindestens zwei Menschen, die sich auf diesem rostigen Steg zum allerersten Mal geküßt haben …

2006-07-03

Pressekonferenz mit Ballack

Auf die Frage, wie er denn die Chancen der deutschen Elf sieht im Halbfinale gegen Italien: 'Italien hat eine lange Serie von unbesiegten Spielen. Sie haben uns klar dominiert. Naja, wir haben letztens 4:1 verloren, wir Bayern haben ja auch gegen die Italiener verloren. Die Vorzeichen stehen schlecht. Sehr schlecht. Eigentlich haben wir null Chancen!'

Grinst sich einen breit. Klinsmann links von ihm sitzend bricht fast lachend zusammen.

Die Stimmung ist gut.

Utopien

Letzte Woche lief in der Sendung Kulturzeit auf 3SAT ein Interview mit der Juristin und Autorin Julie Zeh zum Thema 'Wie den Staat erfolgreich reformieren?' Frau Zeh überlegt, diskutiert und letztendlich formuliert schriftlich Ideen von sich und ihren Freunden, wie man einen Staat weg von der nach Resignation brüllenden Notlösungs-
maschinerie, hin zu einem durch den Bürger selbstbestimmten und daher für ihn attraktiveren Staat entwickelt.

Das im Interview genannte Beispiel, uns Bürgern einen gewissen Prozentsatz unserer abzuführenden Einkommensteuer eigenverantwortlich einem Ressort unserer Wahl zukommen zu lassen, gefällt mir gut. Wir würden zur Auseinandersetzung mit der Qualität einzelner Resorts gezwungen und hätten vielleicht wieder mehr Lust auf Politik, weil uns damit eine Form von Macht auch nach der Wahl gegeben wäre; wir könnten einzelnen Staatsbereichen auch innerhalb der Legislaturperiode die gelbe Karte zeigen.

Es sind moderne Utopien. Interessant genug, sie zu diskutieren. Es ist mir lieber als das ewige Gejammere. Hier geht es zum Interview mit ihr in kulturzeit. Kulturzeit–> Interviews –> 'Z' wie Julie Zeh –> Förderalismusreform –> Web-TV vom 27.06.2006.
Und hier zur Homepage von Julie Zeh.

p.s. Eschrocken bin ich über die Moderatorin, die von zwei Ländern innerhalb Deutschlands spricht?!